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Tagebuch chronologisch


Erster Tag der Woche - 11. Tischri 5778 - Sunday - Tag der Sonne

Nach der Hawdalah am Vorabend geht es nahtlos in den neuen Tag über.


19h12 
Im Judentum beginnt der neue Tag am Vorabend. Ich höre Kirchenglocken, die den Sonntag einläuten.

Für die Juden ist es der erste Werktag und ich hoffe, dass auch die Christen bald begreifen werden, dass der Schabat der Ruhetag, von GOTT verordnet, ist.

Der Tag der Sonne ist für mich ein schrecklicher Tag; Tag an dem ich in die Sonne abgestürzt und von der "Häfelimaschine" weggespült wurde.

"Damals, als Patient in der Klinik, sah ich mich im Geist neben Menschen meiner Bekanntschaft, jeder in seinem Kreislauf. Es waren eigentlich Ellipsen mit Höhe- und Tiefpunkt. Der Höhepunkt in meiner Ellipse war wie ein aufgesogen Werden durch die Sonne, bzw. der Kulminationspunkt einer menschlichen Kopulation. Der Tiefpunkt war Depression im wahrsten Sinne des Wortes, bzw. weggespült Werden durch eine Klosett-Anlage."

 

22h00
Ich mache mich für das Schlafen bereit.

22h23
Aus dem Bett zurück bei meiner "Eselin". Drei und zwei Stiche in der Lunge waren mir Warnung genug, wieder aufzustehen. Die Erinnerung an den Tod meines leiblichen Vaters, der durch einen Würgeengel umgebracht worden war, ist mir genügend präsent.

23h10
Die Nachtwache hat erstmals nachgeschaut und meine Erklärungen akzeptiert. Sie komme später nochmals vorbei.

00h05
Nun ist es auch für die Christen Sonntag geworden.

Ernsthafte Rückenschmerzen versuchen mich, erneut ins Bett zurückzukehren.

 

Avinu sche baschamayim yitkadesch schimcha,       (Hebräisch, aus dem Aramäischen)
Unser Vater, der im Himmel ist, geheiligt werde Dein Name!

tawo malchutcha,
Dein Königreich komme!

yeasseh retzoncha kewaschamayim gam baaretz.
Dein Wille sei getan, wie im Himmel, auch auf Erden!

Ten lanu et lechem tzorkenu© hayom,
Gib uns das Brot, unseren Bedarf, heute!

um'chal lanu et chowoteinu cmo schegam anachnu machalnu lechayaweinu.
Und vergib uns unsere Schulden, so wie auch wir vergeben haben unseren Schuldigern!

Weal t'wienu lidei nissayon, ela hatzilenu min hara.
Und bringe uns nicht zu Händen von Versuchung! Sondern erlöse uns von dem Bösen!

Amen.

Ki schelcha hi hamalchut wehagwura wehatif'ara leolmei olamim.
Denn von Dir ist es, das Königreich und die Macht und die Herrlichkeit in alle Ewigkeiten.


jom rewii - dritter Tag von Sukkot - 17. Tischri 5776 - Menschenfurcht, eine Falle - der ewige NAME, HaSchem

"Menschenfurcht will eine Falle stellen,
aber wer in JAHWEH vertraut, soll Schutz erfahren."

(Sprüche 29,25, Eigenübersetzung, internes Los)

חרדת אדם יתן מוקש ובוטח ביהוה ישגב

cherdat adam yiten mokesch uwoteach baYAHWEH yessugaw

Das entspricht ganz meiner Erfahrung.

Als Kind und lange in mein Erwachsenenalter hinein war ich sehr menschenfürchtig. Das wirkte sich auch noch aus, als ich Verwaltungsdirektor im Diakonissenhaus Bethanien in Zürich war. Nach der Selbsterfahrungswoche in Reichenschwand ging mir innerlich auf, dass ich dem König Saul recht ähnlich war. Dieser achtete mehr auf seine Wirkung bei den Menschen, als auf seine Abhängigkeit von JAHWEH. Gott musste ihn deshalb verwerfen. JAHWEH will eigentlich nicht, aber ER muss, wenn ER SICH SELBST treu sein will.

Mein "Gefeuert werden" im Diakonissenhaus war deshalb die zwingende Konsequenz. Meine Menschenfurcht - ich wollte es möglichst allen recht machen und scheute, Kritik anzubringen - hat mir die Falle gestellt.

 

Dem gegenüber steht das Vertrauen in JAHWEH. Für mich war und ist es gefühlsmäßig ein langer Weg. Für Gott ist er das nicht. Gott macht keine Fehler. ER führt willentlich ZICK-ZACK. Alle Menschen müssen lernen, ob sie wollen oder nicht! Gott ist gnädig und mächtig. Unter Gnade können wir uns einen barmherzigen Gott vorstellen. 'Mächtig' ist im Zusammenhang mit Gott schwieriger zu verstehen. Die 'Mikroben' haben mir diesbezüglich geholfen.

 

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 63,16 gehört ganz nahe zum Thema:

"Denn DU bist unser Vater. Denn Abraham hat uns nicht gekannt und Israel (Jakob) kann uns nicht kennen.
DU JAHWEH,
'unser Vater, unser Erlöser'
ist von Ewigkeiten her Dein Name."

(Eigenübersetzung)

כי-אתה אבינו כי אברהם לא ידענו וישראל לא יכירנו אתה יהוה אבינו גאלנו מעולם שמך

ki-atah awinu ki awraham lo yedaanu weyissrael lo yakiranu atah YAHWEH awinu go'alenu me'olam schmecha

Was ist von Ewigkeiten her Dein Name? UNSER VATER, UNSER ERLÖSER!

Die Juden wagen, aus lauter Respekt vor Gott, den Namen nicht auszusprechen. Mich hat die Ernsthaftigkeit der streng orthodoxen Juden immer wieder einmal beeindruckt, wenn ich sie wirklich echt fand. Sie beten "den Namen" an, den sie nicht kennen. Vater und Erlöser sind zwar auch im Judentum geläufige Begriffe, aber sie 'tragen' nicht wirklich.

Das 'UNSER VATER' ist im Christentum das zentrale Gebet, wie es Jeschua HaMaschiach seine Jünger gelehrt hat:

awinu schebaschamayim yitkadesch schimcha
tawo malchutcha
yeasseh retzoncha kewaschamayim gam baaretz
ten lanu et lechem tzorkenu hayom
umechal lanu et chowoteinu cmo sche gam anachnu machalnu lechayaweinu
weal tewienu lidei nissayon ela hatzilenu min hara

Angeblich sei das eine Übersetzung aus Aramäisch. Die später hizugefügte 'Doxologie' lasse ich hier weg.

Unser Vater, der im Himmel ist;
geheiligt werde Dein Name!
Dein Königreich komme!
Dein Wille sei getan, wie im Himmel, auch auf Erden!
Gib uns das Brot, unseren Bedarf, heute!
Und vergib uns unsere Schulden, so wie auch wir vergeben haben unseren Schuldigern!
Und bringe uns nicht zu Händen von Versuchung!
Sondern erlöse uns von dem Bösen!
(Eigenübersetzung)

Dieses Gebet ist auch jeden Morgen in meiner 'Liturgie' das Herzstück. Zu jedem Sätzlein versuche ich mir sinngemäss etwas Konkretes vorzustellen. Auf diese Art lebt das Gebet auf.

Wichtig ist mir die Schuldenvergebung. Wir sollen jedesmal, wenn wir dieses Gebet beten, prüfen, ob wir unseren Schuldigern vergeben haben. Nur so können wir von unseren Schulden befreit werden.


jom schlischi - 14. Cheschwan 5776 - "Wir bestehen aus Sternenstaub"

"Hebt empor eure Augen und seht! Wer hat diese geschaffen? Der ihr Heer vollzählig herausführt, sie alle will ER beim Namen rufen; vor lauter Macht und stark an Kraft. Niemand darf fehlen!"
(Jesaja 40,26, Eigenübersetzung, internes Los)

שאו-מרום איניכם וראו מי-ברא אלה המוציא במספר צבאם לכלם בשם יקרא מרב אונים ואמיץ כח אש לא נעדר

sse'u-marom eineichem ur'u mi-wara eleh hamotzi wemisspar tzwa'am lechulam beschem yikra merow onim weamitz coach isch lo ne'dar

Gott hat Abraham befohlen, den Sternenhimmel anzuschauen und hat ihm damit seine Nachkommenschaft plausibel gemacht. In unseren Tagen erfüllt sich diese Verheißung. Ich denke dabei an die vor uns liegende, weltweite Erweckung.

Das Sternenmeer - die himmlischen Heerscharen? Jeder Stern soll einen Namen bekommen? An Macht und Kraft mangelt es JAHWEH nicht. Nur, die Sterne verhalten sich wie sich die Menschen verhalten haben oder noch verhalten. Da gibt des den galaktischen Kannibalismus; Sterne, die sich gegenseitig auffressen! Das sagt Eva Grebel, die gegenwärtig einzige ordentliche Professorin in Deutschland für Astronomie.

Neben der Naturwissenschaftlerin Eva Grebel gibt es eine Geisteswissenschaftlerin, die die These aufgestellt hat: "Wir bestehen aus Sternenstaub". Frau Prof. Dr. Ulrike Sprenger öffnet mir neue Horizonte, wenn sie auf Georg Büchner hinweist, der als 23-Jähriger vor seinem Tod 1836/37 das 'Antimärchen' erfindet. Wohltuend berührt mich, dass diese Wissenschaftlerin natürlicherweise von Gott redet. 

Nun, ich bin weder Naturwissenschaftler noch Geisteswissenschaftler; ich bin ein einfach Glaubender. Ich glaube, dass ich der 2. Messias bin, der mit den himmlischen Heerscharen kommt. Gemäss Lukas 2 ist uns folgendes überliefert:
13 Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die Gott lobten und sprachen:
14 Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Friede auf Erden in den Menschen <des> Wohlgefallens! 

(Revidierte Elberfelder Bibel)

In Matthäus 16,27 und Offenbarung 22,12 ist vom Gericht die Rede. Da ich die Bibel ja neu schreiben darf, glaube ich, dass sich Jesus hier geirrt hat. Mein Auftrag ist, Gnade und Erbarmen nach Psalm 103,4 in die Tat umzusetzen.


Schabat - 4. Cheschwan 5779 - Kundgebungen Christus der Letzten Tage | Bist du ein wahrer Gläubiger Gottes?

 

https://www.youtube.com/watch?v=OqO3tXY5R6U

 

Möglicherweise dauerte deine Reise des Glaubens an Gott mehr als ein oder zwei Jahre und möglicherweise hast du in deinem Leben in diesen Jahren viel Härte ertragen; oder vielleicht wurdest du nicht der Not ausgesetzt und hattest stattdessen viel Gnade empfangen. Es kann auch sein, dass du weder Härte noch Gnade erlebt hast, sondern ein ganz normales Leben gelebt hast.             Ungeachtet dessen bist du immer noch ein Anhänger Gottes, also lass uns in der Gemeinschaft über das Thema, Ihm nachzufolgen, sprechen. Allerdings muss Ich alle, die diese Worte lesen, daran erinnern, dass das Wort Gottes an all jene gerichtet ist, die Gott anerkennen, und an alle, die Gott folgen, und nicht an die Gesamtheit aller Menschen, einschliesslich derer, die Gott nicht anerkennen. Wenn du glaubst, dass Gott zu der Menge spricht, zu allen Menschen in der Welt, dann wird das Wort Gottes keine Wirkung auf dich haben. So solltest du alle die Worte nah an deinem Herzen tragen und dich nicht ausserhalb ihres Anwendungsbereiches stellen. Sprechen wir auf jeden Fall davon, was in unserem Haus geschieht. Ihr solltet alle jetzt die wahre Bedeutung des Glaubens an Gott verstehen. Die Bedeutung des Glaubens an Gott, von der Ich früher gesprochen habe, steht im Zusammenhang mit eurem positiven Eintritt. Das ist heute nicht so. Heute möchte ich das Wesen eures Glaubens an Gott analysieren. Natürlich führt euch dies vom Negativen weg. Wenn Ich es nicht tue, dann werdet ihr niemals euer wahres Antlitz kennen und euch ewiglich eurer Frömmigkeit und Treue rühmen.
 
Mit anderen Worten: Wenn Ich die Hässlichkeit, die tief in euren Herzen ist, nicht aufdecke, dann wird sich jeder von euch eine Krone auf den Kopf setzen und ihr werdet alle Herrlichkeit euch selbst geben. Eure hochmütige und arrogante Natur treibt euch an, euer eigenes Gewissen zu verraten, euch Christus zu widersetzen und Ihm zu widerstehen und eure Hässlichkeit zu offenbaren und dabei eure Absichten, Vorstellungen, übertriebenen Wünsche und Augen, die voller Gier sind, dem Licht auszusetzen. Und doch bekennt ihr weiterhin, dass ihr euer Leben dem Werk Christi widmen werdet und ihr wiederholt immer wieder die Wahrheiten, die von Christus vor langer Zeit gesprochen wurden. Das ist euer „Glaube“. Das ist euer „Glaube ohne Unreinheit“. Ich habe den Menschen die ganze Zeit an einen sehr strengen Massstab gehalten. Wenn deine Loyalität mit Absichten und Bedingungen einhergeht, dann würde ich deine so genannte Loyalität lieber nicht haben, denn Ich verabscheue diejenigen, die Mich über ihre Absichten täuschen und mich mit Bedingungen unter Druck setzen. Ich wünsche nur, dass der Mensch keinem andern gegenüber treu ist als Mir und alle Dinge wegen dieses einen Wortes tut und um es zu beweisen: Glaube. Ich verabscheue eure Verwendung von gesüssten Worten, um Mich zu erfreuen. Denn Ich behandle euch immer mit vollkommener Aufrichtigkeit und so wünsche Ich, dass auch ihr euch mit einem wahren Glauben an Mich richtet.
 
Wenn es um den Glauben geht, mögen viele denken, dass sie Gott folgen, weil sie Glauben haben, sonst würden sie solches Leiden nicht ertragen. Dann frage Ich dich dies: Warum verehrst du Gott nie, obwohl du an Seine Existenz glaubst? Warum hast du kann keine Furcht vor Gott in deinem Herzen, wenn du an Seine Existenz glaubst? Du akzeptierst, dass Christus die Menschwerdung Gottes ist, doch warum hast du dann so eine Verachtung für Ihn und handelst so respektlos Ihm gegenüber? Warum richtest du Ihn öffentlich? Warum beobachtest du immer Seine Bewegungen? Warum unterwirfst du dich nicht Seinen Anweisungen? Warum handelst du nicht gemäss Seinem Wort? Warum sprichst du an Christi Stelle? Warum richtest du, ob Sein Werk und Sein Wort richtig sind oder nicht? Warum wagst du es, Ihn hinter Seinem Rücken zu lästern? Sind diese und andere Dinge das, was euren Glauben ausmacht? Jeder Teil eurer Rede und eures Verhaltens offenbart die Elemente des Unglaubens an Christus, die ihr in euch tragt. Eure Motive und Ziele für das, was ihr tut, sind von Unglauben durchdrungen; selbst der Blick in euren Augen und der Atem, den ihr ausatmet, sind mit solchen Elementen befleckt.
 
Mit anderen Worten: Jeder von euch trägt während jeder Minute des Tages Elemente des Unglaubens mit sich. Das bedeutet, dass ihr in jedem Augenblick in Gefahr seid, Christus zu verraten, denn das Blut, das durch euren Körper fliesst, ist von Unglauben in den Mensch gewordenen Gott durchzogen. Deshalb sage Ich, dass die Fussspuren, die ihr auf dem Weg des Glaubens an Gott hinterlasst, nicht wesentlich sind. Eure Reise, auf dem Weg des Glaubens an Gott, ist nicht gut begründet und stattdessen geht ihr bloss durch die Bewegungen. Ihr seid immer skeptisch gegenüber dem Wort Christi und könnt es nicht sofort in die Praxis umsetzen. Dies ist der Grund, warum ihr keinen Glauben an Christus habt, und immer Vorstellungen über Ihn zu haben ist ein anderer Grund dafür, dass ihr nicht an Christus glaubt. Immer Skepsis gegenüber dem Werk Christi zu bewahren, das Wort Christi auf taube Ohren stossen zu lassen, eine Meinung zu haben, über was auch immer für ein Werk Christus verrichtet und nicht in der Lage zu sein, es richtig zu verstehen, Schwierigkeiten zu haben, die eigenen Vorstellungen beiseite zu schieben, egal welche Erklärung ihr erhaltet und so weiter; dies sind alles Elemente des Unglaubens, die in euren Herzen vermischt sind. Obwohl ihr dem Werk Christi folgt und niemals zurückbleibt, ist in euren Herzen zuviel Rebellion vermischt. Diese Rebellion ist eine Unreinheit in eurem Glauben an Gott. Vielleicht stimmt ihr nicht zu, aber wenn ihr eure eigenen Absichten nicht erkennen könnt, dann werdet ihr sicherlich jemand sein, der zugrunde gehen wird. Denn Gott perfektioniert nur diejenigen, die wirklich an Ihn glauben, nicht diejenigen, die Ihm skeptisch gegenüber sind, und am wenigsten diejenigen, die Ihm folgen, obwohl sie nie geglaubt haben, dass Er Gott ist.
 
Manche Menschen erfreuen sich nicht an der Wahrheit, geschweige denn am Urteil. Vielmehr erfreuen sie sich an Macht und Reichtum; solche Menschen gelten als Snobs. Sie suchen ausschliesslich die Sekten in der Welt aus, die Einfluss haben, und jene Pastoren und Lehrer, die aus Seminaren kommen. Obwohl sie den Weg der Wahrheit akzeptiert haben, bleiben sie skeptisch und können sich nicht vollständig hingeben. Sie sprechen davon, sich für Gott zu opfern, aber ihre Augen sind auf die grossen Pastoren und Lehrer gerichtet und Christus wird beiseite geschoben. Ihre Herzen sind voller Ruhm, Glück und Herrlichkeit. Sie glauben gar nicht, dass ein so kärglicher Mann in der Lage ist, so viele zu erobern, dass jemand so unauffälliges die Menschen zu perfektionieren vermag. Sie glauben überhaupt nicht, dass diese Niemands, unter dem Staub und den Misthaufen, das von Gott erwählte Volk sind. Sie glauben, dass, wenn diese Menschen die Objekte der Erlösung wären, dann der Himmel und die Erde auf den Kopf gestellt würden und alle Menschen sich kaputt lachen würden. Sie glauben, dass, wenn Gott solche Niemands für die Perfektion auswählen würde, dann diese grossen Menschen zu Gott Selbst werden würden. Ihre Perspektiven sind mit Unglauben befleckt;  in der Tat, weit vom Unglauben entfernt sind sie groteske Bestien. Denn sie schätzen nur Stellung, Prestige und Macht; was bei ihnen hohes Ansehen hat, sind grosse Gruppen und Sekten. Sie nehmen überhaupt keine Rücksicht auf die von Christus Geführten; sie sind einfach Verräter, die Christus, der Wahrheit und dem Leben den Rücken gekehrt haben.
 
Was du bewunderst ist nicht die Demut Christi, sondern jene falschen Hirten von prominenter Stellung. Du liebst nicht die Lieblichkeit oder Weisheit Christi, sondern jene Wüstlinge, die Umgang mit der gemeinen Welt haben. Du lachst über den Schmerz Christi, der keinen Platz hat, um Sein Haupt abzulegen, sondern bewunderst die Leichen, die sich Opfergaben aneignen und in Ausschweifungen leben. Du bist nicht bereit, neben Christus zu leiden, aber gehst gerne in die Arme der rücksichtslosen Antichristen, obwohl sie dir nur Fleisch, nur Buchstaben und nur Kontrolle liefern. Sogar jetzt wendet sich dein Herz noch ihnen zu, ihren Ruf, an ihre Stellung in den Herzen all der Satane, an deren Einfluss und ihre Autorität, doch du hast weiterhin eine Haltung des Widerstands und der Ablehnung, das Werk Christi anzunehmen. Deshalb sage Ich, dass du nicht den Glauben hast, Christus anzuerkennen. Der Grund, warum du Ihm bis heute gefolgt bist, liegt ganz und gar darin, dass du gezwungen wurdest. In deinem Herzen türmen sich stets viele erhabene Bilder auf; du kannst keines ihrer Worte und keine ihrer Taten vergessen, noch ihre einflussreichen Wörter und Hände. Sie sind, in eurem Herzen, für immer am höchsten und für immer Helden. Aber das ist nicht so für den Christus von heute. Er ist für immer unbedeutend in deinem Herzen und für immer der Ehrfurcht unwürdig. Denn Er ist viel zu gewöhnlich, hat viel zuwenig Einfluss und ist alles andere als erhaben. Jedenfalls sage Ich, dass all diese, welche die Wahrheit nicht achten, alle Ungläubige und Verräter der Wahrheit sind. Solche Menschen werden niemals die Zustimmung Christi erhalten. Hast du nun herausgefunden, wie viel Unglaube in dir ist? Und wie viel Verrat an Christus?
 
Ich ermahne dich folgendermassen: Da du den Weg der Wahrheit gewählt hast, sollst du dich von ganzem Herzen hingeben; sei nicht zwiespältig oder halbherzig. Du solltest verstehen, dass Gott nicht der Welt oder irgendeiner Person gehört, sondern all denen, die wirklich an Ihn glauben, all denen, die Ihn anbeten, und all denen, die Ihm ergeben und treu sind. Derzeit gibt es noch viel Ungläubigkeit in euch. Versucht eifrig in euch selbst zu suchen und ihr werdet sicherlich eure Antwort finden. Wenn du die wirkliche Antwort findest, dann wirst du zugeben, dass du nicht jemand bist, der an Gott glaubt, sondern eher jemand, der Ihn täuscht, über Ihn lästert und Ihn verrät und jemand, der Ihm untreu ist. Dann wirst du erkennen, dass Christus kein Mensch ist, sondern Gott. Wenn dieser Tag kommt, dann wirst du Christus verehren, fürchten und wahrhaftig lieben. Derzeit macht euer Glaube nur dreissig Prozent eures Herzens aus, während siebzig Prozent von Zweifeln besessen sind. Jede von Christus vollbrachte Tat und jeder von Ihm gesprochene Satz können dazu führen, dass ihr euch Vorstellungen und Meinungen über Ihn bildet. Diese Vorstellungen und diese Meinungen stammen von eurem völligen Unglauben an Ihn. Ihr bewundert und fürchtet nur den unsichtbaren Gott im Himmel und nehmt keine Rücksicht auf den lebendigen Christus auf Erden. Ist das nicht auch euer Unglaube? Ihr sehnt euch nur nach dem Gott, der in der Vergangenheit wirkte, aber begegnet nicht dem Christus der Gegenwart. Das ist immer der „Glaube“, der in eurem Herzen vermischt ist,
 
Ich unterschätze euch nicht, denn es ist zuviel Unglauben in euch, zuviel von euch, das unrein ist und analysiert werden muss. Diese Unreinheiten sind ein Zeichen dafür, dass ihr überhaupt keinen Glauben habt. Sie sind ein Zeichen eures Verzichts auf Christus und kennzeichnen euch als einen Verräter Christi. Sie sind ein Schleier, der eure Kenntnis über Christus verdeckt, ein Hindernis für euer von Christus gewonnenes Sein, ein Hindernis, das verhindert, dass ihr mit Christus vereinbar seid und ein Beweis dafür, dass Christus euch nicht anerkennt.
 
Jetzt ist die Zeit, alle Teile eures Lebens zu untersuchen! Wenn ihr dies tut, profitiert ihr in jeder erdenklichen Weise!
 
Gerne bin ich dazu bereit!
Eugen alias Jehoschua Senn, Im Chrummenacher 51, 8315 Lindau (Schweiz)

jom rewii - 23. Siwan 5776 - Gottes Heiligkeit - Botschaft an die Juden

„Aber JAHWEH ist Gott in Wahrheit. Er ist lebendiger Gott und ewiger König. Vor Seinem Zorn wird die Erde erschüttert, und Völker können Seinen Grimm nicht ertragen.“ (Jeremia 10,10, Eigenübersetzung, internes Los)

ויהוה אלהים אמת הוא-אלהים חיים ומלך עולם מקצפו תרעש הארץ ולא-יכלו גוים זעמו

waYAHWEH elohim emet hu-elohim chayim umelech olam mikitzpo tir'asch haaretz welo-yachilu goyim sa'mo

 

Dieses interne Los war am 31. Januar 2013 Tageslosung. Sie war für mich ein Bestätigung für die Heiligkeit Gottes.

 

Die nachfolgende Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine ist speziell eine Botschaft an die Juden. Darum wurde im Losungsbüchlein der letzte Teil weggelassen:

"Und du wirst essen und satt werden. Und du wirst JAHWEH, deinen Gott, segnen/loben über dem guten Land, das ER dir gegeben hat." (5. Mose 8,10, Eigenübersetzung)

ואכלת ושבעת וברכת את-יהוה אלהיך על-הארץ הטבה אשר נתן-לך

weachalta wessawa'ta uwerachta et-YAHWEH eloheicha al-haaretz hatowah ascher natan-lach

 

Es geht um das Land Israel im vorderen Orient. Noch sind es relativ wenige Juden, die diese Sicht mit mir teilen können. Leider grassiert der Antizionismus auch im Judentum und macht viele blind für die vielen Verheißungen Gottes, die noch auf Erfüllung warten aber im 3. Testament erwähnt sind.


jom scheni - 26. Iyar 5777 - brecht euch einen Neubruch!

Die Tageslosung in Jeremia 4,3:

"Denn so hat JAHWEH zum Manne Juda gesagt und zu Jerusalem: 'Brecht euch einen Neubruch und sät nicht zu Dornen!'" (Eigenübersetzung)

כי-כה אמר יהוה לאיש יהודה ולירושלם נירו לכם ניר ואל-תזרעו אל-קצים

ki©-coamar YAHWEH leisch yehuda weliruschalayim niru lachem nir, weal-tisr'u el kotzim 

 

Zu verschiedenen Zeiten gab es solche Aufrufe und Aufbrüche, z.B. bei Hosea 10,12. Im Christentum gab es ebenfalls immer wieder Aufbruchzeiten, z.B. in der Reformationszeit vor 500 Jahren. Nun stehen wir vor einem weltweiten Aufbruch. Keimzelle ist die Bibelgruppe "Bibel in unserer Zeit".

So rufe ich, Jehoschua als reinkarnierter Jeschua HaMaschiach dem neuen Pfarrehepaar zu'Brecht euch einen Neubruch und sät nicht zu Dornen!' Auch ich will mein Bestes zum Gelingen beitragen.


Schabat - 28. Schewat 5777 - der Docht glimmt immer noch

Inzwischen ist 8h15 pm vorbei. Der Doch glimmt immer noch! Die 8 setze ich mit Unendlichkeit gleich. HalleluJAH; meine Frau ist gerettet. Das weiß ich nun im Voraus, mag kommen was wolle. Den Abend verbringe ich mit Lektüre der "Weltwoche".

Um 8h54 pm begebe ich mich ins oberste Stockwerk zum Schlafen. Beim Vorbeigehen sehe ich den Docht weiterhin glimmen! HalleluJAH!

 


jom schlischi - 11. Nissan 5776 - die Güte von JAHWEH dauert unbeschränkt

"Denn gut ist JAHWEH; bis zur Ewigkeit Seine Gnade, und bis zu Geschlecht und Geschlecht Seine Treue."
(Psalm 100,5, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

כי-טוב יהוה לעולם חסדו ועד-דר ודר אמונתו

ki-tow YAHWEH leolam chassdo wead-dor wador emunato

 

Der Psalm 100 ist ein sogenannter Dankopfer-Psalm. Wir sollen Dank opfern; d.h. danken, auch wenn das Gemüt nicht danach steht.

Ja, gut ist JAHWEH und ewig dauert Seine Gnade. Das wissen wir theoretisch; aber wenn uns Seine Schläge, z.B. Krankheiten treffen, droht das Wissen, die innere Gewissheit, zu verschwinden. Wenn wir am Sterben sind, kümmern uns die zukünftigen Geschlechter nicht so sehr. Dann sind wir ganz bei uns; dann braucht es wirklich ein Opfer, um GOTT zu danken.

 

Darum ist es so wichtig, dass wir die Verheißung von Reichenschwand verinnerlichen, solange wir das überhaupt noch können. Güte, Gnade, Treue, (GGT) das ist eine Dreieinigkeit, die wirklich trägt.


Schabat - 11. Cheschwan 5776 - JAHWEH will alles in allen werden

"Hinter JAHWEH, eurem Gott, sollt ihr gehen;
und IHN sollt ihr fürchten;
und Seine Gebote sollt ihr halten;
und auf Seine Stimme sollt ihr hören;
und IHN sollt ihr anbeten und IHM anhängen!"

(5. Mose 13,5, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

אחרי יהוה אלהיכם תלכו ואתו תיראו ואת-מצותיו תשמרו ובקלו תשמעו ואתו תעבדו ובו תדבקון

acharei YAHWEH eloheichem telechu weoto tira'u weet-mitzwotaw tischmoru uwkolo tischma'u weoto taawodu uwo tidbakun

 

Was im obigen Vers dem Volk Israel als Ganzes vor Jahrtausenden gesagt ist, übermittelt in der heutigen Zeit der 2. Messias allen Menschen einzeln, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder Konfession. Alles ist in der Verheißung von Reichenschwand zusammengefasst:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“

Neben der Aufforderung, sich JAHWEH anzuvertrauen, indem wir unsere Hand in Seine Hand legen und uns von IHM führen lassen, ist allen Menschen ein neues Land mit unvorstellbar großen und schönen Wundern verheißen, letztlich mit dem Garten Eden. Es geht um die 'neue Welt' und um die  Wiederherstellung aller Dinge.

Die Auferweckung und Offenbarung meines verstorbenen Bruders, an die ich glaube, wird ein Schatten der neuen Welt sein.

Als ich gestern auf die Rolle der Schweiz im Heilsplan Gottes hinwies, schloss ich mit dem immer gültigen Satz: Das eigentlich erwählte Volk aber ist und bleibt ISRAEL bzw. YAHWEH tzidkenu.


jom rewii - 30. Siwan 5776 - nochmals Lichterscheinungen

3 Uhr früh. Die Situation ist wiederum die gleiche wie gestern. Nun will ich es aber genau wissen. Ich ziehe den Rollladen ganz hoch. Zwei Lichtquellen sind auszumachen; die eine, schwächere am Horizont und eine stark strahlende im "Schilten 7", in einer im Volksmund so genannten Wohnsiedlung mit 7 Einfamilienhäusern schräg vis-a-vis. Die schwächere am Horizont kann nicht für die Lichtprojektion verantwortlich sein. Es handelt sich vermutlich um eine Kranbeleuchtung im Industriequartier Rigacher.

Nun ziehe ich etwas Warmes über das Pyjama, setze mir die Mütze auf uns begebe mich nach draußen. Im Hinterhof des "Schilten 7" gibt es tatsächlich eine intensive Beleuchtung. Die vorderste Lampe, die am ehesten als direkte Lichtquelle in Frage käme, fällt wie die andern außer Betracht, da zu bodennah und völlig abgedeckt durch ein Haus.

Es ist jetzt nach 4 Uhr. Den Rest der "Geschichte" spare ich mir für den Morgen auf.

 

Im Gegensatz zu gestern begeistert mich das Wunder heute. Es befähigt mich, die heutige Tageslosung in Zefanja 3,15 b) für mich persönlich zu nehmen:

"König Israels, JAHWEH, ist in deiner Mitte. Du musst kein weiteres Unheil fürchten!" (Eigenübersetzung)

מלך ישראל יהוה בקרבך לא-תיראי רע עוד

melech yissrael YAHWEH bekirbech lo-tir'i ra od

 

Eigentlich ist dieses Bibelwort an Zion gerichtet. Wenn ich genügend Glauben habe, darf ich es auch für mich beanspruchen, was ich hiermit tue. JAHWEH lebt in mir. EHYEH ascher EHYEH hat ER zu Mose am Horeb gesagt. ICH will sein, der ICH sein will. JAHWEH ist alles in allen

 

Zum Abschluss noch etwas Zahlenakrobatik: Die Zahl 7 ist die Zahl der Vollkommenheit; die darauf folgende 8 bedeutet für mich Unendlichkeit. Beim Einschalten des Suchmodus nach der Zahl 7 habe ich die Trefferzahl 16 erreicht, wovon beim Durchklicken mit der Eingabetaste 6 Klicks bei total dunklem Bildschirm (die Grundfarbe) erfolgen und 10 in üblicher Ansicht. Die dunkle Grundfarbe wirkt auf mich wie der Scheol, die Unterwelt, ohne jeden Lichtstrahl. Üblicherweise erfolgt die Anzeige je zur Hälfte bei hellem und dunklem Bildschirm. Warum überhaupt soviele Treffer entstehen konnten, ist dadurch zu erklären, dass auch die 7 im nebenstehenden Kalender mitgezählt wurden. Dieses Phänomen erlebe ich zum ersten Mal.

Versuch einer Deutung:
Schilten 7 ist an und für sich vollkommen. Ich hatte mich seinerzeit, vor Bebauung, für das Grundstück interessiert und es im Glauben "eingenommen"; im Laufen umrundet. GOTT hatte etwas Besseres im Sinn. ER gab mir Einfluss auf 16 Einfamilienhäuser, 2 x 8, das Doppelte der Unendlichkeit. Logisch ist das nicht machbar; im Glauben schon.
Es fehlt noch ein Treffer, bis der Scheol (die Hölle) komplett ist. An der Generalversammlung vom 4. Juli 2016 musste ich gegen die Verwaltung zum 2. Mal Totalopposition wegen mangelnder Gerechtigkeit machen und wurde deshalb unter anderem als Erpresser tituliert. Hier das 1. Mal.


jom scheni - 23. Elul 5775 - "Bibel in unserer Zeit" - Traum 4 h

Soeben habe ich im Eifer eine Fehlmanipulation mit meiner "Eselin" gemacht. Nicht zum ersten Mal, ärgerlich! Der ganze bisher erfasste Text ist, da ungesichert, weg.

Der Trauminhalt war mir nicht mehr präsent; nur noch der Titel, den ich mir nach dem Erwachen überlegt habe. Der Sonntagsgottesdienst stieg mir vor die Augen. Weniger die Predigt blieb mir in Erinnerung, als die Nebenbemerkung, dass heute der siebte Tag sei. Heute ist doch der 1. Tag der Woche, den die Christen anstelle des Schabats gesetzt haben! Mir ist klar, dass ich den Pfarrer nach dem Gottesdienst ansprechen will.

Gedacht, getan. Der Pfarrer steht zu seiner Aussage und ist sogar davon fest überzeugt. Heute sei doch Ruhetag. Ich solle 1. Mose 1,1 lesen:

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. (Revidierte Elberfelder Bibel)

Dieser Theologe muss verwirrt sein. Was die Schöpfung mit Ruhen zu tun hat, ist sein Problem. Ich erinnere ihn an den 'jom rischon', den ersten Tag der Woche, an dem Jesus Christus auferstanden ist. Das sei jüdisch, meint er. Dass Juden und Christen den gleichen GOTT haben, ist ihm offenbar nicht gegenwärtig.

 

Später, wie ich vom WC zurückkehre begegne ich einem langjährigen männlichen Mitglied der 'Gruppe Bibel in unserer Zeit'. Er scheint auf jemanden zu warten. Mutig gehe ich auf ihn zu und frage ihn, wie denn der Freitag gewesen sei. Ganz normal, wie üblich. Was denn die Gruppe mit dem Glauben gemacht habe. Da  er nicht versteht, was ich meine, präzisiere ich: Glaube der Berge versetzen kann. Aha, das sei nicht wörtlich zu nehmen. Ja, einverstanden, aber die Kraft die dahinter gemeint ist?

Ja, auch er habe den Brief unterschrieben, weil ich in meiner Internetseite Sachen über "Bibel in unserer Zeit" verbreite. Dass ich da scheinbar von einer riesigen Bewegung rede.

Mit dem "Rausschmiss" aus der Gruppe, sei mir zum vierten Mal in meinem Leben eine Arbeitsstelle gekündigt worden. Ein Traum habe mir diese Arbeitsstelle seinerzeit nahe gebracht.

Danke, lieber Vater im Himmel, dass DU mir hilfst demütig zu werden.


jom rewii - 5. Nissan 5776 - Aberglauben oder Glauben?

»Wenn ich schwach bin, bin ich stark«
(2. Korinther 12, Neue Genfer Übersetzung (NGU-DE))

Nach einem bewegten Tag und einer bewegten Nacht, kann ich das obige Wort von Paulus bestätigen.

 

Begonnen hat es ganz im Glauben, an der Hand unseres Himmlischen Vaters zu sein; und ich glaube es wieder neu, dass es so war und ist. Nichts kann mich mehr von dieser Hand trennen.

Es begann mit Facebook, wo ich die sich anbietenden Freunde und Freundinnen zu meiner Freundschaft einlud. Ich hatte wohl ein mulmiges Gefühl, weil ich sah, dass ich offensichtlich auch "leichte" Frauen einlud. Innert kurzer Zeit erweiterte sich mein Freundeskreis erheblich.

Mit Herzklopfen begann ich dann die neuen Freunde zu begutachten. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und das rechte Auge nicht 'aus dem Kopf reißen'. Je intimer es wurde, desto klopfender mein Herz. Das Bewusstsein meiner Sündhaftigkeit war gegenwärtig. Ein Paar in Kopulation fesselte mich besonders; sie auf ihm reitend, er an ihrer Brust saugend, sie mit schmachtendem, offenen Mund.

 

In der Nacht, nach dem ersten Schlaf, ist das Erleben sofort gegenwärtig. Ich mache Licht, ziehe mich nackt aus und fange an mit meinen Genitalien zu spielen. Dann stelle ich mich vor den großen Spiegel, ohne mich selbstbefriedigen zu wollen. Ein solches 'Reiterspiel' müsste doch auch bei meiner Frau einen Orgasmus auslösen. Im jetztigen Zustand keine Chance. Meine Samen drohen jeden Moment abzugehen.

Dann blicke ich im Spiegel tief in meine Augen und sage mir: 'Das ist also das Gesetz der Sünde, dem ich noch dienen muss.' (Römer 7,25) Ja, aber.

Das Aber besteht darin, dass Paulus in der Abhängigkeit von Jesus Christus stand, ich mich theoretisch aber eine Stufe höher befinde; auf der 4. Ebene. Nun, was nützt Theorie? Sie muss Praxis werden.

 

Nach der 'Geisterstunde' um 1h erwache ich erneut. Was anderes als das oben beschriebene Erleben könnte mich wach halten? Ich erhebe mich, um den Tagebucheintrag zu formulieren. Nach ca. 1 Stunde ist der Entwurf fertig. Ich mache mich bereit, ins Bett zurückzukehren, doch dann passiert es. Eine Fehlmanipulation an meiner "Eselin" macht meine Arbeit zunichte. Mein Eintrag ist, bis auf den Titel, gelöscht. Gelassen kehre ich ins Bett zurück. GOTT ist eindeutig am Wirken.

 

"Denn in IHM soll sich unser Herz freuen, denn in Seinen heiligen Namen haben wir vertraut."
(Psalm 33,21, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

כי-בו ישמח לבנו כי בשם קדשו בטחנו

ki-wo yissmach libenu ki weschem kodscho watachnu

 

Wie könnte ich anders? GOTT ist eindeutig am Wirken!


jom chamischi - 11. Siwan 5775 - e' Sensation!

 

 

 

27. MAI 2015

jom rewii - 9. Siwan 5775 – Traum vor 6 h – do isch Huldrich

Ich nehme das Telefon ab: „Do isch Huldrich.“ (hier ist Huldreich)

Meine Angst, möglicherweise vor einem Geist erschrecken zu müssen, wenn mein Bruder auferweckt wird, kann ich ablegen. Die Stimme hat eher etwas unsicher getönt.

Gott hat meinen Bruder Huldreich hindurchgeführt!  (20. Juli 2013: Samstag – goldene Hochzeit)


Realitätsbezug:
Glaube, dass Gott meinen Bruder noch zu meinen Lebzeiten auferwecken wird.

Sinnbild:
Traum und Wirklichkeit stimmen überein.

Anruf:
Glaube nur!  (18. April 2014: jom schischi - Chol Hamoed 3 – 18. Nissan 5774 - Karfreitag - mein Bruder ist auferstanden)

 

 

 

 

Was kän Mänsch niä für möglich ghalte hetti, 

isch iiträtte:

De Huldrich isch vo de Toten_uferweckt worde!

 

(Was kein Mensch nie für möglich gehalten hätte,

ist eingetreten:

Huldreich ist von den Toten auferweckt worden!)

 

 

Was alli Mänsche immer für möglich halte wärded:

De Huldrich isch vo de Toten_uferweckt worde!

 

(Was alle Menschen immer für möglich halten werden:

Huldreich ist von den Toten auferweckt worden!)

 

 

Lindau ZH, 28. Mai 2015

(gedacht und geschrieben um 23 Uhr nach dem ersten Schlaf, bereits 11. Siwan)

 

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5. November 2007
Montag - Ankunft in Israel

Die Polizeikontrolle am Flughafen Tel Aviv dauert eine ganze Weile, weil ich offen deklariere, dass ich Jude werden will und keine Wohnadresse habe.

Die leise Hoffnung, am Flughafen von einem Engel abgeholt zu werden, erfüllt sich nicht.
Der Taxifahrer lacht mich aus, als ich ihm sage nach Mea Shearim an die Rechow Jona fahren zu wollen. Er schlägt mir das Hotel Lew Yeruschalayim (Herz Jerusalem) vor, was ich annehme.


6. November 2007
Dienstag

Zwei Gänge nach Mea Shearim bringen kein Licht in mein Anliegen. Ich bitte Gott um ein Zeichen.


7. November 2007
Mittwoch - ein Zeichen

Ich habe für mich beschlossen bei „israel heute“ vorbeizugehen. Anstatt dort, lande ich beim „Institut zum Lernen des Judentums“. Ein Deutsch sprechender Mitarbeiter und seine Frau am Telefon beraten mich und empfehlen mir in den Kibbuz Jawne wie Aschdod zu gehen, wo ich während eines Jahres mitarbeiten könnte und eine Einführung bekäme. Die Sache leuchtet mir ein. Ich bin voll Freude über die Erfüllung meines Zeichenwunsches.


8. November 2007
Donnerstag - Kibbuz Jawne entpuppt sich als Fehladresse

Um 10 Uhr fahre ich mit dem Taxi los.

Meine Hoffnung erfüllt sich nicht. Der Direktor des Kibbuz lehnt meine Anfrage rundweg ab. Es gibt kein Platz, keine Arbeit und ich bin viel zu alt. Er bestellt mir unaufgefordert das Retourtaxi.

Am Nachmittag gehe ich nochmals beim „Institut zum Lernen des Judentums“ vorbei. Der Mitarbeiter bedauert, hat aber keinen besseren Rat als mich in die Schweiz zurückzuschicken. Nun gehe ich doch noch bei „israel heute“ vorbei. Der verantwortliche Leiter hat auch keinen andern Rat.

Im Hotel kann ich voraussichtlich nur eine Nacht bleiben, weil es über das Wochenende voll besetzt ist. Ich bitte Gott erneut um ein Zeichen. Sofern ich nicht im Hotel bleiben kann, bitte ich ihn um eine Wohnmöglichkeit in Mea Shearim.


9. November 2007
Freitag - ich werde ins Beit Tovei Ha'Ir geführt

In der Nacht wird mir klar, dass ich das Hotel „Lew Yeruschalayim“ heute verlassen und meinen gestrigen Taxifahrer engagieren will, der in Lyon aufgewachsen ist. Tatsächlich kennt er ein jüdisch-orthodoxes Hotel ganz in der Nähe von Mea Shearim. Es heißt Beit Tovei Ha’Ir (Haus der Guten der Stadt). Es ist um eine Klasse besser als das „Lew Yeruschalayim“ und ich fühle mich richtig wohl hier. Der Taxifahrer verhilft mir zu einem guten Arrangement bei einem sogar leicht niedrigeren Preis als im vorherigen Hotel.

Dass mein Gebet so wunderbar erfüllt wurde, macht mich sehr dankbar.


10. November 2007
Schabat

Ich gehe zu einer Synagoge am Rechowot HaBucharim, mitten im orthodoxen Viertel. Eindrücklich mit welcher Ernsthaftigkeit, sprich Inbrunst und Ausdauer hier Gottesdienst gefeiert wird.

In den Strassen begegnen mir scharenweise schwarz gekleidete Juden. Kein einziges Auto weit und breit.


11. November 2007
Sonntag - Abrahams Weinberg

Beit Tovei HaIr hat sich als eine Altersresidenz der gehobenen Mittelklasse mit rund 150 Wohneinheiten entpuppt. Der Hotelbetrieb dient vor allem Besuchern der Bewohner als Übernachtungsgelegenheit. Eigentlich ist es die Wohnsituation die ich mir wünschte, einfach größer und komfortabler. Ich fühle mich wohl und habe den Aufenthalt auf einen Monat verlängert. Ich bin ja schließlich 70 gewesen, auch wenn ich zu den jüngeren Semestern hier zähle. Übrigens befindet sich die Residenz neben dem Gebiet das „Kerem Awraham“ (Abrahams Weinberg) heißt. Ich muss an den Traum „lech-lecha“ denken (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.10.).

Am Nachmittag bin ich 3 ½ Stunden in der Synagoge HaBucharim; allerdings nicht ganz freiwillig so lang. Ein heftiger Regen (der erste richtige dieses Herbstes), der eine ganze Zeit dauert, hält mich fest, weil ich keinen Schirm bei mir habe und nur leichte Sommerschuhe trage.


12. November 2007
Montag

Das Wetter ist wieder unschuldig schön und das Klima angenehm, während in der Schweiz offenbar winterliche Zustände herrschen.

Am Morgen besuche ich einen Schiur (Lehrvortrag) in der Residenz und am Nachmittag finde ich mich in der Synagoge HaBucharim ein. Ich will diese besondere Atmosphäre auf mich wirken lassen. Nach und nach finden sich ca. 20 Männer ein. Nach Anbetung und Ansprache folgt eine Lehre.


13. November 2007
Dienstag - Fragen eines jüdischen Freundes

Der heutige Schiur in der Residenz wird halb in Jiddisch und halb in Iwrit vorgetragen. Verstehen tue ich wenig. Ich nehme die spezielle Atmosphäre in mir auf und freue mich über die persönliche Begrüßung durch den Rabbiner.

Heute erreicht mich folgende Mail eines jüdischen Freundes:
„Dein E-Mail habe ich mit Interesse und Berührung gelesen. Ich bewundere Deinen Mut und Deine Hartnäckigkeit beim Verfolgen Deines Ziels. Nur verstehe ich nicht, warum Du zum Judentum konvertieren willst. Du hast doch bereits eine Religion, die ihrem Credo nach der unseren überlegen ist. Das Christentum ist doch als Tochterreligion des Judentums humanistisch seine logische Weiterentwicklung. Wenn kommt denn in unserer Religion je einmal das Wort Liebe oder Verzeihung vor. Unser Gott ist ein herrschsüchtiger, rachsüchtiger, gnadenloser Gott, der die Verfehlungen der Väter noch bis ins dritte und vierte Glied an deren Kindern rächen will. Ein Widerspruch und eine Ungeheuerlichkeit, die ich nicht verstehe. Du willst also einen Schritt zurück tun. Warum? Worin besteht denn für Dich die besondere Anziehungskraft unserer Religion? Im Christentum ist doch das Judentum bereits enthalten. Alles was Dir die jüdische Religion geben könnte, hast Du bereits.“

Die Fragen scheinen mir so wichtig, dass ich versuche in diesem Rahmen eine Antwort darauf zu geben. Nun, zuerst möchte ich festhalten, dass nicht ich zum Judentum konvertieren will. Menschlich gesprochen spüre ich sogar einige Widerstände, die ich überwinden muss. Aber ich glaube, dass meine Konversion der Wille von Gott ist. Ich habe die wichtigsten Stationen meines Glaubenlebens in meinem Lebenslauf festgehalten. Wenn ich Gottes Willen tue, werde ich keinen Schritt zurück tun. Am Schluss der Verheißung steht die Warnung: „Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will“. Warum ist mir der Wille Gottes überhaupt so wichtig? Ich stütze mich in meinem Credo auf ein Wort von Jesus: „Nicht jeder der zu mir sagt Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist“. (Matthäus 7,21, Revidierte Elberfelder Bibel) Ich identifiziere mich so weit ich dazu in der Lage bin mit Jesus, der völlig abhängig von seinem Vater im Himmel war.

Das Christentum ist wohl die Tochterreligion des Judentums, aber ohne die hebräische Bibel gar nicht denkbar. Gott ist und bleibt in Ewigkeit Derselbe. Es sind lediglich Seine Offenbarungen die weiter gehen. Auch das Judentum wird sich weiterentwickeln.

Zum Humanismus des Christentums ist zu bemerken, dass dieser wohl gut ist, aber dass das Gute der Feind des Besseren ist. Gott ist nicht einfach „der liebe Gott“. Gott ist Alles in Allem. Seine Verharmlosung hat meines Erachtens zur Abwirtschaftung der Kirche beigetragen. Diese ist in unserem Kulturkreis weitgehend bedeutungslos geworden. Mir kommt da das siebte Sendschreiben in der Johannes-Offenbarung in den Sinn: Offenbarung 3, 14-22:
14) Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies sagt der „Amen“, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: 15) Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach dass du kalt oder heiß wärest! 16) Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. 17) Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist, 18) rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst. 19) Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Busse! 20) Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir. 21) Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. 22) Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! (Revidierte Elberfelder Bibel)

Gott ist Gott der Geschichte. Im Christentum ist das Geschichtsverständnis weitgehend abhanden gekommen. Individualismus und persönliches Seelenheil stehen im Vordergrund. Das siebte Sendschreiben ist nicht von ungefähr das letzte. Wir stehen in der Endzeit. Gott hat einen Heilsplan in dem die Juden die zentrale Stellung einnehmen. Seine Verheißungen an das jüdische Volk wurden nie aufgehoben.

Also nochmals, ich will nicht zurück sondern vorwärts, wohin mich Gott führen wird.


15. November 2007
Donnerstag - Synagoge HaBucharim

Am Morgen erkunde ich die nähere Umgebung, die mir von meinen früheren Jerusalem-Aufenthalten her nicht bekannt ist. Es ist erstaunlich wie viele Synagogen es hier gibt. Zum Teil sind es richtige Prunkbauten.

Am Nachmittag gehe ich wie üblich in „meine“ Synagoge HaBucharim. Um drei Uhr bin ich noch allein. Ich habe angefangen das Gebetbuch für mich zu übersetzen.

Was ich eigentlich schon länger erwartet habe trifft heute ein. Ein Mann spricht mich an und sagt etwas von Missrad (Büro). Da ich nicht verstehe was er will, fragt er mich, ob ich Französisch spreche. Aber auch so weiß ich nicht was er will. Auf meine Frage, ob er eine Frage habe, entfernt er sich entnervt. Ich fühle mich nicht bemüßigt ihm hinterherzulaufen. Heute ist die Anbetung besonders intensiv. Mit Vorbetern und unter lauter Beteiligung der Anwesenden geht es recht "charismatisch" zu und her, alles allerdings auf Grundlage eines Gebetbuchs.


16. November 2007
Freitag - Erew Schabat (Schabat-Eingang)

Ich nehme das Freitagabendessen (Seudat Leil Schabat (Schabateingangsmahl)) und das Samstagmittagessen (Seudat Schabat (Schabatmahl)) in der Residenz ein. Man hat mich am Tisch eines Schweizer Ehepaars platziert, das erst seit Mittwoch hier wohnt. Er ist 92 und die beiden wollen den Rest ihrer Lebenszeit hier verbringen, weil sie Kinder in Israel haben. Die Fragen über den Grund meines Aufenthalts kann ich nicht richtig beantworten. Der Rahmen stimmt nicht.

Ein Chasan (Sänger) trägt während des Essens Lieder vor.


18. November 2007
Sonntag - nicht adäquat bekleidet

Früh am Morgen träume ich, mit dem Fahrrad zu meiner Lehrstelle der Zürcher Kantonalbank Wald unterwegs zu sein (war vor 51 Jahren tatsächlich der Fall). Ich werde mir bewusst, dass ich nicht adäquat gekleidet bin. Ich trage zwei Pullover anstatt eines Anzugs mit Krawatte. Ich komme mir „daneben“ vor. Beim Überdenken des Traums erinnere ich mich eines andern Traums vom 12. April 2004, als ich von einer Jerusalemer Bank als Lehrling angenommen worden war. Mir ist klar, dass ich nun diese Lehre begonnen habe und mich meiner Umgebung anpassen muss, soweit ich das mit meinem Innersten vereinbaren kann.

Konsequenz: Ich habe mir einen Talit (Gebetsmantel) gekauft, um ohne innere Hemmung am Schacharit (Morgengebet) in der hauseigenen Synagoge teilnehmen zu können.


19. November 2007
Montag - Bauchschmerzen

Mit Herzklopfen gehe ich ins Schacharit und ziehe mir den Talit an. Komisch, niemand schaut mich krumm an, obwohl ich keine Tefilin (Gebetsriemen) habe wie die andern Teilnehmer. Später, im Korridor, grüßt mich der Vorbeter freundlich. Es ist ein gutes Gefühl angenommen zu sein.

Kurz vor Mitternacht erwache in an stechenden Bauchschmerzen. Heute sind es genau 14 Tage seit ich in Israel bin. Ich habe auch Bauchschmerzen im übertragenen Sinn. Ich weiß nicht, wie das weiter gehen soll. Äußerlich ist zwar alles in Ordnung, aber wo sind die Perspektiven? Wie soll ich die ganze jüdische Tradition für mich erarbeiten können? Ich bitte Gott mit ausgebreiteten Armen (Psalm 143,6) um eine innere Sicht.


20. November 2007
Dienstag - Antwort auf mein gestriges Gebet

Ich bekomme die Antwort auf mein gestriges Gebet durch die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine:
„Auch wird dein Knecht durch sie (die Rechtsbestimmungen des Ewigen) gewarnt; in ihrer Befolgung liegt großer Lohn.“ (Psalm 19,12, Revidierte Elberfelder Bibel)

Mir wird erneut der Wert meiner jüdischen Mitbrüder bewusst. Ich will ihnen mit Hochachtung begegnen, trotz spürbarer Ablehnung durch den 92-jährigen Schweizer (16.11.2007), der in mir einen Missionar vermutet.

Ich beschließe den Weg kleiner Schritte zu gehen. Anstatt krampfhaft die Gebetsliturgie verstehen zu wollen, nehme ich meine hebräische Bibel mit in das Schacharit (Morgengebet) und lese Psalm 19 für mich. Eine große Ruhe ist bei mir eingekehrt.


21. November 2007
Mittwoch - Fluchtgedanken

Ich muss mir innerlich einen Stoss geben, um in das Maariw (Abendgebet) zu gehen. Trotz meiner hebräischen Bibel in der Hand befallen mich Fremdheitsgefühle. Ich finde es schwierig dabei zu sein, wenn ich nur ahne was sich da abspielt. Fluchtgedanken beschleichen mich. In diesem Moment kommt mir der Jona in den Sinn. Ich beschließe Stand zu halten und nicht zu fliehen. Ruhe kommt über mich.


22. November 2007
Donnerstag - Tefilin (Gebetsriemen)

Heute begleitet mich Psalm 82, besonders Vers 8, im Schacharit (Morgengebet): „Stehe auf, Gott! Richte die Erde! Denn Du sollst alle Völker der Erde besitzen!“ (Eigenübersetzung)

Am Ende des Morgengebets spricht mich ein jüdischer Bruder an wegen meiner fehlenden Tefilin. Ich frage ihn, ob man mich lehren könne diese anzulegen. Er will die Sache besprechen.


22. November 2007
Donnerstagabend - yafe - schön

Nach dem Maariw (Abendgebet) stellt mich der erwähnte Bruder dem Rabbiner vor. Ich erkläre ihm kurz meine Situation und dass ich gar nicht Jude bin, aber interessiert das Judentum kennen zu lernen; dass ich zwar wegen des fehlenden Visums nach 3 Monaten zurück in die Schweiz müsse, dass ich aber nachher wieder gedenke hierher zu kommen. Er findet das „yafe“ (schön). Diese Begegnung bedeutet Balsam für meine Seele. Ein kleiner Türspalt ist offen.


24. November 2007
Schabat - Gottesdienst

Ich nehme erstmals an einem Schabat – Morgengottesdienst in der Residenz-Synagoge teil. Er dauert volle zwei Stunden und ist geprägt von vielen unterschiedlichen Elementen. Direkt involviert sind auch ganz verschiedene Menschen. Rabbiner, Mittelalterliche, Betagte und Knaben. Es ist alles andere als eine One-Man-Show. Den Sinn vieler Rituale kann ich höchstens erahnen, nicht verstehen. Es herrscht aber eine echte Feiertagsstimmung.

Die Verehrung der Schriftrollen geht mir etwas zu weit. Sie grenzt nach meinem Empfinden an Idolatrie.

Damit ich auch etwas für meinen Geist bekomme, meditiere ich die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine: „Siehe auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der Heil verkündigt! Feiere deine Feste, Juda, erfülle deine Gelübde! Denn von nun an wird der Heillose nicht mehr durch dich hindurch ziehen; er ist vollständig ausgerottet“. (Nahum 2,1, Revidierte Elberfelder Bibel)


26. November 2007
Montag - Hochseilakt

Ich stehe in intensivem Briefkontakt zu einem Freund. Heute ist ein zweiter Brief eingegangen (5 Seiten). Er beharrt darauf, dass ich meine Berufung nicht mit theologisch-theoretischen Argumenten begründen könne (13.11.2007), da ich sonst unweigerlich in eine Sackgasse gerate. Ich solle mich in meinen Berichten ausschließlich auf meinen persönlichen Bereich beschränken.

Nach kurzem Schlaf, noch vor Mitternacht, bin ich völlig wach. Ich muss über den Brief meines Freundes nachdenken und gebe ihm Recht. Es stimmt, mein Weg ist theoretisch nicht begründbar. Er ist eine reine Glaubenssache. Mir kommt ein Eindruck in den Sinn, den ich kürzlich während eines Spaziergangs in den Strassen Jerusalems hatte: Ich sah mich auf einem Hochseil laufen; auf der einen Seite das Christentum, auf der andern Seite das Judentum. Sollte der Hochseilakt nicht gelingen, werde ich unweigerlich entweder auf der jüdischen oder christlichen Seite abstürzen. Stehen bleiben und rückwärts gehen darf ich nicht (Verheißung). Umkehren kann ich nicht. Bleibt mir nur das Vorwärtsgehen an der Hand des Himmlischen Vaters.


27. November 2007
Dienstag - "Aufsteller"

Als internes Los* kommt folgendes Bibelwort an die Reihe:

„Und der Reichtum und die Herrlichkeit sind von Dir (Gott) und Du bist Herrscher über alles; und in Deiner Hand sind Kraft und Stärke (Tapferkeit); und in Deiner Hand ist es groß zu machen und zu kräftigen für Alles". 
(Aus einem Gebet von König David, 1. Chronik 29,12, Eigenübersetzung)

Dieses Wort „stellt“ mich auf.

 

* Sammlung mir persönlich wichtig gewordener Bibelworte


28. November 2007
Mittwoch - Einladungen

Ich bin zum Nachmittags-Kaffe bei einem jüdischen Ehepaar eingeladen. Ihre Muttersprache ist Deutsch. Die Konversation ist vorsichtig abtastend. Ich versuche meine Berufungsgeschichte andeutungsweise zu erzählen.

Aus dem Gespräch ergibt sich eine Einladung zu einem gemeinschaftlichen Museumsbesuch der Residenzbewohner am kommenden Morgen. Es ist erstaunlich, was den Bewohnern hier alles geboten wird.


29. November 2007
Donnerstag

Mit einem Kleinbus fahren wir (ca. 10 Teilnehmer) in die Stadt. Das Museum, das wir besuchen, liegt unmittelbar neben der großen Synagoge an der King George Strasse. Es zeigt vor allem Gegenstände aus Synagogen früherer Jahrhunderte und ist sehr anschaulich dargestellt.


3. Dezember 2007
Montag - Man wird mich ausquartieren

Ich will meinen Aufenthalt in der Residenz bis 24. Januar 2008 verlängern, muss aber erfahren, dass das Haus vom 21. auf den 22. und vom 28. auf den 29. Dezember 2007 ausgebucht ist. Daraufhin telefoniere ich „meinem“ Taxichauffeur (9. November 2007) und bitte ihn, für mich eine Unterkunft vom 21. – 31. Dezember 2007 zu suchen.


4. Dezember 2007
Dienstag - Chanukka-Beginn

Heute Abend beginnt Chanukka, das 8-tägige jüdische Lichterfest. Nach dem Maariw (Abendgebet) versammelt sich die ganze Hausgemeinschaft, so wie sie sich fortbewegen kann (zu Fuß, am Gehstock, am Rollator oder im Rollstuhl) in der großen Eingangshalle. Das erste von acht Lichtern wird heute auf dem großen Chanukka-Leuchter im Eingangsbereich entzündet. Mit Andacht und Inbrunst werden Gebete rezitiert und Lieder gesungen. Viele der Bewohnerinnen und Bewohner haben zudem ihren eigenen kleinen Leuchter. Jedermann erhält einen Pfannkuchen geschenkt, das traditionelle Gebäck zu diesem Fest. Anschließend an den Festakt findet ein einstündiges Konzert mit Chasan (Kantor), virtuos begleitet am Flügel, statt.


5. Dezember 2007
Mittwoch

Ich telefoniere dem Taxifahrer um herauszufinden ob er etwas arrangieren konnte für mein Wohnproblem zwischen dem 21. und 31. Dezember 2007. Offenbar hat er noch nichts unternommen. Er will am Freitag um 13 h bei der Residenz vorbeikommen.

Am Abend wird das zweite der acht Lichter gezündet. Der Ablauf des Anlasses ist, ausgenommen Pfannkuchen, dem ersten Abend sehr ähnlich. Ein anderer Chasan und ein anderer Pianist bieten wieder ein einstündiges Konzert.


6. Dezember 2007
Donnerstag

Nachdem ich gestern dem CEO des Hauses vorgestellt wurde, der perfekt Deutsch spricht, ist heute die Überraschung vollkommen. Seine Frau stellt sich mir als ehemalige Zürcherin vor. Es macht ihr offensichtlich Spaß Zürcher Mundart zu sprechen.

Das dritte Chanukka-Licht wird gezündet. Auch heute fehlt das anschließende Konzert nicht. Der heutige Chasan war Sänger an der Mailänder Scala und gibt auch einige italienische Lieder zum Besten.


7. Dezember 2007
Freitag

Der Taxifahrer kann noch kein Resultat bezüglich Wohnmöglichkeit vom 21. – 31. Dezember 2007 vorweisen.

Das vierte Chanukka-Licht wird gezündet.


8. Dezember 2007
Schabat - eine weitere Schweizerin

Anlässlich des Kidduschs, im Anschluss an Morgengottesdienst, werde ich einer Schweizerin aus Kilchberg vorgestellt. Offenbar gibt es noch weitere Schweizer im Haus, was für meine Sprachbemühungen nicht besonders förderlich ist. Die Dame beklagt sich denn auch, dass sie nach fünf Jahren noch kaum Hebräisch spreche.

Nach der Hawdalah (Abtrennung des Schabats vor der Arbeitswoche) wird das fünfte Chanukka-Licht gezündet. Der Tag klingt erneut mit einem Konzert von Chanukka-Liedern aus, die von einem temperamentvollen Chasan vorgetragen und mit warmem Applaus der Residenzbewohnerinnen und –bewohner belohnt werden.


9. Dezember 2007
Sonntag - Heimweh

Am israelischen Radio ertönt das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach. Ein leichtes Heimweh beschleicht mich. Was haben Chanukka und Weihnachten gemeinsam?

Das sechste Chanukka-Licht wird gezündet.


10. Dezember 2007
Montag

Das Schacharit (Morgengebet) dauert mehr als eine Stunde. Der 92-jährige Schweizer (16.11.2007) darf, zu Ehren eines Urenkels, der ihm geboren wurde, aus der Schriftrolle vorlesen.

Das siebte Chanukka-Licht wird gezündet. Anstelle des Gesangs eines Chasans spielt eine Klarinette, begleitet vom Flügel, neben verschiedenen Melodien und Liedern auch Klezmer Musik.


11. Dezember 2007
Dienstag - Chanukka-Ende

Heute wird das achte und letzte Chanukka-Licht gezündet.

Eine Art Unterhaltungsabend für die ständigen Pensionäre, wozu ich noch nicht gehöre, beschließt das achttägige Fest.


12. Dezember 2007
Mittwoch - vorübergehende Bleibe gefunden

Mit dem Taxifahrer und seinem Mercedes machen wir uns auf die Suche nach einem Hotel für die Zeit vom 21. – 31. Dezember 2007. Im dritten Anlauf werden wir an der Jaffastrasse fündig. Der Standard ist zwar nicht vergleichbar mit der Residenz, aber ich werde überleben. Trotzdem kann ich die Frage in mir nicht verhindern, was ich in Jerusalem eigentlich mache.


13. Dezember 2007
Donnerstag

Bei einem langen Lauf und beim Verweilen an der warmen Sonne im Rosengarten neben dem Obersten Gericht hat sich meine Stimmung heute aufgeheitert.


21. Dezember 2007
Freitag - gemischte Gefühle

Mein Taxifahrer holt mich ab und bringt mich zu meinem vorübergehenden Logis an der Jaffastrasse. Das Hotel ist lieblos unterhalten und um einiges schlechter als die Residenz. Das Beste ist die Aussicht im 6. Stock. Vom Sacherpark über die Knesset zum Obersten Gericht ist der Ausblick wunderschön. Dahinter erheben sich die Berge rings um Jerusalem. Im Blickfeld ist auch die Gegend von Bethlehem zu vermuten. Ich bin hier völlig auf mich gestellt. Nicht einmal eine Internetverbindung ist möglich. Ich muss an den Schabat Eingang denken, den ich in der Residenz verpasse. Eine Mahler Symphonie am Radio ist kaum Ersatz. Ein spätes Abendrot am Himmel und immer mehr aufleuchtende Lichter, zusammen mit einer Wolkenwand die wie eine Bergkette aussieht, ergeben ein riesiges Postkartenbild. Die Stimmung ermuntert zu einer inneren Schau.


24. Dezember 2007
Montag - Yad VaShem - Heiliger Abend

Bei strahlender Sonne gehe ich zu Fuß nach Yad VaShem (Holocaust Museum). Auf dem einstündigen Weg habe ich Zeit über verschiedenes nachzudenken. Es würde mich brennend interessieren, was Jesus von Nazareth wohl über die 2000-jährige Geschichte sagen würde. Ich denke besonders an die Geschichte zwischen Juden- und Christentum. Leider habe ich selber nur ein schwaches Geschichtsverständnis, da es mir nie gelungen ist, mir einen zusammenhängenden Gesamtüberblick über die Jahrhunderte zu verschaffen.

Der Andrang in Yad VaShem ist riesig. Zu Beginn der Darstellungen über den Holocaust werden Hitler und seine Machtergreifung dargestellt. Ein eindrückliches Video zeigt die Entwicklung zur Nazi-Volksmassenbewegung. In einem kleineren Abteil, unmittelbar an Hitler angrenzend, sind zweifelhafte christliche Motive sichtbar. Das Abteil wird durch einen Hinweis auf den Kirchenvater Augustinus (5. Jahrhundert, (354 – 430)) eingeleitet. Der Schluss einer direkten Linie von Augustinus zu Hitler liegt nahe. Am Nachmittag mache ich mich im Internet etwas schlauer über Augustinus und seine Beziehung zum Judentum. Bei Wikipedia finde ich einen Hinweis auf seinen Antijudaismus. Beim Zentrum für Augustinusforschung in Würzburg wird jeder Zusammenhang von Augustinus und Antisemitismus strikte zurückgewiesen. Schade, dass im Museum nicht differenzierter argumentiert wird; dass so die Schoah (Holocaust) pauschal dem Christentum zur Last gelegt wird.


26. Dezember 2007
Mittwoch

Wiederum bei wolkenlosem Himmel mache ich mich auf zur naturwissenschaftlichen Universität, die sich auf einem hoch gelegenen Gelände befindet. Sie ist umgeben von einem großen, sehr schönen Park, der mich immer wieder aufs Neue beeindruckt. Die Umrundung des Campus beansprucht ungefähr eine halbe Stunde.

Auf dem Heimweg besuche ich ein naturwissenschaftliches Museum, das unzählige Experimente möglich macht. Es ist vor allem für Kinder jeglichen Alters konzipiert, ist aber auch für mich Laien interessant. Eine ganze Abteilung ist Albert Einstein gewidmet. Hier erhält der Besucher einen Eindruck über die persönliche Entwicklung des Physikers, wie auch über die Ergebnisse seiner Forschungen. Zu den Exponaten gehören persönliche Dokumente, wie das Maturitätszeugnis des Erziehungsrates des Kantons Aargau sowie verschiedene Briefe an und von Persönlichkeiten. Ein Brief von Freud ist ausgestellt, der auf einen Brief Einsteins mit der Frage antwortet, wie ein Krieg (2. Weltkrieg) verhindert werden könnte. Dass Einstein ein passionierter Geigenspieler war und auch gern segelte ist mir neu.


28. Dezember 2007
Freitag - was machst Du in Jerusalem?

Heute öffne ich zwei kritische E-Mails. Da mich, wie ich vermute, der überwiegende Teil meiner mehr als 60 Adressaten kritisch begleitet, will ich die Frage öffentlich machen.

Die eine Mail mit der Frage: „Ist Dein Zeitvertreib, Dein Israel-Gang wirklich von Gott gewollt?“

Die andere: „Wieweit ist Dein Weg von Gott gewirkt, wieweit ist es Dein menschlicher Weg, den Du aus ganz starken, persönlichen Motiven heraus unter die Füße genommen hast. Was würde Gott zu Dir sagen, wenn Du von Angesicht zu Angesicht gefragt würdest, ob Du wirkliche seinen Anordnungen gefolgt bist? Mit welchen Intentionen hast Du die Träume, die Du hattest und die zweifellos zu Dir reden wollten, interpretiert. Wieweit liessest Du Menschen um Dich herum zu Wort kommen, hast sie als Brüder und Schwestern, die Dir zur Seite gestellt waren, mitsuchen lassen? Wieweit stellst Du Dir jetzt auch ab und zu die Frage, ob Du für die Zukunft am richtigen Platz bist?“

Nun, die Fragen sind für mich nicht neu. Ich spüre dahinter auch eine echte Sorge. Gleichzeitig sind es Anfechtungen die ich relativiere. Am 12.12.2007 hatte ich mir selber die Frage gestellt, was ich eigentlich in Jerusalem mache. Ich lerne Geduld mit mir selber. Ich bin ja, gemäß meinem Traum vom 12.4.2004, in der Lehre (18.11.2007). Dazu zur Frage meiner Träume: Ich habe am Anfang meiner Krisenjahre mit Hilfe eines Seelsorgers gelernt meine Träume selber auszulegen. Für mich ist inzwischen klar geworden, dass es Träume und Träume gibt. Die meisten Träume halten mein seelisches Gleichgewicht „im Lot“ und brauchen keine Auslegung. Daneben gibt es „spezielle“ Träume die ich aufschreibe und nach einem Schema interpretiere. Ich will damit nicht sagen, dass meine Auslegungen fehlerfrei sind. Sie geben mir aber den Mut etwas zu tun. Das Tun schließt die Offenheit mit ein, mich durch neue Erfahrungen korrigieren zu lassen. Solange ich niemanden mit meinem Handeln gefährde, kann ich auch mutige Schritte tun. Stichwort: „lech-lecha“.

Zu den Brüdern und Schwestern: Ich habe zwei Brüder befragt und grünes Licht erhalten.

Zu der nach meinem Empfinden rhetorischen Frage, wenn ich von Angesicht zu Angesicht von Gott gefragt würde, ob ich wirklich seinen Anordnungen gefolgt bin: Ich stehe dauernd so ehrlich ich nur kann vor Gott, mit völlig offenem „Visier“ meines Herzens zu Ihm. Ich bin auf einem Hochseilakt (26.11.2007) und ganz auf den Himmlischen Vater angewiesen, nicht abzustürzen. Jüdisch zu werden entspricht nicht eigentlich meinem Herzenswunsch. Es braucht für mich Überwindung dazu. Ich kann keine starken persönlichen Motive erkennen.

Zur letzten Frage, die nach der Zukunft: Diese Frage ist eine ständige bewusste oder unbewusste Begleiterin. Aber: Ich rechne mit einer Lehrzeit von drei Jahren. Da kann ich nach knapp zwei Monaten Lehrzeit sicher noch keine Bilanz ziehen.


31. Dezember 2007
Montag - zurück im Beit Tovei Ha'Ir

Ich bin zurück im gleichen Zimmer im Beit Tovei Ha’Ir. Ein Heimatgefühl regt sich in mir. Gleichzeitig merke ich, wie die orthodoxe Atmosphäre in und um das Haus auf meine Seele drückt. Es ist die Angst um die Frage: was soll und kann ich hier tun? Auch eine Art Anfechtung! Die freundliche Begrüßung und Willkomm im Maariw (Abendgebet), durch verschiedene jüdische Brüder, lässt meine Angst verfliegen.


2. Januar 2008
Dienstag/Mittwoch - Sitzbank kracht zusammen

Wie üblich gehe ich sehr früh ins Bett. Nach ungefähr 1 ½ Stunden Schlaf werde ich wach, was auch nichts Außergewöhnliches ist. In Gedanken bin ich bei meiner Zukunft und im Zwiegespräch mit Gott vergeht die Zeit, bis mich der Schlaf wieder übermannt. Kurz nach Mitternacht werde ich unsanft aus dem Schlaf gerissen. Die Sitzbank einer Luftseilbahn kracht unter mir zusammen. Für mich ist sofort klar, dass jetzt keine Zeit zum Schlafen ist. Mir kommt das hebräische Adjektiv ssagur (m) / ss’gura (f) in den Sinn, was soviel wie geschlossen oder verschlossen bedeutet. Auf meine Frage an Gott: „was muss ich verschließen?“, wird mir klar, dass es um meine Tagträume über meinen innersten Auftrag geht. Tagträume sind nicht gesund. Während meiner zehnjährigen Krisenzeit (1980-1989) waren es immer Tagträume, die letztlich Psychosen ausgelöst und mich reif für die psychiatrische Klinik (4 Mal) gemacht hatten.

Meine Auslegung des Traums:

Wesen:
Auf meinem Hochseilakt (26. November 2007) steht mir eine Sitzbank zur Verfügung. Sie kracht allerdings zusammen. Tagträume sind ungesund.

Sinnbild:
Ich werde geweckt, um auf etwas Wichtiges aufmerksam gemacht zu werden.

Anruf:
Hänge nicht Deinen Tagträumen nach!


3. Januar 2008
Donnerstag - ich habe den Ewigen immer mir gegenüber vorgestellt

Ich schließe mich einer Gruppe von Pensionärinnen für eine Exkursion ins Romema-Quartier an. Ziel ist die chassidische Bels-Synagoge, die sowohl von außen wie von innen einen imposanten Eindruck macht. Der Hauptraum der Synagoge ist schätzungsweise 15 – 20 Meter hoch. An der Decke umgeben acht Kronleuchter ein noch größeres Exemplar in der Mitte. Es gibt ca. 2000 Sitzplätze für Männer. Die für Frauen reservierten zweistöckigen Galerien sind von unten nicht einsehbar. Von außen hat das Gotteshaus einen Anklang an den zweiten Tempel, ist aber ein Nachbau einer ukrainischen Synagoge um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert.

Beim Vorbeterpult steht eines meiner Lieblingsbibelworte:

"schiwiti haschem lenegdi tamid ki mimini bal-emot"

„Ich habe den Ewigen immer mir gegenüber vorgestellt. Wenn Er zu meiner Rechten ist, muss ich nicht wanken.“ (Psalm 16,8, Eigenübersetzung)


21. Januar 2008
Montag - Fazit nach 2 1/2 Monaten Lehrzeit - hebräisch denken

Zweieinhalb Monate Lehrzeit sind für die Bilanzierung meiner „Lehre“ zu kurz. Trotzdem möchte ich am Ende der ersten Israelperiode ein Fazit wagen. Die Frage stellt sich, wie weit ich meiner Verheißung von August 1980 gerecht geworden bin, d.h. ob ich an der Hand des Himmlischen Vaters weiter gekommen oder stehen geblieben bin. Zwei Ereignisse sind für mich besonders wichtig geworden:

1.
Der Umweg über den Kibbuz Jawne in den Weinberg Abrahams (die Gegend wo die Altersresidenz steht, in der Nähe von Mea Shearim, heißt so). Mich hat der Weinberg Abrahams an meinen Traum „lech-lecha“ erinnert. Ich verstehe mich zunehmend als Hebräer (Ivri, Hinübergeher). Avram (Abram, Abraham) war der erste Ivri. Ein Aufsatz von Erich Lubahn (Gott denkt anders*) hat mich sehr angesprochen. Er stellt darin hebräisches und griechisches Denken einander gegenüber. Stichwortartig beschränke ich mich nachfolgend auf das was nach Lubahn das hebräische Denken ausmacht:
- Gott handelt in der Geschichte durch Taten.
- Gottes Handeln in der Geschichte ist situations- und zeitbezogen.
- Vertrauensverhältnis zum Gott der Bibel heißt: „dennoch glauben“.
- Hebräer sind an Gottes Handeln in Geschichte und Offenbarung interessiert
  a) in geschichtlichen Ereignissen
  b) in den dazu gehörenden Offenbarungen.
- Gott hat sich der hebräischen Sprache bedient.
- Der Umgang des Hebräers mit seinem Gott hat die Struktur des Dialogs.
- Zum Dialog gehört die Konsequenz des Gehorsams und des Glaubens.
- Die Gottesbeziehung des Hebräers umfasst Himmel und Erde.
- Beim Sprechen Gottes verbinden sich Himmel und Erde.
- Das hebräische Gottesverständnis lässt sich in kein menschliches Schema
    fassen.
- Gott ist unendlich größer und anders, als dass wir ihn in einem menschlichen
  Dogma festmachen könnten.
- Das hebräische Denken sieht alles vom Ziel her (von oben nach unten).
- Der Hebräer lebt mit Gott.
- Für den Hebräer ist es vornehmlich eine Sache des Tuns.
- Das hebräische Interesse an der Wahrheit ist praktisch und lebensbezogen.
- Offenbarung zielt auf Gehorsam ab.
- Erkenntnis und Lehre sind Mittel zum Zweck.
- Den Hebräer interessiert die Beziehung Gottes zum Menschen.
- Hebräische Denken ohne Glauben ist eine Unmöglichkeit.
- An Gott glauben heißt Verbindung mit dem höchsten Bereich haben.
- Himmel und Erde sind eine Schöpfung.
- Himmel und Erde zusammen ist das Werk, das ER gemacht hat.
- Himmel und Erde sind durch eine vertikale Linie verbunden.
- Der Mensch ist Bürger beider Welten.
- Alles Gute und Vollkommene kommt von Gott.
- Lernen ist etwas Typisches in der hebräischen Tradition; Schritt um Schritt die Andersartigkeit Gottes zu verstehen.

2.
Der Traum von der zusammenkrachenden Sitzbank in der Seilbahnkabine hat mich weitergebracht. Es ist für mich wichtig zu wissen, dass Tagträume schädlich sind. Tagträume heben von der Wirklichkeit ab (sprich: sind unhebräisch). In diesem Zusammenhang ist mir ein Gespräch vom letzten Sommer mit Prof. Dr. med. Daniel Hell, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli in Zürich in den Sinn gekommen. Ich erzählte ihm von meiner Berufung an den Juden und der damit verbundenen psychischen Herausforderung für mich. Er empfahl mir vor allem darauf zu achten, „geerdet“ (sprich: hebräisch) zu bleiben. Ich habe nun verstanden was das konkret für mich bedeutet.

Dass ich eine „Lehre“ auf der jüdischen Seite machen kann, macht mich dankbar. Ich bin überhaupt dankbar für die ersten Monate hier in Jerusalem. Ich erlebe es als Gottes Führung, dass ich mich in der Altersresidenz, in jüdisch-orthodoxem Umfeld, angenommen und recht wohl fühle. Einzig die mangelnde sprachliche Hebräisch-Praxis kränkt mich.

* Erich Lubahn, Otto Rodenberg: Von Gott erkannt, Gotteserkenntnis im hebräischen und griechischen Denken; Christliches Verlagshaus Stuttgart, 1990.


21. Januar 2008
Montag - später am Tag

Das jüdische Ehepaar deutscher Muttersprache lädt mich ein meine „Lebensgeschichte“ zu erzählen. Ich komme der Aufforderung, wenngleich mit Herzklopfen, gerne nach. Die beiden nehmen echt Anteil an meinem Weg und bekunden mir ihre Verbundenheit. Es ist wirklich ein gutes Gefühl, von Juden angenommen zu sein.


29. Februar 2008
Freitag - zurück in Israel

Ich bin in Israel zurück und gut angekommen! Das ist gar nicht so selbstverständlich, wenn ich bedenke, dass es mich etwas Überwindung gekostet hat, nach fünf guten Wochen in der Schweiz diese Umgebung mit all ihren menschlichen Kontakten, vorab jener zu meiner Frau loszulassen. Das Loslassen war umso schwieriger, als ich gemerkt habe, wie sie unter meinem Weggehen leidet.

Die erste – positive – Überraschung erlebe ich bei der Passkontrolle. Im Gegensatz zu meiner Einreise am 5. November 2007 werde ich ohne eine einzige Frage eingelassen.

Eine kleine Enttäuschung wird mir bei der Ankunft nicht erspart. Mein „Engel“ (Taxichauffeur mit weißem Mercedes, der mich nach Jawne und in die Residenz geführt hatte) hat sich nicht an die Abmachungen gehalten. Erstens will er mehr Geld als vereinbart für seinen Taxidienst ab Flughafen und das Hüten eines Koffers. Zweitens gibt er zwei Anzüge, die ich ihm zur Aufbewahrung in einer Hülle speziell zur sorgfältigen Behandlung anvertraut hatte, in arg zerknitterter Form zurück. Mental entlasse ich ihn.


1. März 2008
Schabat - Halacha (jüdisches Gesetz)

Während ich mir die Nachmittagsgebetszeiten notiere, macht mich ein jüdischer Bruder darauf aufmerksam, dass Schreiben am Schabat nicht gestattet ist. Erschreckt lasse ich meinen Kugelschreiber verschwinden. Insgeheim lächle ich über dieses Verbot und gedenke es nur in der Öffentlichkeit zu befolgen. Wie üblich will ich auch am Schabat meinen Computer benützen (was halachisch auch nicht gestattet ist). Zu meiner Verblüffung habe ich keine Chance ins Internet zu gelangen. Ich forsche nach der Ursache. Es gibt aber keine. Alles ist einwandfrei. Die Wireless-Verbindung wird als ausgezeichnet angezeigt und das Fehlerprüfprogramm des Anschlusses meldet „keine Probleme“. Trotzdem funktioniert es aber nicht! Mir kommen die Gegebenheiten mit dem am Schabat nicht funktionierenden Heizlüfter und das Bauchgrimmen nach nicht koscherem Essen in den Sinn.

Konsequenzen die ich ziehe: Ich befinde mich in der Lehre und zwar nicht nur zum Schein! Ich muss die Halacha (jüdisches Gesetz) praktisch erlernen, da ich gemäß meinem Traum, im April 2004, eine praktische Lehre absolviere.

Übrigens funktioniert der Internet-Zugang nach Schabat-Ende wieder einwandfrei; für mich eine weitere Glaubenserfahrung, dass es bei Gott keine Zufälle gibt.


2. März 2008
Sonntag - schwere Halacha - Wille Gottes

Mit Mühe schäle ich mich am Morgen aus dem Bett. Es liegt mir schwer auf der Seele Halacha praktisch lernen zu müssen. Am liebsten würde ich, wie eine Spätgeburt im Mutterleib, im Bett verharren. Ich kann dem biblischen Jona nachfühlen, wie er seine eigenen Ideen gern verwirklicht gesehen hätte und nicht diejenigen Gottes.

Offenbar hatten zwei identische Aussagen, voneinander unabhängiger Personen, ihre Wirkung in mir getan. Diese besagten, dass mein Glaube, jüdisch werden zu müssen, vielleicht nur eine Prüfung Gottes sei, ähnlich wie sie Abraham mit dem Befehl Gottes, seinen Sohn Isaak opfern zu müssen, erlebt hatte. So schön diese Aussicht für mich wäre, so klar muss ich sie hintan stellen und einzig den Willen Gottes suchen.

Die gestrige Lektion hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Dem CEO der Residenz sage ich, dass ich einen Lehrer, um Halacha (jüdisches Gesetz) zu lernen, suche.


9. März 2008
Sonntag

Am gestrigen Schabat habe ich einen ältern Herrn beim Kiddusch nach dem Morgengottesdienst kennen gelernt. Er ist Amerikaner (ca. 80-85) und wohnt seit 6 Monaten in der Residenz. Er ist ganz allein. Gott (the boss mit Fingerzeit zum Himmel) habe ihm geboten in der Residenz zu wohnen. Ich freue mich, dass ich jemanden gefunden habe der mir seine persönliche Beziehung zu Gott offenbart hat. Der Mann war mir früher schon durch seine freundlichen Begrüßungen aufgefallen.

Um 4.30 h erwache ich nach einer Serie zusammenhängender Nachtträume die mich beschäftigen. Der Anruf an mich, den ich in meiner Auslegung formuliere lautet:
"prüfe! - vertraue!"


10. März 2008
Montag - Halachalehrer

Der CEO der Residenz steckt mir während des Schacharit (Morgengebet) einen Zettel mit der Telefonnummer eines Rabbiners zu, der möglicherweise als mein Lehrer für Halacha in Frage kommen könnte.

Nun wird es ernst. Ich muss mich recht lange vorbereiten bis ich wage die Nummer zu wählen. Der Telefonbeantworter macht meiner Spannung ein vorläufiges Ende. Wegen eines starken Schnupfens, der meine Gedanken und Gefühle behindert, vertage ich einen weitern Anruf auf morgen.


11. März 2008
Dienstag - Halachalehrer gefunden

Heute klappt die Telefonverbindung zu meinem möglichen Lehrer. Wir vereinbaren einen Besprechungstermin auf 19.15 h, nach seinem Schiur (Lehrvortrag), den er hier im Hause hält.

Der Lehrer entpuppt sich als schweizerisch/israelischer Doppelbürger. In Montreux aufgewachsen, lebte er 20 Jahre in der Deutschschweiz. Wie er sagt, ist er nicht Rabbiner sondern studierter Maschineningenieur. Vor sechs Jahren machte er mit seiner Frau, einer Deutschschweizerin, Alija. Nun arbeitet er freiberuflich als Berater und Lehrer unter anderem auch in der Residenz. Wir vereinbaren zwei Mal die Woche eine Lektion und wollen mit dem Gebetbuch beginnen, damit ich besser verstehen lerne, was in den Gebetszeiten abläuft. Meine Angst hat sich als unbegründet herausgestellt. Ich freue mich auf die Lektionen.


13. März 2008
Donnerstag - erste Lektion

Soeben habe ich die erste Lektion mit dem Lehrer hinter mir. Einerseits hat er mir einen Überblick über das Schacharit (Morgengebet) gegeben, damit ich mich zurechtfinden kann. Freundlicherweise hat er mir ein Gebetbuch (hebräisch/deutsch) zum Gebrauch überlassen, wie auch einen Pentateuch (5 Bücher Mose). Das andere Thema war die Halacha (jüdisches Gesetz / Gehen). In wohltuender Offenheit hat er mich auf viele Problematiken hingewiesen, wie sie sich einerseits aus der mehrtausendjährigen Entstehungsgeschichte ergeben und andererseits wie sie in der jüdischen Vielfalt begründet sind. Das heutige Judentum könne bestenfalls die Problematiken aufzeigen. Lösung müsse der Messias bringen.


15. März 2008
Schabat - Gespräch nach Kiddusch

Nach dem heutigen Kiddusch nimmt das Deutsch sprechende Ehepaar auf meinen Lehrer Bezug. Einen besseren Lehrer hätte ich nicht finden können, meinen sie. Er sei ein auf vielen Gebieten bestens ausgebildeter Mensch und daneben auch innerlich sehr wertvoll. Das deckt sich mit meinem Empfinden. In der Residenz wird er als Rabbiner behandelt und geehrt.


17. März 2008
Montag - "Visionen" meines Lehrers

Heute habe ich die zweite Lernstunde bei meinem Lehrer. Seine offenen Äußerungen wirken erfrischend auf mich. Er hat einen weiten Horizont und Überblick. Er sieht auch einen klaren Heilsplan Gottes, ohne das mit diesen Worten auszudrücken. Das 19. Jahrhundert sei das Maschinenzeitalter (Dampfmaschine) gewesen, das 20. Jahrhundert das Informationszeitalter (Computer) und das 21. Jahrhundert werde das Jahrhundert des Geistes werden, da die materiellen Ressourcen der Erde weitgehend verbraucht seien. Für ihn ist klar, dass es einen dritten Weltkrieg geben wird mit den Hauptkontrahenten Islam – Okzident und dazwischen Israel. Diese Aussicht schein ihn nicht niederzudrücken, da gegründet im Glauben auf das kommende Reich Gottes durch den Messias. Er glaubt an ein kommendes Friedensreich, wo keine Sühnopfer mehr nötig sein werden, auch wenn ein dritter Tempel gebaut werde, weil wir dann vom Bösen erlöst sein werden.


20. März 2008
Donnerstag - Purim

Heute, am Tag vor Purim, ist Fasten angesagt. Da ich eine praktische Lehre absolviere, halte ich mich ebenfalls daran. Die Juden vollziehen so ein Stück weit nach, was sie zur Zeit des Perserkönigs Ahasveros erlebt hatten; die Angst vor der Ausrottung durch den Plan von Haman (nachzulesen in der Bibel im Buch Esther). Durch die mutige Haltung der Königin Esther wurde schlussendlich der Plan um Haaresbreite vereitelt.

Purim hat als Fest, an dem die Errettung gefeiert wird, einen sehr hohen Stellenwert im Judentum. Die Meinung der Weisen Israels ist, dass dieses Fest nie aufhören werde, auch nachdem der Messias gekommen ist.


21. März 2008
Purim - Karfreitag

Ich habe mit meinem Computer wieder die gleiche Situation wie am 1. März 2008. Technisch ist alles einwandfrei; ich gelange trotzdem nicht ins Internet! Gott will mir offenbar etwas Wichtiges sagen. Im Nachdenken gelange ich zum Karfreitag, dem höchsten Feiertag der Christen. Der „Zufall“ will es, dass dieses Jahr Purim (bedeutendster Feiertag der Juden, abgesehen vom Schabat) mit Karfreitag (bedeutendster Feiertag der Christen) zusammentrifft. Solche Gegensätze: Purim ein ausgelassener Freudentag; Karfreitag ein Trauertag. Oder vielleicht doch kein Gegensatz? Gott selbst hat am Karfreitag für das endgültige Sühnopfer gesorgt. Genug Grund zur Freude! Also, für mich sind Purim und Karfreitag keine Gegensätze.

Nach meinem Spaziergang will ich den Computer starten. Er fällt sofort wieder in den „Schlafzustand“. Ich akzeptiere, dass ich mich jetzt nicht mit meinem technischen Gerät befassen, sondern den Gedanken Gottes nachgehen soll.

Karfreitag / Purim. Ich lese in den Evangelien und 1. Kor. 11,23 ff. die Abendmahlsszenen und –Anordnungen. Anlass für mich, das nachzuvollziehen. Im Hinblick auf Purim hatte ich eine Flasche Wein gekauft. (Ich lebe hier sonst weitgehend alkoholfrei.) Ich erfülle also die Mitzwa (Gebot) von Jesus und nehme das Abendmahl, um gleich anschließend in die Mitzwa der Weisen Israels überzugehen. Dieses Gebot sagt, dass zu Purim mehr Wein als üblich getrunken werden soll. Ziel ist, nicht mehr klar zwischen Fluch über Haman und Segen über Mordechai unterscheiden zu können. Zwei Gläser Wein genügen, um mich in diesen Zustand zu versetzen. “Warum verlangen die Weisen Israels, dass wir uns so betrinken sollen, dass wir unsere klare Aussagekraft verlieren? In späteren Generationen haben die Lehrer dies so erklärt: Israels Erlösung zur Zeit Mordechais und Esthers war keine einmalige, zeitgebundene Errettung. Sie hat vielmehr einen Ewigkeitswert. Bis zu dieser Errettung stand Israels Geschick auf der Waage zwischen Sünde und Rückkehr. Die Vernichtung wäre – Gott behüte - eingetroffen, wenn sie gesündigt hätten und nicht in vollkommener Reue zurückgekehrt wären“. (Aus: „Das jüdische Jahr“ von Eliahu Kitov, Band 1, S.193. Das Buch wurde mir durch den Lehrer zur Verfügung gestellt.)

Währenddem ich eben in besagtem Zustand bin, kommt mir ein Bild aus dem Selbsterfahrungsseminar 1980 hoch. Ich hatte als fiktiver Schaffner in einem Zug eine Frau des Seminars, deren Mann tatsächlich Alkoholiker war, durch Anschreien zum Aufstehen zu bewegen. Mit der letzten mir zur Verfügung stehenden Kraft gelang mir die Aufgabe, was mir die Sympathie der Seminarteilnehmer zutrug. Meine eigene Auslegung dazu ist, dass Alkoholiker den unwiderstehlichen Drang verspüren, in paradiesischen Zustand zurückversetzt zu werden, wo nicht zwischen gut und bös unterschieden wird. Tränen kollern mir über die Wangen.


22. März 2008
Samstag - nach Schabat-Ausgang - Gott ist souverän

Ich starte den Computer und will ins Internet. Keine Chance, obwohl die Wireless-Verbindung als ausgezeichnet gemeldet wird und der „Connectivity Doctor" kein Problem feststellt. Nun bin ich im Erklärungsnotstand.

Aber, Gott ist souverän!

Es ist gut sich in Erinnerung zu rufen, dass nicht alles so einfach zu erklären ist.


23. März 2008
Sonntag - yom rischon - erster Tag der Woche - Ostersonntag

Böllerschüsse halten mich die halbe Nacht durch wach. Ich denke an die Begrüßung von Ostern, die Auferweckung von Jesus durch den Himmlischen Vater. Nun wird mir auch klar, warum mein Computer fürs Internet streikt (technische Situation heute unverändert).

Lieber Vater im Himmel, an diesem besonderen Tag bitte ich Dich um ein ähnliches Wunder wie die Auferweckung Jesu. Ich bitte Dich, dass Du uns vom Bösen erlösest und dass Du in Jerusalem anfängst, nach Deiner Verheißung.

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Es ist nach 19 Uhr. Nach jüdischer Lesart hat bereits wieder ein neuer Tag begonnen. Ich versuche erneut ins Internet zu gelangen. Jetzt besteht eine neue Situation. Der Computer meldet technische Probleme in der Verbindungsherstellung. Ich gehe auf die Knie und befehle meinen Computer ganz Gott an. Ich höre ein Klicken das anzeigt, dass in der Einstellung etwas geändert wurde. Nun sind die technischen Probleme verschwunden, aber die Verbindung klappt trotzdem noch nicht. Während ich diese Zeilen schreibe, sehe ich dass das Antivirus-Programm arbeitet und arbeitet. Ich gehe erneut auf die Knie und weihe meinen Computer ganz der Ehre Gottes. Das Antivirus-Programm hat die Verbindung nicht geschafft. Ist Ostern noch nicht zu Ende?


24. März 2008
Ostermontag - Totalabsturz des Computers

Mein internes Los lautet: „Siehe, Gott ist meine Rettung. Ich will vertrauen und mich nicht fürchten, denn meine Kraft und mein Loblied ist JAH der Ewige. Und Er wurde mir zum Heil.“ (Jesaja 12,2, Eigenübersetzung)

Das ist genau die Ermunterung die ich brauche. Von mir aus weiß ich nicht weiter. Computer und Umgebung sind technisch einwandfrei. Aber ins Internet zu gehen habe ich keine Chance. Die Antivirus-Dateien datieren vom 20. März 2008. Seit damals konnte ich nicht mehr ins Internet gelangen. Ich bin gespannt, wie das weitergeht!

Dazu passt die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine: „Ich will dir Einsicht geben und dich lehren auf dem Weg den du gehen sollst!“ (Psalm 32,8a, Eigenübersetzung)

Auf meinem Spaziergang geht mir auf: Jesus lebt! Jesus lebt in mir! Das ist es wert, das Osterfest auszudehnen. Das ist auch die innere Begründung für meinen Weg an der Hand des Himmlischen Vaters seit bald 28 Jahren.

Bevor ich nach 19 h einen weiteren Internetversuch starte anbefehle ich meinen Computer Gott. Er soll Herr über all meine Gedanken sein. Ich akzeptiere, was immer auf mich zukommt. Vielleicht greifen meine Interpretationen viel zu kurz. Ich wecke den Computer aus dem Standby-Modus und – muss einem Totalabsturz des Systems zuschauen. Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich freue mich sogar ein wenig über diese Demonstration. Zum Glück sind alle Daten gesichert! Nach dem Neustart – die altbekannte Geschichte: keine technischen Probleme – kein Internetzugang! Ich wage keine weiteren Interpretationen mehr, gehe dafür lieber frühzeitig ins Bett. Gott schlummert und schläft nicht. Halleluja!


25. März 2008
Dienstag

Nachdem ich einen Traum aufgeschrieben habe kann ich es nicht lassen den Zustand meines Computers zu prüfen (00.30 h). Unveränderte Situation.

Die Nacht ist lang und der Gedanken sind viele. Mir kommt in den Sinn, dass Pessach während sieben Tagen gefeiert wird. Wenn das der Grund ist, hat mein Internet noch einige Tage Ruhe und ich kann mich weiterhin an Ostern freuen.

Der Rosengarten bei der Knesset (Israelisches Parlament) ist ein geeigneter Ort für die Anbetung Gottes.


26. März 2008
Mittwoch - Anbetung Gottes im Rosengarten

Anbetung Gottes im Rosengarten über Seine Heilstat und Seinen Heilsplan.


27. März 2008
Donnerstag - Enttäuschung

Heute ist der letzte der sieben Ostertage (analog Pessach). Ein besonderer Feiertag an dem nicht gearbeitet werden soll. Meine Hauptaktivität ist die Verbindung zu Gott aufrechtzuerhalten. Die Spannung steigt, da ich mit meiner Interpretation erwarte, dass am Abend das Internet wieder funktioniert.

Bevor ich den Computer starte gehe ich auf die Knie, um Gott die ganze Situation anzubefehlen. Was auch immer kommen mag, Sein Wille geschehe. Dann um 19 h setze ich den Computer in Betrieb. Enttäuschung. Die Internetverbindung klappt immer noch nicht! Einmal mehr spüre ich ähnliche Gefühle, wie sie der biblische Jona gehabt haben mag. Die eigenen Gedanken werden nicht bestätigt.


28. März 2008
Freitag - wie der Esel am Berg

Meine inständige Bitte an Gott ist, dass Er mir die Internetverbindung schenkt. Für mich wäre das die Bestätigung, dass Ostern ein wirklicher Paradigmenwechsel ist. Eine Neuschöpfung. Ein Neuanfang an dem auch der Tagesanfang vom Abend auf den Morgen gewechselt hat.

Meine Bitte wird nicht erhört. Obwohl die technischen Voraussetzungen gegeben sind, kann ich keine Verbindung mit der Außenwelt, d.h. auch nicht mit meinen Mailempfängern aufnehmen. Ich stehe da, wie der Esel am Berg. Aber, ich will glauben, nicht wie der Thomas, der die Wundmale von Jesus betasten wollte um zu glauben!


29. März 2008
Schabat - sich fremd fühlende Juden

Bei der Kiddusch-Gemeinschaft mache ich mit Leuten Bekanntschaft, die erst vor einigen Monaten von England aus Alija gemacht haben. Sie sprechen kein Iwrit und fühlen sich als Fremde behandelt. Eine Frau unter ihnen spricht Deutsch. Sie hat den zweiten Weltkrieg (vermutlich als Kind) in Deutschland verbracht, will aber darüber nicht sprechen, was ich verstehen kann. Sie ist interessiert, weshalb ich in der Residenz wohne. Vielleicht ist ein andermal Zeit, ihr meine „Geschichte“ zu erzählen.


31. März 2008
Sonntag / Montag - Führung in der Versuchung

Ich verbringe eine unruhige Nacht. Träume mit sexuellem Inhalt belästigen mich. Gedankengänge über Machtansprüche durchkreuzen mein Hirn. Versuchungen? - Führungen? Führung in der Versuchung!

Mein Lehrer bringt mir einen weiteren Band zum jüdischen Jahr von Eliahu Kitov. Darin wird der erste jüdische Monat des Jahres (nach der Bibel), „Nissan“, ausführlich behandelt. Nach Purim richtet sich das Judentum auf Pessach aus, das im Monat Nissan geschah. Neben vielen anderen Ereignissen wird in der jüdischen Tradition auch des Schöpfungsbeginns am 1. Nissan gedacht.


1. April 2008
Dienstag - Fantasie der Weisen

Ich lerne viel aus dem am Vortag erwähnten Buch und muss auch über die Fantasie der Weisen Israels staunen, die aus der mündlichen Überlieferung gelehrt wird.


3. April 2008
Donnerstag - dürfen Juden nur am Schabat nicht lügen?

Ich habe aus dem Lehrbuch (Nissan/Pessach) eine ganze Reihe von Fragen, die ich meinem Lehrer stelle. Die erste kann er mir nicht beantworten. Es geht um den 10. Nissan, 4 Tage vor Pessach, der damals ein Schabat war. Im Lehrbuch lese ich:
„An jenem Schabat geschahen für Israel viele Wunder. Jede Person nahm damals ein Lamm und band es an seinen Bettpfosten. Die Ägypter, die dies sahen, fragten: Warum tut ihr dies? Die Israeliten antworteten: Um es als Pessachopfer darzubringen, so wie Gott es uns befohlen hat. Für die Ägypter waren ja diese Tiere Götter, und so knirschten sie ärgerlich mit den Zähnen, sagten aber kein Wort. ………….. So standen die Israeliten in akuter Gefahr und nur ein Wunder konnte sie retten. Darum steht dieses Wunder in direktem Zusammenhang mit Schabat und nicht mit dem 10. Nissan. Wäre es nicht am Schabat gewesen, hätten die Israeliten kein Wunder nötig gehabt, denn an einem gewöhnlichen Wochentag hätten sie irgendeinen Grund angeben können, ohne sich in Lebensgefahr zu bringen.“

Dürfen Juden nur am Schabat nicht lügen? Ist meine Frage. Natürlich nicht. Mein Lehrer weiß ehrlicherweise keine Antwort.

Ein weiteres Gesprächsthema sind die Vorschriften und Gebote (Mitzwot). Besonders am 14. Nissan (Vortag des Pessachfestes) sind durch Juden viele Mitzwot zu erfüllen. Manche betreffen den Vorabend selbst (Erew Pessach). Ich zitiere das Buch: „Wäre es nicht die Liebe und Hingabe für diese Mitzwot, könnte man sie kaum bewältigen! Es scheint geradezu, als ob man nicht genug davon bekommen könne! So wie ein Reicher nach immer mehr Reichtum sich sehnt, trachtet man nach der Erfüllung der Mitzwot an diesem Tag.“ Mein Einwand, dass eine Sucht eigentlich negativ ist, will mein Lehrer nicht gelten lassen. Das Fest sei ein solcher Höhepunkt, dass es alle vorherige Mühe vergessen lasse. Nun, mich macht die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine diesbezüglich nachdenklich: „… und es wird zugrunde gehen, Weisheit seiner Weisen …“ (aus Jesaja 29,14, Eigenübersetzung)

Eine andere Aussage im Buch, dass nämlich der menschliche Charakter durch seine Handlungen beeinflusst wird, regt weiter unser Gespräch an. Ich zitiere: „Darum sagen unsere Weisen: ‚Der Heilige, gelobt sei Er, wollte Israel Verdienste zukommen lassen. Darum gab er ihnen viele Lehren und Mitzwot.’ Diese Handlungen beeinflussen unsere Gedanken und geben unserem Leben Inhalt. Gute Taten veredeln unseren Charakter, verhelfen uns zu ewigem Leben.“

Wir sind uns darin einig, dass es entscheidend ist für unser jetziges und zukünftiges Leben, Gottes Willen zu tun.


6. April 2008
Sonntag - Lebensqualität am Schabat

In der Nacht auf Sonntag träume ich und denke ich viel. Der gestrige Schabat hat mir zugesetzt. Ich tue mich mit dem Schabat überhaupt schwer. Dieser Tag ist der höchste Feiertag der Juden und für mich ist es derjenige mit der geringsten Lebensqualität der Woche. Kein Frühstück, nur ein warmes Getränk und Kuchen zum Anfang; dann stundenlanges Sitzen in der Synagoge und dann Verzicht auf den Computer, der mir in der Hebräischlektüre mit seiner Datenbank so hilfreich ist. Da kann etwas nicht stimmen. Ich beschließe für mich mit meinem Lehrer über den Schabat zu sprechen, sobald Pessach vorbei ist.


8. April 2008
Dienstag - Internetverbindung nach 18 Tagen wiederhergestellt

Am Nachmittag sehe ich, wie das Antivirusprogramm arbeitet. Es schaufelt und schaufelt die neuen Dateien herunter, wird aber immer wieder unterbrochen. Nach etwa 1 ½ Stunden hat es der Computer geschafft! Die Internetverbindung ist nach 18 Tagen wiederhergestellt, obschon die technischen Voraussetzungen immer vorhanden waren. Ist das jetzt ein Zufall? Ich habe zwar keine Erklärung, aber an Zufälle glaube ich trotzdem immer noch nicht.


9. April 2008
Mittwoch - Zufall?

Ich erwache vor 1 Uhr in der Nacht und sofort sind meine Gedanken beim Computer und dem wiederhergestellten Internetzugang. Warum 18 Tage Unterbruch? Mir kommt das Schmone Essre Gebet (18-Bitten-Gebet) in den Sinn und lässt mich nicht mehr los. An Schlaf ist momentan nicht zu denken. Der „Gwunder“ sticht mich zu sehr. Ich will im Internet die Definition des Schmone Essre nachschauen. Keine Chance; das Wireless-Netz ist außer Betrieb, nachdem es vorerst noch in Ordnung war! Ich greife zum Gebetbuch. Das Schmone Essre wird von den frommen Juden jeden Tag zweimal gebetet (Schacharit und Mincha). Ein Vers ist mir schon lange aufgefallen und lieb geworden:

„Gelobt seiest Du, Ewiger, unser Gott und Gott unserer Väter, Gott Abrahams, Gott Isaaks und Gott Jakobs, großer, starker und furchtbarer Gott, höchster Gott, der Du beglückende Wohltaten erweisest und Eigner des Alls bist, der Du der Frömmigkeit der Väter gedenkst und einen Erlöser bringst ihren Kindeskindern um Deines Namens willen in Liebe.“ Besonders berührt mich und bringt mich das unmittelbar vorangehende Kleingedruckte auf die Knie: „adonai ssfatai tiftach ufi yagid tehilatecha“: „HERR, meine Lippen mögest Du öffnen und mein Mund soll Deinen Ruhm verkünden.“

Ich bete Gott über seinen wunderbaren Führungen an. Dass ich mit meiner fortlaufenden Lesung des Schacharit- und Minchagebets unmittelbar vor dem Schmone Essre stand, ist nur ein kleiner „Zufall“.

Das interne Los lautet: „Erbarme Dich Ewiger über Deinem Volk und gib Dein Erbe nicht der Schande preis!“ (Teil von Joel 2,17, Eigenübersetzung) Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine passt ausgezeichnet dazu: „Denn wie Erde ihr Gewächs hervorbringt und wie ein Garten sein Gesätes wachsen lässt, so will der Herr der Ewige Gerechtigkeit wachsen lassen und Ruhm gegenüber all den Heidenvölkern.“ (Jesaja 61,11, Eigenübersetzung) Alles „Zufall“, von Gott zugefallen!


12. April 2008
Samstag - mein Computer hält mich weiter in Atem

Ich bin zurück aus der Synagoge. Bevor ich ins Bett gehe schalte ich den Computer an, um nach Mailnachrichten zu schauen. Neue Situation. Die Verbindung mit dem Wireless-Netz kann nicht hergestellt werden, obwohl vorhanden. Der „Connectivity Doctor“ des Computers zeigt ein Problem des Computers an. Ich teste flüchtig die angedeuteten Lösungsmöglichkeiten; ohne Erfolg. Mein Computer kommt mir ein bisschen wie der sprechende Esel vom biblischen Bileam vor. Die Situation zwingt mich auf die Knie. Ich kann mir den Zusammenhang nur mit dem vorher Erlebten vorstellen. Der über Schabat zu Besuch beim Vater weilende Sohn des früher erwähnten Schweizers im Hause, der hinter mir einen Missionar vermutet, hatte sich vor dem Maariw (Abendgebet) neben mich gesetzt und gesagt, er interessiere sich brennend für meine Geschichte. Er habe gehört, dass ich im Bethanienheim gearbeitet habe. Ich erwidere ihm, dass sich meine Geschichte nicht in zwei Minuten erzählen lasse. Mache nichts, sagt er, er komme wieder ins Haus und ich könne dann weiterfahren. Also beginne ich und kann bis zu dem Punkt erzählen, wo ich wegen fehlenden Schlafs reif für die Klinik war. Das Interesse des Sohns ist mir etwas unheimlich, ist sein Erscheinungsbild doch wie dasjenige des biblischen Nathanaels: ein Jude ohne Fehl und Tadel! Er erhebt sich, als vermutlich bald 60-Jähriger, sogar vom Sitz, wenn sein Vater neben ihm Platz nimmt. Ich merke, dass ich sehr auf Gottes Beistand angewiesen bin im Erzählen meines Lebenslaufs.

Die vorstehende Tagebuchnotiz habe ich erst geschrieben, nachdem ich bereits 1 ½ Stunden geschlafen hatte. Daraufhin folgt eine unruhige Nacht mit vielen Wachzeiten und gegen den Morgen hin mit vielen Träumen. Ich überlege mir was ich aus meinem Lebenslauf alles erzählen will und komme dann zum Schluss, dass ich extensiv sein will. Ich werde ihm auch von folgendem Erlebnis erzählen, das nicht in meinem schriftlichen Lebenslauf steht. Vor ca. einem Jahr hatte ich den Eindruck wieder einmal an der Mitgliederversammlung/Jahresversammlung von Operation Exodus teilnehmen zu sollen. Operation Exodus ist eine weltweit tätige christliche Organisation, die sich die Mithilfe zur Rückschaffung von Juden nach Israel zum Ziel gesetzt hat. Ich bin Revisor des Schweizer Zweiges, der vorwiegend in der Spendensammlung tätig ist. Roger Wolcott, ein Amerikaner, hielt an der Jahresversammlung eine Ansprache vor den eigentlichen Traktanden. Er sprach eindringlich und sagte, dass ein Schweizer eine Berufung für Israel habe. Er solle sich hüten, der Berufung nicht zu folgen. Die Situation sei vergleichbar mit derjenigen von Königin Esther in der Bibel. Diese hatte ja bekanntlich den Auftrag zum König zu gehen und für die Juden zu bitten. Ohne Vorladung zum König zu gehen war aber lebensgefährlich, so dass die Königin sich grundsätzlich entscheiden musste. Nachdem sie ein Ja gefunden hatte sagte sie lakonisch: „caascher awad’ti awad’ti“: „wenn ich umgekommen bin, bin ich umgekommen!“. Die Ansprache von Roger Wolcott hatte mich stark betroffen gemacht. Sie war ein wichtiger Baustein in meinem letztjährigen Entscheid nach Israel auszuwandern.

Nun, ich habe mittlerweile gemerkt, dass es für mich nicht unproblematisch ist, im Voraus Entscheidungen treffen zu wollen über das was ich sagen will. Ich werde mich jedenfalls vom Geiste Gottes führen lassen.


13. April 2008
Sonntag - mein Computer wie Bileams Esel

Mein Computer hat weiterhin ein Problem mit dem Wireless-Netz. Ich muss mich offenbar vor vorschnellen Beurteilungen in Acht nehmen.

Die heutigen Bibeltexte sprechen mich wieder einmal, wie schon oft, direkt an. Man kann natürlich wie immer, wenn man will, von Zufall sprechen. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine ist auf 4. Mose 23,12 gefallen: 

„Da antwortete er (Bileam) und sagte: Muss ich nicht etwa, was der Ewige in meinen Mund legen will, es beachten zu reden?“ (Eigenübersetzung)

Mein Computer – ein Esel! Ich muss laut lachen, dass der gestrige Vergleich meines Computers mit Bileams Esel offenbar richtig ist. Dabei ist die Sache todernst. Der Internetzugang meines Computers hat sich übrigens, während ich das Tagebuch nachführe, durch unsichtbare Hand erholt. Halleluja!

Mein internes Los findet sich im Psalm 35,18 und heißt:

„Ich will Dich preisen in großer Versammlung! Unter einem mächtigen Volk will ich Dich loben!“ (Eigenübersetzung)

Wenn ich glaube, dass dieser Vers zu mir persönlich spricht, fängt mein Herz schon ein wenig höher an zu klopfen.


14. April 2008
Montag - korrumpierende Wirkung der Macht

Mein „Esel“ bockt wieder zu verschiedenen Malen. Ich gehe auf den Knien in mich und merke, dass ich in der Gefahr stehe Gottes Führungen allzu leicht und bald selbstverständlich hinzunehmen. Dabei vergesse ich fast, dass es der Heilige Gott ist der dahinter steht. Ich beschließe für mich, mehr auf die richtige Herzenshaltung zu achten.

Bei meinem Lehrer genieße ich eine weitere Lektion über Pessach. Ich staune immer wieder über seine Offenheit. Wir sprechen über die korrumpierende Wirkung der Macht. Die Christen seien den Juden erst dann zum Verhängnis geworden, als sie sich mit der Macht des römischen Reichs verbunden hatten. Doch auch die Juden könnten sich dieser Gefahr nicht entziehen, wie das Beispiel des Königreichs von Salomo zeige, das auf dem Höhepunkt der Macht seinem Untergang geweiht war. Ich pflichte dem bei und erwähne die Millionen von Christen, die in China im Untergrund leben und nicht bereit sind, sich beim Staat registrieren zu lassen. Diese Christen sind völlig ohne menschliche Macht. Mein Lehrer stellt dankbar fest, dass die Bibel nur dank der Christen weltweit verbreitet worden sei. Dann kommen wir auf das 18 Bitten Gebet zu sprechen. Im Lehrbuch von Kitov habe ich gelesen, dass das Schmone Essre Gebet auch im Maariw gebetet wird, also sogar dreimal, nicht zweimal wie von mir erwähnt. In der Abendliturgie meines Gebetbuchs ist es nicht übersetzt, darum habe ich das nicht bemerkt. Das Schmone Essre muss zentral wichtig sein im Judentum. Wir unterhalten uns über die Geschichte dieses Gebets und auch darüber, dass es 18 Bitten Gebet heißt aber 19 Bitten enthält. Die 19. Bitte wurde in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung hinzugefügt und diente dazu, jesusgläubige Juden ausfindig zu machen und aus der Synagoge auszuschließen. Eigentlich eine tragische Geschichte!

Und wie wird sie weitergehen, die Geschichte? Die frommen Juden erwarten inbrünstig ihren Erlöser. Die frommen Christen erwarten die Rückkehr des Messias. Ob es die gleiche Person ist und ob allenfalls vorher die 19. Bitte entfernt werden muss?


16. April 2008
Mittwoch - Pessachputz

Der Pessachputz ist in der Residenz bereits seit Tagen in vollem Gang. Eine wahre Generalstabsarbeit in einem so großen Haus. Dass dabei das Frühstück jeden Morgen etwas ärmer wird, muss ich in Kauf nehmen. Es geht darum, das Haus von Chamez zu befreien und rein zu machen. Eine Definition von Chamez habe ich im Internet kopiert und ich gebe sie hier weiter:

„Was ist Chamez und warum werden zu Pessach alle gegorenen Lebensmittel (Chamez) entfernt?
Mazzes oder Mazza wurde im Rahmen des Opfersystems im Tempel verwendet. Die Opfergaben mussten absolut rein sein und alles, was Gärmittel enthielt, galt als unrein, weil es vergoren, gesäuert war (Chamez heißt wörtlich „sauer“). Die Mazza - ungesäuertes Brot - war dagegen ein Symbol der Reinheit. Der Talmud sagt hierzu: „Das Saure im Teig repräsentiert den bösen Trieb im Herzen“. Die Einzigartigkeit von Pessach besteht darin, dass man Mazza isst, und dass es strikt verboten ist, Chamez zu essen oder zu besitzen. Chamez ist ein allgemeiner Ausdruck für alle Nahrungsmittel - auch Getränke, die aus Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel oder deren Derivaten hergestellt werden. All dies ist an Pessach verboten, weil es gärt. Sogar Nahrung, die lediglich eine Spur von Chamez hat, ist verboten und muss aus dem Haus entfernt werden.“


Haushalte mit größeren Mengen von Chamez schließen mit Nichtjuden einen Kaufvertrag ab. Nach Pessach hat dann der Käufer die Wahl, die Ware zu beziehen oder zurückzuverkaufen. Mein Lehrer will mit mir auch einen Kaufvertrag abschließen.

Ich habe von ihm ein Buch zum Schabat erhalten. Es ist bebildert und zeigt die Grundlagen aus der Zeit des zweiten Tempels auf. Daraus wird dann die Brücke zu den einzelnen Verboten geschlagen. Beim Studium beschleicht mich ein leicht depressives Gefühl. Nie werde ich aus eigener Anstrengung in der Lage sein jüdisch zu werden! Das ist meine Erkenntnis. Was bei den Menschen nicht möglich ist, ist aber bei Gott trotzdem möglich!


17. April 2008
Donnerstag - besondere Erfahrung mit dem "Esel"

Noch bevor ich letzte Woche die Rundmail versandt hatte, machte ich eine besondere Erfahrung mit meinem „Esel“. Den ganzen Morgen hatte ich keine Verbindung zum Internet, was für mich wie eine Aufforderung war, möglichst schnell mit dem Schabatbuch meines Lehrers fertig zu werden, denn um 16 Uhr war die Lernstunde geplant. Als ich dann mit dem Buch fertig war, machte ich einen weiteren Internetversuch, der gelang. Ich öffnete eine Mail vom Chiefrabbi in Großbritannien und klickte auf eine pdf-Verbindung für seine Auslegung der jüdischen Paraschah (Wochenlesung aus der Torah), als es nach einem Moment losging! Die Website reproduzierte sich ohne mein Dazutun in schneller Kadenz. Schon dachte ich an ein eingefangenes Virus. Ich hatte die Meldung „Syntax Error“. Verzweifelt suchte ich, unter Stossgebeten, Gegensteuer zu geben. Ich löschte die entstandenen Seiten so schnell ich konnte. Ich konnte aber nicht ganz an den Anfang zurückzukommen. Dann setzte ich meine ganze mentale Energie dazu ein, den Computer herunter zu fahren. 57 Mal war die Site geöffnet, als es mir gelang alle offenen Programme (ca. 5) zu beenden. Über den „Affengriff“ und den Task Manager konnte ich schlussendlich den Computer herunterfahren und so auch die außer Rand und Band geratene Website zum Schweigen bringen. Meine erste Aktion nach dem Neustart war, die Mail vom Chiefrabbi zu löschen. Wenn mein "Esel" nur ein bisschen besser sprechen könnte! Noch während der Reparaturaktion hatte sich mein Lehrer wegen anderweitiger dringender Beanspruchung für die Lernstunde abgemeldet; ein weiteres Beispiel falscher Verkettung von Ursache und Wirkung also?

Nach einer Stunde Schlaf erwache ich gegen 22 h. Sofort sind meine Gedanken wieder bei meinem „Esel“, der sich so launenhaft benommen hat, echt Esel! Dann sage ich mir, dass es gut ist, dass er Mist produziert hat (macht ein Esel ja auch), weil ich sonst in der Gefahr stünde mein Vertrauen auf das Orakel (meinen Computer), zu setzen, anstatt auf Gott. Ich wäre dann bei einer anderen Art Ersatztheologie gelandet als gewisse Christen, die sich immer noch als das „wahre“ Israel verstehen. Und, wer weiß, vielleicht hatte das Ganze einen tieferen Sinn, den ich noch nicht verstehe. Schließlich kann Eselsdung die Erde fruchtbar machen.


18. April 2008
Freitag - Chamez-Verbrennung

Auf meinem obligaten Spaziergang kann ich das Verbrennen von Chamez (16. April 2008) miterleben. Um ein respektables Feuer sind Chassidim (streng orthodoxe Juden) geschart und nähren das Feuer mit Chamez. Ich kann mir vorstellen, dass es vor hunderten von Jahren genau gleich ausgesehen hat. Der ätzende Gestank von Plastikverpackungen etc. bringt allerdings die Gegenwart drastisch zurück. An einer Straßenecke unterhält ein einzelner Chassid ein kleines Chamez – Feuer. Ein „gewöhnlicher“ Jude macht seinem Unmut lautstark und erregt Luft. Der Chassid scheint wenig beeindruckt, eher beleidigt. Als Prinz oder König (habe ich im Kitov – Lehrbuch über Pessach als Bezeichnung für die befreiten ägyptischen jüdischen Sklaven gelesen) darf er sich doch das erlauben! In einem andern Quartier begegne ich einem riesigen rauchenden Müllsammelcontainer. Das Feuer hat die grüne Farbe in einem relativ großen Umfeld schmelzen und abblättern lassen!

Im sehr schönen und großen Rosengarten (neben der Knesset) kann ich dann so richtig durchatmen. Die Rosen stehen in der Hauptblüte und strahlen je nach Standort und Wind einen angenehmen Duft aus.


19. April 2008
Schabat vor Pessache - Schabat HaGadol

Schabat HaGadol (der große Schabat, Schabat vor Pessach) geht für mich auch in meine Lebensgeschichte ein. Ich habe im heutigen Lehrgespräch meinem Lehrer „bekannt“, die rabbinischen Schabat-Mitzwot als natürlicher Mensch nicht halten zu können. Deshalb habe ich mir einen heißen Tee gemacht und den „Esel“ benutzt. Wie ich nicht anders erwartet habe, hat mein Lehrer Verständnis für meine Situation. Er vertritt die Ansicht, dass ich auch als Christ sehr nah beim Judentum leben könne. Es bestünde überhaupt kein Hinderungsgrund. Da ergibt sich für mich jetzt die Frage, wieweit ich mich in der Aufforderung jenes Chassid, der mich im September 2006 zur Konversion animiert hatte getäuscht habe. (Lebenslauf) Ich hatte damals angenommen es handle sich um einen Engel Gottes. Könnte es auch ein Versucher gewesen sein? Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, dass ich von zwei voneinander unabhängigen Personen gefragt wurde, ob die Übertrittsaufforderung allenfalls auch eine Prüfung Gottes gewesen sein könnte. Ich gehe nun von dieser Annahme aus. Jedenfalls habe ich heute mit meinem „Esel“ kein Problem. Das Antivirusprogramm hatte mich lediglich aufgefordert, den Computer neu zu starten. Anschließend gelang die Erneuerung der Antivirus-Dateien innert kürzester Zeit. Eine neue Ära hat begonnen!


20. April 2008
Sonntag - Pessach 1. Tag (von 7) - Dualismus

Auch ein Versucher-Engel ist ein Engel Gottes. Es ist einfach nicht so, dass Gott und der Teufel auf der gleichen Stufe stehen, wie viele Christen glauben. Den Juden möchte ich als Nachfolger von Jesus zurufen: „Tut was Jesus Christus gesagt hat, aber tut nicht was 'Christen' tun!“; in Analogie zum Ausspruch von Jesus zu den Juden: „Tut was die Pharisäer sagen, aber tut nicht was die Pharisäer tun!“. Soeben bin ich vom Mittagsschlaf erwacht. Noch im Bett liegend, gehen mir diese Gedanken durch den Kopf. Die Christen haben die Stellung Gottes unrechtmäßig verändert! Hier sollten sie sich ein Beispiel an den Juden nehmen, anstatt verächtlich auf sie herabzuschauen. Ich denke aus eigener Betroffenheit so. Wenn die Frau im Christentum die gleiche Stellung wie im orthodoxen Judentum hätte, würde mir meine Frau nach Jerusalem nachfolgen und Scheidung wäre kein Thema. Wir würden dann auch in Übereinstimmung mit Paulus’ viel verachteten Äußerungen zur Stellung der Frau stehen. Über den Dualismus, dem der christliche Gott/Teufel-Glaube zu Grunde liegt, hat sich auch schon mein Lehrer mit mir unterhalten. Er und ich sind da gleicher Meinung.


21. April 2008
Montag - Pessach 2. Tag (von 7)

Um 22.45 h erwache ich nach 2 Stunden Schlaf. Ich muss Gott loben und preisen, einfach so, ohne ersichtlichen Grund und bin überzeugt, dass mein “Esel“ nicht mehr bockt.

Im Laufe des Nachmittags hatte ich beabsichtigt eine Mail zu beantworten, als sich mein „Esel“ wieder von der ganz launischen Seite zeigte. Alle Aktionen dagegen, nach Anleitung meines Computers, fruchteten nichts. Das führte mich zur Überzeugung die Mail gar nicht zu beantworten, sondern zu löschen, was ich dann auch tat.

Ich stehe auf in der Nacht und starte den Computer. - Immer noch die gleiche Ereignisanzeige! Also, 1. Aktion, ich hole die gelöschte Mail aus ihrer Versenkung hervor und füge sie wieder dem Posteingang bei. Ich beginne wieder nach Anleitung zu reparieren. – Und siehe da! Die Verbindung kommt zum Klappen! Nun, was soll die ganze Übung? Bevor ich ins Bett zurückkehre rufe ich noch schnell die Mails ab. - Und siehe da! Es befindet sich im Posteingang eine Mail, die meine Antwort auf die erste Mail wesentlich beeinflussen wird. Ich stehe nämlich mit einem ehemaligen Klassenkameraden in einer Auseinandersetzung um den palästinensisch-israelischen Konflikt und die erste Mail hatte sich auf diese Auseinandersetzung bezogen. So einfach ist die Antwort auf meine Frage.


23. April 2008
Mittwoch - Pessach 4. Tag (von 7) - Schlaf anstatt Morgengebet

In der Nacht auf heute ließ ich den gestrigen Tag Revue passieren:

Am Vortag war wieder ein interessantes Gespräch mit meinem Lehrer. Ich fragte ihn, ob er die Geschichte von Nikodemus mit Jesus kenne (Johannes 3,1 ff.). Auf seine Verneinung hin las ich sie ihm vor. Was bedeutet im Judentum die Wiedergeburt aus Wasser und Geist? Beim Wasser ist es klar. Es geht um das Tauchbad (Mikwe). Aber der Geist? Mein Lehrer wusste es nicht. Ich erzählte ihm dann mein Wiedergeburtserlebnis mit Urknall und schreiendem Säugling. Auch von ihm persönlich erfuhr ich einiges.

Mir war jetzt auch klar, warum er keine Berührungsängste zu Christen hat. Seine Mutter überlebte den Holocaust als jüdisches Kind bei holländischen Calvinisten. Sie wurde entsprechend erzogen, ließ sich aber nicht taufen, sehr zum Leidwesen ihrer Pflegefamilie.
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Der Fehlende Nachtschlaf macht sich am Morgen bemerkbar. Ich bin bereits bekleidet, wie die Müdigkeit über mich kommt. Ich gebe ihr nach. Anstatt ins Schacharit (Morgengebet) zu gehen lege ich mich nochmals ins Bett, wo mich der Schlaf einholt. Mit den fünf Halbfeiertagen tue ich mich eher schwer. Sie sind zwar nicht ganz so streng wie die Ganzfeiertage, aber trotzdem dauert jedes Morgengebet mehr als eine Stunde.

Bevor ich am Abend ins Bett gehe, will ich nochmals die Mails abrufen. Keine Chance! Einmal mehr ist der Internet-Zugang verwehrt.

Wie ich im Bett liege höre ich den „Esel“ sich in den Ruhezustand abmelden. Hatte ich denn den Deckel meines Notebooks nicht zugeklappt? (was normalerweise den Ruhezustand des Computers auslöst), frage ich mich. Doch! Wiederum eine neue Manier. Schlaf wohl lieber „Esel“! Ich trage die Besonderheiten langsam mit Humor.

In der Nacht will ich einen Traum auf dem Computer festhalten. Beim Versuch den vorangehenden Traum zu kopieren stürzt der Datenexplorer ab. Habe ich dich zu früh geweckt, lieber „Esel“?


24. April 2008
Donnerstag - Pessach 5. Tag (von 7)

In der heutigen Lernstunde frage ich meinen Lehrer nach seinem, wie er es selber nennt, Ausstieg aus dem heutigen sinnlosen Getriebe von Wirtschaft und Technik, besonders im Zusammenhang mit der Globalisierung. Ich bin beeindruckt von der konsequenten Haltung dieses Menschen, der nach dem Willen Gottes seinen Weg sucht.

Der Internet-Zugang ist weiterhin gesperrt.


25. April 2008
Freitag - Pessach 6. Tag (von 7) - Berufungsaspekt

Es ist nach Mitternacht. Ich habe den „Esel“ geweckt, um einen Traum aufzuschreiben. Nach dem Aufstarten erscheinen die verschiedenen Symbole am Fuß des Bildschirms. Ein Moment lang erscheint auch das Symbol für die Wireless-Verbindung, aber anstatt diese sichtbar zu machen verwandelt sich das ganze Rechteck in ein komplett schwarzes Viereck, das bestehen bleibt, wenn ich die Bildschirmfläche benütze. Der Traum scheint mir im Zusammenhang mit dem Dualismus (schwarz/weiß) so bedeutungsvoll, dass ich ihn hier wiedergebe:

"An einer Messe oder ähnlich propagiere ich ein Rezept, zu dessen Begleiter ein guter Wein gehört. Ich lasse das Rezept von verschiedenen Personen testen und auch den Wein genießen. Mein Schwager erscheint auf der Bildfläche. Wein und „Entkorkungs-Apparat“* haben einen Zusammenhang. „Dann hat er (der Wein) keinen Abgang“, oder ähnlich, sagt mein Schwager. Ich lasse mir das Wort von einem hoch stehenden Araber erklären. Ich verstehe Inhalalah. Er stutzt, wie ich es repetiere, sagt aber trotz eines vielsagenden Blicks kein Wort.
(* Den „Entkorkungs-Apparat“ hatten wir von unsern Kindern zum 30. Hochzeitstag geschenkt bekommen.)

Sinnbild
Meine Berufung hat auch mit dem Islam zu tun.

Anruf
Bleibe wachsam."

Ich habe Mühe den Schlaf wieder zu finden. Gegen 3 h bin ich hell wach. Jesaja 9,5 geht mir durch den Kopf:
"Denn ein Kind ist uns geboren.
Ein Sohn ist uns gegeben.
Und es war die Herrschaft auf seiner Schulter.
Und man nannte seinen Namen:
Wunder-Ratgeber, Gottesheld, mein Ewigvater, Friedensfürst."
(Eigenübersetzung)


26. April 2008
Schabat - 7. und letzter Tag von Pessach - der Mensch Christus Jesus

Nach einem dreistündigen Gottesdienst lese ich über Mittag noch den Bibeltext aus dem Losungsbüchlein der Herrnhuter Brüdergemeine zum morgigen Sonntag (1. Timotheus 2, 1-6). Mir fällt im Vers 5 die Formulierung: „… der Mensch Christus Jesus“ auf. Bisher hatte ich immer angenommen, Paulus habe nach seiner überwältigenden Vision bei Damaskus Christus als Gott betrachtet. Für mich ist befreiend zu lesen (Vers 5): „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch, Christus Jesus.“ (Schlachter Bibel 2000, siehe auch Römer 5,15.) Das Trinitätsdogma wird mir immer fremder.


29. April 2008
Dienstag - geplante Internetseite

Heute habe ich Lernstunde mit meinem Lehrer. Die Omer-Zeit (Zeit zwischen Pessach und Schawuot) steht auf dem Programm. Doch sprechen wir die meiste Zeit über Verträge. Zuerst erledigen wir den Chamez-Vertrag (16. April 2008) und dann lese ich einen Vertragsentwurf von mir vor. Als Auftraggeber sehe ich vor, meinen Lehrer als Auftragnehmer für die Erstellung einer Internetseite zu engagieren. Die Voraussetzungen bringt er als Maschineningenieur mit Zusatzausbildungen in der Informatik und mehrjähriger Praxis in der Bankbranche mit sich. Ziel der Internetseite ist laut Art. 2:
"Der Auftraggeber beabsichtigt mit der Internetseite seinem Lebensauftrag gerecht zu werden und seinen Lebenslauf seit 1980 zu publizieren und mit Tagebucheinträgen laufend zu ergänzen."
Generalthema der Internetseite: „Schma Israel! Höre Israel! Tut was Jesus Christus gesagt hat, aber tut nicht was ‚Christen’ tun!“

Meine leise Angst, mein Lehrer könnte sich an der Aufforderung stoßen ist unbegründet. Er sagt mir seine Mitarbeit mündlich zu.

Nach einer Stunde Schlaf um 21 h 30 stehe ich mit einem für mich wichtigen Gedanken auf, um ihn im Tagebuch zu notieren. Ich starte meinen „Esel“. Dieser bleibt aber auf halbem Weg stehen. Das bringt mich zur Besinnung. Ich bringe meinen „Esel“ zurück in den Ruhezustand und gehe wieder ins Bett. Die Nacht soll mir Klärung bringen, ob der Zeitpunkt für die Veröffentlichung meines Gedankens schon gekommen ist.
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Der Zeitpunkt ist noch nicht gekommen!


1. Mai 2008
Donnerstag

Keine Chance, meine Tagebuchnotizen zu versenden. Mein „Esel“ blockiert mir immer noch das Internet.


2. Mai 2008
Freitag - Recht und Gerechtigkeit

Nach einer Nacht mit vielen Träumen erinnert mich der letzte daran, dass ich ein sündiger Mensch bin.
Das interne Los tröstet mich dann aber mit der Gewissheit, dass Gott Sein Reich mit sündigen und begnadigten Menschen baut. Sie betrifft Amos 5,24 und lautet: „Und es wälze sich wie Wasser Recht und Gerechtigkeit wie ein stark fließender Bach." (Eigenübersetzung)

Besonders berührt mich, dass es sich um die Losung vom 24. Juni 2007 und das interne Los vom 3. November 2007 handelt. Am 24. Juni 2007 hatte ich den „lech-lecha“ Traum (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.10.) und am Schabat dem 3. November 2007 feierte ich meinen 70. Geburtstag und nahm ich Abschied von Familie, Verwandtschaft und der Schweiz; zwei Tage vor meinem Auszug nach Israel, zu dem ich am 24. Juni aufgefordert worden war.

Dieser Zusammenhang berührt mich so stark, dass ich beabsichtige obigen Bibeltext in Front (Home) meiner geplanten Internetseite zu platzieren. Ich glaube je länger desto weniger an Zufälle.


3. Mai 2008
Schabat - Träume

Ich erwache um 4 Uhr und realisiere, dass ich geträumt habe. Mit etwas Überwindung erhebe ich mich um den Traum aufzuschreiben. Die Umstände der Traumaufschreibung sind so speziell, dass ich nicht umhin kann sie wiederzugeben:

PS zu den Träumen:

Ich sitze im Dunkel, weil der Strom am Schabat abgeschaltet ist. Die Müdigkeit drängt mich ins Bett zurück. Nach einer ersten minimalen Traumaufschreibung klappe ich das Notebook zu, um meinen „Esel“ zur Ruhe zu schicken. Er gehorcht nicht. Das Kontrolllämpchen erlischt nicht.

Ich öffne den Deckel und die Traumaufschreibung ist sofort wieder da. Ich ergänze mit einer vorangehenden Traumerinnerung (1) und einer ausführlicheren Beschreibung des Traumes (2). Wieder will ich den „Esel“ zur Ruhe schicken. Ich klappe den Deckel erneut zu. Er geht nicht in den Ruhestand. Das Kontrolllämpchen erlischt immer noch nicht.

Auf den Knien, im Gebet, kommt mir der Gedanke, dieses PS zu schreiben.

Jetzt endlich gehorcht mein „Esel“, bzw. endlich habe ich gehorcht. Ich bin überwältigt von Gottes feinem Wirken an mir. Ich habe eine weitere Lektion gelernt und das am Schabat. Ein beschwingendes Gefühl begleitet mich den ganzen Tag. (Es lohnt sich, die Geschichte von Bileam in der Bibel nachzulesen: 4. Mose 22,1 bis 4. Mose 24,25.)

Der eingeschobene Traum ist mir inzwischen so bedeutungsvoll geworden dass ich im Moment auf eine Veröffentlichung verzichten muss.


5. Mai 2008
Montag - Bileam ein Bösewicht?

In der Lernstunde erzählt mir mein Lehrer von seinen Erfahrungen als IT-Spezialist bei einer israelischen Bank in Zürich. Er war Projektleiter beim Übergang ins Jahr 2000, was im Vorfeld ungeahnte Ängste ausgelöst hatte und Milliardenumsätze generierte. Der 1. Januar 2000 fiel auf einen Schabat. Mein Lehrer weigerte sich zusammen mit anderen orthodoxen Juden am Schabat zu arbeiten. Sie kamen am Abend zur Hawdalah (Übergangszeremonie bei Schabat-Ausgang zu den gewöhnlichen Wochentagen) in die Bank, feierten dort die Zeremonie und begannen anschließend zu arbeiten. Mein Lehrer findet, dass die Technik zur Ersatzreligion geworden ist und betont, dass ihm ein Mittelweg zwischen Vergötterung und strikter Ablehnung (was in gewissen orthodoxen Kreisen auch vorkommt) richtig scheint. Wir stimmen auch in diesem Punkt miteinander überein.

Am Schluss der Stunde stelle ich die einzige Frage, die mir beim Studium des Lehrbuchs von Kitov (Autor der Buchreihe „Das jüdische Jahr“) über Schawuot gekommen ist. Warum bezeichnen die Weisen von Israel Bileam als Bösewicht? (Bileam wird von Kitov im Zusammenhang mit der Torahgebung am Sinai zitiert). Mich interessiert die Sache deshalb brennend, weil ich mich mit meinem „Esel“ praktisch in der Rolle Bileams wieder finde (3. Mai 2008). Mein Lehrer meint, dass Bileam unter Zwang geweissagt habe, was ich nicht nachvollziehen kann. Ich werde in der nächsten Lernstunde auf die Frage zurückkommen.


8. Mai 2008
Donnerstag

Heute wäre der Termin zum Versand der Wochenmail. Aber mein „Esel“ blockiert den Internetzugang zum 3. Mal an einem Donnerstag. Bald werde ich wieder 18 Tage ohne Internet sein. Spannend!


9. Mai 2008
Freitag - 6 Monate Israel-Erfahrung

Heute ist es auf den Tag ein halbes Jahr seit ich in der Altersresidenz Beit Tovei Ha’Ir angekommen bin. Mit Staunen schaue ich auf die sechs Monate zurück in denen ich die Führung Gottes so handgreiflich erleben durfte.


10. Mai 2008
Samstagabend - Glaube und Aberglaube

Heute Abend sind es genau 18 Tage seitdem mein „Esel“ den Internet-Zugang verweigert. In meiner menschlichen Überlegung erwartete ich eine Wiederholung von dem was sich nach Karfreitag/Purim ereignet hatte. Einmal mehr werden meine Gedanken desavouiert. Zum Glück, möchte ich sagen. Es wäre zu gefährlich gewesen für meinen Glauben. Glaube und Aberglaube liegen eng beieinander.


11. Mai 2008
Pfingstsonntag - Unglaube

Dass mir mein „Esel“ den Internetzugang nicht freigibt enttäuscht mich recht stark. Ich fühle mich ziemlich demotiviert und bekenne das vor Gott als Unglaube. Nachdem ich die letzten drei Wochenberichte nochmals gelesen habe, bin ich wieder versöhnt. Am 23. April 2008 schrieb ich, dass sich mein „Esel“ auf außergewöhnliche Weise in den Ruhezustand abgemeldet hatte. Seit jenem Abend hatte der „Esel“ keine Internetverbindung mehr zugelassen. 


12. Mai 2008
Pfingstmontag - 19. Bitte im Schmone Essre Gebet

Gestern Abend hat der 19. Tag der Internetblockade meines „Esels“ begonnen. Damit ist der bisherige Rekord von 18 Tagen gebrochen. Am 9. April hatte ich auf den möglichen Zusammenhang zum Schmone Essre Gebet hingewiesen. In der Nacht liege ich längere Zeit wach und natürlich studiere ich an meinem „Esel“ herum. Mit dem 19. Tag kommt mir die 19. Bitte im Schmone Essre Gebet in den Sinn. Diese Bitte steht am Anfang einer tragischen und leidvollen Geschichte zwischen Juden und Christen, die im Holocaust ihren Höhepunkt gefunden hat. Diese 19. Bitte sollte unbedingt nicht mehr gebetet und aus dem Gebetbuch entfernt werden. Es ist meine Absicht diesen Gedanken in meiner geplanten Internetseite zu publizieren. Ich muss an die heutige Lernstunde mit meinem Lehrer denken und nehme mir vor, ihm von meinen Gedanken zu erzählen und auch von den feinfühligen Reaktionen meines „Esels“.

In der Lernstunde sprechen wir ausgiebig über Bileam und warum er ein Bösewicht war oder nicht. Ich vertrete als direkt Betroffener eine andere Ansicht als mein Lehrer. Das ist verständlich, da er das Verhalten meines „Esels“ zum ersten Mal so ausführlich beschrieben hört. Als Ingenieur hat er Mühe zu glauben, dass es nicht einfach technische Probleme sind, die durch geeignete Maßnahmen gelöst werden können. Kommt dazu, dass mich die Geschichte von Bileam schon seit vielen Jahren fasziniert und beschäftigt hat. Ich kann im Verhalten Bileams (4. Mose Kapitel 22 - 24) nichts Anstößiges feststellen, abgesehen vom Schlagen des Esels. Dass Bileam letztlich durchs Schwert umgekommen ist und offenbar ein schlechtes Ende genommen hat, hat nichts mit seinem früheren Verhalten zu tun. Der Gerechte kann, wenn er später sündigt, sich nicht auf seine frühere Gerechtigkeit berufen (Hesekiel 33,12).

Um 23 Uhr, nach zwei Stunden Schlaf, bin ich wieder wach. Ich denke über unser Lehrgespräch nach und bin dankbar, dass mein Lehrer die Sache mit der 19. Bitte im Schmone Essre Gebet ähnlich sieht wie ich. Seiner Ansicht nach liegt das Problem darin, dass dem heutigen Judentum die Inspiration fehlt und Gebete nicht einfach so geändert werden können. Es gebe auch anderes, das der Anpassung harre, sagt mein Lehrer. Seine große Sorge ist das Auseinanderdriften des Judentums. Auf der einen Seite die ultra orthodoxen und auf der andern Seite die säkularen Juden. Was nicht ist, kann aber noch werden, sind wir beide überzeugt.

Mir kommt Hesekiel 37 in den Sinn und ich stehe auf um zu lesen. Da steht es schwarz auf weiß, Vers 14: „Und ich werde meinen Geist in euch legen, und ihr sollt leben; und ich werde euch wieder in euer Land bringen; und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. Ich habe es gesagt und werde es auch tun, spricht der HERR.“ (Schlachter Bibel 2000)


22. Mai 2008
Donnerstag - Ruhezustand oder Ruhestand des "Esels"?

Mein "Esel" scheint nicht nur im Ruhezustand sondern im Ruhestand zu sein, was das Internet betrifft. Seit dem 21. April 2008 konnte ich ihn nicht ins Internet bewegen. Mehr als ein ganzer Monat ohne Internetverbindung! Am 23. April 2008 hatte sich mein "Esel" auf spezielle Art verabschiedet.


23. Mai 2008
Freitag - Lag BaOmer

Es ist 1 h 30. Aus der weiteren Nachbarschaft tönt immer noch Musik. Die machen offenbar Freinacht und lassen auch mich wenig schlafen. Am Vorabend hat „Lag BaOmer“ begonnenen, der 33. Tag zwischen Pessach und Schawuot. Dieser Tag ist wie Aufatmen in einer Trauerperiode, in der wir uns befinden. Ab diesem Tag dürfen die Haare wieder geschnitten werden.

Auch in unserem Haus bzw. vor dem Haus wurde gefeiert. Ein großes Feuer stand im Zentrum. Den Rahmen machte ein Chasan, begleitet von einem Keyboard, mit passenden Liedern. Dazu gab es Tranksame und eine Süßigkeit zum Essen. Anlass für diesen Tag ist das Gedenken an Schim’on Bar Jochai, ein Chassid zur Römerzeit, der wichtige mystische Schriften verfasst hat und als Heiliger verehrt wird. Sein Grab befindet sich in Meron bei Zafat in Galiläa, wohin jedes Jahr viele Chassidim pilgern für spezielle Zeremonien, eben auch mit einem Feuer.


26. Mai 2008
Montag - weiteres Fazit

Morgen werde ich für 6 Wochen in die Schweiz verreisen. Zeit, mir nach weiteren drei Monaten Aufenthalt in Jerusalem Rechenschaft abzulegen. Bilanz kann ich immer noch nicht ziehen. Aber ein weiteres Fazit will ich wagen. Nun, die mir am 12. April 2004 in einem Traum verheißene Lehre in Jerusalem hat so richtig begonnen. Ich habe einen guten Lehrer und besonders die Erfahrungen mit meinem „Esel“ haben mich in der Gewissheit bestärkt, vom Vater im Himmel geführt zu sein. 


8. Juli 2008
Dienstag - ich werde nicht erwartet

Zurück in Israel. Zu meiner Enttäuschung werde ich in der Residenz nicht erwartet. Meine mündliche Vorausanmeldung wurde nicht gespeichert im Computersystem. Zuerst muss ein Zimmer gereinigt und vorbereitet werden. Der Ausbaustandard entspricht nicht dem bisherigen Zimmer. Dafür klappt die Internetverbindung bestens.


9. Juli 2008
Mittwoch - Internetverbindung ist "Chefsache"

Um ca. 21 h bin ich eingeschlafen. Um ca. 22 h habe ich folgenden Traum:

Ich will jemandem beweisen, dass mein Internetanschluss wieder funktioniert. In der Residenz eile ich zu meinem Computer. Dabei drängen wir uns, ich voraus, an orientalisch/asiatischen Pflegehelferinnen vorbei. Beim Computer wartet der „Chef“. Ich lasse dem „Jemand“ den Vortritt und bitte ihn an den Computer. Die Verbindung klappt nicht! Der „Chef“ bestätigt mir, dass ein Angriff auf „Google“ und „Mantel“ erfolgt.

Realitätsbezug
Als ich gestern in der Residenz ankam, hatte ich ausgezeichnete Internetverbindung via ein Wireless-Netz. Auch heute klappte es den ganzen Tag. Erst als ich zwischen Mincha (Mittagsgebet) und Maariw (Abendgebet) das Mailprogramm aufrufen wollte, war die Verbindung nicht mehr möglich.

Wesen
Ich will jemandem beweisen, dass die Internetverbindung klappt. Sie klappt aber nicht.

Sinnbild
Meine Internetverbindung ist „Chefsache“. Im Hintergrund, „Mantel“, spielen sich Kämpfe ab.

Anruf
Lerne Vertrauen in den „Chef“.


13. Juli 2008
Sonntag

Prompt zu Wochenbeginn ist die Internetverbindung wieder da. Im Hinblick auf meinen Traum vom 9. Juli 2008 bin ich nur vorsichtig optimistisch. Die Verbindung wird denn auch mitten in einem Computer-Telefongespräch unterbrochen. Sich aufregen bringt nichts. Vergiss es nicht: Die Internetverbindung ist Chefsache. Später kann ich das Telefongespräch wieder aufnehmen.

Mit dem Versand der bisher verhinderten Tagebucheinträge will ich Donnerstag, mein üblicher Versandtermin, abwarten. Ich möchte nicht eigenmächtig werden.


14. Juli 2008
Montag

Während ich am Nachmittag über das Internet telefonieren will bricht die Internetverbindung wieder einmal ab. Wenn diese nicht „Chefsache“ wäre, würde ich ziemlich unwillig werden. So bin ich einfach rat- aber nicht hoffnungslos.


15. Juli 2008
Dienstag - Visumgesuch-Anmeldung

Heute klappt die Internetverbindung. Ich kann mich nach x Fehlverbindungen für ein Visumsgesuch telefonisch beim Innenministerium anmelden.


16. Juli 2008
Mittwoch - Visum für 6 Monate erhalten

Nach zwei Stunden habe ich es geschafft. Mein Gesuch für ein jähriges Visum wurde mit 6 Monaten bewilligt. Man traut offenbar meinen Motiven nicht so ganz. Zusätzlich zum obligaten Formular musste ich einen Aufsatz über meine Beweggründe schreiben. Meine besten Erfahrungen im Leben habe ich damit gemacht, völlig bei der Wahrheit zu bleiben, was ich auch jetzt getan habe. Dass man auf den Hinweis von Gottes Willen eher ratlos reagiert, ist nicht neu für mich. Unverständnis hat vor allem die Tatsache ausgelöst, dass meine Frau nicht mit mir hier ist.


17. Juli 2008
Donnerstag - Sammelmail nach 3 Monaten

Auf den Tag genau vor 3 Monaten habe ich meine letzten Tagebuchnotizen per E-Mail versenden können. Heute scheint die Internetverbindung zu klappen. Ich benutze die Gelegenheit gern, die Mailempfänger auf den neusten Stand meiner Informationen zu bringen.


17. Juli 2008
Donnerstagabend - der Computer, ein fehleranfälliges Werkzeug

Mein „Esel“ gibt mir wieder einmal Rätsel auf. Nach dem Maariw (Abendgebet) öffne ich den Deckel. Der Computer befindet sich nicht schlafend und hat unter dem Deckel eine ordentliche Wärme entwickelt. Ich muss an das Geschehen vom 3. Mai 2008 denken, als mein „Esel“ eigenartig reagiert hatte. Jetzt kann ich keinen Zusammenhang ausmachen. Auch im Gebet kommt mir nichts in den Sinn. Vorsorglich lasse ich den Computer angestellt. Wer weiß, ob mich eine dringliche Botschaft erwartet.

Mitten in der Nacht ist die Situation unverändert. Ich schalte den Computer völlig aus. Was ich gelernt habe: Der Computer hat keine Gottesersatzfunktion. Gott kann ihn wohl für bestimmte Zwecke gebrauchen, doch ist er ein gewöhnliches, fehleranfälliges Werkzeug, wie ich selber auch.


19. Juli 2008
Schabat - mein Lehrer steht nicht mehr zur Verfügung

Mein Lehrer hat am Nachmittag Dienst in der Synagoge. Meine Befürchtung, dass er mir nicht mehr zur Verfügung stehen kann, bewahrheitet sich. Er hat vor vier Wochen eine Stelle als Informatiker bei einer amerikanischen Firma angetreten und ist damit voll ausgelastet. So verliere ich meinen Lehrer und mein Internetprojekt wird für den Moment blockiert. Beides stelle ich mit Bedauern fest. 


23. Juli 2008
Mittwoch - Schatz im Acker - Talfahrt

Nach vier Stunden Schlaf gehen mir viele Gedanken durch den Kopf. Ich überdenke vor allem meine Situation hier. Ich fühle mich völlig auf Gott geworfen. Es gibt keinen Menschen und keine Materie, auf den oder die ich mein Leben setzen möchte oder könnte. Meine Habseligkeiten finden in zwei Koffern Platz. Ich bin nackt in diese Welt gekommen und werde einmal nackt aus dieser Welt herausgehen. Mir geht das Gleichnis von Jesus vom Schatz im Acker durch den Kopf (Matthäus 13,44). Ich ahne, dass dieses Gleichnis auf mich zutrifft. Der Gedanke macht mich glücklich.

Anschließend träume ich:
„Ich bin mit dem Fahrrad auf einer Talfahrt. Die Bremshebel stehen an. Ich halte die Situation nur mit Mühe unter Kontrolle. Hinzu kommt, dass ein Kabel (Gang oder Licht) defekt ist.“
Dieser Traum bringt mich auf den Boden der Realität zurück. Sein Anruf: „Werde nicht euphorisch, unternimm, was in deiner Macht steht!" (Fahrradunterhalt)


27. Juli 2008
Sonntag - fehlendes Licht

Die letzten Tage waren für mich zu turbulent, als dass ich mein Tagebuch laufend hätte führen können. Ich gebe deshalb die Ereignisse protokollarisch wieder:

Es begann am Donnerstag 24. Juli 2008. Gegen Abend hin plagten mich Bauchschmerzen. In der Nacht weiteten sie sich zu kolikartigen Anfällen aus. Der Schlaf war entsprechend gestört. Am Freitagmorgen „verschrieb“ ich mir vom Buffet selber eine Diät. Zudem kaufte ich Kamillentee, der mir gut tat. Im Laufe des Tages wurde ich beschwerdefrei. Nach Schabat-Beginn überlegte ich mir, ob ich es wohl wagen könne das Abendmahl wie gewohnt zu nehmen. Ich entschloss mich dazu und aß neben Brot auch anderes. Das war falsch. Schon bald meldete sich das Bauchgrimmen in verstärktem Maß zurück. An Schlaf war nicht viel zu denken. Zudem begannen mich Brechreize zu quälen; eine recht zermürbende Angelegenheit. Gegen den Morgen hin war es dann soweit. Ich musste mich übergeben. Zwei gewaltige Magenstöße erschütterten mich und schlugen mir förmlich in den Rücken. Ich kann mich nicht erinnern so etwas je erlebt zu haben. Die Sache brachte mich auch psychisch an die Grenze. Erstmals seit meinem Israelaufenthalt überfiel mich der Wunsch in der Schweiz zu sein. Wie wohltuend wäre jetzt doch die pflegerische Fürsorge meiner Frau! Eine richtige Anfechtung. Die Einsamkeit drückte schwer.

Am schlimmsten war aber mein Schuldgefühl. Dass ich mit dem Essen am Freitagabend eine Dummheit begangen hatte, wäre noch hinnehmbar gewesen. Dass ich aber Jesus Christus verraten hatte, belastete mich schwer. Ich musste mir nämlich eingestehen, dass ich das Abendmahl vor allem wegen der wohltuenden Wirkung des Weins genommen hatte und nicht primär um der Erlösungstat von Jesus Christus für die Welt zu gedenken. Ich fühlte mich tief gedemütigt und bat Gott um Vergebung. Mir kam auch die Fahrrad-Talfahrt in meinem Traum vom 23. Juli 2008 in den Sinn. Das defekte Kabel identifiziere ich nachträglich als Lichtkabel, das der Reparatur bedarf. Dazu brauche ich Gottes Hilfe.


29. Juli 2008
Dienstag - Ausweg aus der Krise

Mein internes Los gibt mir einen Hinweis zur Überwindung meiner am Sonntag beschriebenen Krise, um von der Talfahrt auf die Ebene zu gelangen:

Psalm 143,10: „Lehre mich Deinen Willen zu tun, denn Du bist mein Gott. Dein guter Geist leite mich auf ebenem Land.“ (Eigenübersetzung)


Und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine bestätigt:

Psalm 27,14: „Hoffe auf den Ewigen! Sei stark und dein Herz werde kräftig! So hoffe auf den Ewigen!“
(Eigenübersetzung)

Euphorie will ich vermeiden, aber Mut darf ich fassen.


4. August 2008
Montag - eine deutliche Mailmeinung

Gestern habe ich folgende Mail erhalten:

Danke für deinen Bericht. Meine Meinung ist, dass du nun genug Zeichen vom Himmel bekommen hast, dass du zu deiner Religion (Jesus Christus) den du im Begriff bist zu verraten, zurückkehren solltest, auch zu deinem Heimatland und zu deiner dir von G'tt anvertrauten Familie. Wie viele Prüfungen muss dir der lb. G’tt noch schicken bis zu merkst, dass du dich jetzt auf dem Holzweg befindest?
So wie du das anpackst kann man nie und nimmer zum Judentum gelangen.
ich wünsche dir einen klaren Kopf der fähig ist für dich und die deinen die richtigen Entschlüsse zu ziehen.
Dazu hazlacha und schalom und zwar einen inneren und äußeren Frieden!!!
Noch im Sinne vom 1. August, heil dir Helvetia, hast noch der Söhne da!!!!

Es stimmt, ich habe nach einigen Monaten Israel schon viele Zeichen von Gott erhalten. Gleichwohl ist der Weg in die Zukunft nicht offenbar. Das entspricht aber völlig der Verheißung vom 12. August 1980, in der ich aufgefordert bin meine Hand in diejenige unseres Himmlischen Vaters zu legen und mich von Ihm führen zu lassen.

Auch wenn ich noch keinen großen Erfolgsausweis vorzuweisen habe, fände ich es absurd den Weg an der Hand Gottes nach 28 Jahren aufzugeben. Deshalb habe ich heute ein Flugbillett in die Schweiz und retour nach Israel für den Herbst gebucht. Ich fühle mich damit im Frieden.


11. August 2008
Montag - tröstende Mails

Auf die „spitze“ Mail gemäß meinem Tagebucheintrag vom 4. August 2008 habe ich verschiedene tröstende Mails erhalten. Am meisten beeindruckt hat mich diejenige meines Seelsorgers mit folgendem Zitat aus Römer 11, 33-36:

„O die Tiefe der Reichtümer und die Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich ist sein Gericht! Wie unerforschlich sind seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn gekannt? Wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas gegeben damit er es ihm zurückzahle? Denn aus ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre für immer! Amen!“ (Nach Das jüdische Neue Testament, übersetzt von David H. Stern)


12. August 2008
Dienstag - Verheißung und Fragen/Antworten

Heute sind es auf den Tag genau 28 Jahre, dass ich eine Verheißung in einem charismatischen Gottesdienst für mich genommen hatte:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“

Dankbar schaue ich auf diese 28 Jahre zurück. Wie viel Führung und Bewahrung Gottes waren doch in dieser Zeit enthalten! Vor 14 Jahren, (Halbzeit), realisierte ich, dass das verheißene Land Israel ist. Ich war damals sozusagen in der Pubertät. Heute fehlt nicht mehr so viel zum Erwachsensein. Das Leben ist spannend, wie der folgende Mailaustausch (Fragen/Antworten) deutlich macht:

1. Glaubst Du, dass es im Sinne von Gott sein kann, dass Du Deinen Liebsten Leid zufügst?
Antwort:
Aus meiner Sicht stehen zwei Aspekte im Vordergrund:
a) Das Reich Gottes
Jesus Christus sagt in Lukas 18,29+30:
"29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen,
30 der nicht Vielfältiges empfangen wird in dieser Zeit und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben." 
(Revidierte Elberfelder Bibel)
Im Reich Gottes gelten andere Maßstäbe als rein humanistische.
b) Zwei Seiten.
In einem Konflikt gibt es mindestens zwei Seiten die man betrachten muss. (Ich lasse einmal die Kinder beiseite, weil diese längstens flügge und ausgeflogen sind.) Du betrachtest lediglich die Seite meiner Frau. Ich weise darauf hin, dass ich meinerseits auch leide. Ich bin nicht zu meinem "Plausch" hier in Israel, sondern weil ich es als Auftrag Gottes erkannt habe. Ich lebe hier ziemlich spartanisch: - spärliche menschliche Kontakte, - beschränkte Aktivitäten, - seit kurzem völlig alkoholfrei. Das Leben in der Schweiz wäre um einiges angenehmer.
Mein inniger Wunsch wäre, dass mir meine Frau nach Israel nachfolgt. Wir hätten hier in der Altersresidenz eine gute Wohnsituation. Meine Frau ist aber momentan leider nicht einmal bereit diese Variante vor Gott zu prüfen.


2. Woher nimmst Du die Gewissheit, dass Gott Dir im Traume Aufträge erteilt?
Antwort:
Es ist eine Glaubensfrage die durch Erfahrungen erhärtet wurde. Bereits vor Jahren hatte mich mein damaliger Seelsorger auf meine Träume angesprochen und mir Anleitung zur Auslegung gegeben. In der ganzen Bibel (Altes und Neues Testament) spielen Träume immer wieder eine bedeutende Rolle.


3. Warum sollte er gerade Dir Aufträge erteilen?
Gegenfrage:
Warum nicht? Welche handfesten Gründe sprechen dagegen?


4. Was unterscheidet Dich denn von Millionen anderer Menschen?
Antwort:
Ich betrachte mich als gewöhnlichen Menschen. Ich bin ein sündiger Mensch wie Du und Milliarden anderer Menschen auch. Viele Menschen sind für das Reich Gottes berufen. Bitte lies das Gleichnis Jesu vom Sämann. (Matthäus 13,1-23)

5. Was waren denn in Deinem Leben die herausragenden Taten, die Dich für eine solche Privilegierung berechtigen?
Gegenfrage:
Wer sagt, dass es herausragender Taten bedarf um in das Reich Gottes zu gelangen?
Nehmen wir den biblischen Propheten Jona. Das Wort Gottes gelangte zu ihm. Von irgendwelchen herausragenden Taten ist nichts zu lesen in der Bibel. Ich selber wurde im Selbsterfahrungsseminar als ein fliehender Jona identifiziert. Ich hatte versucht Gottes Auftrag zu entkommen. ER hatte mich eingeholt. Gnädigerweise habe ich, wie der biblische Jona, einen zweiten Auftrag bekommen. Ich will mich hüten zu schmollen, wenn mir Gott etwas zumutet, das nicht meinem Willen entspricht.

6. Was für einen Auftrag sollst Du denn in Israel erfüllen, den Du nicht genau gleich in der Schweiz erfüllen könntest?
Antwort:
Der Auftrag ist noch nicht klar. Ich befinde mich gemäß meinem Traum vom 12. April 2004 in einer praktischen Lehre in Jerusalem. Nach erfolgreichem Lehrabschluss dürfte die Sache klarer werden.


7. Gott dienen heißt doch Deinen Mitmenschen und in erster Linie Deinen Liebsten dienen.
Antwort:
Das ist rein humanistisch gedacht. Ich bin mit Dir einverstanden, dass der Dienst an den Mitmenschen entscheidend ist. Nach meinem Glauben braucht es aber die Vollmacht Gottes, wenn unser Dienst Bestand haben soll.

8. Hast Du nicht immer nur Dein Wohl, dein seelisches Wohl im Auge?.
Antwort:
Es stimmt. Mein seelisches Wohl ist mir wichtig. Ich denke, dass das nicht falsch ist. Während Jahren war ich seelisch nicht im Gleichgewicht. Ich brauchte sogar psychiatrische Hilfe. Wenn ich selber nicht im Gleichgewicht bin, kann ich niemand anderem helfen. Mein Wohl ist eine gute Voraussetzung auch für andere.


9. Ist Dein Blick nicht ausschließlich auf dich selbst gerichtet?
Antwort:
Nein. Ich bin primär offen für Gott. Von Gott her erwarte ich die Aufträge an meinen Mitmenschen.


10. Und bist Du nicht völlig unempfindlich geworden für das Leid, das Du Deinen Liebsten zufügst.?
Antwort:
Siehe Antwort zu Frage 1.


Wäre es nicht im Sinne Gottes, wenn Du diese Frage ehrlich vor dir selbst beantworten würdest?
Antwort:
Es ist ein Prinzip meines Lebens mir und meinen Mitmenschen gegenüber möglichst ehrlich zu sein.


15. August 2008
Freitag - Grundlagen des jüdischen und christlichen Glaubens

Der Kommentar vom britischen Oberrabbiner Jonathan Sacks zum jüdischen Wochenabschnitt in 5. Mose 3,23 - 5. Mose 7,11 spricht mich an.

Die Grundlagen des jüdischen und christlichen Glaubens sind in diesen Kapiteln niedergelegt (10 Gebote - Warnung vor Götzendienst - „Schma Israel“, „Höre Israel“ - Verehrung des einzigen Gottes). Der Oberrabbiner weist auf die weltumspannende Bedeutung dieser Glaubensgrundlagen hin. Mehr als die Hälfte der 6 Milliarden Weltbevölkerung ist im Genuss dieser Grundlagen mit seinen ethisch-politischen Auswirkungen. Er hebt speziell die USA hervor, die tief von den biblischen Werten seit der Unabhängigkeit geprägt sind und betont die fundamentale Wichtigkeit der Trennung von Kirche und Staat.


1. September 2008
Montag - jüdischer Monat Elul

Die Monate haben im Judentum eine viel wichtigere Bedeutung als im Christentum. Sie orientieren sich ganz eng an den Mondphasen. Es gibt auch eine spezielle Gebetsliturgie am Monatsanfang. Seitdem ich keinen Lehrer mehr habe, orientiere ich mich weitgehend im Internet. Im Zusammenhang mit dem heute beginnenden Monat Elul bin ich bei haGalil.com wie folgt fündig geworden:

„Der Elul ist der letzte
Monat im jüdischen Kalender.

Er dient der Vorbereitung auf das Neujahrsfest am 1. Tischri (Tischri ist der Name des ersten Monats im jüdischen Kalender). Der Elul fällt meist in die Zeit August/September, der Tischri liegt im Zeitraum September/Oktober.

Im Elul wird an jeden Morgen bei der Andacht in der Synagoge der Schofar geblasen, um daran zu erinnern, dass mit dem neuen Jahr die gewaltigsten Tage im jüdischen Kalender näher rücken. Am 10. Tischri ist Jom Kippur, der Versöhnungstag.

Aus den Tiefen rufe ich, G'tt' zu dir:
G'tt, höre meine Stimme!

Der Elul hat 29 Tage und spielt unter den Monaten etwa die gleiche Rolle wie der Freitag unter den Tagen: Elul ist gewissermaßen der Rüstmonat des Rosch haSchanah, des Neujahrsfestes. Denn nur das religiöse jüdische Jahr hat mit dem Monat Nissan (Pessach) begonnen, das bürgerliche beginnt am 1.Tischri, dem ersten Tag des Neujahrsfestes.

Der Elul ist also der letzte Monat des bürgerlichen und der sechste Monat des religiösen Jahres. Er ist ganz und gar Rüste auf Neujahr und Versöhnungsfest und wird im Vorbedacht auf jene großen »furchtbaren Tage« des Gerichts, der göttlichen Abrechnung hin gelebt. Die Gedanken zum Monat Elul sind ausgerichtet auf die kommenden 'Hohen Tage'.

Jeden Morgen wird Schofar geblasen, ein Mahn- und Weckruf des Gewissens, das in diesem Monat immer tiefer aufgerührt wird.

Man sagt, dass unser Lehrer Mose nach seiner Empörung und Verzweiflung über das goldene Kalb am Rosch Chodesch, dem 1. Elul, wieder auf den Sinai gegangen und am Jom Kippur, dem Versöhnungstag, am 10. Tischri mit den neuen Tafeln zurückgekehrt sei. Vierzig Tage war er auf dem Berg, vierzig Tage tat unten das Volk Buße, und diese vierzig Tage vom 1.Elul bis zum 10.Tischri sind ein für alle Male die Zeit der Teschuwah, der Ein- und Heimkehr der jüdischen Seele. Von Tag zu Tag steigert sich die Leidenschaftlichkeit der Teschuwah.

Schon in diesem ganzen Monat wünscht man einander in jedem Brief ein gutes neues Jahr mit Hinblick auf die durch Teschuwah zu erreichende Vergebung. Im Elul lassen die Frommen von Sachverständigen ihre Tefilin und Mesusot überprüfen. Im Elul sucht jeder so viel Mitzwot, schöne Pflichten, zu erfüllen, wie er nur kann.
Die letzten Tage vor Rosch HaSchanah (wenn dieses auf einen Montag oder Dienstag fällt, vom 21. oder 22. Elul, sonst ab Sonntag vor dem Neujahrsfest) sind die Slichoth Tage. Es sind dies die Tage der besonderen Bußgebete, mit denen man schon am frühesten Morgen vor Sonnenaufgang beginnt; Gesänge voller Bereitschaft zur Einkehr, voller Hingabe und Selbstaufgabe wie die folgenden (auch in den Kol-Nidre-G'ttesdienst eingefügten) Slichah-Strophen:

Denn sieh, wie der Lehm in des Töpfers Hand - wie er will, macht er weit, wie er will macht er eng - so sind wir in deiner Hand, der du Gnade bewahrst; schau auf den Bund und wende dich nicht zum Trieb.
Denn sieh, wie der Stein in des Steinhauers Hand - wie er will, erfasst er, und wie er will, zerschlägt er - so sind wir in deiner Hand, gütiger und verzeihender G'tt.
Denn sieh, wie das Glas in des Glasbläsers Hand - wie er will, formt er, und wie er will, schmelzt er - so sind wir in deiner Hand, der du Frevel und Irrtum vergibst.
Denn sieh, wie der Teppich in des Wirkers Hand - wie er will, wirkt er grad, wie er will, wirkt er schräg - so sind wir in deiner Hand, eifriger, rächender G'tt.
Denn sieh, wie das Feuer in des Schmiedes Hand - wie er will, bläst er an, wie er will, bedeckt er es - so sind wir in deiner Hand, der du den Atem einhauchst, schau auf den Bund und wende dich nicht zum Trieb.

Vom ersten Slichoth-Tag an fasten viele immer den halben Tag in der Weise, dass sie erst nach dem Minchagebet, das sie aber schon zu seiner frühest erlaubten Zeit verrichten, gegen halb ein Uhr mittags, die erste Mahlzeit zu sich nehmen. Ebenso fastet man am Erew Rosch haSchanah, am Rüsttag zum Neujahr, bis Mittag. Und ebenso wie der neunte Aw als allgemeiner Trauertag die persönliche Trauer des Schiw'a-Sitzenden aufhebt, der dann also sein Haus verlassen und im Bethaus mit der Gemeinde trauern und beten soll, ebenso kommt der Schiw'a-Sitzende auch am Erew Rosch haSchanah Slichoth sagen. An diesem Morgen beginnt der G'ttesdienst noch früher, und vorher, also unbedingt vor Tagesanbruch, nimmt man ein weniges zu sich. Am Nachmittag reinigt man sich von Kopf bis Fuß und geht auch in die Mikwa, ins Tauchbad. Und man zieht womöglich - vielfach allerdings erst am zweiten Abend - neue Kleider an."

"Gib Ehrfurcht vor dir, G'tt, unser G'tt, auf all deine Geschöpfe und Schrecken vor dir auf alles, was du geschaffen hast, damit alles Werk dich fürchte und alles Erschaffene sich vor deinem Angesicht beuge, damit sie alle ein Bund werden, deinen Willen zu tun von ganzem Herzen, so wie wir erkennen, G'tt, unser G'tt, daß die Herrschaft bei dir ist. Dann jauchzen die Gerechten, dann schließt das Unrecht seinen Mund, und alles Übel muss wie Rauch vergehen; du tilgst die Herrschaft der Willkür von der Erde."


10. September 2008
Mittwoch - Kette der Geschlechter

Für heute ist ein Ausflug in die Natur angekündigt mit Besuch der Westmauer (Klagemauer). Von der Natur sehen wir allerdings nicht viel. Die „Kette der Geschlechter“ ist eine hoch technisch ausgestattete Erinnerungsstätte in nächster Nähe zur Westmauer. Angefangen mit einem Diavortrag geht es anschließend auf eine mehrstöckige Wanderung durch die verschiedenen Epochen. Ausgestattet mit Kopfhörern und Wiedergabegerät machen wir uns auf den Weg. Beindruckende Glasskulpturen, künstlerische Beleuchtung und Audioeffekte versetzen uns um Jahrtausende zurück, beginnend mit Abraham, Isaak und Jakob. Dieses Volk der Juden ist schon etwas ganz besonderes. Mir wird die Heilsgeschichte Gottes bewusst und ich bin froh, dass diese noch nicht abgeschlossen ist und dass ich Teil davon sein darf.


18. September 2008
Donnerstag - Ende des ersten Lehrjahrs

Ich stehe praktisch am Ende der 3. Israel-Periode und am Ende des ersten Lehrjahres (November). Bilanz kann ich immer noch nicht ziehen, aber ein Fazit will ich wiederum wagen:

Die dritte Israel-Periode war am normalsten, was immer „normal“ heißt. Ich lernte und wohnte und wohnte und lernte. Das Internet funktionierte ohne großen Unterbruch. Der tägliche Lauf zum Rosengarten, wo ein Schattenplatz auf mich wartet, fehlte kaum an einem Tag. Die Tage glichen sich stark. Gerade diese Normalität löste aber auch Anfechtungen aus; innere und äußere. Mein Hauptanliegen ist, an der Hand unseres Himmlischen Vaters zu bleiben und auf die Erfüllung „meiner“ Verheißung zu warten.


19. Januar 2009
Montag - das zweite Lehrjahr hat begonnen

Ich stehe am Ende meiner vierten Israel-Periode und gebe mir über die letzten zwei Monate Rechenschaft. Mein zweites „Lehrjahr“ hat im November begonnen. Ich bin bestrebt voranzukommen, indem ich vor allem Hebräisch lerne. Nachdem ich mich in einem Ulpan für Privatstunden erkundigt hatte entschloss ich mich aber, aus finanziellen Überlegungen, mein Eigenstudium voranzutreiben. In der Wochenzeitung Schaar la Matchil (Tor für den Anfänger) habe ich eine gute Grundlage gefunden. Die Zeitung ist in leichtem Hebräisch geschrieben, d.h. teilweise punktiert, so dass ich die Aussprache erkenne. Zwei Rubriken interessieren mich besonders. Die eine heißt Schaar le Iwrit (Tor zum Hebräisch) und setzt irgendeinen Schwerpunkt über ein Thema, das von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Die andere Rubrik behandelt ein Thema aus dem Familienalltag. Neben dem Hebräisch lerne ich so auch etwas die israelische Mentalität kennen. Drei Schritte vorwärts, zwei zurück, so könnte man die Lernsituation charakterisieren. Pro Saldo gibt es also einen leichten Vorwärtsgang.

Zudem lese ich im Voraus den Wochenabschnitt (Schabat-Lesung einiger Kapitel aus der Torah) in Hebräisch. Ich gewöhne mich zunehmend an das Schriftbild des hebräischen Alphabets, so dass ich am Schabat jetzt weitgehend in der Lage bin der Lesung zu folgen, die nach meinen Begriffen in hohem Tempo erfolgt. Auch im Gebetbuch finde ich mich besser zurecht und ich kann dem Vorbeter schon recht gut folgen. Da auch hier das Tempo erheblich ist, stellt sich für mich die Frage, wie weit ich mich dem „Diktat“ des Vorbeters beugen soll oder wie weit ich der Verinnerlichung der Gebete Platz einräumen soll.

Ob ich das Lernziel erreicht habe, will ich meinem „Lehrmeister“, an dessen Hand ich mich immer noch weiß, überlassen. Ich hoffe es.


12. März 2009
Donnerstag - auf nächtlichen Impuls warten

Auf dem Schuk (Markt) treffe ich mit einer „alten“ Bekannten zusammen. Es ist die Vermieterin des Beit Yona, wo ich 2004 wichtige Traumerfahrungen gemacht hatte. Sie nimmt an meinem Erleben Anteil und weist mich auf das Machon Meir (Institut Meir) hin. Dort könne man Giur (Konversion) machen. Beim Besuch der Internetseite dieses Instituts stelle ich fest, dass hier auch ein Hebräisch Ulpan (Sprachschule) angeboten wird, wo Sprache und Religion eine wichtige Rolle spielen. Ich formuliere eine Anfrage per E-Mail, schicke die Post aber noch nicht ab, weil ich über Nacht in Erfahrung bringen möchte, ob das mein Weg sein könnte. Ich habe ja schon so manches Mal nächtliche Impulse erhalten.


13. März 2009
Freitag

Ohne neue Erkenntnis schicke ich die Post ab und bin auf die Antwort gespannt.


17. März 2009
Dienstag - Reaktion

Im Posteingang erscheint eine Mail des Direktors der Jeschiwa. Ich solle mich telefonisch mit dem Direktor des Ulpans in Verbindung setzen.


18. März 2009
Mittwoch - einmal mehr enttäuscht

Ich nehme telefonischen Kontakt mit dem Ulpandirektor auf und vereinbare ein Gespräch an Ort und Stelle. Frühester Eintritt ist der 26. April 2009.

Nach der persönlichen Vorstellung kann ich als Zuhörer in die Klasse Alef (unterste Stufe) sitzen. Der Stoff basiert auf einem Lehrbuch und ist für mich weitgehend Repetition. Hingegen bin ich überrascht, wie gut sich die Schüler bereits mündlich ausdrücken und verständigen können. Ich habe Verstehensschwierigkeiten, was eines Teils auf mein Hörproblem zurückzuführen ist, andern Teils aber mein Grundproblem darstellt, nämlich keine Übung in Konversation zu haben.

Leicht deprimiert mache ich mich auf den Heimweg.


19. März 2009
Donnerstag - Gott hat einen perfekten Plan

Ich habe den Ulpanbesuch innerlich abgeschrieben, da ich keinen Sinn darin sehe ständig bei „Adam und Eva“ zu beginnen.

Mein Trost: Damit habe ich mehr Zeit für das Studium der Paraschah (Wochenlesung aus der Torah) und der Wochenzeitung in leichtem Iwrit. Ich zweifle nicht daran, dass Gott einen perfekten Plan für mein Leben hat.


28. März 2009
Schabat - Opfer

Die heutige Paraschah (Wochenlesung aus der Torah) in 3. Mose Kapitel 1 bis und mit Kapitel 5, handelt von den Feueropfern die Gott seinem Volk Israel durch Mose in der Wüste befohlen hatte (Brandopfer, Speiseopfer, Friedensopfer, Sündopfer und Schuldopfer). Ich persönlich kann mit Feueropfern nichts anfangen, was aus meinem bisherigen Leben verständlich ist. Auch glaube ich nicht, wie viele Leute es tun, dass es einen dritten Tempel mit Feueropfern geben wird. Das heißt aber nicht, dass für mich Opfer bedeutungslos wären. Mit einem Opfer bringe ich Gott etwas dar, was ich lieb habe.

Gestern hatte ich „zufällig“ folgendes interne Los gezogen: Psalm 50,23. „Wer Dank opfert will Mich ehren und wird den Weg festsetzen. Ich will ihm vom Heil Gottes etwas zeigen". (Eigenübersetzung) Dieser Text sprach eindrücklich zu mir. Am gestrigen frühen Morgen hatte ich nämlich einen Traum, in dem ich beinahe in Panik ausgebrochen wäre. Der Traum schien mir bedeutungsvoll, gab von seinem Inhalt her aber kein rechtes Sinnbild ab. Dem Traum war folgendes vorausgegangen: Ich hatte um 4 Uhr extreme Schwierigkeit den Schlaf nochmals zu finden, wollte dies aber à tout prix, um am Tag fit zu sein. Unter großer Anstrengung gelang es mir schließlich doch nochmals zu schlafen. Nach dem Erwachen fühlte ich mich deprimiert. Was sollte dieser Traum? War der Grund für die drohende Panik mangelndes Gottvertrauen? Ich vermute es.

Ich überwand mich und opferte Dank, entsprechend meinem Losungstext. Das heißt, ich dankte Gott für das Erlebte anstatt in Selbstmitleid zu machen. Ich opferte eigentlich das Selbstmitleid, dem wir so gern verfallen. Damit setzte ich meinen Weg fest. Ich nahm mir vor in Zukunft nicht mehr à tout prix schlafen zu wollen, wenn ich nachts erwache.

Heute musste ich wieder um 4 Uhr auf die Toilette. Dann gedachte ich meines „festgesetzten Weges“. Ich sagte mir, es ist gut, auch wenn ich nicht mehr schlafen kann. Ohne jegliche Anstrengung entglitt ich nochmals in einen friedlichen Schlaf, ohne ängstigenden Traum. Halleluja!


1. April 2009
Mittwoch - Bibelhebräisch

In den letzten Tagen hat sich in mir ein Gedanke festgesetzt und mich freudig gestimmt. Nachdem ich in meinem Tagebucheintrag vom 18. März 2009 meine Enttäuschung über meine Erfahrung mit dem Ulpan Meir festgehalten hatte und ich am 19. März 2009 darauf beschloss einen weiteren Ulpanbesuch für mich zu begraben, bin ich zur Überzeugung gelangt, dass Gott mir in meiner „Lehre“ nicht das Sprechen des Modernhebräisch beibringen will sondern, dass ich mich mit dem Bibelhebräisch vertieft auseinandersetzen soll. Dazu habe ich ja mit der Paraschah (Wochenlesung aus der Torah) reichlich Gelegenheit. Jeden Tag studiere ich einen Teil des Urtextes und versuche ihn zu verstehen. Texte über die ich früher in Übersetzungen hinweg gelesen habe beginnen auf einmal zu leben. Das Judentum hat eine einmalige Geschichte. Dass Gott mit Seinem Volk nicht am Ende ist, fasziniert mich.


2. April 2009
Donnerstag - Thema Schlaf

Um 1 Uhr nachts muss ich auf die Toilette gehen. Anschließend flieht mich der Schlaf. Nach den gemachten und beschriebenen Erfahrungen wehre ich mich aber nicht dagegen, sondern lasse meinen Gedanken freien Lauf. Mir kommt meine „Vision“ vom Hochseilakt in den Sinn. Ja, ich mache immer noch eine Gratwanderung. Ein Absturz liegt im Bereich der Möglichkeiten, doch erinnere ich mich des Gesprächs mit Prof. Hell, Direktor an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich. Sein Rat: „bleiben sie geerdet“! Ich danke Gott für diesen Rat und auch dass Gott mich lehrt und formt. Dass das im 72. Altersjahr überhaupt noch möglich ist, ist ein kleines Wunder. Wie ich auf die Uhr schaue, sind zwei Stunden vergangen. Das beunruhigt mich aber nicht weiter. Irgendwann übernimmt mich der Schlaf nochmals.


4. April 2009
Schabat HaGadol

Schabat HaGadol bedeutet großer Schabat und ist derjenige unmittelbar vor Pessach. In der jüdischen Tradition hat dieser Schabat große Bedeutung, die ich hier nicht ausführen kann. Ich erwähne ihn aber, weil er auch für mich eine Bedeutung hat. Vor einem Jahr am Schabat HaGadol (19. April 2008) war ich zur Einsicht gelangt, dass ich aus eigener Anstrengung nicht jüdisch werden kann. Ich nehme an, dass die in meinem Lebenslauf beschriebene Aufforderung eines Chassid im Jahr 2006 eine Glaubensprüfung Gottes dargestellt hatte. Wenn es gleichwohl Gottes Willen sein sollte, dass ich jüdisch werde, dann hat Er eine andere Möglichkeit dazu. Davon bin ich fest überzeugt und mache mir keine Sorgen. Ich erwähne diese Gegebenheit nochmals, weil mir aus verschiedenen Äußerungen von Mailempfängern klar geworden ist, dass die Botschaft letztes Jahr nicht überall angekommen war.


8. April 2009
Mittwoch - Birkat HaChama

Heute wird im Judentum ein spezieller Segen gesagt, bestehend aus verschiedenen Psalmen und Gebeten. Birkat HaChama (Segen der Sonne). Anlass dazu ist die Tatsache, dass Sonne und Erde nur alle 28 Jahre die genau gleiche Stellung zueinander haben. Der Segen wird in möglichst großer Versammlung (Männer, Frauen und Kinder) gesprochen. Das Sonnen-Phänomen berührt mich in zweierlei Hinsicht besonders:
1. sind es rund 28 Jahre seit meinem Urknall Erlebnis (Wiedergeburtserlebnis), das ich in meinem Lebenslauf näher beschrieben habe.
2. finde ich es interessant, dass für die Juden die Schöpfung nicht abgeschlossen ist. Sie gehen von einer Art Evolution aus. Gott zu loben wie es die Juden tun, anstatt zu streiten wie es „Kreationisten“ und „Evolutionisten“ verbittert tun, finde ich sinnvoller.


12. April 2009
Ostersonntag - ein Traum

Ich erwache früh (nach 2 Uhr) an einem Traum. Da Träume seit meiner Wiedergeburt vor mehr als 28 Jahren eine große Rolle spielen in meinem Leben, nehme ich sie entsprechend ernst. Deshalb halte ich auch den heutigen Traum im Traumbuch fest:

"Ich bin mit jemand im Auto unterwegs. Nach einem Waldstück tritt ein Polizist auf die Strasse und hält uns an. Ich bin nicht zu schnell gefahren, geht es mir durch den Kopf. Der Polizist möchte den Führerausweis sehen. „Sie sind zu schnell gefahren.“ Im Portemonnaie greife ich zuerst nach dem Schiffsführerausweis; merke es und gebe dem Ordnungshüter den andern. Das sei auch nicht der Richtige, werde ich aufmerksam gemacht. Stimmt, ich habe ja seit kurzem ein Plastikkärtchen. Ich suche und suche, finde es aber nicht. Wie schnell ich eigentlich gefahren sei, will ich wissen. „50,7 h/km“. Ich lache laut heraus. Den Ausweis finde ich nicht, aber eine leere Plastikhülle. Jetzt kommt es mir in den Sinn. Ich habe mich für eine neue Stelle beworben und dazu Passfotos gebraucht."

Gefühle:
Leichter Schreck beim Anblick des Polizisten.
Belustigt, dass ich die Kleinigkeit von 0,7 h/Km schneller als das Erlaubte gefahren bin.

Wesen:
Polizei hält mich wegen 0,7 h/Km Geschwindigkeitsüberschreitung an. Ich finde den Führerausweis nicht im Portemonnaie, dafür eine leere Plastikhülle. Ich habe mich ja für eine neue Stelle beworben, kommt mir in den Sinn.
Aufgrund eines weiteren Traums ist mir folgendes Sinnbild klar geworden:

Sinnbild:
Du hast deine Augen nicht völlig unter Kontrolle bezüglich der Sexualität. Es stimmt. Ich gebe mir zwar Mühe meine Blicke von attraktiven Frauen abzuwenden, aber es gelingt mir noch nicht 100%ig.

Anruf:
Da gibt es nichts zu lachen! „Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird." (Matthäus 5,29, Revidierte Elberfelder Bibel)


18. April 2009
Schabat - ein weiterer Traum - Sinnesstörung

Ca. um 1 h träume ich intensiv. Dann erwache ich. Ich denke darüber nach. Die Träume sind so umfangreich, dass ich zuerst gar nicht ans Aufschreiben denke. Dann überwinde ich mich dazu. Die Bedeutung des wichtigsten Traums wird mir erst nach und nach klar.

"Ich gehe im Elternhaus ins WC pinkeln. Ich kann die Tür mit dem besten Willen, auch unter Kraftanstrengung, nicht schließen. Das Schloss klemmt. Während ich am Pinkeln bin trampelt der Mann, der seine gehbehinderte Frau regelmäßig über Schabat und Festtage in der Residenz besucht, herein. Seine Brille ist auf der rechten Seite „blind“. Er hat mich nicht gesehen und es ist uns beiden etwas peinlich im WC. Es habe im Badezimmer noch ein WC, mache ich ihn aufmerksam, während ich fertig pinkle. Er findet das WC nicht. Ich gehe hinauf um es ihm zu zeigen, bin zwar auch unsicher und öffne die Kastentüre. Hier ist es. Hinter einer andern Kastentüre ist die Dusche. Sowohl WC wie Dusche sind verstellt mit verschiedenen Dingen. Mutter hat den Gast offensichtlich nicht erwartet. Sie ist momentan nicht im Haus und macht mir den Eindruck überfordert zu sein. „Nicht verwunderlich bei ihrem Alter“, denke ich. Der Mann will wissen, was denn früher im Badezimmer war. „Eine Küche“, sage ich ihm."

Wesen:
Zusammentreffen im WC des Elternhauses mit dem Mann mit der „einäugigen“ Brille, der seine gehbehinderte Frau regelmäßig am Schabat und an den Feiertagen in der Residenz besucht. Es ist insofern wesentlich, als mir der Mann (er ist Cohen) in der Synagoge durch seine Inbrunst beim Beten auffällt.

Sinnbild:
Die Einäugigkeit des Mannes erinnert mich an meinen Traum vom 12. April 2009, dessen Anruf mit der Aufforderung Jesu geendet hat, das rechte Auge auszureißen, wenn es Anlass zur Sünde ist.

Anruf:
Ja, der Anruf vom 12. April 2009 stimmt.

PS
Meine Uhr zeigt, nachdem ich den Traum aufgeschrieben habe, 3 h 40. Ich verspüre überhaupt keinen Drang zum Wasserlösen, was äußerst außergewöhnlich ist. In aller Regel muss ich in der Nacht zwischen 1 h und 3 h auf das WC gehen.
Bevor ich ins Bett schlüpfe gehe ich auf die Knie, um Gott für Sein Wirken anzubeten. Mir kommt der 3. Mai 2008 in den Sinn und ich vergewissere mich, ob mein Computer im Ruhezustand ist. Er ist nicht!

Am 3. Mai 2008 hatte ich folgendes PS geschrieben:
„Ich sitze im Dunkel, weil der Strom am Schabat abgestellt ist. Die Müdigkeit drängt mich ins Bett zurück. Nach einer ersten minimalen Traumaufschreibung klappe ich das Notebook zu, um meinen „Esel“ zur Ruhe zu schicken. Er gehorcht nicht. Das Kontrolllämpchen erlischt nicht. Ich öffne den Deckel und die Traumaufschreibung ist sofort wieder da. Ich ergänze mit einer vorangehenden Traumerinnerung (1) und einer ausführlicheren Beschreibung des Traumes (2). Wieder will ich den „Esel“ zur Ruhe schicken. Ich klappe den Deckel erneut zu. Er geht nicht in den Ruhezustand. Auf den Knien kommt mir der Gedanke, dieses PS zu schreiben.“

Dass der „Esel“ daraufhin sofort schlafen ging, hatte mich vor einem Jahr stark beeindruckt.

PS zum PS
Diese Nacht wiederholte sich das Gleiche. Das zeigt mir die Bedeutungsschwere meines Traums an.
Längere Zeit konnte ich anschließend keinen Schlaf finden. Als ich auf die Uhr schaute, zeigte sie 3 h 15. Ich verstand die Welt nicht. Offensichtlich war ich einer Sinnesstörung beim Ablesen der Zeit an meiner Uhr unterlegen. Kurz darauf wurde mir eine andere Sinnesstörung bezüglich meines Geschmacksinns bewusst. Auf die Wiedergabe von Details dazu verzichte ich hier. Gott will mir offenbar etwas Neues bewusst machen. Ich bin gespannt.


20. April 2009
Montag - ich schäme mich für den Bundespräsidenten

In einem Tagesanzeiger-Blog über den Empfang des iranischen Präsidenten Achmadinetschad drücke ich meine Scham aus, Schweizer zu sein. Dass unser Bundespräsident vor dem Holocaustleugner und Möchtegern-Vernichter Israels buckelt, stößt mir sauer auf. Ich glaube nicht, dass die wirtschaftlichen Interessen der Schweiz ein solches Verhalten rechtfertigen. Wie sollte Gottes Segen darauf liegen?


25. April 2009
Schabat - Sinnesstörungen

In meiner Tagebuchnotiz vom 18. April 2009 hatte ich auf erlebte Sinnesstörungen hingewiesen und mich gespannt gezeigt, ob Gott mir etwas Neues bewusst machen möchte. In der zum heutigen Torahabschnitt (metzora=aussätzig) passenden Prophetenlesung (2. Könige 7, 3-20) finde ich eine Antwort.

Zuerst zum Inhalt der Lesung: Vier Aussätzige, waren vor das Tor der Stadt Samaria verbannt. Das Heer von Aram belagerte die Stadt und die Bewohner litten Hunger. Da beschlossen die Aussätzigen in ihrer hoffnungslosen Lage zu Aram überzulaufen, auf die Gefahr hin umgebracht zu werden. Nun zitiere ich die Bibel: „So machten sie sich in der Abenddämmerung auf, um ins Heerlager Arams zu kommen. Und sie kamen an den Rand des Heerlagers von Aram, und siehe, da war kein Mensch. Denn der Herr hatte das Heerlager Arams ein Getöse von Wagen und ein Getöse von Pferden hören lassen, das Getöse einer großen Heeresmacht. Da hatten sie einer zum andern gesagt: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten gegen uns angeworben, dass sie über uns kommen sollen. So hatten sie sich aufgemacht und waren in der Abenddämmerung geflohen. Sie hatten ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel zurückgelassen, das <ganze> Heerlager, so wie es war, und waren um ihr Leben geflohen.“ (Revidierte Elberfelder Bibel) Das war die Rettung für die Hauptstadt des Königreichs Israel. Ich empfehle die ganze Geschichte nachzulesen.

Offensichtlich war das Heer Arams einer Sinnesstörung zum Opfer gefallen. Meine Konsequenz: Gott, der hinter dieser Sinnesstörung steht ist der Gleiche, wie derjenige der hinter meinen Sinnesstörungen gestanden hat. Ich will für Sein Volk auch die gleichen Wirkungen heutzutage erwarten!


26. April 2009
Sonntag - Einblick in meine Psyche

Es ist nach halb zwei Uhr. Ich erwache und bin sofort präsent. Auf den Knien frage ich Gott, ob Er zu mir sprechen wolle.

Es fällt mir wieder auf, dass ich keinen Blasendruck spüre. Außergewöhnlich! Mir kommt der Traum vom 18. April 2009 in den Sinn. Mir wird klar, dass meine Blase sehr viel mit meiner Psyche zu tun hat; und mit der Überforderung meiner Mutter in meiner Kindheit. Ich war Bettnässer bis in die Oberstufe. Für mich war das sehr peinlich und für meine Mutter, mit vier Kindern, mühsam. Während meiner tief greifenden psychischen Krise (vier Psychiatrieklinik-Aufenthalte) ging ich auf die Suche nach den tiefer liegenden Gründen meiner Krise. Ich besuchte zwei so genannte Integrationsseminare bei einem früheren Seelsorger. Einmal in einer Sitzung ging mir auf, dass ich „unerwünschtes“ Kind gewesen sein musste. Meine Mutter, später daraufhin angesprochen, wusste nichts davon, außer, dass sie sich nach erstem Schreck nach der Schwangerschaftsrealisierung bald aufgefangen habe. Ich denke, dass sie ehrlich war. Klar ist auch, dass wir Menschen ja nur einen kleinen Bruchteil von dem was ins uns abgelaufen ist und abläuft, bewusst erfassen können. Mir scheint jedenfalls symptomatisch, dass meine Mutter im oben erwähnten Traum den Gast nicht erwartet hatte.

Für den Prozess meiner inneren Heilung danke ich Gott auf den Knien.


27. April 2009
Montag - Unerklärliches

Es gibt (vorläufig) Unerklärliches, ist meine neueste Erfahrung. Von Hand wasche ich meine Unterwäsche; alles weiße Sachen. Wie ich ein Unterleibchen in die Hand nehme entdecke ich zwei große, bräunliche Flecken auf der Vorderseite (Weinflecken nicht unähnlich), die vorher nicht dran waren. Alles Einseifen und Reiben nützt nichts. Kommt mir der gestrige Abend in den Sinn: Auf meinem Esstischchen hatte ich winzige, herumspazierende kleine Ameisen entdeckt, wie ich sie letztes Jahr an Datteln gesehen habe. Ursprung: ein Rätsel. Ich wohne jetzt in einem andern Zimmer und auf einem andern Stockwerk. Ich glaube, dass mir Gott den Hintergrund zeigen wird, sofern für mich wichtig. Könnte es eine gewisse Parallele zu den Sinnesstörungen sein? 


28. April 2009
Dienstag - bewegte Nacht

Ich erlebe eine relativ bewegte Nacht. Um 1 Uhr schreibe ich einen Traum auf, der einen Aspekt meiner Vergangenheit enthält. Ich finde aber keinen direkten Anruf. Um 3 Uhr bin ich wieder wach und meine Gedanken werden durch verschiedene Erfahrungen bewegt. Ich muss vor allem an das gestern beschriebene „Unerklärliche“ denken; an die Flecken auf meinem Unterleibchen. Ich besitze tatsächlich ein Unterleibchen mit Weinflecken, die ich ihm vor längerer Zeit durch Unachtsamkeit beim Transport im Rucksack, wegen einer schlecht gespülten leeren Weinflasche, zugefügt hatte. Dass ich aber die Flecken beim mehrmaligen An- und Ausziehen des Leibchens nicht gesehen habe empfinde ich als sehr erstaunlich. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Flecken so groß waren. Meine Augen müssen „gehalten“ worden sein; eigentlich auch eine Sinnestäuschung. Und die winzigen Ameisen? Ich kann mir ihre Herkunft in keiner Weise erklären. Vielleicht ein etwas gewagter Gedanke: die Zeichen vor Pharao und die Plagen Ägyptens. Woher kamen damals die Phänomene? 


30. April 2009
Donnerstag - Heilige

Ich beschäftige mich mit der Übersetzung des Wochenabschnitts vom kommenden Schabat (Kedoschim – „Heilige“; 3.Mose 19,1 – 20,27). Wie ich Vers 20,13 übersetzt und in die Datenbank aufgenommen habe, gibt mein „Esel“ einen Ton von sich, wie wenn ich ihm auf den „Fuß“ getreten wäre! Ich bin mir nicht bewusst eine falsche Taste betätigt zu haben. Hier die Übersetzung von J. Wohlgemuth und J. Bleichrode im Pentateuch: „Wenn jemand bei einem Manne liegt, wie man bei einem Weibe liegt, so haben beide eine Gräueltat begangen; sie sollen getötet werden, ihr Blut komme über sie!“

Die unmittelbar bevorstehende EuroPride Zürich (2. Mai – 7. Juni 2009) gibt mir zu denken. Auf deren Internetseite lese ich folgendes:

EuroPride 09 stellt den Medien ihr Programm vor – und wehrt sich gegen unlautere Angriffe.
Zürich, 29. April 2009 – An der heutigen Medienkonferenz haben die Organisatoren der EuroPride 09 ihr Gesamtprogramm vorgestellt – mit Schwerpunkt auf den kulturellen und gesellschaftspolitischen Veranstaltungen. Zudem bestätigte der Verein EuroPride 09, dass Strafanzeige gegen den Präsidenten der so genannten «Familienlobby» eingereicht worden ist. Weiter wurde das wegweisende Projekt «europride.tv» vorgestellt, eine Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste. Ferner: Bekannte Kulturinstitutionen machen mit bei der EuroPride 09.

Wo sind wir in der Schweiz gelandet? Kann unser Land noch gesegnet werden von Gott? Ich hatte die „Familienlobby“ im Februar mit einem Geldbetrag unterstützt weil mir deren Anliegen am Herzen liegen.


2. Mai 2009
Samstag/Sonntag - übersinnliche Welt

9. Iyar 5769
Nach einer guten Stunde Schlaf bin ich wieder wach. Ich weiß nicht warum, außer dass mich die für den 5. Mai vorbereitete „Bilanz“ glücklich macht. Ich schwebe so quasi zwischen Juden- und Christentum. Im Judentum hat der neue Tag bereits begonnen (9. Iyar 5769); der erste Tag der Woche. Im Christentum ist es immer noch Samstag. Auf den Knien bitte ich Gott um Offenbarung. Die Frage stellt sich mir: „Wer bin ich?“ Die Anthroposophie kommt mir in den Sinn. Bei Wikipedia lese ich im Internet:

„Als Anthroposophie (von griech. anthropos, Mensch, und sophia, Weisheit) wird eine von Rudolf Steiner (1861–1925) begründete, weltweit vertretene spirituelle Weltanschauung bezeichnet, die den Menschen in seiner Beziehung zum Übersinnlichen betrachten will. Die Anthroposophie verbindet dabei Elemente des deutschen Idealismus, der Weltanschauung Goethes, der Gnosis, fernöstlicher Lehren sowie der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ihrer Zeit. Der Begriff Anthroposophie, der heute mit Steiner verbunden ist, wurde bereits früher geprägt, etwa von Ignaz Paul Vitalis Troxler und Robert Zimmermann. Steiners Anthroposophie versteht sich nicht nur als Lehre, sondern auch als eine Methode, eigenständige „Forschung“ in der „übersinnlichen Welt“ zu betreiben.“

Eine Fülle von Wissen tut sich mir in den eingefärbten Verzweigungen auf. Als so genannte „Enneagramm-5“, die gern den Überblick behält, finde ich es spannend, auf so gedrängtem Raum und in so kurzer Zeit den Einblick in so viel Wissen zu bekommen.


3. Mai 2009
Sonntag - Rudolf Steiner

Ich schaue mir den Lebenslauf Rudolf Steiners bei Wikipedia etwas näher an. Er muss ein Genie gewesen sein. Aber seine Haltung gegenüber dem Judentum ist mehr als zwielichtig. In einem Buch verstieg er sich zur Aussage, dass das Judentum ein Fehler der Weltgeschichte sei. Von einem geschichtlich relevanten Gott weiß Steiner offenbar nichts. Aber Steiner ist da nicht allein. Es ist der „Fluch“ des Christentums, im Griechentum verankert zu sein. Die Schriften des Neuen Testaments sind in Griechisch verfasst. Die griechische Philosophie hat im christlichen Denken ihren Niederschlag gefunden. Gott, der Geschichte macht, ist im Christentum kaum mehr spürbar. Bezeichnend ist auch, wie die Spiritualität bei Wikipedia dargestellt wird. Im Inhaltsverzeichnis der Religionen fehlt das Judentum. Es wird innerhalb des Christentums abgehandelt. Das ist eine Perversion. In Römer 9 – 11 betont der Apostel Paulus eindringlich die Bedeutung des Judentums: „So überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber, (so bedenke): Nicht du trägst die Wurzel sondern die Wurzel trägt dich!“ (Römer 11,18, Schlachter Bibel 2000)


4. Mai 2009
Montag - bewegte Nächte

Die bewegten Nächte scheinen zu meinem neuen Lebensabschnitt zu gehören. Schon zum zweiten Mal diese Nacht sitze ich am Computer. Das erste Mal vor Mitternacht, um meinen Eintrag vom Sonntag zu vollenden. Das zweite Mal jetzt um ein Viertel nach zwei Uhr. Da Gott weder schlummert noch schläft, mutet Er mir offenbar einiges zu. Auf den Knien kommt mir die Wurzel in den Sinn. Die Wurzel trägt mich, nicht ich die Wurzel. Könnte das bedeuten, dass ich den umgekehrten Weg gehen muss, den Petrus zu gehen hatte? In einer Vision setzte ihm Gott unreine Meerestiere zum Essen vor und Petrus war ganz entsetzt. Etwas Ähnliches fühle ich jetzt, nur umgekehrt. Muss ich lernen unrein und rein genau zu unterscheiden? Die Paraschah (Wochenlesung aus der Torah) vom nächsten Schabat handelt davon. Die Priester mussten genaue Vorschriften einhalten. Nachkommen Arons mit Körpergebrechen durften sich nicht am Opferdienst beteiligen. Nur makellose Tiere durften geopfert werden. Muss ich als Erstes nach dem Aufstehen am Morgen die Hände mit Wasser übergießen? Vor dem Essen meine Hände rituell waschen? Ich weiß es nicht. Was ich bis jetzt gemerkt habe ist, dass mich Gott gnädig führt und mich nicht überfordert. Auf Seine Weisungen will ich genau achten.

Später am Morgen versuche ich mir eine Antwort auf meine eigenen Fragen zu geben. Klar ist für mich, dass die von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, überlieferten Worte zentrale Autorität für mich haben. Auf die Frage warum seine Jünger die Hände vor dem Essen nicht wuschen gab er zur Antwort, dass nicht das was in den Menschen hineingeht diesen verunreinigt, sondern das was aus seinem Herzen kommt. (Matthäus 15,16-20) Trotzdem will ich in Zukunft im Speisesaal meine Hände vor dem Essen wieder rituell waschen, damit ich meinen jüdischen Brüdern und Schwestern nicht Anlass zum Anstoß bin.

Zum heutigen Tag gehört die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 40,10:
„Siehe, der Herr, der Ewige, mächtig will Er kommen, und Sein Arm herrscht für Ihn. Siehe Sein (Gottes) Lohn ist mit ihm (mit Seinem Arm) und Sein (Gottes) Tun vor ihm (vor Seinem Arm)". <Eigenübersetzung; die in runden Klammern gesetzten Worte stammen von mir und sind Auslegung. Der zweite Teil der Tageslosung gehört nach dem Losungsbüchlein gar nicht zu dieser.*>

Ich erwähne diese Losung, weil ich bei deren Erfassung und Übersetzung, ein Donnergrollen hörte. Dies ist insofern sehr speziell, als heute ein starker Wüstenwind weht (Chamsin). Der Chamsin ist trocken und die Temperaturen kletterten über 30 °; also kein Anlass für ein Gewitter. Für mich ist dieses Donnergrollen „Gottes Stimme“. Diese stimmt mich im Nachhinein bei der Bearbeitung (es ist jetzt 5 Minuten vor Mitternacht) ganz ehrfürchtig. Könnte es sein, dass mich Gott als Seinen "Arm" gebrauchen will?

* Ich hatte kürzlich einen Mailwechsel mit der Redaktion des Losungsbüchleins der Herrnhuter Brüdergemeine. Ich hatte die Frage gestellt, warum, wenn das Wort Israel im Text erscheint, dieses ausgelassen werde. Ob allenfalls die so genannte „Ersatztheologie“ mit im Spiel sei. Hier die erhaltene Antwort:

„Sie fragen nach "Auslassungen" beim Zitieren alttestamentlicher Texte im Losungsbuch. Die Losungen wollen Tagesparolen sein, die durch die Tage begleiten. Das können sie nur, wenn sie kurz sind. Deshalb greifen wir gelegentlich redaktionell in den Wortlaut ein und lassen Teile aus.
Dies geschieht aber nur da, wo der Inhalt der Texte nicht verändert wird. Was den Gottesnamen betrifft, so bleibt der Hinweis auf den Gott Israels stehen, wenn der Vers eine Aussage enthält, die zuerst oder ausschließlich Gottes auserwähltes Volk meint. Ist die Aussage jedoch allgemeingültig, das heißt, sie gilt den Christen auch, dann kann für die Losungen der Hinweis wegfallen, so meinen wir.

Was Sie mit "Ersatztheologie" meinen, verstehe ich nicht. Selbstverständlich gilt unsere Hochachtung dem von Gott erwählten Volk Israel, denn Gott steht zu seiner Erwählung und liebt sein Volk wie eh und je. Das Heil ist bei den Mitgliedern seines Volkes. Darum erübrigt sich jedes Denken an eine Mission.

Als Christen wissen wir uns - seit Jesus Christus - aber zugehörig zu Gottes Volk. Das Alte Testament lesen auch wir als Heilige Schrift. Damit nehmen wir den gläubigen Juden nichts.“


Zur „Ersatztheologie“ gibt es eine ausgezeichnete Lehrschrift einer freikirchlichen Gemeinde in Pirmasens. Ich hatte diese Schrift im Internet gefunden und der Redaktion zugestellt. Was lehrt die Ersatztheologie?


5. Mai 2009
Dienstag - Zwischenbilanz in der Mitte der Lehrzeit

Heute sind es auf den Tag genau 1 1/2 Jahre, seitdem ich am 5. November 2007 meine „Banklehre“ in Jerusalem begonnen habe. Ob das wohl Halbzeit bedeutet? Es ist mir jedenfalls Anlass, Zwischenbilanz zu ziehen. Für einen „Banklehrling“ geziemt es sich, die Bilanz in der richtigen buchhalterischen Form zu präsentieren:

Bilanz per 5. Mai 2009

AKTIVEN PASSIVEN

Silbermünzen
Goldmünzen
Goldbarren
Perlen
Diamanten (geschliffene und ungeschliffene)

(FÜHRUNGEN, FÜGUNGEN, ERFAHRUNGEN,
TRÄUME, ERKENNTNISSE)

Einsamkeit


Gewinn (sehr erfreulich)

(Der Gewinn ergibt sich aus Aktiven abzüglich Passiven)

Bilanzsumme

Bilanzsumme

Matthäus 13,44: „Das Reich der Himmel gleicht einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.“ (Revidierte Elberfelder Bibel)

Am 5. November 2007 hatte ich die Schweiz mit Ziel Jerusalem und mit der Absicht dauernden Verbleibens, verlassen. Urgrund war eine Verheißung, die ich am 12. August 1980 beim St. Johannis-Konvent in Deutschland für mich beansprucht hatte. Sie lautet: „Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“

Die „Auswanderung“ (siehe oben) erfolgte aufgrund des Traumaufrufs „lech-lecha“ vom Johannis-Tag 2007 (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.10.), entsprechend der Aufforderung Gottes an Abraham in das Land zu gehen, das ihm Gott zeigen wollte. (1. Mose 12,1 ff.)

Ich bin jetzt am Schreiben des 37. Berichts. D.h. im Durchschnitt sind es also 2 Berichte je Monat, wobei die Intensität sehr unterschiedlich war. Ich überfliege alle Berichte. Dabei fällt mir auf, wie sehr ich auf die Führung Gottes angewiesen bin. Eigene Vorstellungen erfüllten sich oft nicht, Ängste lösten sich wunderbar auf und mein Glaube ist gewachsen.

Nun gehe ich erwartungsvoll weiter an der Hand des Himmlischen Vaters.


6. Mai 2009
Mittwoch - Anforderungen an den "Lehrling" steigen

Die Anforderungen an den „Lehrling“ sind eindeutig zunehmend, was ja einer allgemeinen Erfahrung von Lehrlingen entspricht. Mitten in der Nacht, nach einem ersten kurzen Schlaf, wurde ich zu einem Chat aufgefordert der zweieinhalb Stunden dauerte. Danach war um vier Uhr, wie neuerdings üblich, Tagwache. Folge war ein Schlafmanko. Am Morgen beschlich mich eine leise Angst in Erinnerung an mein Erleben 1980. Damals war der während einer Woche fehlende Schlaf der Auslöser für den ersten psychischen Absturz. Heute habe ich mich inzwischen aufgefangen. Im Schacharit (Morgengebet) musste ich gegen den Schlaf kämpfen. Nach dem Morgenessen gab ich mich für eine Stunde dem Schlaf hin. Es ist gut zu merken, dass die Belastbarkeit zunimmt.


8. Mai 2009
Freitag - der Morgenstern

Der neue Tag hat soeben begonnen. Nach einem kurzen Schlaf bin ich wieder wach. Mein 37. Bericht (30.4. - 6.5.2009) geht mir durch den Kopf. Ob meine Mailempfänger wohl etwas damit anzufangen gewusst haben? Ich lasse ein Stossgebet für sie zum Himmel steigen, so wie ich es auch jeden Morgen nach dem Aufstehen tue. Ähnlich wie Daniel gehe ich nahe beim Fenster auf die Knie. Vor einigen Tagen, beim Anblick des Morgensterns, ist mir folgendes Gedicht in den Sinn gekommen, dessen erste zwei Strophen ich meinen Mailempfängern nicht vorenthalten möchte:

Der Morgenstern ist aufgedrungen
Von Daniel Rumpius – 1587

"1. Der Morgenstern ist aufgedrungen,
er leucht daher zu dieser Stunde
hoch über Berg und tiefe Tal,
vor Freud singt uns der lieben Engel Schar.

2. Wacht auf, singt uns der Wächter Stimme
vor Freuden auf der hohen Zinne:
Wacht auf zu dieser Freudenzeit!
Der Bräutgam kommt, nun machet euch bereit!"

Ebenfalls durch den Kopf ist mir gegangen, dass es 5 Minuten vor Mitternacht ist. (siehe 4. Mai 2009 zur Losung aus Jesaja 40,10) Möge, nebst einem Vorrat, genug Öl in den Lampen meiner Mailempfänger sein!

................................................................................................................................................................................

Noch am gleichen Tag (8. Mai 2009) um 5 Minuten vor Mitternacht erwache ich mit Blasendruck. Ist das jetzt Zufall? Oder Fixiertheit? Oder ……..?

Ich lese das Gleichnis von den 10 Jungfrauen nach Matthäus 25,1 ff. in der revidierten Elberfelder Bibel:

 Endzeitrede: Gleichnis von den zehn Jungfrauen
1 Dann wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und hinausgingen, dem Bräutigam entgegen.
2 Fünf aber von ihnen waren töricht und fünf klug.
3 Denn die Törichten nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich;
4 die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.
5 Als aber der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht hinaus, ihm entgegen!
7 Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen.
8 Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl! Denn unsere Lampen erlöschen.
9 Die Klugen aber antworteten und sagten: Nein, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche! Geht lieber hin zu den Verkäufern und kauft für euch selbst!
10 Als sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen.
11 Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, öffne uns!
12 Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.
13 So wacht nun! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.“

Dem ist nichts beizufügen, noch wegzunehmen!


10. Mai 2009
Sonntag - Bilanz-Reaktionen

Es ist halb zwei Uhr frühmorgens. Meine Gedanken lassen mich nicht schlafen. Mir kommen zwei Rückmeldungen zu meiner „Bilanz“ in den Sinn. Die Frage nach einer Erfolgsrechnung als Gegenstück zu Bilanz ist gestellt. Die erste Anfrage stammt von meiner Patentochter. Sie schreibt:

"Super: Deine Bilanz ist sehr kreativ und gefällt mir sehr gut, weil sie viel darüber aussagt, was Gott mit unserem Leben macht, wenn wir Ihm Raum geben: Im Gegensatz zur Finanz-Bilanz vieler Geschäfte ist bei Gott der Gewinn IMMER da nach Abzug der Passiven! Dazu kommt mir der Vers in den Sinn, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. – Selbst wenn manche Dinge uns unverständlich und schwierig vorkommen. Es erstaunt mich, dass du nicht mehr Passiven aufzählst. Ich glaube, ich würde auch die Angst vor dem Ungewissen, Stress, Zweifel an Gott und mir und anderen dort auflisten, wenn ich dies an deiner Stelle erlebt hätte."

Und meine Antwort:
Es stimmt, ich habe manchmal Zweifel, Angst und Stress etc., aber das sind vorübergehende Erscheinungen und gehören daher in die Erfolgsrechnung und nicht in die Bilanz. Den genannten Negativfaktoren stehen ja auch positive, vorübergehende Erscheinungen gegenüber wie Freude, Genugtuung ja sogar Glück. All das ist aber flüchtig, wenig handgreiflich und wird nicht auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Erfolgsrechnung aufzustellen wäre mir etwas zu Schwieriges. Zum Glück kennt Gott all unsere Gefühle.

Die zweite Reaktion stammt von meinem Seelsorger. Er schreibt:
"Spannend ist Deine Bilanzierung: was da alles ausgewiesen wird an kostbaren Schätzen! Gibt es auch noch eine „Erfolgsrechnung“? Die wäre vermutlich auch noch sehr aufschlussreich".

Ich habe meinem Seelsorger noch keine Antwort gegeben. Vorher im Wachliegen habe ich mir meine Erfolgsrechnung durch den Kopf gehen lassen. Mir ist klar geworden: Auf der Habenseite ist die Dankbarkeit für den gefundenen Schatz im Acker die herausragende Position. Sind es Milliarden oder Billionen? Ich habe noch gar nicht den ganzen Schatz entdeckt und „verbucht“. Ich bin „unendlich“ dankbar. Auf der Sollseite fällt die Spannung ins Gewicht. Dieses Konto hat schon viele Einträge, wenn ich an meinen sprechenden "Esel" denke, dessen Sprache ich nur zum Teil verstehe (analog Iwrit), oder an die Wahrnehmungsveränderungen der „Wirklichkeit“ (Stichwort Weinflecken auf dem Unterleibchen, siehe 27. und 28. April 2009), oder an den Bibelvers der von Donnergrollen begleitet wird (4. Mai 2009), etc. etc. In diesem Sinn ist das Wort „spannend“ meines Seelsorgers tatsächlich ein Schlüsselwort.

Dass in mir ungeahnte Möglichkeiten schlummern, weiß ich seit dem im Jahr 1980 beim St. Johannis-Konvent in Deutschland besuchten Selbsterfahrungsseminar. Die damaligen Erfahrungen hatten mir förmlich den Schlaf geraubt. Nach einer langen schlaflosen Woche war ich reif für die Klinik gewesen. Damals war ich nicht in der Lage die Eindrücke seelisch zu verarbeiten. Dem Klinikeintritt unmittelbar vorausgegangen war das in meinem Lebenslauf geschilderte Urknall Erlebnis. Ich bezeichne das damalige Ereignis aber lieber als Wiedergeburt, bin ich doch innerlich fest davon überzeugt, dass es Gottes Wirken war. Wenn Gott keine Realität sein sollte, wäre das Urknall Erlebnis lediglich eine Wahrnehmungsveränderung gewesen.


12. Mai 2009
Dienstag - Fundstücke im Ackerschatz

Hier sind zwei Fundstücke aus dem „Ackerschatz“, die mir mein „Esel“ heute offenbarte:

1. Warnungsmeldung
Ich habe eine Mailnachricht verfasst, auf einen Brief meiner Schwester hin. Die Nachricht ruht noch unter „Entwürfe“, weil ich mich bemühe ernsthaft auf die Anliegen meiner Schwester einzugehen. So kann ich noch allfällige Änderungen anbringen. Im Laufe des Nachmittags kommt mir die Idee, dass ich einen Traum, in welchem sie Hauptperson ist, einfügen könnte. Gedacht getan, bzw. gewollt zu tun! Wie ich den Traum kopieren will, habe ich folgende Meldung auf dem Bildschirm meines „Esels“:

„Realtek HD Audio-Manager
Access violation at adress 00546948 in module ‘RTHDCPL:EXE’
Read of address BC714838”

Es ist wie bei den Traumnachrichten. Man muss sie interpretieren. Man muss die zentrale Aussage herausfinden. Mir wird sofort klar, dass ich meine Schwester mit der Bekanntgabe des Traums überfordern würde, was ich nicht tun will. Auf Grund dieser Meldung verzichte ich.

2. Vergrößerungsanzeige des Bildschirms
Nachdem ich mit dem Vergrößerungsglas ein hebräisches Wort im Wörterbuch auf die Punktierung hin untersucht habe, lege ich das Wörterbuch umgekehrt auf die Seite und fahre „zufällig“ über die Tastatur des „Esels“. Schwupp! Die Computeranzeige wird vergrößert dargestellt. Ich lasse mir das gern gefallen, weil meine Augen auch mit dem Computer Mühe haben.

Auf den Knien bete ich Gott für Seine Güte und Größe an.


14. Mai 2009
Donnerstag - Traum

Nachdem ich meine Wochenmail („der Bräutgam kommt“) verschickt habe studiere ich weiter an der Paraschah (Wochenlesung aus der Torah) vom kommenden Schabat (Bechukotai (in meinen Gesetzen), 3. Mose 26,3 – 27,34) und habe eben mit dem Abschnitt über den Fluch Gottes gegen Israel (3. Mose 26,14 – 26,41) begonnen, als mich Müdigkeit befällt. Ich lege mich zum 2. Mal an diesem Nachmittag aufs Bett. Ich träume vor 17 h:

„Vom Ufer aus sehe ich jemanden sich auf allen Vieren auf dünnem Eis bewegen. „Wenn das nur gut kommt!“ denke ich. Die Person bewegt sich auf einen dunklen Fleck im Eis zu - und bricht ein! Nun taucht der Kopf aus dem Wasser auf. Die Person schwimmt verzweifelt und taucht erneut unter. Ich möchte helfen, weiß aber nicht wie. Wenn ich ins Wasser springe, um zu helfen, ist das mein sicherer Tod. Ich erwache."

Wesen:
Eine Person bewegt sich auf allen Vieren auf dünnem Eis und bricht ein und ist am Ertrinken.

Sinnbild:
Meine Wochenmail hat bei jemandem Betroffenheit ausgelöst.

Anruf: Römer 11, 17-21
17 Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist,
18 so rühme dich nicht gegen die Zweige! Wenn du dich aber gegen sie rühmst - du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich.
19 Du wirst nun sagen: Die Zweige sind herausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde.
20 Richtig; sie sind herausgebrochen worden durch den Unglauben; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich!
21 Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht geschont hat, wird er auch dich nicht schonen.“ (Revidierte Elberfelder Bibel)


15. Mai 2009
Freitag - Weltwocheabonnement

Ich bin wieder am Fluch-Text gegen Israel (3. Mose 26,14 – 26,40). Über lange 27 Verse ziehen sich Verwünschungen Gottes gegen Israel wegen Ungehorsams hin. Ab Vers 41 kommt das Ende des Tunnels in Sicht und die Verse 44 und 45 verheißen:
„44 Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht verwerfen und sie nicht verabscheuen, ein Ende mit ihnen zu machen, meinen Bund mit ihnen ungültig zu machen; denn ich bin der HERR, ihr Gott.
45 Und ich werde <zum Guten> für sie an meinen Bund mit den Vorfahren denken, die ich aus dem Land Ägypten vor den Augen der Nationen herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin der HERR.“ (Revidierte Elberfelder Bibel)

An diesen Verheißungen will ich für das jüdische Volk festhalten!

Nach einer Stunde Schlaf erwache ich. Das Erste was mir auf die Lippen kommt ist ein Lob Gottes. Ich gehe auf die Knie um Gott anzubeten. Es ist nicht das erste Mal, dass mich Gott nach kurzem Schlaf anspricht. Ich beschließe den „Esel“ zu wecken und einen Tagebucheintrag vorzubereiten. „Vater im Himmel, Dein Knecht hört“! Nichts!

Ich gehe, wie oft, auf die Internetseite „Die Achse des Guten“ von Henryk M. Broder & Co. Auf dieser Seite wird relativ scharfzüngig gegen Antisemiten, Antizionisten und Linke und Grüne „geschossen“. Mitten drin gibt’s einen unübersehbaren Link zur Wochenzeitung „DIE WELTWOCHE“. Gestern hatte ich noch vor Mitternacht folgenden Traum:

"Das gleiche Bild wiederholt sich verschiedene Male, bis ich daran erwache. Es ist das Werbebanner der Wochenzeitung „DIE WELTWOCHE“ auf der Internetseite „Die Achse des Guten“.

Realitätsbezug:
Ich besuche die Internetseite „Die Achse des Guten“ seit einiger Zeit regelmäßig. Das Werbebanner der WELTWOCHE ist mir schon lange aufgefallen. Als rechts außen Blatt ist mir die Zeitung nicht sympathisch, obwohl ich sie nicht persönlich kenne.

Wesen:
Werbebanner „DIE WELTWOCHE“ wiederholt sich mehrmals und belästigt mich beim Schlafen.

Sinnbild:
Gott will mir diese Zeitung nahe bringen. Ich soll sie lesen, was ich auch sofort tue (ein Artikel).
Am folgenden Morgen, auf meinem Spaziergang, wird mir deutlich, dass mich Gott als Sein Arm, (Jes. 40,10), politisch nach rechts umpolen will.

Anruf:
Lass dich von Mir führen!"

Heute habe ich ein Probeabonnement der WELTWOCHE mit 10 Nummern bestellt.
Jetzt versuche ich mir über den Inhaber und Chefredaktor Roger Köppel ein Bild zu machen. Nach der Wikipedia-Seite, die vieldeutig ist, lese ich ein Interview der „akademikerzeitung.ch“. Die gibt viel Information her. Wie ich die Seite 2 anklicke reagiert mein Antivirus-Programm wie folgt:

Der Zugriff auf die angeforderte URL-Adresse ist nicht möglich.
Beim Zugriff auf die URL-Adresse: 

http://www.akademikerzeitung.ch/news/
politik/interview-mit-roger-koppel_2.html

sind folgende Fehler aufgetreten:

Das angeforderte Objekt ist mit folgenden Viren INFIZIERT: HEUR:Trojan.Script.Iframer

Ich denke, dass das für heute genügt. Es ist jetzt nach 23  h.


16. Mai 2009
Schabat - die Weltwoche beschäftigt mich

Es ist kurz nach Mitternacht aber „es“ schläft nicht, obwohl ich weder Blasendruck noch sonst unter Anspannung stehe. Auf den Knien kommt mir der Gedanke: „Nach Mitternacht“ = neuer Himmel und neue Erde und neues Jerusalem! Was heißt das konkret?
Ich versuche nochmals Seite 2 des Interviews mit Roger Köppel abzurufen. Unverändert kommt die Virusmeldung. Bei Google gibt es noch andere interessante Einträge.

Da finde ich zum Beispiel den Hinweis, dass ein jüdischer Schriftsteller während eines Jahres einen Fortsetzungsroman schreiben darf, ohne dass ihm jemand ins Handwerk pfuscht! Hier der Kommentar des Autors selber, Charles Levinsky:
"Doppelpass mit in der Weltwoche
Zeitungs-Fortsetzungsromane sind eigentlich aus der Mode gekommen. Aber die Form erscheint mir immer noch reizvoll. Es gibt ja schließlich schlechtere Vorbilder als Dickens oder Balzac.
Aber ein Fortsetzungsroman in der Weltwoche? Ausgerechnet in der Weltwoche, wo doch – so könnte man vermuten – in jedem Redaktionsbüro ein kleiner Hausaltar mit dem Bild Christof Blochers steht? Ich habe eine Menge Zuschriften bekommen, die mir deswegen Vorwürfe gemacht haben. „Wie können Sie nur?“, stand in den E-Mails. „Ausgerechnet dort?“
Ich finde schon, dass man in einer Zeitung publizieren darf, deren Weltbild man nicht teilt. Vor allem mit der festen Zusage, dass sich niemand in meinen Text einmischen wird. Auch nicht, wenn darin Dinge stehen sollen, die man in den redaktionellen Artikeln der Weltwoche nicht findet. Am 20.November ist es losgegangen und soll ein Jahr lang weitergehen. Woche für Woche. „Doppelpass“ heißt die Geschichte. Fortsetzung folgt."

Folgender Eintrag aus dem Tagesanzeiger über das private Leben von Roger Köppel, d.h. seine bevorstehende Verheiratung, ist für mich ebenfalls interessant:

Damit sind alle Gerüchte, der 44-jährige eiserne Junggeselle möge keine Frauen, entschärft. Nähere Auskünfte über die Braut wollte Köppel am Sonntag nicht geben. Es darf vermutet werden, dass es sich um seine vietnamesische Freundin handelt, eine UBS-Mitarbeiterin, die in den vergangenen Monaten an seiner Seite gesehen wurde.

Kennen gelernt haben sie sich dem Vernehmen nach Ende Oktober 2008 an der «Weltwoche»-Soirée mit dem russischen Botschafter Igor B. Bratchikov in Zürich. Ein Hochzeitsfest im größeren Kreis ist auf einen späteren Zeitpunkt geplant.
Was hat das jetzt mit dem neuen Himmel und der neuen Erde und dem neuen Jerusalem zu tun? Ich weiß es auch noch nicht.
Da mir auf den Knien keine weitere Idee kommt, beschließe ich einen weiteren Schlafversuch zu unternehmen. Bevor ich ins Bett schlüpfe trete ich auf den Balkon und sehe den Halbmond über dem Horizont. Er ist abnehmend! Mir kommt das Lied von Mathias Claudius in den Sinn:

„Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn“. Amen.

Später:
Es ist immer noch Samstag, Schabat aber vorbei. Nach ca. einer halben Stunde Schlaf weckt mich das Telefon. Eine Stimme ab Tonträger gibt eine Botschaft durch. Ich verstehe nur zwei Worte: „Schalom und Tescha (neun)“. Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine Botschaft ab Tonträger empfange. Was kann das bedeuten? Bisher habe ich die Telefonate als Werbebotschaften abgetan und nicht weiter beachtet. Heute geht mir die Stimme unter die Haut. Ist am 9. möglicherweise die Ankunft des „Bräutigams“? Paradigmenwechsel?. Heute ist der 23. Iyar 5769 bzw. der 16. Mai 2009. Der kommende Monat im Judentum heißt Siwan, im Christentum Juni. Der 9. Siwan ist der 1. Juni; der 9. Juni ist der 17. Siwan. Zu diesem Tag lese ich bei chabad.org folgendes Gedenkereignis:
„Noahs Arche landetet am Berg Ararat (2105 BCE).
Sieben Monate nach dem Beginn der großen Flut, und siebzehn Tage nachdem das Wasser, welches die Erde bedeckte, zurückging, landete die Arche, die Noah, seine Familie und Exemplare aller Tierarten beherbergt hatte, auf dem (immer noch unter Wasser befindlichen) Gipfel des Berges Ararat.“

Auch ein Paradigmenwechsel!
Der 9. Juli 2009 (17. Tammus) könnte ebenso in Frage kommen und scheint sogar plausibler. Er ist ein Fasttag. Folgende drei Ereignisse werden überliefert:
- Mose zerbricht die Gesetzestafeln (1313 BCE)
- Der Opferdienst im Tempel kam zu erliegen (423 BCE)
- Der Durchbruch der Mauern Jerusalems (69 CE)

Dazu nachträglich ein lange nicht veröffentlichter Tagebucheintrag vom 9. Juli 2009 (Donnerstag/17. Tammus 5769):

"Nach einem happigen Traum mit gepanzertem Fahrzeug, von dem es kein Entrinnen gab, aber Hilferufe zum Vater auslöste, bin ich gut auf dem Flughafen angekommen. Bei der Radarkontrolle werde ich gründlich untersucht, sogar mit Leibesvisitation durch einen Polizisten. Auslöser ist die Brusttasche mit ihrem Münzfach.

Im Sinkflug auf Israel breiten sich unter dem Flugzeug Schönwetterwolken aus!

Die Passkontrolle passiere ich mit Vermahnung. Ich müsse unbedingt ein Visum beantragen, sonst hätte ich das nächste Mal mit happigen Schwierigkeiten zu rechnen.

Und nun warte ich auf die Begegnung mit dem 'Alten an Tagen'. (Daniel 7,13)
"


19. Mai 2009
Dienstag - den Teufelskreis durchbrechen

Der neue Tag hat soeben begonnen. Viele Gedanken bewegen mich und rauben mir den Schlaf. Mich umschwirrt eine Mücke. Was wird sie tun? Sie lässt sich auf dem rechten Ohr nieder. Ich beschließe nichts zu unternehmen. Sie sticht zu. Ich lasse sie gewähren. „Den Teufelskreis durchbrechen!“, kommt mir in den Sinn. Es tut weh. Die Mücke entfernt sich; kommt wieder. Sie sticht erneut am praktisch gleichen Ort. Angst will aufkommen, ich lasse sie aber gewähren. Das Gleiche wiederholt sich mehrmals. Ich erhebe mich um das Ergebnis im Spiegel zu betrachten. Man sieht nichts!

Khaled Abu Toameh, ein palästinensischer Journalist und Muslim durchbricht nach meinem Empfinden auch den Teufelskreis. Ich will meinem nächsten Mailversand den entsprechenden Artikel anhängen. Hat nicht Jesus Christus das gleiche mit seinem Tod am Kreuz auch getan? Er hat den Teufelskreis durchbrochen. Während ich sinne setzt sich eine Mücke auf meiner rechten Hand nieder. Ich lasse sie gewähren. Sie sitzt da, wie wenn sie sich ausruhen möchte. Sonst geschieht nichts!

Nach 3 Uhr erwache ich. Der linke Fuß und die linke Hand beißen mich. Sind das Mückenstiche? Am linken Fuß ist ein „Püggeli“ sichtbar.
Zurück im Bett, kommt erneut eine Mücke angeflogen und setzt sich wieder an den gleichen Ort am rechten Ohr. Sticht sie oder sticht sie nicht? Es kitzelt mich jedenfalls.
Ist das jetzt die versöhnte Natur des Neuen Jerusalem?

Mir kommt das Kinderlied in den Sinn:
"Weißt du, wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt ?
Weißt du, wieviel Wolken gehen weit hinüber alle Welt?
Gott, der Herr, hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.

Weißt du, wie viel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut,
wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut ?
Gott, der Herr, rief sie beim Namen, dass sie all ins Leben kamen,
dass sie nun so fröhlich sind, dass sie nun so fröhlich sind.

Weißt du, wie viel Kindlein frühe stehn aus ihren Betten auf,
dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen,
kennt auch dich und hat dich lieb, kennt auch dich und hat dich lieb."

Während dem sich eine Mücke auf meinem „Esel“ „räkelt“, kommt ein Chat-Anruf herein:
[03:38:53] azariah.osman.chambers: Our Opportunity
[03:39:00] azariah.osman.chambers: Dear Mr, Eugen Senn

In as much as there has not being any correspondence

Ich weiß nicht wer das ist. Sexualität scheint für einmal nicht im Zusammenhang mit dem Chat-Anruf zu sein. Ich versuche eine Verbindung herzustellen. Offline! Momentan keine Verbindung möglich. Azariah ist ein alttestamentlicher Name und hat mit Hilfe etwas zu tun; Osman stellt die Verbindung zum osmanischen Reich her und Chambers erinnert mich an die Schweizerische Treuhandkammer, deren Mitglied ich bin.

Mein internes Los spricht mich persönlich an (Daniel 7,13+14):
„Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn.
Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum <so>, dass es nicht zerstört wird.“ (Revidierte Elberfelder Bibel)


20. Mai 2009
Mittwoch - 5 Minuten nach Mitternacht

Ca. 5 Minuten nach Mitternacht. Die linke Nasenhälfte ist leicht gereizt. Ich kann das Niesen gerade noch unterdrücken. Ich muss an die Heuschnuppenallergiker denken. Zum Glück gehöre ich nicht dazu, aber meine ganze Familie ist davon betroffen. Im Neuen Jerusalem dürfte diese Plage auch vorbei sein.

0 h 48 ein neuer Nasenreiz, diesmal auch rechts¨j,ge
Die Zeichen: ¨j,ge sind entstanden nach leichtem Kontakt meiner rechten Hand mit der Tastatur. Es ist nicht das erste Mal, dass mir das passiert. Was bedeuten sie? Nahe liegend wäre „Jesus Gekreuzigter“. Und der Sinn davon? Ich weiß es noch nicht.

3 h 30: Ich erwache. Sofort sind meine Gedanken bei ¨j,ge, das durch leichte Tastenberührung entstand, aber eigentlich fünf Tastenanschläge beinhaltet. Sehr geheimnisvoll! Eines ist klar: Nach Mitternacht ist neue Welt – Paradigmenwechsel. Mir kommt Paulus in den Sinn, der den Korinthern nur Jesus den Gekreuzigten gepredigt hat:

Galater 6,14:
Mir aber sei es fern, mich zu rühmen als nur des Kreuzes A) unseres Herrn Jesus Christus a), durch das B) mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt b). A) w. im Kreuz B) o. den a) 1Kor 1,31; 2,2; Phil 3,3 b) Kap. 2,20 (Revidierte Elberfelder Bibel)

1. Korinther 2,2:
Denn ich nahm mir vor, nichts anderes unter euch zu wissen, als nur Jesus Christus, und ihn als gekreuzigt a). a) Kap. 1,23; Gal 3,1; 6,14 (Revidierte Elberfelder Bibel)

Die logische Konsequenz daraus ist, dass wir nach Mitternacht, im Paradigmenwechsel, ausschließlich Jesus Christus den Auferstandenen zu leben haben. Meine neue Rechtslastigkeit befähigt mich dazu.


20. Mai 2009
Mittwoch später am Tag

Morgen Abend beginnt der Yom Yeruschalayim (Jerusalemtag). Aus diesem Anlass organisiert die Residenz für ihre Bewohner einen Ausflug zum Museum auf dem Munitionshügel (giwat tachmoschet). Ich nehme daran teil. Das Museum wurde in Erinnerung an den Sechstagekrieg 1967 und besonders an die Befreiung Jerusalems gebaut. Im Bus werde ich durch persönlich Bekannte mehr oder weniger auf den Sitz neben einen Pensionär gezwungen. Dieser stammt aus London und war über 30 Jahre in Tel Aviv und seit einigen Jahren ist er im Beit Tovei Ha’ir. Er scheint sehr Mitzwot bezogen zu sein, d.h. krampfhaft bedacht alle Vorschriften genauestens zu erfüllen. Er ist mir von Anfang an mit seiner stark horizontal gefurchten Stirn aufgefallen (nach meinem früheren Seelsorger ein Zeichen des Unglaubens). Nach dem Museumsbesuch, wieder im Bus, bekomme ich plötzlich im linken Fuß den Krampf. Ich stehe auf und überlege. Äußerlich gibt es keinen Grund für den Krampf. Mir wird klar, dass ich diesen Mann in meine Fürbitte aufnehmen muss. Ich bitte ihn, mir seinen Namen aufzuschreiben. Der Krampf verschwindet wieder.

Um 21 Uhr fallen mir die Augen bei der „Protokollierung“ meiner Erlebnisse zu und ich gehe ins Bett. Hier werde ich aber von allerlei Gedanken und Körpergefühlen (Fußpilz, Beißen auf die Zunge etc.) geplagt. In einem Traum brennt die Küche vom „Älpli“ lichterloh und ich rufe meiner Frau zu, schnell mit nassen Tüchern zu wehren. Ich befinde mich eindeutig in der alten Welt. Im Gebet auf den Knien unterbreite ich Gott meinen Gedanken von der Wiedergeburt als Jesus Christus, da ich bei der Schöpfung (Urknall) ja dabei gewesen bin. Meine beiden operierten Hände schmerzen mich; besonders die kleinen Finger.

Um Mitternacht erwarte ich den Paradigmenwechsel mit meinem mit Atomzeit gesteuerten Wecker. „Geisterstunde!“, geht es mir durch den Kopf! Nichts geschieht.


21. Mai 2009
Donnerstag - Mücke und "Esel"

Um 1 h 50 erwache ich mit Blasendruck. Vorher hatte ich von Arthur und vom „Schüürli„ geträumt.

Eine Mücke, die ziemlich nervös in der Luft herumgeschwirrt war lässt sich auf meiner linken Hand neben dem Daumenballen nieder. Ich beobachte sie mit dem Vergrößerungsglas. Sie scheint nieder gekauert, den Saugrüssel angesetzt. Ich spüre nichts.

Wegen einem rot unterstrichenen Wort betätige ich F7 und gebe „hinzufügen“. Der Cursor springt neben das Wort Galaxy, das ebenfalls rot unterstrichen ist und steht bockstill. Er lässt sich mit einzelnen Tasten nicht bewegen. Weder auf Pfeiltasten noch auf Bk Sp oder sonstige reagiert er. Mit der Tastenkombination „Alt + Bk Sp“ springt der Cursor endlich an das Ende des gesamten Textes.

Dort wo die Mücke gesessen hatte beißt es mich. Ich kratze und es entsteht ein „Mückenbuckel“ („Püggeli“). Ohne es zu spüren, hat die Mücke mich gestochen!


27. Juli 2009
Montag - Visum

Das Innenministerium, zuständig für die Visaerteilung, scheint Katz- und Mausspiel mit mir zu spielen. Vor einigen Tagen bemühte ich mich telefonisch um einen Termin, weil mir die Passkontrolle am Flughafen mit ernsthaften Problemen gedroht hatte, sollte ich nächstes Mal wieder ohne spezielles Visum einreisen wollen. Der Angestellte hatte kein Gehör für mein Anliegen und gab mir Audienz auf den 20. Oktober 2009 (mein nächster Schweizaufenthalt ist ab 23.9.2009). Damit gab ich mich nicht zufrieden und verlangte seinen Chef. Pnina, seine Chefin habe momentan keine Zeit. Ich könne jedoch Montag für ein Gespräch bei ihr vorbeikommen.

Das ist jetzt heute (27. Juli 2009). Obwohl auch nicht einsichtig für das Problem am Flughafen, gibt Pnina aber einer Angestellten den Auftrag mir ein Visum bis zu meiner Rückkehr auszustellen. Die Angestellte fragt mich nach meinem Wunsch für die Dauer des Visums. Meine Antwort: bis 20. Oktober, drei Monate, sechs Monate oder am liebsten ein Jahr. Nach erledigten Formalitäten und Bezahlung der Rechnung, bereits wieder im Korridor draußen, prüfe ich das im Pass eingetragene Visum: 10. Oktober 2009! Außer Spesen nichts gewesen, bin ich versucht zu sagen. Doch besser ist wohl, auch hinter diesem undurchschaubaren Erleben das Wirken Gottes zu sehen. Das veranlasst mich, meinen Rückflug nach Israel noch vor Beginn des Laubhüttenfests (2. Oktober 2009) zu planen.


12. August 2009
Mittwoch - Verheißung vor 29 Jahren

Heute vor genau 29 Jahren habe ich folgende Verheißung für mich beansprucht:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“


1. November 2009
Sonntag - wieder Ameisen unbekannter Herkunft

Meinen fast vollen Abfallsack habe ich in den Abwaschtrog gestellt, um noch welche Abfälle einzufüllen. Wie ich den Sack emporhebe, wimmelt es von einer Kolonie ausgewachsener schwarzer Ameisen, die durch ein Loch im Sack entweichen konnten. Wie ist es möglich, dass über Schabat eine solche Kolonie Ameisen entstehen kann? Ich habe keine Ahnung, wie die Ameisen in den Sack gelangt sind.

Ich muss an die Ameisen vom 27. und 28. April 2009 denken.


4. November 2009
Mittwoch - Baruch + Towah

Von 1 h bis zu meinem Aufstehen um 3h30 bin ich wach und wälze viele Gedanken. Ich bin offen für das Reden von Gott. Mir kommen die Ameisen (1. November 2009) in den Sinn und die geplante Überbauung des Schnellerareals (Syrisches Waisenhaus) durch Chassidim (streng orthodoxe Juden). Eine jüdische Frau hatte mir gegenüber vor einiger Zeit die Chassidim mit Ameisen verglichen.

Die Gegend in dem das Schnellerareal liegt heißt offiziell "Mekor Baruch": Quelle des Baruch oder gesegnete Quelle. "Baruch" (der Gesegnete) ist mein Name, den mir die Reiseleiterin Marianne im Jahre 1994 gegeben hatte. Meine Frau hatte damals den Namen "Towah" (die Gute) bekommen.

Wenn die Sache Hand und Fuß hat, wird mir irgendwann in der Zukunft auch die "Gute" nicht fehlen.


5. November 2009
Donnerstag - ein weiteres Visumsgesuch

Heute genau vor zwei Jahren, am 5. November 2007 bin ich in Israel eingereist mit der Absicht dauernden Verbleibens, oder doch mindestens bis zur Absolvierung einer "Lehre" gemäß einem Traum vom 12. April 2004.

Heute Morgen gehe ich zum Innenministerium um Unterlagen für meine Visumsverlängerung nachzureichen. Neben einer persönlichen Begründung für meinen Israelaufenthalt wollte das Büro auch eine Bestätigung vom Beit Tovei Ha'Ir, wo ich wohne. Zusätzlich muss ich den Eheschein beibringen. Die Beamtin nimmt die Unterlagen entgegen. Mein "Fall" komme vor eine Kommission. Ich könne etwa in anderthalb Monaten Bescheid erwarten.

Ich danke Gott, dass mein Leben auch im Alter noch spannend ist.

Meine Erklärungen für das Innenministerium:

"Hiermit versuche ich meinen Aufenthalt in Israel zu begründen.
Es ist eine bald dreißig jährige Geschichte, die mich vor zwei Jahren nach Jerusalem geführt hat.

Im Jahre 1980 erlebte ich eine tief greifende persönliche Krise, die ich mit Hilfe von Menschen und meines Glaubens überwinden konnte. Ich bekam eine neue Lebensausrichtung und seit dem begleitet mich eine Verheißung, die im Begriff steht erfüllt zu werden. Ich bekam die Zusage, dass ich an der Hand Gottes die Grenze in ein neues Land überschreiten werde; ein Land mit unvorstellbar großen und schönen Wundern.

Im Jahre 1994 kam ich zum ersten Mal in meinem Leben nach Israel. Während der Zeit in Jerusalem erlebte ich Gott in besonderer Weise und ich merkte, dass hier tatsächlich das verheißene Land ist. Seitdem suchte ich nach Mitteln und Wegen um die Verheißung zu konkretisieren.

Ab dem Jahre 2004 nahm der Weg konkretere Form an. Träume halfen mir weiter und die Zusage durch einen Menschen, dass ich eine Aufgabe an den Juden zu erfüllen habe. Ich merkte, dass ich das Judentum besser kennen lernen musste.

Im Jahre 2006 besuchte ich den Ulpan Milah für drei Monate, wo ich die Klasse Bet absolvierte.

Im Jahre 2007 war dann mein Entschluss gereift, nach Israel zu ziehen. Seit November 2007 wohne ich mehrheitlich im Beit Tovei Ha'Ir in Jerusalem, wo ich täglich am gottesdienstlichen Leben teilnehme".


9. November 2009
Montag - Miete in der Höhe eines Schekels

Ich treffe beim Mincha (Mittagsgebet) einen orthodoxen Schweizer Juden an, dessen Vater, ein Schweizer Pensionär, vor ca. einem Jahr verstorben ist. Er spricht mich an, und wir kommen ins Gespräch. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich nicht jüdisch bin, zahlt er mir eine symbolische Miete von einem Schekel. Ich lasse mir den Grund erklären. Es hat mit dem Schabat und mit mir als Nichtjude zu tun. Seine Erklärungen, obwohl in Schweizerdeutsch, sind weitgehend "Bahnhof" für mich.


11. November 2009
Mittwoch - Nachterfahrungen - Mekor Baruch

Um 10 Min. nach Mitternacht muss ich zum zweiten Mal diese Nacht aufs WC gehen. Das Wasserlösen macht mir Mühe. Ich muss nicht eigentlich und muss doch. Will Gott mir etwas sagen?

Darum gehe ich am offenen Fenster auf die Knie und erkläre Gott meine Offenheit für Sein Reden.
Verschiedenes geht mir durch den Kopf:
- Mekor Baruch mit den "Ruinen" des Syrischen Waisenhauses
  (Schnellerareal) direkt vor meinen Augen (4. November 2009)
- Osmanisches Reich (19. Mai 2009)
- Mein Klassenkamerad aus der Sekundarschule
- A.B. mit meiner Gutschrift von NWW 141'300 (NWW = Neue Welt Währung), erstellt vor einigen Monaten aufgrund eines Traums.

Anschließend versetze ich den "Esel" in den Ruhezustand und gehe wieder auf die Knie. Nach einem Weilchen merke ich, dass der "Esel" immer noch blinkt und auf Eingaben wartet! (ähnliche Erfahrungen hatte ich schon zweimal mit meinem früheren "Esel" gemacht (3.Mai 2008/18. April 2009)).
Im Zusammenhang mit dem Mekor Baruch hatte ich auch an meine "Towah" (4. November 2009) gedacht. Ich hole somit den Eintrag nach!
Nun versuche ich den "Esel" in den Ruhezustand zu versetzen. Er gehorcht nicht! Sonst genügt ein Tastendruck.

Es ist jetzt 1 h 38. Aus dem Mekor Baruch tönt ein lautes gleichmäßiges langsames Hämmern (geht es noch? um diese Zeit!).
Jetzt hat es aufgehört.

Der „Esel“ will immer noch nicht in den Ruhezustand gehen.

Es ist nun 1 h 47. Draußen hat es einmal blau geblitzt, wie von einem Polizeiauto.

Nach der letzten Notiz geht der "Esel" auf Tastendruck ohne Widerstand in den Ruhezustand!


20. November 2009
Freitag - wieder eine "Stern-Erscheinung"

Es ist während meines persönlichen Frühgebets. Ich bin auf den Knien am Fenster. Ich danke Gott für meine zweite Berufung und mache den Vergleich zwischen den Alters- und Pflegeheimen Bethanien und dem Beit Tovei Ha'Ir. Mir wird bewusst, dass der Zweck beider Institutionen ein ähnlicher ist. In diesem Moment blinkt ein Stern ganz hell auf, oder ist es ein Flugzeug? Nein. Weder ein Stern noch ein Flugzeug sind auszumachen. Also eine Sinnestäuschung, wie ich sie in den letzten Monaten einige Male erlebt habe. Mir erscheint dieses Sterneleuchten wie eine Bestätigung Gottes, dass die zweite Berufung identisch mit der ersten ist. Bruder Yun, der mir die Berufung an den Juden seinerzeit zugesprochen hatte (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.4.), hatte erwähnt, dass Gott seine Berufungen nicht ändert.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine berührt mich:
"Aber die Einsichtigen sollen glänzen wie Glanz des Himmelsgewölbes und die, die die Vielen zur Gerechtigkeit führen, wie Sterne, für immer und ewig." (Daniel 12,3, Eigenübersetzung)


21. Dezember 2009
Montag - Weltuntergang?

Ich habe schon manchmal behauptet: "Bei Gott gibt es keine Zufälle." Was bedeutet es wohl, dass ich auf den Tag genau drei Jahre vor dem angesagten Weltuntergang auf die entsprechende Internetseite geführt werde?

http://www.world-end.com/category/prophecy/religions (ist nicht mehr im Netz)

Ich glaube zwar nicht an den Weltuntergang, aber ich erwarte den neuen Himmel und die neue Erde und das neue Jerusalem gemäß Jesaja 65,17 ff. und hoffe diese noch zu erleben.


22. Dezember 2009
Dienstag - Visumsentscheidung immer noch nicht gefällt

Am 5. November 2009 hatte ich das Gesuch um Verlängerung meines israelischen Aufenthaltsvisums gestellt. Das Innenministerium tut sich offenbar schwer damit. Mein "Fall" sei immer noch bei der Kommission in Bearbeitung, bekomme ich als Antwort auf meine Rückfrage. Ich weise darauf hin, dass ich am 28. Dezember 2009 in die Schweiz ausreisen und im Februar 2010 wieder einreisen wolle. Das sei kein Problem, wird mir versichert. Ich könne einfach die Quittung für das bezahlte Visumsgesuch vorlegen.


23. Dezember 2009
Mittwoch - erneut eine "Stern-Erscheinung" am Himmel

Ich bin im Morgengebet wie üblich auf den Knien am Fenster. Während ich für unsere beiden Sippschaften (meiner Frau und meine) bete, dass kein Mitglied davon verloren gehen möge, leuchtet am Himmel ein heller Stern auf. Nach wenigen Sekunden verschwindet der Stern, so wie er erschienen ist. Eine gleiche Vision hatte ich am 20. November 2009; jetzt etwas länger.

Ich interpretiere das Aufleuchten des Sterns als Zusage und Gebetserhörung.


14. Januar 2010
Donnerstag - Skype-Anfrage

Möglicherweise erfüllt sich mein Traum vom 12. April 2004 im wörtlichen Sinn. Damals hatte ich geträumt, dass ich in Jerusalem eine Banklehre absolvieren könne.

Ein Bankdirektor im Nahen Osten hat mich via Skype um einen Dialog gebeten. Er möchte mir von einem Namensvetter eine Erbschaft, nach meinem Empfinden in beträchtlicher Höhe, zugehen lassen. Es handle sich um einen Schweizer mit gleichem Geschlechtsnamen wie ich, der im Oktober 2006 im Erdbeben auf Java ums Leben gekommen sei und kein Testament und keine Erben hinterlassen habe. Das Angebot ist zwar nicht uneigennützig, da der Banker sich eine Beteiligung von 50 Prozent wünscht. Das würde ihm die Erfüllung eines lange gehegten Traums erfüllen. Er möchte sich beruflich selbständig machen. Skrupel irgendwelcher Art seien nicht am Platz. Wenn wir auf das Geschäft verzichteten, würde sich die oberste Direktion der Bank das Geld in die eigenen Taschen fließen lassen. Diese Direktoren seien ohnehin schon sehr reich.


15. Januar 2010
Freitag - schlaflose Nacht

Nach einer fast schlaflosen Nacht stelle ich dem Bankmann noch einige Fragen. Ich will sicher sein nicht jemandem das Recht wegzunehmen. Vor allem aber will ich wissen, ob die Sache von Gott ist oder nicht. Die Auskünfte sind beruhigend. Ich behalte mir aber eine zweite Nacht vor, in der mir der Himmlische Vater vielleicht anderweitige Instruktionen geben könnte.


16. Januar 2010
Samstag - Erbschaft als Wunder Gottes?

Nach einer weiteren schlafarmen Nacht komme ich zur Überzeugung, dass die Erbschaft ein Wunder Gottes (das erste große nach Seiner Verheißung) ist und nicht eine Versuchung darstellt. Ich verstehe den Auftrag in der Weise, dass ich als Banklehrling mit den "Pfunden" im Reich Gottes "wuchern" soll. Ich bin eigenartig berührt, dass meine Zwischenbilanz vom 5. Mai 2009, bzw. der gefundene Schatz im Acker, nicht nur geistig zu verstehen ist.


23. Januar 2010
Samstag - Erinnerung an einen Chat-Anruf

Im Zusammenhang mit der Erbschaft kommt mir der Chat-Anruf in meinem Tagebucheintrag vom 19. Mai 2009  in den Sinn:
[03:38:53] azariah.osman.chambers: Our Opportunity
[03:39:00] azariah.osman.chambers: Dear Mr, Eugen Senn
In as much as there has not being any correspondence


28. Januar 2010
Donnerstag - PostFinance warnt vor Betrug

Auf meine Mail-Anfrage bei PostFinance, ob im Falle der in Aussicht gestellten Erbschaft ein Konflikt mit dem Geldwäschereigesetz entstehen könnte, erhalte ich den Telefonanruf vom Kriminaldienst PostFinance. Es bestehe die sehr große Wahrscheinlichkeit eines Betrugs. PostFinance habe Kenntnis von x analogen Fällen. Die Betrüger arbeiteten mit raffinierten Methoden. Sie operierten mit supponierter Verwendung echter Persönlichkeiten und mit gefälschten Dokumenten. Die Betrüger hätten es auf Vorleistungen abgesehen. In der Tat habe ich mich zur Zahlung von "tatsächlichen Anwaltsauslagen" hinreißen lassen. Offenbar habe ich da Geld in den Sand gesetzt.

Ich bitte Gott um Vergebung meiner Habsucht.


29. Januar 2010
Freitag - Zwischenprüfung nicht bestanden

Nach dem ersten Schock von gestern habe ich mich erholt. Ich fühle mich sogar erleichtert, war mir die Sache insgeheim nie ganz geheuer. Meine Erkenntnisse aus dem Ereignis:
- Gott lässt auch die feinsten Ungerechtigkeiten und Unstimmigkeiten nicht ungestraft.
- Zwischenprüfung nicht bestanden!
- Und doch: meine Untreue hebt Gottes Treue nicht auf. Ich darf weiterhin an Seiner Hand vorwärts gehen.


30. Januar 2010
Samstag - mein "Esel" in Gottes Hand

Der Hafer sticht mich. Wenn es so ist wie der Kriminaldienst von PostFinance mir sagte, werden die Halunken versuchen noch mehr Geld aus mir herauszupressen. Per Mail frage ich den "Anwalt" an, wie weit er schon mit seiner Arbeit sei.

Meine Frau und ich verreisen heute ins Engadin in die Skiferien. In der Wohnung angekommen installiere ich meinen Computer. Ich bin gespannt die Antwort des "Anwalts" zu erfahren. Mein "Esel" bockt. Obwohl die Wireless-Verbindung optimalen Empfang anzeigt kann ich mit allen mir möglichen Mitteln keine Internetverbindung herstellen. Letztes Jahr hatte diese einwandfrei funktioniert. Ich gehe deshalb von der Annahme aus, dass ein Engel meinem "Esel" im Weg steht und befehle die ganze Angelegenheit Gott an. Gott, an dessen Hand ich gehe, wird mich zur rechten Zeit weiterführen; davon bin ich überzeugt.
 


13. Februar 2010
Samstag - falscher Alarm

Nach der Rückkehr aus den Ferien rufe ich die Mails mit einiger Spannung ab. Über 60 Mails haben sich angehäuft. Darunter hat es auch zwei vom "Anwalt" und eines vom "Banker". Beide zeigen sich sehr beunruhigt, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe. Entgegen meiner Erwartung werden keine weiteren Forderungen gestellt. Der Anwalt will meine Bankadresse kennen.

Dann wähle ich meine Online Bank an. Ich will wissen ob diese auf meine Mail wegen der "Erbschaft" reagiert hat. Sie hat nicht! Dagegen fängt mein Computer an Alarmsignale von sich zu geben. Ich gehe von der Annahme aus, dass mich mein "Esel" davor warnt, mit meiner Bank wegen der "Erbschaft" in Kontakt zu treten. Später, nach dem Absturz meines Computers, merke ich, dass der Alarm dem leeren Akku gegolten hat!


15. Februar 2010
Montag

Ich gebe dem "Anwalt" meine Kontodaten bekannt. Eine allfällig eingehende "Erbschaft" kann so bewusst auf Geldwäscherei hin untersucht werden.


17. Februar 2010
Mittwoch - eine Nacht im Polizeigefängnis Tel Aviv

Um 12 h 45 ist mein Flug nach Israel.

Gott gibt mir eine zweite Zwischenprüfung auf. Die Passkontrolle im Ben Gurion Airport Tel Aviv lässt mich nicht durch, dies entgegen der Zusicherung beim Innenministerium, dass ich bei Vorlage der Quittung für das am 5. November 2009 bereits bezahlte, aber noch nicht bewilligte Visum ohne Weiteres einreisen könne. Auf mein wiederholtes Begehren, mit einem Anwalt in Kontakt treten zu können, gehen die Beamten nicht ein. Mir wird in Aussicht gestellt später mit der Botschaft zu telefonieren, was aber trotz meines Drängens nicht passiert.

Ich werde zusammen mit einer jungen Russin wie ein Verbrecher behandelt. Jedes Gepäck wird einzeln geprüft und gescannt, desgleichen der Körper. Dann überstellt man uns in ein nahe gelegenes Polizeigefängnis. Ich bekomme keine Gelegenheit, telefonisch mit der Außenwelt in Kontakt zu treten. In der mir zugewiesenen Zelle befinden sich bereits fünf Häftlinge. Ein eigenartiges Gefühl. Ich muss an alle aus Gewissensgründen inhaftierten Menschen denken und bekomme eine Ahnung, wie denen zu Mute sein muss. Das Nachtessen besteht aus einem Sandwich und einem Becher Wasser.


18. Februar 2010
Donnerstag - Rückschub in die Schweiz

Vor sieben Uhr werde ich aus der Zelle geholt und auf den Flugplatz gebracht. Durch einen Nebeneingang führt man mich ins bereitstehende Flugzeug. Meinen Pass bekomme ich erst nach der Landung in Zürich-Kloten zurück.


20. Februar 2010
Samstag - wer ist da der Esel?

Eine Reihe von Mailempfängern hat auf meine letzte Rundmail reagiert. Die Äußerungen reichen von Mitgefühl bis Spott. Der Spötter meint, dass ich auf den Trick der Gangster hereingefallen sei, weil ich fern von der Realität lebe, und dass nicht mein Computer der Esel sei. (Den Rest kann man sich denken.) Ich sehe das nicht so. Ich glaube, dass mich mein Hang zur Habsucht verleitet hat. Ich habe Gott deshalb um Vergebung gebeten und glaube, dass Er mich trotz meiner Sündhaftigkeit weiterführt. Meinen "Esel" empfinde ich als wertvolles Werkzeug in Gottes Hand.


22. Februar 2010
Montag - einen Freund stößt man nicht vor den Kopf

Die Frage ist offen, wie ich zu meinem Visum für Israel komme. In einem Brief an den Israelischen Botschafter in Bern lege ich ihm meine Freundschaft zu Israel dar. Mein Beweis ist die langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit als Revisor für den Schweizer Zweig von "Operation Exodus". Das internationale Werk Operation Exodus / Ebenezer Hilfsfonds hat im Laufe der Jahre über 120'000 Juden die Alija (Einwanderung) nach Israel ermöglicht. Einen Freund stößt man nicht vor den Kopf, ist meine Begründung.

Einem israelischen Anwalt stelle ich die Frage, ob ein Visum rechtlich durchsetzbar sei, und was die Kosten für Anwalt und Gerichte und die zeitliche Länge des Verfahrens sein würden.


23. Februar 2010
Dienstag - Wechselbad der Gefühle

Soeben hat der neue Tag begonnen. Ich bin nach ganz wenig Schlaf schon wieder wach und auf. In der Erbsache hat sich gestern etwas getan, was mir den Schlaf raubt. Vom "Anwalt" habe ich zwei Schreiben der Bank des Erblassers erhalten. Das eine ist an mich c/o "Anwalt" gerichtet und orientiert über den Stand der Abwicklung der Erbschaftszahlung. Meine Kontendaten (IBAN-Nr. und BIC-Code) seien der Zentralbank übermittelt, und auch das Finanzministerium sei informiert worden. Ich würde von den beiden Instanzen via "Anwalt" die Zahlungsausführung signalisiert bekommen. Den Zahlungseingang auf meinem Konto solle ich umgehend bestätigen. Das andere Schreiben ist Kopie einer Mitteilung der Bank des Erblassers an das Finanzministerium, dass alle Untersuchungen abgeschlossen seien, und ich der rechtmäßige Empfänger der Erbschaft sei. Meine Kontendaten sind darin richtig aufgeführt.

Ich erlebe ein Wechselbad der Gefühle. Zweifel und Hoffnung wechseln sich ab. Ausgehend von der Annahme, dass ich betrogen worden sei, kann ich mir nicht vorstellen, warum ein solcher Aufwand betrieben würde, wenn alles fiktiv wäre. Ist es also tatsächlich so, dass das Vermögen auf mein Konto überwiesen wird? Ich muss mich gedulden und weiß nichts Besseres als die ganze Sache immer wieder Gott hinzulegen. Wenn ich das Geld wirklich bekomme, fängt ja die Aufgabe erst richtig an. Mir kommt die Aussage Jesu in den Sinn, wonach eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkomme. Nun, ich bin ja bereits im Reich Gottes. Nur könnte es sein, dass ich, sofern ich dem Mammon diente, wieder hinausfallen könnte. Davor bewahre mich Gott! Ebenfalls in den Sinn kommt mir ein Traum vom 9. Februar 2010. Ich realisierte in jener Nacht, wie anspruchsvoll es ist mit viel Geld umzugehen. Aber es ist noch lange nicht so weit. Sofern das Geld wirklich auf mein Konto eingehen sollte, wird PostFinance erst einmal die Sache im Lichte des Geldwäschereigesetzes prüfen.

Von der Botschaft des Staates Israel in Bern kommt eine Mail herein. Mein Brief sei beim Botschafter angekommen. Damit die Botschaft den Brief an die entscheidenden Stellen in Israel weiterleiten könne, solle ich ihn auf Englisch übersetzen. Ein Schwager stellt sich spontan für die Übersetzung zur Verfügung, weil mein Englisch nicht genügt.


2. März 2010
Dienstag - ich bin Betrügern aufgesessen

Nun sind die letzten Zweifel ausgeräumt. Ich bin tatsächlich Betrügern aufgesessen, die sich jetzt auf die elegante Art zurückziehen. Durch den "Anwalt" erhalte ich ein Schreiben des Finanzministeriums, es bestehe der dringende Verdacht auf Geldwäscherei und ich müsse mit diesen und jenen Unterlagen persönlich vorsprechen.

Ich beschließe nicht mehr zu reagieren, weder gegenüber dem "Anwalt" noch gegenüber dem "Banker".

Fazit:
Ich habe die 1. Zwischenprüfung meiner Lehre nicht bestanden!
und
Ich will jetzt nicht stehen bleiben, wenn Gott mit mir weiter gehen will!


4. März 2010
Donnerstag - ich schätze das Leben in der Schweiz

Der israelische Anwalt, den ich um Auskunft über rechtliche Möglichkeiten eines Visums für Israel gebeten habe, hat mir keine Antwort gegeben. Ich bin ganz auf die Gnade Israels angewiesen. Gut zu wissen, dass letztlich ein Anderer über mein Leben bestimmt.

In Erwartung was folgt, schätze ich das Leben in der Schweiz zusammen mit meiner Frau. Daneben arbeite ich täglich mehrere Stunden an den hebräischen Bibeltexten der Torah-Wochenabschnitte, wie wenn ich in Israel wäre.

Ein Freund von mir, der eigentlich mich in der Jerusalemer Residenz besuchen wollte, wohnt nun vorübergehend in meiner dortigen Wohnung.


8. März 2010
Montag - wieder eine "Stern-Erscheinung" - Fülle Gottes

Ich bin im morgendlichen Gebet am Fenster. Wie jeden Tag bete ich auch das "Unser Vater". Bei der Bitte "Gib uns das nötige Brot heute" leuchtet über dem Dach des Nachbarhauses exakt in diesem Moment ein sehr heller Stern auf. Ich bin perplex und werde an die Stern-Erscheinung vom 23. Dezember 2009 am Nachthimmel von Jerusalem erinnert.

Die Botschaft des heutigen Sterns ist von Gott: Sorge dich nicht! Gräme dich auch nicht über das verlorene Geld! Du bist weiterhin an Meiner Hand. Die Zusage für das heutige Auskommen genügt. Nach ungefähr einer Viertelstunde realisiere ich, dass es sich beim Stern um den aufgehenden halbleeren Mond handelt. In meiner Kurzsichtigkeit sehe ich seine Konturen ohne Brille nicht. Mir kommt ein Ausspruch meines jüdischen Lehrers in den Sinn: "Alle Wunder haben einen natürlichen Hintergrund". Das Erlebnis ist wie eine Bestätigung. Für mich ist das plötzliche Erscheinen des Mondes, im richtigen Moment, ein Wunder der Fülle Gottes.


17. März 2010
Mittwoch - blitzender Ehering

Nach drei Stunden Schlaf erwache ich um halb eins ohne äußeren Grund. Ich bin völlig wach. Deshalb nehme ich an, dass mir Gott etwas sagen will. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ich denke auch an die Stern-Erscheinungen: Am 20. November 2009: Berufungsbestätigung; am 23. Dezember 2009: Rettung beider Sippschaften; 24. Dezember 2009: An jenem Heiligabend sah ich einen schwachen Stern über Bethlehem, der mich an die Geburt von Jesus Christus erinnerte; 8. März 2010: Gib und das nötige Brot heute.

An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Um 2 h erhebe ich mich. Im Dunkeln falte ich die zusätzliche Wolldecke zusammen, weil für heute wärmeres Wetter angesagt ist. Bei dieser Aktion blitzt mein Ehering auf. Ich vergewissere mich, ob es nicht das Leuchtzifferblatt meiner Uhr gewesen ist. Ist es nicht gewesen! Dann war es eine Vision, um nicht das Wort "Sinnestäuschung" zu gebrauchen. Mein unfreiwilliger Aufenthalt in der Schweiz hat offenbar einen Nebenzweck.


26. März 2010
Freitag - Hochzeitsreise nachgeholt

Auf den Vorschlag meiner Frau hin schauen wir uns einen zweistündigen DVD über Australien an. Er gibt einen eindrücklichen Einblick in Tier- und Pflanzenwelt dieses Kontinents. Der Kommentar meiner Frau nach dem Film: Nun haben wir unsere Hochzeitsreise gemacht!

In der Tat hatten wir 1966 unsere Hochzeitsreise nach Australien geplant. Ich wollte mir damals vertiefte Englischkenntnisse in diesem Land erwerben. Die Schiffsbillette waren bereits gekauft, als meine Frau von einer schweren Krankheit heimgesucht wurde. An eine Ausreise war auf ärztlichen Rat hin nicht mehr zu denken.


27. März 2010
Samstag - Schöpfung oder Evolution?

Nach 2 Uhr früh flieht mich der Schlaf. Der Film vom Vorabend steigt in mir hoch; Bilder des Urkontinents Australien; Tiere, die es nur hier auf der Erde gibt. Verschiedenste Arten von Beuteltieren werden gezeigt und deren Entwicklung über Millionen Jahre erläutert. Erinnerungen an mein Urknall Erlebnis 1980 kommen in mein Gedächtnis. (Lebenslauf) Was gilt nun? Schöpfung oder Evolution? Während des Films hatte ich das Bedürfnis gehabt Gott über seiner Größe und Allmacht anzubeten. Gleichzeitig wurde mir auch die Brutalität der Natur bewusst. Fressen und Gefressenwerden ist neben wunderschönen Naturphänomenen der Tenor des Films! Der Glaube, dass es bei Gott keine Zufälle gibt, ist weiterhin fest in mir.

Schöpfung und Entwicklung müssen sich nicht ausschließen.


6. Mai 2010
Donnerstag - Tür zu Israel nicht vollständig verschlossen

Briefeingang von der Israelischen Botschaft in Bern auf mein Wiedererwägungsgesuch für ein Visum vom 22. Februar 2010. Gespannt nehme ich dessen Inhalt zur Kenntnis. Das Innenministerium gibt die Fakten meiner Aufenthalte und derjenigen meiner Frau fehlerhaft wieder. Was soll’s. Hauptsache, dass die Tür zu Israel nicht vollständig geschlossen ist; so kann sie später ganz aufgestoßen werden.

Pro Jahr kann ich zweimal je ein Monat nach Israel fahren; das auf spezielles Gesuch hin. 


7. Mai 2010
Freitag - Gott gibt unserer Ehe nochmals eine Chance

Ich habe wunderbar geschlafen; an einem Stück, ohne je aufstehen zu müssen, was für mich außergewöhnlich ist. Mich bewegt Gottes Führung im Zusammenhang mit dem Entscheid Israels, zweimal pro Jahr einen Monat nach dem verheißenen Land fahren zu dürfen. Der in der Nacht vom 17. März 2010 aufblitzende Ehering und der erwähnte Nebenzweck meines unfreiwilligen Aufenthalts in der Schweiz werden mir deutlicher.

Gott gibt unserer Ehe nochmals eine Chance, sie nach Seinem Willen zu gestalten. Ich will alles mir Mögliche zum Gelingen beitragen.


11. Mai 2010
Dienstag - Aufenthaltsgesuch in Israel

Beim israelischen Innenministerium stelle ich für die Monate Juni und November 2010 den Antrag auf je einen Monat Aufenthalt in Israel. Im Juni will ich den Mietvertrag mit Beit Tovei Ha’Ir auflösen und im November läuft meine dreijährige „Lehre“ aus. Zur Abschlussprüfung möchte ich im verheißenen Land weilen.


2. August 2010
Montag - nun hat es doch noch geklappt

Nun hat es doch noch geklappt. (Wenn auch nicht im Juni, so doch im August) Mit ausdrücklicher Bewilligung durch das israelische Innenministerium in Jerusalem, vermittelt durch das israelische Konsulat in Bern, fliege ich nach Tel Aviv. Nach Vorlegen des Schreibens an der Passkontrolle, und kurzem Abstecher zur Polizei, kriege ich den Einreisestempel im Pass, eine Seite hinter dem Einreiseverbotsstempel vom 17. Februar 2010. „Eine neue Seite ist aufgeschlagen“, könnte man sagen.

Meine Gefühle sind nicht euphorisch. Was wird mich erwarten? Die Sinnfrage meines neuerlichen Aufenthalts in Israel beschäftigt mich. Ist meine Berufung im Judentum echt? Könnte ich mich mit all meinen Visionen und Träumen getäuscht haben?

Ankunft in der Altersresidenz um ca. 20 Uhr. Ein kleiner Schock erfasst mich. Mein ganzes Inventar ist lieblos in Säcke abgefüllt. (Den Mietvertrag der 1-Zimmer-Wohnung hatte ich in meiner Abwesenheit aufgelöst.) Die Kleider, arg zerknittert, ziehe ich aus einem Koffer.

Gern würde ich meiner Frau über meine Ankunft Bericht geben. Keine Internetverbindung! Meine Negativgefühle verdichten sich.


3. August 2010
Dienstag - das alte Lied mit dem Internet

Das Internet ist in meinem Leben zu einem wichtigen Medium geworden. Darum vermisse ich es jetzt auch so sehr. Gute Wireless-Verbindungen, mit Übertragungsraten bis 54 Megabit pro Sekunde sind vorhanden. Mein „Esel“ verhindert aus mir unbekannten Gründen den Internetzugang.

Meine Tätigkeit besteht neben den drei Tagzeit-Gebeten, dem kleinen Haushalt und dem täglichen Lauf in der Hitze Israels hauptsächlich aus dem Torahstudium in der Ursprache Hebräisch. Ich finde es immer wieder neu faszinierend, wie diese uralten Texte mich in die Gegenwart hinein ansprechen.


6. August 2010
Freitag - Kurzschluss

In den letzten Tagen hatte ich mehrmals Kurzschluss in der Wohnung mit jeweiligem Absturz des „Esels“, weil ich ohne Akku arbeite. Jetzt wieder, wie der Zimmerdienst kommt. Darauf schalte ich den Schütz ein, nach Anleitung des Mitarbeiters Technischer Dienst. Mir ist klar, es liegt am WC-Licht. Ich betätige den WC-Lichtschalter: ein Knall mit blauem Funken und das Licht ist weg und geht auch nicht mehr nach neuerlicher Einschaltung des Schützes.

Darauf mobilisiere ich den Technischen Dienst. Entgegen aller Erwartung funktioniert das WC-Licht beim Mitarbeiter des TD wieder, wie wenn nichts geschehen wäre! Ich komme mir ziemlich blöd vor.

Das könnte ein Sinnbild sein. Mein gegenwärtiger Aufenthalt im Beit Tovei Ha’Ir hat Aspekte eines Kurzschlusses. Nichts geht! Es könnte aber auch eine Prüfung sein und kein Kurzschluss. Abwarten.


13. August 2010
Freitag - Segen und Fluch Gottes

In meiner Torahlesung bin ich im 28. Kapitel des 5. Buches Mose angelangt. Es ist ein folgeschweres Kapitel über Segen und Fluch Gottes. 14 Verse beziehen sich auf den Segen und 53 Verse auf den Fluch. Wenn das Volk Gott gehorcht, kann es mit dem Segen Gottes, und wenn das Volk Gott nicht gehorcht, muss es mit dem Fluch Gottes rechnen.

Für mich neu ist, dass es sich um einen Bund zwischen Gott und dem Volk Israel handelt, analog zum Bund am Horeb (Sinai). Das Volk ist nach seiner 40jährigen Wüstenwanderung im Lande Moab angelangt; kurz vor der Grenzüberschreitung ins verheißene Land. Es ist nicht mehr die gleiche Generation wie am Horeb. Die meisten sind inzwischen gestorben. Das Volk hat dem Bund mit Gott im Land Moab für sich und seine Nachkommen zugestimmt.

Dieser zweite Bund gilt auch heute noch für die Juden.


14. August 2010
Schabat - Segen

Der Segen Gottes (5. Mose 28,1-14) ist angenehm. Man gewöhnt sich sehr schnell an ihn.


15. August 2010
Sonntag - Fluch

Der Fluch Gottes (5. Mose 28,15-68) ist absolut erschreckend. Es geht um Sein oder Nichtsein. In den Versen 5. Mose 28: 20, 21, 22, 24, 45, 48, und 61 wird die Vernichtung bzw. das Umkommen des Volks angedroht. Dass die Drohungen bis in die heutige Zeit reichen, wird aus Vers 49 ersichtlich:

„Erheben will der Ewige über dich ein Heidenvolk von ferne, vom Ende der Erde, so wie ein Adler fliegen kann; ein Volk dessen Sprache du nicht hören(verstehen) kannst.“ (5. Mose 28,49, Eigenübersetzung)

Gott ist es absolut ernst mit dem Fluch: „Und es wird sein, so wie sich der Ewige gefreut hat über euch, euch Gutes zu tun und euch zu vermehren, so will der Ewige sich freuen über euch, euch zu Grunde zu richten und euch zu vernichten. Und ihr werdet ausgerissen werden aus dem Boden, wo du hingekommen bist, ihn in Besitz zu nehmen.“ (5. Mose 28,63, Eigenübersetzung)


19. August 2010
Donnerstag frühmorgens

Zu tausenden sind am Vorabend die Chassidim der zur Residenz nachbarlichen Synagoge, die sich am Ende einer Sackgasse befindet, geströmt. Um 1 h 30 erwache ich. Der Anlass ist offenbar zu Ende. Kaum zu glauben, aber war, dass sich um diese Zeit Automobilisten getrauen zu hupen. Die Zufahrt war für Autos eigentlich gesperrt gewesen. Ich hatte zu früh gehofft, dass das Hupkonzert nach Anlassende für einmal ausbleiben würde! Vom 4. Stockwerk aus habe ich einen guten Überblick auf die Strasse. Auch nach einer Stunde strömen die schwarzen Gestalten noch und versperren den eiligen Autofahrern den Weg.

Ungeduld und Nonchalance passen irgendwie nicht zusammen; von Rücksichtnahme auf alte, schlafende Leute ist schon gar nicht zu sprechen. Das ist israelischer Alltag.


19. August 2010
Donnerstag später am Tag - Heilsplan Gottes

Gott hat trotz aller Flüche (15. August 2010) einen Heilsplan. Aus folgenden Versen wird das ersichtlich:

„5 Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen, und Er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter.
6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.“
(5. Mose 30,5+6, Schlachter Bibel 2000)

Die Zurückbringung ins Land hat im letzten Jahrhundert eindrücklich begonnen. Auf die Herzensbeschneidung warte ich noch.


20. August 2010
Freitag frühmorgens

Ich sitze nach 4 h am Tisch und versuche Träume zu rekonstruieren. Von Ferne dringt der Ruf eines Muezzins an mein Ohr. Multireligiosität ist in Jerusalem eine Tatsache.


20. August 2010
Freitag später am Tag - Endzeit

Auch heute setze ich mein Torahstudium fort. Ich bin schon fast zu hinterst im 5. Mosesbuch angelangt. Ich lese im Kapitel 31, Vers 29:  "...und es wird euch das Böse passieren in den letzten Tagen (in der Endzeit) ...“ (Eigenübersetzung)

Die Zerstreuung unter alle Völker ist längst Tatsache. Dann passiert das Furchtbare. Ein großer Teil des Volkes wird in der Schoah ausgelöscht. Der Vernichtungsfluch (15. August 2010) gilt weiter, ohne Zweifel! Endzeit ist jetzt.


21. August 2010
Schabat - Tipp von zwei Damen

Anlässlich des Kidduschs, anschließend an den Morgengottesdienst, erzähle ich zwei Deutsch sprechenden Damen mein Abenteuer vom 17. Februar 2010 im Flughafen Tel Aviv. Sie sind entsetzt über das Benehmen der israelischen Grenzbehörden und finden, ich sollte das nicht auf mir sitzen lassen. Den Tipp, meinen „Fall“ der Schweizerischen Botschaft in Israel nachträglich noch zu unterbreiten, will ich bedenken.


22. August 2010
Sonntag - "Esel" mit neuer Betriebssoftware

Ich habe meinen „Esel“ von meinem Computerspezialisten mit der neuen Betriebssoftware zurückerhalten. Dazu zwei Erfahrungen:

  1. Der Internetzugang klappt ohne Probleme. Halleluja! Ich denke, das hat nichts mit der Betriebssoftware, sondern mit einem Engel zu tun, der dem „Esel“ den Weg freigegeben hat. Meine persönliche Interpretation geht dahin, dass ich das Internet während dreier Wochen nicht benutzen konnte, um nicht zu früh eine Rundmail zu versenden.
  2. Während der Installation der Bibelsoftware stelle ich fest, dass die Umlaute wieder falsch dargestellt werden, wie bei der alten Betriebssoftware. Dabei hatte ich gehofft und insgeheim gebetet, Gott möge mir die korrekte Darstellung gewähren. Nach Installation aller drei Bibel-CD und etlicher Probleme wegen der Einbindung der drei Bibeln, stelle ich zu meiner großen Freude fest, dass nun die Umlaute richtig wiedergegeben werden, jedenfalls im Bibeltext. Die Programmhilfen können die Umlaute weiterhin nicht richtig darstellen, was aber nicht wesentlich stört. (Später hat mich der Computerspezialist darüber aufgeklärt, dass man die Grundsprache im System einstellen kann.)

25. August 2010
Mittwoch - Zwischenprüfung bestanden

Ich beteilige mich an einem Ausflug, der auch extern ausgeschrieben wurde. Es nehmen ca. 100 Personen teil. In zwei Bussen fahren wir ins Westjordanland, wo wir in einer Siedlung Halt machen. Der Rabbiner der Siedlung hält einen Vortrag und gibt auf Fragen Antworten. Er hat acht Kinder und lebt offenbar unter einfachsten Verhältnissen. Ohne Berufung geht das kaum.

Dann steigen wir in einem Haus in der Gegend von Bet El und Schilo ab. Derech Binyamin heißt es (Benjamins Weg). Die Inhaber betreiben Weinbau mit Eigenkelterung und eine Restauration. Der Ursprung des Hauses geht weit zurück ins 19. Jahrhundert. Wir können den Wein probieren und werden anschließend verpflegt. Zum Schluss wird uns ein Film gezeigt, der auch die Berufung der Siedler anspricht. Für diese ist die Verheißung Gottes auf Rückführung ins verheißene Land von zentraler Bedeutung (19. August 2010). Offenbar spielen da auch Träume und Visionen eine Rolle.

Der Film spricht mich an, weil auch ich in meinem Leben Träume und Visionen mit Bedeutung kenne. (Joel 3,1) Meine Bedenken vom 2. Und 6. August 2010 haben sich in Nichts aufgelöst. Es war lediglich eine (bestandene) Zwischenprüfung in meiner "Lehre" (3.20.).


21. Oktober 2010
Donnerstag - Bewilligung für Israelbesuch

Endlich bekomme ich die Bewilligung für meinen Israelaufenthalt im November 2010. Israels Amtsmühlen mahlen langsam aber trefflich fein. Ich sei nun in allen maßgeblichen Computern gespeichert. Schwierigkeiten, wie sie mir ohne Visum im Pass bei der Ausreise angedroht wurden, müsse ich nicht erwarten.


22. Oktober 2010
Freitag - meine Frau kommt nach Jerusalem

Meine Frau will mich in der letzten Novemberwoche in Jerusalem besuchen. Wir werden dann gemeinsam in die Schweiz zurückfliegen. Ich freue mich über ihren Entscheid!


1. November 2010
Montag - Passkontrolle mit Hindernis

Mit einer gewissen Spannung will ich die Passkontrolle im Flughafen Tel Aviv passieren. „Will“, denn es geht wieder nicht so ring. Ich werde separat gestellt, abgeholt und muss im Warteraum des Einwanderungsbüros warten. Dann geleitet man mich hinüber zur Polizei, wo ich erneut im Warteraum platziert werde. Nach knapp einer halben Stunde habe ich, ohne Kommentar, den „Eintrittsschein“ für Israel.

In der Altersresidenz folgt eine kleine Enttäuschung. Das Zimmer ist nicht so hergerichtet wie ich es mit dem CEO per E-Mail abgemacht hatte.

Die beiden Erfahrungen zeigen mir, dass man mich nicht eigentlich erwartet hat, aber ich lasse mich nicht enttäuschen.


2. November 2010
Dienstag - komfortabler Internetanschluss

Das Zimmer entspricht nun einigermaßen meinen Vorstellungen. Nur der Internetanschluss klappt noch nicht. Ich bitte den CEO um einen technischen Mitarbeiter. Dieser „übt“ eine ganze Weile, bis der Anschluss funktioniert. Aber nun habe ich eine komfortable Verbindung mit einer Übertragungsleistung von 100.0 Mbps. Das wird mir nützlich sein, wenn ich die geplante Internetseite einrichten kann.


5. November 2010
Freitag - prüfungsfreier Lehrabschluss

Heute sind es genau drei Jahre, dass ich meine dreijährige „Lehre“ in Jerusalem begann. Ich habe somit prüfungsfrei in den Angestelltenstatus gewechselt. Rückblickend waren mir allerdings einige Zwischenprüfungen aufgetragen.

Ich beabsichtige die mir wesentlich scheinenden Ereignisse zusammenzufassen und meiner Frau sowie meinem Seelsorger als Rechenschaftsbericht vorzulegen. Der Öffentlichkeit will ich diesen im Moment noch nicht bekannt geben, enthält er doch einige höchstpersönliche Erfahrungen. 


14. November 2010
Sonntag – Sacharja 12,10


Aufstehen ca. 2 h 30 ohne Blasendruck. Vor dem Morgengebet ziehe ich das interne Los und lese es vor dem Sonnenblumenbild: Sacharja 12,10. Ich werde an den 3. Mai 2009 erinnert, als sich die Sonnenblumen auf dem Bild in meiner Vorstellung nach mir ausrichteten. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.8.) Möge doch Sacharja 12,10 bald in Erfüllung gehen!

Heute habe ich von einer Bekannten in Jerusalem eine Mail bekommen: „Wie fühlst Du Dich bei den Juden, die das NT so abstreiten?" Ich habe sie auf die Ernsthaftigkeit der orthodoxen Juden hingewiesen und meiner Hoffnung Ausdruck gegeben, dass ich die Erfüllung von Sacharja 12,10 noch erleben werde.


14. November 2010
Sonntag – Einzug durchs Königstor

Kurz vor 23 h 30 erwache ich aus meinem ersten Schlaf. Herr! Dein Knecht hört. Der 24. Psalm kommt mir in den Sinn. Wer ist der König der Ehren, der durch das Königstor einziehen wird?

3 Wer darf auf den Berg des HERRN steigen?

   Und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen?

4 Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz,

   wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört.

5 Der wird Segen empfangen von dem HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott

   seines Heils. (Schlachter Bibel 2000)

7 Hebt eure Häupter empor, ihr Tore,

   und hebt euch, ihr ewigen Pforten,

   damit der König der Herrlichkeit einziehe!

8 Wer ist dieser König der Herrlichkeit?

   Es ist der HERR, der Starke und Mächtige,

   der HERR, der Held im Streit!

9 Hebt eure Häupter empor, ihr Tore,

   ja, hebt [eure Häupter], ihr ewigen Pforten,

   damit der König der Herrlichkeit einziehe!

10 Wer ist denn dieser König der Herrlichkeit?

   Der HERR der Heerscharen,

   er ist der König der Herrlichkeit! (Schlachter Bibel 2000)

Könnte es sein, dass ich als Ebenbild Gottes den Königsauftrag habe durch das Königstor einzuziehen? Es ist vorderhand noch zugemauert, aus Angst der Muslime vor dem jüdischen Messias.


16. November 2010
Dienstag - Webdesigner gefunden

Eine Tür geht auf.

Seit einiger Zeit versuche ich ernsthaft einen geeigneten Webdesigner zu finden. Der ursprüngliche Gedanke, dass ich eine Webseite erstellen wollte, geht auf den 29. April 2008 zurück. Im Juli 2008 hatte ich zusammen mit dem Sohn meines besten Jugendfreundes den entsprechenden Namen im Internet für drei Jahre reserviert. Daraufhin ging nichts mehr. Der Gedanke hat mich aber nie losgelassen.

Ich dachte: vielleicht ist das eine Prüfungsaufgabe für den Lehrabschluss. Schon im Frühsommer 2010 streckte ich meine Fühler beim Sohn meines Jugendfreundes aus. Dieser vertröstete mich auf den Herbst. Als ich anfangs Herbst wieder anklopfte, stellte er mir Mitte November als möglichen Zeitpunkt vor. Im Hinblick auf eine Prüfungsarbeit war das zu spät. Er gab mir eine mögliche Alternativadresse an, und ich selber hatte auch noch einen Webdesigner im Hinterkopf. Alle Bemühungen endeten im Sand.

Den mir genannten Webdesigner konnte ich telefonisch nicht erreichen, erhielt aber seine Mailadresse. Eine entsprechende Mail konnte ich weder speichern noch versenden. Typisch „Esel“! Ich nahm die Blockade ernst und versuchte es nicht weiter.

Auch der Webdesigner in meinem Hinterkopf erwies sich als Sackgasse, ebenso wie ein von ihm genannter Ausweichdesigner. So startete ich gestern am 15. November 2010 erneut eine Mailanfrage an den Sohn meines Jugendfreundes. Heute bekomme ich die Meldung: „Ich werde Dir innert Wochenfrist eine Offerte zukommen lassen.“ Für mich ist das ein echter Aufsteller. Die Internetseite dürfte also, anstatt eine Prüfungsaufgabe zum Lehrabschluss zu sein, eine Aufgabe als Angestellter werden. Ich freue mich darauf.


28. November 2010
Sonntag - Mond

Soeben hat der neue Tag begonnen. Es ist 0 h 10. Nach kurzem Schlaf gehe ich auf die Knie um den Willen Gottes zu erfahren. Von links durch das Seitenfenster scheint ein helles Licht. Es ist der halbe abnehmende Mond. Ohne Brille sieht er in meiner Kurzsichtigkeit wie eine Wunderblume aus. Ich muss an das Monderlebnis vom 8. März 2010 denken.

Der Mond hat im Judentum eine große Bedeutung. Er ist die Grundlage für den jüdischen Kalender.

Es ist gut, im Zeitplan Gottes eingeschlossen zu sein.


20. Januar 2011
Donnerstag – Traum vor 0 h 30

„Ich bin mit einem sehr leistungsfähigen Auto schnell unterwegs. Die Strasse ähnelt derjenigen von Winterberg nach Kemptthal, nur breiter. Es ist nicht das erste Mal, dass ich sie fahre. Bisher ist es immer gut gegangen. Die Strasse überquert eine Bahnlinie. Von weitem sehe ich, dass ein Zug naht. Ich gehe mit aller Kraft auf die Bremse und rufe „Vater! Vater!“. Ich stehe auf der Bremse, doch scheint ein Zusammenstoss unvermeidlich. Dann plötzlich sehe ich, dass der Zug ein Problem haben muss. Er kommt nicht weiter. Ich bin gerettet!“

Bevor ich den Traum aufschreibe, lese ich mein internes Los in Jesaja 55,10+11:

„Denn so wie der Regen und der Schnee fällt vom Himmel und dorthin nicht zurückkehren soll, er habe denn die Erde getränkt und sie befruchtet und wachsen lassen und Samen gegeben dem Sämann und Brot zum Essen; - gleich soll Mein Wort sein, das aus Meinem Munde gehen will. Es soll nicht leer zu Mir zurückkommen, es habe denn gemacht, was Mir gefallen hat und sei erfolgreich gewesen, wie Ich es gesandt habe.“ (Eigenübersetzung)

Das Wort Gottes soll nicht leer zu Gott zurückkehren. Ich warte darauf, dass sich „meine“ Verheißung vom 12. August 1980 erfüllt.


24. Januar 2011
Montag – ein dritter Tempel?

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Sacharja. 6,15 hat mich angesprochen:

„Und Entfernte sollen kommen und werden bauen am Tempel des Ewigen.
Und ihr werdet erkennen, dass der Ewige der Heerscharen mich gesandt hat zu euch.
Und das wird sein, wenn ihr wirklich auf die Stimme des Ewigen eures Gottes hören wollt.“

(Eigenübersetzung)

Es geht um Jehoschua. Allerdings wurde es im Zusammenhang mit dem zweiten Tempel geschrieben. Wenn ich historisch kritisch wäre, müsste ich meine Gedanken, Jehoschua zu sein, vergessen. Ich denke aber biblisch/hebräisch. Himmel auf Erden ist zeitlos.


25. Januar 2011
Dienstag – Trost für die Trauernden Zions

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine passt zu gestern:

„Der Ewige hat mich gesandt, die Trauernden Zions zu etwas zu machen, ihnen zu geben:
Kopfschmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, Prachtgewand statt betrübten Geist …“

(Jesaja 61,1(Teil)+3a, Eigenübersetzung.)


28. Januar 2011
Freitag – Deine Verheißung besingen

Inneres Erleben am frühen Morgen, nachdem ich am Vortag die Enkelkinder „gehütet“ hatte:

Die Play – CD, die mir mein Enkel eigentlich nicht hatte zeigen wollen, hatte mich zutiefst erschreckt. Als ich nach Mitternacht aufstehe ist mein Gebet: „Was soll ich Messias der Juden werden, wenn ich nicht einmal meinen Enkel retten kann?"

Dann ziehe ich das interne Los:
„Besingen soll meine Zunge Deine Verheißung! Denn all Deine Weisungen sind gerecht.“ (Psalm 119,172, Eigenübersetzung)

Bevor ich mich wieder hinlege geht mir auf: Der Messias hat Bedeutung für die ganze Welt, wenn auch sein direkter Einfluss auf die Juden beschränkt ist.

Um vier Uhr stehe ich recht beschwingt auf. Das Nachterleben ist noch gegenwärtig. Ich will alles in meiner Macht stehende daran setzen, meine von Gott zugedachte Funktion zu erfüllen; samt meiner Frau!

Wie ich mich nach dem Badezimmer im Dunkeln zu meinem Arbeitszimmer begebe und dort eintrete, scheint an der Wand ein schwaches Licht. Das ist außergewöhnlich. Ich will dem Ursprung nachgehen; schon ist es weg. Ich mache Licht. Unterhalb der „Lichtstelle“ hängt das Jerusalembild. Das Licht befand sich oberhalb der jüdischen Altstadt.

   Mir wird klar: Einiges meiner Gedanken muss seine Richtigkeit haben!

Ich will das Geschriebene ausdrucken. Zu diesem Zweck speichere ich die Datei auf dem Datenstick für den Ausdruck auf dem Computer meiner Frau. Dort suche ich die Datei vergeblich. Sie ist weder im gesamten Ordner „besondere Ereignisse“ noch separat auffindbar. Das ist „Eselssprache“ für mich. Ich merke, dass ich meiner Frau das Geschriebene nicht aushändigen soll, sondern dass ich mit ihr reden muss.


29. Januar 2011
Dienstag – stütze dich nicht auf den Verstand!

Nach der gestrigen Lichterscheinung über meinem Jerusalembild stehe ich ganz ehrfürchtig in meinem Arbeitszimmer, bevor ich das interne Los lese. Ich bitte Gott, zu mir zu reden.

Internes Los, Sprüche 3,5+6:
„Vertraue in den Ewigen mit deinem ganzen Herzen, aber auf deinen Verstand stütze dich nicht!
In all deinen Wegen erkenne IHN!
So will ER deine Pfade ebnen.“ (Eigenübersetzung)

Ja, in all meinen Wegen will ich DIR vertrauen. Es ist wunderbar, sich von Gott geführt zu wissen, auch wenn der Verstand nicht mitkommt.


31. Januar 2011
Montag – den Messias-König erkennen

Das Wort von gestern (Sprüche 3,5+6) glaubend, erwarte ich weitere Weisung durch das heutige interne Los, Psalm 25,5, bevor ich es lese:

„Leite mich in Deiner Wahrheit und lehre mich.
Du bist Gott meines Heils. Deiner habe ich den ganzen Tag geharrt.“

(Eigenübersetzung)

Vorausgehend war mir ein Freund auf die Seele gefallen, an dessen Orientierungsversammlung über TJC II (Toward Jerusalem Council II) ich gestern teilgenommen hatte. Laut seiner Einladung geht es ihm vorrangig darum, den kommenden Messias-König zu erkennen.

Mein Freund will eine Auszeit nehmen und will mich sprechen. Wunderbar zu wissen, dass mich Gott in Seiner Wahrheit leiten wird, wenn ich IHM vertraue.


1. Februar 2011
Dienstag – Diadem und Kopfbund aus Byssus

Während meines Bibelstudiums (2. Mose 28,37+38), ich berühre den „Esel“ nicht, gibt dieser einen deutlichen Ton von sich. Ich kann keine Veränderung am „Esel“ feststellen. Es kommt mir vor, wie wenn die obigen Verse von besonderer Bedeutung wären für mich. Es geht um ein Diadem und einen Kopfbund aus Byssus die Aron für Vergehen der Kinder Israels im Zusammenhang mit dem Darbringen heiliger Gaben tragen muss. Hat das eventuell mit Sacharja 3,5 zu tun?

http://de.wikipedia.org/wiki/Byssus

Ich will vertrauen, dass mich Gott richtig führen wird. Mit meinem Verstand komme ich hier nicht weiter (Sprüche 3,5+6).

Nachträglich habe ich festgestellt, dass der „Esel“ diesen Ton von sich gibt, wenn er eine Meldung macht (verlangsamte Arbeitsweise wegen eines besonderen Vorgangs).


17. Februar 2011
Donnerstag - Ebenbilder

Abendlesung Römer 8,29:
„Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“ (Schlachter Bibel 2000)

Es ist gut zu wissen, dass ich als gewöhnlicher Mensch zum Ebenbild des Erstgebornen berufen bin. Wir Menschen wurden ja auch als Ebenbild Gottes erschaffen. (1. Mose 1,26)


18. Februar 2011
Freitag – „weide dein Volk …“

Nachdem mir Gott mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4), vor drei Uhr geweckt hat, bitte ich Ihn zu mir zu reden. Das interne Los fällt auf Micha 7,14a:
“Weide dein Volk mit deinem Stab, Herde deines Eigentums!“
(Eigenübersetzung)

Bisher hatte ich immer angenommen, Gott sei angesprochen. Plötzlich bin ich mir nicht mehr sicher, ob eventuell Gott den Propheten bzw. mich anspricht. Im Vers 10 ist der Prophet der Sprechende. In den Folgeversen kann es ebenso gut Gott sein der spricht. Vers 15 ist meines Erachtens von Gott gesprochen. Die darin erwähnten Wunder wie beim Auszug aus Ägypten nehmen Bezug auf Vers 14 und passen zu „meiner“ Verheißung von unvorstellbar großen und schönen Wundern.


15. März 2011
Dienstag – für ein von Gott gehörtes Gebet danken

Im Morgengebet bitte ich Gott auf den Knien, aufgrund einer Aufforderung von Bruder Yun, für unsere Söhne, dass sie wiedergeboren und zu Predigern in Seinem Reich werden möchten. Beim Öffnen der Augen blitzt während eines Sekundenbruchteils ein Stern am Himmel auf. Es ist nicht das erste Mal, dass Stern-Erscheinungen zu mir sprechen.

Ich nehme diese Erscheinung als Gebets(er)hörung an. Der Erfüllungszeitpunkt steht auf einem andern Blatt geschrieben. Von jetzt an will ich für die Hörung des Gebets danken.


25. März 2011
Freitag - Schienbeinkrampf

Um 2 h weckt mich ein Schienbeinkrampf. Da er nicht abklingen will, stehe ich auf. Ich muss an den Schienbeinschmerz im Traum „lech-lecha“ am 24.Juni 2007 denken.

Das interne Los in Joel 3,1 hat weltbewegenden Charakter:

„Und es wird sein nach diesem: Ich will Meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen, und es werden weissagen eure Söhne und eure Töchter. Eure Alten sollen Träume träumen. Eure Jünglinge sollen Erscheinungen sehen.“
(Eigenübersetzung)


14. April 2011
Donnerstag – mein „Esel“ ist destabilisiert

Unser ältester Sohn telefoniert relativ spät und teilt mir mit, dass er von seiner Psychiaterin einen Textvorschlag für die Fristwiederherstellung zu seiner Steuererklärung erhalten hat. Er schickt mir den Vorschlag per Mail und ich verspreche ihm einen Briefentwurf an das Steueramt zu erstellen. Aber mein „Esel“ stellt sich quer. Ich will die Kopie eines früheren Briefs an das Steueramt als Grundlage nehmen. Was sonst Sache kaum einer Sekunde ist, dauert. Der „Esel“ zeigt einen Kopiervorgang an der nicht enden will. Ich breche ab. Auch sonst ist der „Esel“ völlig destabilisiert.

Ich rufe den Sohn an und teile ihm mit, dass es mir wegen meines „Esels“ nicht möglich sei ihm den Brief noch am gleichen Abend zu formulieren. Ich bin auch müde und gehe ins Bett. Später wird mir klar, dass Gott durch den „Esel“ spricht. Ich soll meinem Sohn seine versäumte Arbeit nicht abnehmen. Er muss etwas lernen. Per Mail gebe ich ihm einige Stichworte, wie er vorgehen soll mit dem Brief. Ich werde seinen Entwurf dann prüfen.


4. Mai 2011
Mittwoch früh – Arm Gottes

Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine:

„Und auch bis ins Altwerden und Greisentum, Gott, verlass mich nicht! Bis ich, Dein Arm, verkündigen kann dem Geschlecht, jeglichem das kommen soll, Deine Macht.“  (Psalm 71,18, Eigenübersetzung)


Die heutige Losung hat mich an diejenige vor genau zwei Jahren (4. Mai 2009) erinnert. Auch dort (Jesaja 40,10) geht es um den Arm Gottes. „Könnte es sein, dass mich Gott als Seinen „Arm“ gebrauchen will?“ hatte ich damals im Tagebuch gefragt.


4. Mai 2011
Mittwoch später – Internetseite ist noch geheim

Ich arbeite an meiner Internetseite im Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.11., elohim watedaber.

אלהים ותדבר

Nach der Einfügung kommt die hebräische Schrift an den falschen Ort zu liegen. Alle meine Bemühungen fruchten nicht. Ich gedenke das meinem Schulungsleiter bei der IT-Firma zu unterbreiten. Wie ich weiter gehen will, erscheint an der Stelle der Hebräischen Zeichen je ein Fragezeichen. Mir ist jetzt sofort klar, dass die Sache noch geheimen Charakter hat. Diese Erfahrung bestätigt auch eine vorangehende: Im Site Manager war eine zweite Seite für weitere Unterseiten eröffnet worden. Während längerer Zeit hatte ich schon am Vortag nach dem Einstieg in die zweite Seite gesucht und nicht gefunden. Auch in der Nacht, als ich nicht schlafen konnte, wiederholte sich das gleiche. Irgendwann kam mir dann die Idee, sämtliche Unterseiten des Rechenschaftsberichts auf zu viel Information zu prüfen. Nachdem ich die Unterseiten bereinigt hatte, war plötzlich auch die Verbindung zur zweiten Seite wieder einsehbar. Mein „Esel“ hat nach wie vor eine wichtige Funktion!

Später hatte ich dann herausgefunden, wie vorzugehen ist.


6. Mai 2011
Freitag - Traum vor 4 h - Arbeitsweise meines "Esels"

Ich arbeite im Traum am Computer. Bei einer komplizierten Formel stehe ich „wie der Esel am Berg“. Unsichtbare Hand korrigiert meine Eingaben. Bei einer nächsten Aktion weiß ich nicht wo weiterfahren. Es öffnet sich ein kleines Fenster oben links, das mir den Tipp gibt wo ich weitermachen soll. Wieder füllt, nach meinem Antippen, unsichtbare Hand Formeln und Schriftzeichen ein.

Wesen:
Mein „Esel“ arbeitet selbständig.

Sinnbild:
Mir wird erneut, wie in einem früheren Traum, gezeigt, dass meine eigene Leistung sekundär ist.

Anruf:
Werde demütig! Ja, Vater, mit Deiner Hilfe.

PS
Wie ich den letzten Satz der Traumaufschreibung korrigiere, erscheint unter dem Wort „Schriftzeichen“ ein von mir noch nie gesehenes Zeichen von zwei blauen schrägen Parallelstreifen mit dazwischen einer gelben Form, ähnlich einer Bohne. Wie ich weiter schreibe, verschwindet das Zeichen.


PS vom PS:
Alle Wörter des letzten Satzes werden mir als im Wörterbuch nicht vorhanden angezeigt und sind rot unterstrichen. Warum nur dieser letzte Satz im US-englischen Format angezeigt wird, ist mir ein Rätsel. Während ich das PS vom PS fertig schreibe, verschwindet die falsche Formatierung!

Mein Traum wird eindrücklich bestätigt.


17. Mai 2011
Dienstag – Internetseite Jehoschua

Ich weiß mich von Gott berufen an Seinem Volk. Woher nehme ich diese Gewissheit? Neben der Berufung durch Bruder Yun und der Vision von Rabbi Kaduri ist es Micha 3,8.

Mein Seelsorger hatte mir am 4. September 2002 während einer Seelsorgesitzung Micha 3,8 (erster Teil) zugesprochen:

„Ich aber bin voll Kraft des Geistes des Ewigen und des Rechts und der Macht/Tapferkeit …“
(Eigenübersetzung)

Der zweite Teil des Verses ist mir am 6. April 2008 bewusst geworden:
„… zu verkünden dem Jakob sein Vergehen und Israel seine Sünde.“ (Eigenübersetzung)

Meine Internetseite soll Weckruf sein für Gottes Volk! Darum ist es wichtig, dass ich eine professionelle Homepage bekomme. Heute ist die entscheidende Sitzung für die Gestaltung der Homepage Jehoschua. Mein internes Los spricht mich sehr an in Hesekiel 33,12:

„Und du, Menschensohn, sage den Kindern deines Volks: „Gerechtigkeit des Gerechten kann ihn nicht retten am Tag seines Vergehens! Aber die Bosheit des Gottlosen; er soll nicht daran scheitern am Tag seiner Umkehr von seiner Bosheit! Aber ein Gerechter kann nicht leben durch sie (frühere Gerechtigkeit) am Tag seiner Sünden!“
(Eigenübersetzung)

Hesekiel 33,12 hat mich stark an Bileam erinnert, mit dem ich Parallelen habe. Bileam, der bekanntlich ein schlechtes Ende genommen hat, ist mir Ansporn und Warnung zugleich.


19. Mai 2011
Donnerstag - Außergewöhnliches

Ich arbeite wieder an meiner Internetseite. Die grundsätzliche Gestaltung der Tagebucheinträge ist noch nicht klar. Ich übe. Zu diesem Zweck eröffne ich immer wieder eine neue Seite. Nun komme ich zum 3. Mai 2008. Da passiert etwas Außergewöhnliches. Es gelingt mir einfach nicht eine neue Seite zu eröffnen, obschon ich die genau vorgeschriebenen Aktionen folgen lasse. Erst in der folgenden Nacht, als ich wach liege, kommt mir in den Sinn, dass sich der „Esel“ ja am 3. Mai 2008 so außergewöhnlich benommen hatte. Ich hatte damals geschrieben:

„Ich erwache um 4 Uhr und realisiere, dass ich geträumt habe. Mit etwas Überwindung erhebe ich mich um den Traum aufzuschreiben. Die Umstände sind so speziell, dass ich nicht umhin kann sie wiederzugeben:

PS zu den Träumen:
Ich sitze im Dunkel, weil der Strom am Schabat abgestellt ist. Die Müdigkeit drängt mich ins Bett zurück. Nach einer ersten minimalen Traumaufschreibung klappe ich das Notebook zu, um meinen „Esel“ zur Ruhe zu schicken. Er gehorcht nicht. Das Kontrolllämpchen erlischt nicht. Ich öffne den Deckel und die Traumaufschreibung ist sofort wieder da. Ich ergänze mit einer vorangehenden Traumerinnerung (1) und einer ausführlicheren Beschreibung des Traumes (2). Wieder will ich den „Esel“ zur Ruhe schicken. Ich klappe den Deckel erneut zu. Er geht nicht in den Ruhestand. Auf den Knien, im Gebet, kommt mir der Gedanke, dieses PS zu schreiben.

Jetzt endlich gehorcht mein „Esel“, bzw. endlich habe ich gehorcht. Ich bin überwältigt von Gottes feinem Wirken an mir. Ich habe eine weitere Lektion gelernt und das am Schabat. Ein beschwingendes Gefühl begleitet mich den ganzen Tag. Der eingeschobene Traum ist mir inzwischen so bedeutungsvoll geworden dass ich im Moment auf eine Veröffentlichung verzichten muss.“

Und hier ist der entsprechende unveröffentlichte Traum:

Traum 3. Mai 2008 (4 h, in Jerusalem)
(1) Ich sehe eine strategische Anordnung auf einer Wandtafel oder ähnlich. Eine Reihe von Symbolen ist in einer Linie dargestellt. Die Linie stellt den zeitlichen Ablauf der Geschichte dar. Es geht um die Rückkehr des Messias. Dieser nähert sich dem letzten Symbol, das eine große Gefahr repräsentiert. In einem riesigen Bogen weicht er der Gefahr aus und beginnt am Anfang der Geschichte.
(2) Ich befinde mich in einem christlichen Ausbildungslager ähnlich dem Alfa Live Kurs. Es ist eine exklusive Gesellschaft. Jeder hat eine Hängemappe, zu der auch die andern Zugriff haben. Ich tue mich schwer mit einer andern Mappe, indem ich mir nicht im Klaren bin, was ich notieren soll. Ich habe zudem den Eindruck, die Gesellschaft, die in Schulung ist, zu stören. Ziel ist es jemanden zu animieren eine oder andere Personen zu einem Essen einzuladen. Ich beauftrage Hans und Ruth mit einer Bratwurst Peter einzuladen. Meine Frau hat Mühe das „Spiel“ zu verstehen. Wie sie es versteht schüttelt sie den Kopf über die „verrückte“ Idee.

Sinnbild:
(1) Der Messias kommt zurück um die Welt zu versöhnen.
(2) Animation zur Versöhnung im Kleinen.

Anruf:
(1) Bist Du immer noch bereit, deine Berufung anzunehmen?
(2) Bete für Hans und Ruth und für Peter!


20. Mai 2011
Freitag - Wirkungshoffnung

Mein internes Los in Sacharja 8,23b:

„Und sie werden festhalten am Rockzipfel eines jüdischen Mannes und sagen: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört: Gott ist mit euch.“ (Eigenübersetzung)
 

Mein Glaube: Wenn meine Internetseite ihre Wirkung getan hat, wird obiger Vers eintreten.


27. Mai 2011
Freitag – der Knecht

Mein internes Los in Jesaja 42,1:

„Siehe Mein Knecht: Ich will Mich auf ihn stützen.
Mein Auserwählter hat Meiner Seele gefallen.
Ich habe Meinen Geist auf ihn gegeben.
Recht soll er zu Heidenvölkern hinausbringen!“

(Eigenübersetzung)

Der Knecht bin ich.
(Jesaja 40,10, 4. Mai 2009)

Danke Vater, dass Du mich brauchen willst.


29. Mai 2011
Sonntag – wie rühmen wir uns?

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine beanspruche ich gern für meine Frau und mich in Psalm 20,8:

„Diese mit Streitwagen und jene mit Rossen, wir aber wollen uns im Namen JAHWEH unseres Gottes erinnern.“
(Eigenübersetzung)


4. Juni 2011
Freitag/Samstag – aufgedeckte Herrlichkeit

Ich erwache nach 22 h, nach einer knappen Stunde Schlaf. Ein starker Schmerz im rechten Knie lässt mich kaum die Position verändern. Ich bin nun hellwach. Gott will mit mir reden. Gott allein kennt meine Gedanken. Ich befehle sie Ihm als Gebet an. Dann stehe ich auf. Ich will schauen, ob Gott mit dem „Esel“ zu mir sprechen will. Es ist soeben Mitternacht vorbei. Möglicherweise habe ich mich in der Zeit des Erwachens um 22 h getäuscht. Nach meiner Empfindung bin ich noch keine Stunde wach.

Nach Mitternacht ist neue Welt! Mit Spannung lese ich das interne Los in Jesaja 40,5:

„Und es wird Herrlichkeit des Ewigen aufgedeckt werden, und sie werden sehen – alles Fleisch zusammen – dass der Mund des Ewigen geredet hat.“ (Eigenübersetzung)

Meine Internetseite wird diese Verheißung möglich machen!


4. Juni 2011
Samstag - Traumerinnerungen nach 4 h

(Ich habe in verschiedenen Sequenzen, immer wieder ähnliches geträumt)

Ich bin gestorben, lebe aber immer noch in verminderter Lebensqualität weiter. Ich kann zum Teil auch mit Lebenden kommunizieren. Ich erlebe verschiedene Orte und verschiedene Menschen: vom Kleinkind bis zum alten Mensch. Es ist nicht eigentlich klar, wer lebt und wer schon gestorben ist. Es widerstrebt mir, gestorben zu sein. Ich merke: Ich möchte nicht gestorben sein. Der Lebenstrieb ist unerhört stark. (Zwischendurch bin ich immer wieder einmal aufgewacht; jedes Mal mit leicht schlechtem Gewissen, weil ich um 4 h nicht aufgestanden bin. Die Träume haben sich in Variationen wiederholt.)

Wesen:
Ich bin gestorben, lebe aber vermindert weiter. Es ist unerwünscht, nicht angenehm.

Sinnbild:
Der Mensch will nicht sterben. Er will leben!

Anruf:
Sei nicht faul!

PS
Als ich vor 6 h definitiv erwachte kamen mir die Zeiten zwischen 1980 und 1990 in den Sinn, die Psychiatriezeiten, vor allem das Gefühl auf dem absteigenden Ast zu sein, ein eigentliches Verlorenheitsgefühl. Jeweils ein weiterer Klinikeintritt (4x) war damals unvermeidlich.

Es geht allen Menschen gleich. Wir wehren uns mit allen Mitteln gegen das Sterben und wenden, wenn nötig, auch unlautere Methoden an. Macht Geld und Sex sind menschliche Überlebensstrategien.

Dann wurde mir bewusst, dass ich als Erlöser Israels berufen bin, dass das die Menschen aber noch nicht anerkennen. Und es gibt keine Zufälle. Alles was wir erleben hat seinen Sinn; auch alle Begegnungen; auch wenn eine Beziehung längere Zeit unterbrochen ist, geht der Heilsplan Gottes weiter; wird möglicherweise deutlicher.

PS vom PS
Interessant, dass die Worte:
Macht Geld und Sex sind menschliche Überlebensstrategien in US Englisch formatiert erscheinen, dass aber lediglich die eingefärbten Worte rot unterstrichen sind.


4. Juni 2011
Samstag – Recht und Gerechtigkeit

Das interne Los in Jesaja 9,6 fährt mir richtig in die Glieder:

„Auf dass die Herrschaft zunehme und des Friedens kein Ende sei auf Davids Thron und in seinem Reich, es aufzurichten und es zu festigen, durch Recht und Gerechtigkeit, von jetzt an und bis in Ewigkeit. Der Eifer des Ewigen der Heerscharen tue solches!“ (Eigenübersetzung)
 

PS
Jetzt ist es der Schlusssatz, der in US Englisch formatiert erscheint.


7. Juni 2011
Donnerstag - Traum 1 h - Gottesführung

Wir sind mit dem Auto unterwegs, an dem ich seit langem keine Wartung mehr durchgeführt habe. Irgendwas stimmt nicht. Wir wissen nicht was. Plötzlich höre ich durch Eingebung: „Motorenstab“. Mir ist sofort klar; es geht um den Ölstandmesser. Wie wir den Ölstand kontrollieren, ist der extrem tief. Wir müssen dringend Öl nachfüllen. Meinen Begleitern sage ich: „Ich höre zwar nicht mehr gut, aber Gott hat mir ein anderes Gehör geschenkt.“

Wesen:
Unser Auto hat ein Problem. (Realitätsbezug)
Durch Eingebung wird mir der Grund des Problems klar.

Sinnbild, (Realitätsbezug):
In der Realität hatten wir am Vortag ein Problem mit der Handbremse. Infolge einer vergessenen Tasche mussten wir an unseren Herkunftsort zurück, wo wir Wein verkostet hatten. Der Winzer konnte mir den Tipp geben, die Handbremse zu lösen: „Kupplung drücken und auf die Bremse treten!“. Für mich ist das eine deutliche Führung Gottes. In der Realität habe ich wirklich ein Hörproblem. Dafür erlebe ich immer wieder deutliche Führungen Gottes.

Anruf:
Danke dem Vater im Himmel!


7. Juni 2011
Dienstag früh - Gebetserhörung

Im Morgengebet bitte ich Gott inständig um Erlösung von meinem ältesten Sohn aus seinem Schlamassel und von meinem zweiten Sohn aus seinem Haschen nach Wind. Wie ich die Augen öffne blinkt es am Himmel. Ich denke an den blitzenden Stern vom 15. März 2011. Nach wenigen Augenblicken blinkt es erneut aber weniger hell. Es ist offenbar ein Flugzeug in großer Höhe.

Für mich kam das erste Blinken im rechten Moment. Ich glaube, dass Gott mein Gebet gehört hat und zur rechten Zeit erfüllen wird. In Zukunft werde ich nur noch für die Erhörung danken.


7. Juni 2011
Dienstag – direkte Antwort

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 6,10 ist eine direkte Antwort auf die Gebetserfahrung heute früh:

„Gehört hat der Ewige mein Flehen. Der Ewige; mein Gebet will Er annehmen.“
(Eigenübersetzung)


9. Juni 2011
Samstag - Traum vor 4 h

Mit andern Leuten zusammen erwecken wir den Dorfladen zu neuem Leben. Eines Tages ein wüster Anblick vor dem Haus: ein zerschmettertes Schaf in seinem Blut und geplatztem Gedärme; ein erschreckender Anblick. Dabei, wie in einem Känguru-Beutel ein frisch geborenes Lämmlein, das nach Nahrung bei seiner Mutter sucht. Die große Frage: wie können wir dem Lämmlein zum Überleben verhelfen? Es gibt Leute vom Team, die sich ernsthafte Gedanken machen.

Wesen:
Zerschmettertes Schaf vor dem Haus mit einem überlebenden, frisch geborenen Lämmlein. Menschen machen sich Gedanken, wie man das Lämmlein am Leben erhalten kann.

Sinnbild (Realitätsbezug):
In einer Auseinandersetzung über den Umgang mit der Wahrheit und mit Geld, „platzt meinem ältesten Sohn der Kragen“. Ich hatte ihn darauf aufmerksam gemacht, dass für mich Wahrheit vor Geld kommt, und dass ich bereit bin, der Autovermietung wahrheitsgemäß Auskunft zu geben, auch über das Handbremsenproblem (Traum vom 7. Juni 2011).
Beim „Gute Nacht-Sagen“ hat mein Sohn ein ganz zarte Stimme, wie wenn er sich für seine „Entgleisung“ entschuldigen möchte.

Anruf:
Es geschehen Zeichen und Wunder!


24. Juni 2011
Freitag – Johannistag

Am Johannistag werde ich an mein Nachterlebnis „lech-lecha“ vom 24. Juni 2007 (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.10.) erinnert. Es war die eigentliche Initialzündung für die Ausführung meines Auftrags am jüdischen Volk.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 2. Chronik 16,9a zeigt, worauf es ankommt:

„Denn des Ewigen Augen schweifen auf der ganzen Erde herum, stark zu werden in deren Herz, das ungeteilt zu Ihm ist ...“  (Eigenübersetzung)

Dazu passt das interne Los in Hesekiel 36,26 wunderbar:

"Und Ich werde euch ein neues Herz geben, und einen neuen Geist will Ich in euer Inneres geben.
Und Ich werde das Steinherz von eurem Leib entfernen, und Ich werde euch ein Fleischherz geben."
(Eigenübersetzung)


30. Juni 2011
Donnerstag – meine Botschaft an die Juden!

Das heutige interne Los in Hosea 12,7 hatte ich ursprünglich am 12. August 2007, genau 27 Jahre nach der Landverheißung 1980 im St. Johannis-Konvent in Reichenschwand, erhalten:

„Du aber, in deinem Gott sollst du dich bekehren! Gnade und Recht behüte! Und hoffe auf deinen Gott! Immer!“
(Eigenübersetzung)

Ich hatte am 12. August 2007 als Fußzeile notiert: „Meine Botschaft an das Volk Gottes?!“ Das Fragezeichen lasse ich heute weg.


19. Juli 2011
Dienstag - Relativität der Gefühle

Mich grippig fühlend, gehe ich um 20 h ins Bett. Vor Mitternacht bin ich wieder wach. Meine Gedanken bewegen sich, wie so oft, um meine Berufung und deren Zusammenhänge. Die Frage geht mir durch den Kopf, ob es den Lesern meines Tagebucheintrags vom 5. November 2007 einleuchte, warum ich an die Rechow Yona fahren wollte. Auch meine Führung ins Beit Tovei Ha’Ir am 9. November 2007 geht in die gleiche Richtung. Nun, die Begründung liegt in meinem Erleben vom 29. April 2004: Nachtessen nahe Hillel-Straße. Ich mache mich die Hillel-Straße hinauf auf den Heimweg ins Beit Yona. Bestens vertraute Umgebung. Die Kreuzung bei der Shmuel HaNagidstraße ist etwas kompliziert. Einfach allgemein Richtung geradeaus, dann kommst du richtig. Die erwarteten bekannten Straßen bleiben aus. Ich muss mehr Richtung links geben. Gedacht, getan, aber es hilft nicht viel. Die Umgebung bleibt mir unbekannt. Anstelle der erwarteten Betzalel-Straße erreiche ich die Jaffo-Straße. Völlig falsch, realisiere ich und gebe wieder kräftig Korrektur, anstatt mich einfach 180° zurückzudrehen. An den orthodox gekleideten Männern erkenne ich, dass ich in die Nähe von Mea Shearim geraten bin. Die Quartiere sind noch sehr belebt. Man hat den Eindruck, dass nachts nach 21 Uhr der Abend erst begonnen habe. Ich erreiche Malchei Israel-Straße und realisiere mit dem Verstand, dass ich nun völlig in die falsche Richtung laufe. Wie halb in Trance bleibe ich vor dem Straßenschild einer Nebenstraße stehen und lese: „Rechow Yona“. Welch ein Zufall, wenn ich an Zufälle glaubte! Anstatt zum Beit Yona bin ich zur Rechow Yona gelangt.

Noch etwas anderes geht mir durch den Sinn. Auf meinem Heimweg am 29. April 2004 wollte ich die Richtung stets nach links korrigieren, wurde aber unwiderstehlich nach rechts geführt. Auch in meinem politischen Verständnis führt mich Gott nach rechts. Dies wurde mir am 15. Mai 2009 klar, nachdem ich am Vortag einen Traum mit dem Werbebanner der Wochenzeitung „Weltwoche“ hatte. Rein menschlich gesehen sträubte ich mich gegen dieses rechts gerichtete Blatt, erkannte dann aber, dass mich Gott politisch nach rechts umpolen will, was ich nun geschehen lasse.
Mir ist inzwischen anhand der Bibel klar geworden, dass die rechte Seite die bevorzugte ist bei Gott. So mussten beispielsweise bei der Priesterweihe das rechte Ohrläppchen, der rechte Daumen und die rechte große Zehe des zu weihenden Priesters mit Widder-Blut bestrichen werden. (3. Mose 8,23 ff.) Für mich ganz wichtig geworden ist auch Psalm 16,8: „Ich habe den Ewigen immer mir gegenüber vorgestellt. Wenn Er zu meiner Rechten ist, muss ich nicht wanken.“ (Eigenübersetzung) Ein weiteres Beispiel ist der bevorzugte Segen mit der rechten Hand. (1. Mose 48,18)


12. August 2011
Freitag - Erinnerungen

Heute jährt sich „meine“ Verheißung von Reichenschwand (St. Johannis-Konvent, 12. August 1980) zum 31. Mal:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“

Ich habe den Eindruck, dass ich kurz vor der Erfüllung der Verheißung stehe.

In letzter Zeit hat mich die Traumvision vom 2. Juni 2009 stark beschäftigt: „elohim watedaber“ (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.11.) Ich habe den Bibelvers 1. Chronik 17,17, auf den sich die Traumvision bezieht, in Hebräisch auswendig gelernt und repetiert. Es ist auffallend wie unterschiedlich die Bibelübersetzungen mit diesem Vers umgehen und zum Teil wie hilflos. Ich habe mich mit den einzelnen Wörtern ausgiebig auseinandergesetzt und eine eigene Übersetzung gewagt:
„Aber klein war dies in Deinen Augen, Gott! Und Du redetest über Deines Knechtes Haus in der Ferne. Und Du wirst mich sehen wie eine Wiederkehr des höchsten Menschen; Ewiger, Gott!“

Wir Menschen sollen uns als Nachfolger von Jesus Christus üben. Ich habe das seit 1980 in zunehmendem Maß getan. Das „Unser Vater“ war mir dabei große Hilfe. Als gewöhnlicher Mensch ist mir aufgetragen demütig zu werden. Gott hat mich nicht wegen meinen Leistungen auserwählt, sondern so wie Sein Volk: aus lauter Gnade! (Jeremia 31,3) Gott hat mich gezogen und erzogen. Mit 31 Jahren (seit meiner Wiedergeburt) bin ich nun ziemlich erwachsen. Das dürfte auch ungefähr das Alter gewesen sein, in dem Jesus von Nazareth öffentlich in Erscheinung getreten ist. So glaube ich, dass ich bald mit meiner Internetseite an die Öffentlichkeit gehen kann. Ich warte auf grünes Licht von Gott!


18. August 2011
Donnerstag – ein lautloser Blitz

Ich bin im Morgengebet. Auf meine Bitte bei offenen Augen …“wie im Himmel, so auf Erden“… blitzt es wie von einem Blitzlicht, ohne Donner. Es berührt mich, da es wirklich mein Wunsch ist, den Himmel auf Erden zu erleben. Es hatte vorher schon, bei geschlossenen Augen, mehrmals geblitzt. Später kamen dann weitere Blitze mit Donner hinzu; ein richtiges Gewitter (von der Wetterprognose nicht vorausgesehen). Für mich eindrücklich bleibt der eine lautlose Blitz. In der Bibel gibt es verschiedene Blitzbezüge. Besonders angesprochen hat mich Matthäus 24,27:

„Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.“ (Schlachter Bibel 2000)


23. August 2011
Dienstag – grünes Licht zur richtigen Zeit

Ich bin früh im Morgengebet auf den Knien am Fenster. Ich danke für meine Internetseite und dass mir Gott zur richtigen Zeit grünes Licht für den Online-Gang geben wird. In diesem Moment leuchtet der Vorgarten beim Nachbarhaus auf. (Licht aus dem Innern eines Gebäudes)

Mein Gebet findet so unmittelbare Bestätigung.


8. September 2011
Donnerstag – erneut ein lautloser Blitz

Ich bin im Morgengebet und meditiere: „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“. Dabei denke ich an das Blitzerlebnis vom 18. August 2011 und an das Erscheinen des Menschensohns wie ein Blitz. In diesem Moment blitzt es wieder lautlos! Ich danke Gott für die Bestätigung meines Erlebens.


12. September 2011
Montag – erfolglose Bemühungen

Heute wäre mein geplanter Flug nach Israel gewesen. Ich hatte mich bereits am 14. März 2011 um den Termin bemüht und am 14. Juli 2011 nachgedoppelt. Auch zwei Rückfragen beim Israelischen Konsulat in Bern brachten keine Klärung. Am Schluss versuchte ich es noch mit Mail und Fax. Auf meine Mail vom 5. Juli 2011 hatte ich am 11. Juli 2011 folgende Mail erhalten: hello. please call 02-6294666. Heute habe ich versucht zu telefonieren. Keine Chance. Ein Haufen automatisierte Durchsagen, die ich nur teilweise verstand; keinen persönlichen Kontakt zu irgendjemand innert nützlicher Frist.

Inzwischen war mir aufgegangen, was der Grund für das Schweigen war. Ich hatte einen Formfehler begangen. Anstatt 2 x 1 Monat zu beantragen hatte ich 1 x 2 Monate beantragt. Nun habe ich heute per Brief, per Mail und per Fax einen Monat Aufenthalt in Israel beantragt, vom 3. Oktober 2011 - 2. November 2011.
 

Wichtig ist mir, dass ich am Laubhüttenfest in Jerusalem sein kann. Dieses beginnt am Abend des 12. Oktober 2011 und dauert eine gute Woche. Das Laubhüttenfest (Sukkot) ist eines der drei biblischen Wallfahrtsfeste, an dem die männlichen Juden, soweit sie konnten, nach Jerusalem zu pilgern hatten. Die beiden andern Pilger-Feste sind Pessach (Ostern) und Schawuot (Pfingsten). Für das Laubhüttenfest fehlt bis heute eine christliche Entsprechung.


14. September 2011
Mittwoch – Brief vom israelischen Konsul

Mit Brief vom 13. September 2011 erhalte ich vom israelischen Konsul in Bern folgende lapidare Mitteilung:

„Dear Mr. Senn, We regret to have to inform you that your request to visit Israel has been rejected. We would like to notify you that your file has now been closed. Yours sincerely.”

Für Englisch-Sprachunkundige die Übersetzung: „Wir bedauern, Sie informieren zu müssen, dass Ihr Gesuch, Israel zu besuchen, zurückgewiesen worden ist. Wir möchten Ihnen mitteilen, dass Ihre Akte jetzt geschlossen worden ist.“

Mein Kommentar:
Gott ist Regisseur in diesem „Theater“; und: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!


15. September 2011
Donnerstag – Hand Gottes

Mein internes Los ist Jesaja 59,1+2a):

„Siehe, die Hand des Ewigen ist nicht zu kurz zum Helfen, und Sein Ohr ist nicht zu schwerfällig zum Hören, sondern eure Missetaten sind trennend gewesen zwischen euch und zwischen eurem Gott.“ (Eigenübersetzung)

Es geht um das jüdische Volk und um meine Berufung an diesem. Das Wort hat mich, ein Tag nachdem mir die Grenze zu Israel für Besuche definitiv gesperrt wurde, besonders angesprochen.

Und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 98,3:

„Er hat sich Seiner Gnade und Treue erinnert für das Haus Israel. Alle Enden der Erde haben das Heil unseres Gottes gesehen.“ (Eigenübersetzung)


18. September 2011
Sonntag – Reaktionen auf Tagebucheinträge

Auf meine Mail hin vom 15. September 2011 an ausgewählte Adressen, mit der ich die Tagebucheintragungen vom 12. und 14. September 2011 zur Kenntnis brachte, habe ich verschiedene Reaktionen per Mail und per Telefon erhalten. Hier die Reaktion eines jüdischen Freundes: „Schön, wieder etwas von Dir zu hören. Auch wenn die Mitteilung vom israelischen Konsulat alles andere als erfreulich ist. Wie ist das zu erklären. Sie hätten dich doch nach Bern zitieren können, um sich ein Bild von dir zu machen, wenn sie schon so abgründig misstrauisch sind. Aber das ist eine Unverschämtheit und eine Beleidigung. Ich finde es aber wunderbar, wie du die ganze Sache in Gottes Hände legst.“

Es stimmt, dass die Haltung des Israelischen Innenministeriums unverschämt und beleidigend ist und Gottes Forderung nach Recht und Gerechtigkeit widerspricht. (Amos 5,24, Home) Offenbar ist diese Haltung nicht nur Nichtjuden sondern auch Juden gegenüber gang und gäbe (PDF-Artikel aus der Jerusalem Post vom 24.3.2009: "Visit Israel too often? You may be forced to make aliyah".). Ziel ist es, die Juden zur Alija (Einwanderung) zu zwingen. Daraus leite ich ab, dass das auch der Weg für mich sein wird. Ich bin allerdings nicht Jude; so erwarte ich Gottes Hilfe, mir den Weg zu öffnen.

Meine Antwort an den jüdischen Freund: „Danke, lieber … für Deinen Kommentar. Weißt Du, für mich ist das noch lange nicht das Ende. Besuchen darf ich Israel zwar nicht mehr, aber Alija zu machen wurde mir nicht verboten. Das strebe ich nun innerlich an und zwar inklusive meiner Frau. Diese ist momentan in den Ferien und weiß von allem noch gar nichts.“


21. September 2011
Mittwoch – alles wieder anders

Gottes Wege sind unergründlich und die Entscheidungen des Israelischen Innenministeriums nicht minder. So empfinde ich nach einem Telefonanruf und einer E-Mail der Israelischen Botschaft in Bern. Diese hätten nämlich neuen Bescheid aus Israel erhalten. Ich dürfe am 3. Oktober 2011 für zwei Monate Israel besuchen. Die Sekretärin des Konsuls wolle mir das bereits mitteilen. Der schriftliche Bescheid folge nach.

Meine Theorie vom vermuteten Formfehler (12. September 2011) entpuppt sich als falsch!

Das Zimmer in der Altersresidenz Beit Tovei Ha'Ir habe ich bereits wieder reserviert, nachdem ich es vorher zweimal stornieren musste.


22. September 2011
Donnerstag – Gottes Wort rühmen

Beim Übergang in den neuen Tag bin ich bereits auf und verarbeite internes Los und Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine:

Internes Los in Micha 5,3:

„Und er wird auftreten und weiden, in der Kraft des Ewigen, in der Herrlichkeit des Namens des Ewigen, seines Gottes. Und sie werden wohnen, denn nun soll er groß sein bis an die Enden der Erde.“
(Eigenübersetzung)

Micha 5,3 passt zu 1. Chronik 17,17. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.11. und Tagebuch vom 12. August 2011)

Der Bezug auf das Wohnen dürfte mit der Alija (18. September 2011) zu tun haben. Ich habe gern zur Kenntnis genommen, dass es im Plural formuliert ist, und dass damit meine Frau mitgemeint ist.

Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 56,11:

„In Gott will ich (Sein) Wort rühmen!
Im Ewigen will ich (Sein) Wort rühmen!“

(Eigenübersetzung)

In Gott und dem Ewigen will ich das Wort von Micha 5,3 rühmen!
Jubeln, loben, preisen, rühmen, das sind Übersetzungsmöglichkeiten für lehalel /hilel, das dem Verb rühmen zugrunde liegt. Halleluja leitet sich auch aus diesem Wortstamm ab.

Vater schenke mir in alledem bitte Demut! Halleluja!


12. Oktober 2011
Dienstag/Mittwoch - Erinnerungen

Um 23 h 30 (11. Oktober 2011) bin ich schon wieder wach und völlig munter. Dem Gefühl nach ist es bereits Morgen, wegen des fehlenden Blasendrucks aber weiß ich, dass das nicht stimmt. Um 23 h 45 gehe ich auf die Knie am Fenster. Der Himmel ist mit vorüber ziehenden Wolken verhangen. Vor Gott gehen mir vielerlei Gedanken durch den Kopf. Es sind vor allem Gedanken an Sein vielfältiges Reden mit mir. Ich rezitiere für mich 1. Chronik 17,17 (12. August 2011), sowie Matthäus 24,27 (18. August 2011 und 8. September 2011). Gemäß meinem Traum vom 24. Februar 2009 (siehe unten) will Gott, dass ich in Seinem Orchester den Ton angebe. Es handelte sich um einen Anschlusstraum; vorangegangen war eine Evangelisationsvorbereitung an der ich meinen Platz nicht richtig gefunden hatte. Der Hauptverantwortliche hatte mit etwa sechs verschiedenen Frauen je ein Kind gezeugt!

Traum vom 24. Februar 2009 (ca. 4 h 30):
Ich bin Teil eines riesigen Orchesters. Ich spiele eine Art Flöte. Sie sieht wie eine Querflöte aus; das Mundstück befindet sich aber auf der Stirnseite. Ich muss den Ton angeben: ein A. Ich habe den Ton im Ohr, und wie ich blase stimmt er. Nun fängt das Orchester an zu spielen. Es ist ein romantisches Werk, das ich mehr oder weniger auswendig kenne. Obwohl ich mich unsicher fühle, spiele ich einfach. Ich spiele, indem ich auf die andern Spieler höre.

Gefühle:
Leichte Unsicherheit.

Wesen:
Ich gebe den Ton an. Ich spiele intuitiv mit in einem Orchester.

Sinnbild:
Ich bin Teil eines großen Orchesters. Judentum. Ich muss den Ton angeben.

Anruf:
Du hast eine wichtige Funktion.

 

Wie ich mich am 12. Oktober 2011 um 0 h 15 von den Knien erhebe ist der Himmel wolkenlos! Das kommt mir wie ein Sinnbild vor. Ich kann für meinen Auftrag freie Bahn erwarten.


13. Oktober 2011
Donnerstag - 1. Tag des Laubhüttenfestes

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Sacharja 9,9:

„Frohlocke sehr, Tochter Zion!
Juble, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König will zu dir kommen.
Gerecht und siegreich ist er;
demütig, und reitet auf einem Esel
und auf einem jungen Esel,
einem Eselinnen-Jungen.“

(Eigenübersetzung)

Die ersten beiden und die letzen zwei Zeilen wurden im Losungstext „unterschlagen“. Das sollte man nicht tun! Es geht wirklich um Zion. Es geht wirklich um Jerusalem! Dass ich einen „Esel“ habe stimmt auch. Was es mit dem Eselinnen-Jungen auf sich hat, weiß ich noch nicht.

Nebenbei erwähnt sei, dass diese Losung erstmals publiziert ist im Losungsbüchlein der Herrnhuter Brüdergemeine seit Beginn meiner Aufschreibung im Jahre 1999. In der Regel wiederholen sich die Losungen alle drei bis vier Jahre.


17. Oktober 2011
Montag - mitten im Laubhüttenfest

Ich habe meinem Schwager, mit dem ich schon oft ein gutes Glas Wein (oder mehrere) getrunken habe, ein Lebenszeichen per E-Mail gegeben:

„Jetzt sind wir mitten im Laubhüttenfest. Überall stehen Hütten. Auch die Altersresidenz hat eine riesige Hütte mit Schilfmatten-Dach, wo die Mahlzeiten eingenommen werden. Die Hütten erinnern an die 40-jährige Wüstenwanderung des Volkes Israel. Die Juden sind Meister im Feste feiern. Da wird nicht nur viel gebetet, sondern auch viel gegessen und viel gesungen. Aber Wein wird nicht getrunken. Den Wein habe ich mir selber beschafft. Ich trinke jeweils ein Glas zur Hauptmahlzeit und danke Gott, dass er Jesus gehorsam gemacht hat bis zum Tod am Kreuz. Für die Juden sei Wein heilig. Das hat mir die Verantwortliche für das Marketing der Residenz (eine Zürcherin), Ehefrau des früheren Direktors, erklärt. Ich solle meinen Tischnachbarn keinen Wein anbieten. Die Verantwortliche für den Speisesaal hat mich darauf hingewiesen, dass die Juden, bezüglich des Weins, auf den Messias warten. Ich bin dieser Aussage nachgegangen und bin auf Jesaja 25,6 gestoßen: „Und der HERR der Heerscharen wird auf diesem Berg allen Völkern ein Mahl von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von fetten, markigen Speisen, von alten, geläuterten Weinen.“ (Schlachter Bibel 2000) Bekanntlich war das erste öffentliche Wunder von Jesus Joh. 2) die Verwandlung von Wasser in Wein, womit er seine Messianität angedeutet hat. Auch 1. Mose 49,10+11 deutet auf den Messias und seine Verbindung zum Wein hin. Bei Wikipedia stoße ich auf den Schilo. Interessant finde ich den Hinweis auf die Kabbala.“
 

Bezüglich des Weins ist mir ein Erlebnis aus dem Jahre 2010 in den Sinn gekommen. Am 10. Mai 2010 hatte ich unter „besonderen Erfahrungen“ folgendes notiert:

„Heute besucht mich ein ehemaliger Schulkollege, der seit Jahrzehnten in Amerika lebt und der via Facebook mit mir Kontakt aufgenommen und mir angekündigt hatte, mit mir Wein trinken zu wollen. Wir hatten nie eine persönliche Beziehung und sein Besuch erstaunt mich. Was kann der Grund sein? Er erzählt mir von Erlebnissen mit Juden, mehrheitlich negative. Meinerseits gebe ich Zeugnis von meinem Erleben (in Israel). Ernst findet, ich solle ein Buch schreiben. Ich weise auf mein Tagebuch hin. „Die Bibel wird neu geschrieben“, meint er leichthin. (Dieser Gedanke hat mir, unter anderen, in der darauf folgenden Nacht den Schlaf geraubt. Der Ausspruch meines Schulkollegen kommt mir wie derjenige eines Engels vor.)“


20. Oktober 2011
Donnerstag - nach Ende des Laubhüttenfestes


Früh am Morgen, noch ist es dunkel, rezitiere ich auf dem Balkon über Jerusalem Sacharja 9,9 (13. Oktober 2011). Beim „Eselinnen-Jungen“ angelangt, kommt mir der nächtliche Handy-Anruf in den Sinn: Nach 22 Uhr hatte mich das Handy aus dem Schlaf gerissen. Er war schon vorbei, bevor ich antworten konnte. Den Namen des Anrufers konnte ich mit search.ch identifizieren; ein mir unbekanntes Ehepaar aus dem Kanton Aargau.

Die ganze Sache ist etwas speziell, finde ich. Aha, vielleicht ist das „Eselinnen-Junge“ ein Handy? Ich werde mich auf dem Markt umschauen.


21. Oktober 2011
Freitag – wie Steine, die schreien

Nach dem gestrigen Tagebucheintrag habe mich auf dem Markt umgeschaut, doch habe ich kein besser geeignetes Handy gefunden, als dasjenige das ich vor ca. 2 Jahren in Jerusalem gekauft hatte.

Für manche mag es unglaublich tönen, dass Computer und Handy lebenden Wesen (Esel und Füllen) entsprechen sollen. Am Tag, als der Messias Jesus auf einem Eselsfüllen in Jerusalem einzog und die Pharisäer die Menschenmenge zum Schweigen bringen wollten, sagte Jesus: „Wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien!“ Die Episode findet sich in Lukas 19,30-40. (siehe auch Markus 11, Matthäus 21 und Johannes 12)


24. Oktober 2011
Montag – Ich will dich nicht loslassen

Seit gestern plagt mich eine Erkältung. Ich habe Mühe, mich in den Tagesablauf hineinzubegeben. Fluchtgedanken wollen mich ergreifen. Was soll ich hier überhaupt? Ich könnte ebenso gut in der Schweiz sein, umsorgt von meiner Frau.

Das interne Los ruft mich zur Besinnung. Josua 1,5:

„Es kann sich nicht jemand vor dich stellen. Alle Tage deines Lebens, so wie Ich gewesen bin mit Mose, will Ich mit dir sein. Ich will dich nicht loslassen und dich nicht verlassen.“ (Eigenübersetzung)

Das Wort ist zu Jehoschua (Josua) gesagt, Moses Nachfolger. Es spricht auch zu mir als Namensvetter. Beschämt denke ich an die Flucht von Jona. Ich will es besser machen und glauben, dass mich Gott nicht loslassen und nicht verlassen wird.

Am Nachmittag ist großes, stundenlanges Fest im Beit Tovei Ha'Ir. Es wird eine neue Torahrolle eingeweiht; etwas ganz besonderes im Judentum; irgendwo auch verständlich, da die Torah (fünf Bücher Moses) von Hand geschrieben sind und ein Vermögen kosten. Dass die Torahrollen, nach meinem Empfinden, zum Teil fast Gegenstand von Anbetung sind, stört mich. Der letzte Teil des Festes findet im Freien statt, wo ich vom 4. Stock aus Überblick habe. Zwei mit farbigem Neonlicht geschmückte große Autos, von laut tönender Musik begleitet, werden von einem ebenfalls geschmückten Baldachin gefolgt. Unter dem Baldachin tanzen Juden mit Torahrollen im Arm.


27. Oktober 2011
Donnerstag - Frieden den Heidenvölkern

Per „Zufall“ stoße ich darauf, dass Sacharja 9,10 im unmittelbaren Zusammenhang zu Sacharja 9,9 (13. Oktober 2011) steht:

„Und Ich (Gott) werde Streitwagen von Ephraim ausrotten und Rosse von Jerusalem, und ausgerottet wird der Kriegsbogen.

Und er (Messias) wird sprechen:

Friede den Heidenvölkern! Und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom (Euphrat) bis an die Enden der Erde.“ (Eigenübersetzung)


28. Oktober 2011
Freitag – Wein trinken, ein Problem

Der Hausvater kommt auf mich zu und überbringt mir eine Botschaft des für den Speisesaal zuständigen Rabbiners. Im Zusammenhang mit dem Messias wolle dieser nicht, dass ich im Speisesaal Wein trinke, habe ich verstanden.

Was soll ich nun tun?

Ich unterbreite die Angelegenheit der Ehefrau des früheren Direktors (17. Oktober 2011) per E-Mail. Diese nimmt mit dem zuständigen Rabbiner Kontakt auf und gibt mir postwendend Bescheid. Der Rabbiner gestatte mir weiterhin Wein zu trinken, aber aus einem Pappbecher und nicht aus dem Glas. Die jüdischen Speisegesetze seien eben sehr streng.
Für mich hat Wein auch einen heiligen Aspekt und die Vorschrift wirkt auf mich wie eine Faust aufs Auge. Ich frage deshalb nochmals zurück. Ich möchte näher aufgeklärt werden und allfällige Konsequenzen kennen, wenn ich beim Glas bleibe. Eine Kopie des Mailverkehrs schicke ich meinem früheren Lehrer (11. März 2008). Bis zur Klärung der Sachlage bleibe ich beim Glas.


29. Oktober 2011
Schabat – mein früherer Lehrer reagiert

Nach 2 h weckt mir Gott mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Ich will hören und stehe auf. Das interne Los fällt auf Zephanja 3,15b). Ich habe die Verse 14+15 wie folgt übersetzt:

„Juble Tochter Zion!
Rufe laut, Israel!
Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
Der Ewige hat deine Strafgerichte weggenommen; hat beseitigt deinen Feind.
König Israels, der Ewige, ist in deiner Mitte.
Du (Tochter Jerusalem) musst kein weiteres Unheil fürchten.“

Der Aufruf erinnert mich an Sacharja 9,9 (13. Oktober 2011). Aber wer ist König? Ich verstehe mich als Gottes Ebenbild und mir kommt mein Erleben vom 4. Mai 2009 in den Sinn. Gott braucht mich als Seinen Arm.

Nach dem Morgengottesdienst:
Mein ehemaliger Lehrer kommt auf mich zu. Er hat meine Mail noch vor Schabat-Beginn gelesen (28. Oktober 2011). Die Vorschrift mit dem Pappbecher habe keine gültige Grundlage; sie sei seines Erachtens Schikane. Er werde mit dem Rabbiner sprechen. Also kann ich ohne schlechtes Gewissen beim Glas für den Wein bleiben. Wie das meiner Seele wohl tut!


31. Oktober 2011
Montag – mit Wein beschenkt

Mein ehemaliger Lehrer bringt mir eine Flasche Wein. Ich bin sehr überrascht. Eigentlich hätte es an mir gelegen, ihm eine Flasche Wein für seine Dienste zu schenken.

Was die zwei Hinweise auf den Messias (17.+28. Oktober 2011) zu bedeuten haben kann (oder will) er mir nicht beantworten.

Der Name seines Weins heißt CHARISMA. Nun, Messias und Charisma passen nach meinem Empfinden sehr gut zusammen.


1. November 2011
Dienstag – Wein „lo mewuschal“

Der für den Speisesaal zuständige Rabbiner inspiziert meine Weinflasche (noch nicht die meines Lehrers). Obschon der Wein kascher-lepessach (absolut koscher) ist, ist er nicht einverstanden, dass ich diesen im Glas trinke. Er ist nämlich „lo mewuschal“ (nicht gekocht). Auf die Bezeichnung „mewuschal“ (gekocht) muss ich in Zukunft achten. Was das allerdings heißt, kann mir niemand sagen, auch die Frau des früheren Direktors, die Zürcherin nicht, die sich „zufälligerweise“ auch gerade im Speisesaal aufhält, und die der Rabbiner als Dolmetscherin beizieht. Aus ihren persönlichen Bemerkungen, die nicht für die Ohren des Rabbiners bestimmt sind, merke ich, dass bezüglich rabbinischer Vorschriften ein großes Durcheinander besteht. Mit logischen Überlegungen kommt man hier nicht weiter. Der „gekochte“ Wein (Pasteurisierung?), enthält gemäß Etikette genau gleich viel Alkohol wie der „nicht gekochte“. Irgendwann werde ich hinter das Geheimnis kommen. Ich nehme an, dass es mit dem Messias (17.+28. Oktober 2011) im Zusammenhang steht.


2. November 2011
Mittwoch – „mewuschal“ ein Geheimnis

In vier verschiedenen zum Teil großen Weingeschäften erkundige ich mich nach Wein „mewuschal“. Gerade einmal in zwei Geschäften finde ich solchen und nur in einem ganz schmalen Angebot. Das Geheimnis bleibt weiterhin eines.


3. November 2011
Donnerstag - Geburtstagsgeschenk

Das heutige interne Los in Jesaja 52,10 spricht mich sehr an. Es ist ein wunderbares Geburtstagsgeschenk. Ich übersetze es wie folgt:

„Offenbart hat der Ewige Seinen heiligen Arm den Augen aller Heidenvölker. Und es werden alle Enden der Erde das Heil unseres Gottes sehen.“

Am 4. Mai 2009 hatte ich mir folgendes notiert:
Zum heutigen Tag gehört die Losung in Jesaja. 40,10:

„Siehe, der Herr, der Ewige, mächtig will Er kommen, und Sein Arm herrscht für Ihn. Siehe Sein(Gottes) Lohn ist mit ihm(mit Seinem Arm) und Sein (Gottes) Tun vor ihm (vor Seinem Arm)". <Eigenübersetzung; die in runden Klammern gesetzten Worte stammen von mir und sind Auslegung. Der zweite Teil der Tageslosung gehört nach dem Losungsbüchlein der Herrnhuter Brüdergemeine gar nicht zu dieser Losung.>

Ich erwähne diese Losung, weil ich bei deren Erfassung und Übersetzung, ein Donnergrollen hörte. Dies ist insofern sehr speziell, als heute ein starker Wüstenwind weht (Chamsin). Der Chamsin ist trocken und die Temperaturen kletterten über 30 °; also kein Anlass für ein Gewitter. Für mich ist dieses Donnergrollen „Gottes Stimme“. Diese stimmt mich im Nachhinein bei der Bearbeitung (es ist jetzt 5 Minuten vor Mitternacht) ganz ehrfürchtig.

Dass ich schon am 29. Oktober 2011 auf diesen Arm hingewiesen habe ist mehr als ein Zufall. Zufälle gibt es nach meinem Glauben sowieso keine. (Siehe auch 4. Mai 2011 früh)

Jesaja 52,10 passt auch ausgezeichnet zu Sacharja 9,10 vom 27. Oktober 2011:

„Und Ich (Gott) werde Streitwagen von Ephraim ausrotten und Rosse von Jerusalem, und ausgerottet wird der Kriegsbogen.

Und er (Messias) wird sprechen: Frieden den Heidenvölkern! Und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom (Euphrat) bis an die Enden der Erde. (Eigenübersetzung)


5. November 2011
Schabat – „lech-lecha“

Um 2 h weckt mir Gott das Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Mir kommt in den Sinn, dass am heutigen Schabat „lech-lecha“, Abrams Auszug aus seinem Land, aus seiner Verwandtschaft und aus seines Vaters Haus, in der Synagoge gelesen wird (1. Mose 12,1 – 17,27). Ich selber hatte am 24. Juni 2007 eine analoge Traumvision. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.10.)

Auf den Tag genau sind es vier Jahre seit meinem Auszug aus der Schweiz, nachdem ich an meinem siebzigsten Geburtstag Abschied von Familie und Verwandtschaft genommen hatte.

Abram war 75 Jahre alt bei seinem Auszug, als er seine Frau Sarai mitgenommen hatte. Mir fehlen noch ein Jahr bis zu Abrams Alter und meine Frau. Deshalb nehme ich an, dass im kommenden Jahr Entscheidendes passieren wird.


6. November 2011
Sonntag – Jakobs Segen für Juda

Um 2 h weckt mir Gott das Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Ich will als SEIN Arm hören. Zwei Sachen kommen mir speziell in den Sinn:

1. Jemand in der Residenz hat mir einen Artikel aus der Monatszeitschrift „israel heute“ zugesteckt. Es geht um eine Beschreibung vom „Bistro Mimi“ beim Machane Jehuda (Schuk). Dort werde exzellenter Schweizer Kaffee serviert. Einer Französin, seit 15 Jahren in Israel, gehöre das Café.

Ich beabsichtige dieses Lokal zu besuchen.

2. Aus der Segnung Jakobs von Jehuda(Juda), Stammvater des Königs David: “Er (der Schilo) wird sein Füllen an den Weinstock binden und das Junge seiner Eselin an die Edelrebe; er wird sein Kleid im Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.“ (1. Mose 49,11, Schlachter Bibel 2000) In der Mail an meinen Schwager am 17. Oktober 2011 hatte ich auf die Segnung Jakobs im Zusammenhang mit meinem täglichen Glas Wein hingewiesen, bzw. auf den Messias und seine Verbindung zum Wein.

Ich beabsichtige meinen Gebetsmantel in Wein zu waschen. Er dürfte nachher die gleiche Farbe haben wie die Grundfarbe meiner Internetseite.

Der orthodoxe Jude, der mich im Herbst 2006 aus heiterem Himmel aufgefordert hatte jüdisch zu werden, hatte in einem esoterisch angehauchten Sitzplatz gesessen mit folgender Aufschrift auf einer Tafel: „ha gan schel jehuda“ (der Garten von Juda).


7. November 2011
Montag – Haus Davids

Der heutige Losungstext aus 1. Chronik 17,27 begeistert mich völlig. Im Losungsbüchlein der Herrnhuter Brüdergemeine wird zwar nur der zweite Versteil zitiert und entsprechend verzerrt dargestellt; ein später Fluch der Ersatztheologie! Ich übersetze den Vers wie folgt:

„Und nun hat es Dir gefallen das Haus Deines Knechtes zu segnen,
zu sein in Ewigkeit vor Dir.
Denn Du, Ewiger, hast es gesegnet,
und es ist gesegnet in Ewigkeit.“

Der Vers stammt aus dem gleichen Gebet von David aus dem mir am 2. Juni 2009 (12. August 2011) eine Traumvision geschenkt worden war.

Ja, das Haus Davids besteht in Ewigkeit. Deutlich wurde dies durch Jesus Christus und ich darf sein Nachfolger sein.


14. November 2011
Montag – Bistro Mimi

Zusammen mit der Mutter meines ehemaligen Lehrers besuche ich das Bistro Mimi beim Machane Jehuda (6. November 2011). Es ist klein aber fein. Der Kaffee schmeckt wie zuhause und die Süßigkeiten sind exzellent. Für den Service verantwortlich ist der Mann der erwähnten Französin. Nach seinem Erscheinungsbild zu schließen ist er orthodoxer Jude. Er möchte gern mehr über meine mehr als dreißig jährige „Geschichte“ wissen, was der Rahmen aber nicht zulässt.


17. November 2011
Donnerstag - Glaube

Nach 23 h 15 weckt mich beißender Fußpilz am rechten Fuß. Wie ich mich krümme um zu kratzen, ergreift ein Krampf den linken Fuß. Blitzschnell drehe ich mich auf den Rücken. „Gott will mit mir reden“, geht mir durch den Kopf. Ich begebe mich auf die Knie am Fenster. Ein Gedanke: Ich hatte beim ins Bettgehen Gott um Erfahrungen gebeten, weil ich schon einige Tage nichts Besonderes erlebt und lange Zeit nach meiner Frau hatte. Welch schnelle Gebetserhörung!

Ich rezitiere Zefanja 3,14 und 3,15:
Juble Tochter Zion!

Rufe laut, Israel!
Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
Der Ewige hat deine Strafgerichte weggenommen; hat beseitigt deinen Feind.
König Israels, der Ewige, ist in deiner Mitte.
Du (Tochter Jerusalem) musst kein weiteres Unheil fürchten.
(Eigenübersetzung)

Am 29. Oktober 2011 war das mein internes Los. Es hatte mich sehr an Sacharja 9,9 (13. Oktober 2011) und Sacharja 9,10 (27. Oktober 2011) erinnert. Aber „wer ist König?“ hatte ich mich am 29. Oktober 2011 gefragt und mir selber folgende Antwort gegeben: „Ich verstehe mich als Gottes Ebenbild und mir kommt mein Erleben vom 4. Mai 2009 in den Sinn. Gott braucht mich als Seinen Arm.“

Mir wird klar, dass mein Erleben auch viel mit Glauben zu tun hat, und dass dieser Priorität hat. Die Geschichte vom „ungläubigen Thomas“ in Johannes Kapitel 20 steigt in mir auf:
24 Thomas aber, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Da sagten ihm die anderen Jünger: Wir haben den Herrn gesehen! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben!
26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch!
27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
29 Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!
(Schlachter Bibel 2000)

Ja, Glauben ist für mich gefragt. Ich rezitiere auch Sacharja 9,9 und 9,10:
Frohlocke sehr, Tochter Zion!

Juble, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König will zu dir kommen.
Gerecht und siegreich ist er;
demütig, und reitet auf einem Esel
und auf einem jungen Esel,
einem Eselinnen-Jungen.
Und Ich (Gott) werde Streitwagen von Ephraim ausrotten und Rosse von Jerusalem,
und ausgerottet wird der Kriegsbogen.
Und er (Messias) wird sprechen:
Friede den Heidenvölkern!
Und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom (Euphrat) bis an die Enden der Erde.
(Eigenübersetzung)


18. November 2011
Freitag - "Zufälle"

Nach dem gestrigen Tagebucheintrag, der bis in die frühen Stunden des heutigen Tages dauerte, trifft mich wieder einer dieser wunderbaren „Zufälle“. Ich hatte gestern vor Gott Zefanja 3,14+15 rezitiert. Die heutige Losung der Herrnhuter Brüdergemeine fällt auf Zefanja 3,16+17!

„An jenem Tag soll in Jerusalem gesagt werden:
Fürchte dich nicht, Zion!
Deine Hände sollen nicht schwach werden!
Der Ewige, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein mächtiger Helfer.
Er will sich über dich freuen in Fröhlichkeit.
Er will mit Seiner Liebe übertönen. (Klagen zum Schweigen bringen)
Er will über dir frohlocken mit Jubel.“

(Eigenübersetzung)


20. November 2011
Sonntag – den Glauben glauben

Internes Los und Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine haben einen engen Bezug. Ich übersetze wie folgt:
 

Internes Los in Psalm 82,8:

„Stehe auf, Gott!
Richte die Erde!
Denn Du sollst all die Heidenvölker besitzen“

(Als Dein Arm will ich dafür besorgt sein.)

 

Tageslosung in Psalm 105,7:

„Er, der Ewige, ist unser Gott!
Auf der ganzen Erde gelten Seine Richtersprüche.“

 

Mein Kommentar:
Den Glauben soll man glauben, nicht beweisen, ganz im Sinn meiner Erkenntnis vom 17. November 2011.


23. November 2011
Mittwoch - ein Erlöser kommt nach Zion

Das interne Los in Jesaja 59,19 bewegt mich so stark, dass ich nicht umhinkomme es ins Tagebuch aufzunehmen. Ich übersetze auch den sinngemäß dazugehörigen Vers 20:

19: Und fürchten sollen sie vom Westen den Namen des Ewigen
und vom Osten Seine Herrlichkeit,
denn er muss kommen wie ein enger Strom,
den der Geist des Ewigen vor sich hergetrieben hat in ihm.

20: Und es wird ein Erlöser nach Zion kommen
und zu den sich Abwendenden von Sünde in Jakob (d.h. in Israel).
Spruch des Ewigen.


26. November 2011
Schabat - Reinkarnation

Nach 1 h 30 weckt mir Gott das Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Mir kommt mein gestriges interne Los aus 1. Samuel 3,9 in den Sinn:           „… rede, Ewiger, denn es hört Dein Knecht! …“. (Eigenübersetzung)

 

Auf den Knien am Fenster steigt die gestrige Lesung in der Schlachter Bibel 2000 aus Matthäus 25 in mir auf. Ich lese:

„31 Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen,

32 und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet,

33 und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!

35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt;

36 ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.

37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben?

38 Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet?

39 Wann haben wir dich krank gesehen, oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen?

40 Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!

41 Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!

42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben;

43 ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht!

44 Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient?

45 Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan!

46 Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

Mir geht durch den Kopf, wie wenig ich eigentlich erfüllt habe von dem, was Jesus hier aufzählt, und wie soll es unter diesen Umständen möglich sein, dass ich der Richter bin? Tröstlich scheint mir, dass der wiederkommende Christus nicht allein ist, sondern alle heiligen Engel mit ihm. Mit dieser Frage gehe ich wieder auf die Knie am Fenster, wo die Wolken am Himmel von Osten nach Westen immer weiter aufklaren. In aller Regel spielt sich das Wetter von Westen nach Osten ab. Wie ist das jetzt schon wieder mit der Reinkarnation? Von zu Hause aus bin ich völlig dagegen gelehrt worden. Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, ein berühmter Verfechter der Reinkarnation, wurde von meinen Eltern abgelehnt. Ich kann das nachvollziehen, bezeichnete dieser Mann doch das Judentum als einen Geschichtsfehler und lehnte er doch den Glauben an die Wiedergeburt ab. Chassidische Juden ihrerseits sind fest von der Reinkarnationswirklichkeit überzeugt. Offenbar glaubte auch Jesus daran, sonst hätte er Johannes den Täufer nicht als den wiedererschienenen Elia bezeichnen können (Matthäus 11,14 und Matthäus 17, 10-13 sowie Markus 9, 11-13). Mit diesem Tagebucheintrag ist mir auch die deutliche Unterscheidung von Reinkarnation und Wiedergeburt bewusst geworden. Ich habe zu beiden meine persönlichen Erfahrungen. Meine Wiedergeburt habe ich im Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 1.2. beschrieben und auch mit meinem ehemaligen Lehrer besprochen. (23. April 2008; Nikodemus bei Jesus. (Johannes 3,1 ff.)) Das damalige Geschehen im Jahre 1980 ist sehr tief in mich eingedrungen. Erfahrungen zur Reinkarnation hatte ich vor allem in einem meiner psychotischen Schübe gemacht. Damals, als Patient in der Klinik, sah ich mich im Geist neben Menschen meiner Bekanntschaft, jeder in seinem Kreislauf. Es waren eigentlich Ellipsen mit Höhe- und Tiefpunkt. Der Höhepunkt in meiner Ellipse war wie ein aufgesogen Werden durch die Sonne, bzw. der Kulminationspunkt einer menschlichen Kopulation. Der Tiefpunkt war Depression im wahrsten Sinne des Wortes, bzw. weggespült Werden durch eine Klosett-Anlage.

 

Glaube ist gefragt und ich merke wie sich immer wieder Aberglaube einmischen will. Am Himmel ist noch eine kleine Restwolke vorhanden. „Vater ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Ich kauere mich auf dem Boden zusammen und mache mir die Heilstatsache bewusst: Jesus ist für mich am Kreuz gestorben und hat den Weg zum Vater geöffnet. Das Blut von Jesus ist auch für mich geflossen! Jesus hat das letztgültige Opfer erbracht.

 

Wie ich mich aufrichte, ist auch das letzte Wölklein am Himmel verschwunden! Halleluja! Zeichen und Wunder!


14. Dezember 2011
Mittwoch – mein „Esel“

Meinen „Esel“ kann ich endlich auf Vordermann bringen. Seit Monaten hatte ich mit meiner Hebräisch-Datenbank Probleme. Wenn ich Sortier- und Suchbefehle erteilte bockte der „Esel“ und ich bekam meistens die Anzeige: „keine Rückmeldung“. Diese Blockaden konnten Sekunden bis zu einer Minute dauern. Der „Esel“ war ein Gebetsanliegen. Verschiedene Aktionen, wie das neue Aufsetzen des Betriebssystems, fruchteten nicht. In einem längeren Traum vor zwei Nächten sah ich, dass ich die Datenbank defragmentieren sollte (Datensätze zusammenfassen). Mir wurde klar, wie ich das manuell machen konnte. Gestern machte ich mich an die Arbeit. Bei dieser Gelegenheit löschte ich auch eine respektable Anzahl von Datensätzen, um Platz zu schaffen. Heute, nach Beendigung der Arbeit, funktioniert mein „Esel“ wieder einwandfrei! Beim Niederschreiben dieser Zeilen steigt in mir die Frage auf, ob nicht eventuell das Programm eine Defragmentierung anbieten würde. Tatsächlich gibt es ein entsprechendes Dienstprogramm. Ich werde das bei wieder auftauchenden Problemen als Erstes probieren.


15. Dezember 2011
Donnerstag – etwas Neues gelernt

„Gwundrig“, wie ich bin, habe ich das Dienstprogramm bereits ausprobiert. Es funktioniert tatsächlich und sogar unwahrscheinlich schnell. Innert Sekunden ist die Datenbank defragmentiert. Die gelöschten Datensätze hole ich deshalb aus einer Sicherungskopie zurück. Das bereinigte Datenvolumen beträgt nur noch rund 4 MB (vorher 67 MB)!


21. Dezember 2011
Mittwoch – Bibel = inspiriertes Wort Gottes

Intensive und tiefschürfende Gespräche mit einem meiner Söhne und mit meiner Frau über die heutige und mögliche zukünftige Wirtschafts- und Weltlage bringen uns auch zu Fragen über Glauben und Bibel. Ich vertrete aus meinen persönlich gemachten Glaubenserfahrungen heraus die Meinung, dass die Bibel durch Gott inspiriertes Wort ist und erzähle von meiner Traumvision vom 2. Juni 2009 (12. August 2011). Ich hatte damals den hebräischen Schriftzug, „elohim watedaber“ (Gott, und Du redetest), vor Augen:

אלהים ותדבר

und fand ihn dank der elektronischen „Biblia Hebraica“ in 1. Chronik 17,17 wieder. Mit diesem Erlebnis will ich meinem Sohn deutlich machen, dass die Bibel inspiriertes, und auch heute noch gültiges Wort Gottes ist. Meine Deutung werde er einmal in meiner Internetseite nachlesen können. Ich will, da ich sein Interesse spüre, meinem Sohn einen Eindruck der Internetseite geben und klicke auf den entsprechenden Knopf. !!! Anstatt der Internetseite erscheint die dieser zugrunde liegende Programmierung auf dem Bildschirm. Eine typische und perfekte Demonstration meines „Esels“, der, wie bei Bileam in der Bibel, bockt! Mir ist sofort klar: Ich darf meine Internetseite noch nicht vorführen.


22. Dezember 2011
Donnerstag - Jehoschua

Wieder bewegt mich das interne Los. Es steht in Sacharja 6,15 und handelt von Jehoschua. Allerdings wurde es im Zusammenhang mit dem zweiten Tempel geschrieben. Wenn ich historisch/kritisch wäre, müsste ich meine Gedanken, Jehoschua zu sein, vergessen. Ich denke aber biblisch/hebräisch. Himmel auf Erden ist zeitlos:

„Und Entfernte sollen kommen und werden bauen am Tempel des Ewigen. Und ihr werdet erkennen, dass der Ewige der Heerscharen mich gesandt hat zu euch. Und das wird sein, wenn ihr wirklich auf die Stimme des Ewigen eures Gottes hören wollt.“ (Eigenübersetzung)


31. Dezember 2011
Samstag – Auftrag des Volkes Gottes

Beim Repetieren der Tageslosungen fällt mir erneut der starke Bezug zwischen den Losungen vom 27. und 29. Dezember 2011 auf.

27. Dezember 2011, Sacharja 2,15:
„Und es werden sich viele Heidenvölker dem Ewigen anschließen an jenem Tag, und sie werden mir zum Volk sein und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, dass der Ewige der Heerscharen mich zu dir gesandt hat.“ (Eigenübersetzung)

29. Dezember 2011, Jesaja 49,6:
„Und Er sagte: Zu leicht ist es für dich, Mir Knecht zu sein um die Stämme Jakobs aufzurichten und Bewahrte Israels zurückzubringen. Und Ich werde dich zum Licht der Heidenvölker machen, um Mein Heil zu sein bis an das Ende der Erde.“ (Eigenübersetzung)

In beiden Versen geht es um die Heidenvölker. Das Volk Gottes hat einen konkreten Auftrag und ich darf dabei eine Rolle spielen. Ich darf den Ton angeben (12. Oktober 2011).


4. Januar 2012
Mittwoch – mein „Esel“ warnt mich

Ich stehe in einer Auseinandersetzung mit einem meiner Söhne um den Kauf von Nestlé-Aktien. Er findet eine solche Anlage ethisch nicht vertretbar und hat mir viele Links geschickt, die ich mir ansehen will. Gleichzeitig orientiere ich mich über den Kursverlauf der Aktien. Zu diesem Zweck habe ich mir im E-Trading von PostFinance eine so genannte Watchlist eingerichtet, um mich mittels E-Mails über die Kursentwicklung auf dem Laufenden zu halten. Die Einrichtung der Watchlist wird mir per E-Mail angezeigt, allerdings mit einem Problem behaftet. Mein „Esel“ gibt folgende Meldung: "Nachricht konnte nicht dargestellt werden, Windows Live Mail hat bei der Anzeige dieser Nachricht ein unerwartetes Problem festgestellt. Überprüfen Sie den Computer auf wenig Arbeitsspeicher oder wenig Speicherplatz, und versuchen Sie es erneut." Auch ein zweiter Versuch endet mit dem gleichen Ergebnis. Eigenartigerweise kann ich die beiden Mails auch nicht löschen oder in einen andern Ordner verschieben. „Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten“ ist die Meldung des Mailprogramms. Das Verhalten meines „Esels“ mahnt mich zur Vorsicht.


16. Januar 2012
Montag - Wunder

Das interne Los in Micha 7,14a beschäftigt mich:

Ich habe übersetzt:

„Weide dein Volk mit deinem Stab; Herde deines Eigentums!“

 

Der Bibeltext nach der Schlachter Bibel 2000 im Zusammenhang:

14 Weide dein Volk mit deinem Stab, die Schafe deines Erbteils, die abgesondert wohnen im Wald, mitten auf dem Karmel; lass sie in Baschan und Gilead weiden wie in uralter Zeit!

15 Ich will sie Wunder sehen lassen, wie zu der Zeit, als du aus dem Land Ägypten zogst!

16 Die Heidenvölker werden es sehen und zuschanden werden trotz aller ihrer Macht; sie werden ihre Hand auf den Mund legen, und ihre Ohren werden taub sein.

17 Sie werden Staub lecken wie die Schlange, wie die Kriechtiere der Erde; sie werden zitternd aus ihren Festungen hervorkriechen; angstvoll werden sie zu dem HERRN, unserem Gott, nahen und sich fürchten vor dir.

18 Wer ist ein Gott wie du, der die Sünden vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat?

 

Ist im Vers 15 der Messias gemeint? (Mose als Vorläufer von Jesus und ich sein Nachfolger)

 

Gott will Sein Volk Wunder sehen lassen, wie zu der Zeit, als du (Vorläufer des Messias) aus dem Land Ägypten zogst!

 

In meiner Verheißung von Reichenschwand im Jahr 1980 sind mir unvorstellbar große und schöne Wunder verheißen:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“


6. März 2012
Dienstag – Gott erhört ernsthaftes Gebet

Es ist 1 h 30. Der nachfolgende Traum vom 4. März 2012 geht mir durch den Kopf:
„Im weitesten Sinn geht es um meine Berufung. Ich befinde mich in einer ähnlichen Bewegung wie „Mut zur Gemeinde“. Ein Mann der einem Schulkameraden gleicht hat für mich besondere Bedeutung. Ein Ausspruch seiner Gleichgültigkeit enttäuscht mich aber sehr. Ich suche nach dem Mann auf einer Namenliste. Dabei verhasple ich mich völlig mit dem Papier. Ich bin blockiert. Es geht weder mehr vorwärts noch rückwärts. Ich gerate in eine Art Panik.“

Wesen:
Fixierung auf einen Menschen.

Sinnbild:
Meine Berufung ist in Gefahr.

Anruf:
Bleibe an der Hand des Vaters!

PS
Vor dem Traum hatte ich etwa 3 Stunden wach gelegen. Dabei hatte ich kein schlechtes Gefühl meinen Glauben betreffend. Umso überraschender kam dann der Traum.

Auch das interne Los (Jesaja 61,1a) will nicht dazu passen:

„Geist meines Herrn, des Ewigen ist auf mir;
weil der Ewige mich gesalbt hat.“
(Eigenübersetzung)

Vater, was willst Du mir sagen?
Geht es um meine Frau, oder wer ist der Mensch, den ich suche?

Du bist ein ganz gewöhnlicher Mensch!
 

Fortsetzung am 6. März 2012, 1 h 30:
Gott hat mich versucht! Gott hat mich geprüft! Gott hat mich gedemütigt!
Lieber Vater, ich bleibe an Deiner Hand, was immer Du mir zumutest!
Bitte bewahre mich in diesem Vorhaben, auch wenn Du mir meine Berufung wegnehmen solltest! Ich möchte wirklich demütig werden!

Mir geht durch den Sinn, wie Mose in der Paraschah (Wochenlesung aus der Torah) dieser Woche Gott im Gebet bearbeitet hat.

2. Mose 32, 7-14 (Schlachter Bibel 2000):
7 Da sprach der HERR zu Mose: Geh, steige hinab; denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, hat Verderben angerichtet!
8 Sie sind schnell abgewichen von dem Weg, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben es angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das sind eure Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben!
9 Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk beobachtet, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk.
10 So lass mich nun, damit mein Zorn gegen sie entbrennt und ich sie verzehre; dich aber will ich zu einem großen Volk machen!
11 Mose aber besänftigte das Angesicht des HERRN, seines Gottes, und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn gegen dein Volk entbrennen, das du mit so großer Kraft und starker Hand aus dem Land Ägypten geführt hast?
12 Warum sollen die Ägypter sagen: Zum Unheil hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und von der Erde zu vertilgen? Wende dich ab von der Glut deines Zorns und lass dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk [bringen willst]!
13 Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: Ich will euren Samen mehren wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, das ich versprochen habe, eurem Samen zu geben, sollen sie ewiglich besitzen!
14 Da reute den HERRN das Unheil, das er seinem Volk anzutun gedroht hatte.

2. Mose 33, 1-4 (Schlachter Bibel 2000):
1 Und der HERR sprach zu Mose: Geh hin, zieh von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe, indem ich sagte: Deinem Samen will ich es geben!
2 - ich will aber einen Engel vor dir her senden und die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben -,
3 in das Land, in dem Milch und Honig fließt. Denn ich will nicht in deiner Mitte hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist; ich würde dich sonst unterwegs vertilgen!
4 Als das Volk diese harte Rede hörte, trug es Leid, und niemand legte seinen Schmuck an.

2. Mose 33, 16-17 (Schlachter Bibel 2000):
16 Denn woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, ich und dein Volk, als daran, dass du mit uns gehst, so dass ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist?
17 Und der HERR sprach zu Mose: Auch dies, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade gefunden vor meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen!


6. März 2012
Dienstag später - Traum nach 4 Uhr

Ich bewege mich in jüdischem Umfeld, aber in der Schweiz, und trage Tefilin. Fromme Juden treiben Sport.

Wie ich beschließe auf meine „Bude“ zu gehen, hängen sich verschiedene Knaben etwa im Bar Mitzwa Alter an mich. In Schweizerdeutsch sage ich ihnen, dass sie nicht mitkommen können. Da sie nicht verstehen, wechsle ich auf Englisch. Nun kehren sie um, bis auf einen Knaben, der Freudentränen weint. „Der Heilige Geist behüte dich", oder ähnlich, sagt er mir in Schweizerdeutsch. Dann kehrt auch dieser Knabe um.

Wesen:
Ich bin Jude. Ganz junge Menschen hangen mir an.

Sinnbild:
Ich lebe meine Berufung voll.

Anruf:
Du bist an der Hand des Vaters.

PS
Ich empfinde den Traum als eine wunderbare Antwort auf meine vorgängigen Gedanken zum Traum vom 4. März 2012. (Tagebuch vom 6. März 2012, 1 h 30, „Gott erhört ernsthaftes Gebet“)


9. April 2012
Ostermontag – Jesus wurde wirklich auferweckt

Ich bin schon längere Zeit wach. Vieles geht mir durch den Kopf. Ich bin voll Lob, Dank und Hoffnung. Nach zwei Uhr hält mich nichts mehr im Bett. Ich gedenke Gott anzubeten bis mich der Schlaf wieder einholen wird. Vorgängig zum Gebet ziehe ich das interne Los in Joel 3,1 für heute, glaubend, dass Gott zu mir sprechen will:

„Und es wird sein nach diesem: Ich will Meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen, und es werden eure Söhne und eure Töchter weissagen. Eure Alten sollen Träume träumen. Eure Jünglinge sollen Erscheinungen sehen.“ (Eigenübersetzung)

Es ist wunderbar, wie Gott immer wieder zu mir spricht. Ich glaube, dass sich dieses Wort mit dem Wiederkommen des Messias erfüllen wird. Innerlich bewegt, füge ich aus der Datei „Erfahrungen mit dem Wort Gottes“ meine Frage vom 16. Januar 2012 noch ins Tagebuch ein.

Gestern habe ich eine SMS meiner Frau, die die Ostertage zusammen mit ihrer Freundin in einer Alphütte verbringt, wie folgt beantwortet: „Gott hat seinen Sohn, Jesus Christus, wirklich auferweckt! Dieser lebt und wird, die Welt zu richten, wiederkommen! Auch Euch gesegnete Tage.“


10. April 2012
Dienstag - Traum nach 23 h

Nach einer knappen Stunde Schlaf erwache ich an folgendem Traum:
Von der Decke in der elterlichen Stube tropft es (auf das Klavier, das nicht am richtigen Ort steht.) Ein großer nasser Fleck an der Decke beunruhigt mich. Es steht noch jemand bei mir, den ich nicht mehr identifizieren kann.

Wesen:
Tropfende Stubendecke im elterlichen Haus (auf das Klavier, das nicht am richtigen Ort steht.)

Sinnbild:
Mit dem Elternhaus ist etwas nicht in Ordnung. Das Klavier deutet auf meine Schwester hin, die Klavier spielt.

Anruf:
Bete für deine Geschwister, besonders für deine Schwester.

Auf den Knien, im Gebet zum Himmlischen Vater, mit der Frage was Gott mit dem Traum wohl sagen wolle, kommt mir meine heutige Mail an meinen Schwager, den Mann meiner Schwester, in den Sinn. Wir stehen in der Auseinandersetzung um das Buch von Hans Küng: „Jesus“. Er hatte mir geschrieben: „Kritisch wird es für mich jeweils dort, wo einer - wer auch immer - meint genau wissen zu können, wer Christus ist. Für mich ist die Christus- und Messiasfrage immer auch verbunden mit einem Geheimnis.“

Daraufhin habe ich ihm geantwortet: „Hinsichtlich des Geheimnisses um die Christus- und Messiasfrage werde ich ein Buch von einem andern Katholiken mitbringen. Romano Guardini: “Der Herr”. Ein früherer Seelsorger hatte mir dieses Buch seinerzeit zur Lektüre empfohlen. Es hatte mir recht viel zu sagen. Ich zitiere aus dem Umschlagtext: “Wer war Jesus Christus? Was bedeutet er für uns? Diese Frage, die in den letzten Jahren immer drängender gestellt wird, entzieht sich dem forschenden Zugriff der Wissenschaft ebenso wie jeder modischen Jesus-Interpretation. Nur wer sich geduldig auf die Texte des Neuen Testamentes einlässt, bekommt etwas in den Blick von dem ungeheuren Geheimnis, das uns in seiner Person begegnet ...”"

Bei der seinerzeitigen Lektüre des Buchs von Guardini war ich sehr angesprochen, weil ich bei mir ähnliche Gedankengänge und Gefühle entdeckte, wie der Autor sie sich für den Menschen Jesus vorstellte. Eine Stelle ist mir noch in besonderer Erinnerung, weil sie mich an eine Begebenheit mit meinem ältesten, vorverstorbenen Bruder erinnert. Es ging um die Auferweckung von Lazarus in Bethanien. (Johannes 11, 1-46) Ich zitiere Guardini aus den Seiten 151 ff.: „Lazarus liegt schon in der Gruft. Wir fühlen in Jesus eine tiefe, immerfort steigende Erregung. … Wie Jesus aber ihre(Marias) Klage hört, und die Klagen der Leute, die sie begleiten, geht ihm ein Schauer durch den Geist. All die Todesmacht: das Sterben des Freundes, der Schmerz der Verbundenen, sein eigenes nahes Ende. Es ist, als sei der Tod selbst da, und der Herr nehme den Kampf mit ihm auf. … Er wendet sich zum Vater, Ihn preisend um des Unerhörten willen, das sich zutragen wird, und ruft dann mit gewaltiger Stimme: „Lazarus komm hervor!“ … Warum hier der gewaltige Ruf und die riesige Gebärde? Erinnern wir uns der anderen Stunde, von der auch gesagt wird, dass er „mit gewaltiger Stimme“ gerufen habe? Aufgeschrieen? Nach dem letzten Wort am Kreuz, und bevor er starb? (Lukas 23,46)" 

Mein Bruder hatte seinerzeit nichts von Jesu Erregung wissen wollen. Für ihn war Jesus der allmächtige Gott, der über solchen Gefühlen steht.


12. April 2012
Donnerstag – erlöse uns von dem Bösen

Das interne Los aus Psalm 141,9 spricht mich nach besonderen Nachterfahrungen eindrücklich an:

„Denn zu Dir hin, Ewiger, mein Herr sind meine Augen. Bei Dir habe ich mich geborgen. Verschütte nicht meine Seele!“ (Eigenübersetzung)

Angefangen hatte es mit meiner Frage nach der Bedeutung des gestrigen Traums von der tropfenden Stubendecke im elterlichen Haus. Die Frage bewegte mich, ob das Tropfen einen Zusammenhang mit meinem verstorbenen Bruder haben könnte. Dann setzten Wachträume ein; Wachträume wie ich sie in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschiedentlich hatte und die zu psychiatrischen Klinikeintritten führten, weil ich die Visionen bzw. Halluzinationen seelisch nicht verkraftete. Diesmal bestand die Gefahr in keinem Augenblick und ich danke Gott für die zunehmende Festigkeit meiner Seele. Seele wird im Hebräischen auch als Leben verstanden.

In der im Losungsbüchlein der Herrnhuter Brüdergemeine empfohlenen Tageslesung in 1. Korinther 15,50-57 geht es spannend weiter:
„50 Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit.
51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden,
52 plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
53 Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen.
54 Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg!
55 Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«
56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das Gesetz.
57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! “

(Schlachter Bibel 2000)

Ich glaube, dass es hier um die unvorstellbar großen und schönen Wunder geht, die ich am 12. August 1980 in Reichenschwand als Verheißung für mich angenommen hatte.

Die letzte Bitte im Unservater: „Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“ geht hier in Erfüllung. Meine Erwartung ist zunehmend aktiv.


12. April 2012
Donnerstag - Traum ca. 23 h 15

Eine dünne Schlange greift mich im Analbereich an. Ich erschrecke ernsthaft. Es ist sehr unangenehm! Ich stehe unter dem Eindruck, von einem angrenzenden Raum her beobachtet zu werden.

Wesen:
Angriff einer Schlange im Analbereich. Ich werde beobachtet.

Sinnbild:
Der Teufel versucht, bzw. beobachtet mich.
Mir kommen die zwei Frauen in den Sinn, die mich über Mittag mit ihren larmoyanten Geschichten versuchten über den Tisch zu ziehen, und denen ich, bevor ich ihre wahren Absichten erkannte, aus Mitleid Fr. 100 spendete.

Anruf:
Glaube nicht, dass Du vor Angriffen des Bösen verschont bleibst.
Vertraue weiterhin auf den Himmlischen Vater!

PS
Gott hatte mir über Mittag zur rechten Zeit eine Frau geschickt, die mich durch ihr Dazwischentreten vor größerem Schaden bewahrte.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine wird für mich konkret:

„Denn Du bist meine Leuchte, Ewiger und der Ewige will mein Dunkel erleuchten.“
(aus einem Gebet von David, nachdem ihn der Ewige aus der Hand aller seiner Feinde errettet hatte; 2. Samuel 22,29; Eigenübersetzung)


16. April 2012
Montag – Traum kurz nach Mitternacht

Es ist kurz nach Mitternacht, d.h. neue Welt. Ich träume einen Traum, den ich ganz im Zusammenhang mit demjenigen vom 10. April 2012 sehe:

„Meine Schwester, die gewohnt ist mit dem Klavier zu begleiten, ist bei einem bestimmten Stück allergisch, weil es die Leute immer wiederholen wollen.“

Wesen:
Die Leute wollen ein bestimmtes Stück immer wiederholen.

Sinnbild:
Der Antisemitismus ist dieses Stück.

Anruf:
Die Geschichte Israels, sprich Schoah, wird sich nicht wiederholen!

PS
Dank dem Erlöser Israels.


2. Mai 2012
Mittwoch - Blitz

Gott hat mir nach 1 h das Ohr geweckt, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Ich verspüre keinen Blasendruck, stehe aber um 1 h 30 auf um im stillen "Kämmerlein“ zu beten. Auf den Knien lerne ich das „Unser Vater“ in Hebräisch auswendig. Wie ich bete: „tawo malchutcha!“ (Dein Königtum komme!), blitzt es, wie es am 18. August und 8. September 2011 geblitzt hatte. Der Donner ertönt bedeutend später.

Das Erlebnis bewegt mich innerlich. Seit dem christlichen Laubhüttenfest 2005 trage ich über dem linken Hemdärmel ein Gebetselast (ähnlich dem jüdischen Gebetsriemen) auf dem steht: „YOUR KINGDOM COME – UNLOCKING DOORS“ (Dein Königtum komme – öffnende Türen).


3. Mai 2012
Donnerstag - Traum nach 23 h

Wartende Leute. An einem Holzpfosten mit dürren abgesägten Ästen hängen diverse Schlüssel. Einer hat es mir besonders angetan. Er hat die Form eines Autos. Ein solches ist auch aufgemalt und mit feinen Edelsteinen verziert. Jemand will nach dem Schlüssel greifen. Ich mime den Eigentümer und bitte die Person, den Schlüssel hängen zu lassen. Die Person identifiziert mich als Nicht-Eigentümer. Eine andere Person greift nach dem Schlüssel. Ich lasse das nicht zu und packe die Hand und ringe ihr den Schlüssel ab.

Wesen:
Wartende Leute. Hängende Schlüssel an einem Holzpfosten mit abgesägten dürren Ästen. Ein Schlüssel in der Form eines Autos, verziert mit Edelsteinen, gefällt mir besonders. Ich verteidige ihn wie mein Eigentum und schrecke auch vor Gewaltanwendung nicht zurück.

Sinnbild:
Um 23 h sind wir noch in der alten Welt. Der Schlüssel öffnet den Zugang zur neuen Welt. Ich beanspruche sein Eigentum und brauche Gewalt.

Anruf:
Prüfe, ob du auf dem richtigen Weg bist!

 

PS
Gott hat mir nach Mitternacht (4. Mai 2012) vor 3 Uhr
(interessanterweise ist das Datum auf meiner Uhr auf dem 3. Mai stehen geblieben) das Ohr geweckt, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4):

  • Als berufener Messias mit verheißenen unvorstellbar großen und schönen Wundern und als Stern aus Jakob, prophezeit durch Bileam, (4. Mose 24,15-24) wird mir Gewalt nicht fremd sein.
  • Die feinen Edelsteine auf dem „Autoschlüssel“ stammen aus dem Schatz im Acker. (Matthäus 13,44, Tagebuch vom 23. Juli 2008)
  • Beim Holzpfosten mit dürren, abgesägten Ästen handelt es sich um das Kreuz von Jesus von Nazareth.

6. Mai 2012
Sonntag - sündhafter Mensch

Um ca. 3 h weckt mich mein Ekzem im Genitalbereich. Es beißt und ist sehr unangenehm. An Schlaf ist momentan nicht zu denken. Ich gehe deshalb in meinem stillen "Kämmerlein“ auf die Knie. Der gestrige Konzertabend eines Volkalensembles steht im Mittelpunkt meiner Gedanken. Die Sopranistin mit ihrer kräftigen, absolut reinen Stimme hatte mich erotisiert. Ich war nicht in der Lage mich dem Bann zu entziehen und fühlte mich schuldig.

Hesekiel 33,12 wird jetzt lebendig: „Und du Menschensohn sage den Kindern deines Volks: Gerechtigkeit des Gerechten kann ihn nicht retten am Tag seines Vergehens! Aber die Bosheit des Gottlosen; er soll nicht daran scheitern am Tag seiner Umkehr von seiner Bosheit! Aber ein Gerechter kann nicht leben durch sie (frühere Gerechtigkeit) am Tag seiner Sünden!“ (Eigenübersetzung)

Ich empfinde das Wort hart aber realistisch. Die Gegenwart ist stets von größter Bedeutung. Gott sei Dank, ist jederzeit die Umkehr möglich. Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde. (1. Johannes 1,7) Mir kommt der Schilo (1. Mose 49,10-12) in den Sinn, der seinen Mantel im Traubenblut wäscht. Symbolisch will ich das nachvollziehen, weil ich mich als Schilo – (Messias) verstehe. (17. Oktober 2011)


6. Mai 2012
Sonntag später - Schilo

Ich realisiere, was ich schon länger ins Auge gefasst habe. Ich wasche meinen Talit (Gebetsmantel) und drei Kleidungsstücke in Wein, den ich von Israel im November mitgebracht hatte, „damit die Schrift erfüllt würde“. (1. Mose 49,11)


8. Mai 2012
Dienstag früh - Geistestaufe

Verschiedene Personen sind anwesend, unter anderen eine Freundin der Familie. Thema Geistestaufe.
Die Frage des Wunsches nach der Geistestaufe steht im Raum. Ich betone, dass ich schon mehr als dreißig Jahre darauf warte.

Wesen:
Wunsch nach der Geistestaufe

Sinnbild:
Ich habe die Geistestaufe noch nicht erlebt. Sie steht mir bevor. Ich sehe sie im Zusammenhang mit dem neuen Himmel und der neuen Erde und den verheißenen unvorstellbar großen und schönen Wundern.

Anruf:
Glaube nur!


25. Mai 2012
Freitag – sündhafter Mensch

Nach einer mehrstündigen Wachphase - ich weiß nicht, warum ich nicht schlafen kann – übernimmt mich vor dem Morgengrauen nochmals der Schlaf. Ich träume. Auf einer Sitzbank sitzen rechts von mir zwei junge Mädchen. Sie treiben allerlei Schabernack, was mich nicht weiter stört. Szenenwechsel. Ich bin mit den Mädchen zu Fuß unterwegs. Plötzlich befällt mich sexuelle Begierde. Ich springe von hinten auf eines der beiden Mädchen und umgreife seine Brüste. Das Mädchen lässt das geschehen und scheint sogar Gefallen daran zu haben. Dann erwache ich. Ich könnte aus Scham in der Erde versinken.
„Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?“ (Römer 7,24; Schlachter Bibel 2000)


27. Mai 2012
Sonntag – Nachtarbeit

Ich bin um 1 Uhr 15 erwacht. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ich nehme mir vor, spätestens in einer halben Stunde aufzustehen, sollte mich der Schlaf bis dann nicht einholen. Ich will nicht wieder einen Traum, wie am 25. Mai 2012, riskieren. Die bevorstehenden Einladungen meiner beiden Schwäger (Brüder meiner Frau) geben mir zu denken. Es handelt sich um einen 80sten und einen 85sten Geburtstag ende Sommer. Eine frühere Idee steigt in mir auf; eine Einladung zu meinem bevorstehenden 75sten Geburtstag im November zu starten. Ich hatte diese Möglichkeit zwar schon bei einer früheren Gelegenheit verworfen, weil ich dann – so Gott will und ich lebe – in Jerusalem sein werde. Ein kühner Gedankenblitz erfasst mich. Als Eigentümer eines „Schatzes im Acker“ (am 16. Januar 2010 war ich nach viel Wachen und Beten zur Überzeugung gelangt, dass es sich beim Schatz nicht nur um geistige Werte handle, sondern tatsächlich auch um materielle) könnte ich eine solche Einladung, mit Übernahme der ganzen Kosten, problemlos ins Auge fassen. Obwohl ich im Jahr 2010 Betrügern aufgesessen war, bin ich nach wie vor überzeugt, dass der Schatz im Acker auch materiell zu verstehen ist. Er gehört zu den unvorstellbar großen und schönen Wundern meiner Verheißung vom 12. August 1980.

Nur – und das kann ich mir nicht deutlich genug sagen – darf ich nicht eigenmächtig handeln. An der Hand des Vaters wird sich klären, ob mein Gedanke einer eigenen Einladung Substanz hat.

Des Obigen eingedenk, lasse ich nach dem Aufstehen das interne Tageslos aus 3. Mose 26,44 zu mir sprechen:

„Und trotz auch dieses ihres Seins im Land ihrer Feinde bin Ich ihrer nicht überdrüssig, noch verabscheue Ich sie, sie zu vernichten; Meinen Bund mit ihnen zu brechen. Denn Ich bin der Ewige ihr Gott!“ (Eigenübersetzung)

Für mich ist klar: So wie Gott zu Seinem Volk steht, so ist auch die Verheißung vom 12. August 1980 weiterhin gültig. Aber: Meine Berufung liegt primär beim Volk Gottes und nicht bei meiner Verwandtschaft, von der ich mich am 3. November 2007 definitiv verabschiedet hatte.


29. Mai 2012
Dienstag – Zweck meiner Internetseite

Mein internes Los und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine sprechen je mit andern Worten von Eigenschaften der zukünftigen Welt:

Internes Los, Jesaja 25,8b:
„Und die Schmach Seines Volks will Er abtun von der ganzen Erde, denn der Ewige hat geredet“.
(Eigenübersetzung)

Tageslosung, Sacharja 8,23b:
„Lasst uns mit euch gehen, denn wir haben gehört: „Gott ist mit euch.“
(Eigenübersetzung)

Um die Aussage aus Sacharja zu verstehen, muss man den ganzen Vers lesen:
„So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.“
(Revidierte Elberfelder Bibel)

Die neue Welt wird durch die Juden geprägt sein. Zuerst erfolgt die Beseitigung der Schmach, die im Antisemitismus zum Ausdruck kommt, der momentan wieder stark am Zunehmen ist. Nachher wird die Welt auf die Juden aufmerksam werden. Vorher müssen die Juden aber „sehend“ werden, d.h. wiedergeboren. Jesus spricht von der notwendigen Wiedergeburt als Voraussetzung, das Reich Gottes sehen zu können. (Johannes 3)

Nach meinem Glauben bin ich als „Jehoschua“ mit meiner Internetseite der Schlüssel, den ich den Juden zur Verfügung stellen soll. (Schlüsseltraum vom 3. Mai 2012)


15. Juni 2012
Freitag – Mail an meinen Schwager

„Unser Gespräch beschäftigt mich immer noch innerlich. Die Geschwisterzusammenkunft vom 8. Juli 2009 mit Partnern hast Du als Sternstunde bezeichnet. Für mich war dieser Tag das Gegenteil; höchste Bedrohung in meiner Berufung! Der Traum in der folgenden Nacht, mit der mich bedrohenden Straßenkehrmaschine, sprach für sich selbst. Auch Dein Ausdruck von Angst, um mich, geht in die gleiche Richtung. Ich verstehe das so, dass Du mich auf meinem eingeschlagenen Weg, als mutmaßlicher Erlöser Israels, stoppen möchtest. Da ist mir der Schlussteil meiner Verheißung von Reichenschwand im Jahr 1980 in den Sinn gekommen: ‚... doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn ICH mit dir weitergehen will!’ Ich möchte Dich auch an meinen Traum von 2004 erinnern, als ich in Jerusalem träumte: ‚mi misrachi YAH yischlach’: „von einem Orientalen wird JAHWEH schicken“, was sich dann mit Bruder Yun ein Jahr später erfüllte. Die direkte Gottesbeziehung ist mir sehr wichtig und wertvoll. Schon in den achtziger Jahren ertrug ich keinen menschlichen Chef mehr über mir, was zu mehreren Stellenverlusten geführt hatte. Folgendes Bibelwort ist mir seit langem persönlich wichtig: ‚schiwiti haschem lenegdi tamid ki mimini bal-emot’: „Ich habe mir JAHWEH immer mir gegenüber vorgestellt. Wenn Er zu meiner Rechten ist, muss ich nicht wanken.“ (Psalm 16,8, Eigenübersetzung) Im Zusammenhang mit diesem Bibelvers habe ich auch die Stellung gegenüber meiner Frau, zu ihrem Leidwesen, grundsätzlich geändert. Früher ging ich links von ihr; seit damals rechts. Ich fühle mich direkt von JAHWEH abhängig, wie Jesus auch. Immerhin habe ich seit 1990 den gleichen Seelsorger, dem ich das Papier über Rabbi Kaduri von ‚Israel Heute’ auch ausgehändigt hatte. Mein Seelsorger versteht zwar meinen Weg nicht, hütet sich aber mich beeinflussen zu wollen. Ich merke, dass Gott mir gnädig ist und mich schon manchmal korrigiert hat.

Bitte bedenke meine Gedanken und lege Deine Angst ab. Ich lasse mich in meiner Berufung, als Erlöser Israels, von Menschen nicht stoppen.“


16. Juni 2012
Samstag – Mailantwort von meinem Schwager

„Wenn ich dich recht verstehe, möchtest du nicht mehr auf Argumente eingehen, die dich von deiner Vision als Erlöser Israels abbringen könnten. Das wäre für dich Ungehorsam. Ein Gespräch besteht aber nicht nur aus Argumenten. Es ist auch ein Anteilnehmen und Anteilgeben. So sind wir ja miteinander schon ein lange Zeit unterwegs, verbunden durch eine spannende Verwandtenbeziehung. Du bist in all den Jahren einen eigenen Glaubensweg gegangen und hast dich an vielen Orten eingesetzt für das Wohl der christlichen Gemeinde. Gott allein weiß es und wird es dir reichlich vergelten.

In Reichenschwand hast du – wie auch meine Frau und ich – Entscheidendes empfangen. Hat sich die Verheißung vom neuen Land nicht bereits reichlich erfüllt? Deine Sendung zu orthodoxen Juden in Israel ist für uns ein eindrückliches Zeugnis, begleitet von Zeichen, Wundern und Eingebungen. Bei all diesen Führungen bleibst du dennoch unter dem Wort, in Demut und Selbstbescheidung. Das Auseinanderhalten von göttlichem Reden und menschlichem Verstehen ist eine Arbeit, die auch in der Gemeinschaft der Heiligen passieren soll. Jesus fasst das Gesetz bekanntlich zusammen in Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten. Sogar der vollmächtige Paulus bezeichnet seine Erkenntnis als Stückwerk. Sein Weg mit den jungen Gemeinden war manchmal überaus steinig und mühsam.
Wenn Christus am Ende der Zeit wiederkommen wird, um Gericht zu halten und das Reich Gottes heraufzuführen, kommt dieses Vorläufige zum Ende. Bis dahin sollen wir IHM und der Gemeinde treu dienen und uns bewähren auf dem Pilgerweg. Dabei werden wir immer wieder Stärkung erfahren. In diesem Sinn wollen meine Frau und ich dich und deine Frau weiterhin in Liebe und Aufmerksamkeit begleiten und erhoffen das auch für uns.
In Jeremia 23 lese ich von starken Auseinandersetzungen mit falschen Propheten, die sich auf Träume berufen und Zeichen tun. Jeremia selber hat sich eingelassen in diese notvollen Ausmarchungen.“


19. Juni 2012
Dienstag - Mailreplik an meinen Schwager

„Du hast mich falsch verstanden, dass ich Argumenten gegen meine Vision als Erlöser Israels ausweichen möchte. Im Gegenteil glaube ich, dass widerlegte Argumente ebenso zur Klarstellung meiner Berufung dienen wie Träume und Visionen. Ich mache mir keine Illusionen, dass ich nach Erscheinen meiner Internetseite einer Fülle von Anfeindungen begegnen werde. Davor habe ich keine Angst. Angst habe ich, dass ich wegen irgendetwas stehen bleiben und mich von der Hand des Vaters im Himmel losmachen könnte.

 

Ich erinnere mich eines Gedankenwechsels mit Schwester Katharina von Reichenschwand. Diese hatte mir lebhaft bestätigt, dass ich mit Dir dereinst eine tiefgründige Auseinandersetzung haben werde. Du fragst mich, ob sich die Verheißung von Reichenschwand nicht schon reichlich erfüllt habe. Die gleiche Frage hat mir mein Seelsorger auch mehrmals gestellt, wenn ich von den verheißenen, unvorstellbar großen und schönen Wundern gesprochen habe, die ich auf Grund der Verheißung erwarte. Es stimmt zwar, dass ich schon unzählige Wunder erlebt habe, angefangen beim Haus, das uns Gott in einer für uns nicht leichten Situation geschenkt hatte. Auch die zu mir sprechenden Träume und Visionen; besonders die hebräischen sind für mich Wunder. Alle bisherigen Wunder sind aber auf Grund der Bibel durchaus vorstellbar. Ich möchte sie nicht überbewerten. Ich verstehe mich als ‚gewöhnlichen’ Menschen, und es ist meine aufrichtige Bitte an Gott, mich in meiner unvorstellbar großen Berufung gehorsam und demütig zu machen.

 

Du sprichst die falschen Propheten in Jeremia 23 an. Verstehe ich es richtig, dass Du mich als einen solchen ansiehst? In Vers 11 ist davon die Rede, dass sogar Propheten und Priester ‚chanufu’ sein können. Das ist das Partizip Perfekt in der Mehrzahl von ‚chanaf’, was im Wörterbuch wie folgt übersetzt wird: ‚Durch Gottlosigkeit/Götzendienst entweiht sein’. “Sogar in Meinem(Gottes) Haus habe Ich ihre ‚raatam’ gefunden”. ‚raatam’ leitet sich von ‚raa’ ab, was laut Wörterbuch folgende Bedeutungen haben kann: Böses, Übel, Leiden, Unglück, Verderben, Bosheit. Mit gutem Gewissen muss ich mich nicht zu solchen Menschen zählen. Hingegen ist es für mich ein ‚Aufsteller’, dass Jeremia 23 auch vom kommenden Messias spricht. Die Schlachter Bibel 2000 übersetzt die Verse 5-8 wie folgt:

5 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken; der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.

Dieser Vers hat sich mit Jesus Christus teilweise erfüllt. Ausstehend ist noch die Erfüllung der Verse 6-8:

6 In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen; und das ist der Name, den man ihm geben wird: »Der HERR ist unsere Gerechtigkeit«.

7 Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: »So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israels aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat!«,

8 sondern: »So wahr der HERR lebt, der den Samen des Hauses Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt und wiedergebracht hat, und aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe!« Und sie sollen wohnen in ihrem Land.

Für die Erfüllung der Verse 6-8 braucht es allerdings unvorstellbar große und schöne Wunder! In Vers 5 spricht mich der Name des Sprosses besonders an: ‚Der HERR(JAHWEH) ist unsere Gerechtigkeit(tzidkenu)’. Folgende zwei Erfahrungen haben mich diesbezüglich speziell beeindruckt:

1. Erfahrung:
Am Ende meiner Midlifekrise im Jahr 1990, nachdem ich bereits mein Treuhandbüro ins Leben gerufen hatte, legte mir meine Frau das ‚Landhaus Exodus, Aadorf’ ans Herz, da ich mich ziemlich depressiv fühlte. Es handelte sich um eine Privatklinik für psychische Probleme, geleitet von einer christlichen Ärztin und einem ‚charismatischen’ Verwaltungsleiter. Letzterer gab den Patienten auch ‚Stunden’. In einer solchen Stunde formulierte er aus Eingebung: ‚Dem Gerechten gerät alles wohl!’ Auf meine Frage, wie seine Aussage biblisch zu begründen sei, konnte er mir keine Antwort geben. Später entdeckte ich den biblischen Bezug in Psalm 1, Verse 1-3:

1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen,
noch tritt auf den Weg der Sünder,
noch sitzt, wo die Spötter sitzen,

2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN
und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.

3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen,
der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,
und seine Blätter verwelken nicht,

und alles, was er tut, gerät wohl. (Schlachter Bibel 2000)
 

2. Erfahrung:
Nachdem ich im Frühjahr 2005 die Berufung an den Juden durch Bruder Yun empfangen hatte, ließ ich mich im Herbst, anlässlich des christlichen Laubhüttenfestes der ‚Internationalen Christlichen Botschaft’, durch den Leiter der Schweizerdelegation im See Genezareth taufen.

Als Taufspruch bekam ich Psalm 92, Verse 13-15:

13 Der Gerechte(tzadik) wird sprossen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

14 Die gepflanzt sind im Haus des HERRN,
sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes;

15 noch im Alter tragen sie Frucht,
sind saftvoll und frisch,

(Schlachter Bibel 2000)

 

Du erwartest IHN, den Gott Jesus! Habe ich richtig verstanden? Nun frage ich Dich, Schwager, aber, so wie ich meine Schwester gefragt habe: Was denkst und glaubst Du über die Aussage von Jesus in Matthäus 24 Vers 27? Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. (Schlachter Bibel 2000) Wie stellst Du Dir diesen Menschensohn konkret vor? Ich bin auf Deine ehrliche Antwort gespannt.

 

Also, wie gesagt, ich scheue die Auseinandersetzung nicht und freue mich, mit Euch im Gespräch zu bleiben.

 

Nach Deiner Mail von Samstag ist es inzwischen Dienstag früh, 2 Uhr, geworden. Ich bin seit 0 h 15 wach. Wie so oft flieht mich der Schlaf, weil mir meine Berufung so nahe geht. Das heutige interne Los aus Hosea 12,7 lautet: “weata be’lohim taschuw! chessed umischpat sch’mor! wekawe el-eloheicha tamid! Meine Übersetzung dazu: ‚Du aber, in deinen Gott sollst du dich bekehren! Gnade und Recht behüte! So hoffe auf deinen Gott! Immer!’

Seit ich mir die Losungstexte im Jahr 1999 aufschreibe, ist dieser Vers vier Mal ausgelost worden; unter anderen Daten auch für den 12. August 2007. Das war kurz vor meinem Abschied aus Verwandtschaft und von meinen Freunden, nach Jerusalem. Ich hatte mir damals in Klammern notiert: ‚Meine Botschaft an das Volk Gottes?!’ Ich hatte mir das Los auch darum ausgesondert, weil es auf den Tag genau 27 Jahre nach der Verheißung in Reichenschwand erschien:

Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist.
Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!’


19. Juni 2012
Dienstag 20 h 58 – Mailstellungnahme meines Schwagers

‚Du erwartest IHN, den Gott Jesus.’ ”So würde ich es nicht sagen. Ich halte mich an den Glauben der alten Kirche und der Kirche über alle Jahrhunderte, die an Jesus Christus glaubt, IHM nachfolgt und IHN, als den Herrn der Kirche und den Erlöser der Menschheit erwartet. So wie es das Apostolikum im 2. Artikel sagt und was von allen Konfessionen bezeugt wird. Die christliche Lehre besagt, dass der Sohn mit dem Vater wesensgleich und doch nicht austauschbar ist. Jesus ist nicht JAHWEH.
Gemäß der Verkündigung der Kirche – und wie ich die Evangelien verstehe – ist der Menschensohn identisch mit dem wiederkommenden Christus. In der theolog. Wissenschaft ist der Dialog um den Menschensohn nicht abgeschlossen, für mich aber nicht zu überschauen. Vermutlich gehört das eben auch zum Christusgeheimnis, das sich einer aufklärerischen Methode entzieht.

Die Evangelien warnen übereinstimmend vor denen, die sich als Christus ausgeben und die Gemeinde verunsichern, in Tat und Wahrheit aber falsche Propheten sind. Der Begriff ‚Erlöser Israels’ ist in der christlichen Lehre klar definiert, also ‚besetzt’. Der Erlöser der Menschheit ist auch der Erlöser Israels. Nach Paulus wird das Israel am Ende der Zeit erkennen. Dazu gehören auch alttl. Prophetenstellen, die wir als Christen so deuten. Jüdische Ausleger werden das wohl anders sehen.“


19. Juni 2012
Dienstag - Traum 21 h 35

Meine Frau und ich befinden uns im Untergeschoss. Ein Mann verschwindet im Keller und erscheint nach einiger Zeit wieder. Er hält ein Instrument in den Händen, das sich als Pistole entpuppt, mit der er auf uns zielt. Wie ich das erkenne, stoße ich einen Schrei aus, fasse mich aber gleich wieder und warte ergeben auf das was folgt. Meine Frau befindet sich, ähnlich eines Schutzschildes, vor mir. Nach kurzer Zeit fällt ein Schuss und meine Frau kippt an meine Seite.

Wesen:
Meine Frau und ich befinden uns im Untergeschoss. Ein Mann verschwindet kurz im Keller und taucht wieder auf. Ein vermeintliches Instrument entpuppt sich als Pistole, die er auf uns richtet. Ich erschrecke, schreie, um dann ergeben zu warten. Ein Schuss geht los und meine Frau kippt an meine Seite.

Sinnbild:
Der Mann, der die Pistole auf uns richtet, ist mein Schwager. Der Schuss, den er abgibt, ist seine Mailstellungnahme um 20 h 58. Ich empfinde sie völlig gefühllos, beindürr wie die vertrockneten Gebeine in Hesekiel 37,1 ff. Das Leben fehlt völlig. Meine Frau ist in dieser Situation mein Schutzschild. Ich komme mir von meinem Schwager restlos unverstanden vor. Er bezeichnet mich als falschen Propheten, den er abschießen will. Ich hoffe, dass meine Frau innerlich zu mir hin kippt.

Anruf:
Glaube nur!


20. Juni 2012
Mittwoch – Volltreffer

Um 3 Uhr weckt mir Gott das Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Sofort sind mir Mail und Traum vom gestrigen Abend präsent. Nichts hält mich im Bett.

Das interne Los ist ein Volltreffer!

כי לא אחפץ במות המת נאמ אדני יהוה והשיבו וחיו

„Denn Ich will nicht Gefallen haben am Tod des Toten – Spruch des Herrn, Jahwehs – So bekehrt euch und lebt!“
(Hesekiel 18,32, Eigenübersetzung)

Gott hat keine Freude am dürren Gebein. Er will es zum Leben erwecken. Er will nicht nur Sein Volk, sondern auch meinen Schwager erwecken.


21. Juni 2012
Donnerstag – Engel

Um 2 Uhr hat mir Gott wiederum, wie gestern, das Ohr geweckt.

Erneut spricht mich mein internes Los persönlich an. Es steht in Psalm 91,11.

כי מלאכיו יצוה-לך לשמרך בכל-דרכיך

Ich habe wie folgt übersetzt: „Denn Seinen Engeln will Er befehlen für dich, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“

 

Und ähnlich wird es nach dem Paradigmenwechsel in der neuen Welt sein:

Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen, und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.“ (Matthäus 16,27, Schlachter Bibel 2000)

 

Das gehört zu den unvorstellbar großen und schönen Wundern, die mir in der Verheißung von Reichenschwand vom 12. August 1980 verheißen sind.


22. Juni 2012
Freitag – Entrückung

Vor 1 Uhr hat mir Gott erneut das Ohr geweckt; am dritten Tag in Folge, jeweils eine Stunde früher.

 

Wie üblich ist die erste Handlung vor Gott im stillen "Kämmerlein“ die Hochhebung Seines Worts in Form eines internen Loses mit der linken Hand und der Fahne Israels, Seines Landes, mit der rechten Hand. Ich will damit Gott preisen, dass Er mich führt und nicht loslässt, wenn ich nicht stehen bleibe, wie es meine Verheißung aus Reichenschwand vom 12. August 1980 verheißt. Nachdem das interne Los am 20. Juni 2012 ein Volltreffer war, ist es heute das Pünktlein auf dem i:

אך-אלהים יפדה נפשי מיד-שאול כי יקחני סלה

 „Gewiss! Gott will meine Seele aus der Macht des Totenreichs lösen, denn Er will mich entrücken. Sela.“ (Psalm 49,16, Eigenübersetzung)

 

Anbetend gehe ich am Fenster auf die Knie. Ich bin … (die Sprachprüfung des Wordprogramms hat unvermittelt auf Französisch umgeschaltet) … (jetzt wieder unvermittelt auf Deutsch, rückwirkend auf den Satzanfang). Ich wollte schreiben: „Ich bin bereit, mich entrücken zu lassen, möchte aber gern meine Frau mitnehmen.“ Was will mir mein „Esel“ mit der doppelten Sprachumschaltung sagen? Der ganze Satz ab „Sela“ ist rot unterstrichen, d.h. dem Wordprogramm unbekannt als Französisch. Von der roten Unterstreichung ausgenommen ist das Wort „Eigenübersetzung“. Das ist außergewöhnlich. Möglicherweise hat es zu viel Eigenes in meiner Übersetzung, bzw. Erwartung. Die Revidierte Elberfelder Bibel braucht im erwähnten Bibelvers das Wort „entrücken“, die Schlachter Bibel  „aufnehmen“. Nach einem Handwörterbuch über das Alte Testament hat das hebräische Verb „lakach“, das zu Grunde liegt, elf grundsätzlich verschiedene Bedeutungsmöglichkeiten.

 

Eines ist mir inzwischen klar geworden: Meine Aufgabe als Erlöser Israels ist, jedenfalls vorläufig, auf dieser Erde (mit beiden Füßen).


23. Juni 2012
Samstag – Schabat - neue Welt

Gott hat mir zum vierten Mal in Folge das Ohr geweckt. Ich erlebe den Übergang vom alten in den neuen Tag im Wachzustand – von der alten in die neue Welt! Vier Mal hatte mir Gott psychiatrische Klinik zugemutet. Jetzt hat ER mich zum vierten Mal mit SEINEM Wort beschenkt.

Nichts hält mich im Bett. Ich bin gespannt auf das interne Los zum heutigen Tag:

והיה טרם-יקראו ואני אענה עוד הם מדברים ואני אשמע

„Und es wird sein: Bevor sie rufen können, so will ICH antworten. Noch sprechen sie, so will ICH hören.“
(Jesaja 65,24, Eigenübersetzung)

Eine wunderbare Verheißung an SEIN Volk!

Der Text im Zusammenhang von Jesaja 65,17-25 (Schlachter Bibel 2000):
Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde erschaffen:

17 Denn siehe, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, so dass man an die früheren nicht mehr gedenkt und sie nicht mehr in den Sinn kommen werden;
18 sondern ihr sollt euch allezeit freuen und frohlocken über das, was ich erschaffe; denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zum Jubel und sein Volk zur Freude.
19 Und ich selbst werde frohlocken über Jerusalem und mich freuen über mein Volk, und es soll kein Klagelaut und kein Wehgeschrei mehr darin vernommen werden.
20 Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten, und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten.
21 Sie werden Häuser bauen und sie auch bewohnen, Weinberge pflanzen und auch deren Früchte genießen.
22 Sie werden nicht bauen, damit es ein anderer bewohnt, und nicht pflanzen, damit es ein anderer isst; denn gleich dem Alter der Bäume wird das Alter meines Volkes sein, und was ihre Hände erarbeitet haben, werden meine Auserwählten auch verbrauchen.
23 Sie werden sich nicht vergeblich mühen und nicht Kinder für einen jähen Tod zeugen; denn sie sind der Same der Gesegneten des HERRN, und ihre Sprösslinge mit ihnen.
24 Und es wird geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; während sie noch reden, will ich [sie] erhören!
25 Wolf und Lamm werden einträchtig weiden, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich von Staub nähren. Sie werden nicht Schaden noch Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg! spricht der HERR.

In den Versen 17+18 hat das Wort „erschaffen“ den gleichen Stamm wie in 1. Mose 1,1: bereschit bara elohim; Am Anfang hat Gott erschaffen!

Viermal hatte mir Gott in den 1980er Jahren eine psychiatrische Klinik zugemutet. Jetzt hat ER mich zum vierten Mal mit SEINEM Wort beschenkt. Eine lang gehegte Hoffnung geht in Erfüllung!

Übergang in die neue Welt

Gott hat mir zum vierten Mal in Folge das Ohr geweckt. Ich erlebe den Übergang vom alten in den neuen Tag im Wachzustand – von der alten in die neue Welt! Vier Mal hatte mir Gott psychiatrische Klinik zugemutet. Jetzt hat ER mich zum vierten Mal mit SEINEM Wort beschenkt.

Hier die vier internen Lose, die so eindrücklich zu mir gesprochen haben:

1. Tag
20. Juni 2012: Hesekiel 18,32
כי לא אחפץ במות המת נאם אדני יהוה והשיבו וחיו
„Denn Ich will nicht Gefallen haben am Tod des Toten – Spruch meines Herrn, Jahwehs – So kehrt um und lebt!“
(Eigenübersetzung)

2. Tag
21. Juni 2012: Psalm 91,11
כי מלאכיו יצוה-לך לשמרך בכל-דרכיך
„Denn Seinen Engeln will Er befehlen für dich, dich zu behüten auf all deinen Wegen.“
(Eigenübersetzung)

3. Tag
22. Juni 2012: Psalm 49,16
אך-אלהים יפדה נפשי מיד-שאול כי יקחני סלה
„Gewiss! Gott will meine Seele aus (der) Macht des Totenreichs lösen, denn Er will mich entrücken. Sela.“
(Eigenübersetzung)

4. Tag
23. Juni 2012: Jesaja 65,24
והיה טרם-יקראו ואני אענה עוד הם מדברים ואני אשמע
„Und es wird sein: Bevor sie rufen können, so will Ich antworten. Noch sprechen sie, so will Ich hören!“
(Eigenübersetzung)


24. Juni 2012
Johannistag - Sonntag – ewiges Königtum

Ich liege schon seit längerer Zeit wach im Bett. Da der Schlaf offenbar nicht zurückkommen will, stehe ich um 3 Uhr auf.

Die erste Handlung vor Gott im stillen "Kämmerlein“ ist wie üblich die Hochhebung Seines Worts in Form eines internen Loses mit der linken Hand und der Fahne Israels, Seines Landes, mit der rechten Hand. Dabei denke ich an die vier letzten Tage mit ihrer je speziellen Botschaft. Das kann so doch nicht weitergehen, fährt es mir durch den Kopf, da ich ja in der neuen Welt angekommen bin. Gleichwohl bitte ich um gnädige Weisungen.

Ich habe Psalm 145,13 gezogen:

מלכותך מלכות כל-עלמים וממשלתך בכל-דור ודור

„Dein Königtum ist ein absolut ewiges Königtum und Deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht!“  (Eigenübersetzung)

Herrlich! Ein besseres Wort finde ich nicht. Gott ist der Gleiche in Ewigkeit. ER hat mich als SEINEN Diener berufen. Ich darf SEIN Arm sein. (4. Mai 2009)

Nachträglich ist mir in den Sinn gekommen, dass heute „Johannistag“ ist. Am Johannistag 2007 hatte ich den Traum: „lech-lecha“ (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.10.) Bei Gott gibt es keine Zufälle. Das bestätigt sich einmal mehr.

Am gleichen Tag wie mich Gott für Sein Land Israel berufen hat, macht Er mir bewusst, dass Er mich in die „neue Welt“ eintreten lässt.


24. Juni 2012
Johannistag - Sonntag, Traum 5 h 30 – ich bin auf dem Heimweg – wie Träumende

Ich befinde mich auf dem Heimweg in unbekannter Umgebung. Ein Schwarm junger Burschen mit sonderbarem Verhalten ist an mir vorbeigezogen. Mit der rechten Hand greife ich intuitiv nach meinem Portemonnaie. Der Hosensack ist leer! All das Geld und all die Dokumente und die Kreditkarte sind weg! Ich bin Taschendieben zum Opfer gefallen! Ich erschrecke und schreie laut, was nichts nützt. Die Burschen sind in der Ferne am Verschwinden. Mit mir in die gleiche Richtung laufende Menschen nehmen von mir keine Notiz. Ich ergebe mich in mein Schicksal. Es ist ja nur ein Traum, denke ich. – Nein, es ist völlig real, merke ich. Alles ist echt. Ich erkenne das am regennassen Trottoir, auf dem ich laufe. Ich erinnere mich des Schatzes im Acker (23. Juli 2008) und bin beruhigt.

Ich gehe weiter. Hoch am Himmel bewegt sich ein Ungetüm. Es muss ein Riesenhelikopter sein ohne Rotoren. Jemand erklärt mir, dass es sich um einen Afrikaner handelt, der mit seiner Riesenmaschine ein Geschäft betreibt. Er mache den Weg von Afrika in die Schweiz und zurück innert weniger Stunden.

Wesen:
Ich werde von Taschendieben um mein Portemonnaie erleichtert. Großes Erschrecken über das verlorene Geld, die verlorenen Dokumente und die Kreditkarte. Mein Schreien ist nutzlos. Ich ergebe mich in mein Schicksal. Es ist ja nur ein Traum, denke ich. – Nein, es ist völlig real, merke ich. Mein Schatz im Acker beruhigt mich.

Sinnbild:
Ich befinde mich in der neuen Welt. Traum und Wirklichkeit sind eines. Mein heutiges internes Los in Psalm 145,13 ergibt den Schlüssel: „Dein Königtum ist ein absolut ewiges Königtum und Deine Herrschaft währt von jedem Geschlecht zu Geschlecht.“ (Eigenübersetzung)

Und dazu passend: „Als der Ewige die Heimkehrenden Zions zurückgeführt hat, sind wir wie Träumende gewesen.“ (Psalm 126,1, Eigenübersetzung)

Anruf:
Glaube nur!


25. Juni 2012
Montag – JAHWEH ist gut und barmherzig

Das heutige Prozedere mit Wort und Fahne im stillen "Kämmerlein“ beginnt um halb eins. Das interne Los fällt mir einmal mehr aufs "Lieblichste". (Psalm 145,9)

טוב-יהוה לכל ורחמיו על-כל-מעשיו

(Gut ist JAHWEH zu allen, und SEINE Barmherzigkeit ist über all SEINEN Werken!“ (Eigenübersetzung"

Als SEIN Arm (4. Mai 2009) und weil Gott gut und barmherzig ist, gestatte ich mir den Namen „JAHWEH“ auszusprechen! Mein Vater im Himmel! Abba! Der NAME (haSCHEM) drückt mein Vertrauen in den allmächtigen Gott aus, dessen Herrschaft in Ewigkeit währt. (Siehe gestern)

Aus Allmacht und Barmherzigkeit ergibt sich Herrlichkeit, die ich auch in meinem Leben erwarten will. (Johannes 1,14) Ist das eine Anmaßung?

Ich bin gespannt, ob Gott meinen Glauben im Traum bestätigen wird. Vertrauensvoll gehe ich wieder ins Bett.


25. Juni 2012
Montag, Traum nach 2 h – ein Beamter plaudert „aus der Schule“

Ein Beamter ist beeindruckt, dass meine Hartnäckigkeit fruchtet. Er entschuldigt sich, dass er das zugibt.

Wesen:
Meine Hartnäckigkeit beeindruckt einen Beamten.

Sinnbild:
Es geht um meinen Weg zum Judentum.

Anruf:
Bleibe dran!


25. Juni 2012
Montag, 2. Traum 4 h – Ich werde Seelsorger

Ich bin zu Fuß unterwegs. Ein Mann mit einer Gehbehinderung ist an meiner Seite. Wir steigen einen ausgetrockneten Bach hoch. Der Weg ist steinig.

Am Rand eines Pfarrkapitels komme ich mit Pfarrern ins Gespräch. Thema ist mein Herkunftsort und mein Alter. Einer sagt, er habe den Jahrgang 1936, worauf ich ihm meinen Jahrgang 1937 offenbare. Einem andern Pfarrer, er war Pfarrer in meinem Geburtsort, untersuche ich einen Stapel von Kleidern.

Eine Frau, schon in einem gewissen Alter, hat psychische Schwierigkeiten. Es sei ihr empfohlen worden, mich als Dornentherapeut zu engagieren. Ich umfasse ihre Schultern und spüre einen Anflug von Erotik.

Wesen:
Begleiter zu Fuß eines gehbehinderten Mannes. Gespräch mit Pfarrern (Seelsorgern). Dornentherapeut für eine Frau.

Sinnbild:
Ich werde Seelsorger. Die Dornenkrone von Jesus kommt mir in den Sinn.

Anruf:
Willst du immer noch demütig werden?


25. Juni 2012
Montag, 3. Traum 5 h 30 – Zwei Esspakete

Meine Frau und ich befinden uns auf dem Heimweg talwärts nach einer Konferenz oder ähnlich. Wir sind müde. Bei einem Bauernhof lösen wir versehentlich die Verselbständigung einer Karrette aus, die mit zwei Säcken beladen ist. Die Karrette saust bergab und macht eine Rechtskurve. Dann verschwindet sie. Wir gehen ihr nach um nach ihrem Schicksal zu sehen. Ich plädiere dafür, das Missgeschick dem Landwirt zu bekennen. Meine Frau ist dagegen. Was ist mit der Karrette passiert? Meine Frau weist auf zwei leere, gefaltete Säcke jenseits eines Grabens hin. Ihre Theorie geht dahin, dass sich das Gefährt selber entladen habe. Ich kann das nicht nachvollziehen. In diesem Moment erscheint ein junger Mann, dem ich gleich unser Missgeschick erzählen will. Da streckt er mir zwei Pakete entgegen, wie ich sie seinerzeit im Militärdienst empfangen habe. „Aha, Sie sind der Postbote?“ „Ja, ich bin von der Post“, bestätigt er mir.

Wesen:
Meine Frau und ich sind auf dem Heimweg. Bei einem Bauernhof setzt sich wegen uns eine Karrette bergab in Bewegung und verschwindet rechts. Wir sind uns uneinig, ob wir das Missgeschick dem Landwirt bekennen sollen. - Nach der Überzeugung meiner Frau hat sich das Gefährt selber entladen, was ich nicht nachvollziehen kann. Ein junger Mann, dem ich unser Missgeschick erzählen will, entpuppt sich als Postbote. Er streckt mir zwei Pakete entgegen, wie Esspakete im Militärdienst.

Sinnbild:
Meine Frau und ich sind gemeinsam auf dem Heimweg ins ewige Leben. Das geht nicht ohne Hindernisse und ermüdet. Gott belohnt meine Ehrlichkeit mit zwei Esspaketen. Wir müssen uns nicht um das tägliche Brot sorgen.

Anruf:
ICH (JAHWEH) sorge für euch!

PS
Nach Verarbeitung des internen Loses hatte ich mich gespannt gezeigt:
Wird Gott wohl meinen Glauben im Traum bestätigen?

Ich bin beschämt über Gottes Güte und Barmherzigkeit. ER hat mir gleich drei Träume als Bestätigung geschenkt!


26. Juni 2012
Dienstag – glücklich ein Mensch …

JAHWEH hat mir um 0 h 15 das Ohr geweckt.
Mir wird wichtig in der neuen Welt zu sein. Das zu mir sprechende Wort Gottes ist jetzt nichts mehr Außergewöhnliches. Es gehört zwingend dazu!

Die Datei „Erfahrungen mit dem Wort Gottes“ wird somit geschlossen.

****

Ich trage die internen Losungsworte ab sofort direkt ins Tagebuch ein. Nachträglich habe ich am 24. Juni 2012 noch vermerkt, dass der Eintritt in die „neue Welt“ am Johannistag erfolgt ist; im Andenken an den 24. Juni 2007 ein geschichtsträchtiger Tag.

Das heutige (26. Juni 2012) interne Los ist auf Psalm 84,13 gefallen:

יהוה צבאות אשרי אדם בטח בך

„JAHWEH der Heerscharen! Glücklich ist ein Mensch, der DIR vertraut.“ (Eigenübersetzung)

Glücklich gehe ich zurück ins Bett, damit JAHWEH im Traum zu mir sprechen kann. Es ist jetzt nach 1 h.


26. Juni 2012
Dienstag, 1. Traum 2 h 45 – Gemeindefunktionen

Ich bin Teil einer Gemeinde. Ich habe verschiedene Kontakte. Jemand übermittelt den Dank eines Dritten für meine Botschaft. Ein anderer fragt mich ob ich wisse, wie viel sein wöchentlicher Zins betrage. „Ich weiß es nicht, werde es aber ausrechnen.“, gebe ich ihm zur Antwort.

Wie ich in das Gemeindehaus eintrete (ich will die Berechnung sofort vornehmen) öffnet gleichzeitig eine Frau von innen die Türe und schaut mich kritisch bis feindlich an.

Wesen:
Übermittelter Dank für meine Botschaft. Ein anderer will wissen, ob ich seinen wöchentlichen geschuldeten Zins kenne. Ich weiß es nicht, will es aber ausrechnen. Frau mit kritischem Blick.

Sinnbild:
Integriert in eine Gemeinschaft von Menschen.

Anruf:
Du bist ein gewöhnlicher Mensch!


26. Juni 2012
Dienstag, 2. Traum vor 4 h 30 – teuflische Frauenbegegnung

Nach einer ganzen Reihe von Traumsequenzen, gefühlt belanglos bis peinlich, und wo ich mich am Schluss auf einer hohen Ebene mit künstlichem Boden befinde der so gar nicht meinen gemachten Vorstellungen entspricht, passiere ich eine sehr steil abfallende Wand, halb Nagelfluh halb Hauswand. Gegenüber kommen Leute entgegen, voraus eine Frau im mittleren Alter. Ich bin zuerst in der Wand. Nun gilt es die erwähnte Frau zu passieren. Sie erklärt, wie eine Expertin, woran ich mich halten kann. An die Bezeichnung erinnere ich mich nicht mehr. Es sieht aus wie ein längliches Stück Nagelfluh. Ich bin nun vor der Frau und halte mich an dem besagten Ding. Die Augen der Frau leuchten höhnisch-teuflisch auf um dann auf panisch erschrocken wechseln, weil ich nicht abstürze. Ich bin mit einem Kettchen und der Wand verbunden. Dann lässt das Kettchen nach und wir schweben gemeinsam in die Tiefe. Ich bin innerlich völlig ruhig und vertrauensvoll. Erst im Wachzustand gruselt es mir leicht.

Wesen:
Nach mehreren belanglosen Traumsequenzen verlasse ich eine hohe Ebene und passiere eine steil abfallende Wand. Ich muss Leute passieren, voraus eine Frau. Diese erklärt das Vorgehen wie eine Expertin. Ich halte mich an einem länglichen Ding, das wie Nagelfluh aussieht. Die Augen der Frau leuchten höhnisch-teuflisch auf um dann auf panisch erschrocken zu wechseln, weil ich nicht abstürze. Ich bin mit einem Kettchen und der Wand verbunden. Dann lässt das Kettchen nach und wir schweben gemeinsam in die Tiefe. Ich bin innerlich völlig ruhig und vertrauensvoll.

Sinnbild:
Jahwehs Heerscharen begleiten und halten mich. (Matthäus 16,27)

Anruf:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“
(Verheißung von Reichenschwand vom 12. August 1980)

PS
Der St. Johannis-Konvent lebte zur Zeit meiner "Erwählung" im Schloss Reichenschwand, das früher von Zauberern und Zuhältern etc. besetzt war.


27. Juni 2012
Mittwoch – Pfad Gerechter

JAHWEH hat mir das Ohr 20 Minuten nach Mitternacht geweckt. Heute geht es im internen Los um die Gerechten. (Sprüche 4,18)

וארח צדיקים כאור נגה הולך ואור עד-נכון היום

„Aber der Pfad Gerechter ist wie aufstrahlendes Licht. Es wird heller bis zum vollen Tag.“ (Eigenübersetzung)

Ich habe mich mit der Übersetzung schwer getan. Wie ich im Jahre 2007 formuliert hatte gefällt sie mir nicht. Besonders das Wort „nechon-hayom“ beschäftigt mich. Nechon ist das „Partizip constructus“ von „nachon“ Ich finde „nachon“ nicht in meinen beiden althebräischen Wörterbüchern. In Iwrit hat das Wort „nachon“ folgende Bedeutung: „richtig, wahr, bereit“. Der zweite Satz würde wörtlich übersetzt so lauten: „Es geht und leuchtet bis richtig der Tag.“ Ob die auf mich wartenden Träume wohl auch so schwer zu verstehen sein werden?


27. Juni 2012
Mittwoch, 1. Traum vor 4 h 45 - Dämmerung

Die Frage zum heutigen internen Los war berechtigt. Meine Träume waren ein einziger Traum, der sich in seiner ganzen Länge dahin zog. Ich habe schwer gearbeitet.

Wesen:
Der Traum drehte sich ständig um das heutige interne Los und betrachtete das Wort von allen Seiten. Es ging hauptsächlich um zwei Begriffe die gleich ausgesprochen wurden aber in Hebräisch zwei Schriftbilder besaßen. Ich kann mich weder an die Aussprache noch an das Schriftbild erinnern.

Sinnbild:
Ich befinde mich noch völlig in der Dämmerung der neuen Welt. Man kann eigentlich noch nicht von aufstrahlendem Licht sprechen, eher von einem Schimmer. Ich darf aber glauben, dass es heller wird. Ich warte ja auf einen Paradigmenwechsel unserer Weltzeit für die ganze Schöpfung.

Anruf:
Glaube nur!


27. Juni 2012
Mittwochnachmittag, 2. Traum nach 15 h – Durchbrochene Hochspannung

Ich befinde mich am obern Ende der „langen Wiese“ meines Jugendfreundes, hinter dem Wydum, Quartier meiner Kindheit. In einiger Entfernung üben sich Männer im Werfen von „Etwas“ gegen eine Hochspannungsleitung (wie jene hinter dem Ort meiner Erwachsenheit). Mit ungeahntem Schwung schleudert sich einer der Männer selber in die Höhe. In weitem Bogen nähert er sich der Hochspannungsleitung, durchbricht diese und löst sich in Teile auf. Ich bin beeindruckt von dieser Schauder-Vorstellung mit einem Toten!

Wesen:
Ort der Handlung=Ort meiner Kindheit. Ort der Hochspannungsleitung=Ort entscheidender Ehe- und Familienjahre. Junge Männer üben sich im Werfen von „Etwas“ gegen die Hochspannungsleitung; dann schleudert sich einer der jungen Männer selber in die Höhe. Er kollidiert mit der Leitung und durchbricht sie. Er selber löst sich in Teile auf. Die Schauder-Vorstellung mit einem Toten beeindruckt mich.

Sinnbild: (Sinnbild und Anruf wurden mir nach dem internen Los vom 28.Juni 2012 klar.)
Der Traum ist auf der Subjektstufe zu betrachten. Ich bin der junge Mann, der sich selber in die Höhe schleudert. Die Kollision mit der Hochspannungsleitung ist der Zerbruch meiner Gottesbeziehung und mein ewiger Tod!

Anruf:
Die „Älplizeit“ (meine Zeit auf der Alp) ist definitiv zu Ende!

(Meine Frau hat hier eine Alphütte gemietet.)


28. Juni 2012
Donnerstag vor 2 h – Regression

Nachdem ich geträumt hatte, ob mir mein älterer Bruder in einer besonderen Art helfen würde, mich als Messias bekannt zu machen, erhalte ich folgendes interne Los:

 כי יש-כוח באלהים לאזור ולהכשיל

“… denn es gibt Kraft bei Gott, zu helfen und straucheln zu lassen.“
(2. Chronik 25,8b, Eigenübersetzung)

Erkenntnis beim Erwachen vor 6 h
Die Bitte an meinen Bruder, mir zu helfen, ist Regression; Rückschritt in die Jugendjahre, als mein Bruder meine höchste Autorität war.

Unter diesen Umständen lässt Gott straucheln.


29. Juni 2012
Freitag – Der heilige Name Gottes

Nach der gestrigen Erkenntnis nehme ich sehr dankbar wahr, dass mein Auftrag intakt ist. Gott hat mir das Ohr (zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4)) vor 0 h 30 geweckt. Das interne Los bestätigt mir das eindrücklich mit Hesekiel 39,7:

ואת-שם קדשי אודיע בתוך עמי ישראל
ולא אחל את-שם-קדשי עוד
וידעו הגוים כי-אני יהוה קדוש בישראל

„Und Meinen heiligen Namen will Ich bekannt machen unter Meinem Volk Israel.
Und Ich will Meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen lassen.
Und die Heidenvölker werden erkennen, dass Ich, JAHWEH, heilig bin in Israel.“

(Eigenübersetzung)

Nun bin ich auf die Botschaften meines Vaters im Himmel gespannt.

Beim wieder ins Bett gehen umschwirrt mich ein Insekt und belästigt mich. Ich erwische es im Dunkel und zerdrücke es zwischen dem linken Daumen und Zeigefinger.

Nach 2 h und um 4 h 30 habe ich je einen Traum und schreibe sie in mein Traumbuch, das ich für die Tage auf der Alp reaktiviert habe, weil hier ein Stromanschluss fehlt für meinen „Esel“.

Trotz großer Anstrengung gelingt es mir nicht, auch während des Tages, für die beiden Träume ein Sinnbild zu finden. Erst am 30. Juni 2012 wird mir klar warum: Die Träume gehören zur alten Welt. Von dieser soll ich Abstand nehmen!


30. Juni 2012
Samstag/Schabat 0 h 03 – sieben – volle Zahl

Beim Erwachen habe ich eine große 7 um mich; eine Sieben als Symbol der vollen Zahl. Dazu passt auch der letzte Tag des Monats und der letzte Tag der Woche (Schabat). Dazu ist es mein letzter Tag im Leben auf der Alp.

Das interne Los von Psalm 55,23 empfinde ich wunderbar:

השלך על-יהוה יהבך והוא יכלכלך
לא-יתן לעולם מוט לצדיק

„Wirf auf JAHWEH dein Anliegen, so will ER dich versorgen.
ER will in Ewigkeit nicht Wanken zulassen dem Gerechten!“

(Eigenübersetzung)

Das Wort ist ein Wort der Hoffnung auf die neue Welt.


30. Juni 2012
Samstag/Schabat, 3 h 30 – Sieben mögliche letzte Worte des Erlösers Jesus

Beim Erwachen geht mir durch den Kopf, dass Jesus am Kreuz aus dem Psalm 22 zitiert hat. Ich lese den Psalm und lese sieben Verse aus. Damit stelle ich mich gegen die Tradition der „Kirche“.

1. Du hast mich aus dem Leib meiner Mutter gezogen, du warst meine Zuversicht schon an meiner Mutter Brust. (Vers 10)
    (Dieses Wort hatte mir einst mein erster Seelsorger zugesprochen)

2. Alle, die mich sehen, spotten über mich. (Vers 8)

3. Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe und meine Zunge klebt mir am Gaumen. (Vers 16)

4. Errette mich aus dem Rachen des Löwen! (Vers 22)

5. So will ich meinen Brüdern deinen Namen verkündigen. Inmitten der Gemeinde will ich dich loben. (Vers 23)

6. Daran werden gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde. (Vers 28)

7. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Vers 2)

(Schlachter Bibel 2000)


13. Juli 2012
Freitag der 13te

„Damit die Schrift erfüllt würde“ (6. Mai 2012), lasse ich mir die Zähne durch den Zahnarzt bleichen, da ich mich als „Schilo“ (1. Mose 49,12) verstehe.

Beim Nachtessen erzähle ich meiner Frau von der Prozedur, die nicht ganz ohne Zwischenfall abgelaufen war. Der Zahnarztstuhl hatte sich nämlich zweimal, ohne menschliches Zutun, aus der Horizontale aufgerichtet und den Ablauf etwas durcheinander gebracht. Meine Frau fragt mich, was denn das bedeuten könnte. Es stimmt, ich glaube nicht an Zufälle. Theoretisch ist es möglich, dass ich mich mit dem „Schilo“ täusche und dass meine Berufung sehr fragwürdig ist. Die Geschichte wird es zeigen.

Im Gebet im stillen "Kämmerlein" lege ich die Sache Gott hin. Mir wird wichtig, dass, was immer die Sache tatsächlich ist, Gott Recht behält. Hauptsache ist, dass ich Gehorsam übe und demütig werde. Das macht mich ruhig.


17. Juli 2012
Dienstag – Schock und Trost

Nachdem ich gestern vom Innenministerium in Israel grünes Licht für einen zweimonatigen Aufenthalt, beginnend vor Sukkot (Laubhüttenfest), erhalten hatte, bemühte ich mich sofort um ein Zimmer im Beit Tovei Ha’Ir in Jerusalem, wo ich seit 2007 bei meinen Aufenthalten residiert habe. Erwartungsvoll öffne ich heute die Mail. Ein kleiner Schock! „Kein Platz in der Herberge!“ Dass Gott für Überraschungen gut ist, ist nicht neu für mich.

 

Die Tröstung steht bereits da, in Form von Jesaja 42, Verse 1-9. Auf den Text bin ich durch das interne Los gestoßen. Besonders Vers 6 stellt mich auf:

אני יהוה קראתיך בצדק ואחזק בידך ואצרך ואתנך לברית עם לאור גוים

„Ich, JAHWEH, habe dich(Messias) in Gerechtigkeit gerufen, und Ich will an deiner Hand festhalten! Und Ich will dich bewahren! Und Ich will dich zum Bund des Volks (als Geschenk) geben; zum Licht der Heidenvölker.“  (Eigenübersetzung)

 

„Gerechtigkeit“ und „Gerechter“ sind sprachlich nah verwandt. (19. Juni 2012 im Zusammenhang mit meinem Taufspruch) Ich weiß mich als Gerechter in Gerechtigkeit gerufen. „Und Ich will an deiner Hand festhalten…“ entspricht ganz der Verheißung vom 12. August 1980 in Reichenschwand:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“

Mir kommt der Chassid vom Herbst 2006 in Jerusalem in den Sinn, der mich aus einem kleinen Haus-Vorgarten anrief und mich in befehlendem Ton aufforderte jüdisch zu werden. Begründung: Jesus war Jude! JAHWEH will mich Seinem Volk als Geschenk geben.

 

Die Absage der Altersresidenz bringt mich zur Einsicht, dass die Zeit meiner eigenen Initiativen vorbei ist. Die Zeit des Online-Gangs meiner Internetseite steht kurz bevor, so glaube ich. Nachher wird sich eine ganz eigene Dynamik entwickeln, bin ich überzeugt.

 

Der Satzteil: „und Ich(JAHWEH) will an deiner(Messias) Hand festhalten …) tönt fast so, wie wenn ich (in der neuen Dynamik) Initiator wäre. Ich will das im Auge behalten um mich nicht von der Hand Jahwehs loszureißen. Kostbar ist mir, dass es weiter heißt: „Und Ich will dich bewahren!“ Ich muss nicht alles ängstlich abwägen. Gott wird mir nötige Korrekturen zeigen.


20. Juli 2012
Freitag – „Alte Welt“

Ich erwache sieben Minuten vor Mitternacht an einem Traum. Im Traum schlafe ich in einer Wohnung zu der auch andere Menschen Zutritt für das WC haben. Jemand bewegt sich an meinem Rücken und zupft mich am Haar. Er hat sexuelle Absichten. Ich erschrecke gewaltig und bin angewidert. Erwachend bin ich dankbar, dass es sich „nur“ um einen Traum gehandelt hat.

Homosexualität ist für mich abscheulich, wie in der Bibel beschrieben.

Vorderhand bin ich noch in der alten Welt, erst punktuell in der Neuen. Auf diese warte ich sehnsüchtig.


21. Juli 2012
Samstag – Neuer Bund

Mein internes Los aus Jeremia 31,31 tröstet mich über meinen Traum von letzter Nacht hinweg:

הנה ימים באים נאם-יהוה וכרתי את-בית ישראל ואת-בית יהודה ברית חדשה

„Siehe, Tage kommen – Spruch Jahwehs – da werde Ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen.“ (Eigenübersetzung)

 

Auch die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine hat den Bund zum Thema; Psalm 111,9:

פדות שלח לעמו צוה-לעולם בריתו קדוש ונורא שמו

„Erlösung hat Er Seinem Volk geschickt. Er hat für ewig Seinen Bund angeordnet. Heilig und ehrfurchtbar ist Sein Name!“ (Eigenübersetzung)

 

Ja, Jahwehs am Horeb mit dem Volk Israel geschlossener Bund ist ewig. Der Bund wurde wohl mehrmals erneuert, so z.B. im Land Moab (5. Mose 28,69, 13. August 2010) Auch der neue Bund mit Jesus Christus basiert auf dem Bund vom Horeb. (Matthäus 5,18)

 

Dass ich selber Teil dieses Bundes werden soll, erfüllt mich mit Ehrfurcht. (17. Juli 2012)


26. Juli 2012
Donnerstag – Enttäuschung

Einige Minuten nach Mitternacht weckt mich Blasendruck. Schon bin ich wieder auf dem Weg ins Bett, da kommt mir die Frage: „neue Welt?“ Ich kehre um, um das interne Los zu meditieren. Es steht in Jesaja 56,7b):

כי ביתי בית-תפילה יקרא לכל העמים

„Denn Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden für all die Völker!“ (Eigenübersetzung)

Erwartungsvoll auf einen passenden Traum kehre ich ins Bett zurück.

Vor zwei Uhr erwache ich nach einem Traum. Enttäuschung! Im Traum ging es um ein Familienfest, das ich mitorganisierte. Die Organisation von sechs Ruderbooten klappte nicht. Einerseits verstand ich mich mit dem Vermieter der Boote nicht recht und andererseits passten die Ruderboote gar nicht in den Festablauf.

Was soll das nun bedeuten? Hat meine Frau vielleicht doch Recht, dass meine Erwartungen viel zu hoch „geschraubt“ sind? Wie auch immer; ich werde jedenfalls korrigiert.

Im Internet suche ich nach Messias und dritter Tempel und werde beim Kabbalisten Michael Laitman fündig.
(Laitman PDF)
http://www.laitman.de/der-bau-des-dritten-tempels/

Am Schluss des Artikels nimmt Laitman auf Jesaja 56,7 Bezug, ohne die Bibelstelle als solche zu bezeichnen.

Mir wird klar, dass im Zusammenhang mit dem dritten Tempel nichts Eigenes Platz hat. Gott selber ist der Baumeister, wir Menschen allenfalls Handlanger.

Im Nachhinein fällt mir auf, dass ich das Los auf den Tag genau vor vier Jahren aufgeschrieben und aufbewahrt habe (26. Juli 2008). Ich muss Gottes Pläne nicht im Voraus kennen.


4. August 2012
Samstag – Zweifel

Seit der Absage durch das Beit Tovei Ha’Ir am 17. Juli 2012 stehe ich in der Gefahr, Zweifeln die Tür zu meinem Inneren zu öffnen. Ich wehre mich dagegen, indem ich mir immer wieder neu die für mich wesentlichen Werte in Erinnerung rufe. Vor dem Morgengebet stehe ich, wie üblich, mit dem internen Los und der Fahne Israels in den erhobenen Händen vor Gott. Neben den für Paulus wichtigsten drei Dingen in 1. Korinther 13,13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe …“ ergänze ich für mich mit Gehorsam und Demut. Nun also bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, Gehorsam und Demut! Das sind für mich die wesentlichsten Werte in meinem Leben.

Eine wunderschöne Erfahrung daraufhin ist das interne Los aus Sprüche 15,33:

יראת יהוה מוסר חכמה ולפני כבוד ענוה

„Furcht vor JAHWEH ist Unterweisung zur Weisheit; aber vor Ehre kommt Demut.“ (Eigenübersetzung)


12. August 2012
Sonntag – weitere „Zufälle“

Das interne Los fällt auf 5. Mose 28,1a+6:

והיה אמ-שמוע תשמע בקול יהוה אלהיך ... ברוך אתה בבאך וברוך אתה בצאתך

„Und es wird sein: Wenn du wirklich auf die Stimme Jahwehs deines Gottes hören willst: … Gesegnet bist du in deinem Eingang und gesegnet bist du in deinem Ausgang.“ (Eigenübersetzung)

Gestern war ich an einer Geburtstagsfeier eingeladen an der auch der frühere Vorsteher des Diakonissenhauses (Lebenslauf) Gast war. Vor zweiunddreißig Jahren war die Beziehung zwischen ihm und mir als Verwaltungsdirektor sehr gespannt, was mir dann schlussendlich die Stelle gekostet hatte. Es waren unausgesprochene, geistliche Differenzen die zum Bruch geführt hatten. Im gestrigen Gespräch fühlte ich mich motiviert geistliche Themen anzusprechen. Warum hat die christliche Kirche ihre Anziehungskraft weitgehend verloren? Was bedeutet das Wort evangelikal? Warum ist dieses Wort zum Schimpfwort geworden, wo es doch, wenn Jesus ernst genommen wird, zentral ist? Ich erzählte ihm von meiner neusten Erkenntnis: „Glauben, Hoffnung, Liebe, Gehorsam und Demut“ und dass Gottes Bund von Moab für das jüdische Volk immer noch gilt. (13.15. August 2010 und 21. Juli 2012) Der verheißene Segen in 5. Mose 28 und die ausgedehnte Fluchwarnung im gleichen Kapitel gelten für das jüdische Volk unverändert. Nur so kann meines Erachtens die Schoah (Holocaust) eingeordnet werden. Mein heutiges internes Los ist mir Bestätigung für die Richtigkeit meiner gestrigen Initiative gegenüber dem früheren Diakonissenhaus - Vorsteher.

Auf den Tag genau vor 32 Jahren habe ich meine Verheißung in Reichenschwand bekommen:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“

Solche „Zufälle“ - ich nenne sie lieber Führungen, weil ich gelernt habe, dass es bei Gott keine Zufälle gibt - lasse ich mir gern gefallen.


15. August 2012
Mittwoch – Verheißung für das jüdische Volk

Ich weiß nicht, ob es eine schönere und prägnantere Verheißung gibt für das jüdische Volk, als diejenige meines heutigen internen Loses aus 5. Mose 30,2+3:

ושבת עד-יהוה אלהיך ושמעת בקלו ככל אשר-אנכי מצוך היום אתה ובניך בכל-לבבך ובכל-נפשך ושב יהוה אלהיך את שבותך ורחמך ושב וקבצך מכל-העמים אשר הפיצך יהוה אלהיך שמה.

„Und du wirst umkehren zu JAHWEH deinem Gott und wirst auf Seine Stimme hören, ganz so, wie ich dir heute gebiete; du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele. Und JAHWEH dein Gott wird deine Gefangenschaft wenden und wird sich deiner erbarmen. Und Er wird wenden und dich sammeln aus all den Völkern, wo dich dorthin JAHWEH dein Gott zerstreut hat.“ (Eigenübersetzung)

Wir stehen vor der großen Wende! Wir stehen vor einem Paradigmenwechsel wie vor 2000 Jahren, als der Messias zum ersten Mal kam.

Ich wurde im April 2007 erstmals auf Rabbi Kaduri aufmerksam. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.8.)

Deutsch:
http://wegedeslebens.info/HOME/Rabbi.html

Englisch:
http://www.youtube.com/watch?v=eATJ4PRXEJk&feature=player_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=S9NxUbFDWwo


17. August 2012
Samstag – mich sättigen an Deiner Erscheinung

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine (Psalm 17,15) spricht mich so an, dass ich sie gleich auswendig lerne:

אני בצדק אחזה פניך אשבעה בהקיץ תמונתך

„Ich, in Gerechtigkeit möchte ich Dein Angesicht schauen; mich sättigen, beim Erwachen, an Deiner Erscheinung!“ (Eigenübersetzung)

Um 23 Uhr, nach einer Stunde Schlaf, erwache ich und sofort ist die heutige Losung in meinem Gedächtnis präsent. Was heißt das: Gottes Angesicht schauen und mich sättigen an Seiner Erscheinung? Mich ergreift die Lust, Gott im Torahstudium zu erkennen. Darum stehe ich auf und lerne zwei Stunden Torah. Ich bin im 5. Mose Kapitel 18 angelangt, wo es darum geht, dass die Priester und Leviten keinen Erbanteil am Land haben, sondern dass Gott ihr Erbe ist. Sie sollen ganz auf Gott ausgerichtet sein und sich von den täglichen Sorgen frei machen. Ich habe meinerseits einen sehr großen Schatz im Acker gefunden, der mich auch von allen Sorgen frei macht. Den Schatz hatte ich am 5. Mai 2009 in Form einer Bilanz dargestellt, als Zwischenbilanz nach der Hälfte meiner Lehre als Banklehrling in Jerusalem.

Gott alles in allen! (1. Korinther 15,28)


18. August 2012
Samstag – Vervielfachung eines Gebets

In der Bearbeitung der Webseite habe ich mich auch mit dem Rechenschaftsbericht nach der „Lehre“ auseinandergesetzt. Ganz am Schluss steht unter den Schlussfolgerungen (4.) der Satz:

Mein Gebet zu Gott ist, dass meine Frau ihren Platz finden kann, und dass ich ihr zum mich hingebenden Christus werde. (Epheser 5,25)

Auf einmal multipliziert sich dieser Satz, ich weiß nicht wie, mindestens 7-mal. Wie die Erscheinung gekommen ist, verschwindet sie wieder. Ich verstehe das als Eselssprache, d.h. ich soll diesen Satz in meine morgendliche Liturgie aufnehmen.


19. August 2012
Sonntag – Erscheinungen

Erscheinungen gehören zu meinem täglichen Leben. Das Wort kommt auch in den beiden vorangegangenen Tagebucheinträgen vor. Mir ist klar: Man muss Erscheinungen interpretieren. Sie können auch teuflischen Ursprungs sein und Aberglauben bewirken. Die Herzenshaltung ist entscheidend.

Die Eselssprache meines Computers besteht aus Erscheinungen. Seit einiger Zeit erscheint in unregelmäßigen Abständen der Name meiner Tochter auf dem Bildschirm. Es ist die Skype-Online-Meldung. Eigenartig an der Sache ist, dass die Meldung zu jeder Tages- und Nachtzeit erscheinen kann, auch wenn meine Tochter nicht online ist. Das nervt mich und macht mich unruhig. Meine geschiedene Tochter lebt mit ihren zwei Kindern soweit in geordneten Verhältnissen; allerdings in einer wilden Ehe. Nach meinem Glauben kann das nicht Gottes Wille sein. Das kann ich ihr so natürlich nicht sagen. Was ich aber kann, ist, sie Gott anzubefehlen. Das tue ich nun bei jedem Erscheinen ihres Namens.


20. August 2012
Montag – Schma Israel – Höre Israel!

Das so genannte „Schma!“ steht in seiner bekanntesten Form in 5. Mose Kapitel 6 Vers 4. Ich habe gewagt diesen Aufruf zum Tenor der Eingangsseite zu machen und fühle mich in der wöchentlichen Torahlesung (Schoftim (Richter)) im 18. Kapitel des 5. Buches Moses bestätigt. Zweimal wird hier (Verse 15 und 18) auf einen Propheten, wie Mose, verwiesen. Dieser Prophet ist kein anderer als Jesus Christus. Auf ihn sollen wir hören (Vers 15). Gott selber hat ihm Seine Worte befohlen (Vers 18).

 

Jesus hat seine Wiederkunft vorausgesagt. Diese wird wie ein Blitz sein. (Matthäus 24,27 und Lukas 17,24, siehe auch die Tagebucheinträge vom 18. August 2011, 8. September 2011 und 2. Mai 2012)

 

Wenn ich von Gott grünes Licht bekomme, wird der Online-Gang meiner Internetseite wie ein Blitz sein!


3. September 2012
Montag - Segen

So wie ich vor zwei Jahren beim Lesen der Paraschah „Ki tawo“ (Wochenlesung aus der Torah) den Fluch betont hatte (15. August 2010), beeindruckt mich dieses Jahr der Segen besonders (5. Mose 28,1-14).

JAHWEH, der Gott Israels wird Sein Volk erhaben über alle Völker der Erde machen (Vers 1).

Das Volk Israel wird in der Stadt und auf dem Land gesegnet sein (Vers 3).

Gesegnet wird die Leibesfrucht und die Frucht der Arbeit sein (Vers 4+5).

Das Volk Israel wird überall gesegnet sein; bei seinem Heimkommen und Weggehen (Vers 6).

JAHWEH wird die angreifenden Feinde des Volkes Israel auf wunderbare Art und Weise schlagen (Vers 7).

JAHWEH wird den Segen in den Scheunen und in allem Erwerb des Volkes Israel bestimmen in dem Land, das Er Seinem Volk gibt (Vers 8).

JAHWEH will Sich das Volk Israel zum heiligen Volk erheben, so wie Er geschworen hat (Vers 9).

Alle Völker der Erde werden sehen, dass der Name Jahwehs über dem Volk Israel ausgerufen ist, und sie (alle Völker) werden sich fürchten (Vers 10).

JAHWEH wird Seinem Volk folgendes zum Guten überlassen: Frucht des Leibes, Frucht des Viehs und Frucht des Bodens, auf dem Boden den JAHWEH den Vätern geschworen hat Seinem Volk zu geben (Vers 11).

JAHWEH will Seinem Volk die gute Schatzkammer öffnen, den Himmel, Regen zu geben zu seiner Zeit und segnen das ganze Werk Seines Volkes, und es wird vielen Völkern verleihen, aber das Volk Israel muss nicht borgen (Vers 12).

JAHWEH wird Sein Volk zum Haupt und nicht zum Schwanz machen, und das Volk Israel wird nur oben sein und muss nicht unten sein (Vers 13).

Aber eines muss ganz klar betont werden: Der Segen hängt vom Verhalten des Volkes ab! Der Segen wird nur unter der Bedingung gewährt, dass das Volk den Willen Gottes tut! Folgende Passagen machen das deutlich:

… wenn du (Volk) wirklich auf die Stimme Jahwehs deines Gottes hören willst, zu hüten, zu tun all Seine Gebote … (Vers 1)

… wenn du (Volk) auf die Stimme Jahwehs deines Gottes hören willst (Vers 2).

… wenn du (Volk) die Gebote Jahwehs deines Gottes hüten willst und in seinen Wegen gehen wirst (Vers 9).

… wenn du (Volk) auf die Gebote Jahwehs deines Gottes hören willst, … zu hüten und zu tun (Vers 13).

Beim verheißenen Segen und angedrohten Fluch geht es um den Bund von Moab, der analog des Bundes vom Horeb gegeben wurde (5. Mose 28,69).

Inzwischen hat sich Jeremia 31,31 vom neuen Bund erfüllt. (21. Juli 2012)

Der von Mose und Gott verheißene Prophet in 5. Mose 18,15+18 hat sich in Jesus Christus entpuppt. Damit sollen wir nicht mehr auf Mose sondern auf den Juden Jesus Christus hören. Wir sollen aber nicht nur hören sondern auch tun! Ganz im Sinne von Jehoschua (Home): „Schma Israel! Höre Israel! Tut was Jesus Christus gesagt hat, aber tut nicht was ‚Christen’ tun!“


19. September 2012
Traum, vor 23 h – Psychiatrieaufsatz

Ich habe im Traum einen zweiseitigen Aufsatz über Psychiatrie geschrieben und ihn jemandem zum Lesen gegeben. Um 0 h 30 erhebe ich mich endlich um den Traum aufzuschreiben. Über den Inhalt des Traums weiß ich nichts mehr nur noch den Rat des Lesers, aufgehobenen Staub nicht in den Papierkorb zu tun, da er beim Leeren des Korbes aufgewirbelt würde. Besser sei es den Staub auf dem Boden zu belassen. Er werde dann durch den Staubsauger ohne aufzuwirbeln aufgesogen.

Nachdem ich bereits aufgegeben habe mein Traum Erlebnis aufzuschreiben, lese ich eine um 23 h 06 eingegangene E-Mail. Inhalt: Nachfolgender Aufsatz von Dr. Emanuel Tanya, einem amerikanischen Psychiater und Holocaustüberlebenden.

Mein Traum veranlasst mich diesen Aufsatz nicht in den Papierkorb zu tun, sondern weiterzuleiten:


"A German's View on Islam

A man, whose family was German aristocracy prior to World War II, owned a number of large industries and estates. When asked how many German people were true Nazis, the answer he gave can guide our attitude toward fanaticism. 'Very few people were true Nazis,' he said, 'but many enjoyed the return of German pride, and many more were too busy to care. I was one of those who just thought the Nazis were a bunch of fools. So, the majority just sat back and let it all happen. Then, before we knew it, they owned us, and we had lost control, and the end of the world had come. My family lost everything. I ended up in a concentration camp and the Allies destroyed my factories.'

We are told again and again by 'experts' and 'talking heads' that Islam is the religion of peace and that the vast majority of Muslims just want to live in peace. Although this unqualified assertion may be true, it is entirely irrelevant. It is meaningless fluff, meant to make us feel better, and meant to somehow diminish the spectre of fanatics rampaging across the globe in the name of Islam.

The fact is that the fanatics rule Islam at this moment in history. It is the fanatics who march. It is the fanatics who wage any one of 50 shooting wars worldwide. It is the fanatics who systematically slaughter Christian or tribal groups throughout Africa and are gradually taking over the entire continent in an Islamic wave. It is the fanatics who bomb, behead, murder, or honour-kill. It is the fanatics who take over mosque after mosque. It is the fanatics who zealously spread the stoning and hanging of rape victims and homosexuals. It is the fanatics who teach their young to kill and to become suicide bombers.

The hard, quantifiable fact is that the peaceful majority, the 'silent majority,' is cowed and extraneous.

Communist Russia was comprised of Russians who just wanted to live in peace, yet the Russian Communists were responsible for the murder of about 20 million people. The peaceful majority were irrelevant. China's huge population was peaceful as well, but Chinese Communists managed to kill a staggering 70 million people.

The average Japanese individual prior to World War II was not a warmongering sadist. Yet, Japan murdered and slaughtered its way across South East Asia in an orgy of killing that included the systematic murder of 12 million Chinese civilians; most killed by sword, shovel, and bayonet.

And who can forget Rwanda , which collapsed into butchery. Could it not be said that the majority of Rwandans were 'peace loving'?


History lessons are often incredibly simple and blunt, yet for all our powers of reason, we often miss the most basic and uncomplicated of points:
Peace-loving Muslims have been made irrelevant by their silence.
Peace-loving Muslims will become our enemy if they don't speak up, because like my friend from Germany , they will awaken one day and find that the fanatics own them, and the end of their world will have begun.

Peace-loving Germans, Japanese, Chinese, Russians, Rwandans, Serbs, Afghans, Iraqis, Palestinians, Somalis, Nigerians, Algerians, and many others have died because the peaceful majority did not speak up until it was too late. As for us who watch it all unfold, we must pay attention to the only group that counts--the fanatics who threaten our way of life.

Lastly, anyone who doubts that the issue is serious and just deletes this email without sending it on, is contributing to the passiveness that allows the problems to expand. So, extend yourself a bit and send this on and on and on! Let us hope that thousands, world-wide, read this and think about it, and send it on - before it's too late."


20. September 2012
Donnerstag – Reaktionen

Auf meine gestrige Mail habe ich eine positive und zwei negative Reaktionen erhalten. Hier die Stellungnahme eines Theologen:

„Nein, diesen hetzerischen Aufruf leite ich bestimmt nicht weiter sondern werfe ihn verärgert und besorgt in den Papierkorb, wo er hingehört. Auch ich bin sehr besorgt über die zunehmende Radikalisierung von einigen islamischen Kreisen. Doch wenn man derart ahnungslos und naiv alles was einem passt in einen Topf wirft, dann trägt man fahrlässig bei zu einer weiteren Radikalisierung. Wer hat denn die Verfolgung der Christen im Irak auf dem Gewissen, wenn nicht der Frömmler Bush mit seiner Kriegstreiberei? Und mit all dieser Dämonisierung des Islam wecken wirt gerade die Dämonen. Woher nur diese ängstliche Aggressivität? Ich halte mich lieber an die Verheissung: Ich bin und bleibe bei Euch, alle Tage… Das gibt mir die Freiheit, auch im Fremden, im Andern Menschen zu sehen, Geschöpfe Gottes.
He’s got the whole world in his hand“


22. September 2012
Samstag – Replik

Hier meine Antwort an den Theologen:

„Ich kann keine Radikalisierung im Aufruf des jüdischen Psychiaters erkennen. Im Gegenteil ist es beachtlich, dass ein Jude den Holocaust nicht als singuläres Ereignis darstellt.

Dass Du dich in Deiner Haltung auf Jesus verlässt, der seine Gegenwart bis zum Ende der Welt verheißen hat, finde ich problematisch. Wir befinden uns am Ende der christlichen Weltzeit. Gemäß Paulus kommt die Zeit, wo Jesus alles seinem Vater übergeben wird (1. Kor. 15,28), und sie steht unmittelbar bevor. Wenn Jesus zu seinem Volk (den Juden) zurückkommt, wird Gerichtszeit sein!“


24. September 2012
Montag - erneute Reaktion des Theologen

„was verstehst Du denn darunter, dass Jesus alles seinem Vater übergeben wird? Doch sicher nicht, dass wir nicht mehr beten dürfen „denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit“? Paulus schreibt im Korintherbrief nicht, dass Jesus das Zepter abgeben wird sondern er redet von der Hoffnung, dass Herrschaft, Gewalt, Macht und der Tod zunichte gemacht werden. An dieser Hoffnung will ich festhalten auch in einer Zeit, da man ob all der Meldungen von Gewalt und Tod die Hoffnung verlieren möchte. Dazu haben die palästinensischen Christen ein ausgezeichnetes Papier veröffentlicht, das Kairos Papier, in dem sie den Israelis bei allem klaren Nein zur Besatzung die Hand zur Versöhnung bieten. Siehe Beilage. Bitte lies es doch einmal unvoreingenommen.

Zu Deiner Bemerkung, Jesus werde zu seinem Volk, den Juden kommen und Gericht halten: Diese Vorstellung hat überhaupt keine biblische Grundlagen. Sag mir doch bitte, wo Du eine solche Aussage findest! Seit Anbeginn haben Christen, seine Gemeinde, gefleht: Maranatha, Komm, Herr Jesus. Die Behauptung, Jesus werde zum Gericht (über die Ungläubigen, die ungläubigen Juden!) erscheinen ist der Grund, dass der palästinensische lutherische Bischof Munib meines Erachtens zu Recht warnt, all die messianischen angeblich israelfreundlichen Christen seien eigentlich judenfeindliche Häretiker. Die Hoffnung, von der Paulus schreibt ist doch, dass wir alle verwandelt werden, unvergänglich und dass das Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet wird. Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt, durch unseren Herrn Jesus Christus. (1.Kor.15, 51-57).

Eugen, höre doch auch auf die frohe Botschaft des Evangeliums und nicht auf die Drohbotschaft der Weltuntergangspropheten.“


25. September 2012
Dienstag – meine weitere Antwort

„Schön, dass Du das ‚Unser Vater’ ernst nimmst. Es ist aber an den Himmlischen Vater gerichtet und nicht an Jesus. Auch ich bete die Doxologie des Unser Vaters (die hebräische Fassung gefällt mir besonders gut) mit Überzeugung.

Ich verstehe 1. Korinther 15,28 als eigentlichen Zepterwechsel:
"Wenn ihm aber alles unterworfen ist a), dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat b), damit Gott alles in allem A sei c)."
A) o. allen    a) Eph 1,10; Phil 3,21   b) Kap. 11,3   c) Eph 4,6    (Revidierte Elberfelder Bibel)
Das spricht nicht gegen die Hoffnung, dass Herrschaft, Gewalt, Macht und der Tod zunichte gemacht werden. Gott ist es, der das alles wirken wird und nicht Jesus.

1. Korinther 15,34: "Werdet rechtschaffen A nüchtern B und sündigt nicht a)! Denn manche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich es euch b)."
A) o. in rechter Weise B) o. Wacht ... auf   a) Ps 4,5; Eph 4,26   b) Kap. 6,5   (Revidierte Elberfelder Bibel)

Ich warte auf einen eigentlichen Paradigmenwechsel wie vor 2000 Jahren, als Jesus zum ersten Mal auf die Erde kam.

Ich habe mir das Kairos-Papier ausgedruckt und näher angeschaut. Eine differenzierte Würdigung, wie z.B. die von Stefan Meißner verfasste, traue ich mir persönlich aber nicht zu. Da ich weiß, dass das Papier umstritten ist, habe ich mich im Internet umgeschaut. Als Berufener an den Juden interessiert mich natürlich besonders, was diese sagen. Ich bitte Dich nun meinerseits folgenden Link zur Kenntnis zu nehmen: http://www.christen-und-juden.de/html/kairos_rebuttal.htm

Die Schlusserklärung, übersetz von Stefan Meißner, gebe ich hier wieder:
Daher erklärt die Central Conference of American Rabbis:
- Das Kairos-Papier ist ein sachlich, theologisch und moralisch mangelhaftes Dokument.
- Die Konferenz besteht darauf, dass es die ausdrückliche Enterbungstheologie und der inhärente Antisemitismus des Kairos-Dokuments unmöglich machen, dass dieses einen legitimen Rahmen für den interreligiösen Dialog und das gegenseitige Verständnis darstellt.
- Sie erkennt dankbar an, dass das Kairos-Papier das palästinensische Volk dazu aufruft, "den Hass abzulehnen“ (wie wir alle es tun müssen), um das christliche Gebot, „den Feind wie den Freund zu lieben“, zu erfüllen und Widerstand durch die „Achtung des Lebens " zu leisten, wie es die zitierten christlichen Schriften verlangen.
- Sie fordert die Autoren des Kairos-Papiers auf, der Liebe und der Achtung des Lebens gerecht zu werden, der sie sich anschließen, sowie genau derjenigen Schriften, die sie zitieren, indem sie die unterschiedslose und gezielte Ermordung israelischer Männer, Frauen und Kinder als unmoralisch und unchristlich ablehnen.
- Sie betont noch einmal, dass solche Mordtaten, sei es als Racheakte oder mit der fadenscheinigen Bezeichnung "rechtmäßiger palästinensischer Widerstand", in Wirklichkeit Terrorismus sind, der von allen Menschen auf der Welt mit Gewissen als ein unakzeptables Instrument zur Erreichung politischer Ziele angeprangert werden müsste.
- Sie hält fest, dass das Recht des jüdischen Volkes auf nationale Souveränität innerhalb des Landes Israel in erster Linie etabliert wird, nicht durch subjektive religiöse Überzeugung oder fundamentalistische Lektüre der hebräischen Bibel, sondern durch ein Jahrtausend der nationalen Existenz und Zivilisation im Land, gefolgt - sogar im Exil - von nahezu zwei Jahrtausenden ungebrochener körperlicher und geistiger Unterstützung für und Sehnsucht nach dem Land.
- Sie kennzeichnet die Behauptung als theologisch scheinheilig und historisch unehrlich, dass die historische Gegenwart des palästinensischen Volkes im Land sein Recht auf Rückkehr begründe, während zugleich die historische Gegenwart des jüdischen Volkes, die 3000 Jahre zurückdatiert, nicht eben das gleiche Recht begründet.
- Sie fordert die Christen von Treu und Glauben auf, die Komplexität des israelisch-arabischen Konfliktes zu erkennen, der verkompliziert wird durch territoriale Streitigkeiten, durch konkurrierende Inanspruchnahmen als Heiliges Land, durch das Leiden der Palästinenser sowie durch palästinensischen Terror; und der nicht reduziert werden darf, wie es die Autoren des Kairos-Papiers tun, indem sie behaupten, dass die Sache des jüdischen Volkes falsch sei, während die palästinensische Sache vollständig gerecht ist;
- Sie fordert alle auf, die das Kairos-Papier gebilligt haben, einen tieferen Blick in seine Worte zu werfen und ehrlich in ihre eigene Seele zu blicken und das fehlerhafte und verzerrte Bild der Wirklichkeit zu erkennen, das es zeichnet, und ihm abzuschwören.
- Sie stellt fest, dass die CCAR ernsthaft darüber nachdenken würde, bevor Sie unsere gemeinsame Sache mit irgendeiner Kirche oder kirchlichen Organisation fortfahren würde, die das Kairos-Papier billigt oder fortfährt es zu billigen.
- Sie bekräftigt erneut unser Engagement für unsere anhaltende interreligiöse Zusammenarbeit mit christlichen Gruppen, die den fortdauernden einzigartigen Bund zwischen Gott und dem jüdischen Volk bekräftigen.
- Sie verpflichtet sich zu allen würdigen und legitimen Bestrebungen, ein Ende der Leiden des palästinensischen Volkes herbeizuführen, das erreicht werden muss durch Verhandlungen [mit dem Ziel], einen palästinensischen Staat neben und in Zusammenarbeit mit einem sicheren jüdischen Staat Israel.
- Sie fordert unsere Mitglieder auf, sich in dieser Angelegenheit weiterzubilden und in ihrer Region Möglichkeiten zum Austausch von Bedenken hinsichtlich des Kairos-Dokuments mit ihren christlichen Kollegen und Laien zu suchen.

Übersetzung:
Stefan Meißner: Das so genannte „Kairos-Dokument“ der Christen in Palästina. Versuch einer differenzierten Würdigung
Hier der Link:
http://www.christen-und-juden.de/html/kairos_mei.htm


Es erstaunt mich, dass Du als studierter Theologe nichts von Gericht im Zusammenhang mit Jesus weißt. Hier einige Referenzstellen: Matth. 25, 31 ff., Matth. 13, 24-30, Matth. 13, 36-43.
Ich möchte Dich bitten, die Augen nicht vor dem bevorstehenden Gericht zu verschließen.“


25. September 2012
Dienstag - weitere Reaktion des Theologen

„mit Interesse habe ich die Würdigung des Kairos Papiers durch Stefan Meissner zur Kenntnis genommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Kritikern anerkennt er verschiedentlich die Last der Besatzung und distanziert er sich von den fanatischen Siedlern. Ich vermisse jedoch, dass er auch sieht, dass die Verfasser des Kairos Papiers betonen, dass sie zu einem Zusammenleben mit den Juden bereit sind und dass sie die Hand zur Versöhnung ausstrecken. Wenn das Land nicht beiden Völkern gehört sondern betont wird, dass es (nur) den Juden verheissen sei – wohin sollen denn die Palästinenser transferiert werden?
Wenn sich das Papier der amerikanischen Rabbis zu Recht gegen Terrorismus wehrt – müsste nicht auch selbstkritisch eingestanden werden, dass der heutige Staat Israel auch durch Terrorismus entstanden ist – King David Hotel, Deir Yassin…?
1.Kor 15,28 blickt voraus auf das Ende, das noch bevorsteht, nicht zurück auf einen Zepterwechsel. Noch warten wir darauf, dass auch der letzte Feind, der Tod vernichtet sein wird (V.26).“

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(Bezüglich 1. Korinther 15,28 bin ich, Jehoschua, einverstanden. Ich habe auch nichts anderes gesagt und gemeint. Ja, der Zepterwechsel steht noch bevor.)


26. September 2012
Mittwoch, Traum vor 5 h 30 – Sexualität, Gabe Gottes

Nach langen Jahren begegne ich meinem besten Jugendfreund in einer Familienfreizeit oder ähnlich. In einem großen Familienbund besuchen wir ein Hallenbad. Es herrscht ein großer Andrang, weil das Wetter heiß ist. Kein einziges Garderobenkästchen ist mehr frei. Ich bringe Portemonnaie und Schlüsselbund an die Rezeption. Jemand von der Familie sammelt die Wertgegenstände, um sie gemeinsam zu deponieren.

Ich bin nackt, ohne dabei ein Problem zu haben. Dann, als ich in die Nähe eines jungen Mädchens komme, versteift sich mein Glied. Mir ist das peinlich. Ich setze mich, bücke mich nach vorn und umfange mit den Armen das steife Glied, um es zu verstecken. Es ragt aber oben heraus und meine Frau fragt mich, ob sie mir ein Schächtelchen besorgen soll, was ich nicht will.

Wesen:
Familienverbund im Hallenbad.
Meine Nacktheit ist mir kein Problem. In der Nähe eines Mädchens versteift sich mein Glied. Sitzend verstecke ich es hinter den Armen. Meine Frau möchte mir ein Schächtelchen besorgen, aber ich will nicht.

Sinnbild:
Der Familienverbund ist mir wichtig. Ich hatte meine Frau seinerzeit auch wegen ihrer Sippe geheiratet. Die Nacktheit ist kein Problem für mich, aber meine Sexualität drängt mächtig, was ich nicht zulasse. Meine Frau möchte mir zu Hilfe kommen. Ich will nicht, weil es meines Erachtens nicht die richtige Hilfe ist. Meine Frau ist das Mädchen.

Anruf:
Die Sexualität ist eine Gabe Gottes! Man muss sie aber richtig leben.


1. Oktober 2012
Montag – 1. Tag Laubhüttenfest – Gewalt

Laut Jerusalem Post hat es in Jerusalem in der vergangenen Nacht gestürmt und geregnet. Das ist gemäß Rabbi Benny Lau ein sehr außergewöhnliches Ereignis, was dieser in seinem Leben noch nie erlebt hat. Der Rabbiner glaubt, dass es mit göttlichem Zorn in Verbindung steht.

Er ortet das Problem in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Insbesondere müssten diese von weniger Gewalt gekennzeichnet sein.

Im Zusammenhang mit Gewalt ist mir die Doxologie zum Unser Vater in den Sinn gekommen. Ich habe die hebräische Version (Grundlage Aramäisch) wie folgt übersetzt: „Denn von Dir ist es, das Königtum, und die Gewalt und die Herrlichkeit, in alle Ewigkeiten, Amen.“

Gewalt ist mir nicht fremd. (Traum vom 3. Mai 2012)

 

Ich persönlich habe meine eigene Version für den göttlichen Zorn am 1. Tag des Laubhüttenfestes 2012. Mir kommt es wie eine kleine Vergeltung vor, dass ich für das Laubhüttenfest 2012 „keinen Platz in der Herberge“ gefunden habe. (17. Juli 2012)

 

Vor einem Jahr, am 1. Tag des Laubhüttenfestes 2011 hatte ich die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine (Sacharja 9,9) für mich beansprucht:

„Frohlocke sehr, Tochter Zion!
Juble, Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König will zu dir kommen.
Gerecht und siegreich ist er;
demütig, und reitet auf einem Esel
und auf einem jungen Esel,
einem Eselinnen-Jungen.“

(Eigenübersetzung)

 

An meinem Willen fehlt es nicht. Nur ist offenbar die Zeit noch nicht reif.


13. Oktober 2012
Samstag – Schabat – Gott ist Schöpfer der Finsternis

Vor 2 Uhr hat mir Gott das Ohr geweckt, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Das interne Los ist auf Jesaja 45,6b+7 gefallen:

אני יהוה ןאין עוד יוץר אור ובורא חשך עשה שלום ובורא רע אני יהוה עשה כל-אלה

„Ich bin JAHWEH und keiner sonst; Bildner des Lichts und Schöpfer der Finsternis. Ich mache Frieden und erschaffe Böses. Ich, JAHWEH, tue das alles.“ (Eigenübersetzung)

Am Vorabend war ich an einem Vortrag eines jüdischen Ehepaars aus der Ukraine; sie Leiterin einer Suppenküche und er verantwortlich für die lokale Synagoge. In der anschließenden Fragestunde wurde deutlich, dass beide messianische Juden sind, mit einem klaren Auftrag an den bedürftigen Juden vor Ort. Im Vortrag wurde auch der riesige Unterschied zwischen dem „reichen“ Westen und der dortigen Armut klar.
 

In der Paraschah (Wochenlesung aus der Torah) der kommenden Woche ist Noah an der Reihe. Zu seiner Zeit herrschten Zustände wie heute bei uns. Vers 11 im 1. Mosesbuch, Kapitel 6 habe ich wie folgt übersetzt: „Die Erde war aber verdorben vor Gott und erfüllt war die Erde mit Frevel.“

Dazu Matthäus 24,36-39 (Schlachter Bibel 2000):
36 Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater
37 Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein
38 Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging
39 und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein

Mir ist es schleierhaft, wie die heutigen Menschen den wiederkommenden Messias erkennen sollen. Gott allein weiß es. Die Zeit steht unmittelbar bevor.


17. Oktober 2012
Mittwoch – aus dem Feuer gezogenes Holzscheit

Um 3 Uhr weckt mir Gott mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Während einer Stunde sättige ich mich an der Erscheinung Gottes (Psalm 17,15). Dann erhebe ich mich, um mich nach der Morgentoilette Gott in meiner täglichen Liturgie hinzugeben. Um 6 Uhr, nach Verarbeitung der Tageslosung, kommt beim Hebräischstudium der Schlaf wieder über mich. Ich lege mich nochmals hin und verfalle in einen zweistündigen Tiefschlaf. Ein Traum schreckt mein Gewissen. Ich lasse mich von einer Frau gern zu einem Zungenkuss verführen und bin aktiv beteiligt.

Während des morgendlichen Spaziergangs, mit einer verschneiten gewaltigen Bergkulisse im Hintergrund, kommt das Geschehen in mir hoch. Aber nicht nur das Negative kommt mir in den Sinn. Ich erinnere mich daran, dass ich – Jehoschua - ein aus dem Feuer gezogenes Holzscheit bin. Ich warte aktiv darauf, dass mir meine schmutzigen Kleider abgenommen werden; dass sich Sacharja 3 erfüllt.


19. Oktober 2012
Freitag – Zion

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine und mein internes Los passen heute perfekt zueinander. Es geht um die Endzeit, in der Zion eine Schlüsselrolle spielt. Entgegen dem Losungsbüchlein gebe ich auch den „unterschlagenen“ ersten Teil von Joel 2,1 wieder:

תקעו שופר בציון והריעו בהר קדשי ירגזו כל ישבי הארץ כי-בה יום-יהוה כי קרוב

„Stoßt ins Schofar in Zion und erhebt ein Geschrei auf Meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen beben, denn es kommt der Tag Jahwehs, denn nahe ist er.“ (Eigenübersetzung)


Dazu mein internes Los in Jesaja 60,1:

קומי אורי כי בה אורך וכבוד יהוה עליך זרך

„Stehe auf! (Zion) Leuchte! Denn dein Licht ist gekommen, und Herrlichkeit Jahwehs ist über dir aufgestrahlt.“
(Eigenübersetzung)

Dazu passend ist auch das Lied 855 im Kirchengesangbuch. Ich zitiere die fast identischen Verse 1+10. Der Unterschied liegt zwischen dem „Elend“ und dem „Wohl“:
1.:
„Der Herr bricht ein um Mitternacht; jetzt ist noch alles still. O Elend, dass schier niemand wacht und ihm begegnen will.
10.:
Der Herr bricht ein um Mitternacht; jetzt ist noch alles still. Wohl dem, der nun sich fertig macht und ihm begegnen will.“


20. Oktober 2012
Schabat – niemand muss aufschrecken

Kurz nach Mitternacht weckt mir Gott mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Das interne Los stammt aus 3. Mose 26,6a:

ונתתי שלום בארץ ושכבתם ואין מחריד

„Und ICH(JAHWEH) werde Frieden im Land geben, und ihr werdet schlafen und niemand schreckt auf ...“
(Eigenübersetzung)

Das Wort gilt für das Volk Gottes und stammt aus dem Segen am Berg Sinai. Der Segen ist zeitlos und gilt, wenn das Volk den Willen Gottes tut.


22. Oktober 2012
Montag – Kfar Yehoshua

In der Oktober Ausgabe von „Israel Heute“ lese ich eine Reportage über eine „Mut zur Stille“-Kur am Toten Meer. Von dort wurden Ausflüge unternommen, unter anderen in die Negev Wüste nach Nitzanah, wo der Israel Heute-Weinberg besucht wurde. Dieser ist dem „König Messias“ geweiht.

Wie ich mit Hilfe von Google Earth Nitzanah suche, wechselt die Anzeige plötzlich auf Kfar Yehoshua. Zuerst bin ich der Meinung, dass dieses Dorf bei Nitzanah liege, merke aber etwas später, dass es sich in relativer Nähe von Nazareth befindet, fast 200 km nördlich von Nitzanah. Wieder einmal eine Erscheinung meines Esels!

Dieses Bild des Weinbergs Nitzanah stammt aus dem online Magazin "Israel Heute", Oktober 2012.


26. Oktober 2012
Schabat – Messias

Zehn Minuten nach Mitternacht stehe ich munter auf. Nach meiner persönlichen Morgenliturgie sprechen mich sowohl das interne Los aus Habakuk 3,19 wie die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 11,4 persönlich als Messias an:

יהוה אדני חילי וישם רגלי כאילות ועל במותי ידרכני למנצח בנגינותי

„JAHWEH mein Herr ist meine Stärke, und Er stellte meine Füße hin wie Hirschkühe, und auf meinen Höhen will Er mich zum Dirigenten führen mit meinem Spiel .“ (Habakuk 3,19, Eigenübersetzung)

 

Das Wort erinnert mich an meinen Traum vom 24. Februar 2009 (11. Oktober 2011) in dem ich einem riesigen Orchester den Ton angeben durfte. Hier führt mich JAHWEH zu Sich selber, zum Dirigenten des Orchesters (und zu Seinem Volk).

ושפט בצדק דלים והוכיח במישור לענוי-ארץ והכה-ארץ בשבט פיו וברוח שפתיו ימית רשע

„Und er (Messias) wird mit Gerechtigkeit Geringe richten, und wird mit Geradheit die Gebeugten des Landes zurechtweisen. Aber er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen, und mit dem Hauch seiner Lippen muss er den Gottlosen töten.“ (Jesaja 11,4, Eigenübersetzung)

Warum das Losungsbüchlein den zweiten Teil des Verses „unterschlägt“, ist nicht ersichtlich. Das Gericht (Matthäus 25,31 ff.) gehört doch zum wiederkommenden Messias!  Es wird aber weitgehend ausgeblendet.


30. Oktober 2012
Dienstag - Traum 3 h – Antichrist

In meinem Elternhaus liege ich auf dem Rücken im Bett. Das Zimmer ist hell erleuchtet. Es erscheint eine Person am Fenster, das Gesicht finster entschlossen dreinblickend, umrahmt von langen dunklen Haaren. Da erhebt die Person den Arm und streckt mir einen Revolver entgegen. Mit einem heiseren Schrei auf den Lippen verschwinde ich total erschreckt blitzschnell unter der Decke, wo ich tatsächlich erwache. Der Schreck sitzt mir noch in den Gliedern, das Bild eines kitschigen Jesusgesichtes vor meinen Augen, wie man es in meiner Jugend oft in Stuben oder Schlafzimmern hängen sah.

Wesen:
Eine bedrohliche Gestalt erscheint am Fenster meines Elternhauses. Mit finsterem, entschlossenem Blick erhebt sie einen Revolver und zielt auf mich. Mit einem Schrei verstecke ich mich blitzschnell unter der Decke.

Sinnbild:
Da ich mich an die Stelle von Jesus Christus gelegt habe, verfolgt mich die gängige Jesusbetrachtung. Die Bedrohung ist insofern aktuell, als ich an meinem Geburtstagsessen vom 3. November 2012, im Rahmen meiner Familie und meiner Geschwister, sowie der Geschwister meiner Frau, einen Vorabdruck meiner Internetseite aushändigen will. Mich als den wiederkommenden Jesus von Nazareth auszugeben ist gefährlich. Das habe ich am 8. Juli 2009 hautnah erfahren. (15. Juni 2012)

Anruf:
Du bist auf gefährlicher Mission!


30. Oktober 2012
Dienstag – neues Jerusalem – Heil Gottes

In der Verheißung von Reichenschwand vom 12. August 1980 werde ich ausdrücklich gewarnt, dass ich nicht stehen bleibe, wenn Gott mit mir weiter gehen will. Nach dem Traum in dieser Nacht könnte ich dazu verleitet werden. Aber die heutigen Lose sprechen eine so deutliche Sprache, dass ich nur weiter gehen kann, koste es was es wolle.

Das interne Los steht in Jesaja 65,19. Es geht um die neue Welt:

וגלתי בירושלם וששתי בעמי ולא-ישמע בה עוד קול בכי וקול זעקה

„Ich(Gott) werde frohlocken in Jerusalem und Mich erfreuen an Meinem Volk. Und es soll in ihr fortan nicht mehr gehört werden eine Stimme des Weinens und eine Stimme des Schreiens.“ (Eigenübersetzung)

 

Und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine aus Jesaja 62,11:

הנה יהוה השמיע אל-קצה הארץ אמרו לבת-ציוך הנה ישעך בה הנה שכרו אתו ופעלתו לפניו

„Siehe, JAHWEH hat hören lassen bis ans Ende der Erde. Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt; siehe, Sein Lohn ist mit ihm und Sein Tun vor ihm.“ (Eigenübersetzung)

 

Im Losungsbüchlein der Herrnhuter Brüdergemeine wird einmal mehr ein Teil des Textes ausgelassen. Lohn und Tun werden „unterschlagen“. Grammatikalisch ist dieser Satzteil auch nicht ohne Weiteres verständlich. Die zweite Hälfte stammt nämlich wortwörtlich, bis auf das letzte Jota, aus Jesaja 40,10. Dort ist vom Arm Gottes die Rede. Mit dieser Ergänzung wird das Ganze stimmig. Am 4. Mai 2009, unmittelbar vor der Halbzeit meiner Lehre, hatte ich eine spezielle Erfahrung gemacht. Ich zitiere aus dem damaligen Tagebucheintrag:

Ich erwähne diese Losung, weil ich bei deren Erfassung und Übersetzung, ein Donnergrollen hörte. Dies ist insofern sehr speziell, als heute ein starker Wüstenwind weht (Chamsin). Der Chamsin ist trocken und die Temperaturen kletterten über 30 °; also kein Anlass für ein Gewitter. Für mich ist dieses Donnergrollen „Gottes Stimme“. Diese stimmt mich im Nachhinein bei der Bearbeitung (es ist jetzt 5 Minuten vor Mitternacht) ganz ehrfürchtig.

Und hier noch meine damalige Übersetzung von Jesaja 40,10:

Siehe, der Herr, der Ewige, mächtig will Er kommen, und Sein Arm herrscht für Ihn. Siehe Sein (Gottes) Lohn ist mit ihm (mit Seinem Arm) und Sein (Gottes) Tun vor ihm (vor Seinem Arm)". <Eigenübersetzung; die in runden Klammern gesetzten Worte stammen von mir und sind Auslegung. Der zweite Teil der Tageslosung gehört nach dem Losungsbüchlein gar nicht zu dieser.>

Ich hatte mich damals gefragt, ob allenfalls ich dieser Arm sein könnte. Heute bin ich, als Erlöser Israels, dessen gewiss.


31. Oktober 2012
Mittwoch – Herrlichkeit

Um eine Minute nach Mitternacht schaue ich auf die Uhr. Gott hat mir das Ohr geweckt, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Neue Welt! Ich bin nach zwei Mailbotschaften meines Seelsorgers gespannt, wie mich Gott weiterführen wird.

Das interne Los in Psalm 85,10 und 11 beschwingt mich und stimmt mich freudig erwartungsvoll:

אך קרוב ליראיו ישעו לשכן כבוד בארצנו - חסד-ואמת נפגשו צדק ושלום נשקו

„Gewiss, nahe ist den Ihn Fürchtenden Seine Hilfe, dass Herrlichkeit sich niederlasse in unserem Land. Gnade und Wahrheit sind sich begegnet; Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküsst.“ (Eigenübersetzung)

Gnade und Wahrheit = Herrlichkeit! (Johannes 1,14) Jesus hatte diese Herrlichkeit ausgestrahlt. Ich darf sein Nachfolger sein.


1. November 2012
Donnerstag – Jehoschua

Ich erhebe mich um halb 2 Uhr, weil der Schlaf nicht mehr so leicht zurückkehren will. Nicht verwunderlich, muss ich doch immer wieder an meinen Seelsorger denken, dessen Beratungsmandat zum Abschluss gekommen ist. In der einen Mail hat er meinen Geist als angeschlagenen neurobiologischen Geist bezeichnet, der mir eingebe Erlöser Israels zu sein. In einer zweiten Mail schreibt er: “Aus Deinem Sendungsbewusstsein muss ich auf einen psychotischen, krankhaften Geistes-Trend schliessen.“

Gottes Antwort dazu bekomme ich in meinem internen Los in Josua 1,5:

לא-יתיצב איש לפניך כל ימי חייך כאשר הייתי עם-משה אהיה עמך לא ארפך ולא אעזבך

„Es darf sich nicht jemand vor dich stellen. Alle Tage deines Lebens, so wie Ich gewesen bin mit Mose, will Ich mit dir sein. Ich will dich nicht loslassen und dich nicht verlassen.“ (Eigenübersetzung)

Mein Herz jubelt. Deutlicher kann Gott nicht zu mir sprechen. So wie Josua (=Jehoschua) Nachfolger von Mose war, bin ich (Jehoschua) Nachfolger von Jesus Christus.


2. November 2012
Freitag – harre des HERRN!

Die Klagelieder Jeremias beschäftigen mich in mehrfacher Hinsicht. Das interne Los steht heute in Klagelieder 3,24:

חלקי יהוה אמרה נפשי על-כן אוחיל לו

„Mein Teil ist JAHWEH, hat meine Seele gesagt. Deshalb will ich Seiner harren!“
(Eigenübersetzung)
 

Der Monatsspruch des vergangenen Monats steht in Klagelieder 3,25:

טוב יהוה לקוו לנפש תדרשנו

„Gut ist JAHWEH zu Hoffenden auf Ihn; zur Seele die nach Ihm verlangen will.“
(Eigenübersetzung)


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine steht in Klagelieder 3,26:

טוב ויחיל ודומם לתשועת יהוה

„Gut! So warte man, und zwar still, auf die Hilfe Jahwehs.“
(Eigenübersetzung)


Das Lied Nr. 694 im Kirchengesangbuch passt ausgezeichnet zu den obigen Versen:

„Harre, meine Seele, harre des Herrn.
Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
Sei unverzagt; bald der Morgen tagt,
und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach.
In allen Stürmen, in aller Not
Wird er dich beschirmen, der treue Gott.

Harre, meine Seele, harre des Herrn.
Alles ihm befehle, hilft er doch so gern.
Wenn alles bricht, Gott verlässt uns nicht.
Größer als der Helfer ist die Not ja nicht.
Ewige Treue, Retter in Not,
rett auch unsre Seele, du treuer Gott.“

(Johann Friedrich Raeder (1845) 1848)

Ja, ich will auf Gott harren!


3. November 2012
Schabat – Geburtstagsgeschenk

Mein internes Los steht in Haggai 2,7. Ich weiß gar nicht woher dieses Los kommt. Es gehört nicht zu den Losungstexten. Ich nehme es als Geburtstagsgeschenk an:

והרעשתי את-כל-הגוים ובאו חמדת כל-הגוים ומלאתי את-הבית הזה כבוד אמר יהוה צבאות

„Und Ich werde all die Heidenvölker erschüttern, und es werden kommen Kostbarkeiten all der Heidenvölker. Und Ich werde dieses Haus mit Ehre füllen; hat JAHWEH der Heerscharen gesagt.“ (Eigenübersetzung)


Ich werde, als Messias, den neuen Tempel genießen. Mein Taufspruch passt hier gut:

Psalm 92, Verse 13-15:

13 Der Gerechte wird sprossen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

14 Die gepflanzt sind im Haus des HERRN,
sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes;

15 noch im Alter tragen sie Frucht,
sind saftvoll und frisch,


(Schlachter Bibel 2000)


4. November 2012
Sonntag – Neuer Tempel

Das interne Los steht in Psalm 91,9b:

עליון שמת מעונך

"... Höchster, Du hast Deine Wohnung bereitgestellt!“


Dieses Los hatte ich am 31. Juli 2009 in meine interne Lossammlung aufgenommen. Ich hatte mir damals notiert: „Der erste Versteil war blockiert und konnte mit der Bibelsoftware nicht angezeigt werden.“ Und: „In den gängigen Übersetzungen wird der Verfasser(oder der Leser) des Psalms als Satzsubjekt betrachtet.“

Ich bleibe bei meiner Übersetzung und Überzeugung. Gott hat Seine Wohnung bereits bereitgestellt – den neuen Tempel. Für die Offenbarung braucht es den Messias.


4. November 2012
Sonntag, später – Menschensohn

Die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine steht in Psalm 8,5. Ich ergänze mit Psalm 8,6:

מה-אנוש כי-תזכרנו ובן-אדם כי תפקדנו ותחסרהו מעט מאלהים וכבוד והדר תעטרהו

„Was ist der Mensch dass Du seiner gedenken willst und ein Menschensohn, dass Du ihn beauftragen willst? Und Du ließest ihn wenig zurückstehen von Gott, und mit Ehre und Pracht willst Du ihn krönen.“
(Eigenübersetzung)

Die von Gott gedachte Stellung des Menschen ist sehr hoch. Jesus Christus hat diese sehr hohe Stellung voll eingenommen. Er hat sich verschiedentlich als „Menschensohn“ bezeichnet; auch als den wiederkommenden Menschensohn (Matthäus 24,27).

Gott hat den Menschen als Sein Ebenbild erschaffen (1. Mose 1,27). Es gilt die von Gott gewollte Stellung zu suchen und einzunehmen! Konsequent, ohne nach links und rechts zu blicken! Gott will alle Menschen beauftragen; jeden mit einer spezifischen Aufgabe. Gott hat Freude an einer entschiedenen Haltung. Keine Kompromisse! Ziel ist die Krone des ewigen Lebens (Offenbarung 2,10).


5. November 2012
Montag – Gottes Geist

Mein internes Los fällt auf Jesaja 11,2:

ונחה עליו רוח יהוה - רוח חכמה ובינה - רוח עצה וגבורה - רוח דעת ויראת יהוה

„Und es wird auf ihm(Messias) ruhen Geist Jahwehs - Geist der Weisheit und des Verstandes - Geist des Rates und der Macht - Geist der Erkenntnis und der Furcht Jahwehs.“ (Eigenübersetzung)
 

Das gilt sowohl für das erste Kommen des Messias, wie für das zweite. Am 8. Mai 2012 hatte ich geträumt, dass ich seit mehr als 30 Jahre auf die Geistestaufe warte. Das Sinnbild des Traums: „Ich habe die Geistestaufe noch nicht erlebt. Sie steht mir bevor. Ich sehe sie im Zusammenhang mit dem neuen Himmel und der neuen Erde und den verheißenen unvorstellbar großen und schönen Wundern.“

Bis dahin gilt es zu harren! Ja, ich will auf Gott harren! (2. November 2012)

Ich will harren, trotzdem ich vor einem Jahr Entscheidendes für dieses Jahr erwartet hatte.


6. November 2012
Dienstag – wer bin ich?

Das interne Los hatte ich meiner Sammlung am 5. August 2011 beigefügt. Es steht in 1. Chronik 17,16, ein Vers vor meiner Traumvision "elohim watedaber" vom 2. Juni 2009:

ויבא המלך דויד ויושב לפני יהוה ויאמר מי-אני יהוה אלהים ומי ביתי כי הביאתני עד-הלם

„Und es kam der König David und setzte sich vor JAHWEH und sagte: Wer bin ich, JAHWEH, Gott, und wer ist mein Haus, dass Du mich bis hierher gebracht hast?“ (Eigenübersetzung)

 

Und dann folgt eben 1. Chronik 17,17, wo meine Traumvision "elohim watedaber" steht. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.11.)

ותקטן זאת בינעיך אלהים ותדבר על-בית-עבדך למרחוק וראיתני כתור האדם המעלה יהוה אלהים

„Aber klein war dies in Deinen Augen, Gott! Und Du redetest über Deines Knechtes Haus in der Ferne. Und Du wirst mich sehen wie eine Wiederkehr des höchsten Menschen; JAHWEH, Gott!“ (Eigenübersetzung)


7. November 2012
Mittwoch – Reinkarnation

In E-Mails hatte mich mein früherer Seelsorger „deklassiert“ und mich als angeschlagenen neurobiologischen Geist bezeichnet, wonach er auf einen psychotisch krankhaften Geistes-Trend schließen müsse! Seine harsche Reaktion lag daran, dass ich mich als reinkarnierten Jesus von Nazareth bezeichne.

Nach der wunderbaren Antwort Gottes am 1. November 2012, in der Form des internen Loses und einer gemäßigten Mail meines früheren Seelsorgers auf eine Rückfrage meinerseits, ob es nicht sein könnte, dass er ein falsches Jesusbild in sich trage, mache ich ihm heute folgende Mail:

Ich bin froh, dass Du nicht mehr sicher bist. Sicherheit im Glauben ist gefährlich!

Du kannst Reinkarnation einfach nicht mit der Schrift in Einklang bringen, schreibst Du. Hast Du Dich tatsächlich damit auseinandergesetzt? Ich möchte Dich dazu einladen, und ich bitte Dich, meinen Tagebucheintrag vom 26. November 2011 ernsthaft zu studieren:

„26. November 2011
Schabat - Reinkarnation
Nach 1 h 30 weckt mir Gott das Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Mir kommt mein gestriges interne Los aus 1. Samuel 3,9 in den Sinn:           „… rede, Ewiger, denn es hört Dein Knecht! …“. (Eigenübersetzung)

Auf den Knien am Fenster steigt die gestrige Lesung in der Schlachter Bibel 2000 aus Matthäus 25 in mir auf. Ich lese:
„31 Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen,
32 und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet,
33 und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.
34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!
35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt;
36 ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben?
38 Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet?
39 Wann haben wir dich krank gesehen, oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen?
40 Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!
41 Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!
42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben;
43 ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht!
44 Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient?
45 Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan!
46 Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

Mir geht durch den Kopf, wie wenig ich eigentlich erfüllt habe von dem, was Jesus hier aufzählt, und wie soll es unter diesen Umständen möglich sein, dass ich der Richter bin? Tröstlich scheint mir, dass der wiederkommende Christus nicht allein ist, sondern alle heiligen Engel mit ihm. Mit dieser Frage gehe ich wieder auf die Knie am Fenster, wo die Wolken am Himmel von Osten nach Westen immer weiter aufklaren. In aller Regel spielt sich das Wetter von Westen nach Osten ab. Wie ist das jetzt schon wieder mit der Reinkarnation? Von zu Hause aus bin ich völlig dagegen gelehrt worden. Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, ein berühmter Verfechter der Reinkarnation, wurde von meinen Eltern abgelehnt. Ich kann das nachvollziehen, bezeichnete dieser Mann doch das Judentum als einen Geschichtsfehler und lehnte er doch den Glauben an die Wiedergeburt ab. Chassidische Juden ihrerseits sind fest von der Reinkarnationswirklichkeit überzeugt. Offenbar glaubte auch Jesus daran, sonst hätte er Johannes den Täufer nicht als den wiedererschienenen Elia bezeichnen können (Matthäus 11,14 und Matthäus 17, 10-13 sowie Markus 9, 11-13). Mit diesem Tagebucheintrag ist mir auch die deutliche Unterscheidung von Reinkarnation und Wiedergeburt bewusst geworden. Ich habe zu beiden meine persönlichen Erfahrungen. Meine Wiedergeburt habe ich im Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 1.2. beschrieben und auch mit meinem ehemaligen Lehrer besprochen. (23. April 2008; Nikodemus bei Jesus. (Johannes 3,1 ff.)) Das damalige Geschehen im Jahre 1980 ist sehr tief in mich eingedrungen. Erfahrungen zur Reinkarnation hatte ich vor allem in einem meiner psychotischen Schübe gemacht. Damals, als Patient in der Klinik, sah ich mich im Geist neben Menschen meiner Bekanntschaft, jeder in seinem Kreislauf. Es waren eigentlich Ellipsen mit Höhe- und Tiefpunkt. Der Höhepunkt in meiner Ellipse war wie ein aufgesogen Werden durch die Sonne, bzw. der Kulminationspunkt einer menschlichen Kopulation. Der Tiefpunkt war Depression im wahrsten Sinne des Wortes, bzw. weggespült Werden durch eine Klosett-Anlage. 

Glaube ist gefragt und ich merke wie sich immer wieder Aberglaube einmischen will. Am Himmel ist noch eine kleine Restwolke vorhanden. „Vater ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Ich kauere mich auf dem Boden zusammen und mache mir die Heilstatsache bewusst: Jesus ist für mich am Kreuz gestorben und hat den Weg zum Vater geöffnet. Das Blut von Jesus ist auch für mich geflossen! Jesus hat das letztgültige Opfer erbracht.

Wie ich mich aufrichte, ist auch das letzte Wölklein am Himmel verschwunden! Halleluja! Zeichen und Wunder!“ (Ende Zitat)


Fortsetzung meiner Mail:

"Neben den im Tagebucheintrag vom 26. November 2011 angegebenen Schriftstellen weise ich dich noch auf folgende hin, die das Reinkarnationsverständnis fördern können (aus revidierter Elberfelder Bibel)

Erstens Matthäus 16, 13-17:
13 Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist a? a) Joh 12,34
14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten a. a) Kap. 14,2; 17,10Mk 6,14.15
15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes a. a) Kap. 14,33; Joh 6,69; 1Jo 4,15
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona Aa; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist b. A) d.h. Sohn Jonas a) Joh 1,42 b) Gal 1,15.16

Zu der Zeit von Jesus scheint der Reinkarnationsgedanke Allgemeingut gewesen zu sein. Darum die Frage von Jesus, für wen ihn die Menschen halten. Als Antwort bekam er: alles verstorbene Personen. Es ist bekannt, dass die Pharisäer an die Auferstehung glaubten, nicht aber die Sadduzäer, welche letztere nicht mehr existieren.

Zweitens Markus 6, 14-16:
14 Und der König Herodes Aa hörte <von ihm> - denn sein Name war bekannt geworden - und sie sagten B: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferweckt worden, und deswegen wirken die Wunderkräfte in ihm. A) Herodes Antipas, Sohn Herodes' d.Gr., unter röm. Oberherrschaft Fürst von Galiläa und Peräa (4 v.Chr. - 39 n.Chr.) B) nach anderen Handschr.: und sagte a) Lk 3,1
15 Andere aber sagten: Es ist Elia; andere aber sagten: <Es ist> ein Prophet wie einer der Propheten a. a) Kap. 8,28; Mal 3,23
16 Als aber Herodes es hörte, sagte er: Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferweckt worden.

Drittens Markus 8, 27-29:
27 Und Jesus und seine Jünger gingen hinaus in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Was sagen die Menschen, wer ich bin?
28 Sie aber antworteten ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elia; andere aber: einer der Propheten a. a) Kap. 6,14.15
29 Und er fragte sie: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus antwortet und spricht zu ihm: Du bist der Christus a. a) Joh 1,41; 1Jo 5,1

Diese Frage ist also gut überliefert.

Viertens Markus 9, 11-13:
11 Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen müsse a? a) Lk 1,17
12 Er aber sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuerst a und stellt alle Dinge wieder her. Und wie steht über den Sohn des Menschen geschrieben? Dass er vieles leiden und verachtet werden soll b. a) Mal 3,23 b) Jes 53,3
13 Aber ich sage euch: Auch Elia ist gekommen a, und sie haben ihm getan, was sie wollten b, so wie über ihn geschrieben steht c. a) Mt 11,14 b) Kap. 6,28 c) 1Kö 19,2.10

Fünftens Lukas 1, 17:
17 Und er wird vor ihm hergehen a in dem Geist und der Kraft des Elia b, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern c und Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten d. a) V. 76; Kap. 7,27; Mal 3,1 b) Mt 11,14 c) Mal 3,24 d) V. 77

Hier besteht die “Reinkarnation” aus Geist und aus Kraft.

Sechstens Lukas 9, 18 - 20:
18 Und es geschah, als er für sich allein betete a, waren die Jünger bei ihm; und er fragte sie und sprach: Was sagen die Volksmengen, wer ich bin? a) Kap. 5,16
19 Sie aber antworteten und sprachen: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; andere aber, dass einer der alten Propheten auferstanden sei a. a) V. 7.8
20 Er sprach aber zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus aber antwortete und sprach: Der Christus Gottes a. a) Joh 6,69

Ebenfalls mehrfach überliefert.

Siebtens Johannes 1, 21:
21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia a? Und er sagt: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein. a) Mt 11,14

Der Ehrlichkeit halber muss gesagt werden, dass sich Johannes selber nicht als Elia sah. Das macht aber die andern Schriftstellen nicht ungültig.

 

Du erwähnst Psalm 8 wegen der menschlichen Stellung gegenüber Gott. Hier mein Tagebucheintrag zum Losungstext am 4. November 2012:

“4. November 2012 (Sonntag, später – Menschensohn)
Die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine ist auf Psalm 8,5 gefallen. Ich ergänze mit Psalm 8,6:

מה-אנוש כי-תזכרנו ובן-אדם כי תפקדנו ותחסרהו מעט מאלהים וכבוד והדר תעטרהו

„Was ist der Mensch dass Du seiner gedenken willst und ein Menschensohn, dass Du ihn beauftragen willst?
Und Du ließest ihn wenig zurückstehen von Gott, und mit Ehre und Pracht willst Du ihn krönen.“ (Eigenübersetzung)

Die von Gott gedachte Stellung des Menschen ist sehr hoch. Jesus Christus hat diese sehr hohe Stellung voll eingenommen. Er hat sich verschiedentlich als „Menschensohn“ bezeichnet; auch als der wiederkommende Menschensohn (Matthäus 24,27).

Gott hat den Menschen als Sein Ebenbild erschaffen (1. Mose 1,27). Es gilt die von Gott gewollte Stellung zu suchen und einzunehmen! Konsequent, ohne nach links und rechts zu blicken! Gott will alle Menschen beauftragen; jeden mit einer spezifischen Aufgabe. Gott hat Freude an einer entschiedenen Haltung. Keine Kompromisse! Ziel ist die Krone des ewigen Lebens (Offenbarung 2,10).” (Ende Zitat vom 4.11.2012)


Fortsetzung meiner Mail:

Psalm 8 betont die Sündhaftigkeit des Menschen nicht, spricht aber auch vom “Menschensohn” (ben-adam). Ich glaube, dass wir noch nicht am Ende der Heilsgeschichte angelangt sind. Persönlich erwarte ich den neuen Himmel und die neue Erde nach Jesaja 65,17 ff., und Sacharja 3 wo JAHWEH den Satan bedroht und Jehoschua als ein aus dem Feuer gerettetes Holzscheit bezeichnet. Beim Übergang in die neue Welt, die sich in meinen Tagebucheinträgen immer wieder einmal voranmeldet, erwarte ich von meinen schmutzigen Kleidern befreit zu werden. Ich verstehe mich als den in Vers 8 erwähnten Spross. Mit Napoleon hat das nichts gemein, weil mein höchster Wunsch ist: Gott gehorsam zu sein und demütig zu werden.

En Chrischt bruucht der Ander, der Ander brucht miich, so hälfed mir enander uf em Wäg i Siis Riich! Diesen Liedrefrain haben wir zu Zeiten von “Mut zur Gemeinde” gesungen. Ich hoffe, dass er auch in unserem gegenseitigen Verhältnis weiterhin gelten kann.“


8. November 2012
Donnerstag – Neue Verheißung

Als reinkarnierter Jesus von Nazareth beanspruche ich die alttestamentliche Verheißung in Micha 5,3, meinem heutigen internen Los:

ועמד ורעה בעז יהוה בגאון שם יהוה אלהיו וישבו כי-עתה יגדל אד-אפסי-ארץ

„Und er(Messias) wird auftreten und (die Herde)weiden in der Kraft Jahwehs, in der Herrlichkeit des Namens Jahwehs, seines Gottes. Und sie werden wohnen, denn nun muss er groß sein bis an die Enden der Erde.“ (Eigenübersetzung)

 

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Hesekiel 18,25 kann ich mir gut als Reaktion auf mein blitzartiges Erscheinen mit meiner Internetseite vorstellen:

ואמרתם לא יתכן דרך אדני שמעו-נה בית ישראל הדרכי לא יתכן הלא דרכיכם לא יתכנו

 „Aber ihr werdet sagen: Der Weg des Herrn kann nicht richtig sein. Hört doch, Haus Israel! Kann Mein Weg nicht richtig sein? Können nicht etwa eure Wege nicht richtig sein?“ (Eigenübersetzung)


10. November 2012
Schabat – Harren

Das Harren geht weiter. Das heutige interne Los in Psalm 119,114 greift es auf:

סתרי ומגני אתה לדברך יחלתי

„Mein Versteck und mein Schild bist Du. Deines Worts habe ich geharrt.“ (Eigenübersetzung)

Es lohnt sich zu harren. Einmal mehr spricht mich die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine stark an. Es sind die Verse 15+16 aus dem 118. Psalm; ein richtiges Kraftwort:

קול רנה וישועה באהלי צדיקים ימין יהוה עשה חיל ימין יהוה רוממה ימין יהוה עשה חיל

“Stimme des Jubels und des Glücks in den Wohnungen(Zelten) Gerechter. Die Rechte Jahwehs schafft Stärke. Die Rechte Jahwehs ist erhöht. Die Rechte Jahwehs schafft Stärke.“ (Eigenübersetzung)

Dass ich mich als Gerechter verstehen darf, habe ich schon mehrmals beschrieben.

Ich kann nicht umhin eine Erfahrung zu notieren die ich bei der Lektüre weiterer Verse des 118. Psalms gemacht habe: Plötzlich befallen mich starke, stechende Leibschmerzen. Was soll das? Bauchweh mit leerem Magen ist mir nicht fremd, aber in dieser Plötzlichkeit und Stärke und Anhalten? Da muss mehr dahinter stecken. Es sind vor allem die Verse 10-12 des 118. Psalms, die mir zu schaffen machen. Alle drei schließen mit der gleichen Formel ab:

כי עמלים           ki amalim

Es geht um umringende Völker, die eine Bedrohung darstellen. In meinen beiden Althebräisch-Wörterbüchern sehe ich, dass es sich um eine Hif’il Form, eine veranlassende Form handeln muss. Die mir zur Verfügung stehenden Bibelübersetzungen gefallen mir nicht. Sie sprechen von abwehren (Elberfelder, Luther, Zürcher), von schlagen (Schlachter), von zurücktreiben (Gute Nachricht). Das Althebräisch Langenscheidt Wörterbuch übersetzt das Verb mit „wegschneiden, vertilgen“ und das umfangreichere Wörterbuch Gesenius übersetzt in der 17. Auflage mit „sich beschneiden lassen“. Letzteres Wörterbuch weist allerdings auf die unsichere Übersetzung hin.

Meine Erfahrungen mit meinem Schwager (16. Juni 2012 ff.) und Seelsorger (31. Oktober 2012 ff.) machen mich darauf gefasst, dass ich nach dem Online-Gang mit meiner Internetseite umringt und angefeindet sein werde; und wie viel mehr, wenn ich sie auffordere sich wie Abraham beschneiden zu lassen?

Ich weiß nicht wie weit meine Gedanken richtig sind, aber ich weiß, dass ich, gemäß heutigem internen Los, auf das Wort Gottes harren will!

Nach einem kurzen Mittagsschlaf kommt mir mein Traum vom 3. Mai 2008 in den Sinn. (19. Mai 2011) Der Messias kommt ganz am Anfang der Geschichte, die mit Abraham begann, zurück. Zu Gottes Bund mit Abraham gehört unverzichtbar die Beschneidung. (Apostelgeschichte 7,8) Ich will das jedenfalls für mich wahr machen, denn das Heil kommt aus den Juden (Johannes 4,22), an denen ich meinen Auftrag habe, nicht an den Christen.

Könnte es sein, dass ich den am Fleisch bereits Beschnittenen die Beschneidung des Herzens nahe bringen muss? (Römer 2, 25-29)


11. November 2012
Sonntag – Bekehrung mit ganzem Herzen

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jeremia 24,7 ruft zur Bekehrung mit ganzem Herzen, zu JAHWEH, auf:

ונתתי להם לב לדעת אתי כי אני יהוה והיו-לי לעם ואנכי אהיה להם לאלהים כי-ישבו אלי בכל-לבם

„Und Ich werde ihnen ein Herz geben, Mich zu erkennen, denn Ich bin JAHWEH. Und sie werden Mir zum Volk sein, und Ich will ihnen zum Gott sein. Denn sie sollen sich zu Mir bekehren mit ihrem ganzen Herzen.“ (Eigenübersetzung)

Mein internes Los in Psalm 105,5 zeigt einen Weg auf, wie wir Gott mit unserem Herz erkennen können:

זכרו נפלאותיו אשר-עשה מפתיו ומשפטי-פיו

„Gedenkt Seiner Wunder die Er getan hat, Seiner Zeichen und der Richtersprüche Seines Mundes!“ (Eigenübersetzung)


12. November 2012
Montag – Joel = JAHWEH ist Gott

Um halb ein Uhr weckt mir Gott das Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Mit Spannung erwarte ich das interne Los. Es steht in Joel 2,19:

ויען יהוה ויאמר לעמו הנני שלח לכם את-הדגן והתירוש והיצהר ושבעתם אתו ולא-אתן אתכם עוד חרפה בגוים

„Und es antwortete JAHWEH und Er sagte zu Seinem Volk: Siehe, Ich sende zu euch das Korn und den Most und das frische Öl, und ihr werdet euch sättigen mit ihm. Und Ich will euch nicht mehr Schmach geben unter Heidenvölkern.“
(Eigenübersetzung)

Joel (JAHWEH ist Gott) prophezeit die Endzeit und besonders das Gericht. Doch ist es immer noch Zeit zur Umkehr. In Vers 13 heißt es: „Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider und kehrt um zu dem HERRN eurem Gott, denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade und das Übel reut ihn.“ (Schlachter Bibel 2000) Das zerrissene und das beschnittene Herz (10. November 2012) sind zwei nahe beieinander liegende Bilder. Die tröstliche Zusage in Vers 19 ist also an die Voraussetzung der richtigen Herzenshaltung gebunden.


14. November 2012
Mittwoch – Erkennen, aber …

Weil der Schlaf nicht zurückkommen will erhebe ich mich um 2 Uhr. Mein internes Los in Hesekiel 20,44 ist eine Verheißung des Erkennens, aber gleichzeitig ein ernsthaftes Wort an Gottes Volk, das, unausgesprochen, Erwartungen zur Besserung enthält:

וידעתם כי-אני יהוה בעשותי אתכם למען שמי לא כדרכיכם הרעים וכעלילותיכם הנשחתות בית ישראל נאם אדני יהוה

„Und ihr werdet erkennen, dass ICH JAHWEH bin, in Meinem Tun mit euch um Meines Namens willen; nicht nach euren bösen Wegen und nach euren verdorbenen Handlungen – Haus Israel – Spruch meines Herrn, Jahwehs!“ (Eigenübersetzung)


17. November 2012
Schabat – Donner

Nachdem ich mehr als eine Stunde wach gelegen habe, stehe ich um halb eins auf und begebe mich in mein stilles "Kämmerlein“. Während des „Unser Vaters“, ich bewege innerlich „Dein Wille geschehe“ und erinnere mich des Blitzes am 2. Mai 2012; da höre und spüre ich eine Art Donner, was mir leicht in die Knochen fährt. Damals hatte ich das „Unser Vater“ auswendig gelernt und war an der Bitte: „tawo malchutcha“ (Dein Königtum komme). Diese Bitte geht mir je länger desto näher, glaube ich mich doch als kommenden König Messias.

Mit meinem Bruder habe ich für heute ein Telefongespräch vereinbart. Er will mich zu meiner Internetseite befragen, von der ich ihm an meiner Geburtstagseinladung einen Vorabdruck gegeben habe. Da bin ich ziemlich gespannt.


17. November 2012
Schabat später – Gespräch mit Bruder

Eineinhalbstündiges Telefongespräch mit meinem Bruder. Ich bin sehr dankbar für sein vorsichtiges Fragen zum  Vorabdruck meiner Internetseite, und dass ich ihm ganz bewusst antworten konnte. Mir wird klar, wie schwer es für einen Christenmenschen sein muss, wenn jemand den Anspruch Erlöser Israels zu sein hat, offen zu bleiben und auf Antworten zu hören.

Die Tür ist für weitere Gespräche offen.


20. November 2012
Dienstag – Schilo

Aufstehen um 0 h 15 nachdem ich schon dreiviertel Stunden wach liege. Ein wunderbares internes Los spricht in Jesaja 44,6 zu meinem Herzen:

כה-אמר יהוה מלך-ישראל וגאלו יהוה צבאות אני ראשון ואני אחרון ומבלעדי אין אלוהים

„So hat JAHWEH gesagt, König Israels und sein Erlöser, JAHWEH der Heerscharen: ‚Ich bin Erster und Ich bin Letzter, und außer Mir ist kein Gott!’ “ (Eigenübersetzung)

 

Nach meiner Morgenliturgie im stillen "Kämmerlein" folgt die symbolträchtige Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 1. Samuel 10,7:

והיה כי תבאינה האתות האלה לך עשה לך אשר תמצא ידך כי האלהים עמך

„Und es wird sein, wenn sie kommen sollen, diese Zeichen zu dir, tue du was in deiner Macht steht, denn der Gott ist mit dir.“ (Eigenübersetzung)

Samuel hatte diese Worte dem frisch zum König gesalbten Saul zugesprochen.

Bevor ich den Eintrag im Tagebuch formuliere schalte ich eine Schlafphase ein. Vor vier Uhr bin ich wieder wach und fit für die Formulierung:

Zuerst einmal ist klar, dass es nur einen König Israels und einen König der Welt gibt: JAHWEH, der EINE Gott! Klar ist mir auch, dass sich Gott  Seiner Menschen bedient um Seinen herrlichen Heilsplan zum Ziel zu führen. Gott braucht mich als SEINEN Arm. (4. Mai 2009)

Analog Samuel hat mich Bruder Yun (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.4.) zum Dienst an den Juden gesegnet. An Zeichen und Bestätigungen fehlt es mir wahrlich auch nicht und ich tue was in meiner Macht steht, damit „die Schrift in Erfüllung geht“ (1. Mose 49,12, Schilo-Messias). So bekomme ich heute, nach einem längeren Verfahren, weißere Zähne als Milch. Ich bekomme heute vom Zahnarzt die definitive „Krönung“ meiner Zähne, nachdem sich die Bleichung (13. Juli 2012) als Flop erwiesen hatte.

 

So wie ich schon den Wunsch geäußert habe, ein besseres Ende als Bileam zu nehmen (17. Mai 2011), so hoffe ich auch besser zu enden als der König Saul, welcher mehr auf Menschen als auf Gott geschaut hatte.


25. November 2012
Sonntag – der heilige Arm Gottes

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine betrifft Psalm 98,1. Einmal mehr wird allerdings ein für mich wesentlicher Teil weggelassen; derjenige vom heiligen Arm Jahwehs.

שירו ליהוה שיר חדש כי-נפלאות עשה
הושיעה-לו ימינו וזרוע קדשו

„Singt JAHWEH ein neues Lied, denn Er hat Wunder getan!
Geholfen hat Ihm Seine Rechte und Sein heiliger Arm.“

Im heiligen Arm Jahwehs habe ich Jesus Christus erkannt, der schon bei der Grundlegung der Welt dabei war. Ich, als Nachfolger von Jesus, finde mich wieder in der Position des Arms von Jahweh.


28. November 2012
Mittwoch – Zion – JAHWEH will reden

Zwei wichtige Bibelworte begleiten mich mit dem internen Los und der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in den heutigen Tag hinein. Mein internes Los steht in Jesaja 56,8:

נאם אדני יהוה מקבץ נדחי ישראל עוד אקבץ עליו לנקבציו

„Spruch meines Herrn, Jahwehs: Ich sammle Verstoßene Israels. Noch will Ich sammeln auf ihm (auf dem heiligen Berg Zion) zu seinen Gesammelten.“ (Eigenübersetzung)

Die Sammlung hat erst angefangen. Wir dürfen gespannt sein, wie das weitergeht. Auch die Fremden, die sich JAHWEH anschließen, werden nicht fehlen. (Jesaja 56,3+6)


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine steht in Hesekiel 12,25. Ich gebe den Vers vollständig wieder, nicht wie im Losungsbüchlein. Ich halte mich an Jesus der gesagt hat, dass er keinen Strich am Gesetz Gottes ändern wolle! (Matthäus 5,18)

כי אני יהוה אדבר את אשר אדבר דבר ויעשה לא תמשך עוד כי בימיכם בית המרי אדבר דבר ועשיתיו נאם אדני יהוה

„Denn Ich, JAHWEH, will reden was Ich reden will. Ein Wort – und es soll geschehen! Du darfst (das Reden) nicht weiter hinziehen (timaschech=2.Person Singular. Alle mir geläufigen Bibelübersetzungen formulieren in der 3. Person. Dawar (Wort) ist aber männlich. Es müsste sonst yimaschech heißen). Denn in euren Tagen, Haus der Widerspenstigkeit, will Ich ein Wort reden und Ich werde es tun! Spruch meines Herrn, Jahwehs.“ (Eigenübersetzung)

JAHWEH will reden. Wir können es fördern oder verhindern. Frage: durch wen und wie will JAHWEH reden? Ich glaube, dass ich an Sein Volk berufen worden bin (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.4.), damit JAHWEH zu Seinem Volk reden kann. Dies wird durch meine Internetseite geschehen und nach meinem Glauben steht der Online-Gang demnächst bevor.


3. Dezember 2012
Montag – die Zeit ist gekommen

Mein internes Los in Jesaja 66,18 gehört in die unmittelbar bevorstehende neue Welt:

ואנכי מעשיהם ומחשבתיהם באה לקבץ את-כל-הגוים והלשנות ובאו וראו את-כבודי

„Aber Ich kenne ihre Werke und ihre Gedanken. Gekommen ist es sie zu versammeln, all die Heidenvölker und die Sprachen. Und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen.“ (Eigenübersetzung)


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 25,5 zeigt die richtige Haltung der Menschheit. Ich gebe auch den ersten Teil des Verses wieder. Er scheint mir im Zusammenhang mit der Endzeit wesentlich:

הדריכני באמתך ולמדני כי-אתה אלהי ישעי אותך קויתי כל-היום

„Leite mich in Deiner Wahrheit und lehre mich, denn Du bist Gott meines Heils! Deiner habe ich den ganzen Tag geharrt.“ (Eigenübersetzung)


8. Dezember 2012
Schabat – wen soll Ich senden?

Nach erholsamem Schlaf weckt mir Gott ca. um 2Uhr das Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Es ist kein bestimmter Eindruck oder Gedanke die mich bewegen. Ich sättige mich während einer Stunde an der „Erscheinung“ Gottes (Psalm 17,15), d.h. ich vergegenwärtige mir viele wunderbare Führungen Gottes in meinem Leben, wie sie im Tagebuch festgehalten sind.

 

Da der Schlaf nicht zurückkehren will erhebe ich mich zum gewohnten morgendlichen „Ritual“. Vor dem Gebet auf den Knien am Fenster halte ich das Wort Gottes (das interne Los) mit der linken Hand und die Fahne Seines Volks und Landes mit der rechten Hand hoch. Die Frage in Jesaja 6,8 richtet sich auch an mich:

ואשמע את-קול אדני אמר את-מי אשלח ומי ילך-לנו ואמר הנני שלחני

„Und ich hörte die Stimme meines Herrn sagen: ‚Wen soll Ich senden? Und wer will für uns gehen?’ Und ich sagte: ‚Siehe! Sende mich!’ “ (Eigenübersetzung)

Ja, ich bin weiterhin bereit nach der Verheißung von Reichenschwand zu leben: 
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“

 

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine aus Psalm 18,31 ermutigt mich in meinem Vorhaben. Ich gebe den ganzen Vers wieder:

האל תמים דרכו אמרת-יהוה צרופה מגן הוא לכל החסים בו

„Der Gott* - vollkommen ist Sein Weg; das Wort Jahwehs ist geläutert. Ein Schild ist Er für alle, die sich bei Ihm bergen.“ (Eigenübersetzung)

*mit dem ich über Mauern springen kann (Vers 30)

Dass ich mit meinem Anspruch „Erlöser Israels“ zu sein einen Schild brauche, ist mir schon lange bewusst. (Traum (1) vom 3. Mai 2008)


12. Dezember 2012
Mittwoch – JAHWEH, Gott Israels – Hirte

Nach halb ein Uhr ist vorläufig nicht mehr an Schlaf zu denken. Das gestrige Telefongespräch mit der Frau eines Schwagers über den Vorabdruck meiner Internetseite, den ich an meiner Geburtstagseinladung abgegeben hatte, beschäftigt mich zu sehr. Meine Schrift stellt offenbar eine Überforderung dar und wird nicht verstanden. Ich fühle mich völlig abgelehnt.

Das beste Mittel, meine Gedanken und Gefühle zu ordnen, ist das Gebet. Vorgängig halte ich wie üblich mein internes Los Gott entgegen, ebenso die Fahne Israels. Hesekiel 34,30 ist ein zentrales Wort für die Zukunft des Volkes Gottes:

וידעו כי אני יהוה אלהיהם אתם והמה עמי בית ישראל נאם אדני יהוה

„Und sie werden erkennen, dass ICH, JAHWEH, ihr Gott mit ihnen bin und sie Mein Volk sind, Haus Israel – Spruch meines Herrn, Jahwehs.“ (Eigenübersetzung)

 

Auch die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine im gleichen Kapitel, Hesekiel 34,12, handelt vom Volk Gottes. Dass im Losungsbüchlein nur der erste Versteil wiedergegeben ist mahnt mich, wie schon oft, an die Ersatztheologie. (4. Mai 2009)

כבקרת רעה עדרו ביום-היותו בתוך-צאנו נפרשות כן אבקר את-צאני והצלתי אתהם מכל-המקומת אשר נפצו שם ביום ענן וערפל

„Wie Fürsorge eines Hirten um seine Herde am Tag seines Seins inmitten seines zerstreuten Kleinviehs, so will Ich Mich um Mein Kleinvieh kümmern. Und Ich werde sie aus allen Orten retten wohin sie zerstreut gewesen sind; am Tag der Wolken und des Nebels!“ (Eigenübersetzung)
 

Das Bild der Wolken und des Nebels passt gut in unsere Zeit, und es ist tröstlich, dass gerade in dieser Zeit Rettung angesagt ist. Dazu gebe ich im gleichen Kapital noch Hesekiel 34,24 wieder:

ואני יהוה אהיה להם לאלהים ועבדי דוד נשיא בתוכם אני יהוה דברתי

„Und ICH, JAHWEH, will ihnen zum Gott sein und mein Knecht David, Fürst in ihrer Mitte. ICH bin JAHWEH. Ich habe geredet!“ (Eigenübersetzung)

 

Gemäß 1. Chronik 17,17 (12. August 2011) verstehe ich mich als Fürst Gottes. Dazu passt auch mein Selbstverständnis als „Arm Gottes“. (4. Mai 2009)


17. Dezember 2012
Montag – Paradigmenwechsel

Um 23 Uhr 30 bin ich bereits wieder wach - vor Mitternacht – alte Welt. Ich bin in erwartungsvoller, freudiger Stimmung auf den 21. Dezember 2012. Paradigmenwechsel?

Am 21. Dezember 2009 hatte ich mir im Tagebuch notiert: „Ich habe schon manchmal behauptet: ‚Bei Gott gibt es keine Zufälle.’ Was bedeutet es wohl, dass ich auf den Tag genau drei Jahre vor dem angesagten Weltuntergang auf die entsprechende Homepage geführt werde?“ Ich hatte damals nach Rabbi Kaduri gesucht und war in einer Internetseite, die den Weltuntergang propagierte, fündig geworden. Die damalige Homepage ist nicht mehr online. Hingegen ist seit einiger Zeit der 21. Dezember 2012 in vielen Medien aktiv. Das Neuste was ich gelesen habe ist die Meinung, dass der Mayakalender dann nicht aufhöre, aber eine Periode von rund 5000 Jahren beende. Im jüdischen Kalender befinden wir uns im Jahr 5773!

Vor drei Jahren hatte ich mir weiter notiert: „Ich glaube zwar nicht an den Weltuntergang, aber ich erwarte den neuen Himmel und die neue Erde und das neue Jerusalem gemäß Jesaja 65,17 ff. und hoffe diese noch zu erleben.“ Jesaja 65,17 ff. erachte ich als wirklichen Paradigmenwechsel, aber ganz geerdet. Ich kann mir gut vorstellen am erwähnten Tag grünes Licht für den Online-Gang meiner Internetseite zu erhalten und bin auf ein gerütteltes Maß an Arbeit gefasst.


18. Dezember 2012
Dienstag – neuer Himmel und neue Erde

Um ca. halb zwei bin ich, nachdem an Schlaf nicht mehr zu denken war, mit dem Tagebucheintrag des vorangegangenen Erlebens fertig. Ich ziehe den Talit an, halte das Wort Gottes (das interne Los) mit der linken Hand und die Fahne Israels mit der rechten Hand hoch und weihe mich Gott. Ich gedenke der vielfältigen Führungen Gottes und besonders Seines Wortes und lese das interne Los (Jesaja 65,18):

כי-אם-שישו וגילו עדי-עד אשר אני בורא כי הנני בורא את-ירושלם גילה ועמה משוש

„Sondern freut euch und frohlockt immer und ewig, was ICH erschaffe! Denn siehe MICH, Ich erschaffe das Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Wonne.“ (Eigenübersetzung)

Meine Spontanreaktion aus vollem Herzen:

הללו-יה

                                                                                                                                    "Halleluja!"

JAHWEH, unser Vater, DU bist so wunderbar! DU bist so gnädig und wunderbar!

(17. Dezember 2012)


21. Dezember 2012
Freitag – Verheißung

Heute, am Tag des erwarteten Paradigmenwechsels, passen sowohl das interne Los wie die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeinde ausgezeichnet. Internes Los 1. Chronik 29,12 aus einem Gebet von David:

והעשר והכבוד מלפניך ואתה מושל בכל ובידך כח וגבורה ובידך לגדל ולחזק לכל

„Und der Reichtum und die Herrlichkeit sind von Dir und Du bist Herrscher über alles; und in Deiner Hand sind Kraft und Gewalt; und in deiner Hand ist es groß zu machen und zu kräftigen für Alles.“ (Eigenübersetzung)

 

Der Glaube von David an die Allmacht Gottes, wie er im internen Los zum Ausdruck kommt, lässt auch die Verheißung in der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Joel 3,1 realistisch erscheinen:

והיה אחרי-כן אשפוך את-רוחי על-כל-בשר ונבאו בניכם ובנותיכם זקניכם חלומות יחלומון בחוריכם חזינות יראו

„Und es wird sein nach diesem: Ich will Meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen, und es werden eure Söhne und eure Töchter weissagen. Eure Alten sollen Träume träumen! Eure Jünglinge sollen Erscheinungen sehen!" (Eigenübersetzung)

Die Erfüllung dieser Verheißung hängt nach meinem Glauben mit dem erwarteten Paradigmenwechsel zusammen.

Auf den Tag genau vor drei Jahren bin ich auf eine Webseite geführt worden, die den Weltuntergang ankündigte.
http://www.world-end.com/category/prophecy/religions (ist nicht mehr im Netz)

Dass sich aber etwas Wesentliches bewegen könnte, hatte ich insgeheim gehofft.


27. Dezember 2012
Donnerstag – herbe Enttäuschung

Am 21. Dezember 2012 hat sich vordergründig nichts bewegt. Der erhoffte Paradigmenwechsel und das grüne Licht für den Online-Gang meiner Internetseite sind für meine wahrnehmbaren Sinne ausgeblieben. Ich habe mich getäuscht!

Was mache ich nun damit? Warten ist weiterhin angesagt. Offenbar bin ich noch zu wenig demütig. Hauptsache ist, dass ich nicht schmollend stehen bleibe, sondern mich an der Hand des Himmlischen Vaters festhalte. Wenn ich bedenke, dass bei Gott 1000 Jahre wie ein Tag sind (Psalm 90,4), wird alles sehr relativ.


1. Januar 2013
Dienstag – wie ein Dieb in der Nacht

Der Schwager, bei dem ich gelernt hatte Wein zu trinken, und seine Frau, haben meine Frau und mich für Silvester und die folgende Nacht in ihr Heim eingeladen. Nach einem Jass zu viert, kulinarischen Köstlichkeiten und Gesprächen, gibt es um halb zwei Uhr in der Frühe Nachtruhe. Diese dauert für mich nur rund drei Stunden. Vor fünf Uhr erwache ich an einem ausgeprägten Beinkrampf rechts, der mich zum Aufstehen zwingt. Ich merke, obwohl ich lieber weiterschlafen würde, dass Gott mit mir reden will. Ein aufsteigender Gedanke: Warum konnte ich meiner Frau beim Übergang zum neuen Tag, trotz Segenswunsch, kein gutes neues Jahr wünschen? Aha! Hat das christliche Neujahr für mich keine Bedeutung mehr? Hat der erwartete Paradigmenwechsel (27. Dezember 2012) bereits mit meiner Geburt am 3. November 1937, ohne zu merken, stattgefunden? Da bei Gott tausend Jahre wie ein Tag sind (Psalm 90,4) muss ich mich offenbar von klein kariertem Denken lösen. Das würde bedeuten, dass Online-Gang meiner Internetseite und Paradigmenwechsel nichts miteinander zu tun haben. Der Sohn des Menschen kommt wie ein Dieb in der Nacht. (Matthäus 24,43+44; Lukas 12,39+40)


1. Januar 2013
Dienstag später - Bestürzung

Nach einem nochmaligen Schlaf und bevor ich zum Morgenessen gehe, lese ich das interne Los aus Jesaja 35,4:

אמרו לנמהרי-לב חזקו אל-תיראו הנה אלהיכם נקם יבוא גמול אלהים הוא יבוא וישעכם

„Sagt den Bestürzten Herzens: Seid stark, fürchtet euch nicht, siehe euer Gott! Rache soll kommen, Vergeltung Gottes! Er will kommen und euch retten.“ (Eigenübersetzung)

Mir ist klar, dass dieses Wort die Gemeinschaft mit Schwager und Frau ansprechen soll. Dazu muss ich aus mir herausgehen und meine Reinkarnation als Jesus von Nazareth offenbaren, was ich tue, indem ich auf den Tagebucheintrag vom 7. November 2012 hinweise und von dem Mailwechsel mit meinem Seelsorger erzähle. Meine Zuhörer sind offensichtlich „bestürzt“. Im Tischgebet spreche ich ihnen Gottes Kraft zu.


6. Januar 2013
Sonntag – der letzte Papst

Gott weckt mir nach 1 Uhr mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Die Gespräche am Vorabend sind mir präsent. Um 2 Uhr erhebe ich mich, da der Schlaf nicht zurückkehren will. Das interne Los in Hosea 14,10 spricht mich an:

מי חכם ויבן אלה נבון וידען כי ישרים דרכי יהוה וצדיקים ילכו בם ופשעים יכשלו בם

„Wer ist weise und kann jene (Wege) verstehen? Wer ist vernünftig und kann sie erkennen? Denn gerade sind die Wege Jahwehs und Gerechte können in ihnen gehen, aber Frevler müssen in ihnen straucheln.“ (Eigenübersetzung)

Am Vorabend waren meine Frau und ich bei meiner Schwägerin und ihrem Mann zum Essen eingeladen. Die beiden hatten an meinem Geburtstag auch einen Vorabdruck meiner Internetseite bekommen. Dadurch war ich in einer gewissen Spannung, was wohl die Gesprächsthemen sein würden. Die Internetseite kam nicht zur Sprache, hingegen die Kirche. Ich wies auf die umstrittenen Prophezeiungen des heiligen Malachias über den letzten Papst hin.

http://de.wikipedia.org/wiki/Malachias_(Heiliger)

Nach diesen ist jetzt der zweitletzte Papst im Amt. Ich vertrat die Meinung, dass nicht nur die katholische Kirche zum Ende kommen wird, sondern die ganze christliche Kirche. Das Heil kommt aus den Juden! (Johannes 4,22)

Im Gespräch wies ich auch auf Jesaja 29,14 hin, wonach die Weisheit der Weisen verloren gehen wird und sich der Verstand der Verständigen verbergen wird, ganz im Sinne meines internen Loses.

Ferner erwähnte ich auch meinen Traum vom 3. Mai 2008, wonach der Messias ganz am Anfang der jüdischen Geschichte, bei Abraham, zurückkehren wird. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.3.)


8. Januar 2013
Dienstag – Träume um ca. zwei Uhr – 1) Sprachdatenbank – 2) sanfte Natur – 3) neue Wohnung

1)
Meine Frau ist begeistert von meiner Sprachdatenbank. Sie will sie dem Seelsorger (der mich als geistig/psychisch krank eingestuft hatte) erklären, ist aber noch etwas unsicher. Da ich die Datenbank in der Zwischenzeit weiterentwickelt hatte, biete ich an, die Neuerungen zu lehren, was der Seelsorger aber nicht möchte. Die beiden ziehen sich in einen andern Raum zurück, wo meine Frau unterrichtet. Ich äußere den Wunsch, dass meine Eingaben nicht verändert werden. Der Seelsorger zeigt sich von der Sprachdatenbank angetan und findet auch beeindruckend, wie die Änderungen zurückverfolgt werden können.

2)
Der Seelsorger und ich empfinden eine gewisse Übereinstimmung im Erleben der Natur, obwohl unsere Erfahrungen nicht gleich sind. Er liebt eher das Walddickicht und ich das offene Feld.
Plötzlich taucht ein Reh an einer langen Leine auf. Es scheint die Freiheit zu suchen, was ich ihm gern gewähren will. Bei mir ist der Hund „Cherry“. Ich packe ihn vorsorglich am Halsband; dann befreie ich das Reh von der Leine. Erstaunlicherweise entflieht das Reh nicht, sondern beschnuppert den Hund.

3)
Der Seelsorger hat eine neue Wohnung am rechten Zürichseeufer besichtigt. Auch meine Frau und ich haben das gleiche getan. Meine Frau äußert sich negativ über den empfundenen Lärm.

Wesen:
1) Meine Frau lehrt den Seelsorger im Umgang mit meiner Sprachdatenbank.
2) Reh und Hund sind weitgehend versöhnt.
3) Sowohl der Seelsorger wie meine Frau und ich suchen eine neue Wohnung.

Sinnbild:
1) Sowohl meine Frau wie der Seelsorger haben eine Bekehrung erlebt. Nach einer völligen Skepsis meinem Glauben gegenüber, werden sie Anhänger davon.
2) Wir befinden uns in der neuen Welt.
3) „In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen.“ (Johannes 14,2)

Anruf:
1) Halleluja!
2) Halleluja!
3) Halleluja!


11. Januar 2013
Freitag – Korrektur

In einer Mail teile ich meinem Schwager folgendes mit:

„Ich muss auf meine Mail vom 9. Januar 2013 zurückkommen, weil ich in der Nacht darauf einen Traum hatte, der mich zur Besinnung rief:

(Traum vom 10. Januar 2013  ca. 2 h – Lügen - Denunziation)
Ich bin Teil eines Lügengebildes und vor die Frage gestellt, ob ich mit dem System oder gegen es handeln soll. Als Gefangener entschließe ich mich, mit dem System zu gehen, d.h. zu lügen und zu denunzieren. Das verschafft mir kurzzeitige Vorteile. Wie ich später durch ein Fenster fliehen will, gelingt mir das nicht.

Wesen:
Ich bin freiwillig Teil eines denunziatorischen Lügengebildes und will mir kurzzeitige Vorteile verschaffen. Ich bin Gefangener und kann nicht mehr fliehen.

Sinnbild:
Ich habe mich selber verraten und in einer Mail meinen Schwager beruhigt, dass wir, obwohl er meine Berufung weder verstehen kann noch will, friedliche Schwäger bleiben können.

Anruf:
Erbarme Dich, Vater!

(Fortsetzung meiner Mail an den Schwager)
Obschon ich eigentlich die Beziehung zu Dir schätze, muss ich, analog meiner Ehe mit meiner Frau, das Reich Gottes darüber stellen. Ich bin damit dem Wort von Jesus in Lukas 18,29 verpflichtet. Ich setze also unsere Beziehung bewusst aufs Spiel, indem ich Dir meine ehrliche Meinung sage. Meine Erkenntnis über die Reinkarnation, wie ich sie in der Mail vom 1. Januar 2013 (bzw. im Tagebuch vom 7. November 2012) wiedergegeben habe, ist mir sehr wichtig. Ich möchte den Kreislauf der Reinkarnation mit dem ewigen Leben tauschen. Dazu muss ich wiedergeboren sein (Johannes 3,1-13) und den Willen Gottes tun (Matthäus 7,21). Wie Du merkst versuche ich nun bewusst an Deinem Glauben über Deine Gotteskindschaft zu rütteln; Dich zu wecken! Ich verstehe mich als reinkarnierten Jesus von Nazareth, und Du kennst ja das Gleichnis von den 10 Jungfrauen (Matthäus 25,1-13). Wie schon in meiner vorangegangenen Mail vom 9. Januar 2013 gesagt, ist es für Christen wirklich “schwere Kost” zu glauben was ich in meiner Internetseite offenbaren will. Ich mache mich deshalb auch auf schwere Anfeindungen gefasst, gerade aus frommen Kreisen. Andererseits fühle ich mich meinen Nächsten besonders verpflichtet, Rede und Antwort zu stehen. Dazu hilft mir auch Euer für mich gezogenes Los 2013 in Jesaja 26,3: ‚Wer festen Herzens ist, dem bewahrst Du Frieden; denn er verlässt sich auf Dich’.“


15. Januar 2013
Dienstag – Orientierungslosigkeit

Zwei Träume beunruhigen mich diese Nacht. Der erste um zwei Uhr. Der zweite um vier Uhr. Im ersten Traum erreiche ich zusammen mit meiner Frau den Zug nicht rechtzeitig. Im zweiten Traum, zusammen mit einem früheren Freund, lassen wir uns von einer Taxifahrt zum Flughafen abhalten. Der Anruf in beiden Träumen lautet: „Besinne dich!“


15. Januar 2013
Dienstag später – an Gottes Segen ist alles gelegen

Das interne Los stärkt mich nach den beunruhigenden Träumen:

אלהים יחננו ויברכנו יאר פניו אתנו סלה לדעת בארץ דרכך בכל-גוים ישועתך

„Gott begnade uns und segne uns. Er lasse Sein Angesicht zu uns leuchten – Sela – zu erkennen auf Erden Deinen Weg, unter allen Heidenvölkern Dein Heil!“ (Psalm 67,2+3, Eigenübersetzung)

In Bezug auf das „Besinnen“ in den Träumen bewegt mich folgender Gedanke der durch ein Gespräch mit meiner Frau beim Morgenessen entstanden ist: Im Umgang mit meinen Mitmenschen ist wichtig, dass ich das Ziel meiner Berufung nicht aus den Augen verliere; dass es mir nicht ergeht wie am 11. Januar 2013 beschrieben. Ohne den Ansichten meiner Bezugspersonen nachzugeben darf ich lernen beharrlich und liebenswürdig an meinen Überzeugungen festzuhalten und mit dem Wort Gottes zu begründen oder Gegenargumente durch das Wort Gottes begründen zu lassen.

Bei der heutigen Torahlesung stoße ich in 2. Mose 13,9 auf die Aussage, dass es wichtig ist Jahwehs Unterweisung im Mund zu haben.


16. Januar 2013
Mittwoch – herrschen – sich retten lassen

Das interne Los in 2. Mose 15,18 stammt aus dem Lobgesang Moses und ist zeitlos gültig:

יהוה ימלך לעלם ועד

„JAHWEH will für immer und ewig König sein.“ (Eigenübersetzung)

Das ist die Einsicht Moses nachdem das ägyptische Heer in den Fluten untergegangen war.

Und das ist auch die Wahrheit über „allen Enden“ der Erde, wie es aus der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeinde in Jesaja 45,22 hervorgeht:

פנו-אלי והושעו כל-אפסי-ארץ כי אני-אל ואין עוד

„Wendet euch zu Mir und lasst euch retten, alle Ende der Erde! Denn Ich bin Gott und keiner sonst.“ (Eigenübersetzung)

JAHWEH ist primär der Gott Israels; darüber hinaus ist Er aber auch der alleinige Gott der ganzen Welt. Ich, Jehoschua, bin das lebendige Zeugnis dafür. JAHWEH hat mich als SEINEN Arm berufen. (4. Mai 2009)


19. Januar 2013
Samstag – wer bin ich?

Ich erwache vor zwei Uhr. Der Schlaf flieht mich. Meine Gedanken kehren zum gestern gelesenen Vortrag von Christoph Blocher über Huldrich Zwingli zurück. Der Zürcher Reformator Huldrich Zwingli hatte offenbar einen weltweit wirksamen Einfluss auf Glauben und Politik. Was wird mit mir als „höchstem“ Menschen sein? (1. Chronik 17,17, 12. August 2011) Vor drei Uhr stehe ich auf und begebe mich in das stille "Kämmerlein“. Das interne Los macht deutlich, dass das Vertrauen auf JAHWEH entscheidend ist. (Psalm 31,15+16):

ואני עליך בטחתי יהוה אמרתי אלהי אתה בידך אתתי הצילני מיד-אויבי ומרדפי

„Aber ich habe auf Dich vertraut, JAHWEH! Ich habe gesagt: Mein Gott bist DU! In Deiner Hand sind meine Zeiten. Rette mich aus der Hand meiner Feinde und vor meinen Verfolgern!“ (Eigenübersetzung)


20. Januar 2013
Sonntag – Botschaften an die Juden

Vor drei Uhr weckt mir Gott mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Wie gestern sind meine Gedanken bei der göttlichen Bestimmung für mein Leben. Ich denke an den Anfang meines besonderen Weges in Reichenschwand zurück (Lebenslauf). Fast am Schluss der Woche wurden allen Teilnehmern die Augen verbunden. Wir hatten die Arme hochzuhalten, wo der Gruppe ein Besenstiel in die Hände gegeben wurde. Kräfte wirkten hin und her und auf und ab. Ich leistete Widerstand und drückte nach oben. Dann barst der Stiel in meiner Hand, und die Übung war vorbei. Sie hatte eine sehr starke Wirkung auf mein Inneres. Einmal mehr war ich das Zentrum der Gruppe. Viel später sah ich darin das zerbrochene Joch wie „am Tag Midians“ (Jesaja 9,3), als Gideon berufen wurde; ich, ein Berufener am jüdischen Volk durch Bruder Yun. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.4.)

Da der Schlaf nicht zurückkommt stehe ich um vier Uhr auf. Mit dem internen Los in Jesaja 40,27 gebe ich den Juden eine wichtige Botschaft weiter:

למה תאמר יעקב ותדבר ישראל נסתרה דרכי מיהוה ומאלהי משפטי יעבור

„Warum willst du sagen, Jakob, und willst du sprechen, Israel?: ‚Verborgen ist mein Weg vor JAHWEH, und vor meinem Gott will mein Recht vorübergehen!’“ (Eigenübersetzung)

Auch die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Zefanja 2,3 ist primär an die Juden gerichtet:

בקשו את-יהוה כל-ענוי הארץ אשר משפטו פעלו בקשו-צדק בקשו ענוה אולי תסתרו ביום אף-יהוה

„Sucht JAHWEH, alle Gebeugten des Landes, die Sein Recht getan haben! Sucht Gerechtigkeit! Sucht Demut! Vielleicht könnt ihr euch verbergen am Tag des Zorns Jahwehs.“ (Eigenübersetzung)

Warum der letzte Versteil im Losungsbüchlein „unterschlagen“ wurde, ist mir schleierhaft. Demut ist für mich, neben Gehorsam, das oberste erstrebenswerte Ziel meines Lebens (4. August 2012). Ich glaube, dass ich so der Ebenbildlichkeit Gottes am Besten gerecht werden kann (17. Februar 2011). Gottes Plan können wir jedenfalls nicht ausweichen.


24. Januar 2013
Donnerstag – Schuld dieses Landes

Nach halb drei Uhr: Gott weckt mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Indem ich mir die wunderbaren Erfahrungen mit Gott in Erinnerung rufe, sättige ich mich an Seiner Erscheinung (Psalm 17,15), beziehungsweise an Seinen Erscheinungen. Ich vergegenwärtige mir vor allem das Geschehen vom 22. Oktober 2012, als ich dem, dem König Messias geweihten Weinberg nachspürte. Mein „Esel“ hatte damals, ohne meine Einwirkung, die Ansicht vom Negev im Süden Israels auf den Kfar Yehoshua im Norden Israels gewechselt; für mich ein Wunder Gottes. Ich bin überzeugt, dass dieser Kfar Yehoshua noch eine Bedeutung in meinem Leben als Jehoschua erhalten wird.

Um halb vier Uhr, der Schlaf ist weit weg, erhebe ich mich für meine Morgenliturgie im stillen "Kämmerlein“. Das interne Los ist ein nahtloser Übergang meiner Gedanken an Israel. Der letzte Satzteil aus Sacharja 3,9 lautet:

ומשתי את-עון הארץ-ההיא ביום אחד

„… und Ich werde die Schuld dieses Landes an einem einzigen Tag entfernen.“ (Eigenübersetzung)

Im gleichen Vers ist von einem Stein die Rede, auf dem sieben Augen sind. Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit. Alle Augen sind auf diesen Stein gerichtet. Nach meinem Verständnis ist es der Eckstein nach Jesaja 28,16; Jesus Christus, der auch ein Stein des Anstoßes (Jesaja 8,14) ist. Nach Erfüllung von Sacharja 12,10 werden alle Augen auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Sprüche 10,28 stimmt für mich perfekt:

תוחלת צדיקים שמחה ותקות רשעים תאבד

„Erwartung der Gerechten ist Freude, aber Hoffnung der Gottlosen muss verschwinden.“ (Eigenübersetzung)

Ich weiß mich aufgrund meiner Taufe von Gott als ein „Gerechter“ berufen.

Taufspruch vom Herbst 2005 in Psalm 92, 13-15:

13 Der Gerechte(tzadik) wird sprossen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

14 Die gepflanzt sind im Haus des HERRN,
sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes;

15 noch im Alter tragen sie Frucht,
sind saftvoll und frisch,

(Schlachter Bibel 2000)


30. Januar 2013
Mittwoch – Geistausgießung auf das Haus David

Wie schon am 14. November 2010 ist heute als internes Los die immer noch nicht erfüllte Verheißung in Sacharja 12,10 an der Reihe.

ושפכתי על-בית דויד ועל יושב ירושלם רוח חן ותחנונים והביטו אלי את אשר-דקרו וספדו עליו כמספד על-היחיד והמר עליו כהמר על-הבכור

„Und ICH (JAHWEH) werde auf das Haus David und auf den Bewohner Jerusalems einen Geist der Gnade und des Flehens ausgießen. Und sie werden zu mir (Jesus) blicken, den sie durchbohrt haben. Und sie werden wehklagen über ihm, wie man über dem Einzigen wehklagt, und sie werden bitterlich weinen über ihm, wie man über dem Erstgeborenen bitterlich weint.“ (Eigenübersetzung)

Es geht um die ausstehende Erkenntnis der Bewohner Jerusalems, dass Jesus Christus, der in dieser Prophetie spricht, der verheißene und verkannte Messias war. Die erste Geistausgießung geschah an Pfingsten, entsprechend Apostelgeschichte 2,1-13. Das Geschehen von Sacharja 12,10 wird noch viel gewaltiger und weltbewegender sein. Das Volk Gottes wird zu seiner wahren Bestimmung als Licht der Welt zurückkehren.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine kann als Lehre betrachtet werden. Sie steht in Hiob 9,4:

חכם לבב ואמיץ כח מי-הקשה אליו וישלם

„Weise ist (Gottes) Herz und stark an Kraft! Wer ist hartnäckig gewesen zu Ihm und blieb unversehrt?“ (Eigenübersetzung)

Gott hat Sein Volk auf vielerlei Arten versehrt. Man denke an die vielen Pogrome und die Schoah! Gottes Bund von Moab (5. Mose 28) wurde nie aufgehoben. Seine Segensverheißungen und Fluchandrohungen gelten immer noch. (14. und 15. August 2010)


31. Januar 2013
Donnerstag – Durst nach Gott

Das interne Los in Psalm 42,3 berührt mein Herz:

צמאה נפשי לאלהים לאל חי מתי אבוא ואראה פני אלהים

„Gedürstet hat meine Seele nach Gott; nach dem lebendigen Gott. Wann kann ich kommen und vor dem Angesicht Gottes erscheinen?“ (Eigenübersetzung)

Weiß der Psalmdichter nicht, dass wir Menschen Gottes Angesicht nicht sehen können, weil wir den Anblick nicht ertragen könnten? Und doch; auch meine Sehnsucht geht in die gleiche Richtung. Ich erwarte mindestens vor den Engel Jahwehs gestellt zu werden, weil ich darauf warte, von meinen schmutzigen Kleidern - meinem sündhaften Wesen - befreit zu werden. (Sacharja 3)

Die Tageslosung in Jeremia 10,10 der Herrnhuter Brüdergemeine bestätigt die Heiligkeit Gottes in folgender Weise:

ויהוה אלהים אמת הוא-אלהים חיים ומלך עולם מקצפו תרעש הארץ ולא-יכלו גוים זעמו

„Aber JAHWEH ist Gott in Wahrheit. Er ist lebendiger Gott und ewiger König. Vor Seinem Zorn wird die Erde erschüttert, und Völker können Seinen Grimm nicht ertragen.“ (Eigenübersetzung)


1. Februar 2013
Freitag – Dualismus

Das interne Los in Amos 3,6b spricht eindeutig gegen den Dualismus (Gott – Teufel) der im Christentum weit verbreitet ist. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Phänomen auf die Trinitätslehre zurückzuführen ist. Jesus, der in der Wüste vom Teufel versucht wurde, wird im Dreieinigkeitsdogma als Teil Gottes betrachtet.

אם-תהיה רעה בעיר ויהוה לא עשה

„ ... Wenn Böses in der Stadt sein sollte, und JAHWEH hat es nicht gemacht?“ (Eigenübersetzung)

Weitere Belegstellen die gegen den Dualismus sprechen sind im Alten Testament: Jesaja 45,6b+7 und Klagelieder 3,38. Auch in 2. Könige 6,33 wird das Unglück als von JAHWEH verursacht angesehen.

Wenn Jesus Christus seine Macht an den Vater abgibt, wird JAHWEH alles in allen sein. (1. Korinther 15,28; Epheser 4,6) Dann werden Juden und Christen den gleichen Gott anbeten. Dann wird die Trinitätslehre überflüssig sein.


6. Februar 2013
Mittwoch – Zusammenstösse

Kurz nach Mitternacht notiere ich folgende Traumerinnerung:

In einer symbolischen Schau entwickelt sich mein Geisteszustand. Ich sehe mich als eine Art sich zuspitzende Pyramide. Ich befinde mich praktisch auf dem Kulminationspunkt. Für einen Sekundenbruchteil fühle ich mich allwissend. Ich blicke durch.

Wesen:
Allwissenheit.

Sinnbild:
Am Vorabend waren wir bei Schwager und Ehefrau zum Essen eingeladen. Während des Aperitifs entwickelte sich ein engagiertes Gespräch über den amerikanischen Präsidenten Obama sowie den Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern. Ich konnte mit relativ klaren und einfachen Worten meine Sicht über angestrebte Gleichheit bei den Demokraten und angestrebter Freiheit bei den Republikanern darlegen. Ich plädierte auch dafür, die Lehren von Jesus ernst zu nehmen. Als Beispiel führte ich die bei mehr als einem Evangelisten überlieferte Rede Jesus an, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer würden. Dabei geht es um ein göttliches Gesetz. Was die Reichen mit ihrem Geld machen steht auf einem andern Blatt, da es diese, ebenfalls nach Jesus, äußerst schwer haben ins Reich Gottes zu gelangen. Das Kamel und das Nadelöhr verdeutlichen es.

Anruf:
Glaube, dass in dir die Allwissenheit schlummert!

Kurz vor sieben Uhr habe ich eine andere Art von Traum:

Ich bin mit meiner Frau im Auto rassig unterwegs. Mir ist bewusst, dass wir vor einer Abzweigung stehen und ich die richtige erwischen muss. Dann geschieht es. Ich nehme die falsche Abzweigung und gelange in eine Sackgasse. Trotz Vollbremsung ist der Zusammenstoss mit einem Gartenzaun nicht zu vermeiden! Eigenartigerweise besteht keine Aufregung, weder bei meiner Frau noch bei mir.

Wesen:
Autofahrt mit meiner Frau. Wir erwischen die falsche Abzweigung, gelangen in eine Sackgasse und prallen trotz Vollbremsung in einen Gartenzaun.                  

Sinnbild:
Die einzige getroffene Entscheidung von Bedeutung ist die Vorreservation der Ferienwohnung im Oberengadin für Februar 2014. Ob das wohl die falsche Abzweigung ist?

Anruf:
Vater, mache uns hellhörig!

 

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enige Stunden später werde ich in einen Skiunfall verwickelt. Über dessen Hergang habe ich keine Ahnung. Nach Aussage des beteiligten deutschen Skifahrers befanden wir uns in einem Gegenschwung. Die Skier lagen praktisch parallel zueinander, als sie sich berührten und ich das Gleichgewicht verlor. Den Hämatomen entsprechend muss ich hart „gelandet“ sein. Meine erste Erinnerung betrifft die Rettung aus dem Tiefschnee und den Abtransport mit Rettungsschlitten und Sanitätsauto. Die Computertomographie ergibt mehrere Lenden-Wirbelquerfortsatz-Brüche sowie eine Verletzung eines Brustwirbels. Entsprechend dem Traum am Morgen ist der Unfall glimpflich verlaufen. Einzig die Schmerzen erinnern mich an die Ernsthaftigkeit des Geschehens.

Mir ist klar, dass Gott auf eindrückliche Art gesprochen hat. Nach dem ersten Traum stand ich in Gefahr meine Berufung als Erlöser Israels auf die leichte Schulter zu nehmen. Ein Zusammenstoss mit der Wirklichkeit brachte mich zur Besinnung. Konsequenzen: Ich beende meine „Skikarriere“ und verzichte auf langfristige Ferienpläne.


18. Februar 2013
Montag – ich bin der Gesandte

Nach meinem Skiunfall am 6. Februar 2013 ist Sacharja 2,15 das erste interne Los, das ich aufnehmen kann:

ונלוו גוים רבים אל-יהוה ביום ההוא והיו לי לעם ושכנתי בתוכך וידעת כי-יהוה צבאות שלחני אליך

„Und es werden sich viele Heidenvölker JAHWEH anschließen an jenem Tag, und sie werden mir zum Volk sein, und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, dass JAHWEH der Heerscharen mich zu dir gesandt hat.“ (Eigenübersetzung)

Die angesprochene Person ist die Tochter Zion = Jerusalem. Aber da ist noch jemand anders, den JAHWEH zur Tochter Zion gesandt hat. Ich fühle mich persönlich angesprochen.

Lieber Vater im Himmel: Danke, dass ich an Deiner Hand bin und bleiben darf. Du hast mich mit meinem Unfall nicht verworfen, nur zur Besinnung gebracht. Du persönlich sendest mich! Ich stehe Dir ganz zur Verfügung.


22. Februar 2013
Freitag – vergängliches natürliches Leben

Das interne Los in Psalm 39,5 spricht mich als lebendiges Wort an:

הודיעני יהוה קצי ומדת ימי מה-היא אדעה מה-חדל אני

„Lass mich wissen, JAHWEH, mein Ende und das Maß meiner Tage, was es ist! Ich will erkennen, wie vergänglich ich bin!“ (Eigenübersetzung)

 

Mein Unfall am 6. Februar 2012 hat mir die scharfe Grenze zwischen Leben und Tod ganz nahe gebracht und bewusst gemacht. Danke, Vater im Himmel, für jede Sekunde des mir geschenkten Lebens auf Erden.


25. Februar 2013
Montag – Gott ist treu, trotz unserer Untreue

Nach krummen sexuellen Wegen im Traum tröstet mich das interne Los in Psalm 66,20:

ברוך אלהים אשר לא-הסיר תפילתי וחסדו מאתי

„Gepriesen ist Gott, der nicht weggetan hat mein Gebet und Seine Gnade von mir.“ (Eigenübersetzung)


9. März 2013
Samstag – Auftrag des Messias

Mit einer gewissen Zurückhaltung publiziere ich das interne Los in Micha 7,14. Es ist an den Messias gerichtet:

רעה עמך בשבטך צאן נחלתך שכני לבדד יער בתוך כרמל ירעו בשן וגלעד כימי עולם

„Weide(Messias) dein Volk mit deinem Stab, Herde deines Eigentums, wohnend allein im Wald inmitten des Karmels! Sie sollen in Baschan und Gilead weiden wie in den Tagen der Vorzeit.“ (Eigenübersetzung)

Nach der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 11,7 sind Gerechte und Aufrichtige gefragt. Als einen solchen verstehe ich mich. Ich will nicht nur das ganz Offensichtliche darlegen, sondern auch Geheimnisvolles. Der Karmel liegt nahe beim Kfar Yehoshua, der nach meiner am 24. Januar 2013 geäußerten Meinung noch eine Rolle in meinem Leben spielen wird. Warten wir es ab!


13. März 2013
Mittwoch – Glaube – Zufall – Aberglaube

Das interne Los in Psalm 16,8 fordert meinen Glauben heraus:

שויתי יהוה לנגדי תמיד כי מימיני בל-אמוט

„Ich habe den Ewigen immer mir gegenüber vorgestellt. Wenn Er zu meiner Rechten ist, muss ich nicht wanken.“
(Eigenübersetzung)

Dieses Bild hatte ich in letzter Zeit offen gestanden nicht immer vor mir. Mein Skiunfall vom 6. Februar 2013 hat mir aufgegeben und gibt mir immer noch Rätsel auf. Heute fühle ich mich allerdings beschwingt, nicht zuletzt wegen der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 92,14+15:

שתולים בבית יהוה בחצרות אלהינו יפריחו עוד ינובון בשיבה דשנים ורעננים יהיו

„Gepflanzt im Hause Jahwehs, in den Vorhöfen unseres Gottes sollen sie blühen. Noch sollen sie im Greisenalter sprossen. Saftig und üppig sollen sie sein!“ (Eigenübersetzung)

Bei dieser Tageslosung, die übrigens aus „Zufall“ erstmals seit meinen Aufschreibungen im Jahre 1999 erscheint, handelt es sich um einen Teil meines Taufspruchs vom 16. Oktober 2005 (Psalm 92,13-15). Es geht um die Gerechten, die in diesen Versen eine herrliche Verheißung haben, und an welche Zusage auch ich mich im Glauben halte. Nur eben wird dieser Glaube manchmal unter Prüfung gestellt, wie mit meinem Skiunfall vom 6. Februar 2013; Prüfung auch durch das medizinische Untersuchungsergebnis. Die Ganzkörper-Tomographie hatte als „Nebenprodukt“ einen ganz kleinen Hirntumor ans Licht gebracht. Zudem beschäftigen mich periodische Schwindelanfälle seit dem Unfall. Für heute habe ich einen Arzttermin vereinbart, um dieser Sache auf die Spur zu kommen; und das am 13.3.13! Abergläubige würden sich vermutlich hüten?


15. März 2013
Freitag – Gott ist der EINE

Vor drei Uhr bin ich wach und finde den Schlaf nicht mehr. Der neu gewählte Papst Franziskus bewegt meine Gedanken. In einem Online-Beitrag hatte ich gelesen, dass eine seiner ersten Handlungen als Papst ein Gebet zur Jesusmutter Maria, um Bewahrung Roms, gewesen sei. Den besagten Beitrag finde ich zwar nicht mehr, hingegen einen andern Artikel von „domradio.de“, der auf ein stilles Gebet vor der Marienikone in der Kirche Santa Maria Maggiore hinweist. Nach dem gleichen Bericht hatte der Vatikansprecher bereits am Mittwochabend einen möglichen Besuch in Santa Maria Maggiore angekündigt. Dort befinde sich die Ikone "Salus Populi Romani" (Beschützerin des Römischen Volkes), ein vermutlich spätantikes Marienbild. Es gelte als die bedeutendste Marienikone Roms und werde von Gläubigen hoch verehrt. Der Artikel von „domradio.de“ ist überschrieben mit "Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel" und handelt von der ersten Papstmesse mit Franziskus. Dieser Titel lässt bei mir eine rote Warnlampe aufleuchten: Purer Dualismus! Gott und der Teufel auf gleicher Stufe?!

Das interne Los in 5. Mose 11,16 passt nach meinem Empfinden wieder genau in die heutige Situation:

השמרו לכם פן יפתה לבבכם וסרתם ועבדתם אלהים אחרים והשתחויתם להם

„Hütet euch, dass sich euer Herz nicht verführen lassen möge und ihr abweichen und anderen Göttern dienen werdet und ihnen huldigen werdet.“ (Eigenübersetzung)

Ursprünglich ist das Wort zum Volk Israel vor der Landeinnahme gesagt worden. Es gilt grundsätzlich aber für alle Menschen, die an den EINEN Gott glauben wollen, ob Jude, Christ oder Muslim. Wenn der Papst von der Mutter Jesu Hilfe für Rom erwartet, ist das in meinen Augen Abgötterei. Der Papst spricht sich damit selbst das Urteil.


18. März 2013
Montag – die Bekehrung aller Enden der Erde

Jesus Christus hat am Kreuz den 22. Psalm gebetet. Daraus stammt der 28. Vers meines internen Loses:

יזכרו וישבו אל-יהוה כל-אפסי-ארץ וישתחוו לפניך כל-משפחות גוים

„Gedenken sollen, und zu JAHWEH umkehren sollen alle Enden der Erde, und es sollen sich vor Dir alle Geschlechter der Heidenvölker niederwerfen.“ (Eigenübersetzung)

Damit ist in einer Kurzformel der Zweck des Opfertodes von Jesus ausgedrückt: Eine komplette Hingabe aller Menschen an JAHWEH den EINEN Gott. Ich weiß mich als Erlöser Israels berufen (30. Oktober 2012). Israel soll zum Licht für alle Völker werden, was schon immer Gottes Ziel war. (Jesaja 42,6) Darauf hoffe ich und dafür bete ich. Ich bin mir bewusst, dass das kein Spaziergang sein wird, sondern dass ich als Stern aus Jakob (4. Mose 24,17) anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen haben werde.

Im Zusammenhang mit „Licht“ bin ich auf eine Bibelarbeit von E. F. Ströter (1846 – 1922) gestoßen. Den Abschnitt zu Jesaja 60,1 empfehle ich zur Lektüre.


21. März 2013
Donnerstag – das Wort Gottes ist zuverlässig

Vor 1 Uhr Gott weckt mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Die Frage bewegt mich, ob ich die Sichtweise von E. F. Ströter (1846 – 1922) wirklich weitergeben soll. (18. März 2013) Im Hinblick darauf, dass dieser das Wort Gottes sehr ernst nimmt, komme ich zu einem Ja, wenn ich auch einiges seiner Erkenntnisse auf Grund meiner Erfahrungen in Zweifel ziehe.

Durch das interne Los in Psalm 19,8b werde ich noch bestärkt in meiner Entscheidung:

עדות יהוה נאמנה מחכימת פתי

„Das Zeugnis Jahwehs ist zuverlässig. Es macht den Einfältigen weise.“ (Eigenübersetzung)

Das Zeugnis Jahwehs ist das Wort Gottes, das nicht genug ernst genommen werden kann. Der Einfältige (ohne Hintergedanken oder Nebenabsichten) hat eine wunderbare Verheißung.


23. März 2013
Samstag – wann ist mein Ende?

Wieder bin ich früh wach und kann in Erinnerung des Geschehens vom Vortag nicht mehr einschlafen. Seit dem 18. März 2013 begleitet mich die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 39,5, Vers, den ich schon am 22. Februar 2013 als internes Los gezogen hatte:

הודיעני יהוה קצי ומדת ימי מה-היא אדעה מה-חדל אני

„Lass mich wissen, JAHWEH, mein Ende und das Maß meiner Tage, was es ist! Ich will erkennen, wie vergänglich ich bin!“ (Eigenübersetzung)

Am 18. März 2013, auf dem täglichen Marsch, realisierte ich, dass mein Herz-Kreislauf ein Problem hatte. Schon bei leichten Steigungen musste ich schnell atmen und bekam durch die Nase nicht mehr genügend Luft. Nach einer etwas stärkeren Steigung musste ich stehen bleiben und nach Luft ringen. Das Herz pochte sehr schnell.

Nun zurück zum Vortag, dem 22. März 2013. Mein Hausarzt teilte mir den Röntgenbefund meiner Wirbelsäule sowie die Ergebnisse einer Computertomographie meines Schädels mit. Die Wirbel scheinen glücklicherweise problemlos zu heilen, auch wenn ich momentan in gewissen Stellungen noch behindert bin und Schmerzen leide. Hingegen zeigt das Tomogramm des Schädels einen deutlichen Hirnschwund. Nach Ansicht des Arztes liege im Bereich von fünf Jahren die Möglichkeit einer Demenz vor. Keine schöne Aussicht! Ich war leicht schockiert und behielt mir, wegen genauerer Untersuchung des Kreislaufproblems durch den Spezialarzt, alle Optionen offen.

Dass ich unter diesen Bedingungen nicht mehr einschlafen kann, ist verständlich. Ich erkenne, wie vergänglich ich bin. Macht es einen Sinn mit Spezialmethoden (Ich hatte schon vor rund 15 Jahren eine Herzoperation über mich ergehen lassen) das Leben zu verlängern, wenn die reale Gefahr besteht, meinen Mitmenschen mit einer Demenz zur Last zu fallen?

Nach dem Morgengebet bin ich soweit, mein Kreislaufproblem allein Gott zu überlassen und von näheren Untersuchungen abzusehen. Das Ganze will ich aber noch meiner Frau, die momentan ferienabwesend ist, vorlegen.


30. März 2013
Samstag – Jesaja 9,5 – Messias

Das interne Los ist heute auf Jesaja 9,5 gefallen:

כי-ילד ילד-לנו בן נתן-לנו ותהי המשרה על-שכמו ויקרא שמו יועץ אל גבור אביעד שיר-שלום

„Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und es war die Herrschaft auf seiner Schulter. Und man nannte seinen Namen: Wunder-Ratgeber, Gottesheld, mein Ewigvater, Friedensfürst.“ (Eigenübersetzung)

 

Schon im Tagebuch vom 25. April 2008 hat mich dieser Bibelvers bewegt.

 

Als reinkarnierter Jesus von Nazareth geht er mich direkt an, auch wenn er für mich noch der Erfüllung harrt. In meiner Verheißung von Reichenschwand sind mir unvorstellbar große und schöne Wunder verheißen. (12. August 2011)

 

Mit Gottesheld (el gibor) ist die Trinitätsfrage eng verknüpft.                                                       http://www.trinitaet.com/index.php/literatur/kermit-zarley/129-ist-jesus-in-jesaja-9-5-der-starke-gott


7. April 2013
Sonntag – JAHWEH erkennen

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Hosea 2,22:

וארשתיך לי באמונה וידעת את-יהוה

„Und Ich werde dich Mir verloben in Treue, und du wirst JAHWEH erkennen.“ (Eigenübersetzung)

JAHWEH wird sich in der Endzeit endgültig mit seinem Volk verloben. Ich fühle mich als berufener Erlöser Israels angesprochen. In Hosea 3,5 habe ich den Schlüssel gefunden:

אחר ישבו בני ישראל ובקשו את-יהוה אלהיהם ואת דוד מלכם ופחדו אל-יהוה ואל-טובו באחרית הימים

„Nachher wollen die Kinder Israels umkehren und sie werden JAHWEH ihren Gott und David ihren König suchen. Und sie werden sich bebend zu JAHWEH und zu Seiner Güte wenden; in den letzten Tagen (Endzeit)!“ (Eigenübersetzung)

 

Sacharja 12,10 ist entscheidend (30. Januar 2013). Sie werden sich bebend zu JAHWEH wenden und werden, durch den Messias Jesus, JAHWEH erkennen! Ich warte auf diesen Tag. JAHWEH wird sich als Herr über alle Völker zu erkennen geben. Sein auserwähltes Volk, Israel, wird Licht für alle Völker  (Jesaja 42,6) sein. Ich darf Gottes Arm sein (4. Mai 2009) und König Davids Funktion ausüben (Traumvision „elohim watedaber“ vom 2. Juni 2009).

Endzeit ist jetzt!


12. April 2013
Freitag – Ausgangspunkt und Auftrag der Juden

Nach der Umkehr des jüdischen Volks in der „neuen Welt“ wird Gott sein Volk trösten. Mein internes Los in Jesaja 66,13 macht dies deutlich:

כאיש אשר אמו תנחמנו כן אנכי אנחמכם וברושלם תנחמו

„Wie jemanden, den seine Mutter trösten will, so will Ich euch trösten! Und an Jerusalem sollt ihr getröstet werden.“
(Eigenübersetzung)

Ausgangspunkt wird Jerusalem sein, wohin mich Gott als Erlöser Israels zu Seiner Zeit schicken wird, und wo Gottes Volk, ganz im Sinn der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine, als Licht für alle Völker (Jesaja 42,6), seinen Auftrag an der Völkerwelt bekommen wird. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine stammt aus dem gleichen Kapitel wie das interne Los, sechs Verse weiter, aus Jesaja 66,19:

ושמתי בהם אות ושלחתי מהם פליטים אל-הגוים תרשיש פול ולוד משכי קשת תבל ויון האיים הרחקים אשר לא שמעו את-שמעי ולא-ראו את-כבודי והגידו את-כבודי בגוים

„Und ICH (JAHWEH) werde unter ihnen ein Zeichen setzen und werde von ihnen Entronnene zu den Heidenvölkern senden – Tarsis, Pul und Lud – den Bogen Spannende nach Tubal und Jawan – zu den fernen Inseln, die Meine Kunde nicht gehört haben und Meine Herrlichkeit nicht gesehen haben. Und sie werden Meine Herrlichkeit verkünden unter Heidenvölkern.“
(Eigenübersetzung)


17. April 2013
Mittwoch – Selbstbewusstsein - Demut

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 138,3 ermuntert mich nach Selbstbewusstsein zu suchen:

ביום קראתי ותענני תרהבני בנפשי עז

„Am Tag habe ich gerufen und Du antwortetest mir. Du mögest mir Selbstbewusstsein verleihen; in meiner Seele Kraft!“ (Eigenübersetzung)

 

Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ich Jesaja 11 auf mich beziehe.  (26. Oktober 2012 und 5. November 2012) Trotzdem muss ich viel Selbstbewusstsein aufbringen, um das interne Los in Jesaja 11,10 für mich als reinkarnierter Jesus von Nazareth  zu beanspruchen:

והיה ביום ההוא שרש ישי אשר עומד לנס עמימ אליו גוים ידרשו והיתה מנחתו כבוד

„Und es wird an jenem Tag sein: Eine Wurzel Isais, die als Zeichen für Völker steht, nach ihr wollen Heidenvölker fragen, und seine Ruhestätte wird Herrlichkeit sein.“ (Eigenübersetzung)

Das Selbstbewusstsein, reinkarnierter Jesus von Nazareth zu sein, ist durch das ausgebliebene grüne Licht für den Online-Gang meiner Internetseite ins Wanken geraten. (27. Dezember 2012) Damals vermutete ich mangelnde Demut. Ja es ist schwierig, Selbstbewusstsein und Demut unter einen Hut zu bringen, und doch ist es zwingend.

Der folgende Vers (Jesaja 11,11) bestärkt mich in meinem Selbstbewusstsein:

והיה ביום ההוא יוסיף אדני ידו לקנות את-שאר עמו אשר ישאר מאשור וממצרים ומפתרוס ומכוש ומעילם ומשנער ומחמת ומאיי הים

„Und es wird an jenem Tag sein: Mein Herr will zum zweiten Mal mit Seiner Macht fortfahren den Rest Seines Volks zurückzukaufen, den Er übrig lassen will, aus Assur und aus Ägypten und aus Patross und aus Kusch und aus Eilam und aus Schin'ar und aus Chamat und aus den Inseln des Meeres.“ (Eigenübersetzung)

 

Ein zweites großes Wirken Gottes steht bevor, wie im Leben von Jesus von Nazareth. Mein Selbstbewusstsein wird gestärkt, indem ich an den zweiten Morgenstern vom 2. Juni 2009 denke (Rechenschaftsbericht nach der Lehre" 3.11). Ich werde auch an die zwei Gesalbten in Sacharja 4,11-14 erinnert: "

11 Und ich antwortete und sagte zu ihm: Was sind diese zwei Ölbäume zur Rechten des Leuchters und zu seiner Linken?
12 Und ich antwortete zum zweiten Mal und sagte zu ihm: Was sind die beiden Zweigbüschel der Ölbäume, die neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Gold<öl> von sich ausfließen lassen?
13 Und er sprach zu mir: Hast du nicht erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr.
14 Da sprach er: Dies sind die beiden Gesalbten, die bei dem Herrn der ganzen Erde stehen. (Revidierte Elberfelder Bibel)

Die Doppel-Erscheinungen beziehe ich als Nachfolger demütig auf Jesus von Nazareth und selbstbewusst auf mich als seine Reinkarnation.


26. April 2013
Freitag – Reinkarnation - Allversöhnung

Seitdem ich am 18. März 2013 realisiert hatte, dass E. F. Ströter die Allversöhnung lehrt, hat mich die Frage nach dieser nicht mehr losgelassen. Das heutige interne Los in Psalm 30,4a) hat mich daran erinnert, dass ich ein reinkarnierter Mensch (7. November 2012) bin:

יהוה העלית מן-שאול נפשי חייתני מיורדי

„JAHWEH, Du hat meine Seele aus dem Totenreich heraufgebracht. Du hast mich belebt anstatt meines Hinabsteigens.“

So wie die Reinkarnation von den meisten Christen abgelehnt wird, ist auch die Allversöhnung für die meisten Christen nicht denkbar. E. F. Ströter hat in Briefen an die Prediger Modersohn und Nagel deren subjektiven Glauben in Frage gestellt und den alles umfassenden Heilsplan Gottes mit dem Wort Gottes glaubhaft gemacht. Mich hat vor allem Hesekiel 16,53-55 und 61 von der herrlichen Tatsache überzeugt, dass Gott zu Seiner Zeit alles zurückbringen wird; dass Er zu Seiner Zeit den Teufel bekehren wird und das Paradies wieder herstellen wird. Ich zitiere aus einem Brief des Jahres 1921 an Prediger Gustav F. Nagel:

„Nun steht aber schon seit mehr als 2500 Jahren auf den Blättern des festen prophetischen Wortes, im Buch des Propheten Hesekiel, folgendes geschrieben: "Ich will die Gefangenschaft Sodoms und ihrer Töchter (Städte), die Gefangenschaft Samarias und ihrer Töchter wenden, auch die Gefangenschaft deiner Gefangenen unter ihnen will ich wenden, damit du deine Schande tragest und dich alles dessen schämst, was du getan hast, wodurch du ihnen zum Trost dientest. Also werden deine Schwestern Sodom und ihre Töchter wieder in ihren vorigen Stand zurückkehren, und du und deine Töchter, ihr sollt auch in euren vorigen Stand zurückkehren" (Hes.16,53-55). Das Wort des Herrn geht noch weiter und höher, V. 61: "Alsdann wirst du an deine Wege gedenken und dich schämen, wenn du deine größeren und kleineren Schwestern (Samaria und Sodom) zu dir nehmen wirst, welche ich dir zu Töchtern geben will, aber nicht auf Grund deines Verhaltens im Bunde. Und ich will meinen Bund mit dir aufrichten, und du sollst erfahren, dass ich Jehova bin, auf dass du daran gedenkst und dich schämst und vor Scham deinen Mund nicht auftun darfst, wenn ich dir alles, was du getan hast, vergeben werde."
Dass nun Sodom und Gomorrha allen späteren Gottlosen darin nicht ein Exempel von des ewigen Feuers Pein oder Gericht sein können, dass sie dieselbe materielle, reale Feuer- und Schwefelhölle wie jene durchzumachen hätten, ist ganz unwiderleglich klar aus den beiden Parallelen, Jerusalem und Samaria, deren Gefangenschaft eine ganz andere, nämlich ein politisches Exil war. Das kann der Vergleichspunkt unmöglich sein. Das Beispielhafte kann nur darin liegen, dass einmal allen Gottlosen ihre Hölle, einerlei in welcher Form und Gestalt, mit unfehlbarer Sicherheit gewiss ist, dass aber zum anderen dieses Gericht oder Hölle oder Gefängnis ebenso unfehlbar sicher gewendet werden wird und sie aus demselben wiederhergestellt werden, wie sie zuvor gewesen sind, denn das ist im vorliegenden Kapitel offenkundig die Hauptsache der ganzen prophetischen Darstellung.
Wer nun leugnen will, dass Sodom und Gomorrha aus ihrem "ewigen“ Feuergericht wiederhergestellt werden in ihren vorigen Zustand, der kann ebenso wohl leugnen, dass Jerusalem und Samaria, d. h. das ganze Israel jemals eine Wiederherstellung nach allen Seiten, politisch und religiös, erfahren werden. Das heißt, er kann sich dann auf die Seite der Leugner der alttestamentlichen Weissagung stellen, die das ganze Alte Testament, die einzige Bibel unseres Herrn Jesu und seiner Apostel vor unsern Augen zerfetzen und wie König Jojakim ins Feuer werfen.
Wir wollen bei der Frage nicht lange verweilen, was nachher aus den gerichteten Sodomitern wird, nachdem der Herr ihr Gefängnis gewendet haben wird. Da genügt ja vollständig die Aussage Jehovas: "Ich will sie dir zu Töchtern geben in meinem Bunde." Hier handelt es sich lediglich um die vermeintlich so feste Burg der Vertreter der endlosen Strafe oder Pein, die sich auf das äußerste weigern zuzugeben, dass es aus derselben jemals ein Entrinnen oder Entlassenwerden geben könne. Diese feste Burg ist, in moderner Kriegssprache zu reden, Camouflage, d. h. gemalter Schrecken!
Wer sich diesem klaren, ganz unzweideutigen Zeugnis der Schrift nicht unbedingt beugen oder das in Abrede stellen will, der mag das ja tun. Er soll aber aufhören, sich für einen Bibelgläubigen zu halten oder auszugeben – er ist ungläubig!“


3. Mai 2013
Freitag – erfreulicher Bericht des Neurologen

Zurückkommen auf den 23. März 2013: Meine Frau und ich konnten den Bescheid des Hausarztes, wegen einer möglichen Demenz in fünf Jahren, nicht einfach so auf sich beruhen lassen und sprachen gemeinsam beim Hausarzt vor. Gibt es Behandlungsmöglichkeiten, oder könnte ein Neurologe mindestens eine differenziertere Prognose abgeben? Wir stimmen darin überein, dass die Herzproblematik hinter eine neurologische Untersuchung gestellt werden soll.

Letztere hat heute während mehr als zwei Stunden stattgefunden und nichts Außergewöhnliches ergeben. Alles sei altersgemäß „normal“. Den durch den Radiologen festgestellten Hirnschwund auf der Computertomographie erachtet der Neurologe als für mein Alter nicht außergewöhnlich. Wichtig sei, das Hirn in Aktion zu behalten. Meine Computeraktivität und das regelmäßige gemeinsame Spielen mit meiner Frau wertet der Hirnspezialist sehr positiv.

Da sich die Herzproblematik inzwischen beruhigt hat, sehe ich von einer Untersuchung durch den Spezialarzt ab. Ich bleibe bei meiner Haltung vom 23. März 2013.


12. Mai 2013
Sonntag – Jesus Christus im Alten Testament

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine befindet sich in Jesaja 53,12. Nach meinem Glauben geht es eindeutig um eine Prophetie im Hinblick auf Jesus Christus. Ich zitiere den ganzen Vers:

לכן אחלק-לו ברבים ואת-עצומים יחלק שלל תחת אשר הערה למות נפשו ואת פשעים נמנה והוא חטא-רבים נשא ולפשעים יפגיע

„Darum will Ich ihn unter Mächtige zuteilen, und mit Starken soll er Beute teilen, dafür dass er seine Seele hingegeben hat in den Tod, und er zu Missetätern gezählt worden ist; da er die Sünde vieler getragen hat, und es ihn für Missetäter treffen soll!“ (Eigenübersetzung)

Mein internes Los in Psalm 22,28 hat einen engen Bezug zu Jesaja 53 und zu Jesus Christus:

יזכרו וישבו אל-יהוה כל-אפסי-ארץ וישתחוו לפניך כל-משפחות גוים

„Es sollen gedenken und zu JAHWEH umkehren alle Enden der Erde, und es sollen sich vor Dir niederwerfen alle Geschlechter der Heidenvölker.“ (Eigenübersetzung)

Jesus Christus betete am Kreuz den 22. Psalm. In meiner Tagebuchnotiz vom 30. Juni 2012 hatte ich den Vers 28 als eines der sieben möglichen letzten Worte des Erlösers Jesus identifiziert.


21. Mai 2013
Dienstag – Weite - Gebetserhörung

Das heutige interne Los in Psalm 4,2 entspricht der gestrigen Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine. Das ist frappant und hat mich aufhorchen lassen:

בצר הרחבת לי חנני ושמע תפלתי

„… In Bedrängnis hast Du mir Weite geschafft. Sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!“

Da beim Weglassen des ersten Versteils kein Antisemitismus im Spiel ist, beschränke ich mich auf den Losungstext gemäß Losungsbüchlein.

Gott hat mir in meinem Leben schon oft Weite geschafft. Ich denke an meine vier Psychiatrieklinik-Aufenthalte, die jeweils nach drei Wochen zu Ende gingen und mich wertvolle Erfahrungen machen ließen. Ich denke auch an den geweiteten Horizont im Glauben. Da war z.B. das Urknall Erlebnis 1980 das ich später als Wiedergeburt erkannte. In letzter Zeit hat sich mein Erkennen geweitet. Stichworte: Reinkarnation, Trinität, Allversöhnung.

Das Los ermutigt mich um Gebetserhörung zu bitten. Ich will das vermehrt tun. Und wenn die Erhörung ausbleibt? Dann bin ich vielleicht nicht im Willen Gottes, oder die Zeit ist noch nicht reif, oder ich muss den ersten Versteil dazunehmen und noch intensiver zu Gott rufen!


28. Mai 2013
Dienstag – Trinität – Präexistenz – Reinkarnation

Vor einiger Zeit hatte ich die Internetseite von Stephan Gerber http://www.trinitaet.com/index.php entdeckt. Vor allem die fünfzig Beiträge von Kermit Zarley http://www.trinitaet.com/index.php/literatur/zarley haben mich interessiert. Bezüglich Trinität bin ich mit Kermit Zarley einer Meinung. Es handelt sich um die größte Irrlehre des Christentums. Nicht einverstanden bin ich mit seinen Ausführungen zu Präexistenz und Inkarnation.

In einer Beilage zu einer Mail an Stephan Gerber teile ich folgendes mit:

Zu Präexistenz und Inkarnation habe ich Einwendungen zu machen. Ich finde, dass man diese beiden Begriffe nicht fix mit der Gottesfrage (war Jesus GOTT?) verknüpfen sollte. Folgende Bibelstellen weisen nach meinem Glauben auf die Präexistenz von Jesus als Gottes Sohn hin:

(Quelle: Revidierte Elberfelder Bibel)

1.Kor 8,6
6 so ist doch für uns ein Gott a, der Vater b, von dem alle Dinge sind c und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus d, durch den alle Dinge sind e und wir durch ihn. a) Kap. 12,6; Jes 45,14; Joh 17,3 b) Eph 4,6 c) Kap. 11,12; Apg 17,25; Röm 11,36 d) Kap. 12,5; Lk 2,11; Eph 4,5 e) Joh 1,3
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Kol. 15, 15-20
15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes a, der Erstgeborene b aller Schöpfung c. a) Joh 12,45; 2Kor 4,4 b) V. 18 c) Hebr 1,6
16 Denn in ihm A ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden a, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen b; A) d.h. in der Kraft seiner Person a) Joh 1,3.10 b) Röm 11,36
17 und er ist vor allem a, und alles besteht durch ihn b. a) Spr 8,25-27; Mi 5,1; Offb 3,14; Joh 8,58; 17,5 b) Hebr 1,3
18 Und er ist das Haupt des Leibes a, der Gemeinde Ab. Er ist der Anfang, der Erstgeborene c aus den Toten d, damit er in allem den Vorrang habe; A) o. Versammlung a) Kap. 2,19 b) Eph 1,22.23 c) Röm 8,29 d) Apg 26,23; 1Kor 15,20; Offb 1,5
19 denn es gefiel der ganzen Fülle A, in ihm zu wohnen a A) d.i. nach Kap. 2,9: der Gottheit a) Kap. 2,9
20 und durch ihn alles mit sich A zu versöhnen – indem B er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes a - durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist b. A) w. auf ihn hin B) o. nachdem a) Röm 5,1; Eph 2,16 b) Eph 1,10; 1Jo 2,2
21 Und euch, die ihr einst entfremdet a und Feinde wart nach der Gesinnung in den bösen Werken b, a) Eph 2,13 b) Röm 8,7; Eph 2,1-3
22 hat er A aber nun versöhnt in dem Leib seines Fleisches a durch den Tod b, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen c, A) o. sie, d.h. die Fülle <der Gottheit>; vgl. V. 19 a) Eph 2,15 b) Röm 5,10; 1Petr 3,18 c) Eph 1,4
23 sofern ihr im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums a, das ihr gehört habt, das in der ganzen Schöpfung b unter dem Himmel c gepredigt worden ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin. a) 1Kor 15,2; 1Thes 1,3 b) Mk 16,15 c) V. 6
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Hebr 1,2
2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn Aa, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat b, durch den er auch die Welten B gemacht hat c; A) d.h. in der Person des Sohnes, für dessen Einzigartigkeit der fehlende Artikel im Griech. bezeichnend ist B) o. die Zeitalter, o. die Ewigkeiten; griech. Äonen a) Mt 14,33 b) Ps 2,8; Mt 21,37.38 c) V. 10; Joh 1,3


Die Inkarnation sollte man nach meinem Glauben weiter fassen. Aus persönlichen Erfahrungen glaube ich an die Reinkarnation. Diese hat nichts mit der Frage zu tun, ob Jesus GOTT war oder nicht. Sie kann auch mit der Bibel begründet werden:

In meinem Tagebuch vom 26. November 2011 hatte ich mir notiert:
„Wie ist das jetzt schon wieder mit der Reinkarnation? Von zu Hause aus bin ich völlig dagegen gelehrt worden. Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, ein berühmter Verfechter der Reinkarnation, wurde von meinen Eltern abgelehnt. Ich kann das nachvollziehen, bezeichnete dieser Mann doch das Judentum als einen Geschichtsfehler und lehnte er doch den Glauben an die Wiedergeburt ab. Chassidische Juden ihrerseits sind fest von der Reinkarnationswirklichkeit überzeugt. Offenbar glaubte auch Jesus daran, sonst hätte er Johannes den Täufer nicht als den wiedererschienenen Elia bezeichnen können (Matthäus 11,14 und Matthäus 17, 10-13 sowie Markus 9, 11-13). Mit diesem Tagebucheintrag ist mir auch die deutliche Unterscheidung von Reinkarnation und Wiedergeburt bewusst geworden. Ich habe zu beiden meine persönlichen Erfahrungen. Meine Wiedergeburt habe ich im Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 1.2. beschrieben und auch mit meinem ehemaligen Lehrer besprochen. (23. April 2008; Nikodemus bei Jesus. (Johannes 3,1 ff.)) Das damalige Geschehen im Jahre 1980 ist sehr tief in mich eingedrungen. Erfahrungen zur Reinkarnation hatte ich vor allem in einem meiner psychotischen Schübe gemacht. Damals, als Patient in der Klinik, sah ich mich im Geist neben Menschen meiner Bekanntschaft, jeder in seinem Kreislauf. Es waren eigentlich Ellipsen mit Höhe- und Tiefpunkt. Der Höhepunkt in meiner Ellipse war wie ein aufgesogen Werden durch die Sonne, bzw. der Kulminationspunkt einer menschlichen Kopulation. Der Tiefpunkt war Depression im wahrsten Sinne des Wortes, bzw. weggespült Werden durch eine Klosett-Anlage.
Glauben ist gefragt und ich merke wie sich immer wieder Aberglaube einmischen will. Am Himmel ist noch eine kleine Restwolke vorhanden. Vater ich glaube, hilf meinem Unglauben! Ich kauere mich auf dem Boden zusammen und mache mir die Heilstatsache bewusst: Jesus ist für mich am Kreuz gestorben und hat den Weg zum Vater geöffnet. Das Blut von Jesus ist auch für mich geflossen! Jesus hat das letztgültige Opfer erbracht.
Wie ich mich aufrichte, ist auch das letzte Wölklein am Himmel verschwunden! Halleluja! Zeichen und Wunder!”

Neben den im Tagebucheintrag angegebenen Schriftstellen weise ich noch auf folgende hin, die das Reinkarnationsverständnis fördern können:

(Quelle: Revidierte Elberfelder Bibel)

Erstens: Matthäus 16, 13-17:
13 Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist a? a) Joh 12,34
14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten a. a) Kap. 14,2; 17,10; Mk 6,14.15
15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes a. a) Kap. 14,33; Joh 6,69; 1Jo 4,15
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona Aa; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist b. A) d.h. Sohn Jonas a) Joh 1,42 b) Gal 1,15.16
Zu der Zeit von Jesus scheint der Reinkarnationsgedanke Allgemeingut gewesen zu sein. Darum die Frage von Jesus, für wen ihn die Menschen halten. Als Antwort bekam er: alles verstorbene Personen. Es ist bekannt, dass die Pharisäer an die Auferstehung glaubten, nicht aber die Sadduzäer, welche letztere nicht mehr existieren.
Zweitens: Markus 6, 14-16:
14 Und der König Herodes Aa hörte <von ihm> - denn sein Name war bekannt geworden - und sie sagten B: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferweckt worden, und deswegen wirken die Wunderkräfte in ihm. A) Herodes Antipas, Sohn Herodes' d.Gr., unter röm. Oberherrschaft Fürst von Galiläa und Peräa (4 v.Chr. - 39 n.Chr.) B) nach anderen Handschr.: und sagte a) Lk 3,1
15 Andere aber sagten: Es ist Elia; andere aber sagten: <Es ist> ein Prophet wie einer der Propheten a. a) Kap. 8,28; Mal 3,23
16 Als aber Herodes es hörte, sagte er: Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferweckt worden.
Drittens: Markus 8, 27-29:
27 Und Jesus und seine Jünger gingen hinaus in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Was sagen die Menschen, wer ich bin?
28 Sie aber antworteten ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elia; andere aber: einer der Propheten a. a) Kap. 6,14.15
29 Und er fragte sie: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus antwortet und spricht zu ihm: Du bist der Christus a. a) Joh 1,41; 1Jo 5,1
Viertens: Markus 9, 11-13:
11 Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen müsse a? a) Lk 1,17
12 Er aber sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuerst a und stellt alle Dinge wieder her. Und wie steht über den Sohn des Menschen geschrieben? Dass er vieles leiden und verachtet werden soll b. a) Mal 3,23 b) Jes 53,3
13 Aber ich sage euch: Auch Elia ist gekommen a, und sie haben ihm getan, was sie wollten b, so wie über ihn geschrieben steht c. a) Mt 11,14 b) Kap. 6,28 c) 1Kö 19,2.10
Fünftens: Lukas 1, 17:
17 Und er wird vor ihm hergehen a in dem Geist und der Kraft des Elia b, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern c und Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten. a) V. 76; Kap. 7,27; Mal 3,1 b) Mt 11,14 c) Mal 3,24 d) V. 77
Hier besteht die “Reinkarnation” aus Geist und aus Kraft.
Sechstens: Lukas 9, 18 - 20:
18 Und es geschah, als er für sich allein betete a, waren die Jünger bei ihm; und er fragte sie und sprach: Was sagen die Volksmengen, wer ich bin? a) Kap. 5,16
19 Sie aber antworteten und sprachen: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; andere aber, dass einer der alten Propheten auferstanden sei a. a) V. 7.8
20 Er sprach aber zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus aber antwortete und sprach: Der Christus Gottes a. a) Joh 6,69
Mehrfach überliefert.
Siebtens: Johannes 1, 21:
21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia a? Und er sagt: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet b? Und er antwortete: Nein. a) Mt 11,14 b) Kap. 6,14; 7,40; 5Mo 18,15.18
Der Ehrlichkeit halber muss gesagt werden, dass sich Johannes selber nicht als Elia sah. Das macht aber die andern Schriftstellen nicht ungültig.


31. Mai 2013
Freitag - Jesus hat Sünder gerufen, nicht Gerechte

Ich nehme alle vierzehn Tage regelmäßig am Bibelstunde-Kreis der örtlichen Landeskirche teil. Kürzlich haben wir mit der Besprechung des Markus Evangeliums begonnen. Bei Markus 2,17 hatte ich heute ein Aha-Erlebnis. Ich zitiere aus der revidierten Elberfelder Bibel zusammen mit Vers 16:
16  Und als die Schriftgelehrten der Pharisäer ihn mit den Sündern und Zöllnern essen sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern isst er?
17  Und Jesus hörte es und spricht zu ihnen: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Aha! habe ich mir gesagt. Weil ich ein Gerechter bin, hatte ich nie ein tief greifendes Jesus-Erlebnis.
Dafür hatte ich im Juni 1980 ein Urknall Erlebnis (Lebenslauf) und im Traum vom 15. April 2004 eine direkte Verheißung durch JAHWEH: „mi misrachi YAH yischlach“; „von einem Orientalen wird dir JAHWEH etwas schicken“. Nachdem ich im Herbst 2004 den Chinesen Bruder Yun als den Orientalen erkannt hatte, übertrug mir dieser im Mai 2005 meine lebenslängliche Berufung an den Juden.

Am 16. Oktober 2005 hatte ich die Taufe im See Genezareth empfangen und folgenden Taufspruch erhalten:

Psalm 92, Verse 13-15:

13 Der Gerechte(tzadik) wird sprossen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

14 Die gepflanzt sind im Haus des HERRN,
sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes;

15 noch im Alter tragen sie Frucht,
sind saftvoll und frisch,


(Schlachter Bibel 2000)

Im Hinblick auf die Zukunft erwarte ich vor den Engel Jahwehs gestellt zu werden, weil ich darauf warte, von meinen schmutzigen Kleidern - meinem sündhaften Wesen - befreit zu werden. (Sacharja 3) (31. Januar 2013)


7. Juni 2013
Freitag – Präexistenz - Reinkarnation

In einer weiteren Mail an Stephan Gerber (28. Mai 2013) gebe ich ihm meine Erkenntnisse wie folgt weiter:

„Zur Frage der Präexistenz bin ich auf einen differenzierten Artikel von Anthony Buzzard gestoßen. Ich empfehle Ihnen diesen zur Lektüre:

http://21stcr.org/global/german/Das%20Wesen%20der%20Praexistenz%20im%20Neuen%20Testament.pdf

Anthony Buzzard betont  die Vorherbestimmung anstatt wörtlicher Präexistenz. (Seite 3/4) Er anerkennt eine Präexistenz  im Plan Gottes. (Seite 3) Wenn ich richtig verstehe ist das eine Art Prädestinationslehre. (Seite 6) Dabei würde sich dann die Frage nach dem eigenen Willen stellen. Am Ende meines Lebenslaufs hatte ich die Verheißung von Reichenschwand zitiert: Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“. Offenbar gibt es die Möglichkeit sich gegen Gottes Willen zu entscheiden. Als geschaffenes Ebenbild Gottes ist der Mensch geradezu zur Freiheit prädestiniert, im Gegensatz zu der heute hochgejubelten Gleichheit politisch linker Kreise. Ich bin mit Anthony Buzzard  eines Glaubens, wenn er glaubt, dass die Präexistenz kein Erinnerungsvermögen an eine frühere Existenz beinhalten müsse. (Seite 5) Hier sind wir bei meinem Glauben an die Reinkarnation! In diesem Sinn empfinde ich es als Widerspruch Anthony Buzzards, wenn er im Übergang der Seiten 5/6 fragt: “Wenn Jesus wirklich der Schöpfer des Himmels und Erde in 1. Mose 1 gewesen ist, warum hat er sich dann nicht daran erinnert?” Auch ich war bei der Schöpfung dabei. (Siehe mein Urknall Erlebnis in meinem Lebenslauf) Da müssen wir das Unbewusste bzw. das Unterbewusste mit einbeziehen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Unbewusste) Ich weise auf die unterschiedlichen Konzepte von Freud und Jung hin. Die Wissenschaft weiß offenbar sehr wenig. Das heutige Los aus meiner internen Lossammlung passt gut dazu: “Nur ein Hauch sind Menschenkinder; eine Täuschung sind Herrensöhne. In einer Waagschale sind sie emporzuheben, leichter als ein Hauch gemeinsam.” (Psalm 62,10, Eigenübersetzung)

Für mich spielt es keine Rolle, in welcher Form die Präexistenz besteht. Gott ist Schöpfer von Geist und Materie. Als Schöpfer ist Er auch Herr über Zeit, Raum und Ewigkeiten. Menschliches Erkennen ist Stückwerk. Vertrauen in den EINEN Gott ist entscheidend.

Mich freut am Artikel besonders, dass der Autor die Notwendigkeit jüdischen Denkens, anstatt des griechischen, betont.“


11. Juni 2013
Dienstag – das ewige Reich des Messias

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Daniel 7,14 schüchtert mich ein, wenn ich dessen Inhalt auf mich beziehe. Ich merke, wie der von mir gebrauchte Reinkarnationsgedanke (7. November 2012) noch keineswegs in mir Fuß gefasst hat. Ich spiele mit dem Gedanken, diesen Tagebucheintrag zu unterlassen. Dann kommt in mir die Erinnerung an meinen Skiunfall vom 6. Februar 2013 hoch. Wenn Gott meine Berufung als Erlöser Israels so ernst nimmt und mir einen solch starken Denkzettel verabreicht, wie kann ich dann nicht freudig mitmachen? Danke, lieber Vater im Himmel, dass Du mich vollkommen gehorsam und demütig machst!

ולה יהיב שלטן ויקר ומלכו וכל עממיא אמיא ולשניא לה יפלחון שלטנה שלטן עלם די-לא יעדה ומלכותה די-לא תתחבל

„Und ihm (Messias) ist Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben. Und alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihn verehren. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen kann, und sein Königtum, das nicht zugrunde gehen kann!“ (Eigenübersetzung)

Die Juden warten noch auf den Messias. Ich glaube mich als reinkarnierter Jesus von Nazareth zum Erlöser Israels berufen.


12. Juni 2013
Mittwoch – Jesus Christus der Eckstein

Nach der gestrigen Erinnerung an meine Berufung als Erlöser Israels, werde ich heute im internen Los (Psalm 118,22+23) daran erinnert, dass Jesus Christus dieser Eckstein ist. (Matthäus 21,42, Markus 12,10, Lukas 20,17)

           אבן מאסו הבונים היתה לרש פנה מאת יהוה היתה זאת היא נפלאת בעינינו

„Der Stein, den die Bauleute verabscheut haben, ist zum Eckstein geworden. Von JAHWEH her ist das n." geschehen. Es ist wunderbar in unsern Auge

 Textverschiebung ist Sache meiner Eselin

Psalm 118 und die Auslegungen im Neuen Testament versetzen mich mit meinem Herzen ganz in die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 111,1:

הללו יה אודה יהוה בכל-לבב בסוד ישרים ועדה

„Lobt JAH! Ich will JAHWEH preisen von ganzem Herzen im Beisammensein der Aufrichtigen und der Gemeinde!“        
(Eigenübersetzung)


16. Juni 2013
Sonntag - Traum ca. 0 h 30 – ich stoppe meinen Sohn

Es bleiben mir einige Stunden Zeit am Nachmittag zu Verfügung. Anstatt meiner Frau will ich unseren zweiten Sohn in die Geographie unseres ersten Familienwohnortes einführen. Der Sohn sitzt am Steuer des Autos und ich gebe ihm während der Fahrt bereits einige Hinweise. Plötzlich nimmt der Sohn eine Rechtsabbiegung, in gefühlter Luftlinie zum anvisierten Ort. Stopp!!! rufe ich. Hier gibt es mit dem Auto kein Durchkommen, weil eine Schlucht ohne Brücke den Weg versperrt. Wir dürfen keine Zeit für Umwege verlieren! Der Sohn gehorcht eher widerwillig.

Wesen:
Einführung unseres Sohnes in die Geographie unseres ersten Familienwohnortes. Mit einem energischen Stopp-Ruf halte ich den am Autosteuer sitzenden Sohn davon ab, eine vermeintliche Abkürzung zu nehmen. Die mir verbleibende Zeit gestattet absolut keine Umwege zu nehmen. Der Sohn gehorcht eher widerwillig.

Sinnbild:
Unseren zweiten Sohn will ich, als meinen Nachfolger, in unsere Familienherkunft einweihen. Da mir nur noch eine beschränkte Lebenszeit zur Verfügung steht, sind Umwege absolut zu vermeiden. Die eher widerwillige Reaktion des Sohnes auf meinen Stopp!!! Ruf signalisiert mir, dass die „Einweihung“ nicht ganz leicht sein wird.

Anruf:
Achte auf einen möglichst einfühlsamen Umgang mit deinem Sohn und erkläre dich gut! Verliere keine Zeit!


18. Juni 2013
Dienstag – mich sättigen an Deiner Erscheinung

Vor drei Uhr weckt Gott mein Ohr, zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4). Ich denke an Psalm 17,15 vom 17. August 2012:

אני בצדק אחזה פניך אשבעה בהקיץ תמונתך

ani betzedek echeseh faneicha essb’ah wehakitz temunatecha

„Ich, in Gerechtigkeit möchte ich Dein Angesicht schauen; mich sättigen, beim Erwachen, an Deiner Erscheinung!“ (Eigenübersetzung)

Ich bete Gott über Seinen Führungen an und denke an den Traum vom 16. Juni 2013. Es ist schon speziell, dass Er mir meinen Nachfolger bezeichnet, bevor ich noch im Amt eingesetzt bin. Als Schöpfer von Zeit, Raum und Ewigkeit ist das für Gott kein Problem. Es ist wunderbar, in diese Wirklichkeit einbezogen zu sein. Damit wird deutlich, dass wir unbedingt auf Gottes Offenbarungen angewiesen sind. Unser menschliches Erkennen ist absolutes Stückwerk.


22. Juni 2013
Samstag – in Gerechtigkeit Dein Angesicht schauen

Um halb drei Uhr erlebe ich einen analogen Morgenanfang wie am 18. Juni 2013. Der Schlaf ist weg und ich sinne der Frage nach: Was heißt Gottes Angesicht in Gerechtigkeit schauen. Seit Mose wissen wir, dass wir Gottes Angesicht überhaupt nicht schauen können, weil wir vergehen müssten. (2. Mose 33,20-23) Wir können hingegen Gerechtigkeit sehen; menschliche Gerechtigkeit als Spiegelbild von Gottes Angesicht. Das Bild des Mitteilungsblattes von „Jugend & Familie“ kommt mir vor Augen. In dieser Arbeitsgruppe geschieht Gerechtigkeit. Mit konkreter wirtschaftlicher Hilfe an kinderreiche Familien und gezielten politischen Aktionen wird Gegensteuer gegen gesellschaftliche Defizite gegeben.

 

Sorgen und Freuden der Arbeitsgruppe:

„Vieles erfüllt uns mit Sorge. Im so genannt christlichen Abendland erfolgt eine schleichende Auflösung der christlichen Werte. Familien zerfallen. Die «Ehe auf Zeit» wird zur Regel. Das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare wird zum modischen Trend. Schweiz Tourismus wirbt in den USA und in Großbritannien mit Steuergeldern für unser Land als ideale Schwulendestination. Wer sich diesem Trend entgegenstellt, wird gesellschaftlich geächtet und in besonderen Fällen sogar strafrechtlich verfolgt.

 

Umgekehrt gibt es für uns auch Grund zur Freude: Unsere Arbeitsgruppe «Jugend und Familie» wurde im Mai 1984 im Blick auf die damalige Volksinitiative «Recht auf Leben» gegründet, und wir durften 2009 unser 25. Jubiläum feiern. Zwar konnten wir den allgemeinen Zerfall nicht aufhalten. Das war auch nicht zu erwarten. Aber wenn wir sehen, wie viel wir in diesen letzten 25 Jahren erreichen durften, so erfüllt uns das doch mit tiefer Dankbarkeit.“

 

Mich beeindruckt der Glaube, der im Mitteilungsblatt spürbar zum Ausdruck kommt. „Gerechtigkeit in der göttlichen Abhängigkeit“, wage ich als Außenstehender sinnbildlich zu prägen.


30. Juni 2013
Sonntag – den Willen Gottes tun

Einmal mehr bin ich früh wach. Ich sinne über das Wort von Jesus in der Bergpredigt nach: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist“. (Matthäus 5,48, Revidierte Elberfelder Bibel) Mir ist klar, dass es nicht um Perfektionismus geht. Jesus will von seinen Nachfolgern nicht Pingeligkeit, sondern er will, dass sie in allem den Willen Gottes tun. (Matthäus 7,21) Den Willen Gottes habe ich in meiner Internetseite schon oft zum Thema gemacht. Er kann, nach meinem Glauben, nicht genug betont werden.

Alles was uns begegnet und bewegt, Gottes Willen zu tun, bewirkt Vollmacht; Vollmacht, Gottes Kinder zu werden und ähnlich wie Jesus Christus, Wunder zu erleben.


1. Juli 2013
Montag – Geist auf allem Fleisch – Segen für die Welt

Das interne Los in Joel 3,1 zitiere ich nicht zum ersten Mal. Bereits am 25. März 20119. April 2012 und 21. Dezember 2012 habe ich darauf Bezug genommen:

והיה אחרי-כן אשפוך את-רוחי על-כל-בשר ונבאו בניכם ובנותיכם זקניכם חלמות יחלמון בחוריכם חזינות יראו

wehayah acharei-chen eschpoch et-ruchi al-col-bassar wenib’u bneichem uwnoteichem sikneichem chalomot yachalomun bachureichem chesyonot yir’u

„Und es wird sein nach diesem: Ich will Meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen und es werden weissagen eure Söhne und eure Töchter. Eure Alten sollen Träume träumen. Eure Jünglinge sollen Erscheinungen sehen.“ (Eigenübersetzung)

Diese Verheißung der Geistausgießung gilt für alles Fleisch, für die ganze Welt. Ähnlich wie bei der Sintflut wird die ganze Erde betroffen sein; diesmal aber zum Guten. Angelpunkt für dieses Geschehen sind die Juden  und ist Israel. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Sacharja 8,13 macht das deutlich:

והיה כאשר הייתם קללה בגוים בית יהודה ובית ישראל כן אושיע אתכם והייתם ברכה אל-תיראו תחזקנה ידיכם

wehayah caascher heyitem k'lalah bagoyim beit yehudah uweit yissrael ken oschia etchem wih'yitem berachah al-tira'u techesaknah yedeichem

„Und es wird sein; so wie ihr ein Fluch gewesen seid unter Heiden, Haus Juda und Haus Israel, so will Ich euch erretten und ihr werdet ein Segen sein. Fürchtet euch nicht! Stark seien eure Hände!“ (Eigenübersetzung)

Israel soll Segen sein für die Welt. Der Geist Gottes wird es möglich machen, dass der weltweit grassierende Antisemitismus ins Gegenteil verkehrt werden wird. Israel wird Licht für alle Völker sein. (Jesaja 42,6)


2. Juli 2013
Dienstag – Gott ist gnädig und barmherzig

Nach drei Stunden Schlaf muss ich Wasser lösen. Ich fühle mich noch völlig müde und erwarte rasch wieder einschlafen zu können. Dem ist nicht so. Ein Gedanke reiht sich an den anderen. Ich fühle, wie sich mein Herz hebt und Gott über all Seinem gnädigen Wirken an mir anbetet. Um 1 h erhebe ich mich, ziehe den Talit (Gebetsmantel) über, strecke das interne Los (Nehemia 9,31) und die Fahne Israels Gott entgegen und weihe mich Ihm.

Nehemia 9 ist eine Kurzfolge von Gottes Gnade und Barmherzigkeit und dem immer wiederkehrenden Abfall Seines Volkes. Unter Anleitung der Leviten wird Gott über Seinen Taten gepriesen und beugt sich das Volk in Säcken, mit Erde auf dem Haupt. Vorher hatten sie sieben Tage lang das Laubhüttenfest gefeiert (Nehemia 8,17), das sie seit der Zeit Josuas, Sohn Nuns (Jehoschua), nicht mehr gefeiert hatten. Intensiv und stundenlang wird die Torah gelesen. Nehemia 9,3: „Und sie standen auf an ihrem Platz, und man las im Buch des Gesetzes des HERRN, ihres Gottes, während eines Viertels des Tages: und sie bekannten [ihre Sünden] und warfen sich nieder vor dem HERRN, ihrem Gott, während eines anderen Viertels des Tages.“ (Schlachter Bibel 2000) Die Leviten forderten das Volk auf, JAHWEH den Gott, der von Ewigkeit zu Ewigkeit ist, zu preisen. Nehemia 9,6: „Du, HERR, bist es, du allein. Du, du hast die Himmel gemacht, die Himmel der Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Und du machst dies alles lebendig, und das Heer des Himmels wirft sich vor dir nieder.“ (Revidierte Elberfelder Bibel) Dann geht es mit Abraham weiter. (Verse 7+8) Ab Vers 9 wird die Geschichte des Volkes erzählt, angefangen in Ägypten; die 40 jährige Wüstenwanderung und die Besiegung von Königen. Dann folgen die Landeinnahme und die Besiedlung. (Verse 25+26) Die Verse 27–30 schildern das Auf und Ab zwischen Frevel und Errettung. Jetzt folgt das interne Los in Nehemia 9,31:

וברחמיך הרבים לא-עשיתם כלה ולא עזבתם כי אל-חנון ורחום אתה

uw’rachamim harabim lo-assitam calah welo asawtam ki el-chanun werachum atah

„Aber in Deiner so großen Barmherzigkeit hast Du ihnen nicht den Garaus gemacht und hast sie nicht verlassen, denn ein gnädiger und barmherziger Gott bist Du!“ (Eigenübersetzung)

Der ganze Textzusammenhang ist mir vor allem aus folgendem Grund wichtig: Das Volk hat nach sehr langer Zeit das Laubhüttenfest wieder entdeckt. Das Laubhüttenfest ist eines der drei von Gott befohlenen Wallfahrtsfeste zum Tempel und ist noch das einzige, das keine christliche Entsprechung erfahren hat. Die beiden anderen sind: Pessach – Karfreitag/Ostern und Schawuot – Pfingsten. Ich glaube, dass ich als berufener Erlöser Israels dem Laubhüttenfest eine christliche Bedeutung geben werde. Wie das konkret geschehen wird, davon habe ich noch keine Ahnung.

Wie ich auf den Knien zu Gott bete und Ihm meine Familie anbefehle geschieht etwas Besonderes. Während ich meinen Ehering vom Finger streife und Gott für Sein Wirken am 17. März 2010 mit dem blitzenden Ehering dafür danke, dass Er unsere Ehe noch nicht getrennt hat, blitzt es draußen kräftig, ohne Donner. Es ist der erste Blitz einer ganzen Serie, eines weit entfernten Gewitters; für mich eine eindrückliche Bestätigung meines seinerzeitigen Erlebens. Nach meinem Glauben hat meine Frau eine Aufgabe in meiner Berufung an den Juden. (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.23.)


3. Juli 2013
Mittwoch – Licht für alle Völker – Messias

Warum der zweite Teil von Jesaja 42,6 in der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine „unterschlagen“ worden ist, entzieht sich meinen Kenntnissen. Ob es sich um Auswirkungen der Ersatztheologie handelt, weiß ich nicht. Nach meinem Glauben ist der zweite Teil jedenfalls wichtiger als der erste:

אני יהוה קראתיך בצדק ואחזק בידך ואצרך
ואתנך לברית עם לאור גוים

ani YAHWEH kera’ticha wetzedek weachsek beyadecha weetzorcha
weetencha liwrit am leor goyim

Ich, JAHWEH, habe dich in Gerechtigkeit berufen und will an deiner Hand festhalten; und Ich will dich
bewahren

Und Ich will dich zum Bund des Volks geben, zum Licht der Heidenvölker.“  

Bereits am 18. März, 12. April und 1. Juli 2013 habe ich auf Jesaja 42,6 Bezug genommen und die Berufung Gottes von Seinem Volk, neben dem Messias, als Licht der Welt betont.

Im ersten Versteil geht es um den Messias, als den ich mich berufen weiß. Insofern liegt er mir persönlich näher. Einmal mehr zitiere ich die Verheißung von Reichenschwand, die ich am 12. August 1980 für mich in Anspruch genommen hatte:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“

Ich erwarte, dass ich mit Israel in einen Bund treten werde und kann mir vorstellen, dass es sich dabei um die Verwirklichung meines Traums vom 24. Februar 2009 handelt, den ich am 12. Oktober 2011 aus meinen Traumaufschreibungen im Tagebuch festhielt. Gemäß diesem Traum bin ich Teil eines riesigen Orchesters und darf diesem mit einer Flöte den Ton angeben.

 

Ich habe wohl eine wichtige Funktion, aber entscheidend ist, dass Gottes Volk zum Licht der Welt wird.


3. Juli 2013
Mittwoch - Traum ca. 23 h 15 – Buchhalter in einer Gärtnerei

Kontieren in einem Holzkistchen. Unrat auf die Seite räumen, damit ich schreiben kann. Ich frage meinen Chef (es ist der frühere Schwiegervater meines Sohnes) ob die Kontierung so in Ordnung sei. Ja, bei der Haben Buchung solle ich aber links vor der Kontonummer einen Schrägstrich anbringen, was für mich selbstverständlich ist. Ich suche einen Schreibstift, der Farbe abgibt. Ein Stift, den ich nehme, enthält Mäuse Urin. Mich ekelt. Ich stelle einen Hahn an, um Wasser aus einem Schlauch zu bekommen. Was da herauskommt ist schlimmer als Mäuse Urin. Mir graust.

Es ist Nacht. Ich stehe in der halb offenen Haustüre meines Elternhauses. Von außen kommt jemand angerannt. Wie ich mich ins Haus zurückziehen will kitzelt mich jemand wie verrückt. Ist das ein Geist? Ich schreie aus Angst.

Wesen:
Buchhaltungsarbeit in einer Anstellung beim früheren Schwiegervater meines Sohnes (16. Juni 2013). Schreibmaterial und Schreibstift sind unmöglich. Mäuse Urin und Schlimmeres ekelt mich.

In der halb offenen Haustüre meines Elternhauses werde ich von einem „Geist“ angegriffen. Anhand des späteren Traums in der gleichen Nacht erkenne ich im „Geist“ den Satan aus Sacharja 3.

Sinnbild:
Abnorme Umstände.
Satan mischt mit.

Anruf:
Lieber Vater im Himmel, ich brauche Deine Hilfe!


4. Juli 2013
Donnerstag - Traum 3 h – ich habe versagt

Ich bin in zusammen mit anderen Menschen engagiert zu helfen. Die Art der Hilfe ist mir nicht mehr präsent, aber es geht um Menschen die Hilfe brauchen. Wir sind recht beschäftigt. Da kommt mir in den Sinn, dass ich einen Termin verpasst habe. Das deprimiert mich völlig. Im Gefühl des totalen Versagens geht mir Samen ab, so quasi als Trostpflaster. Beschämt erwache ich.

Wesen:
Engagiert, andern Menschen zu helfen. Aus lauter Beschäftigung verpasse ich einen Termin. Gefühl des totalen Versagens, kompensiert durch abgehenden Samen.

Sinnbild:
Mit Paulus bete ich: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?“ (Römer 7,24, Schlachter Bibel 2000)

Anruf:
Lieber Vater, als ein aus dem Feuer gezogenes Holzscheit warte ich darauf, dass mir meine schmutzigen Kleider abgenommen werden; dass sich Sacharja 3 erfüllt. (31. Januar 2013)


5. Juli 2013
Freitag – weiter Raum

Nach den Träumen vom 3. und 4. Juli 2013 tut mir das interne Los in Psalm 31,9 bis tief in meine Seele wohl. Ich stelle den Schluss des Verses 8 zum besseren Verständnis voran:

ידעת בצרות נפשי ולא הסגרתני ביד-אויב העמדת במרחב רגלי

yada’ta betzarot nafschi welo hissgartani beyad-oyew heemad’ta wamerchaw raglai

„… Du hast von den Nöten meiner Seele gewusst und Du hast mich nicht in Feindeshand ausgeliefert. Du hast meine Füße in weiten Raum gestellt.“ (Eigenübersetzung)

Ich denke natürlich nicht nur an die erwähnten Träume, sondern auch an meine vier Psychiatrieklinik Erfahrungen, die allerdings schon lange zurück liegen. Der Raum vor mir hat sich geweitet und weitet sich auch jetzt wieder wunderbar. Voraussetzung ist an der Hand des Himmlischen Vaters zu bleiben.


6. Juli 2013
Samstag - freiwillig opfern

Während des Morgenspaziergangs machen mir starke Rückenschmerzen zu schaffen; eine Spätfolge meines Unfalls vom 6. Februar 2013. Währenddem ich über dieses Ereignis nachdenke kommt mir die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 54,8 in den Sinn:

בנדבה אזבחה-לך אודה שמך יהוה כי-טוב

bindawah esbchah-lach odeh schimcha YAHWEH ki-tow

„Freiwillig will ich Dir opfern. Ich will Deinen Namen preisen, JAHWEH. Denn Er ist gut!“ (Eigenübersetzung)

Mit der Zerstörung des zweiten Tempels sind die Feueropfer verschwunden; opfern die Juden geistig. Ich will Gott freiwillig Dank opfern. Ich will Seinen Namen preisen. Obwohl Er mich hart angefasst hat, hat Er es gut gemeint. Er hat mich zur Besinnung gebracht, dass ich Seine Berufung nicht gering achte.

Geistig opfern – Dank opfern, ist durchaus biblisch. Psalm 50,23:

זבח תודה יכבדנני ושם דרך אראנו בישע אלהים

soweach todah yechabdan’ni wessam derech ar’enu beyescha elohim

„Wer dank opfert will Mich ehren und wird den Weg festsetzen. Ich will ihm vom Heil Gottes etwas zeigen.“ (Eigenübersetzung)


14. Juli 2013
Sonntag – neuer Wein in alten Schläuchen ??

Nach dem Mittagsschlaf bleibe ich noch einen Moment liegen. Mir kommt der Artikel im „Tages-Anzeiger“ über Papst Franziskus in den Sinn. In seiner letzten römischen Messe vor der Sommerpause propagiert er „neuen Wein in alten Schläuchen“ gegen überalterte Strukturen der Kirche. Damit macht er genau das Gegenteil von meinem Anliegen „Schma Israel“, wo ich das jüdische Volk auffordere das zu tun, was Jesus Christus gesagt hat. Er will, vermutlich unbewusst, gegen die Weisheit von Jesus Christus handeln.

Ich denke, dass das Anliegen von Papst Franziskus brandgefährlich ist für die katholische Kirche; der Anfang vom Ende!


16. Juli 2013
Dienstag – vollkommen sein wie Gott!

Das interne Los in Psalm 105,4 spricht mich nicht zum ersten Mal innerlich an:

דרשו יהוה ועזו בקשו פניו תמיד

dirschu YAHWEH weuso bakschu panaw tamid

„Verlangt JAHWEH und Seine Kraft! Sucht immer Sein Angesicht!“ (Eigenübersetzung)

Wir werden aufgefordert viel zu erwarten – JAHWEH selbst – und Seine Kraft. Wir sollen uns nicht mit wenig zufrieden geben. Die Frage ist allerdings: Was sollen wir erwarten?

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine weist uns in Sprüche 20,22 die Richtung:

אל-תאמר אשלמה-רע קוה ליהוה וישע לך

al-tomar aschalmah-ra kaweh laYAHWEH weyoscha lach

“Sage nicht: Ich will Böses vergelten! Hoffe auf JAHWEH! Und Er will dir helfen.“ (Eigenübersetzung)

JAHWEH will uns helfen Böses nicht mit Bösem zu vergelten. Das ist wunderbar. In der Bergpredigt von Jesus werden die Forderungen noch verdeutlicht. (Matthäus 5,38-48) Matthäus schließt den Abschnitt mit Vers 48: „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!" (Schlachter Bibel 2000)

Dass wir das nicht aus eigener Kraft schaffen, wird jedem klar der es in der eigenen Kraft versucht. Damit kommen wir zurück zum internen Los, zu Psalm 105,4. Wir sollen nach JAHWEH verlangen und nach Seiner Kraft und wir sollen immer Sein Angesicht suchen. Wenn wir der Aufforderung in der Tageslosung folgen und auf JAHWEH hoffen, wird Er uns helfen. Ich weiß aus Erfahrung, dass das stimmt und ermuntere alle Menschen es auch zu tun.


20. Juli 2013
Samstag – goldene Hochzeit

Als ehemaliger Brautführer halte ich anlässlich der goldenen Hochzeit meines Bruders und seiner Frau eine kurze Ansprache. Unter anderem mache ich folgende Aussage:

„Als Andenken an den heutigen Tag habe ich Euch eine Kerze mitgebracht. Darauf habe ich die heutige Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine geklebt. Sie steht in Psalm 118. Es sind die Verse 22 und 23 und heißen: „Der Stein, den die Bauleute verabscheut haben, ist zum Eckstein geworden. Von JAHWEH her ist das geschehen. Es ist wunderbar in unsern Augen.“ Die Christen glauben, dass dieser Eckstein Jesus Christus ist und damit ein Orientierungspunkt ist; ein Licht. Jesus hatte von sich selbst gesagt: „Ich bin das Licht der Welt.“  An einem Eckstein kann man sich aber auch stoßen. Das haben die Juden an Jesus getan und tun es zum großen Teil bis heute. Es gibt Juden, die, wenn sie das Wort „Jesus“ hören ausspeien. Meine eigentliche Lebensaufgabe ist es, die Juden mit einer Internetseite über die weltweite und ewige Bedeutung von Jesus Christus aufzuklären.“ (12. Juni 2013)
 

Vorgängig hatte ich im Zusammenhang mit der Krebserkrankung meines Bruders folgendes gesagt:

„Ich freue mich, dass wir beide mit Visionen ähnliche Erfahrungen machen konnten. Ich finde es wunderbar, dass Gott, als Du schwerste Schmerzen gelitten hattest, so konkret zu dir geredet hat. Er werde Dich hindurchführen hast Du am 27. Februar 2012 in einer Vision lesen können. Als ich Dich am 80sten Geburtstag fragte, was das denn konkret bedeuten könnte, da wir ja alle auf die eine oder andere Art sterben müssen, hattest Du keine Antwort. Ich hoffe und glaube und bete für Dich, dass Gott Dich in die neue Welt hindurchführen wird und ich hoffe auch, dass Du Deine Frau mitnehmen kannst. Die neue Welt, wie ich sie verstehe ist in Jesaja 65 ab dem Vers 17 beschrieben. Ich erhoffe das Gleiche auch für mich und meine Frau.“


22. Juli 2013
Montag, Traum um 5 h – mein Bruder und ich werden Bankmanager

Ich habe eine absolut einfache Buchhaltung geschaffen, die jedermann nach wenigen Erklärungen versteht. Sie wird von Hand geführt und nimmt direkt auf die separaten Belege Bezug. Als Erster erkläre ich die Buchhaltung meiner Frau. Dann folgt der Bruder. Er hat gewisse Anfangsschwierigkeiten, das System zu verstehen. Wie er nicht klar kommt, sehe ich, dass er das falsche Jahr vor sich hat.

Mein Bruder und ich sind als Bankmanager vorgesehen. Es geht um eine absolut neue Bank und die Mitarbeiter müssen erst rekrutiert werden. Ich bin freudig gespannt und beabsichtige, mich nicht aufs hohe Ross zu setzen, sondern die Arbeiten der Mitarbeiter von Grund auf kennen zu lernen.

Ich habe eine Art Testament in den Händen und will auf einem Amt eine Formalität erledigen. Mir fallen die zwei verschiedenen Handschriften im Dokument auf. Auf dem Amt stoße ich auf Schwierigkeiten. Etwas unwillig habe ich die Frage, warum mir das Problem nicht früher bekannt gegeben wurde.      

Wesen:
Eine von mir entwickelte Buchhaltung ist leicht verständlich. Ich erkläre sie zuerst meiner Frau, dann meinem Bruder. Dieser hat zuerst ein Problem, weil er sich in einem falschen Jahr befindet.

In einer in Gründung befindlichen Bank sind mein Bruder und ich als Bankmanager vorgesehen. Freudig und voll Tatendrang beabsichtige ich, die Arbeiten der Mitarbeiter von Grund auf kennen zu lernen.

Mit einer Art Testament in den Händen, geschrieben mit zwei verschiedenen Handschriften, stoße ich auf einem Amt auf Schwierigkeiten. Etwas unwillig habe ich die Frage, warum mir das Problem nicht früher bekannt gegeben wurde.

Sinnbild:
Wir befinden uns in der „neuen Welt“. Mein Bruder und ich haben eine gemeinsame, verantwortungsvolle Aufgabe.

Was die zwei verschiedenen Handschriften im Dokument und die Schwierigkeiten auf dem Amt bedeuten, ist mir noch nicht klar. Ich bitte Gott um Offenbarung.

Anruf:
Packt die Aufgabe freudig an!
 

PS
Ich bin Gott für diesen Traum von ganzem Herzen dankbar. Er ist für mich eine direkte Antwort auf meine Ansprache an der goldenen Hochzeit vor zwei Tagen, wo ich die Hoffnung und den Glauben geäußert hatte, dass Gott meinen Bruder in die „neue Welt“ hindurchführen werde.

Dieser Traum erinnert mich an einen andern vom 12. April 2004, in dem mir verheißen war, dass ich in Jerusalem eine Banklehre machen könnte. (Lebenslauf und Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.10.)                  

Die zwei letzten Sätze im Sinnbild habe ich nachträglich aus der separaten Traumaufschreibung in deutscher Formatierung hineinkopiert. Das letzte Sätzchen wechselte dabei seine Formatierung auf US Englisch. Ein solches Phänomen meines „Esels“ hatte ich bereits in der Traumaufschreibung vom 6. Mai 2011 sowie im Tagebucheintrag vom 4. Juni 2011. Demnach handelt es sich um eine wichtige Sache. Ich bin auf die Offenbarung gespannt.
 

PS vom PS
Es ist jetzt 24. Juli 2013. Ich habe Gott mehrmals um Offenbarung des Sinnbilds zum Traum gebeten. Während des heutigen Morgenspaziergangs geht mir die Sache durch den Kopf. Mir wird klar, dass ein Testament eigenhändig und nur von einer Person geschrieben werden darf, da es sonst ungültig ist. Das heiß
t mit andern Worten, dass nur einer der beiden Bankmanager das Testament verfassen darf. Einer der beiden muss „Primus inter Pares“ sein.

Nach dem Spaziergang schreibe ich dieses PS vom PS. Da die Textformatierung des Sätzchens, ohne Einwirkung meinerseits von US Englisch auf Deutsch gewechselt hat, glaube ich, dass die Erkenntnis richtig ist. Mir kommt die Begegnung mit dem ehemaligen Schulkollegen in den Sinn (17. Oktober 2011), der seit Jahrzehnten in Amerika wohnt. Ich müsse ein Buch schreiben, hatte er gesagt und leichthin bemerkt: „Die Bibel wird neu geschrieben“. Ich will die Frage mit meinem Bruder, der fünf Jahre älter ist als ich, besprechen.


24. Juli 2013
Mittwoch – schaue dich nicht nach menschlicher Hilfe um

Das ist die Aufforderung an Israel bzw. Jakob als dem Samen Abrahams. Sie steht in Jesaja 41,10, meinem heutigen internen Los:

אל-תירא כי עמך-אני אל-תשתע כי-אני אלהיך אמצתיך אף-עזרתיך אף-תמכתיך בימין צדקי

al-tira ki imcha-ani altischta ki-ani eloheicha imatzticha af-asarticha af-temachticha bimin tzidki

„Fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir. Schaue dich nicht nach menschlicher Hilfe um, denn Ich bin dein Gott. Ich habe dich gestärkt. Auch habe Ich dir geholfen. Auch habe Ich dich gestützt mit Meiner Rechten der Gerechtigkeit.“ (Eigenübersetzung)

Ich rufe dieses Wort Israel und den Juden zu, es für sich ganz zu beherzigen. Aus der neusten Erfahrung mit meinem Traum vom 22. Juli 2013 bin ich absolut zu meiner Berufung an den Juden (31. Mai 2013) motiviert. Auch ich weiß mich, wie Abraham (Jesaja 41,8), als Freund Gottes. Gott hat mir wie Abram den Befehl "lech-lecha" gegeben und ich habe gehorcht. Er hat mich seit 2007 auf vielfältige Art wunderbar geführt. Ich muss mich nicht vor Menschen fürchten und mich nicht nach menschlicher Hilfe umsehen. Ich fühle mich, trotz abnehmenden körperlichen Kräften, gestärkt. Gott hat mir immer wieder weiter geholfen, wenn ich nicht mehr weiter wusste und Er hat mich mit Seiner Gerechtigkeit zum Gerechten (31. Mai 2013) gemacht.


25. Juli 2013
Donnerstag - Deine Gnade ist besser als Leben

Das interne Los in Psalm 63,4+5 berührt mein Herz:

כי-טוב חסדך מחיים שפתי ישבחונך כן אברכך בחיי בשמך אשא כפי

ki-tow chassdcha mechayim ssfatai yeschabchuncha ken awarechcha wechayai beschimcha essa chapai

„Denn besser ist Deine Gnade als Leben. Meine Lippen sollen Dich rühmen! So will ich Dich preisen mit meinem Leben. In Deinem Namen will ich meine Hände aufheben!“ (Eigenübersetzung)

David hat diesen Psalm, vermutlich als Verfolgter in der Wüste Juda, gedichtet. Ich bin zwar nicht verfolgt, aber mein Leben neigt sich dem Ende zu (23. März 2013). Aufgrund meiner kürzlichen Erfahrungen mit Gott zur „neuen Welt“ kann ich David voll zustimmen, dass die Gnade Gottes besser ist als Leben. Ich spüre Lust, Gott zu rühmen und meine Hände aufzuheben.


5. August 2013
Montag - Alle Heidenvölker sollen sich vor Dir, JAHWEH, niederwerfen

Mein internes Los, das ich auf den Tag genau vor sechs Jahren in meine Sammlung aufgenommen habe, ist auf 5. Mose 30,2+3 gefallen. Am 15. August 2012 hatte ich mich gefragt: Ich weiß nicht, ob es eine schönere und prägnantere Verheißung gibt für das jüdische Volk.

Die heutige Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 86,9 ist eine wunderbare Fortsetzung unter Einbezug sämtlicher Völker der Erde:

כל-גוים אשר עשית יבואו וישתחוו לפניך אדני ויכבדו לשמך

col-goyim ascher assita jawou weyischtachawu lefaneicha adonai wichabdu lischmecha

"Alle Heidenvölker, die Du gemacht hast, sollen kommen und sich vor Dir niederwerfen, mein HERR, und sollen Deinen Namen ehren!" (Eigenübersetzung)
 

Da gibt es nicht viel zu kommentieren; aber zu glauben!


9. August 2013
Freitag - Hochzeitstag - Alp

Zum heutigen 47sten Hochzeitstag schicke ich meiner Frau, die sich mit ihrer Freundin auf der Alp befindet, eine SMS-Nachricht in Form der Bibelstelle zu meinem internen Los in Psalm 92,2+3:

טב להדות ליהוה ולזמר לשמך עליון להגיד בבקר חסדך ואמונתך בלילות

tow lehodot laYAHWEH ulesamer leschimcha elyon lehagid baboker chassdecha weemunatcha baleilot

"Gut ist es JAHWEH zu danken und zu singen Deinem Namen, Höchster; zu verkünden am Morgen Deine Gnade und Deine Treue in den Nächten." (Eigenübersetzung)

In der vergangenen Nacht habe ich JAHWEH ausgiebig gedankt. Begonnen hat das mit dem Erwachen in der neuen Welt um 0 h 15. Ich habe gestern am *Mittagstisch möglicherweise meinen ersten Seelsorgeklienten getroffen. Dieser glaubt auch an die Reinkarnation und ist sehr an meiner Lebensgeschichte interessiert. Im Traum vom 22. Juli 2013 sind mein Bruder und ich als "Bankmanager" vorgesehen. Diesen Begriff sehe ich in unserem Fall, nach einem längeren Telefongespräch mit meinem Bruder, als Sinnbild für Seelsorger in der neuen Welt. Ich bin glücklich, dass sich der Traum so schnell konkretisiert.

*Mittagstisch = durch Altersbegleitungs-Organisation angeregtes Mittagsessen im örtlichen Restaurant

Am 25. Juni 2012 hatte ich geträumt, dass ich Seelsorger werde.

Der Grund, dass ich meine Frau nicht mehr auf die Alp begleite liegt in besonderen Erfahrungen am 27. Juni 2012 und 30. Juni 2012.


12. August 2013
Montag - Riesen gegen Goliath

Heute versende ich um 9 h eine gestern vorbereitete Mail mit dem Weltwocheartikel "Riesen gegen Goliath" und einem Unterschriftenbogen zum Referendum "Nein zur Erhöhung der Stromsteuer KEV" an über 100 Empfänger. Bis am Abend treffen vier Reaktionen ein; drei positive und eine negative. Die negative Reaktion stammt von meinem ersten Enneagramm-Lehrer, einem Pfarrer. Er verdanke meine Mail, widerspreche Riesen aber vehement, betont er. Eine Begründung, warum das so ist, gibt er nicht, hängt aber seiner Mail vier Veranstaltungseinladungen der Lassalle-Kontemplationsschule an.

In meiner Antwortmail weise ich darauf hin, dass ich die Lebensphase der Kontemplation vor längerer Zeit verlassen habe, weil sie mich nicht weitergeführt hatte. Ich schicke ihm meinen Lebenslauf und den Tagebucheintrag über den Weltwoche-Traum vom 15. Mai 2009 als Begründung für meinen Sinneswandel. Nun bin ich gespannt, ob auf meine Mail eine Reaktion folgt; ob das allenfalls ein zweiter Seelsorgeklient werden könnte.

Heute ist der 33ste Jahrestag meiner Verheißung von Reichenschwand vom 12. August 1980.


19. August 2013
Montag - ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?

Es kostet mich Mühe diesen Tagebucheintrag zu verfassen. Ich fühle mich aber der Wahrheit verpflichtet.

Einmal mehr werde ich mit Versagen konfrontiert (4. Juli 2013). Vor 6 h erwache ich, nach einem wirren Traum, ohne jegliches Erfolgserlebnis, an einem Samenabgang dem ich noch nachhelfe; beinahe eine Selbstbefriedigung.

Wesen:
Kein Erfolgserlebnis.

Sinnbild:
Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?“ (Römer 7,24, Schlachter Bibel 2000)

Anruf:
"Ich danke Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!"
(Römer 7,25a, Schlachter Bibel 2000)


19. August 2013
Montag - ich will in Deiner Wahrheit gehen

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 86,11 bestätigt mich im ersten Tagebucheintrag zum heutigen Tag.

הורני יהוה דרכך אהלך באמתך יחד לבבי ליראה שמך

horeni YAHWEH darkecha ahalech baamitecha yached lewawi leyir'ah schmecha

"Lehre mich, JAHWEH Deinen Weg!
Ich will in Deiner Wahrheit gehen!
Vereinige (sammle, konzentriere) mein Herz, zu fürchten Deinen Namen!"

(Eigenübersetzung)

Es gehört immer wieder zu meinen Lebenserfahrungen, dass die Wahrheit wesentlich ist im Leben. Sie kann schmerzhaft sein, muss aber ausgehalten werden, wenn man weiter kommen will. Blindes Gottvertrauen und Gottesfurcht gehört dazu, wie in der Tageslosung so deutlich zum Ausdruck kommt.


30. August 2013
Freitag - Vertraue in JAHWEH mit deinem ganzen Herzen

Nachdem sich gestern mein "Esel" in perfekter Manier benommen hat, ziehe ich heute ein perfekt passendes internes Los. (Sprüche 3,5+6):

   בטח אל-יהוה בכל-לבך ואל-בינתך אל-תשען בכל-דרכיך דעהו והוא יישר ארחתיך

betach el-YAHWEH bechol-libecha weel-binatcha al-tischaen bechol dracheicha daehu wehu yeyascher orchoteicha

"Vertraue in JAHWEH mit deinem ganzen Herzen, aber auf deinen Verstand stütze dich nicht! In all deinen Wegen erkenne IHN! So will ER deine Pfade ebnen." (Eigenübersetzung)

Gestern war ich damit beschäftigt, meine Internetseite zu perfektionieren. Ich suchte einerseits nach Fehlern in den hebräischen Texten und brachte andererseits, nach meiner Meinung, kleine "Verbesserungen" an. Am 18. Februar 2013 gibt es einen Verweis auf den zweiten Tagebucheintrag vom 30. Oktober 2012. Ich wollte hier den Titel (Dienstag - neues Jerusalem - Heil Gottes) ergänzen mit "Erlöser Israels", weil meine Überzeugung dieser zu sein, dort im Schlusssatz zum Ausdruck kommt. - Keine Chance - Nach Vollzug der Änderung wollte ich das Ergebnis anschauen. Anstatt der Seite bekam ich die Meldung: "Error 404 Not Found" oder ähnlich. Ich bin überzeugt, die Änderungen nach den Regeln des Programms ausgeführt zu haben. In der Versionshistorie (Sammlung der Entwürfe) wurde die Seite so angezeigt, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Auch ein zweiter Versuch scheiterte mit dem gleichen Resultat. Jetzt wurde mir klar: Hier spricht mein "Esel"! Den Grund wusste ich und weiß ihn auch heute noch nicht.

Damit dürfte verständlich geworden sein, warum mich das interne Los in Sprüche 3,5+6 so direkt anspricht. Ich kann die Absichten Gottes mit meinem Verstand nicht durchschauen, bin aber tief überzeugt, dass Gott Seinen Heilsplan damit realisiert.


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 2,5 hat meine leise aufgekommene Angst beseitigt, Gott könnte mir meine Berufung weggenommen haben:

בית יעקב לכו ונלכה באור יהוה

beit yaakow lechu wenelchah beor YAHWEH

"Haus Jakob, auf! Und lasst uns im Licht Jahwehs gehen!" (Eigenübersetzung)

Im Losungsbüchlein wurde das Haus Jakob "unterschlagen", eine nicht zum ersten Mal festgestellte Spätfolge der Ersatztheologie.

Als Erlöser Israels glaube ich der von Bileam prophezeite Stern aus Jakob zu sein. (4. Mose 24,17) Ich fühle mich daher berechtigt, ja verpflichtet, das Haus Jakob direkt anzusprechen.


7. September 2013
Samstag - Angriff auf meinen "Esel"

Um 3 h erwache ich und der gestrige Angriff auf meinen "Esel" ist mir präsent. Ich erhebe mich, um mir die Sache zu vergegenwärtigen. In der Quarantäne meines Antivirus-Programms zähle ich 35 Attacken mit Malware zwischen 3 h 52 und 5 h 14. (Um 4 h wollte ich einen Traum im Computer erfassen, was mir aber wegen der System-Angriffe nicht möglich war.) Nach meinen gestrigen Aufschreibungen im Traumbuch (das System war blockiert) war unter anderen "chrome.exe" involviert. Das erinnert mich an meinen Traum vom 9. Juli 2008, als ich von einem Angriff auf „Google“ und „Mantel“ geträumt hatte.

Glücklicherweise ist auch jetzt mein "Esel" Chefsache! Ich gehe um 3 h 48 beruhigt wieder ins Bett.


7. September 2013
Samstag - Herrlichkeit Jahwehs wird aufgedeckt (offenbart) werden

Es ist ein spätsommerlicher Morgen. Ich nehme auf meinem Spaziergang auf einer schattigen Bank das interne Los in Jesaja 40,5 in die Hand:

ונגלה כבוד יהוה וראו כל-בשר יחדו כי פי יהוה דבר

weniglah cwod YAHWEH werau chol-bassar yachdaw ki pi YAHWEH diber

"Und es wird Herrlichkeit Jahwehs aufgedeckt werden und sie werden sehen - alles Fleisch zusammen - dass der Mund Jahwehs geredet hat." (Eigenübersetzung)

Ich habe bereits am 4. Juni 2011 darauf hingewiesen, dass meine Internetseite das obige Wort möglich machen werde und bin immer noch desselben Glaubens. Dieser Glaube wird genährt durch Jesaja 40,10, fünf Verse weiter als das heutige interne Los; dass ich nämlich der Arm Gottes sein darf. Ebenfalls genährt wird mein Glaube durch

Jesaja 53,1:
"Wer hat unserem Gehörten geglaubt? Und der Arm Jahwehs, über wem ist er offenbart worden?"

und Jesaja 52,10:
„Offenbart hat der Ewige Seinen heiligen Arm den Augen aller Heidenvölker. Und es werden alle Enden der Erde das Heil unseres Gottes sehen.“

(Eigenübersetzungen)

Primär gelten die beiden Stellen Jesus Christus. Als reinkarnierter Jesus von Nazareth habe ich Anteil daran.

Am 17. April 2013 hatte ich im Zusammenhang mit meinem Selbstbewusstsein geschrieben:

Ein zweites großes Wirken Gottes steht bevor, wie im Leben von Jesus von Nazareth. Mein Selbstbewusstsein wird gestärkt, indem ich an den zweiten Morgenstern vom 2. Juni 2009 denke (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.11). Ich werde auch an die zwei Gesalbten in Sacharja 4,11-14 erinnert:

11 Und ich antwortete und sagte zu ihm: Was sind diese zwei Ölbäume zur Rechten des Leuchters und zu seiner Linken?
12 Und ich antwortete zum zweiten Mal und sagte zu ihm: Was sind die beiden Zweigbüschel der Ölbäume, die neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Gold<öl> von sich ausfließen lassen?
13 Und er sprach zu mir: Hast du nicht erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr.
14 Da sprach er: Dies sind die beiden Gesalbten, die bei dem Herrn der ganzen Erde stehen. (Revidierte Elberfelder Bibel)

Die Doppel-Erscheinungen beziehe ich als Nachfolger demütig auf Jesus von Nazareth und selbstbewusst auf mich als seine Reinkarnation.

Das zweite große Wirken Gottes ist dadurch gekennzeichnet, dass die Bibel neu geschrieben wird. Es ist das Tagebuch von Jehoschua. Diesen Glauben beziehe ich aus einer Aufschreibung unter "besondere Erfahrungen" vom 10. Mai 2010:

„Heute besucht mich ein ehemaliger Schulkollege, der seit Jahrzehnten in Amerika lebt und der via Facebook mit mir Kontakt aufgenommen und mir angekündigt hatte, mit mir Wein trinken zu wollen. Wir hatten nie eine persönliche Beziehung und sein Besuch erstaunt mich. Was kann der Grund sein? Er erzählt mir von Erlebnissen mit Juden, mehrheitlich negative. Meinerseits gebe ich Zeugnis von meinem Erleben (in Israel). Ernst findet, ich solle ein Buch schreiben. Ich weise auf mein Tagebuch hin. „Die Bibel wird neu geschrieben“, meint er leichthin. (Dieser Gedanke hat mir, unter anderen, in der darauf folgenden Nacht den Schlaf geraubt. Der Ausspruch meines Schulkollegen kommt mir wie derjenige eines Engels vor.)“

Auch der Traum vom 22. Juli 2013 und besonders das PS vom PS am 24. Juli 2013 bestätigt mich in diesem Glauben.


8. September 2013
Sonntag - Vermehrung der Herrschaft Gottes und Frieden ohne Ende

Das interne Los in Jesaja 9,6 spricht mich wie am 4. Juni 2011 erneut stark an:

למרבה המשרה ולשלום אין-קץ על-כסא דוד ןעל-ממלכתו להכין אתה ולסעדה במשפט ובצדקה מעתה ועד-עולם קנאת יהוה צבאות תעשה דאת

lemarbeh hamissrah uleschalom ein-ketz al-kisse dawid weal-mamlachto lehachin otah ulessaadah bemischpat uwitzdakah meatah wead-olam kin'at YAHWEH zwa'ot taasseh sot

"Der Vermehrung der Herrschaft und des Friedens sei kein Ende auf Davids Thron und über seinem Königreich, es aufzurichten und es zu festigen durch Recht und Gerechtigkeit, von nun an und bis in Ewigkeit. Eifer Jahwehs der Heerscharen möge solches tun."

Ich habe das Bibelwort jetzt näher am Urtext übersetzt als am 4. Juni 2011. Damit möchte ich den Heilsplan Gottes, der sich in Äonen (Weltzeiten, Ewigkeiten) vollzieht, verdeutlichen. Ich weiß mich als Nachfolger Davids gemäß meiner Vision vom 2. Juni 2009 (elohim watedaber, 1. Chronik 17,17) berufen, ebenso als Nachfolger von Jesus Christus:

„Aber klein war dies in Deinen Augen, Gott! Und Du redetest über Deines Knechtes Haus in der Ferne. Und Du wirst mich sehen wie eine Wiederkehr des höchsten Menschen; Ewiger, Gott!“


9. September 2013
Montag - der ewige Bund darf nicht vergessen werden

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine steht in Jeremia 50,5. Das Losungsbüchlein "unterschlägt" aber den ersten Teil des Verses:

ציון ישאלו דרך הנה פניהם באו ונלוו אל-יהוה ברית עולם לא תשכח

tzion yisch'alu derech henah fneihem bou wenilwu el-YAHWEH brit olam lo tischacheach

"Zion sollen sie verlangen! Auf den Weg dahin ist ihr Angesicht gerichtet.
Kommt! So werden sie sich JAHWEH anschließen. Der ewige Bund darf absolut nicht vergessen werden!"
(Eigenübersetzung)

Dieser Aufruf ist ursprünglich an die Gefangenen in Babel, das zuschanden wurde, gerichtet. Der ewige Bund mit Abraham wurde mit Jesus Christus auf die ganze Welt ausgeweitet. Zion bleibt aber das Zentrum. In Jesaja 65,18 kommt das im Zusammenhang mit der neuen Welt deutlich zum Ausdruck:

"Sondern freut euch und frohlockt immer und ewig über das, was Ich erschaffe! Denn siehe, Ich erschaffe Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Wonne." (Eigenübersetzung)

Die Verheißung gilt primär für die Juden, nicht minder aber auch für alle Wiedergeborenen gemäß Johannes 3.


10. September 2013
Dienstag - Gottes Wort ist vollkommen

Gestern war Psalm 12,7 mein internes Los. Heute ist der gleiche Vers die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine. Das hat mich besonders aufmerksam gemacht.

אמרות יהוה אמרות טהרות כסף צרוף בעליל לארץ מזקק שבעתים

imarot YAHWEH amarot tehorot kessef tzaruf baalil laaretz mesukak schiw'atayim

"Aussprüche Jahwehs sind reine Aussprüche;
wie Silber geläutert in einem Schmelztiegel der Erde;
siebenmal gereinigt."

(Eigenübersetzung)

Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit. Gottes Wort ist siebenmal gereinigt, sonst ist es nicht Gottes Wort.


14. September 2013
Samstag - Gott ist wunderbar, einfach wunderbar

Nachträglich, am 27. Januar 2014, habe ich den Text dieses Tagebucheintrags geändert. Anlass gab das Verhaltens meines "Esels". Ich wollte in einer Antwort an meine Patentochter auf einen schweren Traum vom 12. September 2013 Bezug nehmen, um ihr zu sagen, dass mich JAHWEH auch mit Träumen korrigieren kann. Da funktionierten die dort enthaltenen 7 Links einfach nicht mehr; eine perfekte Demonstration der Souveränität Jahwehs. Deshalb löschte ich kurzerhand den Eintrag vom 12. September 2013. Nun zurück zum 14. September 2013:

Gott ist absolut souverän.

Diese Erkenntnis beginnt vor 1 h, indem mir Gott mein Ohr weckt zu hören, wie Jünger hören. (Jesaja 50,4) Es ist absolut ruhig im Haus. Ich verspüre keinen Blasendruck und ich repetiere Psalm 17,15. Ich erinnere mich vieler Seiner Wunder und Wohltaten, die Er mich hat erfahren lassen. Es ist unter diesen Umständen unmöglich, dass Gott Seine Berufung an mir zurückgenommen hat. Nur eben, vorgefasste Meinungen und Vorstellungen sind hinderlich. Ich will Gehorsam und Demut üben!

Die obige Erkenntnis setzt sich auch im internen Los und in der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine fort:

Internes Los, Jeremia 7,23:

כי אם-את-הדבר הזה צויתי אותם לאמר שמעו בקולי והייתי לכם לאלהים ואתם תהיו-לי לעם והלכתם בכל-הדרך אשר אצוה אתכם למאן ייטב לכם

ki im-et-hadawar haseh tziwiti otam lemor schim'u bekoli wehayiti lachem le'lohim weatem tihyu-li leam wahalachtem bechol-haderech atzaweh etchem lemaan yitaw lachem

"Nämlich dieses Wort habe Ich ihnen wie folgt befohlen: Hört auf Meine Stimme und Ich werde euch zum Gott sein und ihr sollt mir zum Volk sein und ihr werdet ganz auf dem Weg gehen, den Ich euch anordnen will; damit es euch gut gehen soll." (Eigenübersetzung)

In diesem Wort sehe ich eine Parallele zur Verheißung von Reichenschwand.

Tageslosung, Sacharja 8,8:

והבאתי אתם ושכנו בתוך ירושלם והיו-לי לעם ואני אהיה להם לאלהים באמת ובצדקה

wehewe'ti otam weschochnu betoch yeruschalam wehayu-li leam waani ehyeh lahem le'lohim beemet uwitzdaka

"Und Ich werde sie zurückbringen und sie werden inmitten Jerusalems wohnen. Und sie werden mir zum Volk sein und Ich will ihnen zum Gott sein; in Wahrheit und in Gerechtigkeit!" (Eigenübersetzung)

Gott will Sein Volk, die Juden, nach Jerusalem zurückbringen. Im Losungsbüchlein wurde der erste Satzteil "unterschlagen"; eine Spätfolge der Ersatztheologie. Es geht hier wirklich um die Juden. Die Christen kommen erst in zweiter Linie. Sie werden Juden, gemäß Sacharja 8,23, am Rockzipfel fassen:

So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen wird es geschehen, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Heidenvölker einen Juden beim Rockzipfel festhalten und zu ihm sagen werden: »Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist!« (Schlachter Bibel 2000)
 

Mit großer Dankbarkeit stelle ich fest, dass meine Berufung intakt ist.


21. September 2013
Samstag, Schabat - Bund mit Jerusalem - Gottes Absichten

Wir befinden uns mitten im Laubhüttenfest, dem letzten Wallfahrtsfest, das noch keine christliche Erfüllung gefunden hat.

Sowohl das interne Los wie die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine sprechen mich tief an:

Internes Los, Hesekiel 16,8b:

ואשבע לך ואבוא בברית אתך נאם אדני יהוה ותהיי לי

... waeschawa lach waawo wiwrit otach neum adonai YAHWEH watihyi li

"... . Und Ich schwor dir(Jerusalem) und kam mit einem Bund zu dir - Spruch meines Herrn, Jahwehs - und du wurdest Mein!" (Eigenübersetzung)

Wie damals bei Hesekiel, so hat Gott auch heute einen Plan mit Jerusalem. Jerusalem soll ganz Gott gehören. Dereinst wird das Neue Jerusalem vom Himmel herabkommen; ganz aus Gold. (Offenbarung 21; Yerushalayim schel sahaw) Bis dahin geht es irdisch zu. (Jesaja 65,17 ff.) Der Menschensohn (Messias) kommt ins irdische Jerusalem zurück und wird den Plan Gottes ausführen. Matthäus 24,27: "Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein." (Schlachter Bibel 2000)
 

Tageslosung, Psalm 139,17:

ולי מה-יקרו רעיך אל מה עצמו ראשיהם

weli ma-yokru reeicha el meh otzmu roscheihem

"Und mir, wie teuer sind Deine Absichten, Gott!
Wie mächtig ist ihre Summe!"
(Eigenübersetzung)

Im Psalm 139 umschreibt König David die Größe Gottes aus seiner Sicht:

- Gott erforscht und erkennt mich. (Vers 1)
- Gott kennt meine Gedanken von fern. (Vers 2)
- Gott hält mich ganz umschlossen. (Vers 5)
- Vor Gott kann ich nicht fliehen. (Verse 7-12)
- Gott ist mein Schöpfer. (Verse 13-15)
- Gott kennt alle Tage meines Lebens, auch die, die noch nicht da sind. (Vers 16)

Und dann kommt Vers 17, die Tageslosung: Ein einziges Staunen. Die Worte fehlen.

Mein Kurzkommentar, den ich nicht genug wiederholen kann:
BEI    GOTT    GIBT    ES    KEINE    ZUFÄLLE!

Ich nehme diesen Psalm für meinen Bruder in Anspruch, der momentan im Krankenhaus liegt. Menschlich gesehen bleibt nicht viel Hoffnung in seiner Krebserkrankung. Aber ich hoffe und glaube, dass der Traum vom 22. Juli 2013 Hand und Fuß hat!

Mein Bruder und seine Frau stehen in einer großen Prüfung, aber Gott sitzt im Regiment!


22. September 2013
Sonntag - das Volk Gottes wird erlöst

Das Alte Testament hat noch viele unerfüllte Verheißungen Gottes. Das heutige interne Los in Hesekiel 37,23 ist eine solche an Sein Volk:

ולא יטמאו עוד בגלוליהם ובשקוציהם ובכל פשעיהם והושעתי אתם מכל מושבתיהם אשר חתאו בהם וטהרתי אותם והיו-לי לעם ואני אהיה להם לאלהים

welo yitam'u od begiluleihem uweschikutzeihem uwechol pisch'eihem wehoscha'ti otam micol moschwoteihem ascher chat'u wahem wetiharti otam wehayu-li leam waani eh'yeh lahem lelohim

"Und sie dürfen nicht mehr durch ihre Götzen verunreinigt werden und durch ihre Gräuel und durch all ihre Missetaten. Und Ich werde sie erlösen aus all ihren Wohnsitzen, in denen sie gesündigt haben. Und Ich werde sie rein machen und sie werden Mir zum Volk sein und Ich will ihnen zum Gott sein." (Eigenübersetzung)

Ich freue mich sehr über diese Verheißung und erwarte sehnsüchtig deren Erfüllung. Ein kleines Angeld haben wir mit den Siedlungen in Judäa und Samaria. Dass die Gebiete 1967 durch Israel nicht annektiert wurden, hat sich als Fehler erwiesen. Die Formel: "Land gegen Frieden" entspricht nicht Gottes Plan.


25. September 2013
Mittwoch - es ist dir gesagt, Mensch!

Ich muss zuerst meine Gedanken sammeln. Mein Glaube ist erschüttert! Mein krebskranker Bruder ist heute kurz vor Mittag gestorben. Im Laufe des Nachmittags nehme ich am Totenbett während fast einer Stunde Abschied von meinem Bruder. Mein Glaube reicht nicht aus, ihn ins Leben zurückzurufen!

Der Tod ist für mich noch nicht fassbar; vor allem weil ich all meine Erwartungen auf die Erfüllung meines Traums vom 22. Juli 2013 gesetzt hatte. Meine Träume waren bisher immer sehr zuverlässig. Ist nun meine Berufung als Erlöser Israels grundsätzlich illusorisch? Ich spüre ein großes Defizit im Glauben und in der Demut.

Spontan ist mir Micha 6,8 eingefallen. Es handelt sich um eine Losung der Herrnhuter Brüdergemeine, die seit 1999 vier Mal gezogen wurde, letztmals am 26. Februar 2013:

 הגיד לך אדם מה-טוב ומה-יהוה דורש ממך כי אם-עשות משפט ואהבת חסד והצנע לכת אם-אלהיך

higid lecha adam ma-tow umah-YAHWEH doresch mimcha ki im-assot mischpat weahawat chessed wehatznea lechet im-eloheicha

"Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was JAHWEH von dir fordert, nämlich Recht tun und gnädige Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott." (Eigenübersetzung)

Gott ist treu, unabhängig von meiner Befindlichkeit, hatte ich am 12. September 2013 geschrieben. Ja, so ist es!

Gott ist souverän und Seine Wege sind verschlungen. "Demütiges Wandeln mit deinem Gott ist von dir, Mensch, gefordert."


26. September 2013
Donnerstag - Gott hat mich im Regen stehen lassen!

Der Tod meines Bruders beschäftigt mich pausenlos. Langsam gestatte ich mir auch Fragen an Gott zu richten, ohne sofort eine Antwort parat zu halten:
 

  • Warum hast DU mich im Regen stehen lassen?
    Nicht der Traum vom 22. Juli 2013 hat sich erfüllt, sondern derjenige vom 12. September 2013. (gelöscht)
  • Warum ließest DU mich so weit zum Fenster hinauslehnen?
    In zwei Todesfällen in der Verwandtschaft und näheren Bekanntschaft hatte ich, im Vertrauen auf die Wirklichkeit meines Traums vom 22. Juli 2013, folgende Feststellung gemacht:

    "Ja, der Hinschied von ... tut mir wirklich leid, hätte ich ihm doch sehr gegönnt die „neue Welt“ nach Jesaja 65,17 ff. noch zu erleben. Aber Gottes Wege sind heilig und für uns Menschen nicht durchschaubar. Wir können nur glauben, dass das der beste Weg für ... ist."

  • Wozu willst DU mein Scheitern dienen lassen?
  • Hast DU Freude an meinem Gesichtsverlust?
  • Ist nun meine Berufung als Erlöser Israels grundsätzlich illusorisch?
  • Wäre es nicht am besten, wenn DU gleich auch mein Leben wegnehmen würdest?

28. September 2013
Samstag, Schabat - Vater ich glaube, hilf meinem Unglauben!

Vor 2 h flieht mich der Schlaf. Ich denke an die sechs Fragen, die ich vorgestern an Gott gerichtet hatte. Und ich denke an die gestrige Bitte an Gott, mein Leben wegzunehmen, wenn ER meinen Bruder nicht auferwecken will.

Grund für diese außergewöhnliche Bitte ist die unerfüllte Vision meines Bruders vom 27. Februar 2012: "Ich werde dich hindurchführen", ebenso mein unerfüllter Traum vom 22. Juli 2013, dass mein Bruder und ich in einer neu zu gründenden Bank Bankmanager werden sollen. Als Nachfolger von Jesus, zu dessen Leben auch Todesauferweckungen gehört hatten (z.B. Lazarus, Johannes 11,1-46) glaube ich, dass die Erfüllung meiner Bitte ohne Weiteres im Rahmen von Gottes Möglichkeiten liegt. Die Frage ist vielmehr, ob wir heutigen Menschen ein solches Wunder überhaupt verkraften würden. Mit Gottes Hilfe ist auch das möglich.

Ich erhebe mich und beginne mit meinem üblichen Ritual. Ich lege mir den Gebetsmantel um und strecke Gott das interne Los und die Fahne Israels, unsicher, entgegen. Da ich nicht an Zufälle glaube, erstaunt mich das Wort in 2. Samuel 7,25 nicht besonders:

ועתה יהוה אלהים הדבר אשר דברת על-עבדך ועל-ביתו הקם עד-עולם ועשה כאשר דברת

weatah YAHWEH elohim hadawar ascher dibarta al awdcha weal-beito hakem ad-olam waasseh caascher dibarta

"Und nun, JAHWEH, Gott! Das Wort, das Du geredet hast über Deinen Knecht (David) und über sein Haus, lass bestehen auf ewig und tue, wie Du geredet hast!" (Eigenübersetzung)

Das Wort passt völlig in den Kontext meiner Berufung als Erlöser Israels und in die Traumvision vom 2. Juni 2009.

Vater ich glaube! Hilf meinem Unglauben!


29. September 2013
Sonntag - Vater, Du hast meinem Unglauben geholfen!

Traum nach 7 h

Ich schaue durchs große Stubenfenster in den Garten hinaus. Auf dem Weg geht eine vor Jahren an Krebs verstorbene Nachbarin vorbei. Bei mir denke ich: Wenn die Frau mir das Gesicht zuwendet, wird sie auferstehen! Und - sie dreht das Gesicht mir zu und schaut mich mit ernster Mine an.

Sinnbild:
So, wie die Nachbarsfrau auferstehen wird, wird auch mein Bruder auferstehen!

Anruf:
Johannes 11:
24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.   
25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;   
26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?

(Revidierte Elberfelder Bibel)

Wann ist der letzte Tag?


1. Oktober 2013
Dienstag - JAHWEH will über Seinem Volk, den Juden, wachen

Jeremia 30,24:
Die Zornglut des HERRN wird nicht nachlassen, bis er die Gedanken seines Herzens ausgeführt und zustande gebracht hat; am Ende der Tage (in der Endzeit) werdet ihr es verstehen.

Jeremia 31,1:
Zu jener Zeit, spricht der HERR, werde ich der Gott aller Geschlechter Israels sein, und sie werden mein Volk sein.

Jeremia 31,10:
Hört das Wort des HERRN, ihr Heidenvölker, und verkündigt es auf den fernen Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.
(Schlachter Bibel 2000)

Mein internes Los in Jeremia 31,28 ist im Kontext obiger Bibelstellen zu verstehen:

והיה כאשר שקדתי עליהם לנתוש ולנתוץ ולהרס ולהאביר ולהרע כן אשקד עליהם לבנות ולנטוע נאם-יהוה

wehayah kaascher schakad'ti aleihem lintosch welintotz welahaross ulehaawir uleharea
ken eschkod aleihem liwnot welintoa neum-YAHWEH

"Und es wird sein: So wie Ich gewacht habe über ihnen, auszureißen und einzureißen und zu zerstören und zugrunde zu richten und Böses zu tun;
So will Ich wachen über ihnen, zu bauen und zu pflanzen! Spruch Jahwehs."
(Eigenübersetzung)

Das Wort erklärt sich selber. Nicht Erklärungen sind hier nötig, sondern Glauben!

Ich glaube, lieber Vater im Himmel, dass, so wie das am Ende der Tage geschehen wird, Du meinen Bruder am letzten Tag auferwecken wirst.


6. Oktober 2013
Sonntag - Meine Berufung am jüdischen Volk geht weiter

Meine Berufung am jüdischen Volk ist durch das Sterben meines Bruders, das mich sehr bewegt hatte, nicht betroffen. Das interne Los in Jeremia 32,39 macht mir das deutlich:

ונתתי להם לב אחד ודרך אחד ליראה אותי כל-הימים לטוב להם ולבניהם אחריהם

wenatati lahem lew echad wederech echad leyir'ah oti col-hayamim letow lahem weliwneihem achareihem

"Und Ich werde ihnen ein einiges Herz geben und einen einzigen Weg, Mich zu fürchten all die Tage, zum Guten für sie und für ihre Kinder nach ihnen." (Eigenübersetzung)

Es geht um Israel und seine jüdischen Bewohner. Ihr Herz ist alles andere als einig; ein innerlich zerrissenes Volk, das dringend Erlösung braucht. Die Verheißung ist da. Sie wartet auf Erfüllung. Auch ich, als Berufener, warte darauf.


27. Oktober 2013
Sonntag - Meine Berufung am jüdischen Volk geht wirklich weiter

Nachdem ich genau vor drei Wochen das interne Los in Jeremia 32,39 gezogen hatte, trifft das heutige interne Los Jeremia 32,41:

וששתי עליהם להטיב אותם ונטעתים בארץ הזאת באמת בכל-לבי ובכל-נפשי

wessassti aleihem lehetiw otam uneta'tim baaretz hasot beemet bechol-libi uwechol-nafschi

"Und Ich werde Mich freuen über sie, ihnen Gutes zu tun. Und Ich werde sie pflanzen in diesem Land, wahrhaftig, mit Meinem ganzen Herzen und mit Meiner ganzen Seele." (Eigenübersetzung)

Ja, es ist meine dringliche Aufgabe, dem jüdischen Volk den wunderbaren Heilsplan Gottes nahe zu bringen. Ich tue das mit vielen alttestamentlichen Verheißungen, die noch auf Erfüllung warten. Im Heilsplan Gottes spielt das jüdische Volk eine zentrale Rolle. Letztlich geht es um die Wiederbringung aller Dinge in ihren früheren Stand; die Wiederbringung des Paradieses. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine aus den Versen Hesekiel 16,61 und 63 hat mich zur Allversöhnung am 26. April 2013 geführt.


31. Oktober 2013
Donnerstag - Josua - Jehoschua

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 5. Mose 31,8 regt mich an, wie am 1. November 2012, mich mit Josua (=Jehoschua) zu vergleichen. Josua war Nachfolger von Mose; ich bin Nachfolger von Jesus und JAHWEH ist der EINE Gott:

ויהוה הוא ההלך לפניך הוא יהיה עמך לא ירפך ולא יעזבך לא תירא ולא תחת

waYAHWEH hu haholech lefaneicha hu yihyeh imach lo yarpcha welo yaaswecha lo tira welo techat

"Und JAHWEH, Er, der vor dir hergeht, Er will mit dir sein, dich nicht loslassen und dich nicht verlassen.
Du darfst dich nicht fürchten, und du darfst nicht erschreckt werden!"
(Eigenübersetzung)

Mose war der Eintritt ins verheißene Land verwehrt (5. Mose 31,2) und beauftragte Josua (Vers 7) das Volk über den Jordan zu führen.

Ich weiß mich von JAHWEH seit der Verheißung vom 12. August 1980 als Zeuge unvorstellbar großer und schöner Wunder berufen:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“

Dass ich der reinkarnierte Jesus von Nazareth bin, wusste ich damals noch nicht. Der Weg dahin ist lang und in dieser Internetseite beschrieben. Die entscheidende Erkenntnis verdanke ich Rabbi Kaduri.


16. November 2013
Samstag - Geistausgießung auf das Haus Israel - Wunder ohne Zahl

Mein heutiges internes Los steht in Hesekiel 39,29:

ולא-אסתיר עוד פני מהם אשר שפכתי את-רוחי על-בית ישראל נאם אדני יהוה

welo-asstir od panai mehem ascher schafachti et-ruchi al-beit yissrael neum adonai YAHWEH

"Und Ich will nicht mehr Mein Antlitz vor ihnen verbergen, wo Ich Meinen Geist auf das Haus Israel ausgegossen habe. Spruch meines Herrn, Jahwehs." (Eigenübersetzung)

Nach meinem Glauben bedingt diese Verheißung vorgängig Sacharja 12,10. Jene Geistausgießung auf das Haus David stellt eine gewaltige Erschütterung dar. Es dürfte ein eigentliches, allgemeines Wiedergeburtserlebnis werden. Was Jesus von Nazareth unter Wiedergeburt verstanden hatte, steht in Johannes 3,1 ff:
Gespräch mit Nikodemus
1 Es war aber ein Mensch aus den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden.   
2 Dieser kam zu ihm bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.   
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.   
4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden?
5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen.   
6 Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.   
7 Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.
8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geist geboren ist.   
9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann dies geschehen?   
10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und weißt das nicht?
11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an.   
12 Wenn ich euch das Irdische gesagt habe, und ihr glaubt nicht, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage?   
13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel als nur der, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen.   
14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden,   
15 damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben habe.   
16 Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.   
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn errettet werde.

(Revidierte Elberfelder Bibel)

Wenn sich die Wiedergeburt des Volkes Israel einmal ereignet haben wird, steht der Erfüllung von Joel 3,1 nichts mehr im Weg.

Dann wird auch die Zeit der Wunder anbrechen, wie die Verheißung von Reichenschwand verspricht, die ich am 12. August 1980 für mich in Anspruch genommen hatte:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Hiob 9,10 passt ausgezeichnet zum Vorstehenden:

עשה גדלות עד-אין חקר ונפלאות עד-אין מספר

osseh gedolot ad-ein cheker weniflaot ad-ein misspar

"Er (Gott) tut Großes, bis zur Unerforschlichkeit und bis zu Wundern ohne Zahl!" (Eigenübersetzung)


3. Dezember 2013
Dienstag - der neue Himmel und die neue Erde - Gottes Verheißungen gehen in Erfüllung

Das heutige interne Los in Jesaja 66,22 weist einmal mehr auf den neuen Himmel und die neue Erde hin:

כי כאשר השמים החדשים והארץ החדשה אשר אני עשה עמדים לפני נאם-יהוה כן יעמד זרעכם ושמכם

ki chaascher haschamayim hachadaschim wehaaretz hachadaschah ascher ani osseh omdim lefanai neum-YAHWEH ken yaamod sar'achem weschimchem

"Denn so wie die neuen Himmel und die neue Erde, welche Ich mache, vor Mir bestehen - Spruch Jahwehs - so soll euer Same und euer Name bestehen." (Eigenübersetzung)

Auf die Erfüllung der Verheißung des neuen Himmels und der neuen Erde warten wir noch. Gottes Verheißungen gehen zu Seiner Zeit in Erfüllung, so wie die Verheißung in 2. Mose 6,7 (Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine) zu Seiner Zeit in Erfüllung gingen:

ולקחתי אתכם לי לעם והייתי לכם לאלהים וידעעתם כי אני יהוה אלהיכם המוצי אתכם מתחת סבלות מצרים

welakachti etchem li leam wehayiti lachem le'lohim wida'tem ki ani YAHWEH eloheichem hamotzi etchem mitachat ssiwlot mitzrayim

"Und Ich werde euch Mir zum Volk nehmen, und Ich werde euch zum Gott sein. Und ihr werdet erkennen, dass Ich JAHWEH euer Gott bin, der euch hinausführt aus dem Frondienst Ägyptens." (Eigenübersetzung)

So sicher, wie Gott die Hinausführung Seines Volks aus dem Frondienst Ägyptens wahr gemacht hat, so sicher wird Er den neuen Himmel und die Neue Erde machen. Bei Gott bestehen sie bereits. Das Volk muss vorher zubereitet werden. Vorderhand gelten noch Segen und Fluch des zweiten Bundes im Lande Moab, vor dem Übertritt des Volkes in das verheißene Land.

Der neue Himmel und die neue Erde läuten ein neues Zeitalter (griechisch Äon) bzw. eine neue Ewigkeit ein. Der Same und der Name des Volks (Israel) werden in der neuen Welt bestehen bleiben. Das Christentum wird nach meinem Glauben zu Ende kommen.


4. Dezember 2013
Mittwoch - Freude an JAHWEH - Jerusalem

Das heutige interne Los in Psalm 37,4+5 habe ich vor bald zehn Jahren am 20. Juni 2004 erfasst und aufbewahrt. Das Wort bedeutet mir viel:

והתענג על-יהוה ויתן-לך משאלת לבך גול על-יהוה דרכך ובטח עליו והוא יעשה

wehit'anag al-YAHWEH weyiten-lecha misch'alot libecha gol al-YAHWEH darkecha uwtach alaw wehu yaasseh

"Und erfreue dich über JAHWEH, so will Er dir Wünsche deines Herzens eingeben. Wälze auf JAHWEH deinen Weg und vertraue auf Ihn, so will Er es (gut) machen." (Eigenübersetzung)

Es geht nicht darum, dass unsere menschlichen Wünsche erfüllt werden, sondern dass der Wille Gottes geschieht. Es fällt uns nicht immer leicht uns an JAHWEH zu erfreuen, besonders wenn wir uns nicht so gut fühlen. Nach dem Tod meines Bruders war ich niedergeschlagen und enttäuscht über Jahwehs Handeln. Ein demütigender Traum am 2. Dezember 2013, in dem ich als Verantwortungsträger versagt hatte, öffnete mir die Augen für meine Situation. Ich sah im Traum folgenden Anruf:

„Hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“
Überwinde deine Ichbezogenheit!
Werde zur Hingabe bereit!

Im Ernstnehmen dieses Anrufs kam meine Freude an JAHWEH, die ich seit dem 25. September 2013 verloren hatte, zurück.

Deshalb hat mich auch die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine "aufgestellt". Sie steht in Jesaja 65,19 und gehört, wie gestern, zum Abschnitt über den neuen Himmel und die neue Erde:

וגלתי בירושלם וששתי בעמי ולא-ישמע בה עוד קול בכי וקו זעקה

wegalti wiruschalam wessassti weami welo-yischama ba od kol bechi wekol seakah

"Und Ich werde frohlocken in (oder über) Jerusalem und Mich freuen an Meinem Volk! Und es darf in ihr (Jerusalem) fortan nicht mehr gehört werden eine Stimme des Weinens und eine Stimme des Schreiens!" (Eigenübersetzung)

Dass die Redaktion des Losungstextes Jerusalem unterschlagen hat, finde ich absolut unzulässig und erinnert einmal mehr an die Ersatztheologie.


17. Dezember 2013
Dienstag - freut euch und frohlockt immer und ewig

Der heutige Tagebucheintrag fällt mir nicht leicht. Auf den Tag genau vor einem Jahr war ich in Hochstimmung. Diese verstärkte sich am folgenden Tag dem 18. Dezember 2012. Es ging und geht auch im heutigen internen Los wieder um den neuen Himmel und die neue Erde (Jesaja 65,18):

כי-אם-שישו וגילו עדי-עד אשר אני בורא כי הנני בורא את ירושלם גילה ועמה משוש

ki-im ssissu wegilu adei-ad ascher ani wore ki hin'ni wore et yeruschalam gilah weamah massoss

"Sondern freut euch und frohlockt immer und ewig, was Ich erschaffe! Denn siehe Mich, Ich erschaffe das Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Wonne.“ (Eigenübersetzung)

Am 21. Dezember 2012 fühlte ich mich noch voll bestätigt, bis dann am 27. Dezember 2012 die Ernüchterung kam.

Und heute? Weder habe ich bis heute grünes Licht für den Online-Gang meiner Internetseite erhalten, noch habe ich in letzter Zeit viel von der neuen Welt gespürt, wie z.B. Ende Juni 2012.

Aber: Die Verheißungen Gottes sind nicht abhängig von meinen Gefühlen. Sie stehen unabhängig und fest da. Ich will das Vertrauen nicht wegwerfen, sondern mich in der Vorfreude freuen und frohlocken. Ich will an der Hand des Vaters im Himmel bleiben und Seinen Willen tun.


19. Dezember 2013
Donnerstag - Sacharja Kapitel 14

Das Kapitel 14 aus dem Buch Sacharja bietet eine gewaltige Endzeit- und neue Weltzeit-Sicht. Mein heutiges internes Los steht im 9. Vers:

והיה יהוה למלך על-כל-הארץ ביום ההוא יהיה יהוה אחד ושמו אחד

wehayah YAHWEH lemelech al-col-haaretz bayom hahu yihyeh YAHWEH echad uschmo echad

"Und JAHWEH wird zum König über die ganze Erde sein. An jenem Tag will JAHWEH EINER sein und Sein Name EINER." (Eigenübersetzung)

Dann findet ein Zepterwechsel statt; ein Paradigmenwechsel. Jesus Christus (Matthäus 28,18) wird sein Zepter JAHWEH übergeben und Gott wird alles in allen sein (1. Korinther 15,28).

Ich bin mir nicht im Klaren, was vom 14. Kapitel des Sacharja-Buches schon erfüllt ist und was noch der Erfüllung harrt. Vor allem der Krieg um Jerusalem (Vers 2) und die Gefangenschaft der halben Stadt ist für mich ein Rätsel. Muss das wirklich noch einmal sein?

Eines ist mir klar: JAHWEH bewirkt letztlich den Sieg des Volkes Israel über alle seine Feinde. Alle Übriggebliebenen von allen Nationen werden Jahr für Jahr zum Laubhüttenfest (Sukkot) hinauf nach Jerusalem ziehen, um den König JAHWEH der Heerscharen anzubeten (Vers 16). Das Laubhüttenfest ist das letzte der drei Wallfahrtsfeste (Pessach, Schawuot, Sukkot), das noch keine christliche Entsprechung gefunden hat aber spätestens mit der Erfüllung von Sacharja 14 finden wird.

Wenngleich mir einiges von Sacharja 14 noch unklar ist, so glaube ich, dass "meine" Verheißung vom 12. August 1980 in Erfüllung gehen wird:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“


25. Dezember 2013
Mittwoch - vor Ehre kommt Demut

Heute feiert ein großer Teil der Christenheit Weihnacht. Ich tue mich schwer damit, weil die Christen anstatt der Geburt von Jesus Christus sich viel eher der Wiederkunft widmen sollten. (Wachet!)  Am 24. Dezember 2009 sah ich das schwache Aufleuchten eines Sterns über Bethlehem. Symbolisch zeigte mir das das weit entfernt zurückliegende Ereignis der Geburt von Jesus Christus an.

Dass für mich meine Berufung im Vordergrund steht, ist nahe liegend. Nur muss ich darauf achten, dass sie mir nicht in den Kopf steigt. Das heutige interne Los aus Sprüche 15,33 ist für mich Warnung:

יראת יהוה מוסר חכמה ולפני כבוד ענוה

yirat YAHWEH mussar chochmah welifnei chawod anawah

"Furcht vor JAHWEH ist Unterweisung zur Weisheit; aber vor Ehre kommt Demut." (Eigenübersetzung)

Das weiß ich schon seit dem 4. August 2012 und ich habe schon einige Lektionen gelernt. Die eindrücklichste davon war der Tod meines Bruders. Die daraus resultierende Unsicherheit schlug sich in weiteren Tagebucheinträgen nieder (z.B. hier und hier) und löste sich hier auf.


6. Januar 2014
Montag - Halleluja! - Zuneigung zu Deinem Volk

Sowohl mein internes Los, wie die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine, stammen auf dem 106. Psalm.

Internes Los, Psalm 106,1:

הללויה הודו ליהוה כי-טוב כי לעולם חסדו

hal'luyah hodu laYAHWEH ki-tow ki leolam chassdo

"Halleluja! Dankt JAHWEH, denn Er ist gut, denn Seine Gnade währt in Ewigkeit!" (Eigenübersetzung)


Tageslosung, Psalm 106,4:

זכרני יהוה ברצון עמך פקדני בישועתך

sochreni YAHWEH birtzon amecha pokdeni bischuatecha

"Gedenke meiner, JAHWEH, beim Wohlgefallen Deines Volkes! Nimm Dich meiner an mit Deiner Hilfe!" (Eigenübersetzung)


Nach meiner Erkundung im Internet weiß man offenbar nicht genau, wer der Psalmbeter war. Man nimmt an, dass Psalm 106 während des babylonischen Exils geschrieben wurde. Die Situation ist vergleichbar mit heute. Ein großer Teil des jüdischen Volkes befindet sich im Exil und wartet auf Erlösung. Diese ist in Sicht. Ich weiß mich an das jüdische Volk berufen. Darum nehme ich mir auch die Freiheit, die beiden Lose persönlich zu beanspruchen.

In meiner Berufung richte ich mich mit Psalm 106,1 an das weltweite jüdische Volk. Preist JAHWEH! Dankt Ihm! Der Grund ist vielfältig und kann im ganzen Psalm 106 nachgelesen werden. Es lohnt sich, das zu tun.

Mit Psalm 106,4 richte ich mich an JAHWEH, weil dieser meine Zuneigung zu Seinem Volk genau kennt und weil ich ohne Jahwehs Hilfe nichts ausrichten kann mit meiner Botschaft.

Der Psalmist zählt vielfache Begebenheiten aus der Wüstenwanderung auf - ein Wechselbad zwischen Glaube und Ungehorsam, zwischen Errettung und Züchtigung. Auch der spätere Ungehorsam ist Thema.

Ich zitiere den Schluss des Psalms nach der Schlachter Bibel 2000:
"43 Er errettete sie oftmals; aber sie widerstrebten ihm mit ihren Plänen, und sie sanken immer tiefer durch ihre Ungerechtigkeit.
44 Aber er sah ihre Not an, als er ihr Schreien hörte,
45 und er gedachte an seinen Bund mit ihnen und empfand Mitleid nach seiner großen Gnade;
46 und er ließ sie Barmherzigkeit finden bei allen, die sie gefangen hielten.
47 Rette uns, HERR, unser Gott!
Sammle uns aus den Heidenvölkern, dass wir deinem heiligen Namen danken und uns glücklich preisen, zu deinem Ruhm!
48 Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Und alles Volk soll sagen: Amen! Hallelu
ja!"


9. Januar 2014
Donnerstag - Lichterscheinung

Während meines Gebets im stillen "Kämmerlein" darf ich wieder einmal eine besondere Erfahrung machen. Ich stehe neben dem Tisch, auf dem der Umschlag eines Gebetsbriefs einer Hilfsorganisation, vor allem für bedürftige jüdische Menschen, liegt. Das darauf dargestellte Bild trägt den Titel: "Herz mit Krone". Ich erkenne einen brennenden Hintergrund; davor als Hauptmotiv ein satt rotes Herz mit oben drauf einer Königskrone. Das Herz schwebt über einem düsteren Boden. Künstler ist der Geschäftsführer der erwähnten Hilfsorganisation. Auf der Innenseite des Umschlags ist ein Lied abgedruckt, das Jesus Christus verherrlicht. Die zweite Strophe lautet:

König der Völker,
inmitten des Volkes,
Herrscher der Welten,
wirst aller Welt Knecht.

Meine tägliche "Liturgie" wurde durch das Herz mit Krone mitinspiriert. Darin bitte ich JAHWEH neben den bedürftigen Juden für die ganze Menschheit, ja für alle Menschen. JAHWEH kennt jeden Einzelnen. Er möge mir ein königliches, brennendes und offenes Herz geben.

Wie ich so bete, die Augen geschlossen und die Hände auf einem Aktenschrank aufgestützt, bemerke ich ein ungewohntes Licht. Ich öffne die Augen. Tatsächlich scheint ein helles Licht durch das Fenster hinein auf meine Hände. Die Lichtquelle kann ich nicht sehen und ist mir nicht erklärlich.


11. Januar 2014
Samstag - JAHWEH, der EINE wahre Gott, will sich im Sammeln Seines Volkes heilig erweisen.

Das interne Los in Hesekiel 28,25 beflügelt meine Gedanken und Gefühle:

כה-אמר אדני יהוה בקבצי את-בית ישראל מן-העמים אשר נפצו בם ונקדשתי בם לעיני הגוים וישבו על-אדמתם אשר נתתי לעבדי ליעקב

coh amar adonai YAHWEH bekabtzi et-beit yissrael min-haamim ascher nafotzu wam wenikdaschti wam leeinei hagoyim weyoschwu al-admatam ascher natati leawdi leyaakow

"So hat mein Herr, JAHWEH, gesagt:
In Meinem Sammeln des Hauses Israel aus den Völkern, wohin sie zerstreut worden sind, da werde Ich Mich heilig zeigen durch sie in den Augen der Heidenvölker.
Und sie werden auf ihrem Boden wohnen, welchen ich Meinem Knecht, dem Jakob, gegeben habe."
(Eigenübersetzung)

Diese Verheißung ist seit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 in Erfüllung begriffen; allerdings vorerst noch zögerlich. Nach der Erscheinung des Messias wird eine neue Ära anbrechen; ein neues Zeitalter! Die "Palästinenser" versuchen das zwar mit allen Mitteln zu verhindern. Lügen, Mord und Terror sind ihre bekannten Mittel. Die Indoktrination des Volks durch falsche Darstellungen beginnt bereits im Kindesalter, indem die Schulbücher falsche Tatsachen propagieren. So wird z.B. Israel in den Landkarten einfach eliminiert. Konsequent wird die jüdische Präsenz in "Palästina" negiert. Neuestes Beispiel ist der palästinensische Präsident Abbas, der behauptet, Jesus sei nicht Jude, sondern Palästinenser gewesen.

Der orthodoxe Jude Jonathan Feldstein weist in dem Artikel der "Jerusalem Post" auf die gefährliche Lüge aus palästinensischem Nationalismus und extremer islamischer Ersatztheologie hin. Christen und Juden sind gleicherweise betroffen, weil die Bibel ihre gemeinsame Grundlage ist. Ein palästinensisches Volk gibt es nach Feldstein geschichtlich nicht. Im Sprachgebrauch zur britischen Mandatszeit waren mit Palästinensern die Juden gemeint.

Was mich am erwähnten Zeitungsartikel besonders freut, ist der Hinweis auf die erwachten Christen im vergangenen Jahrhundert. Diejenigen Christen, die die prophetische Erfüllung Israels erkannten, sollten von den Juden voll anerkannt werden. Ebenso sollten die Juden durch die Christen angenommen werden.


11. Januar 2014
Schabat - 10. Schewat 5774 - Ein neues Kapitel in der Weltgeschichte wird aufgeschlagen.

Seit einigen Tagen stehe ich per E-Mail in der Auseinandersetzung mit meiner Schwester. Anlass gab ihr Angebot, mir das Buch von J. Meldau: "Der Messias in beiden Testamenten" zu schicken. Als ich mich im Internet umgesehen und in einem Buchauszug gelesen hatte, dass Meldau Jesus als Gott bezeichnet, war mir klar, dass ich das Buch nicht lesen wollte. Damit stieß ich bei meiner Schwester gar nicht auf Verständnis. Man könne sich über Meldau im Internet nicht richtig informieren, meinte sie. Dann wies sie auf die Auferweckung von Jesus hin, wie wenn ich das bezweifeln würde. Von mir wird diese Tatsache überhaupt nicht bestritten. Nachdem ich die zwei Gesalbten in Sacharja 4 als zwei Messiasse sowie meine Traumvision vom 2. Juni 2009 mit dem 2. Morgenstern am gleichen Morgen erwähnte, fand sie, dass ich Geschichtsklitterei betreibe. Ich solle aufhören, mich zusammenhanglos als Person in die Geschichte von Altem und Neuem Testament anhand von Träumen und Losungsworten zu setzen.

Darauf hin schreibe ich meiner Schwester folgende Mail:

Liebe ...
Offenbar meinst Du, dass ich nicht an die Auferweckung von Jesus glaube. Ich glaube, dass der Himmlische Vater Seinen Sohn auferweckt hat und dass Er ihm alles untertan gemacht hat; bis zur festgesetzten Zeit. In dieser Umbruchzeit befinden wir uns heute – in der Endzeit des Christentums. “Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.” (1. Korinther 15,28, Schlachter Bibel 2000) Wir befinden uns mitten im Paradigmenwechsel einer neuen Weltzeit.
 
Sacharja 4 verstehe ich nicht historisch-kritisch, sondern als Prophetie, die im Glauben anzunehmen ist. Entscheidend ist Gottes Geist. “Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen.” (Sacharja 4,6) Und auch nicht durch Intellekt. “Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen.” (Sprüche 3,5+6) Ich vertraue JAHWEH, dem EINEN wahren Gott, der mir Seinen Geist gibt. Ich glaube, dass JAHWEH mir durch Seinen Geist die Traumvision vom 2. Juni 2009 über 1. Chronik 17,17 geschenkt hat. Rückblickend ist es für mich ein heiliges Geschehen, das ich mir nicht nehmen lasse. Das hat mit Geschichtsklitterei überhaupt nichts zu tun, sondern ist geistgewirkte Prophetie. Sacharja 4  ist ein Traum, das so genannte 5. Nachtgesicht Sacharjas; und eben Prophetie. Bibelworte können vielfach wirken, scheinbar zusammenhanglos. Das weiß man aus anderen Glaubensberichten. Die Bibel ist kein Geschichtsbuch und kein Sachbuch, sondern ein Glaubensbuch. Wesentlich ist der Glaube, der durch JAHWEH beantwortet wird. JAHWEH ist Schöpfer und Herr über Geist, Materie, Zeit, Raum und Ewigkeiten. Wir sollten nicht versuchen, Gott einzuengen. Meine Träume und die zu mir sprechenden Losungsworte sind nicht zusammenhanglos. Sie fallen mir von JAHWEH zu – so genannte “Zufälle”. Letztlich bestätigen sie meine Berufung an den Juden.
 
Dass mir Christen die Traumvision von 1. Chronik 17,17 nicht abnehmen werden, damit rechne ich. Ich habe aber eine Berufung an den Juden bekommen und nicht an den Christen. Die Juden werden vermutlich erfreut sein, von einem Christen zu hören, dass Jesus nicht Gott ist. Arius sah am Konzil von Nizäa als einziger klar. Dass er als Häretiker verurteilt wurde hatte weitreichende Konsequenzen und vertiefte den Graben zwischen Christen und Juden. Durch die Verbindung des Christentums mit dem Staatswesen von Kaiser Konstantin hat eine lange, traurige Geschichte begonnen, die Kirchengeschichte.
 
Mein Tagebucheintrag vom 28. Mai 2013 zeigt Dir meinen Glauben zu Trinität, Präexistenz und Reinkarnation.
 
Und nun, heute am Schabat dem 10. Schewat 5774 nach jüdischer Zeitrechnung, ist Ariel Scharon, der  als Haudegen bekannte frühere Premierminister Israels, aus dieser Zeit abberufen worden. Das bedeutet grünes Licht für den Online-Gang meiner Internetseite “Jehoschua”. Ein neues Kapitel in der Weltgeschichte wird aufgeschlagen.
 
Ich bete zu JAHWEH, dass dieser Dir und (deinem Mann) Augen und Herz öffnet!
Herzlich
Dein Bruder Eugen

16. Januar 2014
tu beSchewat - 15. Schewat 5744 - Beim Wohlgeruch eurer Opfer will ich euch wohltun.

Tu biSchwat (Neujahr der Bäume) ist kein biblisches Fest. Ich halte mich deshalb nicht damit auf, sondern gehe näher auf das interne Los in Hesekiel 20,41+42 ein:

בריח ניחח ארצה אתכם בהוציאי אתכם מן-העמים וקבצתי אתכם מן-הערצות אשר נפצתם בם ונקדשתי בכם לעיני הגוים ודעתם כי-אני יהוה בהביאי אתכם אל-אדמת ישראל אל-הארץ אשר נשאתי את-ידי לתת אותה לאבותיכם

bereiach nichoach ertzeh etchem behotzi'i etchem min-haamim wekibatzti etchem min-haartzot ascher nefotztem bam wenikdaschti wachem leeinei hagoyim wida'tem ki-ani YAHWEH bahawi'i etchem el-admat yissrael el-haaretz ascher nassa'ti et yadi latet otah laawoteichem

"Beim Wohlgeruch (eurer Opfer) will Ich euch wohltun in Meiner Herausführung von euch aus den Völkern. Und Ich werde euch sammeln aus den Ländern, wo ihr ausgebreitet seid in ihnen. Und Ich werde Mich heilig erweisen, durch euch, den Augen der Heidenvölker.
Und ihr werdet erkennen, dass ICH JAHWEH bin, durch Mein Bringen von euch zur Erde Israels, in das Land, für welches Ich Meine Hand aufgehoben (geschworen) habe, es euren Vätern zu geben."
(Eigenübersetzung)

Dass es um Opfer geht, wissen wir aus Vers 40. Man opfert etwas, was man lieb hat und einen Wert hat. Man opfert etwas aus Dankbarkeit. Ein Wohlgeruch kann auch bei einem Geldopfer entstehen, wenn die Gesinnung stimmt. Die Opfer werden auf dem heiligen Berg in Israel, nach meinem Glauben in Jerusalem, geopfert werden. Anlass für die Opfer ist die Herausführung aus den Völkern, aus dem Exil.

In meiner persönlichen Liturgie im stillen "Kämmerlein" bete ich jeden Tag um mächtige Rückführung des Volks in das Land, das JAHWEH Seinem Volk vor Jahrtausenden für alle Zeiten gegeben hat. Die größte Ausbreitung des jüdischen Volks, ausgenommen Israel, befindet sich in den Vereinigten Staaten Amerikas. Deshalb habe ich Vorbereitungen getroffen, dass die erste Übersetzung meiner Internetseite in US Englisch stattfinden wird.

Werden die Opfer, wie früher, im Tempel dargebracht werden? Ich weiß es nicht. Viele Menschen glauben, dass es, dank des Messias, einen dritten Tempel geben wird.

JAHWEH wird sich durch Sein Volk in den Augen der Heidenvölker heilig erweisen.


17. Januar 2014
jom schischi - 16. Schewat 5774 - Kraft des Geistes - JAH ist mein Lobgesang

Das interne Los in Micha 3,8a) hatte ich am 4. September 2002 durch meinen damaligen Seelsorger, dem es durch Eingebung geschenkt war, bekommen:

ואולם אנכי מלאתי כח את-רוח יהוה ומשפט וגבורה ...

weulam anochi mal'eti coach et-ruach JAHWEH umischpat ugwurah ...

"Ich aber bin voll Kraft des Geistes von JAHWEH und des Rechts und der Macht ..." (Eigenübersetzung)

Das gleiche Los hatte ich schon am 17. Mai 2011 zitiert. Ich fühle mich im "Hoch". Ist das vereinbar mit meinem Wunsch demütig zu werden? Damals ging es vor allem um den zweiten Versteil. In diesen Tagen bin ich gespannt, wie meine Internetseite bei den Lesern ankommt. Die Reaktion einer Nachbarin hat mich außerordentlich gefreut:

Lieber Eugen - Jehoschua,
Danke für den Einblick in deine Lebensgeschichte.
Ich bin beim Lesen ganz still geworden und habe versucht, deinen Weg zu verstehen.
Es ist wunderbar, wenn ein Mensch für sich so klare Zeichen erkennt, dass er sich sicher fühlt, einem gewählten Weg zu folgen.
Ich werde dich bei deinem neuen Namen nennen, Jehoschua.
Herzlichen Gruss
 

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 118,14 ist wie der Punkt auf dem i:

עזי וזמרת יה ויהי-לי לישוע

osi wesimrat YAH way'hi-li lischua

"Meine Kraft und Lobgesang ist JAH, und Er wurde mir zum Heil." (Eigenübersetzung)


19. Januar 2014
jom rischon - 18. Schewat 5774 - Das Volk im Finstern hat ein großes Licht gesehen.

Am heutigen Sonntag steht das interne Los in Jesaja 9,1:

העם ההלכים בחשך ראו אור גדול ישבי בארץ צלמות אור נגה עליהם

haam haholchim bachoschech rau or gadol yoschwei beeretz tzalmawet or nagah aleihem

"Das Volk, das im Finstern wandelt;
sie haben ein großes Licht gesehen.
Wohnende im Land der Todesschatten;
Licht ist über ihnen aufgestrahlt!"
(Eigenübersetzung)

In Jesus Christus hat die Welt, bzw. die Christenheit ein großes Licht gesehen. An den Juden, obwohl es aus ihrer Mitte stammt, ist dieses Licht aber im Wesentlichen vorbeigegangen. Im Brief an meine Schwester habe ich betont: Bibelworte können vielfach wirken, scheinbar zusammenhanglos. Als reinkarnierter Jesus von Nazareth nehme ich Jesaja 9,1 für mich in Anspruch. Wir Menschen sollen Licht sein, hat Jesus gesagt, und unser Licht nicht unter den Scheffel (Hohlmaßbehälter) stellen (Matthäus 5,14). JAHWEH gibt Seinem Volk, den Juden, nochmals eine Chance und durch Sein Volk auch der Welt. Lebendige Christen erwarten den König Messias.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine beschreibt in Joel 4,16 die Geburtswehen der Neuen Welt. Im Losungsbüchlein steht allerdings nur der zweite Versteil. Hier der ganze Vers:

ויהוה מציון ישאג ומירושלם יתן קולו ורעשו שמים וארץ ויהוה מחסה לעמו ומעוז לבני ישראל

waYAHWEH mitzion yisch'ag umiruschalam yiten kolo weraaschu schamayim waaretz waYAHWEH machasse leamo umaos liwnei yissrael

"Und JAHWEH will von Zion her brüllen und von Jerusalem her will Er Seine Stimme bekannt geben.
Und es werden
erschüttert werden Himmel und Erde, aber JAHWEH ist Zuflucht Seinem Volk und Schutz den Söhnen Israels." (Eigenübersetzung)

Jerusalem wird damit zur Welthauptstadt. In den Medien ist sie es ja bereits heute! Die Geburt der Neuen Welt ist kein Spaziergang. Aber Sein Volk, und dazu gehören auch die erwachten Christen, werden bei JAHWEH Zuflucht und Schutz finden.


23. Januar 2014
jom chamischi - 22. Schewat 5774 - ein einiges und ein fleischernes Herz

Mein heutiges internes Los in Hesekiel 11,19+20 ist eine weitere der wunderbaren Verheißungen in der Bibel für das Volk Israel:

ונתתי להם לב אחד ורוח חדשה אתן בקרבם והסירתי לב האבן מבשרם ונתתי להם לב בשר למען בחקתי ילכו ואת-משפטי ישמרו ועשו אתם והיו-לי לעם ואני אהיה להם לאלהים

wenatati lahem lew echad weruach chadascha eten bekirbam wahassiroti lew haewen mibssaram wenatati lahem lew bassar lemaan bechukotai yelechu weet-mischpatai yischmru weassu otam wehayu-li leam waani ehyeh lahem le'lohim

"Und Ich werde ihnen ein einiges Herz geben, und einen neuen Geist will Ich in ihr Inneres geben!
Und Ich werde das Steinherz aus ihrem Leib entfernen, und Ich werde ihnen ein Fleischherz geben,
damit sie in Meinen Gesetzen gehen mögen und Meine Rechtssätze beachten können und sie tun werden.
Und sie werden Mir zum Volk sein, und Ich will ihnen zum Gott sein!
" (Eigenübersetzung)

JAHWEH will Seinem Volk Einheit geben, so wie die vier Arten vom Laubhüttenfest eine Einheit bilden. (Etrog (Zitrusfrucht), Palme (Lulaw), Myrte (Hassadim) und Weiden (Arawot).

Dann will Er Seinem Volk einen neuen Geist in ihr Inneres geben. Das geschieht mit der Wiedergeburt.
Ferner wird Er das Steinherz durch ein Fleischherz ersetzen, mit den entsprechenden Auswirkungen, wie sie Amos 5,24 fordert.

Das Volk Israel wird ein Gottesvolk sein, und JAHWEH will dem Volk Israel Gott sein.


24. Januar 2014
jom schischi - 23. Schewat 5774 - ein neuer Geist ist verheißen

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Hesekiel 36,26a), die ich um den zweiten Versteil und um Vers 27 ergänze, ist dem gestrigen internen Los sehr ähnlich. Wenn in der Bibel etwas doppelt gesagt wird, dann hat es eine besondere Bedeutung:

ונתתי לכם לב חדש ורוח חדשה אתן בקרבכם והסרתי את-לב האבן משרכם ונתתי לכם לב בשר ואת-רוחי אתן בקרבכם ועשיתי את אשר-בחקי תלכו ומשפטי תשמרו ועשיתם

wenatati lachem lew chadasch weruach chadaschah eten bekirbchem wenatati lachem lew bassar weet-ruchi eten bekirbchem weassiti et ascher-bechukai telechu umischpati tischmru waassitem

"Und Ich werde euch ein neues Herz geben, und einen neuen Geist will Ich in euer Inneres geben.
Und Ich werde das Steinherz von eurem Leib entfernen, und Ich werde euch ein Fleischherz geben.
Und Meinen Geist will Ich in euer Inneres geben, und Ich werde tun, dass ihr in Meinen Gesetzen gehen könnt.
Und Meine Rechtssätze sollt ihr bewahren und sie tun!"
(Eigenübersetzung)

Dazu kann ich nur sagen: "Schma Israel; höre Israel!"


27. Januar 2014
jom scheni - 26. Schewat 5774 - meine Patentochter prüft mich

Meine Patentochter stellt mir zu meiner Internetseite verschiedene kritische Fragen. Besonders zu den Träumen fordert sie mich heraus:

"Wenn ich dein Tagebuch lese, habe ich manchmal den Eindruck, dass du die Wichtigkeit deiner Träume und deine eigene Interpretation über die Aussagen der Bibel stellst. Ich denke, wir müssen unsere (Tag- und Nacht-) Träume am Wort Gottes prüfen, und sie zurückweisen, wenn sie nicht mit ihm übereinstimmen.
Göttliche Eingebung an uns Menschen muss immer geprüft werden. Ein christlicher Berater (einer unserer Freunde) drückte es einmal so aus:
Wir prüfen, was wir von Gott hören wie folgt:
1. an Gottes Wort, der Bibel
2. im Gebet, damit der Heilige Geist bestätigen oder korrigieren kann
3. mit gläubigen Freunden, die auch beten und die Wahrheit erkennen können.

Irren ist menschlich, auch für Gläubige. Wenn man diese oberen Punkte nicht beachtet, läuft man Gefahr, sich selbst etwas einzubilden und vorzumachen. Ich habe mich auch schon geirrt. Ich habe auch manchmal nicht auf die Stimme des Heiligen Geistes gehört und dann die Konsequenzen davon gespürt! Wir sind alle nur Menschen und brauchen die Vergebung und Führung von Gott und die Hilfe von Mitmenschen."

 

Meine Antwort:

Ich bin prinzipiell mit Dir einverstanden. Die eigene Biografie hat aber auch einen Stellenwert. Mein erster, begnadeter Seelsorger, Dr. Hans Bürki seligen Angedenkens, Gründer der Vereinigten Bibelgruppen, hat mir noch während meiner ca. 10-jährigen Midlifekrise in den 80er Jahren die Wichtigkeit meiner Träume ans Herz gelegt und hat mich gelehrt, sie selber auszulegen. Ich erfahre auch Korrektur durch Träume; z.B. … (ich wollte Bezug nehmen auf einen schwierigen Traum, den ich am 12. September 2013 ins Tagebuch aufgenommen habe. Und was passiert? Mein „Esel“ stellt sich quer. Sämtliche in diesem Eintrag vorhandenen Links (7) reagieren beim Anklicken mit: 404 The requested page could not be found.) Für mich wird klar: JAHWEH korrigiert mich. Konsequenz: Ich lösche den ganzen Tagebucheintrag.

Als Nachfolger von Jesus von Nazareth verhalte ich mich möglichst und in zunehmendem Maß so, wie er es getan hat. Hatte sich Jesus je einem Menschen anvertraut und um Rat gebeten? Nein, er war ganze Nächte intensiv in Verbindung zu seinem Vater im Himmel. Erfahrungen, wie oben beschrieben, machen mich getrost das Gleiche zu wagen. Nicht, dass ich mich über Menschen erheben will. Ein Hauptanliegen von mir ist, vollkommen im Gehorsam und in der Demut vor JAHWEH zu werden. „Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!“ (Matthäus 5,48; Schlachter Bibel 2000)

Du hast
manchmal den Eindruck, dass ich die Wichtigkeit meiner Träume und meine eigene Interpretation über die Aussagen der Bibel stellen würde, schreibst Du.

Das geschieht, wenn überhaupt, unbewusst. Die Bibel wird eben weitergeführt im neuen Weltzeitalter. Dazu folgende Feststellung im Tagebuch vom 17. Oktober 2011:

„Heute besucht mich ein ehemaliger Schulkollege, der seit Jahrzehnten in Amerika lebt und der via Facebook mit mir Kontakt aufgenommen und mir angekündigt hatte, mit mir Wein trinken zu wollen. Wir hatten nie eine persönliche Beziehung und sein Besuch erstaunt mich. Was kann der Grund sein? Er erzählt mir von Erlebnissen mit Juden, mehrheitlich negative. Meinerseits gebe ich Zeugnis von meinem Erleben (in Israel). Ernst findet, ich solle ein Buch schreiben. Ich weise auf mein Tagebuch hin. „Die Bibel wird neu geschrieben“, meint er leichthin. (Dieser Gedanke hat mir, unter anderen, in der darauf folgenden Nacht den Schlaf geraubt. Der Ausspruch meines Schulkollegen kommt mir wie derjenige eines Engels vor.)“

 

Zu den Träumen weise ich noch speziell auf drei Begebenheiten hin, die nach meinem Glauben von JAHWEH gewirkt wurden und die mit tief berührt haben:
 

  1. Im Lebenslauf steht unter anderem … „Ich mietete die Wohnung im April 2004 kurzerhand für drei Wochen. Diese Zeit entwickelte sich als persönliche Retraite in der ich viele Träume erhielt. Einer davon, eine hebräische Eingebung, bewegte mich besonders.": Mi misrachi YAH yischlach (von einem Orientalen wird JAHWEH senden). Wer dieser Orientale war und was er senden würde, blieb damals offen.
    Später entpuppte sich der Orientale als Bruder Yun, ein Chinese, der mir die lebenslängliche Berufung an den Juden von Gott übermittelte.
  2. Tagebuch vom 24. Juni 2012:
    … Nachträglich ist mir in den Sinn gekommen, dass heute „Johannistag“ ist. Am Johannistag 2007 hatte ich den Traum: „lech-lecha“ (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 2.10.) Bei Gott gibt es keine Zufälle. Das bestätigt sich einmal mehr.
  3. Tagebuch vom 12. August 2011:
    … In letzter Zeit hat mich die Traumvision vom 2. Juni 2009 stark beschäftigt: „elohim watedaber“ (Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 3.11.) Ich habe den Bibelvers 1. Chronik 17,17, auf den sich die Traumvision bezieht, in Hebräisch auswendig gelernt und repetiert. Es ist auffallend wie unterschiedlich die Bibelübersetzungen mit diesem Vers umgehen und zum Teil wie hilflos. Ich habe mich mit den einzelnen Wörtern ausgiebig auseinandergesetzt und eine eigene Übersetzung gewagt:
    „Aber klein war dies in Deinen Augen, Gott! Und Du redetest über Deines Knechtes Haus in der Ferne. Und Du wirst mich sehen wie eine Wiederkehr des höchsten Menschen; Ewiger, Gott!“

Ob diese drei Träume der Bibel widersprechen und ob sie wirklich von JAHWEH sind oder von Seinem Feind, wird JAHWEH entscheiden.

 

Ich komme nicht umhin auf den (noch) nicht erfüllten Traum vom 22. Juli 2013 (Tagebuch) hinzuweisen. Nach dem 25. September 2013, dem Todestag Deines Vaters, meines Bruders, war ich tief verunsichert. War meine Berufung eine Illusion, fragte ich mich. Warum lässt mich JAHWEH so im Regen stehen? Meine Träume sind in aller Regel konsistent. Ich glaubte fest an die Erfüllung und glaube es eigentlich auch heute noch. Es liegt ein Geheimnis darüber. Ich glaube an die Verheißung von Reichenschwand:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“
 

Könnte die Erfüllung allenfalls mit der Auferweckung der Toten im Zusammenhang stehen? Ein Schlüsselvers ist für mich 1. Korinther 15,28. Im Zusammenhang die Verse 20-28 (Schlachter Bibel 2000):

20 Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden.
21 Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen;
22 denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.
23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft;
24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.
25 Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat.
26 Als letzter Feind wird der Tod beseitigt.
27 Denn »alles hat er seinen Füßen unterworfen«. Wenn es aber heißt, dass ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, dass derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.

28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.


Ich will nicht spekulieren und lasse die Frage offen.


28. Januar 2014
jom schlischi - 27. Schewat 5774 - Jahwehs Königtum ist ein Königtum aller Ewigkeiten

Beim Aussortieren einer Tageslosung ist mir Psalm 145,13 aufs Herz gefallen:

מלכותך מלכות כל-עלמים
ומשלתך בכל-דור ודור

malchutcha malchut col-olamim umemscheltcha bechol-dor wador

"Dein Königtum ist ein absolut ewiges Königtum (wörtlich: aller Ewigkeiten),
und Deine Herrschaft (währt) von jedem Geschlecht zu Geschlecht."
(Eigenübersetzung)

Bei der gestrigen Bearbeitung einer Antwort an meine Patentochter habe ich auch die Allversöhnung als einen neuen Glaubensinhalt meinerseits erwähnt. In diesem Zusammenhang empfehle ich die Lektüre des Artikels "Gottes Plan für dieses Zeitalter" von E.F. Ströter (1846 - 1922), einem Bibellehrer der vor über 100 Jahren gelebt hat.

Die Allversöhnung wird nur von einer Minorität der Christen gelehrt. Ich empfinde sie persönlich als überaus entlastend von allen menschlichen Drohungen. Sie macht die eigentliche Liebe Jahwehs deutlich.


29. Januar 2014
jom rewii - 28. Schewat 5774 - die Spur des Gerechten ist gerade

Das interne Los in Jesaja 26,7+8 handelt vom Gerechten. Als einen solchen verstehe ich mich:

ארח לצדיק מישרים ישר מעגל צדיק תפלס עפ ארח משפטיך יהוה קוינוך
לשמך ולזכרך תאות-נפש

orach latzadik meischarim yaschar ma'gal tzadik tefaless af orach mischpatim YAHWEH kiwinucha
leschimcha ulesichrcha taawat-nafesch

"Der Pfad für den Gerechten ist Geradheit; gerade ist die Spur des Gerechten.
Du willst sie bahnen; selbst auf dem Pfad Deiner Gerichte, JAHWEH, haben wir auf Dich geharrt!
Nach Deinem Namen und nach Deinem Gedenken ist das Verlangen der Seele."
(Eigenübersetzung)

An der Hand des Himmlischen Vaters kann ich geradeaus gehen. Er bahnt mir den Weg, auch durch Gerichte. Ich denke dabei unter anderen an folgendes: Viermal Psychiatrieklinik; dreimal die Anstellung durch den Arbeitgeber gekündigt erhalten; Herzinfarkt, Herzoperation; fünf weitere Operationen; Lungenembolie; vier gebrochene Rückenwirbel; etc. etc.. Ich habe gelernt auf JAHWEH zu harren.

An Deinen Namen - JAHWEH, Ewiger - zu denken ist das Verlangen meines ganzen Wesens. Von DIR erwarte ich - Jehoschua - alles.


31. Januar 2014
jom schischi - 30. Schewat 5774 - den Müden mit einem Wort unterstützen

Das interne Los in Jesaja 50,4 habe ich schon etliche Mal im Tagebuch erwähnt, wenn ich sehr früh erwacht bin. Heute will ich den Vers ganz schreiben:

אדני יהוה נתן לי לשן למודים לדעת לעות את-יעף דבר יעיר בבקר - בבקר יעיר לי אזן לשמע כלמודים

adonai YAHWEH natan li leschon limudim ladaat laut et-yaef dawar yair waboker - baboker yair li osen lischmoa calimudim

"Mein Herr, JAHWEH, hat mir eine Zunge Lernender gegeben, zu wissen zu unterstützen den Müden mit einem Wort. Er will am Morgen wecken. Am Morgen will Er mir das Ohr wecken, zu hören wie Lernende." (Eigenübersetzung)

Es hat immer einen besonderen Zweck, wenn mich JAHWEH früh weckt. Letztlich geht es darum, dass der "Lernende" als den ich mich verstehe, Müde unterstützen kann. Ich will mir das zu Herzen nehmen.


2. Februar 2014
jom rischon - 2. Adar I 5774 - kehrt um!

Das interne Los in Jesaja 31,6 ist ein Ruf zur Umkehr:

שובו לאשר העמיקו סרה בני ישראל

schuwu laascher he'miku ssarah bnei yissrael

"Kehrt um, zudem sie den Abfall vertieft haben, Kinder Israels." (Eigenübersetzung)

Umkehr ist ein starkes Thema im Judentum. Mehrfach ist sie auch im Alten Testament thematisiert. Eindringlich ruft Jesaja 30,15:

"Denn so hat mein Herr, JAHWEH gesagt, der Heilige Israels:
Durch Umkehr und Ruhe könnte euch geholfen werden!
In der Ruhe und im Vertrauen wäre eure Macht!
Aber ihr habt nicht gewollt".
(Eigenübersetzung)

Es ist eine tragische Geschichte. Die Lösung des Problems ist da; aber ihr habt nicht gewollt! JAHWEH hat das vorausgesehen und Mose hat das Exil unter alle Völker verkündet, bevor sie schon ins verheißene Land eingetreten waren.

Und nun kommt der Erlöser Israels. Er verkündet im Auftrag Jahwehs die definitive Lösung.


12. Februar 2014
jom rewii - 12. Adar I 5774 - Mein Knecht bist du, Israel

Das interne Los in Jesaja 49,3 spricht doppelt an; einerseits den Propheten und andererseits das Volk Gottes:

ויאמר לי עבדי-אתה ישראל אשר-בך אתפאר

wayomer li awdi-atah yissrael ascher-becha etpaar

"Und ER sagte mir: 'Mein Knecht bist du, Israel, wo durch dich ICH Mich verherrlichen will'." (Eigenübersetzung)

Die Geschichte wiederholt sich. Wie zu der Zeit, als JAHWEH zu Jesaja gesprochen hat, ging es primär um das Volk, aber auch um Jesaja. Damals konnte das Volk nicht gesammelt werden (Vers 5). Jetzt kann es; die Zeit ist reif geworden. JAHWEH braucht Jehoschua jetzt als Erlöser Israels.

Und das Volk? - Verstreut auf der ganzen Erde, muss es gesammelt werden; wenn nötig mit Gewalt. Die Zeit der Fischer ist vorbei. Nun kommt die Zeit der Jäger. Gnade, Gott!

Schma Israel! Höre Israel! JAHWEH will Sich an dir verherrlichen!


14. Februar 2014
jom schischi - Purim Katan - 14. Adar I 5774 - Geist der Gnade und des Flehens

Purim Katan - Kleines Purim - eine kleine Erinnerung an die Königin Esther, die durch ihren Gehorsam das jüdische Volk gerettet hatte. Am 12. April 2008 hatte ich die Erinnerung an eine Begebenheit mit der Königin Esther im Tagebuch festgehalten. Auch die unerfüllten biblischen Verheißungen halten die Erinnerung an Gottes Zusagen wach.

Immer wieder stoße ich auf Sacharja 12,10; so auch heute in der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine:

ושפכתי על-בית דויד ועל יושב ירושלם רוח חן ותחנונים והביטו אלי את אשר-דקרו וספדו עליו כמספד על-היחיד והמר עליו כהמר על-הבכור

weschafachti al-beit dawid weal yoschew yeruschalam ruach chen wetachanunim wehibitu elai et ascher-dakaru wessofdu alaw kemissped al-hayachid wehamer alaw kehamer al-habechor

„Und ICH (JAHWEH) werde auf das Haus David und auf den Bewohner Jerusalems einen Geist der Gnade und des Flehens ausgießen. Und sie werden zu mir (Jesus) blicken, den sie durchbohrt haben. Und sie werden wehklagen über ihm, wie man über dem Einzigen wehklagt, und sie werden bitterlich weinen über ihm, wie man über dem Erstgeborenen bitterlich weint.“ (Eigenübersetzung)

Es ist eine überwältigende Verheißung, wobei der Urtext nicht absolut klar ist. Wer wird den Geist der Gnade und des Flehens ausgießen? Wen haben sie durchbohrt?

Ludwig Schneider hat im online Magazin Oktober 2013 von "Israel Heute" wie folgt übersetzt:
"Doch über das Haus David und über die Bewohner Jerusalems werde ich den Geist der Gnade und der Bitte um Begnadung ausgießen, so dass sie zu mir aufblicken, mit dem, den sie durchbohrt haben."

Gott wird den Geist ausgießen. Das Volk wird aufblicken, und zwar zusammen mit dem, den sie durchbohrt haben. Der Durchbohrte ist mit andern Worten Teil des Volkes, das zu JAHWEH aufblickt. Was liegt näher, als im Durchbohrten den reinkarnierten Jesus von Nazareth zu sehen? Damit geht auch der Traum vom 24. Februar 2009 in Erfüllung.


18. Februar 2014
jom schlischi - 18. Adar I 5774 - JAHWEH hat Jesus Christus für unser aller Sünde treffen lassen!

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 53,6 macht deutlich, dass JAHWEH einen uralten Plan in Jesus Christus wahr gemacht hat:

כלנו כצאן תעינו
איש לדרכו פנינו
ויהוה הפגיע בו את עון כלנו

culanu catzon tainu isch ledarco paninu waYAHWEH hifgia bo et awon culanu

"Wir alle, wie Kleinvieh sind wir umhergeirrt.
Wir haben uns jeder auf seinen eigenen Weg gewandt.
Da hat JAHWEH ihn (Jesus Christus) treffen lassen für unser aller Sünde!"
(Eigenübersetzung)

Kein einziger Mensch ist ausgenommen. Wir alle sind gemeint; die Frommen und die Säkularen, wir alle!

Einer hat den Weg aufgemacht mit seinem Gehorsam; ja mit seinem Gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Jesus Christus. An ihm kommt kein Mensch vorbei.

Die Geschichte ist nicht am Ende. Sie geht weiter. Die Bibel wird neu geschrieben!


24. Februar 2014
jom scheni - 24. Adar I 5774 - ich lasse mich erweichen

Die Antwort des ehemaligen ärztlichen Direktors der Psychiatrischen Universitätsklinik "Brughölzli" kommt prompt auf die Anfrage meiner Frau und mir um Beratung:

"Vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Anfrage. Leider kann ich wegen vieler anderer Verpflichtungen keine Termine anbieten.. Ich möchte Ihnen aber auf diesem Wege raten, das Recht Ihrer Frau zu erfüllen und die von ihr gewünschten persönlichen und sie betreffenden Stellen in Ihrer Homepage zu streichen."

Das ist deutsch und deutlich und stellt mein gedankliches Konzept grundsätzlich in Frage. Ich war davon ausgegangen, dass ich mit meiner Internetseite einen göttlichen Auftrag am jüdischen Volk erfülle, und dass darum die biblischen Wahrheiten vor Menschenrecht kommen. Es sind noch keine fünfzig Jahre her, seit das schweizerische Zivilrecht die Stellung des Mannes in der Ehe als Haupt abgeschafft und damit eine wesentliche Differenz zur Bibel hergestellt hat. (Epheser 5, 21-28) Mir ist allerdings bewusst, dass unter diesem Bibelwort in vielen Ehen viel Unfug getrieben wurde. Insofern ist das menschliche Recht eine logische Folge davon.

Die andern Wahrheiten im zitierten Wort behalten im übrigen volle Gültigkeit, insbesondere die Aufforderung an den Mann, seine Frau zu lieben, gleichwie Christus seine Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat.

Damit wird für mich klar, dass ich göttliche Wahrheiten nicht mit Gewalt durchsetzen kann.

Ich lösche deshalb 23 Seiteneintragungen mit persönlichen, meine Frau betreffenden Stellen.

Glücklicherweise hat meine Frau nicht verlangt dass ich meine Schlussfolgerungen im Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" lösche.
 


25. Februar 2014
jom schlischi - 25. Adar I 5774 - JAHWEH ist wirklich der EINE Gott

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 43,11 spricht mich wohltuend an, weil einfach und klar:

אנכי אנכי יהוה
ואין מבלעדי מושיע

anochi anochi YAHWEH weein mibal'adai moschia

"Ich bin wirklich JAHWEH!
Und es gibt keinen, außer Mir, der rettet!"
(Eigenübersetzung)

Für mich ist diese Selbstdeklaration Jahwehs wie ein leuchtender Kontrapunkt gegenüber dem komplizierten Trinitätsdogma, wo drei Personen eine Person ausmachen sollen.

"Haben Christen drei Götter?", ist die Frage von Helmut Fischer über seinem gleichnamigen Büchlein zur Entstehung und zum Verständnis der Lehre von der Trinität. Auf der Schlussumschlagseite schreibt der Autor: "Mit dem Wort "Trinität", einem Schlüsselbegriff der ökumenischen Gemeinschaft, können nur wenige Menschen etwas Konkretes verbinden. Viele verstehen darunter eine Art Vielgötterei. Der Verfasser zeigt, wie der christliche Gottesglaube in der Auseinandersetzung mit den religiösen und philosophischen Strömungen der ersten Jahrhunderte schrittweise sein Profil ausformen musste. Er stellt dar, wie in diesem Prozess das Denkmodell der 'göttlichen Dreieinigkeit' entstanden ist, was es zum Ausdruck bringt und was das christliche Gottesverständnis von anderen unterscheidet." 

Mir wurde mit der Lektüre klar, dass die Christen in der Vielgötterwelt der Griechen ihren Platz suchten und mit dem Trinitätsdogma fanden.

Das Dogma der Trinität hat viel Unheil in der Kirchengeschichte verursacht. Ich denke an die ganzen Pogrome gegenüber den Juden bis hin zur Schoah. Am 28. Mai 2013 habe ich im Tagebuch geschrieben, dass das Dogma der Trinität nach meinem Glauben die größte Irrlehre des Christentums ist. Es ist kaum zu glauben, welche Wirkung diese Konstruktion ausgeübt hat und noch ausübt. Vor rund 500 Jahren wurde Miguel Serveto (Michael Servetus) in Spanien geboren; ein vielseitig begabter Mensch, der die Trinität als falsche Lehre aufgedeckt hatte. Er bezahlte seine Überzeugung mit dem Leben. Calvin brachte ihn schlussendlich in Genf auf den Scheiterhaufen. Die Reformation hatte sich vom Katholizismus nicht genügend distanziert. Ein dunkles Kapitel.

JAHWEH, der EINE wahre Gott, will sich im Sammeln Seines Volkes heilig erweisen.

Möge diese Verheißung bald in Erfüllung gehen!


3. März 2014
jom scheni - 1. Adar II 5774 - Die Erlösten Jahwehs werden mit Jubel nach Zion kommen.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 51,11:

ופדויי יהוה ישובון ובאו ציון ברנה
ושמחת עולם על-ראשם ששון ושמחה ישיגון
נסו יגון ואנחה

ufduyei YAHWEH yeschuwun uwau zion berinah
wessimchat olam al-roscham ssasson wessimchah yassigun
nassu yagon waanachah

"Und Erlöste Jahwehs sollen zurückkehren und werden mit Jubel nach Zion kommen.
Und ewige Freude ist auf ihrem Haupt. Wonne und Freude sollen sie erreichen.
Entflohen sind Kummer und Seufzer." 
(Eigenübersetzung)

Im Losungsbüchlein wurde Zion "unterschlagen". Fälschlicherweise, denn es geht wirklich um Jerusalem. Es geht um das Volk der Juden, das nach Zion zurückkehren soll! So wie JAHWEH das Meer für das von Pharaos Heer verfolgte Volk trocken gelegt hatte (Vers 10), so wird JAHWEH sein Volk wunderbar nach Zion zurückbringen. Wonne und Freude werden Kummer und Seufzer ersetzen.

Schma Israel! Wer Ohren hat zu hören, der höre!
 


9. März 2014
jom rischon - 7. Adar II 5774 - JAHWEH ist Schöpfer des Guten und des Bösen

Das interne Los in Jesaja 45,6b und 7:

אני יהוה ןאין עוד יוץר אור ובורא חשך עשה שלום ובורא רע אני יהוה עשה כל-אלה

ani YAHWEH wein od yotzer or uwore choschech osseh schalom uwore ra ani YAHWEH osseh chol-eleh

„Ich bin JAHWEH und keiner sonst; Bildner des Lichts und Schöpfer der Finsternis. Ich mache Frieden und erschaffe Böses. ICH, JAHWEH, tue das alles.“ (Eigenübersetzung)

Es ist nicht das erste Mal, dass ich auf diese Belegstelle hinweise, hier und hier.

Neben andern Stellen spricht diese Stelle gegen den Dualismus, dass JAHWEH der Gegenspieler Satans sei. JAHWEH ist nicht nur nicht der Gegenspieler Satans, sonder Er ist sogar der Schöpfer des Bösen.

Die enge Verbindung zwischen dem Geist Gottes und dem Satan geht auch aus der heutigen Lesung in Matthäus 4 hervor.

Ich bin seit einiger Zeit mit ähnlichen Fragen wie Jesus in der Wüste konfrontiert. Woher kommen die Mittel für den finanziell erheblichen Aufwand als Erlöser Israels? Die Frage ist insofern zusätzlich brisant, als meine Wurzelsünde, der Enneagramm-5, die Habsucht ist.

Durch eine Präsentation von Sean Hyman über sieben biblische Wahrheiten, auf die ich durch die Jerusalem Post gestoßen bin, hat mich davon überzeugt, dass nicht das Geld an und für sich schlecht ist, sondern die Liebe zu diesem, anstelle zu JAHWEH. Daraufhin habe ich mich bei Sean Hyman abonniert und bin durch Querlinks auf andere interessante Quellen gestoßen. Dabei wurde die Frage nach dem Optionen Handel aktuell. Ein erstes Angebot versicherte praktisch unfehlbare Tipps für USD 3'000. Das bedeutete für mich einen finanziell zu großen Aufwand und ich vertraute Gott, dass Er mich weiter führen würde, sofern aktuell. Neuerdings steht ein Angebot für eine schriftliche Anleitung zu USD 4.95 zur Verfügung. Ein erheblicher Unterschied!

Letztlich sind es nicht finanzielle Überlegungen, die entscheiden werden, sondern die Frage nach Gottes Willen stellt sich. Diesen suche ich.


10. März 2014
jom scheni - 8. Adar II 5774 - Schlangenfängerei

Der gestern erwähnte Optionen Handel hat sich als Flop entpuppt. Versprochen war eine 32seitige Anleitung für USD 4.95. Geliefert wurde eine umschweifende Aufforderung für eine weitere Kreditkarten-Belastung mit USD 19.95.

Mein Kommentar: Eine Schlangenfängerei, die nicht von Gott sein kann!

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Auf meine Intervention hin habe ich die Anleitung später noch erhalten. Die Lust an der Sache ist mir aber vergangen.


11. März 2014
jom schlischi - 9. Adar II 5774 - der Optionen Handel beschäftigt mich weiter

In der Nacht kam mir die gestrige Geschichte hoch. Auch wenn sich die Beratungsfirma dafür entschuldigt hat, dass ich nicht unmittelbar auf die Anleitung zum Optionen Handel zugreifen konnte, will ich keine weiteren Geschäfte mit dieser Firma abschließen. Da spielt auch der geringe Preis von USD 19.95 keine Rolle.

Der Gedanke an den Optionen Handel lässt mich trotzdem nicht los und raubt mir den Schlaf. Ich fühle mich in einer Prüfung, ähnlich Jesus in der Wüste, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Der Teufel versuchte Jesus mit verlockenden Angeboten, gegen dessen Berufung als leidender Gottesknecht. Ich hingegen möchte am liebsten nichts mehr mit der Möglichkeit, schnell reich zu werden, zu tun zu haben, nach der gestrigen Erfahrung der Schlangenfängerei. Damit entginge ich auch der Habsucht als Enneagramm-5. Möglicherweise würde ich mir aber auch den Weg zu meiner Berufung als König Messias verbauen.

Im Moment ist mir einfach klar, dass ich die Anleitung zum Optionen Handel gut lesen und in die deutsche Sprache übersetzen will. Alles Weitere vertraue ich der wunderbaren Führung des Himmlischen Vaters an, entsprechend der Verheißung von Reichenschwand:

„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“


14. März 2014
jom schischi - 12. Adar II 5774 - wunderbare Zusage an das Volk Israel

Mein heutiges internes Los in Jesaja 41,13 ist eine wunderbare Zusage an das Volk Israel:

כי אני יהוה אלהיך מחזיק ימינך האמר לך אל-תירא אני עזרתיך

ki ani YAHWEH eloheicha machasik yeminecha haomer lecha al-tira ani asarticha

"Denn Ich, JAHWEH dein Gott, halte deine Rechte.
Ich bin es, der zu dir sagt:
Fürchte dich nicht! Ich habe dir geholfen."
(Eigenübersetzung)

Ich möchte das Volk der Juden ermuntern, diese Zusage Jahwehs im Glauben als direktes Wort an das heutige Israel zu nehmen. Hat Gott Israel nicht gehalten seit der Staatsgründung? Durch Kriege und Krisen hat Er es nie losgelassen. Die Grenzen sind für die Diaspora Juden voll geöffnet. Diese werden mit offenen Armen empfangen, um das Angefangene zu vollenden. Israel ist, trotz des Widerstands der Palästinenser, DER jüdische Staat und wird es bleiben!
 


15. März 2014
Schabat - 13. Adar II 5774 - der Bund Jahwehs mit Seinem Volk

Das heutige interne Los in Jeremia 31,33 schließt mit seiner Zusage an die gestrige an:

כי זאת הברית אשר אכרת את-בית ישראל אחרי הימימ ההם נאם-יהוה נתתי את-תורתי בקרבם ועל-לבם אכתבנה והייתי להם לאלהים והמה יהיו-לי לעם

ki sot habrit ascher echrot et-beit yissrael acharei hayamim hahem neum-YAHWEH natati et-torati bekirbam weal-libam echtawenah wehayiti lahem le'lohim wehemah yh'yu-li leam

"Denn dies ist der Bund, den Ich schließen will mit dem Haus Israel nach jenen Tagen. - Spruch Jahwehs - Ich habe Meine Weisung in ihr Inneres gegeben und auf ihr Herz will Ich sie schreiben. Und Ich werde für sie zum Gott sein, und sie sollen Mir zum Volk sein." (Eigenübersetzung)

Ich habe schon andernorts über den Bund geschrieben. Über den ersten Bund am Horeb und über den zweiten im Land Moab und auch über den neuen Bund mit Jesus Christus.

Gottes Zusagen sind Ja und Amen, unumstößlich! Das glaube ich auch für mich persönlich.

JAHWEH schließt Seinen Bund mit dem Haus Israel. Gestern habe ich darauf hingewiesen, dass das der jüdische Staat Israel ist. Erneut fordere ich heute das Volk der Juden auf, zu glauben!


16. März 2014
jom rischon - 14. Adar II 5774 - erneut eine Botschaft an das jüdische Volk

Zum dritten Mal in Folge habe ich mit dem internen Los eine Botschaft an das jüdische Volk. Sie stammt aus Jeremia 31,8:

הנני מביא אותם מארץ צפון וקבצתים מירכתי-ארץ בם עור ופסח הרה וילדת יחדו קהל גדול ישובו הנה

hineni mewi otam meeretz tzafon wekibatztim miyarctei-aretz bam iwer ufisseach harah weyoledet yachdaw kahal gadol yaschuwu henah

"Siehe, Ich bringe sie vom Land des Nordens und werde sie sammeln von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Gebärende; zusammen eine große Schar, sollen sie hierher zurückkehren." (Eigenübersetzung)

Die Fotos, die man von Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetuntion sehen kann, entsprechen ganz diesem gemischten Bild: Alte, behinderte Leute und junge Familien sind die heutige Wirklichkeit der in Israel einwandernden Juden. Es könnten noch mehr sein! Und die Enden der Erde? Ich denke an Amerika. Genügen die biblischen Verheißungen und die Zeichen der Zeit, damit sich Amerikas Juden auf den Weg nach Israel machen? Oder muss Gott Jäger schicken? Siehe auch hier.

Heute ist Purim, das Erinnerungsfest an die Rettung des jüdischen Volks durch die Königin Esther. Am 12. April 2008 hatte ich im Tagebuch folgendes notiert:
"Vor ca. einem Jahr hatte ich den Eindruck wieder einmal an der Mitgliederversammlung/Jahresversammlung von Operation Exodus teilnehmen zu sollen. Operation Exodus ist eine weltweit tätige christliche Organisation, die sich die Mithilfe zur Rückschaffung von Juden nach Israel zum Ziel gesetzt hat. Ich bin Revisor des Schweizer Zweiges, der vorwiegend in der Spendensammlung tätig ist. Roger Wolcott, ein Amerikaner, hielt an der Jahresversammlung eine Ansprache vor den eigentlichen Traktanden. Er sprach eindringlich und sagte, dass ein Schweizer eine Berufung für Israel habe. Er solle sich hüten, der Berufung nicht zu folgen. Die Situation sei vergleichbar mit derjenigen von Königin Esther in der Bibel. Diese hatte ja bekanntlich den Auftrag zum König zu gehen und für die Juden zu bitten. Ohne Vorladung zum König zu gehen war aber lebensgefährlich, so dass die Königin sich grundsätzlich entscheiden musste. Nachdem sie ein Ja gefunden hatte sagte sie lakonisch: „caascher awad’ti awad’ti“: „wenn ich umgekommen bin, bin ich umgekommen!“. Die Ansprache von Roger Wolcott hatte mich stark betroffen gemacht. Sie war ein wichtiger Baustein in meinem letztjährigen (2007) Entscheid nach Israel auszuwandern."


17. März 2014
jom scheni - 15. Adar II 5774 - Zuspruch für Jerusalem und für Jahwehs Volk

Jerusalem habe ich in meinem Tagebuch schon vielfach erwähnt. Das heutige interne Los in Psalm 125,2 ist ein schönes Bild von Jerusalem mit seinen Bergen:

ירושלם הרים סביב לה ויהוה סביב לעמו מעתה ועד-עולם

jeruschalam harim ssawiw lah waYAHWEH ssawiw leamo meatah wead-olam

"Jerusalems Berge sind rings um sie (Stadt).
Und JAHWEH ist rings um Sein Volk,
von nun an und bis in Ewigkeit"
(Eigenübersetzung)

Das Schönste am Bild ist, dass JAHWEH Sein Volk ewig umringt, wie die Berge Jerusalem umringen.

Das Allerschönste ist, dass JAHWEH einen Bund mit Jerusalem hat.


18. März 2014
jom schlischi - 16. Adar II 5774 - Licht

Die Geschichte wiederholt sich. Das Volk der Juden bekommt eine neue Chance. Es soll erneut zum Licht für die Welt werden.

Das interne Los in Jesaja 60,1 richtet sich, wie gestern, an Zion bzw. Jerusalem:

קומי אורי כי בא אורך וכבוד יהוה עליך זרה

kumi ori ki wa orech uchwod YAHWEH alayich sarah

"Stehe auf (Zion)! Leuchte! Denn dein Licht ist gekommen, und Herrlichkeit Jahwehs ist über dir aufgestrahlt." (Eigenübersetzung)

Ja die Geschichte wiederholt sich. So wie Jesus Christus, als er in der Welt war, Licht der Welt war, so soll ich in der heutigen Zeit, als reinkarnierter Jesus von Nazareth und als sein Nachfolger, Wegweiser für das Volk Gottes werden. Es geht aber nicht eigentlich um mich, sondern um Israel, das Licht für alle Völker werden soll.

Das wird weltweite Auswirkungen, auch auf die Christen, haben. Diese werden die Juden, gemäß Sacharja 8,23, am Rockzipfel fassen: "So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen wird es geschehen, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Heidenvölker einen Juden beim Rockzipfel festhalten und zu ihm sagen werden: »Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist!«" (Schlachter Bibel 2000)

E. F. Ströter (1846 - 1922) hat in einer ausführlichen Bibelarbeit über Jesaja 60 - 62 geschrieben.


21. März 2014
jom schischi - 19. Adar II 5774 - der Gerechte und sein "Kraft-Ort"

Mein internes Los in Sprüche 18,10 zeigt mir, wo ich Kraft tanken kann:

מגדל-עז שמ יהוה בו ירוץ צדיק ונשגב

migdal-os schem YAHWEH bo yarutz tzadik wenissgaw

"Ein Kraft-Turm ist  der Name Jahwehs.
Zu ihm soll der Gerechte eilen, und er wird erhoben werden." (Eigenübersetzung)

Bei JAHWEH, dem EINEN und EINZIGEN wahren Gott kann ich Kraft tanken. Das habe ich auch heute Nacht wieder eindrücklich erlebt. Wenige Stunden nach dem Einschlafen bin ich ganz wach. Wie schon oft ist mir Psalm 17,15 nahe. In Gerechtigkeit sättigt sich der Gerechte an der Erscheinung Jahwehs, des Himmlischen Vaters.

Psalm 92, Verse 13-15: (mein Taufspruch)
13 Der Gerechte wird sprossen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.
14 Die gepflanzt sind im Haus des HERRN,
sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes;
15 noch im Alter tragen sie Frucht,
sind saftvoll und frisch,

(Schlachter Bibel 2000)


Das war in den letzten Tagen nicht immer so. Die Frage nach dem Optionen Handel beschäftigt mich immer noch. Dabei erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle: euphorisch / depressiv, nach meinem Verständnis gleichzusetzen mit habsüchtig / ungläubig. Sachlichkeit bzw. eine ausgeglichene Haltung ist in diesem Geschäft gefragt. Die Probe werde ich dann bei den Abschlüssen zu bestehen haben.

Der obige Trennstrich, zwischen den Abschnitten, wurde auf wunderbare Weise durch meinen "Esel", ohne mein Dazutun, eingefügt.


23. März 2014
jom rischon - 21. Adar II 5774 - infolge Zwang und Gericht ein Schlag

Der prophetische Text in Jesaja 53,8, meines heutigen internen Loses, spricht von Jesu Verhaftung, Verurteilung und Folge für ihn:

מעצר וממשפט לקח ואת-דורו מי ישוחח כי נגזר מארץ חיים מפשע עמי נגע למו

meotzer umimischpat lukach weet-doro mi yessocheach ki nigsar meeretz chayim mipescha ami nega lamo

"Infolge von Zwang und Gericht ist er weggenommen worden; und über sein Geschlecht, wer will nachsinnen? Denn er ist abgeschnitten worden vom Land des Lebens, wegen der Sünde Meines Volks; ein Schlag für ihn!" (Eigenübersetzung)

Es gibt verschiedene Handschriftversionen dieses Verses. Ich stütze mich auf die Bibelsoftware, die die Biblia Hebraica als Grundlage hat. Anstatt "nega lamo" schreiben andere "nuga lamawet": zu Tode geschlagen.

Jesus wusste um seine Mission als Messias. Er wusste auch, dass die große Mehrheit seines Volks ihn ablehnen würde. Ein Schlag ins Gesicht für den Gesalbten. Das Ende von Jesus am Kreuz ist allgemein bekannt.

Auch in Jesaja 53 ist der Tod des leidenden Gottesknechts in verschiedenen Versen thematisiert. Aber es bleibt nicht beim Tod. Jesaja 53,11+12 deuten die Auferstehung von Jesus Christus an.

Eine wunderbare Folge von Zwang und Gericht: "Der Gerechte wird viele gerecht machen." (Vers 11) Als einen Solchen verstehe ich auch mich.


Einmal mehr sage ich: Schma Israel!  Höre Israel!

mi yessocheach?  Wer will nachdenken?


25. März 2014
jom schlischi - 23. Adar II 5774 – ein erneutes Kraftwort – Jahwehs Plan kommt zustande

Das interne Los in Jeremia 29,13+14 ist erneut ein unerhörtes Kraftwort, das ich dem Volk von JAHWEH dringend ans Herz lege:

ובקשתם אתי ומצאתם כי תדרשני בכל-לבבךם ונמצאתי לכם נאם-יהוה ושבתי את-שביתכם וקבצתי אתכם מכל-הגוים ומכל-המקומות אשר הדחתי אתכם שם נאם-יהוה והשיבתי אתכם אל-המקום אשר-הגליתי אתכם משם

uwikaschtem oti umetza’tem ki tidrschuni wechol-lewawchem wenimtze’ti lachem neum-YAHWEH  weschawti et-schwitchem wekibatzti etchem micol hagoyim ummicol-hamekomot ascher hidachti etchem scham neum-YAHWEH wahaschiwoti etchem el-hamakom ascher-higleiti etchem mischam

„Und ihr werdet MICH suchen und werdet finden!
Wenn ihr MICH von eurem ganzen Herzen verlangen wollt, so werde ICH MICH durch euch finden lassen.
– Spruch von JAHWEH –
Und Ich werde eure Gefangenschaft wenden, und ICH werde euch sammeln aus all den Heidenvölkern und aus all den Orten, wo ICH euch dorthin vertrieben habe.
– Spruch von JAHWEH –
Und ICH werde euch zurückbringen zu dem Ort, wo ICH euch von dort verbannt habe.“
(Eigenübersetzung)

Gottes Wort ist zeitlos, weil JAHWEH die Allversöhnung will. Gottes Wort galt sowohl zu Jeremias Zeiten, wie es auch heute noch Gültigkeit hat.

Gefangenschaft?, werden sich vielleicht manche Leser fragen. „schwitchem“ – ist das Urwort für „eure Gefangenschaft „. Neuere Bibelübersetzungen verwenden „euer Geschick“. Ich bin bewusst bei Gefangenschaft geblieben, weil die Freiheit in Israel winkt. Um das zu glauben, braucht es allerdings eine „Vision“. Ich glaube an den neuen Himmel und die neue Erde gemäß Jesaja 65,17 ff.. Diesem verheißenen Zustand gegenüber leben wir doch wirklich noch in Gefangenschaft.


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Sprüche 19,21 ist eine Wohltat für den Glauben:

רבות מחשבות בלב-איש ועצת יהוה היא תקום

rabot machaschawot belew-isch waatzat YAHWEH hi takum

"Viele Vorhaben sind im Menschenherz,
aber der Plan von JAHWEH, er muss zustande kommen!"
(Eigenübersetzung)

Gott ist nicht vom Menschenherz abhängig. Das ist mir im Zusammenhang mit dem geplanten Optionen Handel so richtig bewusst geworden. Wir Menschen sind völlig abhängig von Gott. Da ist es sehr beruhigend zu glauben, dass der Wille von Gott zustande kommt. Darauf will ich mich bei den Risiko behafteten Börsengeschäften stützen.


26. März 2014
jom rewii - 24. Adar II 5774 - Gerechtigkeit und Recht - Gnade und Wahrheit

Mein internes Los hat zwei frappierende Ähnlichkeiten zu demjenigen vom 31. Oktober 2012 in Psalm 85,10+11. Das heutige interne Los in Psalm 89,15 lautet:

צדק ומשפט מכון כסאך חסד ואמת יקדמו פניך

tzedek umischpat mechon kiss'echa chessed weemet yekadmu paneicha

"Gerechtigkeit und Recht sind Grundlage Deines Throns.
Gnade und Wahrheit wollen Deinem Angesicht vorangehen."
(Eigenübersetzung)
 

  1. Ich habe Amos 5,24 als zweites Leitthema für meine Internetseite gewählt: „Und es wälze sich wie Wasser Recht und Gerechtigkeit wie ein stark fließender Bach." Das ist die Grundlage für Jahwehs Thron. In der praktischen Umsetzung bekommen wir Anteil an SEINER Herrschaft. So bin ich zu diesem Leitvers gelangt.
    (Psalm 85,11 spricht von Gerechtigkeit und Frieden; Frieden als wunderbare Ergänzung.)
  2. Gnade und Wahrheit = Herrlichkeit! (Johannes 1,14), habe ich am 31. Oktober 2012 festgehalten. Gnade und Wahrheit kann man sich als zwei verschiedene Kreise vorstellen. In völliger Kongruenz ergeben sie Herrlichkeit; ein anzustrebendes Lebensthema für alle Menschen.
    (Psalm 85,11 braucht die genau gleichen beiden Worte.)

31. März 2014
jom scheni - 29. Adar II 5774 - Gottes uralte Verheißungen gehen in Erfüllung

Juden, Christen und Muslime berufen sich auf Abraham als ihren Urvater. Diesem war JAHWEH in besonderer Art erschienen. Auch mir erscheint JAHWEH, wenn man meine Internetseite genau liest, auf besondert Art und Weise. Ich erinnere an den Aufruf vom 24. Juni 2007 (Lebenslauf), nach Israel auszuwandern. Ebenso erinnere ich an meinen Traum vom 3. Mai 2008, wonach der Messias ganz am Anfang der Geschichte zurückkommen wird.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine steht in 1. Mose 18,19 und handelt von Abraham:

כי ידעתי למען אשר יצוה את-בניו ואת-ביתו אחריו
ושמרו דרך יהוה לעשות צדקה ומשפט למען הביא יהוה על-אברהם את אשר-דבר עליו

ki yeda'tiw lemaan ascher yetzaweh et-banaw weet-beito acharaw
weschomru derech YAHWEH laassot tzedakah umischpat lemaan hawi YAHWEH al-awraham et ascher-diber alaw

"Denn Ich habe ihn erkannt, damit dass er befehlen möge seinen Kindern und seinem Haus nach ihm.
Und sie werden den Weg Jahwehs bewahren zu tun Gerechtigkeit und Recht, damit JAHWEH über Abraham das bringe, was Er über ihn geredet hat."
(Eigenübersetzung)

Der Vers steht im Zusammenhang des Besuchs von drei Männern, die er bewirtet hatte und wo ihm die Geburt von Isaak innerhalb eines Jahres angekündigt wurde. Danach brachen die Männer auf. Es folgt die Verhandlung Abrahams mit JAHWEH über Sodom und Gomorra.

Die Geschichte geht weiter. Ziel ist die Allversöhnung, die Wiederherstellung des Paradieses, inklusive Wiederherstellung von Sodom und Gomorra (Hesekiel 16,53 ff). Aber so, wie die Zerstörung von Sodom und Gomorra nicht harmlos war, wird auch die vor uns liegende Zeit nicht harmlos sein. Nach der Prognose von Fachleuten steht uns eine viel stärkere Finanzkrise, als diejenige im Jahr 2008, bevor.

Interessant ist, dass im heutigen Losungstext wieder Gerechtigkeit und Recht erscheinen, wie vor einigen Tagen und wie im zweiten Leitvers der Homepage.


1. April 2014
jom schlischi - 1. Nissan 5774 - so wie er mir, so will ich ihm!

Das ist eine ganz natürliche, menschliche Reaktion. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Sprüche 24,29 lehrt uns aber etwas anderes:

אל-תאמר כאשר עשה-לי כן אעשה-לו אשיב לאיש כפעלו

al-tomar caascher assah-li ken eesseh-lo aschiw laisch kefaalo

"Sage nicht:
'So wie er mir getan hat, so will ich ihm tun!
Ich will jedem zurückgeben nach seinem Tun!'"
(Eigenübersetzung)

Wir sind hier ganz nah beim Neuen Testament, bei der Lehre von Jesus in Matthäus Kapitel 5:

38 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Auge um Auge und Zahn um Zahn!«
39 Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bösen nicht widerstehen; sondern wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, so biete ihm auch die andere dar;
  (Schlachter Bibel 2000)

Ich glaube, dass hier noch die ganze Menschheit zu lernen hat.

Könnte es sein - ein Traum - dass Israel als Licht für die Welt, da Vorbild werden soll?


5. April 2014
Schabat - 5. Nissan 5774 - niemand darf sich vor mich stellen

Als ich das letzte Mal das interne Los in Josua 1,5 gezogen hatte, jubelte mein Herz:

לא-יתיצב איש לפניך כל ימי חייך כאשר הייתי עם-משה אהיה עמך לא ארפך ולא אעזבך

lo-yityatzew isch lefaneicha col yemei chayeicha caascher hayiti im-moscheh ehyeh imach lo arpcha welo eeswecha.

„Es darf sich nicht jemand vor dich stellen. Alle Tage deines Lebens, so wie Ich gewesen bin mit Mose, will Ich mit dir sein. Ich will dich nicht loslassen und dich nicht verlassen.“ (Eigenübersetzung)

Mein Name "Jehoschua" wurde damals deutlich bestätigt.

Nun hat sich meine Bank vor mich gestellt. Sie könne den Optionen Handel, wie er mir von einem amerikanischen Börsenfachmann empfohlen worden ist, nicht durchführen. Es sei zu riskant. Das ist für mich nicht einsichtig, weil die Bank grundsätzlich mit Optionen handelt. Ich werde mit diesem Institut in Kontakt treten und werde mir die genauen Hintergründe erklären lassen.


6. April 2014
jom rischon - 6. Nissan 5774 - erneut Gerechtigkeit und Recht

Zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen ist Gerechtigkeit und Recht Thema meines Tagebuchs. (hier und hier) Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine weist in Sprüche 21,3 darauf hin, dass Gerechtigkeit und Recht JAHWEH wohlgefälliger sind als Schlachtopfer:

עשה צדקה ומשפט נבחר ליהוה מזבח

asso tzedakah umischpat niwchar laYAHWEH misawach

"Gerechtigkeit zu tun und Recht ist JAHWEH wohlgefälliger als Schlachtopfer." (Eigenübersetzung)

Schlachtopfer haben sowieso seit dem Tod von Jesus Christus, nach der Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem, aufgehört. Gerechtigkeit und Recht sind nach wie vor aktuell. Sie sind auch in unserer Wohngenossenschaft aktuell, wo ich an der kommenden Generalversammlung einen Antrag gegen einen solchen der Verwaltung stelle, den ich als nicht "im Recht" sehe.


7. April 2014
jom scheni - 7. Nissan 5774 - JAHWEH ruft Sein Volk aus den entferntesten Winkeln der Erde heim nach Israel

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine "unterschlägt", vermutlich als Spätfolge der Ersatztheologie, den ersten Teil von Jesaja 41,9:

אשר החזקתיך מקצות הארץ ומאציליה קראתיך ואמר לך עבדי-אתה בחרתיך ולא מאסתיך

ascher hechesakticha miktzot haaretz umeatzileiha kera'ticha waomar lecha awdi atah becharticha welo meassticha

"Den Ich ergriffen habe (Knecht Israel) von den Enden der Erde, und aus ihren Winkeln habe Ich dich gerufen.
Und Ich sagte dir: 'Mein Knecht bist du; Ich habe dich erwählt und nicht verschmäht.'"
(Eigenübersetzung)

Wir befinden uns mitten in der Erfüllung der Prophetie von Jesaja 41, 8-10. So richtig begonnen hatte sie nach der Schoah, der Vernichtung der Juden durch Hitler und Konsorten. Heute ist der Antisemitismus wieder an vielen Orten der Erde virulent. JAHWEH braucht die Jäger, nachdem die Fischer an ihre Grenzen gekommen sind.

Ich rufe den Juden zu: Wartet nicht! Ihr braucht doch keine neue Katastrophe, oder? Stützt Euch auf die vielen Verheißungen, die Ihr in meiner Internetseite findet!

Ihr seid der Same Abrahams (Jesaja 41,8); das auserwählte Volk von JAHWEH. Ihr sollt das Licht der Welt werden. Seid nicht ängstlich! Gott erhält Dich durch die rechte Hand Seiner Gerechtigkeit (Jesaja 41,10)! Die allgegenwärtige Gerechtigkeit, die bei Gott nie fehlt. Ob wir das wahrnehmen, oder nicht, ist eine andere Frage.


9. April 2014
jom rewii - 9. Nissan 5774 - der dritte Tempel

Das interne Los in Psalm 91,9b war bereits am 4. November 2012 Gegenstand eines Tagebucheintrags. Ich hatte damals darauf hingewiesen, dass sich mein "Esel" bei der Ersterfassung am 31. Juli 2009 sonderbar verhalten hatte. Wenn er "bockt", ist das immer ein Zeichen besonderer Aufmerksamkeit wie bei Bileam. Die Bibelsoftware hatte nur den zweiten Teil von Psalm 91,9 angezeigt:

עליון שמת מעונך

... elyon ssamta meonecha

"... Höchster, Du hast Deine Wohnung bereitgestellt!“ (Eigenübersetzung)

Da ich nicht historisch kritisch denke, sondern hebräisch, glaube ich nicht an die hergebrachten Übersetzungen.

Nach meinem Glauben steht der 3. Tempel fix und fertig bereit. Es braucht nur noch die Offenbarung durch den Messias. In der Zwischenzeit ist mein Bewusstsein gewachsen. Ich glaube mich als Erlöser Israels und als König Messias der Welt. "Der spinnt", werden jetzt manche Leser sagen, was ich ihnen nicht verübeln will. Es ist tatsächlich ein hoher Anspruch, und ich weiß noch nicht, wie das praktisch geschehen soll. Gelernt habe ich aber, dass Gott meine Mitwirkung will, und dass ich meine Hände nicht einfach in den Schoss legen soll. Darum lässt mich auch der Optionen Handel noch nicht los. Ich habe zwar mit meiner Bank eingehend gesprochen und zur Kenntnis genommen, dass die gewünschten Geschäfte mit dieser nicht möglich sind. Da sich aber niemand vor mich stellen darf, muss ich weiter schauen. Mein Traum vom 22. Juli 2013, wonach ich Bankmanager werden soll, ist immer noch in mir wirksam, auch wenn mein Bruder gestorben ist.


9. April 2014
jom rewii - 9. Nissan 5774 - JAHWEH ist langmütig, aber nicht unbeschränkt

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Nahum 1,3:

יהוה ארך אפים וגדל-כח
ונקה לא ינקה יהוה בסופה ובשערה דרכו וענן אבק רגליו

YAHWEH erech apayim ugdol-coach
wenakeh lo yenakeh YAHWEH bessufah uwiss'arah darco weanan awak raglaw

"JAHWEH ist langmütig (lang zum Zorn) und eine große Kraft.
Aber wirklich nicht ungestraft will JAHWEH lassen. In der Windsbraut und im Sturmwind ist Sein Weg; und Gewölk ist Staub Seiner Füße."
(Eigenübersetzung)

Das Losungsbüchlein "unterschlägt" den letzten Teil des Verses. Ob Windsbraut und Sturmwind nicht zum christlichen Trinitätsdogma passen? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass Gott der EINE ist.

JAHWEH wird in diesem Bild als der Umfassende dargestellt, für den Gewölk Staub Seiner Füße ist: Gnädig und mächtig, aber auch strafend, wenn Ihm Seine Kinder nicht gehorchen. JAHWEH will, dass Sein Volk freiwillig nach Israel zurückkehrt. Allen die diesen Wunsch hegen, wird Er in Seiner Güte helfen. Diejenige die nicht hören wollen, wird Er mit Jägern jagen.

Ich wiederhole den Appell von vorgestern:

Wartet nicht! Ihr braucht doch keine neue Katastrophe, oder? Stützt Euch auf die vielen Verheißungen, die Ihr in meiner Internetseite findet!


10. April 2014
jom chamischi - 10. Nissan 5774 - Reis aus dem Stamm Isais

Über das heutige interne Los in Jesaja 11,2 hatte ich schon am 5. November 2012 einen Tagebucheintrag verfasst. Auch wenn ich die Geistestaufe noch nicht erlebt habe, beschäftigt mich das Los weiter:

ונחה עליו רוח יהוה  -  רוח חכמה ובינה  -  רוח עצה וגבורה  -  רוח דעת ויראת יהוה

wenachah alaw ruach YAHWEH - ruach chochmah uwinah - ruach etzah ugwurah - ruach daat weyir'at YAHWEH

„Und es wird auf ihm(Messias) Geist Jahwehs ruhen:
- Geist der Weisheit und des Verstandes
- Geist des Rates und der Macht
- Geist der Erkenntnis und der Furcht Jahwehs.“
(Eigenübersetzung)

Als reinkarnierter Jesus von Nazareth beanspruche ich also Reis Isais zu sein (Jesaja 11,1).

Die Leiterin von Schoresch (Wurzel), (ehemals Jüdisch-Christliche Forschungsarbeit) hatte in etwa dieses Schema gezeichnet. (anstelle von JEHOSCHUA muss man sich JESCHUA vorstellen.

Hinter der Grafik kann man den sechsarmigen Leuchter, die Menorah, im zukünftigen Tempel zu Jerusalem sehen, an dem Jehoschua maßgeblich beteiligt sein wird. Eines muss man dabei klar sehen: JAHWEH ist die Grundlage (mechon).


11. April 2014
jom schischi - 11. Nissan 5774 - ich kann das Recht durchsetzen

Im Tagebucheintrag vom 6. April 2014, am jom rischon, habe ich am Schluss auf die Generalversammlung unserer Wohngenossenschaft hingewiesen, die heute stattfindet. Es geht um eine Pseudo-Statutenveränderung, weil das dahinter stehende Anliegen rechtlich gar nicht möglich ist. Eine solche tatsächliche Änderung der Statuten würde vom Handelsregisteramt abgelehnt. "pseudo" wird im Wiktionary Wörterbuch als "falsch, unecht, vorgetäuscht" beschrieben. Wollen wir das? ist meine Frage an die Mitglieder.

Vorgängig zur Generalversammlung hatte der Aktuar alles in die Wege geleitet, sachlich meinem Antrag gerecht zu werden. Seine Idee wäre gewesen, den Antrag der Verwaltung ohne weitere Folgen zurückzuziehen. Damit wäre auch mein Antrag hinfällig geworden, und das Protokoll hätte keine Spuren des Geschäfts hinterlassen. Dagegen wehre ich mich. Ich stelle den Antrag, bei der vorgeschlagenen Geschäftsordnung zu bleiben und zuerst über meinen Antrag abzustimmen, was nach Diskussion geschieht. Mit großer Mehrheit stimmt die Generalversammlung meinem Antrag zu. Wir bleiben damit "im Recht", was mir Genugtuung bereitet und nach meinem Glauben auch göttlichem Willen entspricht.


14. April 2014
jom scheni - 14. Nissan 5774 - JAHWEH ist ein eifersüchtiger Gott

Am 9. April 2014 habe ich geschrieben:

"JAHWEH wird in diesem Bild als der Umfassende dargestellt, für den Gewölk Staub Seiner Füße ist: Gnädig und mächtig, aber auch strafend, wenn Ihm Seine Kinder nicht gehorchen. JAHWEH will, dass Sein Volk freiwillig nach Israel zurückkehrt. Allen die diesen Wunsch hegen, wird Er in Seiner Güte helfen. Diejenige die nicht hören wollen, wird Er mit Jägern jagen."

Ich wiederhole den Appell vom 7. April 2014:

Wartet nicht! Ihr braucht doch keine neue Katastrophe, oder? Stützt Euch auf die vielen Verheißungen, die Ihr in meiner Internetseite findet!"


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 5. Mose 4,24 ist auch ein ernstes Wort:

כי יהוה אלהיך אש אכלה
הוא אל קנא

ki YAHWEH eloheicha esch ochlah
hu el kana

"Denn JAHWEH, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer.
Er ist ein eifersüchtiger Gott!" (Eigenübersetzung)

Ich wiederhole mich: "JAHWEH ist gnädig und mächtig, aber auch strafend, wenn Ihm Seine Kinder nicht gehorchen."

Üblicherweise wiederholen sich die Tageslosungen ca. alle drei Jahre. Das Wort in 5. Mose 4,24 war letztmals am 28. September 2002 aktuell. Das war der 8. Tag von Sukkot, dem Laubhüttenfest. Heute, am 14. April 2014 ist Erew Pessach, der Vorabend vom Auszug aus Ägypten. Die geneigten Leser merken etwas.

Da es nach meinem Glauben keine Zufälle gibt bei Gott, sollten Seine Kinder in der ganzen Welt wirklich aufmerken und gehorchen!

Der große Auszug aus der Diaspora steht also unmittelbar bevor.

Wir stehen in der Endzeit!


17. April 2014
jom chamischi - Chol Hamoed 2 - 17. Nissan 5774 - Gott ist derselbe wie in den Tagen der Väter

Das interne Los in Psalm 44,2:

אלהים באזנינו שמענו אבותינו
ספרו-לנו פעל פעלת בימיהם בימי קדם

elohim beosneinu schama'nu awoteinu
ssipru-lanu poal paalta bimeihem bimei kedem

"Gott, mit unseren Ohren haben wir unsere Väter gehört.
Sie haben uns erzählt, dass Du wirklich eine Großtat getan hast in ihren Tagen;
in den Tagen der Vorzeit."
(Eigenübersetzung)

Wir befinden uns momentan voll in den Tagen von Pessach, das an die wunderbare Befreiung Jahwehs von Seinem Volk aus der Sklaverei erinnert. Pessach ist die Zeit der Erinnerung, wo die Väter ihren Söhnen die großen Taten Gottes nahe bringen.

Ich möchte das Volk von JAHWEH daran erinnern, dass Gott nicht nur in der Vergangenheit gewirkt hat, sondern auch in der Gegenwart wirkt und in der Zukunft wirken wird. Wir stehen vor bewegenden Zeiten, die wir in Joel 3,1 erkennen können.

Nach den Tagen der Vorzeit stehen wir jetzt in den Tagen der Endzeit. (13. November 2007; 20. August 2010; 19. Oktober 2012; 12. November 2012; 3. Dezember 2012; 7. April 2013; 19. Dezember 2013; 11. Januar 2014; 14. April 2014.)


18. April 2014
jom schischi - Chol Hamoed 3 – 18. Nissan 5774 - Karfreitag - mein Bruder ist auferstanden

Traumerinnerung:
Wir sitzen in einem Restaurant und werweißen wo mein Bruder ist.
Da erscheint er plötzlich. Ich springe auf, um ihn zu begrüßen.
Er ist Bankangestellter und sitzt mit Kollegen an einem Tisch in einem andern Lokal.

Sinnbild:
Dieser Traum entspricht meiner Hoffnung und meinem Glauben auf die Auferweckung meines Bruders durch unseren Himmlischen Vater, damit der Traum vom 22. Juli 2013 in Erfüllung gehen kann.

Anruf:
Glaube nur!


20. April 2014
jom rischon - Chol Hamoed 5 - 20. Nissan 5774 - Ostern - das Friedensreich des Messias

Jesaja Kapitel 32 ist in der Schlachter Bibel 2000 mit "Das kommende Friedensreich des Messias" überschrieben. Noch ist es nicht da. Noch steht eine schwierige Zeit bevor. Entscheidend wird der Geist Gottes sein (Vers 15); der gleiche Geist wie in Joel 3,1.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine steht in Jesaja 32,17:

והיה מעשה הצדקה שלום
ועבדת הצדקה השקט ובטח עד-עולם

wehayah maasseh hatzdakah schalom
waawodat hatzdakah haschket wawetach ad-olam

"Und es wird ein Werk der Gerechtigkeit sein:         - Friede
und Dienst der Gerechtigkeit:                                 - die Ruhe und Sicherheit bis in Ewigkeit."
(Eigenübersetzung)


Es ist eine wunderbare Vision: Friede, Ruhe und Sicherheit bis in Ewigkeit!

Diese sind aber nicht gratis erhältlich. Dazu gehört Gehorsam, Gehorsam den Willen Jahwehs zu tun. Die Israeliten haben das während vierzig Jahren in der Wüste geübt, aber immer noch nicht gelernt. Sie wurden aus dem verheißenen Land vertrieben, weil sie nicht den Willen Gottes taten.

JAHWEH lässt aber Sein Volk nicht los. Er gibt ihm eine neue Chance. Den Messias!

Und wiederum ist die bange Frage: Wird Jahwehs Volk jetzt gehorchen?


26. April 2014
Schabat - 26. Nissan 5774 - Endzeitvision

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 1. Mose 26,4 ist von JAHWEH an Isaak gerichtet: Sie kommt mir wie eine Endzeitvision vor:

והרביתי את-זרעך ככוכבי השמים ונתתי לזרעך את כל-הארצת האל
והתברכו בזרעך כל גויי הארץ

wehirbeiti et-sar'acha kechochwei haschamayim wenatati lesar'acha et col-haaratzot hael
wehitbarachu wesar'acha col goyei haaretz

"Und Ich werde deinen Samen vermehren, wie Sterne des Himmels, und Ich werde deinem Samen all die Länder des wahren Gottes geben (auch das Westjordanland und Gaza).
Und es werden sich segnen, in deinem Samen, alle Heidenvölker der Erde." (Eigenübersetzung)

So wie JAHWEH mich als Erlöser Israels berufen hat, so ist Israel von JAHWEH als Licht und Segen für alle Heidenvölker berufen.

Am 3. Mai 2008 hatte ich eine sehr spezielle Traumerfahrung. Gott musste mich zuerst in mehreren Schritten wecken, bis ich Traum und Sinn erfasste. Der Messias kommt am Anfang der Geschichte (bei Abraham und Isaak) zurück. "In einem riesigen Bogen weicht er der Gefahr aus und beginnt am Anfang der Geschichte."

So ähnlich, wie der Messias am Anfang der Geschichte beginnt, so muss auch Israel zu den Wurzeln zurückkehren. Israel muss zum hebräischen Glauben der Urväter zurückfinden. So wie ich gelernt habe hebräisch zu denken, so muss auch Israel lernen. Dazu verweise ich auf mein Fazit am 21. Januar 2008 nach 2 1/2 Monaten Lehrzeit in Israel.


30. April 2014
jom rewii - 30. Nissan 5774 - ich lege Rechenschaft ab

Einem entfernt Verwandten, von dem ich zu seinem 70. Geburtstag eingeladen bin, hatte ich per Mail für die Einladung gedankt und ihm den Link zu meiner Internetseite geschickt. Daraus entwickelte sich ein Dialog, aus dem ich einen Teil einer meiner Antworten wiedergebe:
 

„Dass Du Deine Bemerkungen zu meiner Berufung als Erlöser Israels und König der Welt ironisch gemeint hast, habe ich tatsächlich nicht durchschaut. Dass es Dir “fast den Atem geraubt hat”, konnte ich von meinen Erfahrungen her verstehen.
 

Hier einige “atemberaubende” Erfahrungen meines “hebräischen Glaubens”:

1. In der Selbsterfahrungswoche im Juni 1980 in Reichenschwand (Lebenslauf) war ich das eindeutige Zentrum der Gruppe. In der letzten Gruppenübung wurden den Mitgliedern die Augen verbunden und in die erhobenen Hände, ohne weitere Instruktion, ein Besenstiel gelegt. Druck und Gegendruck bewirkten schlussendlich, dass der Besenstiel in meiner Hand entzwei brach (für mich symbolisch das zerbrochene Joch (Tagebuch vom 20. Januar 2013)).

2. Ein überaus eindrückliches Urknall-Erlebnis hatte ich zuhause kurz vor meiner Klinikeinlieferung. In meiner persönlichen Andachtsecke Ruhe suchend, ging mein Kopf immer schneller zwischen einer symbolischen Schlange und einem symbolischen Kreuz hin und her. Das Tempo steigerte sich bis ich erstarrt zu Boden fiel. In diesem Moment hörte ich den „Urknall“ und unmittelbar darauf ein neugeborenes Kind schreien. Noch Jahrelang konnte ich kaum über meine “Wiedergeburt” sprechen.

3. Für mich atemberaubend war auch eine Begebenheit nachher in der Psychiatrischen Universitätsklinik. In einem Gemeinschaftsraum ging ich auf und ab und proklamierte mich als Erlöser, bis mich drei Pfleger überwältigten und spritzten.

4. Im Anschluss an die Klinik waren meine Frau und ich im August 1980 in die Ferien nach Reichenschwand eingeladen. In einem charismatischen Gottesdienst nahm ich folgende Verheißung für mich: „Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“ Diese Verheißung hat für mich immer noch die gleiche Aktualität. Ich finde sie atemberaubend und warte auf ihre Erfüllung. (Siehe auch Punkt 13)

5. Zum Abschluss der Kurswoche wurde ich in einem gemeinsam gezeichneten Bild auf einer Wandtafel als der fliehende, biblische Jona identifiziert (Lebenslauf).

6. Im Frühling 2004 mietete ich für 3 Wochen das “Beit Yona” in Jerusalem. Ich wollte wissen, was es mit mir als Jona zu tun hatte. Diese Zeit entwickelte sich als persönliche Retraite in der ich viele Träume erhielt. Einer davon, eine hebräische Eingebung, bewegte mich besonders. "Mi misrachi YAH yischlach" (von einem Orientalen wird JAHWEH senden). Wer dieser Orientale ist und was er senden würde, blieb offen. Ebenfalls in einem Traum wurde mir verheißen, dass ich in Jerusalem eine Banklehre machen könnte (Lebenslauf).

7. Im Herbst 2004 nahm ich in Jerusalem am Laubhüttenfest, organisiert durch die Christliche Botschaft, teil. Einer der Redner war Bruder Yun, ein wegen seines Glaubens schwer verfolgter Chinese, der in Deutschland Asylrecht erhalten hat. Sein wunderbarer Lebensbericht machte mir deutlich, dass es sich um den “Misrachi” meines Traums vom Frühling handelte (Lebenslauf).

8. In der Israel Heute Zeitschrift vom April 2007 wurde die Offenbarung an Rabbi Kaduri publik (Tagebuch vom 15. August 2012). “Was für viele Menschen im Volk schwer zu akzeptieren ist, ist die Führung und Ordnung eines Messias aus Fleisch und Blut.”

9. Am 24. Juni 2007 hatte ich den “lech-lecha”-Traum (Rechenschaftsbericht nach der “Lehre” 2.10.) Gehe wirklich nach Jerusalem! (ins verheißene Land)

10. Am 3. November 2007, an meinem 70. Geburtstag, verabschiedete ich mich von Familie, Verwandten und Freunden, in der Meinung es sei ein definitiver Abschied; auch das recht bewegend. Am 5. November 2007 begann meine “Banklehre” in Jerusalem. (Tagebuch)

11. Im Traum vom 3. Mai 2008, in dem mir die Ankunft des Messias am Anfang der Geschichte deutlich gemacht wurde, musste mich Gott zuerst richtiggehend aufwecken (Tagebuch vom 26. April 2014).

12. Bei der Erinnerung an die Traumvision “elohim watedaber” vom 2. Juni 2009 schlägt mein Herz schneller: „Aber klein war dies in Deinen Augen, Gott! Und Du redetest über Deines Knechtes Haus in der Ferne. Und Du wirst mich sehen wie eine Wiederkehr des höchsten Menschen; Ewiger, Gott!“ (Aus einem Gebet von David in 1. Chronik 17,17; Tagebuch vom 12. August 2011)

13. Einen Vorgeschmack der Verheißungserfüllung von Reichenschwand habe ich erhalten, als mich mein “Esel” zum Kfar (Dorf) Yehoshua (Jehoschua) führte, nachdem ich Nitzanah, den Ort des dem König Messias geweihten Weinbergs mit Google Earth suchte (Tagebuch vom 22. Oktober 2012).

14. Traum vom 30. Oktober 2012 (Tagebuch). Die im Traum finster entschlossen dreinblickende Person, die mit einem Revolver auf mich zielt, habe ich nachträglich als meinen Seelsorger erkannt, der in einer Mail meinen Geist als angeschlagenen neurobiologischen Geist bezeichnet hatte, weil ich glaube Erlöser Israels zu sein. In einer zweiten Mail doppelte er nach: “Aus Deinem Sendungsbewusstsein muss ich auf einen psychotischen, krankhaften Geistes-Trend schließen.“

15. Mein internes Los brachte mein Herz am 1. November 2012 (Tagebuch) zum jubeln. Das gilt auch noch für heute. Ich habe die Zusage, dass sich niemand vor mich, Jehoschua, stellen darf.


Zum Stichwort “gigantisch”, das Du ebenfalls gebraucht hast: Für christliche Ohren ist meine Berufung wirklich gigantisch, weil Jesus Christus gemäß Trinitätsdogma ja Gott ist. Nicht so für die Juden: Die Juden erwarten einen Menschen als Messias. Glücklicherweise habe ich keine Berufung an den Christen, sondern an den Juden.“


2. Mai 2014
jom schischi - 2. Iyar 5774 - den Christen ins Stammbuch

Das interne Los in Jesaja 44,6 schreibe ich den Christen ins Stammbuch:

כה-אמר יהוה מלך-ישראל וגאלו יהוה צבאות
אני ראשון ואני אחרון ומבלעדי אין אלהים

coh-amar YAHWEH melech-yissrael wegoalo YAHWEH zwa'ot
ani rischon waani acharon umibal'adai ein elohim

„So hat JAHWEH gesagt, König Israels und sein Erlöser, JAHWEH der Heerscharen:
‚Ich bin Erster und Ich bin Letzter, und außer Mir ist kein Gott!’ “
(Eigenübersetzung)

Jesus ist nicht Gott, sondern Gottes Sohn. JAHWEH ist der EINE Gott (5. Mose 6,4)


3. Mai 2014
Schabat - 3. Iyar 5774 - Befehl oder Verheißung?

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 3. Mose 20,8 stellt mir die ganz große Frage, ob es sich bei diesem Text um einen Befehl handelt, wie in allen mir bekannten Bibelübersetzungen verwendet, oder ob es eine Verheißung ist, was ich wie folgt glaube:

ושמרתם את-חקתי ועשיתם אתם אני יהוה מקדשכם

uschmartem et-chukotai waassitem otam ani YAHWEH mekadischchem

"Und ihr werdet Meine Gesetze beachten und ihr werdet sie tun -
ICH, JAHWEH, heilige euch."
(Eigenübersetzung)

JAHWEH heiligt Sein Volk, damit dieses Seine Gesetze beachten wird, und damit Sein Volk Seine Gesetze tun wird. Es handelt sich also nicht um eine Bedingung, wonach JAHWEH Sein Volk heiligt, wenn es Seine Gesetze nach Befehl beachtet und tut.

Meine Übersetzung stimmt auch grammatikalisch. "uschmartem" und "waassitem" sind beides Waw-Perfekt-Formen, d.h. Zukunftsformen und nicht Befehlsformen.


JAHWEH heiligt also Sein Volk, damit es in der Lage ist, Seinen Willen zu tun. Wie soll das geschehen? Indem wir das tun, was Jesus Christus gesagt hat. Es geht nicht um eine peinlich genaue Erfüllung der 613 Gebote, abgesehen davon, dass Jesus diese in der Bergpredigt (Matthäus Kapitel 5 - 7) verschärft hat. Wiedergeburt und Abhängigkeit von JAHWEH im hebräischen Glauben werden dem Volk dazu helfen.


6. Mai 2014
jom schlischi - 6. Iyar 5774 - der Optionen Handel ist für mich nicht mehr aktuell

Nach eingehender Prüfung meiner Möglichkeiten bin ich zum Schluss gekommen, dass ich meine Bemühungen um den Optionen Handel aufgeben soll. Ich hätte ständig hinter den Aktienkursen her sein müssen und die Gefahr dem Mammon zu dienen, anstatt Gott, wäre groß gewesen.

Nun habe ich eine weitgehend statische Methode gefunden, nämlich die Investition in Silber und Gold. Damit folge ich Abraham (damals hieß er noch Abram). In 1. Mose 13,2 heißt es: "Und Abram war sehr reich geworden an Vieh, Silber und Gold." (Schlachter Bibel 2000) Vieh habe ich zwar keines, außer meinem "Esel", und reich bin ich auch noch nicht, denn Silber und Gold habe ich mit einer Hypothek auf meinem Hausanteil finanziert. Aber ich bin nun wirklich ruhig geworden im Hinblick auf die vor uns liegende Finanzkrise, weil ja Silber und Gold Gott gehören (Haggai 2,8), und weil dieses Edelmetall für den Bau des letzten Tempels gebraucht wird (Haggai 2,9).

Silber und Gold stimmen auch mit der Zwischenbilanz überein, die ich vor fünf Jahren am 5. Mai 2009 erstellt hatte.


7. Mai 2014
jom rewii - 7. Iyar 5774 - ein Wechselbad der Gefühle

Nach rund zwei Stunden Schlaf erwache ich nach Mitternacht. Es geschieht mir in letzter Zeit relativ häufig, dass ich ohne erkennbaren Grund erwache und nicht mehr ohne Weiteres zum Schlaf zurückfinde. Dabei fühle ich mich gut, und ich nehme die Gelegenheit wahr, den Himmlischen Vater zu loben. Ich tue das vor allem anhand von Psalm 17,15 und lasse mir viele meiner Erfahrungen vergegenwärtigen. Jetzt ist mein gutes Gefühl nach dem gestrigen Tagebucheintrag präsent. Die Gedanken schweifen weiter. Viele Personen gehen mir durch den Sinn; Personen die mir nahe stehen und Personen mit besonderen Problemen. Plötzlich werde ich an die Endzeit erinnert, wie ich sie in Halluzinationen erlebt hatte. Das weckt mich völlig auf und die Dringlichkeit meines Auftrags wird mir bewusst. Nichts hält mich mehr im Bett, weil ich eine vorbereitete Mail an einen Schwager mit einem für mich wichtigen Gedanken noch ergänzen will.

Das getan, kommt mir Agora Inc. in den Sinn. Verschiedene Mails von dieser Beratungsfirma sind im Spam-Ordner gelandet, unter anderen folgende: "8 Bible verses now aligning with modern cures?" Ich habe diese Mail für mich als Aberglaube identifiziert und in einem Spezialordner abgelegt. Gleichwohl öffne ich eine andere Mail: "http://pro.boomandbustinvestor.com/NEW_BNB_BEL/MBNBQ414/?a=4&o=2448&s=4038&u=879469&l=13059&r=MC&g=0&h=true". Der Analyst Harry Dent macht einen sympathischen Eindruck und seine Theorien leuchten mir ein. Auch er prognostizierte eine baldige, scharfe Finanzkrise mit lang anhaltenden Auswirkungen, bis ca. 2023. Anders aber als andere Finanzspezialisten glaubt er an eine Deflation analog der 1930er Jahre und nicht an eine Inflation. Das werde auch den Gold-Kurs treffen und einen Kursrückgang von aktuell rund 1'300 USD auf ca. 700 USD je Unze bewirken. Andere Beratungsfirmen vertreten die Meinung, dass in absehbarer Zeit der Goldkurs bis 5'000 USD je Unze steigen könne.

Nun verwirren sich meine Gedanken. Was soll das? Wie sind solche Diskrepanzen möglich und was hat es mit meinem gestrigen Goldkauf auf sich? Ich gehe auf die Knie und frage Gott. Mit der Zeit werde ich ruhiger. Es ist wirklich so: "Silber und Gold gehören Gott!" (Haggai 2,8)  Menschen können auf Seinen Willen nicht einwirken. Ich halte daran fest, von Gott geführt zu sein, auch im Silber- und Goldkauf.


9. Mai 2014
jom schischi - 9. Iyar 5774 - JAHWEH naht mit Seiner Gerechtigkeit - Verheißung für Zion und Israel

Als Erlöser Israels ist es meine Aufgabe, die Juden wach zu rütteln und ihnen die Verheißungen Jahwehs zuzurufen. Das möchte ich mit dem heutigen internen Los in Jesaja 46,12+13 erneut tun:

שמעו אלי אבירי לב הרחןקים מצדקה
קרבתי צדקתי לא תרחק ותשועתי לא תאחר ונתתי בציון תשועה לישראל תפארתי

schim'u elai abirei lew harchokim mitzdakah
kerawti tzidkati lo tirchak uteschuati lo teacher wenatati betzion teschuah leyissrael tif'arti

"Hört auf Mich, Hartherzige, die Entfernten von Gerechtigkeit.
Ich habe Meine Gerechtigkeit genaht. Sie darf sich nicht entfernen und Mein Heil darf sich nicht verspäten!
Und Ich werde in Zion Heil geben; an Israel Meine Herrlichkeit."
(Eigenübersetzung)

Von JAHWEH her sind die Voraussetzungen gegeben. Die Hartherzigen und die Ungerechten sind angesprochen: "Hört auf JAHWEH, Hartherzige, Ungerechte!" Alle sind angesprochen. Alle sollen vom Heil und der Herrlichkeit profitieren können.

Auch ich, Jehoschua, rufe allen Juden in der Frontseite mit Amos 5,24 zu:

„Und es wälze sich wie Wasser Recht und Gerechtigkeit wie ein stark fließender Bach."

Alle Juden sollen an der Gerechtigkeit aktiv beteiligt sein, und dann auch am Heil und der Herrlichkeit.


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jesaja 12,3 fährt im gleichen Geist weiter:

ושאבתם-מים בששון ממעיני הישועה

usch'awtem-mayim bessasson mimaaynei hayeschuah

"Und ihr werdet mit Freude Wasser schöpfen aus Quellen des Jeschua (Jesus von Nazareth)." (Eigenübersetzung)

Erneut zitiere ich die Frontseite:

"Tut was Jesus Christus gesagt hat, aber tut nicht was 'Christen' tun!"


10. Mai 2014
Schabat - 10. Iyar 5774 - wie David zu Asaph - so der Messias zu den Juden in der Diaspora

Am Ende eines Dankpsalms, den David Asaph und einigen der Leviten in Auftrag gab, JAHWEH vor der Lade Gottes vorzutragen, steht mein internes Los in 1. Chronik 16,35:

ואמרו הושיענו אלהי ישענו וקבצנו והצילנו מן-הגוים להודות לשם קדשך להשתבח בתהלתך

weimru hoschienu elohei yissrael wekabtzenu wehatzilenu min-hagoyim lehodot leschem kodschecha lehischtabeach bithilatecha

"... und sagt:
'Rette uns, Gott unseres Heils, und sammle uns und reiße uns aus den Heidenvölkern;
zu danken Deinem heiligen Namen, glücklich zu preisen in Deinem Ruhm!'"
(Eigenübersetzung)

So wie der König David Asaph und einige Leviten angesprochen hat, JAHWEH zu loben, so spreche ich, als Erlöser Israels, die Diaspora Juden an und fordere sie auf, diesen Psalm von Herzen zu beten und zu glauben. Ich bin überzeugt, dass die Alija nach Israel Gottes Willen entspricht. Ich hege allerdings einige Zweifel, dass z.B. die amerikanischen Juden auf meinen Aufruf reagieren werden. Vermutlich geht es diesen materiell viel zu gut, um diese Anstrengung auf sich zu nehmen.

Gegen Gottes Willen zu handeln hat aber seinen Preis. Wenn die Fischer nichts mehr ausrichten können, so wird JAHWEH Jäger schicken. Das stelle ich mir alles andere als angenehm vor.


15. Mai 2014
jom chamischi - 15. Iyar 5774 - der Dialog geht weiter

Der Dialog, den ich am 30. April 2014 erwähnte, geht erfreulicherweise weiter:

"Lieber ...
 
Nein, ich schätze es nicht angegriffen zu werden. Ich finde es aber absolut unzulässig, einer offenen Haltung mit Ironie und Stillschweigen zu begegnen, und ich habe keine Mühe jedem Angriff mit der Hilfe JAHWEHS zu begegnen. Es geht wirklich um meine Mission als Erlöser Israels und König Messias der Welt. Nun, dass Du das krankhaft findest, kann ich verstehen. Auch mein Seelsorger empfand das Gleiche. (Punkt 14 meiner Mail vom 30.4.2014): “... der in einer Mail meinen Geist als angeschlagenen neurobiologischen Geist bezeichnet hatte, weil ich glaube Erlöser Israels zu sein. In einer zweiten Mail doppelte er nach: “Aus Deinem Sendungsbewusstsein muss ich auf einen psychotischen, krankhaften Geistes-Trend schließen.“
 
Du findest, dass Du mit einem “König” nicht auf Augenhöhe im Dialog sein könntest. Das ist Dein Problem, nicht meines. Ich verstehe mich, wie Du wahrscheinlich auch, als gewöhnlichen Menschen. Als solche sind wir nach der Bibel Ebenbild von Gott und damit auch “Königskinder”, nur wissen das sehr wenige Menschen. Als Königskind habe ich – Jehoschua - einen besonderen Auftrag an den Juden. Es geht nach Bruder Yun darum, Schuld der Christen an den Juden wieder gut zu machen.  http://www.jehoschua.org/De/rechenschaftsbericht-nach-der-lehre/24-berufung-durch-bruder-yun/. Der Erlöser Israels ist kein anderer als der wiederkommende Messias, den die Christen erwarten, nur haben die Christen ein falsches Bild vom wiederkommenden Messias. Sie erwarten einen Gott und nicht einen Menschen. Mein Seelsorger hat das offenbar eingesehen. Er schrieb mir:  “Lieber Eugen, jetzt bin ich nicht mehr sicher, ob wir uns wirklich verstanden haben. Wenn Du sagst, Du seist ein Nachfolger Jesu (Jehoschua) und Dich durch Schrift darin bestätigt siehst, ist das für mich eine gesunde, schriftgemässe Haltung.” Darauf hatte ich ihm geantwortet: “Ich bin froh, dass Du nicht mehr sicher bist. Sicherheit im Glauben ist gefährlich!”
 
Mein größtes Anliegen ist es, Gott gehorsam zu sein und demütig zu werden. Ich habe Paulus ergänzt und schreibe nun: “Gehorsam – Demut – Glaube – Hoffnung – Liebe”. Die Liebe bleibt aber das Höchste. Dass ich in meiner Stellung menschlich relativ einsam bin, stimmt. Ich habe das in meiner Zwischenbilanz der Banklehre am 5. Mai 2009 wie folgt dargestellt: http://www.jehoschua.org/De/tagebuch/date/2009/5/5/
 
In unserem Dialog möchte ich Dich von der Wirklichkeit Gottes überzeugen. Das bräuchte aber Deinerseits Offenheit und Ehrlichkeit. Ob Du das als Psychiater aufbringen kannst? Ich möchte aber die Hoffnung nicht einfach aufgeben. Ich bitte Dich vom nachfolgenden Tagebucheintrag möglichst unvoreingenommen Kenntnis zu nehmen. Das Gerippe kennst Du bereits. Ich empfehle Dir, auch die “Innereien” (Links und Linkeslinks) zu lesen und zu hören: http://www.jehoschua.org/De/tagebuch/date/2014/4/30/
 
Wenn Du das nicht willst oder kannst und Du mich somit wirklich nicht ernst nimmst, ist meines Erachtens ein weiterer Dialog nicht möglich.
 
Herzliche Grüsse
Eugen alias Jehoschua"

 

Mein heutiges internes Los in Jesaja 52,10 ist ein weiteres perfektes Wort Gottes:

חשפ יהוה את-זרוע קדשו לעיני כל-הגוים וראו כל-אפסי-ארץ את ישועת אלהינו

chassaf YAHWEH et-sroa kodscho leeinei col-hagoyim werau col-afssei-aretz et yeschuat eloheinu

"Offenbart hat JAHWEH Seinen heiligen Arm den Augen aller Heidenvölker. Und es werden alle Enden der Erde das Heil unseres Gottes sehen." (Eigenübersetzung)

Im Himmel ist das eine vollendete Tatsache. Hier auf Erden erwarten wir die Erfüllung des Wortes noch. Ich will meine ganze Kraft dafür einsetzen. Im Jahr 2011 war das Wort mein Geburtstagsgeschenk.


16. Mai 2014
jom schischi - 16. Iyar 5774 - die Aufgaben Zions

Die Bewohner Jerusalems, inklusive aller nach Zion Zurückkehrenden, haben eine wundervolle Aufgabe, die aus meinem internen Los in Psalm 147,11+12 hervorgeht:

רוצה יהוה את-יראיו את-המיחלים לחסדו
שבחי ירושלם את-יהוה הללי אלהיך ציון

rotzeh YAHWEH et-yereaw et-hamyachalim lechassdo
schabchi yeruschalam et-YAHWEH hal'li elohayich tzion

"JAHWEH hat Gefallen an den Ihn Fürchtenden; an denen, die auf Seine Gnade harren.
Rühme, Jerusalem, JAHWEH! Lobe deinen Gott, Zion!"
(Eigenübersetzung)

Ich schließe mich als berufener Erlöser Israels, der ich auf das Neue Jerusalem warte, in diese Verse ein. Jesaja Kapitel 62 ist in der Schlachter Bibel 2000 wie folgt überschrieben: "Flehen um das Heil für Jerusalem" Neben dem Rühmen und Loben dürfen wir auch flehen. Ich lade die ganze Menschheit dazu ein. Da JAHWEH gnädig und mächtig ist, wird er die Gebete nicht unbeantwortet lassen. Lasst uns auf die entsprechenden Erfahrungen achten! Nicht unsere Leistung ist beim Flehen wichtig, sondern das Wirken des Geistes Jahwehs. In Sacharja 12,10 haben wir eine Ahnung, was dann geschieht.


17. Mai 2014
Schabat - 17. Iyar 5774 - Matthäus 5,18

Das heutige interne Los in Hesekiel 12,25 hatte ich am 28. November 2012, damals als Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine, kommentiert. Titel: Zion - JAHWEH will reden. "JAHWEH will reden. Wir können es fördern oder verhindern" hatte ich geschrieben.

Die heutige Tagelosung in 1. Samuel 12, 20a+23a verhindert leider das Reden Jahwehs. Die deutsche Übersetzung lautet im Losungsbüchlein: "Samuel sprach: Ihr habt zwar all das Unrecht getan; es sei aber ferne von mir, dass ich davon abliesse, für euch zu beten." (Luther Bibel 1984) Hier wird nicht das Reden Jahwehs, sondern das Reden Samuels betont. Das Reden von Jesus wird missachtet: "Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." (Matthäus 5,18)

Im Zusammenhang mit Hesekiel 12,25 hatte ich bereits Matthäus 5,18 zitiert. Der Vers stammt aus einem Abschnitt der Bergpredigt, wo es um die Erfüllung des Gesetzes geht. Bekanntlich hat Jesus gesagt, er sei nicht gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen (Vers 17). Himmel und Erde sind noch nicht vergangen. Also haben Gesetz und Propheten noch volle Gültigkeit, was viele Juden sehr ernst nehmen. Offenbar braucht  es vorher noch die Wiederkunft des Messias für die Christen und die Ankunft des Messias für die Juden. Ich habe schon verschiedentlich die Hoffnung ausgedrückt, den neuen Himmel und die neue Erde noch zu erleben und sehe mich jetzt, als Erlöser Israels, persönlich in dieser Situation.

Nun bin ich auf die Antwort der Redaktion des Losungsbüchleins gespannt, von der ich das Copyright für die Wiedergabe des deutschen Losungstextes einholen muss. Am 4. Mai 2009 hatte ich auf einen Mailwechsel wegen den Textauslassungen hingewiesen.


18. Mai 2014
jom rischon - 18. Iyar 5774 - mein Seufzen ist JAHWEH nicht verborgen

Dass mein Verwandter den Dialog gestern abgebrochen hat, weil wir uns angeblich im Kreise drehen, entlockt mir anhaltendes Seufzen, so dass die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 38,10 für mich zur Realität wird:

אדני נגדך כל-תאותי
ואנחתי ממך לא-נסתרה

adonai negdcha chol-taawati
weanchati  mimcha lo-nisstarah

"Mein Herr, Dir gegenüber ist all mein Verlangen,
und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen!"
(Eigenübersetzung)

Wie kann ein Mensch, der sich selber und andern gegenüber offen und ehrlich ist, nicht von meinen Erfahrungen angesprochen werden?

Ich überlasse die Frage JAHWEH, dem gegenüber all mein Verlangen ist, und vor dem mein Seufzen nicht verborgen sein kann.


19. Mai 2014
jom scheni - 19. Iyar 5774 - was Gott mit unserer Seele und unseren Füßen macht

Internes Los und Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine haben frappante Gemeinsamkeiten:

Internes Los, Psalm 56,14:

כי הצלת נפשי ממבת הלא רגלי מדחי
להתהלך לפני אלהים באור החיים

ki hitzalta nafschi mimawet halo raglai midechi
lehithalech lifnei elohim beor hachayim

"Denn Du hast meine Seele vom Tod errettet - nicht auch meine Füße vor dem Gleiten?
Zu wandeln vor Gott im Lichte des Lebens!"
(Eigenübersetzung)


Tageslosung, Psalm 66,8+9:

ברכו עמים אלהינו והשמיו קול תהלתו
השם נפשנו בחיים ולא-נתן למוט רגלנו

borchu amim eloheinu wehaschmi'u kol tehilato
hassam nafschenu bachayim welo-natan lamot raglenu

"Lobpreist, Völker, unsern Gott und lasst hören eine Stimme Seines Ruhmes!
Der unsere Seele ins Leben versetzt hat und nicht zugegeben hat, dass unsere Füße wanken."
(Eigenübersetzung)

Psalm 56 ist mehr individuell ausgerichtet, Psalm 66 mehr kollektiv. Die Christen sind durch Jesus Christus vor allem individuell angesprochen, die Juden vor allem kollektiv. (Meine Seele, meine Füße - unsere Seelen, unsere Füße)

In den vorstehenden Versen geht es einerseits um die Seelen und andererseits um die Füße. Beide haben eine wichtige Funktion: das Sein und das Gehen.

Ein klassisches Beispiel für Individualität ist "meine" Verheißung:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“

Psalm 66 beginnt dagegen im großen Kollektiv:
1 Dem Vorsänger. Ein Lied, ein Psalm.
Jauchzt Gott, alle Welt!
2 Besingt die Herrlichkeit seines Namens,
macht herrlich sein Lob!
3 Sprecht zu Gott: Wie furchtgebietend sind deine Werke!
Wegen der Größe deiner Macht schmeicheln dir deine Feinde.
4 Alle Welt wird dich anbeten und dir lobsingen,
sie wird deinem Namen lobsingen! (Sela.)
(Schlachter Bibel 2000)

Ich, als Jehoschua, habe den individuellen Auftrag, als Erlöser Israels und König der Welt in Erscheinung zu treten. Ich weise die Juden, als großes zertreutes Volk, mit vielen biblischen Verheißungen, wie ich sie immer wieder im Tagebuch zitiere, auf ihren kollektiven Auftrag hin. Das Volk Israel hat als "Licht der Welt" den Auftrag, die ganze Menschheit auf den richtigen Weg zu weisen. Schlussendlich wird es eine "Herde" sein.


20. Mai 2014
jom schlischi - 20. Iyar 5774 - das Haus David ist in Ewigkeit gesegnet

Das heutige interne Los aus 1. Chronik 17,27 hat noch die gleiche Aktualität wie 2011:

ועתה הואלת לברך את-בית עבדך להיות לעולם לפניך
כי-אתה יהוה ברכת ומברך לעולם

weata hoalta lewarech et-beit awdcha lihyot leolam lefaneicha
ki ata YAHWEH berachta umeworach leolam

„Und nun hat es Dir gefallen das Haus Deines Knechtes zu segnen, zu sein in Ewigkeit vor Dir.
Denn Du, JAHWEH, hast es gesegnet, und es ist gesegnet in Ewigkeit.“
(Eigenübersetzung)

Das Haus David bleibt in Ewigkeit; nicht so das Christentum. Wir stehen in dessen Endzeit. Es ist an der Zeit aufzuwachen! (Matthäus 25 1-13)


21. Mai 2014
jom rewii - 21. Iyar 5774 - das Wort von JAHWEH ist sehr nahe

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 5. Mose 30,14 ist sehr bedeutungsvoll für Jahwehs Volk:

כי-קרוב אליך הדבר מאד בפיך ובלבבך לעשתו

ki-karow eleicha hadawar meod beficha uwilwawcha laassoto

"Denn sehr nahe bei dir ist das Wort - in deinem Mund und in deinem Herzen - es zu tun!" (Eigenübersetzung)

Es sollte mindestens so sein. Der Talmud hat leider eine sehr große Bedeutung erhalten und den Tanach (jüdische Bibel) im täglichen Leben in den Hintergrund gedrängt. Obwohl die Torah im rabbinischen Judentum sehr verehrt wird, nach meinem Empfinden zu sehr, trifft die Tageslosung nicht mehr zu. Sie hat es auch im pharisäischen Judentum, zu Zeit von Jesus, nicht getan und für viele Konflikte gesorgt.

Dass das Wort sehr nahe im Mund und im Herzen ist, ist das Eine. Letztlich entscheidend ist aber das Tun. Jesus von Nazareth hatte den hebräischen Glauben ganz gelebt und dementsprechend immer wieder ernsthafte Konflikte mit den Pharisäern gehabt. Das hat ihm schlussendlich das Leben gekostet.

Es geht also darum zum hebräischen Glauben zurückzufinden. Leuchtendes Beispiel sind uns die biblischen Patriarchen: Abraham, Isaak und Jakob. Auch David ließ sich weitgehend durch den Geist Gottes führen. Sein Aufruf in meinem internen Los in Psalm 37,4+5 zeugt davon:

והתענג על-יהוה ויתן-לך משאלות לבך
גול על-יהוה דרכך ובטח עליו והוא יעשה

wehit'anag al-YAHWEH weyiten-lecha misch'alot libecha
gol al-YAHWEH darkecha uwtach alaw wehu yaasseh

"So erfreue dich über JAHWEH und Er will dir Wünsche deines Herzens geben.
Wälze auf JAHWEH deinen Weg und vertraue auf Ihn so will Er es machen."
(Eigenübersetzung)

Ich habe die Übersetzung gegenüber dem 4. Dezember 2013 leicht verändert, da mir die neue Version zutreffender erscheint.

Juden und Christen wünsche ich "hebräische" Erfahrungen!


22. Mai 2014
jom chamischi - 22. Iyar 5774 - JAHWEH will harren, sich erheben, sich erbarmen - JAHWEH ist ein Gott des Rechts

Ich bin ein glücklich Harrender über dem heutigen internen Los in Jesaja 30,18:

ולכן יחכה יהוה לחננכם ולכן ירום לרחמכם
קי-אלהי משפט יהוה אשרי כל-חוכי לו

welachen yechakeh YAHWEH lachananchem welachen yarum lerachemchem
ki-elohei mischpat YAHWEH aschrei col-chochei lo

"Und darum will JAHWEH harren, euch zu begnadigen. Und darum will Er sich erheben, sich euer zu erbarmen.
Denn ein Gott des Rechts ist JAHWEH. Glücklich alle auf Ihn Harrenden!"
(Eigenübersetzung)

Die Verheißungen und die Erfahrungen verdichten sich. Meine Berufung als Erlöser Israels wird mir immer deutlicher. Mein Glaube wird einmal mehr bestätigt: JAHWEH ist langmütig, gnädig und mächtig. Dabei ist JAHWEH unbestechlich, ein Gott des Rechts. (Amos 5,24)

Schma Israel - Höre Israel!


23. Mai 2014
jom schischi - 23. Iyar 5774 - meine Antwort auf die Reaktion auf meine Bitte um ein Copyright

Wie erwartet ließ die Reaktion der Herrnhuter Brüdergemeine, auf meine Bitte um ein Copyright, nicht lange auf sich warten.

Meinerseits beantworte ich die Fragen wie folgt:

In JAHWEH geliebter ...
 
Danke, dass Sie mir indirekt das Copyright für Ihre Losung vom 17. Mai 2014 erteilen. Ich muss Sie aber darauf aufmerksam machen, dass es sich bei meiner Homepage um ein öffentliches Manifest handelt, das primär und vor allem - auch vor den Christen - die Juden ansprechen soll. Ich werde diese Antwort, anonymisiert, ins Netz stellen.
 
Sie teilen mir mit, dass es nicht erkennbar sei, was die Losung des 17. Mai 2014 mit meiner Deutung auf das Reden Jesu (Matthäus 5,18) zu tun habe. Mit dem Link auf den 28. November 2012 wollte ich deutlich machen, dass wir als Nachfolger von Jesus, wie dieser in Matthäus 5,18, handeln sollten, weil sonst JAHWEH nicht reden könne.
Jesus von Nazareth veränderte das Gesetz und die Propheten nicht. (Matthäus 5,17) Also dürfen wir als Jesu Nachfolger das auch nicht tun. Sie haben das mit Hesekiel 12,25 aber krass getan, indem sie den Vers richtiggehend zerstückelten. In der Losung vom 17. Mai 2014 ist etwas Ähnliches sichtbar. Sie kombinierten 1. Samuel 12,20 mit 1. Samuel 12,23 und liessen jeweils willkürlich die zweite Vershälfte weg. So kann JAHWEH meines Erachtens nicht richtig zu den Juden reden, was doch eigentlich die Absicht ist, oder?
 
Dass ich die Christen mit meinem Glauben vor den Kopf stosse, reinkarnierter Jesus von Nazareth zu sein, ist mir bewusst. Ich glaube auch an die Aussagen in Matthäus 24,5 und Lukas 21,8.
So sollte auch klar sein, dass ich mich nicht als Erlöser neben Jesus sehe.
 
Matthäus 24,5 (Schlachter Bibel 2000):
“Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.”
Es ist nicht meine Absicht jemanden zu verführen. Ich habe an den Christen keinen direkten Auftrag, sondern an den Juden:
 
Lukas 21,8: (Schlachter Bibel 2000):
“Da sprach er: Habt Acht, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist nahe! Lauft ihnen nun nicht nach!”
Ich habe nicht die Absicht, eine Gemeinschaft hinter mir zu sammeln. Ich begnüge mich, dem “Orchester” den Ton anzugeben und mitzuspielen:
 
Wenn Sie Antworten auf Ihre drei Fragezeichen wollen, nehmen Sie bitte folgenden Link mit sämtlichen Links und “Linkeslinks”, inklusive der Videos, zur Kenntnis:
Sie werden darin hoffentlich meine ehrliche Absicht erkennen, die Juden zum Messias Jesus Christus zu führen.
 
Abschliessend noch dies:
Abgesehen von meinem “Urknallerlebnis”, wie ich es im Lebenslauf beschrieben habe, hatte ich nie eine “Geistestaufe” erlebt. Meine Bekehrung zu Jesus hatte ich als Kind aus Angst vor Gott erfahren. Meine Eltern waren Teil einer Minoritätsgemeinde der Landeskirche. Das war zu einer Zeit, als die Gerichtspredigt einen hohen Stellenwert hatte. Ich hatte nie ein “Christuserlebnis”, ähnlich wie Paulus in Damaskus. Durch die Charismatische Bewegung wurden mir später, in den 70er Jahren, echte Gottesbegegnungen geschenkt, und 1980 machte ich eine tiefgreifende Wandlung durch, wie im Lebenslauf beschrieben.
 
Mit den besten Wünschen und Grüssen
Eugen Senn alias Jehoschua

24. Mai 2014
Samstag - Traum vor 5 h – ich stelle in einer frommen Versammlung einen Ketzer bloß

Ich bin Teil einer frommen Versammlung, in der sich auch ein Mann befindet, der ketzerisches Gedankengut verbreitet. Ich bitte Gott inständig um ein passendes Wort. Ein an der Wand hängendes Plakat wird mir zur Hilfe. Ich stehe auf und weise den Mann darauf hin, der das Plakat aber am falschen Ort sucht und es nicht auf Anhieb findet. „So will ich es, anstelle von Ihnen verkünden.“ Es geht um die klare Botschaft des Endgerichts, das im ketzerischen Gedankengut des Mannes keinen Platz hat.
(hier hört meine Erinnerung auf)

Sinnbild:
Heute sind wir zur Goldenen Hochzeit eines befreundeten Ehepaars  eingeladen. Mir kommt die Frage, ob ich allenfalls eine Botschaft auszurichten habe. Ich übergebe die Frage dem Himmlischen Vater auf den Knien, und erkläre mich zu allem bereit, was ich als Seinen Willen erkenne. Mir kommt die Übersetzung des Sprachengedichts der Ehefrau in den Sinn, welches ich als Einleitung zum Rechenschaftsbericht nach der „Lehre“ gesetzt habe. http://www.jehoschua.org/De/rechenschaftsbericht-nach-der-lehre/

Anruf:
Ja, bleibe dran!

PS
Nach dem Morgenturnen, die Kirchenglocken rufen eben zum Morgengebet um 6 Uhr, will ich das Fenster schließen und gebe einen Blick nach draußen. Der Himmel ist verhangen. Lediglich im Nordosten sind die Wolken aufgelockert … und Die Kirche ist von der Kirchturmspitze bis ganz unten in volles Sonnenlicht getaucht. Sie strahlt richtiggehend. So sehr ich mich bemühe, kann ich die Lichtquelle nicht entdecken. Auch die umliegenden Dächer bekommen etwas vom Licht ab; sonst ist weit und breit nichts von Sonnenschein zu sehen.

Für mich ist das Ganze ein Symbol der bevorstehenden Erweckung, um die ich schon lange bitte, und für die auch eine Gebetsgruppe schon lange bittet.

Bei der Ankunft am Ort des Festes geht mir der Traum noch nach. Plötzlich erkenne ich: Der Ketzer im Traum bin ja ich. Die Christen lehnen die Botschaft meiner Internetseite darum völlig ab. Früher hat man Ketzer verbrannt. Glücklicherweise befinden wir uns nicht mehr im 16. Jahrhundert.
http://www.jehoschua.org/De/tagebuch/date/2014/2/25/

Fast am Schluss des Festes bekomme ich Gelegenheit meine Erfahrungen und Gedanken dem Jubiläumspaar und der Festgemeinde vorzutragen, was ich mit etwas angespannten Nerven aber konzentriert tue. Danke Vater im Himmel! Die Frage wegen des Endgerichts, das der Ketzer ablehnt, ist für mich total neu. Sie hat offenbar mit der Allversöhnung zu tun. Anstelle des Endgerichts gibt es eine umfassende Erweckung. Halleluja!


29. Mai 2014
jom chamischi - 29. Iyar 5774 - JAHWEH will eine feurige Mauer rings um Jerusalem sein - und zur Herrlichkeit

Die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine stammt aus dem dritten Nachtgesicht von Sacharja. Sie steht in Sacharja 2,9 und zeigt die Absicht Jahwehs für Jerusalem im messianischen Reich:

ואני אהיה-לה נאם-יהוה חומת אש סביב ולכבוד אהיה בתוכה

ani ehyeh-la neum-YAHWEH chomat esch ssawiw ulechawod ehyeh betochah

"Ich aber will ihr - Spruch Jahwehs - eine feurige Mauer ringsum sein,
und zur Herrlichkeit will Ich in ihr sein!"
(Eigenübersetzung)

Die heutige Situation ist ein Zerrbild dieses Traums. Jerusalem ist von einer Sperrmauer umgeben, die die palästinensischen Selbstmordattentäter fern hält. Der Wall stellt für beide Seiten Leid dar und hat mit Herrlichkeit nichts zu tun.

"Kopf hoch!" rufe ich dem Volk Gottes zu. "Diese Situation ist vorläufig. Jahwehs Absicht ist ein offenes Jerusalem (Vers 8). Mit meinem persönlichen Kommen wird sich alles ändern!"

Ab Vers 10 wird klar, dass mit dem Volk Gottes die ganze Judenheit angesprochen ist. Auf die Dringlichkeit der Alija (Einwanderung) habe ich schon mehrmals hingewiesen, z.B. hier.


31. Mai 2014
Schabat - 2. Siwan 5774 - aus Gnade sind wir am Leben

Es ist reine Gnade Jahwehs, dass wir am Leben sind. So etwa redet mein internes Los heute in Klagelieder 3,22:

חסדי יהוה כי לא-תמנו כי לא-כלו רחמיו

chassdei YAHWEH ki lo-tomnu ki lo-calu rachamaw

"Gnadenerweise Jahwehs sind's, dass wir nicht geendet,
dass nicht gar aus Sein Erbarmen!"
(Eigenübersetzung)

Das kann man sicher vom Judentum sagen, das seit Jahrtausenden und das trotz Schoah noch besteht. Das kann ich auch von meinem Leben sagen, wenn ich an meine durchlittenen Krankheiten denke.

Wenn wir zudem an den Heilsplan Jahwehs denken, der sich in unseren Tagen so kräftig manifestiert, dann ist das Lob Gottes die einzig richtige Reaktion.


1. Juni 2014
jom rischon - 3. Siwan 5774 - im messianischen Reich

Ich blende auf den gestrigen Tag zurück: Mein "Esel" hatte mich halb verrückt gemacht. Ich war mit der Perfektionierung des Tagebucheintrags vom 7. November 2012 intensiv beschäftigt, indem ich den dort aufgeführten Bibelstellen Bibeltexte  hinterlegte. Dann überprüfte ich die Links. Bei der Bibelstelle Matthäus 17,10 bekam ich die Meldung: "file not found" (Datei nicht gefunden), obwohl meines Erachtens alles korrekt war. Ich änderte und prüfte und prüfte und änderte. Immer gab es die gleiche Meldung. Dann kam mir in den Sinn, dass ich bereits in der Nacht das gleiche Problem hatte. Später, öffnete sich plötzlich der Bibeltext, ich weiß nicht wie. Zu früh gefreut! Bei der nächsten Bibelstelle bekam ich wieder: "not found". Meine Nervosität nützte auch nichts. Irgendwann blitzte der Gedanke auf, ob das Ganze mit dem Schabat im Zusammenhang stehen könnte. Ferner kam mir der Schabat vor einer Woche in den Sinn, wo ich Spezielles erlebt hatte. Neben allem Außergewöhnlichen an jenem Tag, war das Auto durch eine umstürzende Holzbeige auf dem Parkplatz beschädigt worden. Dem Jubiläumspaar hatte ich in der Dankesmail für das Fest unter anderem geschrieben: "Es war rundum schön, und unser beschädigtes Auto ist sicher auch kein Zufall, weil es bei Gott gar keine Zufälle gibt!"

Trotz meiner gestrigen Aufregung (siehe oben) hatte ich genügend Muße, mich mit der Repetition der Losung vom 27. Mai 2014 in Jesaja 35,6 intensiv zu befassen und sie auswendig zu lernen:

אז ידלג כאיל פסח ותרן לשון אלם כי-נבקעו במדבר מים ונחלים בערבה

as yedaleg caayal pisseach wetaron leschon ilem ki-niwk'u wamidbar mayim unechalim baarawah

"Dann soll ein Lahmer wie ein Hirsch hüpfen und jubeln soll die Zunge eines Stummen,
denn hervorgebrochen sind Wasser in der Wüste und Bäche in der Steppe!"
(Eigenübersetzung)

Das messianische Reich wird solche Wunder möglich machen!

Den Schabat Gedanken will ich vertieft prüfen, auch wenn die Links jetzt wieder einwandfrei funktionieren. Ich musste zum Teil neue "Quellorte" schaffen. Warum, bleibt das Geheimnis meines "Esels", bzw. Jahwehs.


2. Juni 2014
jom scheni - 4. Siwan 5774 - der Messias wird Friede sein

Erstmals wage ich mich im internen Los an Micha 5,4.  Ich hatte es am 4. Mai 2008 in die Sammlung aufgenommen:

והיה זה שלום
אשור כי-יבוא בארצנו וכי ידרך בארמנתינו והקמנו עליו שבעה רעים ושמנה נסיכי אדם

wehayah seh schalom
aschur ki-yawo bearzenu wechi yidroch bearm'noteinu wahakemonu alaw schiwah roim uschmonah nessichei adam

"Und dieser wird Friede sein.
Assyrien das kommen will in unser Land und das eintreten will in unsere Paläste. Aber wir werden über es aufstellen 7 Hirten und 8 Menschenfürsten."
(Eigenübersetzung)

Es geht um den Messias, als den ich mich bekenne. Dieser wird Friede sein, aber kein billiger. Kompromisse liegen nicht in seiner Absicht. Der Friede muss erfochten werden. Möglicherweise wird auch Gewalt notwendig werden. Ich denke nicht historisch kritisch, sondern hebräisch:
- Gott handelt in der Geschichte durch Taten.
- Gottes Handeln in der Geschichte ist situations- und zeitbezogen.
- Vertrauensverhältnis zum Gott der Bibel heißt: „dennoch glauben“.
- Hebräer sind an Gottes Handeln in Geschichte und Offenbarung interessiert
etc.

An Feinden mangelt es Israel nicht. Assyrien kann für Palästinenser oder Iraner stehen, oder ... ? Wichtig ist, dass diese Feinde Israel nicht dominieren werden, sondern Israel die Feinde. 7 Hirten: Durch JAHWEH besitzt Israel die vollkommene Zahl Wächter über seine Feinde. 8 Menschenfürsten: 8 ist die Zahl der Unendlichkeit. 8 ist auch die Zahl der Zukunft, des messianischen Reiches, ohne Grenzen.

Die viel propagierte Zweistaatenlösung hat kein Recht auf Entstehung, weil in der Bibel nicht vorgesehen. In dieser ist die Rede von einem zweiten Volk, das unter der gnädigen Hoheit Israels im Frieden leben kann. Kann mir jemand die Bibelstelle bekanntgeben?


3. Juni 2014
jom schlischi - 5. Siwan 5774 - aus der Auferweckungsvision von Hesekiel

Das heutige interne Los stammt aus der Auferweckungsvision in Hesekiel 37,11b+12:

הנה אמרים יבוש עצמותינו ואבדה תקותנו נגזרנו לנו
לכן הנבה ואמרת אליהם כה-אמר אדני יהוה
הנה אני פתח את-קברותיכם והעליתי אתכם מקברותיכם עמי והבאתי אתכם אל-אדמת ישראל

hineh omrim yawusch atzmoteinu weowdah tikwatenu nigsarnu lanu
lachen hinaweh weamarta aleihem coh-amar adonai YAHWEH
hineh ani foteach et-kiwroteichem wehaaleiti etchem mikiwroteichem ami wehewe'ti etchem el-admat yissrael

"... Siehe sie sagen: 'Vertrocknet sind unsere Gebeine und verloren ist unsere Hoffnung; wir sind abgeschnitten.'
Darum weissage und sage zu ihnen: So hat mein Herr, JAHWEH, gesagt:
'Siehe, Ich öffne eure Gräber und werde euch hinaufbringen aus euren Gräbern, Mein Volk! Und Ich werde euch zum Erdboden Israels bringen.'"
(Eigenübersetzung)

Eine wunderbare Vision! Was JAHWEH zusagt, geschieht, ohne Zweifel. Wie das allerdings zugehen soll, übersteigt mein Vorstellungsvermögen. Ich hüte mich aber, das Ganze vorschnell zu vergeistigen. Voll gespannter Erwartung warte ich auf das Geschehen. Die Erwartung ist noch dadurch gesteigert, als ich an die Auferweckung meines Bruders glaube, damit mein Traum vom 22. Juli 2013 in Erfüllung gehen kann. Im PS zum Traum hatte ich die Hoffnung und den Glauben geäußert, dass Gott meinen Bruder in die „neue Welt“ hindurchführen werde. Mir wird jetzt klar, dass die Auferweckung der Toten am letzten Tag der Endzeit geschieht, weil dann der neue Himmel und die neue Erde Tatsache werden. Wann das sein wird, ist noch ein Geheimnis. Das war auch Jesus von Nazareth nicht bekannt.


4. Juni 2014
jom rewii - 6. Siwan 5774 - Heilung und Trost den Trauernden

Das interne Los in Jesaja 57,18 habe ich neu und entgegen der mir bekannten Bibelausgaben wie folgt übersetzt:

דרכיו ראיתי וארפאהו ואנחהו ואשלם נחמים לו ולאבליו

drachaw raiti weerpaehu weanchehu waaschalem nichumim lo welaawelaw

"Seine (des Volks) Wege habe Ich gesehen, aber Ich heilte es und Ich leitete es und Ich vergalt Trostworte; ihm und seinen Trauernden." (Eigenübersetzung)

Mir ist bekannt, dass die Zeitformen in der Bibel nicht mit Sicherheit festgemacht werden können. In aller Regel ist aber der "waw-Imperfekt" Vergangenheitsform und der "waw-Perfekt" Zukunftsform, entgegen dem Iwrit (Neuhebräisch). Die drei konjugierten Verbformen: weerpaehu, weanchehu und waaschalem haben alle ein w=waw vor dem Imperfekt.

Wie manches Mal hat doch JAHWEH sein Volk geschont; oft auf die Fürbitte von Mose oder Propheten hin. Es ist ein völliges Wunder, dass das Volk, nach tausenden von Jahren und trotz allen Ungehorsams, noch lebt. Grund ist die Güte und die Langmut Jahwehs. Sein Sohn, Jesus Christus, stand in inniger Verbindung zu seinem Vater im Himmel und hat dessen Willen perfekt seinen Zeitgenossen bekannt gemacht. Er gab sich mit Zöllnern (Sündern) und Huren etc. ab und zeigte diesen die Liebe des Himmlischen Vaters durch sein praktisches Handeln. Er heilte die Kranken und leitete alle, die bereit waren, zur Umkehr. Ohne Umkehr kann nichts Positives passieren. (Verse 20+21)

Gott ist immer noch der Gleiche, und Er hat Großes im Sinn mit Seinen Menschen. Ich warte auf die große Erweckung: hier und hier.


6. Juni 2014
jom schischi - 8. Siwan 5774 - nach Gericht und Eigentumswechsel - Jubel!

Wie schon am 20. November 2011 haben das interne Los und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine einen Bezug. Allerdings ist dieses Mal nur das interne Los in Psalm 82,8 auf das Gericht ausgerichtet:

קומה אלהים שפטה הארץ
כי-אתה תנחל בכל-הגוים

kumah elohim schaftah haaretz
ki-atah tinchal bechol-hagoyim

"Stehe auf, Gott! Richte die Erde!
Denn Du sollst all die Heidenvölker besitzen!"
(Eigenübersetzung)

Dieses Los habe ich am 22. November 2007, also kurz nach meiner Übersiedlung nach Jerusalem, in die Sammlung meiner internen Lose aufgenommen. Ich habe es seither schon manchmal repetiert. Bei einer dieser Repetitionen habe ich mir notiert: "Als Dein Arm will ich dafür besorgt sein!"

Wir leben in einer schwierigen Zeit, ähnlich derjenigen von Noah. Die Gottlosigkeit nimmt überhand. Zum Glück gibt es einen großen Unterschied. Zur Zeit Noahs ließ Gott die Menschheit fast gänzlich verderben. Er schwor sich, trotz der Schlechtigkeit der Menschen, ein solches Unglück nie mehr über die Welt zu bringen. Er berief Sein Volk, die Juden, als Sein Bundesvolk und führt mit diesem Seinen Plan der Wiederherstellung aller Dinge konsequent durch. Er hat Sein Volk, angefangen bei Abraham und Isaak gezogen und erzogen, wunderbar geführt, aber auch gestraft, wenn nötig. Gericht und Gnade sind miteinander verknüpft, bis die Schöpfung wieder hergestellt ist. Als Gott mit Seinem Volk nicht mehr weiter kam, schickte Er Seinen Sohn zur Rettung auf die Erde. Aber nur wenige seines Volks haben Jeschua als  Retter angenommen. Dafür wurden die Heiden in den Heilsplan miteinbezogen. In der Endzeit des Christentums beruft JAHWEH Jehoschua als Nachfolger von Jeschua. Ob Gottes Volk diesmal als Ganzes hört und sich bekehrt! Ich hoffe und glaube es.

Hier sehe ich den Bezugspunkt vom internen Los zur Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 95,1:

לכו נרננה ליהוה נריעה לצור ישענו

lechu neran'nah laYAHWEH nariah letzur yisch'enu

"Kommt! Wir wollen JAHWEH zujubeln! Wir wollen dem Fels unseres Heils jauchzen!" (Eigenübersetzung)

Dazu lade ich das Volk Gottes ein; ob bereits nach Israel zurückgekehrt oder noch im "Exil". JAHWEH braucht euch, um die ganze Menschheit zu bekehren; um Seinen allumfassenden Heilsplan durchzuführen. JAHWEH hat mich, Jehoschua, dazu berufen Seinem Orchester, sprich Volk, den Ton anzugeben und mitzuspielen, mitzujubeln und mitzujauchzen. Wer es begreifen kann, begreife!


7. Juni 2014
Schabat - 9. Siwan 5774 - DAS REICH IST GEKOMMEN!

Am 1. Juni 2014 nahm ich mir vor, den Schabat Gedanken vertieft zu prüfen, was ich getan habe. Nachfolgend das Ergebnis:

Nachtaufschreibung ca. 3 h 30, nachdem ich den ersten Erew Schabat für mich allein „gefeiert“ hatte.

Ich erwache an einem Wust von Traumgedanken. Daraus steigt klar das Wort herauf:

DAS REICH IST GEKOMMEN!

Soll ich damit den Gebetselast, YOUR KINGDOM COME, den ich seit mehr als 8 Jahren an meinem linken Arm trage, ablegen, da das Gebet erhört worden ist?                        JA!!!

(Wie ich die Worte: „your kingdom come“ klein schreibe, werden sie rot unterstrichen, als dem Wörterbuch nicht bekannt. Indem ich auf Großbuchstaben wechsle, verschwindet der Unterstrich! Danke mein „Esel“!)

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Am Schabat will ich das bewusst feiern!

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Wie ich auf die Internetseite gehe, um das Obige im Tagebuch festzuhalten wechselt der "Esel" plötzlich, und ohne Einwirkung meinerseits, auf den 22. Juli 2013: Montag, Traum um 5 h – mein Bruder und ich werden Bankmanager.

Das schönste Wunder, was ich mir vorzustellen wünschte, ist die Auferweckung meines Bruders. Da das Königtum jetzt wirklich gekommen ist, will ich die Auferweckung aktiv erwarten.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 103,4 passt sehr schön zum König Messias und zu seinem Reich:

הגואל משחת חייכי
המעטרכי חסד ורחמים

hagoel mischachat chayaychi
hameatrechi chessed werachamim

"(ER), der erlöst vom Verderben dein Leben;
der dich krönt mit Gnade und Erbarmen!"
(Eigenübersetzung)

Dieser wunderbare Vers beschreibt den definitiven Zustand, nach Zertretung der Feinde.


8. Juni 2014
jom rischon - 10. Siwan 5774 - der Auftrag des Volkes Gottes

Das interne Los in Jesaja 43,21 sagt in knappen Worten, was der Auftrag des Volks von JAHWEH ist:

עם-זו יצרתי לי תהלתי יספרו

am-su yatzarti li tehilati yessaperu

"Das Volk das Ich Mir gebildet habe; Meinen Ruhm sollen sie erzählen!" (Eigenübersetzung)

Es ist ein klarer Auftrag, den JAHWEH Seinem Volk erteilt: Jahwehs Ruhm erzählen. Mit der Rückkehr zum hebräischen Glauben, wie ihn die Urväter Abraham, Isaak und Jakob, sowie Jesus Christus gelebt haben, ist das relativ leicht.

Die folgenden Stichworte stammen aus:
Erich Lubahn, Otto Rodenberg: Von Gott erkannt, Gotteserkenntnis im hebräischen und griechischen Denken; Christliches Verlagshaus Stuttgart, 1990.

- Gott handelt in der Geschichte durch Taten.
- Gottes Handeln in der Geschichte ist situations- und zeitbezogen.
- Vertrauensverhältnis zum Gott der Bibel heißt: „dennoch glauben“.
- Hebräer sind an Gottes Handeln in Geschichte und Offenbarung interessiert
  a) in geschichtlichen Ereignissen
  b) in den dazu gehörenden Offenbarungen.
- Gott hat sich der hebräischen Sprache bedient.
- Der Umgang des Hebräers mit seinem Gott hat die Struktur des Dialogs.
- Zum Dialog gehört die Konsequenz des Gehorsams und des Glaubens.
- Die Gottesbeziehung des Hebräers umfasst Himmel und Erde.
- Beim Sprechen Gottes verbinden sich Himmel und Erde.
- Das hebräische Gottesverständnis lässt sich in kein menschliches Schema
  fassen.
- Gott ist unendlich größer und anders, als dass wir ihn in einem menschlichen
  Dogma festmachen könnten.
- Das hebräische Denken sieht alles vom Ziel her (von oben nach unten).
- Der Hebräer lebt mit Gott.
- Für den Hebräer ist es vornehmlich eine Sache des Tuns.
- Das hebräische Interesse an der Wahrheit ist praktisch und lebensbezogen.
- Offenbarung zielt auf Gehorsam ab.
- Erkenntnis und Lehre sind Mittel zum Zweck.
- Den Hebräer interessiert die Beziehung Gottes zum Menschen.
- Hebräische Denken ohne Glauben ist eine Unmöglichkeit.
- An Gott glauben heißt Verbindung mit dem höchsten Bereich haben.
- Himmel und Erde sind eine Schöpfung.
- Himmel und Erde zusammen ist das Werk, das ER gemacht hat.
- Himmel und Erde sind durch eine vertikale Linie verbunden.
- Der Mensch ist Bürger beider Welten.
- Alles Gute und Vollkommene kommt von Gott.
- Lernen ist etwas Typisches in der hebräischen Tradition; Schritt um Schritt die Andersartigkeit Gottes zu 
  verstehen.

"Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund"!


9. Juni 2014
jom scheni - 11. Siwan 5774 - der Schwächste wird bei JAHWEH Erbarmen finden

Nachdem das Reich gekommen ist, lade ich das Volk Israel mit der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Hosea 14,4 zum Glauben ein:

אשור לא יושיענו על-סוס לא נרכב ולא-נאמר עוד אלהינו למעשה ידינו אשר-בך ירחם יתום

aschur lo yoschienu al-suss lo nircaw welo nomar od eloheinu lemaasseh yadeinu ascher-becha yerucham yatom

"Assur darf uns nicht helfen. Auf Rossen dürfen wir nicht reiten.
Und wir dürfen nicht mehr sagen 'unser Gott', zum Machwerk unsrer Hände.
Denn bei Dir kann eine Waise Erbarmen finden."
(Eigenübersetzung)

Verlasst euch also nicht auf "Assur" bzw. Amerika.

Rosse können nicht helfen. Bedenkt was in Jesaja 30,15 steht. Im Stillesein und Vertrauen liegt eure Stärke. Verwechselt euer Tun nicht mit Gott!

Die schwächste Person des Volks, die Waise, wird Erbarmen finden. Welche Verheißung! Ihr braucht nicht mehr; nur den Glauben. Sonst bleibt euch lediglich die Flucht (Jesaja 30,16+17).


11. Juni 2014
jom rewii - 13. Siwan 5774 - JAHWEH wird die Jochstangen zerbrechen

Mit Hesekiel 34,27 ziehe ich wieder ein wunderbares internes Los, das ganz zu "dem gekommenen Reich" passt:

ונתן עץ השדה את-פריו והארץ תתן יבולה והיו על-אדמתם לבטח
וידעו  כי-אני יהוה בשברי את-מטות אלם
והצלתים מיד העבדים בהם

wenatan etz hassadeh et-piryo wehaaretz titen yewulah wehayu al-admatam lawetach
weyod'u ki-ani YAHWEH beschiwri et-motot ulam
wehitzaltim miyad haowdim bahem

"Und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben, und die Erde soll ihren Ertrag geben, und sie werden auf ihrem Boden in Sicherheit sein.
Und sie werden erkennen, dass Ich JAHWEH bin, in Meinem Zerbrechen der Jochstangen.
Und Ich werde sie aus der Hand der Knechtenden, unter ihnen, retten."
(Eigenübersetzung)

Dass mich JAHWEH als Seinen Arm brauchen will, habe ich schon etliche Male erwähnt, z.B. hier mit dem Hinweis auf den 4. Mai 2009. Es geht um das Zerbrechen der Jochstangen, für das mich JAHWE brauchen will. Deutlich wurde das bereits in der Selbsterfahrungswoche im Juni 1980 in Reichenschwand.

Was ist die Lehre aus dem oben Gesagten?

Wir gehen unaufhaltsam dem Ziel entgegen. JAHWEH spricht mich als Erlöser Israels immer klarer an. ER ruft SEIN Volk immer klarer zurück nach Israel. Hier gibt es genügend fruchtbaren Boden, auch für die amerikanischen Juden, die in ihr Heimatland zurückkehren sollten. Das Volk wird in Sicherheit wohnen, auch wenn das momentan für Viele noch nicht klar sein mag. Das Volk wird JAHWEH erkennen. ER wird es aus der Hand der Knechtenden unter ihnen retten! ER wird es nicht nur von den Palästinensern retten, sondern auch von allen Juden, die in ihrem Unglauben knechtend auf ihre Brüder und Schwestern einwirken.


13. Juni 2014
jom schischi - 15. Siwan 5774 - JAHWEH ist Gott der ganzen Erde

Das interne Los in Psalm 105,7 verkündet JAHWEH als Gott der ganzen Erde:

הוא יהוה אלהינו בכל-הארץ משפטיו

hu YAHWEH eloheinu bechol-haaretz mischpataw

"Er, JAHWEH, ist unser Gott. Auf der ganzen Erde gilt Sein Recht!" (Eigenübersetzung)

In vorangehenden Vers 6 sind die Nachkommen Abrahams als Erstes angesprochen. Dazu gehören, neben Isaak, auch Ismael und seine Nachkommen, die Muslime. Mit den Muslimen sind auch die Palästinenser gemeint.

Meine Aufgabe als König Messias der Welt sehe ich darin, das Recht Jahwehs der ganzen Erde bekannt zu machen. Wenn Juden und Muslime das Recht Jahwehs uneingeschränkt annehmen, wird Friede sein!


14. Juni 2014
Schabat - 16. Siwan 5774 - JAHWEH zur Rechten des Bedürftigen - Engel Jahwehs sind loderndes Feuer

Heute sprechen mich zwei Psalmworte an, die es wert sind in mein Tagebuch aufgenommen zu werden.

- Internes Los: Psalm 109,31:

כי-יעמד לימין אביון
להושיע משפטי נפשי

ki-yaamod limin ewyon
lehoschia mischoftei nafschi

"Denn ER will zur Rechten des Bedürftigen stehen,
zu retten vor Richtern seiner Seele"
(Eigenübersetzung)

In meiner Einsamkeit, im Unverständnis der Menschen, fühle ich mich einsam und bedürftig. Da ist es gut zu wissen, dass mich JAHWEH vor den Richtern meiner Seele rettet.


- Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine: Psalm 104,4:

עשה מלאכיו רוחות
משרתיו אש להט

osseh mal'achaw ruchot
meschortaw esch lohet

"ER macht Seine Engel zu Geistern,
Seine Diener zu loderndem Feuer."
(Eigenübersetzung)

Nach meinem Glauben werden Jahwehs Engel auch mir, als Erlöser Israels, wie loderndes Feuer zu Diensten sein.


16. Juni 2014
jom scheni - 18. Siwan 5774 - zwei Träume und die Wirklichkeit des Wortes Jahwehs

Eine halbe Stunde vor Mitternacht träume ich:

יהוה מחיה את-החיים

YAHWEH mechayeh et hachayim  -  JAHWEH belebt die Lebenden!                                                          Ganz und gar unlogisch!


Später werde ich in einem weiteren Traum mit meiner Sündhaftigkeit konfrontiert. Dazu kann ich nur mit Paulus ausrufen! Römer 7,24+25.

Das interne Los in Jesaja 60,19 ist auch alles andere als logisch. Das Wort ist eigentlich an Zion/Jerusalem gerichtet. Als Erlöser Israels glaube ich, daran Teil zu haben.

לא-יהיה-לך עוד השמש לאור יומם ולנגה הירח לא-יאיר לך
והיה-לך יהוה לאור עולם ואלהיך לתפארתך

lo-yihyeh-lach od haschemesch leor yomam ulenogah hayareach lo-yair lach
wehayah-lach YAHWEH leor olam we'lohim letif'artech

"Es soll dir nicht mehr die Sonne zum Tageslicht sein, und der Schein des Mondes soll dir nicht leuchten.
Aber es wird dir JAHWEH zum ewigen Licht sein und dein Gott zu deiner Herrlichkeit!"
(Eigenübersetzung)

Zum Glück ist JAHWEH nicht mit Logik zu verstehen - nur mit GLAUBEN - und das will ich tun! Glauben ist nicht Wissen sondern die Wirklichkeit mit dem Herzen erspüren. Spontan kommt mir Auferweckung und Entrückung in den Sinn.

Einmal mehr rufe ich den Diaspora Juden zu: "Kehrt in Massen in das Land zurück, das euch JAHWEH vor Jahrtausenden für alle Zeiten zugesprochen hat!"


17. Juni 2014
jom schlischi - 19. Siwan 5774 - noch einmal, hat JAHWEH gesagt - Jahwehs Wirken soll sich zeigen

Sowohl das interne Los wie die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine haben eine wunderbare Botschaft zu verkündigen.

Internes Los in Sacharja 1,17:

עוד קרה לאמר כה אמר יהוה צבאות
עוד תפוצינה ערי מטוב ונחם יהוה עוד את-ציון ובחר עוד בירושלם

od kerah lemor coh amar YAHWEH zwa'ot
od tefutzeinah arai mitow wenicham YAHWEH od et-tzion uwachar od biruschalam

"Noch rufe wie folgt, so hat JAHWEH der Heerscharen gesagt:
Nochmals sollen Meine Städte von Gutem überfließen und JAHWEH wird nochmals Zion trösten und nochmals in Jerusalem prüfen."
(Eigenübersetzung)

Obwohl wir in der Endzeit des Christentums leben, ist JAHWEH nicht am Ende. Noch und nochmals ist die Botschaft. Noch sollen wir rufen. Nochmals will JAHWEH Seine Städte mit Gutem überfließen lassen. Welches diese Städte sind, ist nicht gesagt. Sicher aber will JAHWEH Zion nochmals trösten. Frieden wäre für Zion das Größte. Ohne Prüfungen geht es allerdings nicht.


Tageslosung in Psalm 90,16:

יראה אל-עבדיך פעלך
והדרך על-בניהם

yeraeh el-awdeicha poalecha
wahadorcha al-bneihem

"Dein Wirken soll sich Deinen Knechten zeigen,
und Deine Pracht über ihren Kindern!"
(Eigenübersetzung)

Diese Verheißung wird von ganz vielen und wunderbaren Erfahrungen begleitet sein und sich über Generationen hinziehen. JAHWEH ist der einzig wahre Gott, der EINE!

So will auch ich nicht müde werden und nochmals rufen und mich wiederholen:

"Kehrt in Massen in das Land zurück, das euch JAHWEH vor Jahrtausenden für alle Zeiten zugesprochen hat!"

Hier ist die Landverheißung für alle Zeiten (Hesekiel 37,25).


18. Juni 2014
jom rewii - 20. Siwan 5774 - Erlösung vom Bösen

"Erlöse uns von dem Bösen!" In der vergangenen Nacht hat mich die Frage nach der Erlösung vom Bösen, hat mich die vorangestellte Bitte im "Unser Vater" beschäftigt. Ob die Erfüllung dieser Bitte auch so schmerzlos, fast unscheinbar wie die Erfüllung der Bitte: "Dein Reich komme!" vor sich gehen wird? Ich weiß es schlicht nicht, kann mir das aber nicht so vorstellen. Es wird etwas Weltbewegendes passieren. Ich stelle mir das so ähnlich wie mein heutiges internes Los in Joel 3,1 vor, als Paradigmenwechsel; als etwas ganz Neues.

In meiner Funktion als "Erlöser Israels" habe ich einen engen Bezug zur Bitte: "Erlöse uns von dem Bösen!" Ich bin sozusagen der Handlanger Jahwehs ("der herrschende Arm").

Nun, ich mache mir keine Illusionen. Joel 3,1 wird nicht an einem einzigen Tag passieren. Entscheidend ist nicht, wie das passieren wird, sondern, dass es passieren wird. Ich wiederhole meine Erkenntnis vom 16. Juni 2014:

"Zum Glück ist JAHWEH nicht mit Logik zu verstehen - nur mit GLAUBEN - und das will ich tun! Glauben ist nicht Wissen sondern die Wirklichkeit mit dem Herzen erspüren. Spontan kommt mir Auferweckung und Entrückung in den Sinn."

Das könnte sich weitgehend mit den "Visionen" meines jüdischen Lehrers decken.


20. Juni 2014
jom schischi - 22. Siwan 5774 - verschlungen hat ER den Tod

Das interne Los in Jesaja 25,8 ist eine Vorwegnahme der "neuen Welt":

בלע המות לנצח ומחה אדני יהוה דמעה מעל כל-פנים
וחרפת עמו יסיר מעל כל-הארץ כי יהוה דבר

bila hamawet lanetzach umachah adonai YAHWEH dim'ah meal col-panim
wecherpat amo yassir meal col-haaretz ki YAHWEH diber

"Verschlungen hat ER den Tod in Ewigkeit. Und ER wird abwischen, mein Herr, JAHWEH, die Träne von jeglichem Angesicht.
Und Schmach Seines Volks will ER abtun von der ganzen Erde. Denn JAHWEH hat geredet."
(Eigenübersetzung)

Aufgrund meiner vielen besonderen Erfahrungen habe ich mich schon oft in der "neuen Welt" gesehen und das im Tagebuch, wohl etwas leichtfertig, entsprechend festgehalten. Der obige Vers zeigt nochmals eine ganz andere Qualität. Hier geht es um die Zeit, wenn der Tod keine Wirkung mehr hat. Paulus ist im 1. Korinther 15,12-28 auf das Thema eingegangen. Mich beschäftigt die Auferweckung aus dem Tod im Zusammenhang mit meinem verstorbenen Bruder.

Tränen haben in der "neuen Welt" keinen Platz mehr. Jahwehs Volk wird keine Schmach mehr zu tragen haben. Antisemitismus wird es nicht mehr geben.

JAHWEH hat vor Jahrtausenden geredet. Er wird es bald tun.


21. Juni 2014
Schabat - 23. Siwan 5774 - mein Auftrag: Jahwehs Wunder verkünden

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 71,17 beschreibt meine geistliche Situation und meinen Auftrag:

אלהים למדתני מנעורי ועד-הנה
אגיד נפלאותיך

elohim limad'tani minurai wead-henah
agid nifl'oteicha

"Gott, Du hast mich von meiner Jugend her gelehrt und bis hierher!
Ich will Deine Wunder verkünden."
(Eigenübersetzung)

Ich hatte mich als Kind in einer Gerichtspredigt zu Jesus bekehrt und seit dann den Weg nie eigentlich verlassen, wenn auch meine Nachfolge oft sehr mangelhaft war. Nach meiner Wiedergeburt im Juni 1980 hat mich JAHWEH mittels Herzinfarkt, Herzoperation, fünf weiteren Operationen, Lungenembolie, vier gebrochenen Rückenwirbeln, etc. gezogen und mit vielen besonderen Erfahrungen, wie sie in meiner Internetseite beschrieben sind, gelehrt, IHM ganz anzuhangen. Dabei war mir die Verheißung von Reichenschwand vom 12. August 1980 wegweisend: „Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“

Inzwischen stehe ich im 77sten Altersjahr und bete mit Vers 18 des heutigen Psalms: Gott, verlass mich nicht! Ich möchte gern meinen eigentlichen Lebensauftrag erfüllen. Ich möchte, neben den Wundern, gern Deine Macht und auch Deine Gerechtigkeit verkünden (Vers 19).


22. Juni 2014
jom rischon - 24. Siwan 5774 - heile mich JAHWEH! - Dein Wille geschehe!

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jeremia 17,14, die ich heute vor dem internen Los zur Kenntnis genommen habe, spricht ganz in die Nacht-Erfahrung hinein:

רפאני יהוה וארפא
הושיעני ואושעה כי תהלתי אתה

refaeni YAHWEH weerafe
hoschieni  weiwascheah ki tehilati atah

"Heile mich, JAHWEH, so kann ich heil werden.
Hilf mir, so kann mir geholfen werden, denn mein Ruhm bist DU!"
(Eigenübersetzung)

Heute Nacht musste ich fünf Mal Wasser lösen. Das ist sehr außergewöhnlich, denn die Regel ist ein Mal pro Nacht. Ich hatte am Abend nicht mehr Flüssigkeit zu mir genommen als üblich und mein Allgemeinzustand war in Ordnung. Nach dem zweiten Aufstehen war der Schlaf weg. Unheilsgedanken bestürmten mich ob meiner "Urologie", die in Unordnung geraten ist. Ich musste an den Prostatakrebs meines verstorbenen Bruders denken und an möglicherweise lange bevorstehende Untersuchungen und Behandlungen, die meine Tagebuchführung behindern, wenn nicht verunmöglichen würden. Ich hatte nicht mehr an weitere medizinische Prüfungen gedacht, wie ich sie gestern aufgezählt habe. Dann legte ich all meine Gedanken und Gefühle Gott hin, der mich ja geschaffen und einen Plan für mich hat. Mir wurde klar: Es ist ganz einfach; wenn du Gottes Willen aufrichtig suchst, kann nichts schief gehen, auch wenn deine ganzen Hoffnungen, Vorstellungen und Pläne anders geordnet würden, als du dir das wünschtest. Wenn mein Zustand nicht schnell bessert, will ich vom Arzt mehr über die möglichen Ursachen wissen.


In diese Situation hinein spricht mein internes Los in Psalm 40,9:

לעשות רצונך אלהי חפצתי ותורתך בתוך מעי

laassot retzoncha elohai chafatzti wetoratcha betoch meai

"Zu tun Deinen Willen, mein Gott, hat mir gefallen, und Deine Weisung ist in meinem Innersten." (Eigenübersetzung)

Ich kann dem aus vollem Herzen zustimmen. Es tut mir wohl, dass ich das in der Nacht schon vorweggenommen habe. Die Weisung in meinem Innersten findet sich in Matthäus 7,21.


23. Juni 2014
jom scheni - 25. Siwan 5774 - Halleluja!

Halleluja! Mein Gesundheitszustand hat sich schnell gebessert, nicht wie gestern in der Nacht befürchtet.

Ich erkenne: JAHWEH hat mir mit meiner Nachterfahrung einen doppelt aktuellen Bibelbezug geschenkt. Danke, lieber Vater im Himmel!


23. Juni 2014
jom scheni - 25. Siwan 5774 - Gottes Zusagen sind zeitlos - Gott hat Sein Äußerstes gegeben

Das Wort des internen Loses in Hesekiel 16,60 ist zu Jerusalem gesagt:

וזכרתי אני את-בריתי אותך בימי נעוריך
והקמותי לך ברית עולם

wesacharti ani et-briti otach bimei neurayich
wahakimoti lach brit olam

"Und Ich werde gedenken, Ich, Meines Bundes zu dir in den Tagen deiner Jugendzeit, und Ich werde dir einen ewigen Bund errichten." (Eigenübersetzung)

Gottes Zusagen sind zeitlos. Der Segen Jahwehs liegt auf Jerusalem seit der "Opferung" Isaaks auf dem Berg Morija. Melchisedek, der König von Salem, wird ebenfalls mit Jerusalem in Verbindung gebracht. Abraham hat Melchisedek den Zehnten gegeben. Gottes Zusagen gelten auch heute noch. Man muss sie in Anspruch nehmen. Der Bund Jahwehs mit seinem Volk am Horeb wurde mit Jesus Christus eindrücklich und auf ewig erneuert. Ich, als Erlöser Israels, bin Zeuge davon.

Dieses Bibelwort gehört übrigens in einen Abschnitt, aus dem heraus ich die Allversöhnung verstanden habe.

 

Das Wort in der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Jeremia 29,11 ist ursprünglich zum deportierten Volk in Babylon gesagt worden:

כי אנכי ידעתי את-המחשבת אשר אנכי חשב עליכם    -  נאם-יהוה  -
מחשבות שלום ולא לרעה לתת לכם אחרית ותקוה

ki anochi yada'ti et-hamachaschawot ascher anochi choschew aleichem    -  neum-YAHWEH  -
machschwot schalom welo leraah latet lachem acharit wetikwah

"Denn Ich, Ich habe die Gedanken gewusst, welche Ich über euch denke.    -  Spruch-Jahwehs  -
Gedanken des Friedens und nicht zum Bösen, euch zu geben Äußerstes und Hoffnung."
(Eigenübersetzung)

Wie oben gesagt, ist das Wort Jahwehs zeitlos. Es gilt heute noch, wo das Volk zum großen Teil weltweit verstreut lebt. JAHWEH hat Gedanken des Friedens über Israel, trotz allen Unheils das droht. Die Herzen von Gottes Volk müssen vorher noch "gerichtet" werden und das Volk muss zurückkehren. JAHWEH hat die Grundlage gelegt. Er hat Sein Äußerstes, das Letzte gegeben, Seinen Sohn Jesus Christus. Ich darf dessen Nachfolger sein. Ich versuche Jahwehs Volk Hoffnung zu geben.


25. Juni 2014
jom rewii - 27. Siwan 5774 - Jahwehs Verheißung ist in meinem Herzen - Jahwehs Gnade ist über allen Nationen

Einmal mehr passen das interne Los und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine ausgezeichnet zueinander:

Internes Los in Psalm 119,11:

בלבי צפנתי אמרתך למען לא אחטא-לך

belibi tzafanti imratecha lemaan lo echeta-lach

"In meinem Herzen habe ich Deine Verheißung aufbewahrt, damit ich nicht sündigen muss gegen Dich." (Eigenübersetzung)

"Meine" Verheißung von Reichenschwand ist fest in meinem Herzen und meinem Kopf aufbewahrt:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“
Wenn sie mir präsent ist, sündige ich nicht. Das ist eine Erfahrungstatsache.

Die mir verheißenen Wunder sind nicht meine Privatsache, sondern gehen die ganze Welt an.
 

Das wird im Psalm 117, welcher lediglich aus zwei Versen besteht, deutlich. Psalm 117,2 ist die Tageslosung:

הללו את-יהוה כל-גוים שבחוהו כל-האמים
כי גבר עלינו חסדו ואמת-יהוה לעולם הללו-יה

hal'lu et-YAHWEH col goyim schabchuhu col ha'umim
ki gawar aleinu chassdo weemet-YAHWEH leolam hal'lu-YAH

"1: Lobt JAHWEH, alle Heidenvölker! Preist Ihn, alle Nationen!
 2: Denn mächtig ist über uns Seine Gnade, und Wahrheit Jahwehs ist in Ewigkeit. Halleluja!"
(Eigenübersetzung)

Gnade und Wahrheit sind zwei biblische Schlüsselbegriffe, die ich schon zweimal erwähnt habe: hier und hier.


27. Juni 2014
jom schischi - 29. Siwan 5774 - der Tag Jahwehs

Nach der Nacht mit einem längeren Traum, in dem ich mich von meiner Stelle als Verwaltungsdirektor definitiv verabschiedete, und in dem ich einem Schwager die Bilanz des Diakoniewerks zu erklären versuchte, ziehe ich das bedeutungsvolle interne Los in Joel 2,11+12:

ויהוה נתן קולו לפני חילו
קי רב מאד מחנהו קי עצום עשה דברו קי-גדול יום-יהוה ונורא מאד ומי יכילנו
וגם-עתה  - נאם-יהוה - 
שבו עדי בכל-לבבכם ובצום ובבכי ובמספד

waYAHWEH natan kolo lifnei cheilo
ki raw meod machanehu ki atzum osseh dwaro ki-gadol yom-YAHWEH umi yechilenu
wegam-atah  - neum-YAHWEH - 
schuwu adai bechol-lewawchem uwtzom uww'chi uwmissped

"Und JAHWEH hat Seine Stimme gegeben vor Seinem Heer,
denn sehr groß ist sein Lager, denn mächtig ist der Vollstrecker Seines Wortes, denn groß ist der Tag Jahwehs und sehr furchtbar, und wer kann ihn ertragen?
Aber auch jetzt  - Spruch Jahwehs: - 
Bekehrt euch zu Mir von eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen!"
(Eigenübersetzung)

 

Das Heerlager sind die himmlischen Heerscharen, mit denen der kommende, bzw. wiederkommende Messias erscheint.

 

Nach meinem Glauben bin ich der Vollstrecker bzw. der Verkündiger von Jahwehs Wort.

Es handelt sich um einen sehr ernsten Anruf Jahwehs; fast möchte man verzagen. Aber es gibt noch Hoffnung. Bekehrung ist das entscheidende Wort! Bekehrung zu JAHWEH, dem EINEN, letztlich EINZIGEN Gott.

Vom Propheten Jona, in dessen Gestalt ich auch schon wandelte, wissen wir, dass sich JAHWEH durch echte Umkehr bewegen lässt. (Jona Kapitel 3)


29. Juni 2014
jom rischon - 1. Tammus 5774 - es kam einer mit den Wolken des Himmels

Das interne Los in Daniel 7,13+14 lässt mein Herz höher schlagen, wenn ich daran denke, dass ich der darin erwähnte Menschensohn sein soll, der Vollstrecker Seines (JAHWEH) Wortes:

חזה הוית בחזוי ליליא וארו עם-ענני שמיא כבר אנש אתה הוה ועד-עתיק יומיא מטה וקדמוהי הקרבוהי
ולה יהיב שלטן ויקר ומלכו וכל עממיא אמיא ולשניא לה יפלחון שלטנה שלטן עלם די-לא יעדה ומלחותה די-לא תתחבל

chaseh haweit becheswei leil'ya waaru im-ananei schemaya kewar enosch ateh hawah wead-atik yomaya metah uk'damohi hakrwuhi
weleh yehiw scholtan wikar umalchu wechol am'maya umaya welischanaya  leh yiflchun scholtaneh scholtan alam di-lo ye'deh umalchuteh di-lo titchabal (Aramäisch)

"13 Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.
14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen."

(Schlachter Bibel 2000)


JAHWEH ist Schöpfer von Geist und Materie. Als Schöpfer ist ER auch Herr über Zeit, Raum und Ewigkeiten. Er wird hier als der Hochbetagte bezeichnet. Was Daniel in der Vergangenheit gesehen hat, liegt nach unserem menschlichen Verständnis eigentlich in der Zukunft.

Diesem Menschen wird Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen. Er ist der König Messias, dem bereits ein Weinberg in Nitzanah geweiht ist.

Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft. Begründet wurde sie durch den König David; in Vollmacht fortgesetzt durch Jesus von Nazareth und bestätigt durch mich als Nachfolger. Ich habe das auch durch die Traumvision "elohim watedaber" in 1. Chronik 17,17 gesehen, welchen Vers ich wie folgt übersetzte:
„Aber klein war dies in Deinen Augen, Gott! Und Du redetest über Deines Knechtes Haus in der Ferne. Und Du wirst mich sehen wie eine Wiederkehr des höchsten Menschen; Ewiger, Gott!“

Meine Berufung dauert lebenslänglich. Das hatte mir Bruder Yun ausdrücklich gesagt. Nach mir geht die Berufung an meinen zweiten Sohn, was dieser allerdings in einer ersten Konfrontation völlig zurückgewiesen hat.


30. Juni 2014
jom scheni - 2. Tammus 5774 - Alle Völker sollen erkennen, dass JAHWEH Gott ist!

Das interne Los in 1. Könige 8,60 stammt aus dem Segen Salomos, mit dem er das Volk Israel anlässlich der Tempelweihe gesegnet hatte. In meinem Morgengebet bitte ich, als Nachfolger von Jesus von Nazareth, JAHWEH täglich, dass das Volk Israel zum strahlenden Licht für alle Völker der Welt mögen werde. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine nimmt in Psalm 112,4 das aufstrahlende Licht in der Finsternis auf:

Internes Los in 1. Könige 8,60:

למען דעת כל-עמי הארץ כי יהוה הוא האלהים אין עוד

lemaan daat col-amei haaretz ki YAHWEH hu haelohim ein od

"Damit alle Völker der Erde erkennen, dass JAHWEH, ER, der Gott ist; keiner sonst!" (Eigenübersetzung)
 

Tageslosung in Psalm 112,4:

זרח בחשך אור לישרים חנון ורחום וצדיק

sarach bachoschech or layescharim chanun werachum wetzadik

"Gestrahlt hat in der Finsternis ein Licht den Gerechten (den Geraden);
gnädig und barmherzig und gerecht."
(Eigenübersetzung)


Letztlich sollen alle Völker der Erde erkennen, dass JAHWEH der einzig wahre Gott ist. Das entspricht dem Heilsplan Jahwehs und wird in der Allversöhnung sichtbar. In diesem Plan entscheidend ist aber das Volk Israel und nicht das Christentum. Bis zur Wiederherstellung aller Dinge ist ein langer Weg. Dazu gehört als äußerst wichtige Etappe das erste Erscheinen des Messias Jesus Christus. Er ist das Licht, angekündigt in Jesaja 9,1 und bestätigt in Matthäus 4,12-16.


2. Juli 2014
jom rewii - 4. Tammus 5774 - erlöse uns von dem Bösen!

Das "Vaterunser" hat in meinem geistlichen Leben einen hohen Stellenwert. Es ist das am meisten verbreitete Gebet im Christentum, überliefert im Matthäus- und Lukasevangelium.

Übertragung aus Aramäisch in Hebräisch:

אבינו שבשמים יתקדש שמך תבוא מלכותך יעשה רצונך כבשמים גם בארץ תן לנו את לחם צורכנו היום ומחל לנו את חובותינו כמו שגם אנחנו מחלנו לחיבינו ואל תביאנו לידי נסיון אלה הצילנו מן הרע

awinu schebaschamayim yitkadesch schimcha tawo malchutcha yeasseh retzoncha kewaschamayim gam baaretz ten lanu et lechem tzorkenu hayom umechal lanu et chowoteinu kmo schegam anachnu machalnu lechayaweinu weal tewienu lidei nissayon elah hatzilenu min hara

"Unser Vater im Himmel, geheiligt werde Dein Name;
Dein Königtum komme;
Dein Wille geschehe wie im Himmel, auch auf Erden;
Gib uns unser nötiges Brot heute
und vergib uns unsere Sünden, so wie auch wir vergeben haben unseren Schuldigern,
und bringe uns nicht in die Macht der Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen!"
(Eigenübersetzung)

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit dem Bösen konfrontiert werde, obwohl ich Gott regelmäßig darum Bitte, dass Sein Wille auch in meinen Träumen geschehe.

In der vergangenen Nacht musste ich um zwei Uhr Wasser lösen und lag nachher zwei Stunden wach. Anschließend träumte ich unruhig. Sexuelle Gedanken plagten mich. Unter anderem sprang mir ein mit Krallen versehenes Wesen, halb Mensch halb Tier, von hinten auf den Rücken, worauf ich mich rücklings auf den Boden legte, und so den Plaggeist unschädlich machte, bzw. diese Anfechtung überwand. Um halb sechs Uhr erhob ich mich leicht benommen und fragend, was das Ganze wohl solle.

Das Böse, in welcher Form immer, ist eine unbestreitbare Macht, wird aber letztlich überwunden werden. Das Wie, übersteigt meine Vorstellungskraft. Ich habe schon einige Male dargelegt, dass ich den neuen Himmel und die neue Erde nach Jesaja 65,17 ff. noch zu erleben glaube. "Meine" Verheißung von Reichenschwand ermuntert mich dazu. Ich hoffe, dass dann das Böse nicht mehr wirksam sein kann.


3. Juli 2014
jom chamischi - 5. Tammus 5774 - Die zukünftige Herrlichkeit Zions

Jesaja 60 der revidierten Elberfelder Bibel ist mit "Die zukünftige Herrlichkeit Zions" überschrieben. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine stammt aus Jesaja 60,18. Der Vers handelt vom neuen Jerusalem, nach meinem Glauben als Teil des neuen Himmels und der neuen Erde:

לא-ישמע עוד חמס בארצך שד ושבר בגבוליך
וקראת ישועה חומותיך ושעריך תהלה

lo-yischama od chamass bearzech schod waschewer bigwulayich
wekarat yeschuah chomotayich uschearayich tehilah

"Es soll nicht mehr von Gewalttat gehört werden in deinem Land, von Verwüstung und Zerbruch in deinen Grenzen.
Und du wirst Heil nennen deine Mauern und deine Tore Ruhm."
(Eigenübersetzung)

In der heutigen Zeit sehen wir ein ganz anderes Bild: Gewalttaten sind an der Tagesordnung, ebenso Verwüstung und Zerbruch. Die Sperrmauer gegen Selbstmordattentäter entfaltet wohl ihre Wirkung. Unter "Heil" stelle ich mir aber etwas anderes vor. Gestern habe ich bereits auf Jesaja 65,17ff. hingewiesen. Halten wir an der Verheißung fest!


4. Juli 2014
jom schischi - 6. Tammus 5774 - der dritte Tempel

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Sacharja 6,15 handelt vom Tempelbau Jahwehs. Wie schon am 22. Dezember 2011 erwähnt, glaube ich nicht historisch/kritisch sondern biblisch/hebräisch.

ורחוקים יבאו ובנו בהיכל יהוה וידעתם כי-יהוה צבאות שלחני אליכם
והיה עם-שמוע תשמעון בקול יהוה אלהיכם

urchokim yawou uwanu beheichal YAHWEH wida'tem ki-YAHWEH zwa'ot schelachani aleichem
wehayah im-schamoa tischm'un bekol YAHWEH eloheichem

"Und Entfernte sollen kommen und werden am Tempel Jahwehs bauen. Und ihr werdet erkennen, dass mich JAHWEH der Heerscharen zu euch gesandt hat.
Und das wird geschehen, wenn ihr wirklich auf die Stimme Jahwehs eures Gottes hören wollt!"
(Eigenübersetzung)

JAHWEH steht als Schöpfer des Alls und der Welt über der Zeit. Wie E.F. Ströter glaubhaft darlegt, wiederholen sich gewisse Prophetien. Das schlagendste Beispiel ist das zweimalige Erscheinen des Messias. (Siehe besonders Seite 2 der Bibelarbeit von E.F. Ströter)

Jehoschua spricht im obigen Bibelvers. Er sieht die in der Diaspora weit entfernten Juden, die am Tempel Jahwehs bauen werden. Dann werde ich als der von JAHWEH gesandte Jehoschua erkannt werden. Dazu gehört aber die Bereitschaft, auf die Stimme des EINEN Gottes zu hören.


5. Juli 2014
Schabat - 7. Tammus 5774 - mein Verkündigungsauftrag

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 19,15 erinnert mich an meine Verantwortung in meinem Verkündigungsauftrag:

יהיו לרצון אמרי-פי והגיון לבי לפניך יהוה צורי וגאלי

yih'yu leratzon imrei-fi weheg'yon libi lefaneicha YAHWEH tzuri wegoali

"Sie sollen zum Wohlgefallen sein, meines Mundes Worte und meines Herzens Sinnen, vor Dir, JAHWEH, mein Fels und mein Erlöser." (Eigenübersetzung)

Damit schließe ich mich David in seinem Anliegen an, dass das, was ich verkündige, JAHWEH wohlgefällig sein möge. Zum Glück hat mir JAHWEH ein wunderbares Werkzeug zur Verfügung gestellt: Meinen "Esel". Dieser hat mich schon unzählige Male korrigiert; in meinem Denken, in meinem Handeln. Gleich gestern wurde ich durch einen nicht mehr funktionierenden Link auf eine nötige Korrektur aufmerksam gemacht.

Der heutige Schabat ist mit seiner Paraschah (Wochenlesung; 4. Mose 22,2 - 25,9) übrigens Balak, dem König von Moab gewidmet, der Bileam anheuern wollte, um das Volk Israel zu verfluchen. Bekanntlich hatte sich Bileams Esel, im Anblick eines Engels mit einem Schwert in der Hand, Bileams Anweisungen widersetzt. Dieser gilt allgemein als Bösewicht, und er hat tatsächlich ein schlimmes Ende genommen. In der Begegnung mit dem Engel handelte er aber einwandfrei. Er bekannte sich als sündig und war bereit auf der Stelle umzukehren. Dass Bileam letztlich durchs Schwert umgekommen ist und offenbar ein schlechtes Ende genommen hat, hat nichts mit seinem Verhalten dem Engel gegenüber zu tun. Der Gerechte kann, wenn er später sündigt, sich nicht auf seine frühere Gerechtigkeit berufen (Hesekiel 33,12).


7. Juli 2014
jom scheni - 9. Tammus 5774 - erhebe Dich JAHWEH! - hört Völker!

Das interne Los in Psalm 21,14 richtet sich an JAHWEH und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Micha 1,2 ruft sämtliche Völker der Erde auf:

Internes Los in Psalm 21,14:

רומה יהוה בעזך נשירה ונזמרה גבורתך

rumah YAHWEH be'usecha naschirah un'samrah gwurotecha

"Erhebe Dich, JAHWEH, in Deiner Kraft! Wir wollen singen und spielen Deiner Macht!" (Eigenübersetzung)

Meine stille Zeit im "Kämmerlein" beginne ich regelmäßig mit folgendem Lied nach Offenbarung 4,11:
"Du bist würdig, Du bist würdig, Du bist würdig, o Gott! Du bist würdig, von uns zu nehmen Preis und Ehre und Dank! Denn Du schufst das All und von Dir kam das Leben, in dir war der Wille, die Kraft! Nur Du bist würdig, von uns zu nehmen Preis und Ehre und Dank!"


Die Tageslosung in Micha 1,2:

שמעו עמים כלם הקשיבי ארץ ומלאה ויהי אדני יהוה בכם לעד אדני מהיכל קדשו

schim'u amim culam hakschiwi eretz um'loah wihi adonai YAHWEH bachem leed adonai meheichal kodscho

"Hört Völker allesamt! Höre aufmerksam zu, Erde und ihre Fülle!
Und es soll mein Herr, JAHWEH, unter euch zum Zeugen sein; mein Herr, von Seinem heiligen Tempel aus."
(Eigenübersetzung)

Das ist "Zukunftsmusik", obwohl dieser Begriff einen Zusammenhang mit Richard Wagner hat (http://de.wikipedia.org/wiki/Zukunftsmusik). Es geht um den dritten Tempel, von dem noch keine Spur zu sehen ist, der aber im Glauben vorweggenommen werden kann. In der Zukunft wird Zion (Jerusalem) das Zentrum der Welt sein. Das Christentum wird zu Ende kommen (Endzeit) und Israel wird das Licht der Welt sein.


8. Juli 2014
jom schlischi - 10. Tammus 5774 - Jahwehs Gerechtigkeit verinnerlichen

Das interne Los in Psalm 35,28 war vor bald zehn Jahren mein Geburtstagsgeschenk, als ich es in meine interne Los-Sammlung aufnahm:

ולשוני תהגה צדקך
כל-היום תהלתך

ul'schoni teh'geh tzidkecha
col-hayom tehilatecha

"Und meine Zunge soll Deine Gerechtigkeit summen,
den ganzen Tag Deinen Ruhm."
(Eigenübersetzung)

Als Gerechter stelle ich mir das als ständig bewusste Präsenz von Gottes Gegenwart in meinem Innern vor, die als Lobpreis auf die Zunge drängt. Ob das meine Umgebung merkt?


9. Juli 2014
jom rewii - 11. Tammus 5774 - Gott will alles in allen werden

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 48,11 beschreibt Gott als den, der die ganze Erde mit Seinem Ruhm umfasst und was das bedeutet:

כשמך אלאהים כן תהלתך על-קצוי-ארץ
צדק מלאה ימנך

keschimcha elohim ken tehilatcha al-katzwei-eretz
tzedek mal'ah yeminecha

"Wie Dein Name, Gott, so ist Dein Ruhm über den Enden der Erde.
Deine Rechte ist mit Gerechtigkeit gefüllt."
(Eigenübersetzung)

Mit Seinem Ruhm will der EINE Gott alle Menschen erfassen. Er will alles in allen Menschen werden. (1. Korinther 15,28; Epheser 4,6)

Dass die rechte Seite bei Gott eine besondere Bedeutung hat, habe ich am 19. Juli 2011 wie folgt umschrieben: Mir ist inzwischen anhand der Bibel klar geworden, dass die rechte Seite die bevorzugte ist bei Gott. So mussten beispielsweise bei der Priesterweihe das rechte Ohrläppchen, der rechte Daumen und die rechte große Zehe des zu weihenden Priesters mit Widder-Blut bestrichen werden. (3. Mose 8,23 ff.) Für mich ganz wichtig geworden ist auch Psalm 16,8: „Ich habe den Ewigen immer mir gegenüber vorgestellt. Wenn Er zu meiner Rechten ist, muss ich nicht wanken.“ (Eigenübersetzung) Ein weiteres Beispiel ist der bevorzugte Segen mit der rechten Hand. (1. Mose 48,18)

Die rechte Seite Jahwehs ist mit Gerechtigkeit gefüllt. Das hat Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens, auch auf die Politik. Ich erinnere an meine "Umpolung" nach rechts. Deshalb freut mich auch die politische Entwicklung in Israel.


10. Juli 2014
jom chamischi - 12. Tammus 5774 - wer will auf die Stimme des Knechtes hören?

Im internen Los von Jesaja 50,10 versetze ich mich an die Stelle von Jesaja und verstehe mich als Knecht Jahwehs:

מי בכם ירא יהוה שמע בקול עבדו אשר הלך חשכים ואין נגה לו
יבטח בשם יהוה וישען באלהיו

mi wachem yere YAHWEH schomea bekol awdo ascher halach chaschechim weein nogah lo
yiwtach beschem YAHWEH weyischaen be'lohaw

"Wer von euch JAHWEH fürchent will,
*** hört auf die Stimme Seines Knechtes, der in Finsternissen gewandelt ist und ihn nichts umstrahlt hat ***
der soll dem Namen Jahwehs vertrauen und soll sich auf seinen Gott stützen!"
(Eigenübersetzung)

Manche Leser mögen es vielleicht als Anmaßung empfinden, dass ich mich als Knecht Jahwehs sehe. Ich möchte diese an meine vier Psychiatrieklinik-Aufenthalte und die zehn Jahre Midlifekrise samt drei Entlassungen aus Anstellungen erinnern. Während dieser Zeit hatte ich manche Finsternisse erlebt, wo mich kein Licht umstrahlt hat. Aber eigentlich geht es ja gar nicht um mich, sondern es geht um das Vertrauen in JAHWEH, das ich den Lesern beliebt machen möchte. Dazu sollen auch all die Verheißungen dienen, die in meiner Internetseite zu finden sind.


11. Juli 2014
jom schischi - 13. Tammus 5774 - warum lässt JAHWEH Sein Volk und Land zittern?

Das ursprüngliche Wort meines internen Loses in Jeremia 14,9 hatte der Prophet in einer Dürreperiode gesprochen:

למה תהיה כאיש נדהם כגבור לא-יוכל להושיע
ואתה בקרבנו יהוה ושמך עלינו נקרא
אל-תנחנו

lamah tih'ye ke'isch nidham kegibor lo-yuchal lehoschia
weatah wekirbenu YAHWEH weschimcha aleinu nikra
al-tanichenu

"Warum willst Du wie ein bestürzter Mann sein; wie ein Held, der nicht helfen kann?
Aber Du bist in unserer Mitte, JAHWEH, und Dein Name ist über uns ausgerufen.
Lass uns nicht fahren!"
(Eigenübersetzung)

Die seit Jahren mit kurzen Unterbrüchen anhaltenden Raketenangriffe auf Israel kommen mir wie die Dürreperiode bei Jeremia vor. Warum lässt Du Dein Volk und Land zittern? Warum greifst Du nicht ein, JAHWEH? Warum bist Du wie ein bestürzter Mann, wie ein Held, der nicht helfen kann?

Aber Du bist in der Mitte Deines Volkes, JAHWEH, und Dein Name ist über Deinem Volk ausgerufen! Danke, dass Du Dein Volk nicht fahren lässt. Danke, dass Du den politischen und militärischen Entscheidungsträgern die richtigen Antworten ins Herz gibst.


12. Juli 2014
Schabat - 14. Tammus 5774 - Stern aus Jakob

In verschiedenen Tagebucheinträgen deklariere ich mich als Erlöser Israels, was aber auch für mich noch keineswegs selbstverständlich ist. Ich mache mir diese Tatsache deshalb immer wieder durch Bibelworte bewusst, so auch durch das heutige interne Los und die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine.

Internes Los in Psalm 145,18:

קרוב יהוה לכל-קראו לכל אשר יקראהו באמת

karow YAHWEH lechol-kor'aw lechol ascher yikrauhu weemet

"Nahe ist JAHWEH allen Ihn Anrufenden; allen die Ihn in Wahrheit anrufen wollen." (Eigenübersetzung)

Bei Gott ist die Offenheit gegenüber dem eigenen Herzen wichtig. Wir sollen uns die Wahrheit soweit wie möglich bewusst machen. Das ist auch mein Anliegen im Zusammenhang mit meiner Berufung durch Bruder Yun. Diese Berufung hatte sich später konkretisiert und wird sich weiter konkretisieren. In der vergangenen Nacht hatte ich Gedanken zum gestrigen Tagebucheintrag. Mir kam in den Sinn, dass ich als Stern aus Jakob ja aktiv am Kampf beteiligt bin, wenn auch nur in Gedanken und im Gebet. Gestern dankte ich Gott dass Er den politischen und militärischen Entscheidungsträgern die richtigen Antworten ins Herz gibt. In der Nacht wurde mir klar, dass ich offenbar der Gedankenträger bin. Unter dem Zepter, das sich in Israel erhebt, verstehe ich Regierung und Armee. Die hebräischen Verben, die im Zusammenhang des sich erhebenden Zepters stehen, heißen: machatz und karkar; "zerschlagen und niederreißen"! Unter Moab und den Söhnen Seths verstehe ich die Gesamtheit der Feinde Israels. Im Moment geht es um Gaza, bzw. die Hamas. Diese müssen unschädlich gemacht werden. Aber auch das so genannte Westjordanland ist ein ständiger Unruheherd. Sowohl Gaza wie das Westjordanland sollten annektiert werden. Die Zweistaatenlösung hat keine Zukunft. Täglich segne ich Naphtali Bennet im Namen Jahwehs, den Minister der das wahrscheinlich ähnlich sieht, im Gebet. Aber nicht nur ihn segne ich, sondern alle Menschen echt guten Willens.
 

Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 108,2:

נכון לבי אלהים
אשירה ואזמרה אפ-כבודי

nachon libi elohim
aschira waasamra af-cwodi

"Fest gegründet ist mein Herz, Gott!
Ich will singen und ich will spielen, sogar meine Ehre!"
(Eigenübersetzung)

Ich spüre, wie mein Herz im Zusammenhang des israelischen Kampfes fest ist. Ich will singen und sogar meine Ehre (mein Leben) aufs "Spiel" setzen.


13. Juli 2014
jom rischon - 15. Tammus 5774 - Fremde werden sich um die Sicherheit Zions bemühen

Einmal mehr beschäftigt mich Jesaja 60, d.h. Zion. Das interne Los in Jesaja 60,10 handelt von fremden, helfenden Söhnen und ihren Königen einerseits, und von JAHWEH, dessen Zorn sich gewendet hat, andererseits:

ובנו בני-נכר חמתיך ומלכיהם ישרתונך
כי בקצפי הכיתיך וברצוני רחמתיך

uwanu wnei-nechar chomotayich umalcheihem yeschortunech
ki wekitzpi hikitich uwirtzoni richamtich

"Und es werden Söhne der Fremde deine Mauern bauen, und ihre Könige sollen dich bedienen.
Denn in Meinem Zorn habe Ich dich geschlagen, aber in Meinem Wohlwollen habe Ich Mich deiner erbarmt."
(Eigenübersetzung)

Viele fremde Menschen, vor allem ernsthafte Christen, bemühen sich um Israel. Auch ich gehöre schon seit Langem zu diesen fremden Menschen. Wie Bileam das Volk segnete anstatt zu verfluchen, segne auch ich. Das ist von JAHWEH gewirkt, der sich Zions erbarmt. Nach dem Spruch Bileams erhebt sich jetzt das Zepter in Israel; nämlich Regierung und Armee. Um ihren Auftrag ausführen zu können brauchen sie Unterstützung vom Volk und auch von den "Fremden", die JAHWEH in Wahrheit anrufen und echt guten Willens sind. Aus der Geschichte wissen wir, dass JAHWEH Sein Volk während Jahrhunderten immer wieder geschlagen hat, bis hin zur Schoah. Jetzt ist Er aber daran, das Geschick Zions grundlegend zu wenden. Meine Aufgabe ist es, das bewusst zu machen.


17. Juli 2014
jom chamischi - 19. Tammus 5774 - JAHWEH herrscht immer und ewig als König

JAHWEH will immer und ewig als König herrschen. Das ist eine zentrale Aussage aus dem Lobgesang Moses und der Kinder Israels. Sie steht in meinem internen Los in 2. Mose 15,18:

יהוה ימלך לעלם ועד

YAHWEH yimloch leolam waed

"JAHWEH will immer und ewig als König herrschen!" (Eigenübersetzung)

Das Lied wurde von Mose und den Kindern Israels gesungen, nachdem sie JAHWEH trockenen Fußes durch das Schilfmeer geführt hatte und die Ägypter ertranken. Gegenwärtig ist mit der Eroberung des Gazastreifens etwas Ähnliches im Gang. Am 15. Tammus 5774 hatte ich geschrieben: Jetzt ist Er aber daran, das Geschick Zions grundlegend zu wenden. Als bis zu meinem Lebensende berufener König Messias ist es meine Aufgabe, das der Welt bewusst zu machen.


19. Juli 2014
Schabat - 21. Tammus 5774 - ewiger Bund des Friedens - Heiligtum

Das interne Los in Hesekiel 37,26 ist eine wunderbare Verheißung, die es im Glauben anzunehmen gilt:

וכרתי להם ברית שלום ברית עולם יהיה אותם ונתתים
והרביתי אותם ונתתי את-מקדשי בתוכם לעולם

wecharati lahem brit schalom brit olam yih'yeh otam un'tatim
wehirbeiti otam wenatati et-mikdaschi betocham leolam

"Und Ich werde ihnen einen Bund des Friedens "abschneiden"; ein ewiger Bund soll ihnen sein; so werde Ich ihnen geben.
Und Ich werde sie vermehren, und Ich werde Mein Heiligtum in ihre Mitte geben, für ewig."
(Eigenübersetzung)

Diese Verheißung kommt zur richtigen Zeit, mitten im Gazakrieg tzuk eitan: "starker Fels". Der Krieg ist ein notwendiges Übel und muss zu Ende geführt werden. Der Gazastreifen muss Israel einverleibt werden. Nur so kann der Landstrich befriedet werden. Halbe Sachen führen zu nichts Brauchbarem. Ziel ist die Verwirklichung von Jahwehs ewigem "Bund des Friedens". Es gilt den Verheißungen Jahwehs zu glauben! Dann wird ER sie ausführen. Dann wird ER auch die Verheißungen der Verse 21+22, im gleichen Kapitel, wahr machen. Dann wird mein Herr, JAHWEH, Sein Volk in ihrem Land Israel sammeln und zu einem einigen Volk machen, und ich, Jehoschua, werde ihr König Messias sein.

So wird JAHWEH Sein Volk vermehren und Sein Heiligtum, den dritten Tempel, für ewig in ihre Mitte geben. Dann, dann, dann; es sind einige Voraussetzungen zu erfüllen! Die Mitwirkung sämtlicher Juden ist gefragt.


20. Juli 2014
jom rischon - 22. Tammus 5774 - Jehoschua auf Facebook

Heute habe ich mit einem Foto bei Facebook als Jehoschua geoutet:

https://www.facebook.com/eugen.senn

Es zeigt meine Augen, dunkler als Wein und meine Zähne, weißer als Milch. Es geht um den Schilo, den Vorfahren des Königs David aus Juda. Als Erlöser Israels und König Messias der Welt verkörpere ich auch diese Person, neben meinem Anspruch, Stern aus Jakob und vor allem reinkarnierter Jesus von Nazareth zu sein.

Auf dem Foto sieht man die Weltkarte im Hintergrund, das "Kirchspiel" des Messias, um mit einem geflügelten Wort von John Wesley zu sprechen: "Die Welt ist mein Kirchspiel". Rechts unten erscheint Jerusalem bzw. Zion, die Hauptstadt des neuen Himmels und der neuen Erde; ebenfalls ein wichtiger Handlungsort für den Erlöser Israels.

 

 


21. Juli 2014
jom scheni - 23. Tammus 5774 - dem Gerechten gerät alles wohl

Das interne Los in Psalm 84,12:

כי שמש ומגן יהוה אלהים
חן וכבוד יתן יהוה
לא ימנע-טוב להלכים בתמים

ki schemesch umagen YAHWEH elohim
chen wechawod yiten YAHWEH
lo yimna-tow laholchim betamim

"Denn Sonne und Schild ist JAHWEH, Gott.
Gnade und Herrlichkeit will JAHWEH geben.
Nichts kann Gutes hindern für unsträflich Wandelnde."
(Eigenübersetzung)

Von Gott her sind alle Voraussetzungen für ein gelingendes Leben gegeben:
- Sonne und Schild
- Gnade und Herrlichkeit
Der Mensch muss Gerechtigkeit beitragen!
Das ist nicht wenig und muss im messianischen Reich von allen Menschen gelernt und geleistet werden. Dann gerät alles wohl; dann kann nichts mehr Gutes hindern. Diese Botschaft weiterzugeben ist Auftrag und Ziel des Erlösers von Israel und vom König Messias, der bei seiner Taufe selbst als Gerechter angenommen wurde.

Der Folgevers in Psalm 84,13 bestätigt das Gesagte: Glücklich ist, wer Dir vertraut, JAHWEH.


22. Juli 2014
jom schlischi - 24. Tammus 5774 - JAHWEH weiß, dass wir Staub sind

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 103,14:

כי-הוא ידע יצרנו
זכור כי-עפר אנחנו

ki-hu yada yitzrenu
sachur ki-afar anachnu

"Denn Er hat unser Gebilde erkannt;
erinnert hat Er Sich, dass wir Staub sind."
(Eigenübersetzung)

Es ist tröstlich zu wissen, dass JAHWEH sich bewusst ist, den Menschen aus Staub geformt zu haben. Wir sind aber auch in Seinem Bild geschaffen. Das ist unerhört: Staub und Bild Gottes als Einheit. Gott überfordert uns nicht, will uns aber als Mitarbeiter befähigen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung in meiner Berufung als Erlöser Israels und König Messias der Welt. Meine Internetseite erzählt die Geschichte.

"Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid!" (Jakobus 4,8 - Schlachter Bibel 2000)


23. Juli 2014
jom rewii - 25. Tammus 5774 - Sündenbewusstsein und Konsequenz daraus

Am 9. November 2007, kurz nachdem ich meine "Banklehre" in Jerusalem begonnen hatte, nahm ich das interne Los in Jesaja 40,27 in meine Sammlung auf. Irgendwann überschrieb ich den Zettel: "Wichtige Botschaft für die Juden.":

למה תאמר יעקב ותדבר ישראל
נסתרה דרכי מיהוה ומאלהי משפטי יעבור

lamah to'mar yaakow utedaber yissrael
nisst'rah darki meYAHWEH umeelohai mischpati yaawor

„Warum willst du sagen, Jakob, und willst du sprechen, Israel?:
‚Verborgen ist mein Weg vor JAHWEH, und vor meinem Gott will mein Recht vorübergehen!’“
(Eigenübersetzung)


Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine im Psalm 90,8 gibt Antwort:

שת עונתינו לנגדך
עלמנו למאור פניך

schata awonoteinu lenegdecha
alumenu lim'or paneicha

"Du hast unsere Sünden vor Dich gestellt,
unser heimliches Tun ins Licht Deines Angesichts."
(Eigenübersetzung)

Es ist gut sich zu vergegenwärtigen, dass vor JAHWEH nichts verborgen is