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Tagebuch

 


03. Mai 2014
Schabat - 3. Iyar 5774 - Befehl oder Verheißung?

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 3. Mose 20,8 stellt mir die ganz große Frage, ob es sich bei diesem Text um einen Befehl handelt, wie in allen mir bekannten Bibelübersetzungen verwendet, oder ob es eine Verheißung ist, was ich wie folgt glaube:

ושמרתם את-חקתי ועשיתם אתם אני יהוה מקדשכם

uschmartem et-chukotai waassitem otam ani YAHWEH mekadischchem

"Und ihr werdet Meine Gesetze beachten und ihr werdet sie tun -
ICH, JAHWEH, heilige euch."
(Eigenübersetzung)

JAHWEH heiligt Sein Volk, damit dieses Seine Gesetze beachten wird, und damit Sein Volk Seine Gesetze tun wird. Es handelt sich also nicht um eine Bedingung, wonach JAHWEH Sein Volk heiligt, wenn es Seine Gesetze nach Befehl beachtet und tut.

Meine Übersetzung stimmt auch grammatikalisch. "uschmartem" und "waassitem" sind beides Waw-Perfekt-Formen, d.h. Zukunftsformen und nicht Befehlsformen.


JAHWEH heiligt also Sein Volk, damit es in der Lage ist, Seinen Willen zu tun. Wie soll das geschehen? Indem wir das tun, was Jesus Christus gesagt hat. Es geht nicht um eine peinlich genaue Erfüllung der 613 Gebote, abgesehen davon, dass Jesus diese in der Bergpredigt (Matthäus Kapitel 5 - 7) verschärft hat. Wiedergeburt und Abhängigkeit von JAHWEH im hebräischen Glauben werden dem Volk dazu helfen.

 
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