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Tagebuch

 


03. April 2017
jom schlischi - 7. Nissan 5777 - Dienstag - das Ölwunder - Rechtfertigung meines Auftrags

"Der Mehleimer ging nicht aus, und dem Ölkrug mangelte es nicht, nach dem Wort von JAHWEH, das ER durch die Kraft Elias geredet hat." (1. Könige 17,16, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

כד הקמח לא כלתה ןצפחת השמן לא חסר כדבר יהוה אשר דבר ביד אליה

cad hakemach lo chalatah wetzapachat haschemen lo chasser kidwar YAHWEH ascher diber beyad elyahu

 

Dieses Wunder ist die Grundlage für das jüdische Fest der Tempelweihe (Chanukka); das Lichterfest im Winter, fast zur gleichen Zeit wie Weihnachten.

Etwas ähnliches hatte ich seinzerzeit mit dem TIPP-EX-Fläschchen erlebt. (4. Juni 2015 "ich materielles Wesen")

 

Erwachen in der Nacht. Welche Zeit ist es wohl? Von ferne leises Glockengeläut. Draußen blitzt es. Wirklich? Ohne Donner? Tatsächlich!  Das gespenstische Wetterleuchten erhellt die Umgebung, wie ich den Oberkörper hebe und zum Fenster hinausschaue. Es ist gerade mal Mitternacht vorbei. Das Glockengeläut entpuppt sich als Illusion-Halluzination, wie so manches andere Geräusch in letzter Zeit: Entfernte Autosirene eines Sanitätsautos im WC - beginnendes Böllern in Israel!

Nun kehren die Gedanken an den Vorabend zurück: Die dem Hermatswiler geliehene 20-Fr.-Note, damit er zu seiner Frau heimfahren könne. Ein solches Kurzzeitgedächtnis ist schon unheimlich. Der Patient kehrt etwa 5 Mal zurück, um sich nach meinem Namen zu erkundigen. Später finde ich ihn, wie er einen Pflegefachmann bestürmt, der sich in einem Gespräch mit einer Patientin befindet. Ich bewege den Hermatswiler an einen Nebentisch, wo "zufällig" ein Kaffee, für diesen zubereitet, steht!

Hermatswil, der Weiler im Zürcher Oberland, hoch über dem Pfäffikersee, verbindet meine Jugend-Erinnerungen mit Schalchen, links unten und mit der Breiti Saland, rechts unten. Schalchen und stundenlanges Petting auf dem Ofenbänkli mit meiner Jugendfreundin Erika - Breiti, das geliebte Refugium meines Lieblingsbruders Huldrich, der mir weitgehend Ersatzvater war.

Ich erinnere "meinen" Patienten an die 20er Note, die er angeblich auf dem Boden gefunden habe. Etwas widerwillig händigt er sie mir aus.

Inzwischen ist es nach 2 Stunden weiteren Schlafs fast halb 4 Uhr und ein reichlich langer Tagebucheintrag geworden. Eigentlich wollte ich von meiner "Unsterblichkeit" bzw. von meinem neuen Erlebensgefühl nach meiner Mail vom 30. März 2017 schreiben. Nun hat mich aber offenbar meine Hirnatrophie selber eingeholt. Mal schauen, ob sich mein Ganglienklumpen bis am Morgen regeneriert hat.

Kaum habe ich es mir bequem gemacht, stört mich mein Fußpilz rings um die rechte Zehe: Aha! Die Halachah!

Fast gleichzeitig beginnt es in meiner linken Wade zu krabbeln: Licht für die Halachah!

Erneut im Ruhezustand kitzelt mich mein Schnauz links: Licht zum Reden bzw. Schnauze nicht halten!

Danach Kitzeln in der linken Augenbraue: Licht für Weisheit Gottes!

Praktisch gleichzeitig Streicheln der rechten Wange!

Nach 6 Uhr
Beginn des Tagewerks am Computer. Mein Ganglienklumpen scheint regeneriert. Trotzdem kommt mir die Erinnerung an das, was mir gestern so wichtig schien, nicht mehr zurück.

 
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