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Tagebuch

 


03. November 2015
jom schlischi - 21. Cheschwan 5776 - JAHWEH wird in der Dürre sättigen

"Und es wird dich JAHWEH immer leiten und wird sättigen in dürren Gegenden deine Seele. Und deine Gebeine will Er stärken."
(Jesaja 58,11a, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

ונחך יהוה תמיד והשביע בצחצחות נפשך ועצמתיך יחליץ

wenochacha YAHWEH tamid wehissbia betzachtzachot nafschecha weatzmoteicha yachalitz

Ein wunderbares Wort zu meinem 78. Geburtstag! Es ist zwar eigentlich an das Volk Israel gerichtet. Als Erlöser Israels nehme ich es aber auch als eine persönliche Zusage.

Dass mich JAHWEH immer leiten will, weiß ich von der Verheißung von Reichenschwand

Dass JAHWEH auch im dürren Land sättigen kann und wird, wissen wir aus den 5 Büchern Moses, speziell aus der 40-jährigen Wüstenwanderung des entstehenden Volkes Israel.

Dass meine Seele, mein ganzes Wesen, mitgemeint ist, erfüllt mich mit Dankbarkeit.

ER will auch meine Gebeine im Alter stärken. Das ist eine wunderbare Aussicht am 78. Geburtstag, spüre ich doch die Folgen meiner Wirbelbrüche zeitweise immer noch.

 

Die Tageslosung gilt selbstverständlich immer noch primär dem Volk Gottes, allen die sich die Verheißung von Reichenschwand zu eigen gemacht haben.

Was sind dann die 'dürren Gegenden'? (tzachtzachot) Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. In meinem Suchen bin ich zur Überzeugung gelangt, dass es sich dabei primär nicht um Äusserlichkeiten handelt, stammt doch tzachtzachot gemäss der 17. Auflage des GESENIUS Handwörterbuchs von 'tzachan' ab, was dort mit schmutzig,unzüchtig übersetzt ist.

Es stimmt, wir leben wieder wie zu Zeiten Noahs. Die materielle Welt scheint, besonders in Europa, die geistige definitiv zu verdrängen. Die christlichen Kirchen sind beinahe leer. 

Es gibt sie zwar noch, geistbegabte Menschen und Werke. Da ist mir gleich heute eine Spezialreport (JENSEITSPERSPEKTIVEN) von AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende) zugekommen, der von wunderbaren und mutmachenden Erfahrungen spricht. Der eindrücklichste Bericht handelt von Andreas Berglesow, einem christlichen Missionar in Sibirien, der nach einem schweren Verkehrsunfall 5 Stunden tot war und in der Leichenhalle wieder zum Leben erwachte. Er berichtet, wie er aus seinem Körper ging und zum Himmel gelangte, wo er bereits gestorbene Menschen traf. "Ich schaute auf den breiten Weg; er war voll, dicht gedrängt mit Menschen - und er führte zur Hölle. Ich sah auch einen sehr schmalen Weg; der ging nach oben - zu Gott. Darauf waren sehr wenige Menschen. Dann sagte eine Stimme, dass meine Mission auf dieser Erde noch nicht zu Ende sei und ich zurückgehen müsse, um Menschen von dem breiten auf den schmalen Weg zu führen." 

Daraus lerne ich: Wir sind noch lange nicht am Ende des Christentums. Das weiß ich ja eigentlich auch aus meinem Glauben an eine weltweite Erweckung, deren Keimzelle "Bibel in unserer Zeit" ist. Das Christentum muss sich allerdings wandeln. Es muss erkennen, dass das Reich, um das wir im "Unservater" beten bereits gekommen ist und dass wir damit vor allem GLAUBEN lernen müssen; Glauben an den EINEN Gott, unseren Vater im Himmel, JAHWEH!

Damit stehen die Christen auf dem gleichen Boden wie die Juden. Gemeinsam haben sie die Verheißung von Reichenschwand, an die wir uns alle mit Geist, Leib und Seele halten sollen.

 
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