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Tagebuch

 


01. März 2017
jom rewii - 3. Adar 5777 - Islam

"IM" BARTE DES PROPHETEN

Nachdem mein geistgetaufter Freund meine Frau aus meinen "Fängen" befreit hat, ist also eine weitere Nacht des Wartens, Wachens und Betens angesagt. Bei der Überschrift geht es um den Propheten Mohammed. Als ich im Kinnbart links ein Kitzeln verspürte, das mich auch gerade jetzt wieder, diesmal aber rechts "belästigt", läutet um ca. 5 Uhr am Nachmittag das Telefon. 

Es ist meine Ehefrau mit folgenden zwei Anliegen:

1. Ich solle das schlecht vor ihrem neuen Wohndomizil geparkte Auto besser parkieren, ansonsten sie den Reserveautoschlüssel bei mir hole und es selbst besorge; was sie später auch tut.

2. Für sie sei es klar, dass ich unmittelbar vor einem weiteren Klinikaufenthalt stehe und wünsche am Morgen früh nicht mehr geweckt zu werden. Sie stelle das Läutwerk ihrer Wohnung jedenfalls ab, weil sie es äußerst schlecht ertrage, so früh geweckt zu werden. Sie habe einen miserablen Tag hinter sich. Wie ich versuche, ihr meine Sicht der Dinge zu erklären, bricht sie den Kontakt ab.

 

Nach der obigen Formulierung merke ich, dass ich unterbrechen muss, weil mein Kopf an ganz verschiedenen Stellen juckt. Ich begebe mich aufs WC um Wasser zu lösen. Weil ich schon lange keinen Stuhlgang mehr hatte, versuche ich mit erheblichem Druck nachzuhelfen, was aber nichts hilft. Ein schon vor langer Zeit beobachtetes Phänomen wird mir in diesem Moment bewusst. Die "Sennen"-Sippschaft neigt zu Verstopfung; die "Stäubli"-Sippschaft zum Gegenteil, auch meine Frau. Die "Sennen" mit ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden stehen dem viel offeneren, unkomplizierten Wesen der "Stäublis" gegenüber. Das war auch der Grund, dass ich nicht nur meine Frau, sondern auch ihre Sippschaft zu einem gewissen Teil geheiratet habe. Meine Familie pflegte einen eher gesetzlichen Glaubensstil in einer pietistischen Minoritätsgemeinde der Landeskirche. Der um 16 Jahre ältere Bruder meiner Frau gehört immer noch der Methodistenkirche an, wo echte Gemeinschaft gelebt wurde. In dieser Kirche ließen wir uns 1966 trauen, in der ich etwas später Mitglied wurde und den Austritt bei der Landeskirche vollzog. Mit dem durch das Diakonissenhaus erzwungenen Wegzug von Zürich nach Lindau wechselten wir beide in die Landeskirche, wo sich meine Frau immer noch in einigen Gremien engagiert. Etliche Jahre war sie Präsidentin der lokalen Gemeinde.

Meinerseits vermisste ich, nach meinem Empfinden, echten Glauben in der Landeskirche. Ich sehnte mich nach "Wundern", wie sie in der charismatischen Erweckungszeit der 70er Jahre zum Teil in Erscheinung traten. Dann versuchte ich mein Heil in der Meditation, brachte es aber mit meinen Bemühungen nicht weit. Später kam das "Enneagramm" an die Reihe, eine über Jahrhunderte mündlich tradierte Geheimlehre im Sufismus (Islam), vomit die Verbindung zum Titel dieses Tagebucheintrags hergestellt ist. In der Zürcher Landeskirche war das Enneagramm während einer bestimmten Zeit ein Teil des Lehrprogramms. Die abrahamitischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam haben alle eine göttliche Verheißung. Ich habe durch das Enneagramm persönlich viel profitiert. Neu habe ich auch einen Facebook-Freund, einem früheren Muslim aus der Türkei, der nun in Deutschland oder Österreich wohnt. Er hatte sein Leben im Jahr 2000 Jesus übergeben und lebt jetzt als dessen Nachfolger. Seine Frage, unter anderen, an mich:

Was denkst du aber was die vielen Gläubigen in letzter ZEIT sagen. Sie behaupten tatsächlich Jesus sei Gott. 

Darauf meine Antwort: Das ist der grösste christliche Irrtum, sage ich im 3. Testament (Tagebuch)

Worauf seine Erwiderung: 

Danke, das ist echt sehr beruhigend.
Ich würde mich gerne öfters mit dir unterhalten, ich hoffe wir können und durch das Wort GOTTES und durch den heiligen Geist uns gegenseitig aufbauen.
 
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