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Tagebuch

 


04. Juni 2015
jom chamischi - 17. Siwan 5775 - ich materielles Wesen

Im Traum bin ich am frühen Morgen längere Zeit als Verwaltungsdirektor zurück im Diakonissenhaus Bethanien. Ich habe erneut die ehemalige schöne Betriebswohnung als Mieter zur Verfügung. Ausgerüstet mit voller Kompetenz und Verantwortung muss ich die Mietzinse sowohl für die Angestellten wie für mich festsetzen.

Grundsätzlich möchte ich marktähnliche Verhältnisse schaffen, was mir aber erhebliche Probleme verursacht. Wie schaffe ich es, die Mietpreise von Einzelzimmern für Angestellte in ein angemessenes Verhältnis zu ortsüblichen Wohnungen am Zürichberg zu setzen? Die ins Auge gefassten Ansätze befriedigen mich nicht. Desgleichen habe ich ein Problem, meine Mietwohnung einigermaßen marktüblich zu bewerten und dabei nicht maßlos ins Hintertreffen zu gelangen, gegenüber der gegenwärtigen Situation als Eigentümer eines Einfamilienhauses mit zurückbezahlten Hypotheken.

Etwas desillusioniert erwache ich.

Ich und der Vater sind eins, habe ich vor zwei Tagen geträumt.

Sowohl den heutigen Traum, wie denjenigen vor zwei Tagen nehme ich voll ernst und ich nehme vor allem meinen Himmlischen Vater ernst. ER wird mir die Lösung meines Problems zeigen. Vorerst will ich meine Morgentoilette machen.

Während der Morgentoilette gehen mir etliche Gedanken durch den Kopf. Das Problem, die geistlichen und die materiellen Anliegen auf einen Nenner zu bringen, waren Anlass zu meiner "Flucht" vor genau 35 Jahren. Jetzt darf ich in kleinen Schritten die Übereinstimmung lernen. Ich denke da primär an die wachsende Schnur um die Zettelbeige meiner internen Lose. Dann mache ich ähnliche Erfahrungen wie die Witwe in Sarepta, deren Mehltopf während der nötigen Zeit nicht leer wurde. Das Chanukkafest der Juden hat den gleichen Ursprungscharakter. Die "Flüssig-Korrektur" ist bei mir zu nennen. Mit dieser korrigiere ich fehlerhafte Losnotizen. Es ist ein schnell trocknender Korrekturlack, in einem kleinen Fläschchen, den ich früher mit Verdünner strecken konnte. Heute ist das nicht mehr nötig. Der Korrekturlack ist unerschöpflich, solange Gott das will. Neuerdings erlebe ich etwas Ähnliches mit der Olivenseife, die ich immer sehr sparsam verwendete. Übrig geblieben ist ein dünner Rest, mit dem ich am Morgen meine Hände, nach erfolgter Einreibung meiner Beine mit einer Mandelöllotion, reinige. Die dünne Restseife müsste eigentlich schon längst zerbrochen sein; ist es aber nicht!

Ich bezeichne das als zunehmende Übereinstimmung von Gnade und Wahrheit, was der "Herrlichkeit" von Jesus von Nazareth entsprach.

 
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