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Tagebuch


29. September 2013
Sonntag - Vater, Du hast meinem Unglauben geholfen!

Traum nach 7 h

Ich schaue durchs große Stubenfenster in den Garten hinaus. Auf dem Weg geht eine vor Jahren an Krebs verstorbene Nachbarin vorbei. Bei mir denke ich: Wenn die Frau mir das Gesicht zuwendet, wird sie auferstehen! Und - sie dreht das Gesicht mir zu und schaut mich mit ernster Mine an.

Sinnbild:
So, wie die Nachbarsfrau auferstehen wird, wird auch mein Bruder auferstehen!

Anruf:
Johannes 11:
24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.   
25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;   
26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du das?

(Revidierte Elberfelder Bibel)

Wann ist der letzte Tag?


28. September 2013
Samstag, Schabat - Vater ich glaube, hilf meinem Unglauben!

Vor 2 h flieht mich der Schlaf. Ich denke an die sechs Fragen, die ich vorgestern an Gott gerichtet hatte. Und ich denke an die gestrige Bitte an Gott, mein Leben wegzunehmen, wenn ER meinen Bruder nicht auferwecken will.

Grund für diese außergewöhnliche Bitte ist die unerfüllte Vision meines Bruders vom 27. Februar 2012: "Ich werde dich hindurchführen", ebenso mein unerfüllter Traum vom 22. Juli 2013, dass mein Bruder und ich in einer neu zu gründenden Bank Bankmanager werden sollen. Als Nachfolger von Jesus, zu dessen Leben auch Todesauferweckungen gehört hatten (z.B. Lazarus, Johannes 11,1-46) glaube ich, dass die Erfüllung meiner Bitte ohne Weiteres im Rahmen von Gottes Möglichkeiten liegt. Die Frage ist vielmehr, ob wir heutigen Menschen ein solches Wunder überhaupt verkraften würden. Mit Gottes Hilfe ist auch das möglich.

Ich erhebe mich und beginne mit meinem üblichen Ritual. Ich lege mir den Gebetsmantel um und strecke Gott das interne Los und die Fahne Israels, unsicher, entgegen. Da ich nicht an Zufälle glaube, erstaunt mich das Wort in 2. Samuel 7,25 nicht besonders:

ועתה יהוה אלהים הדבר אשר דברת על-עבדך ועל-ביתו הקם עד-עולם ועשה כאשר דברת

weatah YAHWEH elohim hadawar ascher dibarta al awdcha weal-beito hakem ad-olam waasseh caascher dibarta

"Und nun, JAHWEH, Gott! Das Wort, das Du geredet hast über Deinen Knecht (David) und über sein Haus, lass bestehen auf ewig und tue, wie Du geredet hast!" (Eigenübersetzung)

Das Wort passt völlig in den Kontext meiner Berufung als Erlöser Israels und in die Traumvision vom 2. Juni 2009.

Vater ich glaube! Hilf meinem Unglauben!


26. September 2013
Donnerstag - Gott hat mich im Regen stehen lassen!

Der Tod meines Bruders beschäftigt mich pausenlos. Langsam gestatte ich mir auch Fragen an Gott zu richten, ohne sofort eine Antwort parat zu halten:
 

  • Warum hast DU mich im Regen stehen lassen?
    Nicht der Traum vom 22. Juli 2013 hat sich erfüllt, sondern derjenige vom 12. September 2013. (gelöscht)
  • Warum ließest DU mich so weit zum Fenster hinauslehnen?
    In zwei Todesfällen in der Verwandtschaft und näheren Bekanntschaft hatte ich, im Vertrauen auf die Wirklichkeit meines Traums vom 22. Juli 2013, folgende Feststellung gemacht:

    "Ja, der Hinschied von ... tut mir wirklich leid, hätte ich ihm doch sehr gegönnt die „neue Welt“ nach Jesaja 65,17 ff. noch zu erleben. Aber Gottes Wege sind heilig und für uns Menschen nicht durchschaubar. Wir können nur glauben, dass das der beste Weg für ... ist."

  • Wozu willst DU mein Scheitern dienen lassen?
  • Hast DU Freude an meinem Gesichtsverlust?
  • Ist nun meine Berufung als Erlöser Israels grundsätzlich illusorisch?
  • Wäre es nicht am besten, wenn DU gleich auch mein Leben wegnehmen würdest?

25. September 2013
Mittwoch - es ist dir gesagt, Mensch!

Ich muss zuerst meine Gedanken sammeln. Mein Glaube ist erschüttert! Mein krebskranker Bruder ist heute kurz vor Mittag gestorben. Im Laufe des Nachmittags nehme ich am Totenbett während fast einer Stunde Abschied von meinem Bruder. Mein Glaube reicht nicht aus, ihn ins Leben zurückzurufen!

Der Tod ist für mich noch nicht fassbar; vor allem weil ich all meine Erwartungen auf die Erfüllung meines Traums vom 22. Juli 2013 gesetzt hatte. Meine Träume waren bisher immer sehr zuverlässig. Ist nun meine Berufung als Erlöser Israels grundsätzlich illusorisch? Ich spüre ein großes Defizit im Glauben und in der Demut.

Spontan ist mir Micha 6,8 eingefallen. Es handelt sich um eine Losung der Herrnhuter Brüdergemeine, die seit 1999 vier Mal gezogen wurde, letztmals am 26. Februar 2013:

 הגיד לך אדם מה-טוב ומה-יהוה דורש ממך כי אם-עשות משפט ואהבת חסד והצנע לכת אם-אלהיך

higid lecha adam ma-tow umah-YAHWEH doresch mimcha ki im-assot mischpat weahawat chessed wehatznea lechet im-eloheicha

"Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was JAHWEH von dir fordert, nämlich Recht tun und gnädige Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott." (Eigenübersetzung)

Gott ist treu, unabhängig von meiner Befindlichkeit, hatte ich am 12. September 2013 geschrieben. Ja, so ist es!

Gott ist souverän und Seine Wege sind verschlungen. "Demütiges Wandeln mit deinem Gott ist von dir, Mensch, gefordert."


22. September 2013
Sonntag - das Volk Gottes wird erlöst

Das Alte Testament hat noch viele unerfüllte Verheißungen Gottes. Das heutige interne Los in Hesekiel 37,23 ist eine solche an Sein Volk:

ולא יטמאו עוד בגלוליהם ובשקוציהם ובכל פשעיהם והושעתי אתם מכל מושבתיהם אשר חתאו בהם וטהרתי אותם והיו-לי לעם ואני אהיה להם לאלהים

welo yitam'u od begiluleihem uweschikutzeihem uwechol pisch'eihem wehoscha'ti otam micol moschwoteihem ascher chat'u wahem wetiharti otam wehayu-li leam waani eh'yeh lahem lelohim

"Und sie dürfen nicht mehr durch ihre Götzen verunreinigt werden und durch ihre Gräuel und durch all ihre Missetaten. Und Ich werde sie erlösen aus all ihren Wohnsitzen, in denen sie gesündigt haben. Und Ich werde sie rein machen und sie werden Mir zum Volk sein und Ich will ihnen zum Gott sein." (Eigenübersetzung)

Ich freue mich sehr über diese Verheißung und erwarte sehnsüchtig deren Erfüllung. Ein kleines Angeld haben wir mit den Siedlungen in Judäa und Samaria. Dass die Gebiete 1967 durch Israel nicht annektiert wurden, hat sich als Fehler erwiesen. Die Formel: "Land gegen Frieden" entspricht nicht Gottes Plan.


21. September 2013
Samstag, Schabat - Bund mit Jerusalem - Gottes Absichten

Wir befinden uns mitten im Laubhüttenfest, dem letzten Wallfahrtsfest, das noch keine christliche Erfüllung gefunden hat.

Sowohl das interne Los wie die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine sprechen mich tief an:

Internes Los, Hesekiel 16,8b:

ואשבע לך ואבוא בברית אתך נאם אדני יהוה ותהיי לי

... waeschawa lach waawo wiwrit otach neum adonai YAHWEH watihyi li

"... . Und Ich schwor dir(Jerusalem) und kam mit einem Bund zu dir - Spruch meines Herrn, Jahwehs - und du wurdest Mein!" (Eigenübersetzung)

Wie damals bei Hesekiel, so hat Gott auch heute einen Plan mit Jerusalem. Jerusalem soll ganz Gott gehören. Dereinst wird das Neue Jerusalem vom Himmel herabkommen; ganz aus Gold. (Offenbarung 21; Yerushalayim schel sahaw) Bis dahin geht es irdisch zu. (Jesaja 65,17 ff.) Der Menschensohn (Messias) kommt ins irdische Jerusalem zurück und wird den Plan Gottes ausführen. Matthäus 24,27: "Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein." (Schlachter Bibel 2000)
 

Tageslosung, Psalm 139,17:

ולי מה-יקרו רעיך אל מה עצמו ראשיהם

weli ma-yokru reeicha el meh otzmu roscheihem

"Und mir, wie teuer sind Deine Absichten, Gott!
Wie mächtig ist ihre Summe!"
(Eigenübersetzung)

Im Psalm 139 umschreibt König David die Größe Gottes aus seiner Sicht:

- Gott erforscht und erkennt mich. (Vers 1)
- Gott kennt meine Gedanken von fern. (Vers 2)
- Gott hält mich ganz umschlossen. (Vers 5)
- Vor Gott kann ich nicht fliehen. (Verse 7-12)
- Gott ist mein Schöpfer. (Verse 13-15)
- Gott kennt alle Tage meines Lebens, auch die, die noch nicht da sind. (Vers 16)

Und dann kommt Vers 17, die Tageslosung: Ein einziges Staunen. Die Worte fehlen.

Mein Kurzkommentar, den ich nicht genug wiederholen kann:
BEI    GOTT    GIBT    ES    KEINE    ZUFÄLLE!

Ich nehme diesen Psalm für meinen Bruder in Anspruch, der momentan im Krankenhaus liegt. Menschlich gesehen bleibt nicht viel Hoffnung in seiner Krebserkrankung. Aber ich hoffe und glaube, dass der Traum vom 22. Juli 2013 Hand und Fuß hat!

Mein Bruder und seine Frau stehen in einer großen Prüfung, aber Gott sitzt im Regiment!


14. September 2013
Samstag - Gott ist wunderbar, einfach wunderbar

Nachträglich, am 27. Januar 2014, habe ich den Text dieses Tagebucheintrags geändert. Anlass gab das Verhaltens meines "Esels". Ich wollte in einer Antwort an meine Patentochter auf einen schweren Traum vom 12. September 2013 Bezug nehmen, um ihr zu sagen, dass mich JAHWEH auch mit Träumen korrigieren kann. Da funktionierten die dort enthaltenen 7 Links einfach nicht mehr; eine perfekte Demonstration der Souveränität Jahwehs. Deshalb löschte ich kurzerhand den Eintrag vom 12. September 2013. Nun zurück zum 14. September 2013:

Gott ist absolut souverän.

Diese Erkenntnis beginnt vor 1 h, indem mir Gott mein Ohr weckt zu hören, wie Jünger hören. (Jesaja 50,4) Es ist absolut ruhig im Haus. Ich verspüre keinen Blasendruck und ich repetiere Psalm 17,15. Ich erinnere mich vieler Seiner Wunder und Wohltaten, die Er mich hat erfahren lassen. Es ist unter diesen Umständen unmöglich, dass Gott Seine Berufung an mir zurückgenommen hat. Nur eben, vorgefasste Meinungen und Vorstellungen sind hinderlich. Ich will Gehorsam und Demut üben!

Die obige Erkenntnis setzt sich auch im internen Los und in der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine fort:

Internes Los, Jeremia 7,23:

כי אם-את-הדבר הזה צויתי אותם לאמר שמעו בקולי והייתי לכם לאלהים ואתם תהיו-לי לעם והלכתם בכל-הדרך אשר אצוה אתכם למאן ייטב לכם

ki im-et-hadawar haseh tziwiti otam lemor schim'u bekoli wehayiti lachem le'lohim weatem tihyu-li leam wahalachtem bechol-haderech atzaweh etchem lemaan yitaw lachem

"Nämlich dieses Wort habe Ich ihnen wie folgt befohlen: Hört auf Meine Stimme und Ich werde euch zum Gott sein und ihr sollt mir zum Volk sein und ihr werdet ganz auf dem Weg gehen, den Ich euch anordnen will; damit es euch gut gehen soll." (Eigenübersetzung)

In diesem Wort sehe ich eine Parallele zur Verheißung von Reichenschwand.

Tageslosung, Sacharja 8,8:

והבאתי אתם ושכנו בתוך ירושלם והיו-לי לעם ואני אהיה להם לאלהים באמת ובצדקה

wehewe'ti otam weschochnu betoch yeruschalam wehayu-li leam waani ehyeh lahem le'lohim beemet uwitzdaka

"Und Ich werde sie zurückbringen und sie werden inmitten Jerusalems wohnen. Und sie werden mir zum Volk sein und Ich will ihnen zum Gott sein; in Wahrheit und in Gerechtigkeit!" (Eigenübersetzung)

Gott will Sein Volk, die Juden, nach Jerusalem zurückbringen. Im Losungsbüchlein wurde der erste Satzteil "unterschlagen"; eine Spätfolge der Ersatztheologie. Es geht hier wirklich um die Juden. Die Christen kommen erst in zweiter Linie. Sie werden Juden, gemäß Sacharja 8,23, am Rockzipfel fassen:

So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen wird es geschehen, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Heidenvölker einen Juden beim Rockzipfel festhalten und zu ihm sagen werden: »Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist!« (Schlachter Bibel 2000)
 

Mit großer Dankbarkeit stelle ich fest, dass meine Berufung intakt ist.


10. September 2013
Dienstag - Gottes Wort ist vollkommen

Gestern war Psalm 12,7 mein internes Los. Heute ist der gleiche Vers die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine. Das hat mich besonders aufmerksam gemacht.

אמרות יהוה אמרות טהרות כסף צרוף בעליל לארץ מזקק שבעתים

imarot YAHWEH amarot tehorot kessef tzaruf baalil laaretz mesukak schiw'atayim

"Aussprüche Jahwehs sind reine Aussprüche;
wie Silber geläutert in einem Schmelztiegel der Erde;
siebenmal gereinigt."

(Eigenübersetzung)

Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit. Gottes Wort ist siebenmal gereinigt, sonst ist es nicht Gottes Wort.


9. September 2013
Montag - der ewige Bund darf nicht vergessen werden

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine steht in Jeremia 50,5. Das Losungsbüchlein "unterschlägt" aber den ersten Teil des Verses:

ציון ישאלו דרך הנה פניהם באו ונלוו אל-יהוה ברית עולם לא תשכח

tzion yisch'alu derech henah fneihem bou wenilwu el-YAHWEH brit olam lo tischacheach

"Zion sollen sie verlangen! Auf den Weg dahin ist ihr Angesicht gerichtet.
Kommt! So werden sie sich JAHWEH anschließen. Der ewige Bund darf absolut nicht vergessen werden!"
(Eigenübersetzung)

Dieser Aufruf ist ursprünglich an die Gefangenen in Babel, das zuschanden wurde, gerichtet. Der ewige Bund mit Abraham wurde mit Jesus Christus auf die ganze Welt ausgeweitet. Zion bleibt aber das Zentrum. In Jesaja 65,18 kommt das im Zusammenhang mit der neuen Welt deutlich zum Ausdruck:

"Sondern freut euch und frohlockt immer und ewig über das, was Ich erschaffe! Denn siehe, Ich erschaffe Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zur Wonne." (Eigenübersetzung)

Die Verheißung gilt primär für die Juden, nicht minder aber auch für alle Wiedergeborenen gemäß Johannes 3.


8. September 2013
Sonntag - Vermehrung der Herrschaft Gottes und Frieden ohne Ende

Das interne Los in Jesaja 9,6 spricht mich wie am 4. Juni 2011 erneut stark an:

למרבה המשרה ולשלום אין-קץ על-כסא דוד ןעל-ממלכתו להכין אתה ולסעדה במשפט ובצדקה מעתה ועד-עולם קנאת יהוה צבאות תעשה דאת

lemarbeh hamissrah uleschalom ein-ketz al-kisse dawid weal-mamlachto lehachin otah ulessaadah bemischpat uwitzdakah meatah wead-olam kin'at YAHWEH zwa'ot taasseh sot

"Der Vermehrung der Herrschaft und des Friedens sei kein Ende auf Davids Thron und über seinem Königreich, es aufzurichten und es zu festigen durch Recht und Gerechtigkeit, von nun an und bis in Ewigkeit. Eifer Jahwehs der Heerscharen möge solches tun."

Ich habe das Bibelwort jetzt näher am Urtext übersetzt als am 4. Juni 2011. Damit möchte ich den Heilsplan Gottes, der sich in Äonen (Weltzeiten, Ewigkeiten) vollzieht, verdeutlichen. Ich weiß mich als Nachfolger Davids gemäß meiner Vision vom 2. Juni 2009 (elohim watedaber, 1. Chronik 17,17) berufen, ebenso als Nachfolger von Jesus Christus:

„Aber klein war dies in Deinen Augen, Gott! Und Du redetest über Deines Knechtes Haus in der Ferne. Und Du wirst mich sehen wie eine Wiederkehr des höchsten Menschen; Ewiger, Gott!“

 
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