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Tagebuch


31. Mai 2014
Schabat - 2. Siwan 5774 - aus Gnade sind wir am Leben

Es ist reine Gnade Jahwehs, dass wir am Leben sind. So etwa redet mein internes Los heute in Klagelieder 3,22:

חסדי יהוה כי לא-תמנו כי לא-כלו רחמיו

chassdei YAHWEH ki lo-tomnu ki lo-calu rachamaw

"Gnadenerweise Jahwehs sind's, dass wir nicht geendet,
dass nicht gar aus Sein Erbarmen!"
(Eigenübersetzung)

Das kann man sicher vom Judentum sagen, das seit Jahrtausenden und das trotz Schoah noch besteht. Das kann ich auch von meinem Leben sagen, wenn ich an meine durchlittenen Krankheiten denke.

Wenn wir zudem an den Heilsplan Jahwehs denken, der sich in unseren Tagen so kräftig manifestiert, dann ist das Lob Gottes die einzig richtige Reaktion.


29. Mai 2014
jom chamischi - 29. Iyar 5774 - JAHWEH will eine feurige Mauer rings um Jerusalem sein - und zur Herrlichkeit

Die Losung der Herrnhuter Brüdergemeine stammt aus dem dritten Nachtgesicht von Sacharja. Sie steht in Sacharja 2,9 und zeigt die Absicht Jahwehs für Jerusalem im messianischen Reich:

ואני אהיה-לה נאם-יהוה חומת אש סביב ולכבוד אהיה בתוכה

ani ehyeh-la neum-YAHWEH chomat esch ssawiw ulechawod ehyeh betochah

"Ich aber will ihr - Spruch Jahwehs - eine feurige Mauer ringsum sein,
und zur Herrlichkeit will Ich in ihr sein!"
(Eigenübersetzung)

Die heutige Situation ist ein Zerrbild dieses Traums. Jerusalem ist von einer Sperrmauer umgeben, die die palästinensischen Selbstmordattentäter fern hält. Der Wall stellt für beide Seiten Leid dar und hat mit Herrlichkeit nichts zu tun.

"Kopf hoch!" rufe ich dem Volk Gottes zu. "Diese Situation ist vorläufig. Jahwehs Absicht ist ein offenes Jerusalem (Vers 8). Mit meinem persönlichen Kommen wird sich alles ändern!"

Ab Vers 10 wird klar, dass mit dem Volk Gottes die ganze Judenheit angesprochen ist. Auf die Dringlichkeit der Alija (Einwanderung) habe ich schon mehrmals hingewiesen, z.B. hier.


24. Mai 2014
Samstag - Traum vor 5 h – ich stelle in einer frommen Versammlung einen Ketzer bloß

Ich bin Teil einer frommen Versammlung, in der sich auch ein Mann befindet, der ketzerisches Gedankengut verbreitet. Ich bitte Gott inständig um ein passendes Wort. Ein an der Wand hängendes Plakat wird mir zur Hilfe. Ich stehe auf und weise den Mann darauf hin, der das Plakat aber am falschen Ort sucht und es nicht auf Anhieb findet. „So will ich es, anstelle von Ihnen verkünden.“ Es geht um die klare Botschaft des Endgerichts, das im ketzerischen Gedankengut des Mannes keinen Platz hat.
(hier hört meine Erinnerung auf)

Sinnbild:
Heute sind wir zur Goldenen Hochzeit eines befreundeten Ehepaars  eingeladen. Mir kommt die Frage, ob ich allenfalls eine Botschaft auszurichten habe. Ich übergebe die Frage dem Himmlischen Vater auf den Knien, und erkläre mich zu allem bereit, was ich als Seinen Willen erkenne. Mir kommt die Übersetzung des Sprachengedichts der Ehefrau in den Sinn, welches ich als Einleitung zum Rechenschaftsbericht nach der „Lehre“ gesetzt habe. http://www.jehoschua.org/De/rechenschaftsbericht-nach-der-lehre/

Anruf:
Ja, bleibe dran!

PS
Nach dem Morgenturnen, die Kirchenglocken rufen eben zum Morgengebet um 6 Uhr, will ich das Fenster schließen und gebe einen Blick nach draußen. Der Himmel ist verhangen. Lediglich im Nordosten sind die Wolken aufgelockert … und Die Kirche ist von der Kirchturmspitze bis ganz unten in volles Sonnenlicht getaucht. Sie strahlt richtiggehend. So sehr ich mich bemühe, kann ich die Lichtquelle nicht entdecken. Auch die umliegenden Dächer bekommen etwas vom Licht ab; sonst ist weit und breit nichts von Sonnenschein zu sehen.

Für mich ist das Ganze ein Symbol der bevorstehenden Erweckung, um die ich schon lange bitte, und für die auch eine Gebetsgruppe schon lange bittet.

Bei der Ankunft am Ort des Festes geht mir der Traum noch nach. Plötzlich erkenne ich: Der Ketzer im Traum bin ja ich. Die Christen lehnen die Botschaft meiner Internetseite darum völlig ab. Früher hat man Ketzer verbrannt. Glücklicherweise befinden wir uns nicht mehr im 16. Jahrhundert.
http://www.jehoschua.org/De/tagebuch/date/2014/2/25/

Fast am Schluss des Festes bekomme ich Gelegenheit meine Erfahrungen und Gedanken dem Jubiläumspaar und der Festgemeinde vorzutragen, was ich mit etwas angespannten Nerven aber konzentriert tue. Danke Vater im Himmel! Die Frage wegen des Endgerichts, das der Ketzer ablehnt, ist für mich total neu. Sie hat offenbar mit der Allversöhnung zu tun. Anstelle des Endgerichts gibt es eine umfassende Erweckung. Halleluja!


23. Mai 2014
jom schischi - 23. Iyar 5774 - meine Antwort auf die Reaktion auf meine Bitte um ein Copyright

Wie erwartet ließ die Reaktion der Herrnhuter Brüdergemeine, auf meine Bitte um ein Copyright, nicht lange auf sich warten.

Meinerseits beantworte ich die Fragen wie folgt:

In JAHWEH geliebter ...
 
Danke, dass Sie mir indirekt das Copyright für Ihre Losung vom 17. Mai 2014 erteilen. Ich muss Sie aber darauf aufmerksam machen, dass es sich bei meiner Homepage um ein öffentliches Manifest handelt, das primär und vor allem - auch vor den Christen - die Juden ansprechen soll. Ich werde diese Antwort, anonymisiert, ins Netz stellen.
 
Sie teilen mir mit, dass es nicht erkennbar sei, was die Losung des 17. Mai 2014 mit meiner Deutung auf das Reden Jesu (Matthäus 5,18) zu tun habe. Mit dem Link auf den 28. November 2012 wollte ich deutlich machen, dass wir als Nachfolger von Jesus, wie dieser in Matthäus 5,18, handeln sollten, weil sonst JAHWEH nicht reden könne.
Jesus von Nazareth veränderte das Gesetz und die Propheten nicht. (Matthäus 5,17) Also dürfen wir als Jesu Nachfolger das auch nicht tun. Sie haben das mit Hesekiel 12,25 aber krass getan, indem sie den Vers richtiggehend zerstückelten. In der Losung vom 17. Mai 2014 ist etwas Ähnliches sichtbar. Sie kombinierten 1. Samuel 12,20 mit 1. Samuel 12,23 und liessen jeweils willkürlich die zweite Vershälfte weg. So kann JAHWEH meines Erachtens nicht richtig zu den Juden reden, was doch eigentlich die Absicht ist, oder?
 
Dass ich die Christen mit meinem Glauben vor den Kopf stosse, reinkarnierter Jesus von Nazareth zu sein, ist mir bewusst. Ich glaube auch an die Aussagen in Matthäus 24,5 und Lukas 21,8.
So sollte auch klar sein, dass ich mich nicht als Erlöser neben Jesus sehe.
 
Matthäus 24,5 (Schlachter Bibel 2000):
“Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.”
Es ist nicht meine Absicht jemanden zu verführen. Ich habe an den Christen keinen direkten Auftrag, sondern an den Juden:
 
Lukas 21,8: (Schlachter Bibel 2000):
“Da sprach er: Habt Acht, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist nahe! Lauft ihnen nun nicht nach!”
Ich habe nicht die Absicht, eine Gemeinschaft hinter mir zu sammeln. Ich begnüge mich, dem “Orchester” den Ton anzugeben und mitzuspielen:
 
Wenn Sie Antworten auf Ihre drei Fragezeichen wollen, nehmen Sie bitte folgenden Link mit sämtlichen Links und “Linkeslinks”, inklusive der Videos, zur Kenntnis:
Sie werden darin hoffentlich meine ehrliche Absicht erkennen, die Juden zum Messias Jesus Christus zu führen.
 
Abschliessend noch dies:
Abgesehen von meinem “Urknallerlebnis”, wie ich es im Lebenslauf beschrieben habe, hatte ich nie eine “Geistestaufe” erlebt. Meine Bekehrung zu Jesus hatte ich als Kind aus Angst vor Gott erfahren. Meine Eltern waren Teil einer Minoritätsgemeinde der Landeskirche. Das war zu einer Zeit, als die Gerichtspredigt einen hohen Stellenwert hatte. Ich hatte nie ein “Christuserlebnis”, ähnlich wie Paulus in Damaskus. Durch die Charismatische Bewegung wurden mir später, in den 70er Jahren, echte Gottesbegegnungen geschenkt, und 1980 machte ich eine tiefgreifende Wandlung durch, wie im Lebenslauf beschrieben.
 
Mit den besten Wünschen und Grüssen
Eugen Senn alias Jehoschua

22. Mai 2014
jom chamischi - 22. Iyar 5774 - JAHWEH will harren, sich erheben, sich erbarmen - JAHWEH ist ein Gott des Rechts

Ich bin ein glücklich Harrender über dem heutigen internen Los in Jesaja 30,18:

ולכן יחכה יהוה לחננכם ולכן ירום לרחמכם
קי-אלהי משפט יהוה אשרי כל-חוכי לו

welachen yechakeh YAHWEH lachananchem welachen yarum lerachemchem
ki-elohei mischpat YAHWEH aschrei col-chochei lo

"Und darum will JAHWEH harren, euch zu begnadigen. Und darum will Er sich erheben, sich euer zu erbarmen.
Denn ein Gott des Rechts ist JAHWEH. Glücklich alle auf Ihn Harrenden!"
(Eigenübersetzung)

Die Verheißungen und die Erfahrungen verdichten sich. Meine Berufung als Erlöser Israels wird mir immer deutlicher. Mein Glaube wird einmal mehr bestätigt: JAHWEH ist langmütig, gnädig und mächtig. Dabei ist JAHWEH unbestechlich, ein Gott des Rechts. (Amos 5,24)

Schma Israel - Höre Israel!


21. Mai 2014
jom rewii - 21. Iyar 5774 - das Wort von JAHWEH ist sehr nahe

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in 5. Mose 30,14 ist sehr bedeutungsvoll für Jahwehs Volk:

כי-קרוב אליך הדבר מאד בפיך ובלבבך לעשתו

ki-karow eleicha hadawar meod beficha uwilwawcha laassoto

"Denn sehr nahe bei dir ist das Wort - in deinem Mund und in deinem Herzen - es zu tun!" (Eigenübersetzung)

Es sollte mindestens so sein. Der Talmud hat leider eine sehr große Bedeutung erhalten und den Tanach (jüdische Bibel) im täglichen Leben in den Hintergrund gedrängt. Obwohl die Torah im rabbinischen Judentum sehr verehrt wird, nach meinem Empfinden zu sehr, trifft die Tageslosung nicht mehr zu. Sie hat es auch im pharisäischen Judentum, zu Zeit von Jesus, nicht getan und für viele Konflikte gesorgt.

Dass das Wort sehr nahe im Mund und im Herzen ist, ist das Eine. Letztlich entscheidend ist aber das Tun. Jesus von Nazareth hatte den hebräischen Glauben ganz gelebt und dementsprechend immer wieder ernsthafte Konflikte mit den Pharisäern gehabt. Das hat ihm schlussendlich das Leben gekostet.

Es geht also darum zum hebräischen Glauben zurückzufinden. Leuchtendes Beispiel sind uns die biblischen Patriarchen: Abraham, Isaak und Jakob. Auch David ließ sich weitgehend durch den Geist Gottes führen. Sein Aufruf in meinem internen Los in Psalm 37,4+5 zeugt davon:

והתענג על-יהוה ויתן-לך משאלות לבך
גול על-יהוה דרכך ובטח עליו והוא יעשה

wehit'anag al-YAHWEH weyiten-lecha misch'alot libecha
gol al-YAHWEH darkecha uwtach alaw wehu yaasseh

"So erfreue dich über JAHWEH und Er will dir Wünsche deines Herzens geben.
Wälze auf JAHWEH deinen Weg und vertraue auf Ihn so will Er es machen."
(Eigenübersetzung)

Ich habe die Übersetzung gegenüber dem 4. Dezember 2013 leicht verändert, da mir die neue Version zutreffender erscheint.

Juden und Christen wünsche ich "hebräische" Erfahrungen!


20. Mai 2014
jom schlischi - 20. Iyar 5774 - das Haus David ist in Ewigkeit gesegnet

Das heutige interne Los aus 1. Chronik 17,27 hat noch die gleiche Aktualität wie 2011:

ועתה הואלת לברך את-בית עבדך להיות לעולם לפניך
כי-אתה יהוה ברכת ומברך לעולם

weata hoalta lewarech et-beit awdcha lihyot leolam lefaneicha
ki ata YAHWEH berachta umeworach leolam

„Und nun hat es Dir gefallen das Haus Deines Knechtes zu segnen, zu sein in Ewigkeit vor Dir.
Denn Du, JAHWEH, hast es gesegnet, und es ist gesegnet in Ewigkeit.“
(Eigenübersetzung)

Das Haus David bleibt in Ewigkeit; nicht so das Christentum. Wir stehen in dessen Endzeit. Es ist an der Zeit aufzuwachen! (Matthäus 25 1-13)


19. Mai 2014
jom scheni - 19. Iyar 5774 - was Gott mit unserer Seele und unseren Füßen macht

Internes Los und Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine haben frappante Gemeinsamkeiten:

Internes Los, Psalm 56,14:

כי הצלת נפשי ממבת הלא רגלי מדחי
להתהלך לפני אלהים באור החיים

ki hitzalta nafschi mimawet halo raglai midechi
lehithalech lifnei elohim beor hachayim

"Denn Du hast meine Seele vom Tod errettet - nicht auch meine Füße vor dem Gleiten?
Zu wandeln vor Gott im Lichte des Lebens!"
(Eigenübersetzung)


Tageslosung, Psalm 66,8+9:

ברכו עמים אלהינו והשמיו קול תהלתו
השם נפשנו בחיים ולא-נתן למוט רגלנו

borchu amim eloheinu wehaschmi'u kol tehilato
hassam nafschenu bachayim welo-natan lamot raglenu

"Lobpreist, Völker, unsern Gott und lasst hören eine Stimme Seines Ruhmes!
Der unsere Seele ins Leben versetzt hat und nicht zugegeben hat, dass unsere Füße wanken."
(Eigenübersetzung)

Psalm 56 ist mehr individuell ausgerichtet, Psalm 66 mehr kollektiv. Die Christen sind durch Jesus Christus vor allem individuell angesprochen, die Juden vor allem kollektiv. (Meine Seele, meine Füße - unsere Seelen, unsere Füße)

In den vorstehenden Versen geht es einerseits um die Seelen und andererseits um die Füße. Beide haben eine wichtige Funktion: das Sein und das Gehen.

Ein klassisches Beispiel für Individualität ist "meine" Verheißung:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste, was du dir vorstellen kannst, nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“

Psalm 66 beginnt dagegen im großen Kollektiv:
1 Dem Vorsänger. Ein Lied, ein Psalm.
Jauchzt Gott, alle Welt!
2 Besingt die Herrlichkeit seines Namens,
macht herrlich sein Lob!
3 Sprecht zu Gott: Wie furchtgebietend sind deine Werke!
Wegen der Größe deiner Macht schmeicheln dir deine Feinde.
4 Alle Welt wird dich anbeten und dir lobsingen,
sie wird deinem Namen lobsingen! (Sela.)
(Schlachter Bibel 2000)

Ich, als Jehoschua, habe den individuellen Auftrag, als Erlöser Israels und König der Welt in Erscheinung zu treten. Ich weise die Juden, als großes zertreutes Volk, mit vielen biblischen Verheißungen, wie ich sie immer wieder im Tagebuch zitiere, auf ihren kollektiven Auftrag hin. Das Volk Israel hat als "Licht der Welt" den Auftrag, die ganze Menschheit auf den richtigen Weg zu weisen. Schlussendlich wird es eine "Herde" sein.


18. Mai 2014
jom rischon - 18. Iyar 5774 - mein Seufzen ist JAHWEH nicht verborgen

Dass mein Verwandter den Dialog gestern abgebrochen hat, weil wir uns angeblich im Kreise drehen, entlockt mir anhaltendes Seufzen, so dass die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 38,10 für mich zur Realität wird:

אדני נגדך כל-תאותי
ואנחתי ממך לא-נסתרה

adonai negdcha chol-taawati
weanchati  mimcha lo-nisstarah

"Mein Herr, Dir gegenüber ist all mein Verlangen,
und mein Seufzen ist vor Dir nicht verborgen!"
(Eigenübersetzung)

Wie kann ein Mensch, der sich selber und andern gegenüber offen und ehrlich ist, nicht von meinen Erfahrungen angesprochen werden?

Ich überlasse die Frage JAHWEH, dem gegenüber all mein Verlangen ist, und vor dem mein Seufzen nicht verborgen sein kann.


17. Mai 2014
Schabat - 17. Iyar 5774 - Matthäus 5,18

Das heutige interne Los in Hesekiel 12,25 hatte ich am 28. November 2012, damals als Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine, kommentiert. Titel: Zion - JAHWEH will reden. "JAHWEH will reden. Wir können es fördern oder verhindern" hatte ich geschrieben.

Die heutige Tagelosung in 1. Samuel 12, 20a+23a verhindert leider das Reden Jahwehs. Die deutsche Übersetzung lautet im Losungsbüchlein: "Samuel sprach: Ihr habt zwar all das Unrecht getan; es sei aber ferne von mir, dass ich davon abliesse, für euch zu beten." (Luther Bibel 1984) Hier wird nicht das Reden Jahwehs, sondern das Reden Samuels betont. Das Reden von Jesus wird missachtet: "Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." (Matthäus 5,18)

Im Zusammenhang mit Hesekiel 12,25 hatte ich bereits Matthäus 5,18 zitiert. Der Vers stammt aus einem Abschnitt der Bergpredigt, wo es um die Erfüllung des Gesetzes geht. Bekanntlich hat Jesus gesagt, er sei nicht gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen (Vers 17). Himmel und Erde sind noch nicht vergangen. Also haben Gesetz und Propheten noch volle Gültigkeit, was viele Juden sehr ernst nehmen. Offenbar braucht  es vorher noch die Wiederkunft des Messias für die Christen und die Ankunft des Messias für die Juden. Ich habe schon verschiedentlich die Hoffnung ausgedrückt, den neuen Himmel und die neue Erde noch zu erleben und sehe mich jetzt, als Erlöser Israels, persönlich in dieser Situation.

Nun bin ich auf die Antwort der Redaktion des Losungsbüchleins gespannt, von der ich das Copyright für die Wiedergabe des deutschen Losungstextes einholen muss. Am 4. Mai 2009 hatte ich auf einen Mailwechsel wegen den Textauslassungen hingewiesen.

 
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