DE | EN
Alle Tagebucheinträge

Tagebuch


3. November 2014
jom scheni - 10. Cheschwan 5775 - Jahwehs Geist - Quelle Israels

"Und er antwortete und sagte zu mir also: 'Dies ist Wort Jahwehs zu Serubabel wie folgt':
'Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch Meinen Geist',
hat JAHWEH der Heerscharen gesagt."
(Sacharja 4,6, Eigenübersetzung, internes Los)

ויען ויאמר אלי לאמר זה דבר-יהוה אל-זרבבל לאמר לא בחיל ולא בכח כי אם-ברוחי אמר יהוה צבאות

wayaan wayomer elai le'mor se dwar-YAHWEH el-serubawel le'mor lo wechayil welo wechoach ki im-beruchi amar YAHWEH tzwa'ot

Dieser Vers ist Leitvers, sowohl für das Judentum wie das Christentum. Für das Judentum ist er wegleitend zu Schawuot und für das Christentum zu Pfingsten. Es ist der gleiche Geist, wie er schon über den Wassern des Schöpfungsanfangs schwebte (1. Mose 1,2) und es ist der gleiche Geist, der den neuen Himmel und die neue Erde erschaffen wird. Jahwehs Geist ist zeitlos. Die historisch kritische Auslegungsmethode bringt uns nicht weiter. Hebräisches Denken ist gefordert.

 

"In Versammlungen, preist Gott JAHWEH, aus Israels Quelle!" (Psalm 68,27, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

במקהלות ברכו אלהים יהוה ממקור ישראל

bemakhelot borchu elohim YAHWEH mimkor yissrael

Auch das ist eine zeitlose Aufforderung. Israels unerschöpfliche Quelle ist der Geist Jahwehs. Lassen wir uns inspirieren!

Im Losungsbuch wurde der zweite Teil des Verses: "JAHWEH, aus Israels Quelle" unterdrückt. Schade!


1. November 2014
Schabat - 8. Cheschwan 5775 - kann man JAHWEH, bzw. die von Ihm inspirierten Worte in einer Zeitform festmachen?

"Wie groß sind Deine Werke gewesen, JAHWEH!
Sehr tief gewesen sind Deine Vorhaben!"
(Psalm 92,6, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

מה-גדלו מעשיך יהוה מאד עמקו מחשבתיך

ma-godlu maasseicha YAHWEH meod omku machschwoteicha

In der Grammatikhilfe des Hebräisch-Losungsbuches sind "godlu" und "omku" in der Zeitform des Perfekts angegeben, d.h. in der Vorgegenwart. Alle Bibelübersetzungen verwenden aber das Präsens, die Gegenwartsform. Ich habe mir angewöhnt, möglichst nahe am Urtext zu übersetzen, was manchmal anstößig wirkt. JAHWEH, als Schöpfer von Zeit und Ewigkeiten steht selbstverständlich über den Zeitformen. Entsprechend ernst zu nehmen ist jedes "Jota". Was könnte demzufolge mit der Vorgegenwart gemeint sein?

JAHWEH ist weder an Zeit noch Ewigkeiten gebunden. Bei IHM gibt es keine Zufälle. ER hat SEINE Vorhaben schon vor dem Urknall gefasst und hat das "Gesetz" der Zufälle gemacht. Ich finde es wunderbar, dass mein Taufspruch einige Verse nach der Tageslosung im Psalm 92 erscheint:

13 Der Gerechte(tzadik) wird sprossen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

14 Die gepflanzt sind im Haus des HERRN,
sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes;

15 noch im Alter tragen sie Frucht,
sind saftvoll und frisch,

(Schlachter Bibel 2000)


30. Oktober 2014
jom chamischi - 6. Cheschwan 5775 - die Wurzel von Isai - seine Ruhestätte wird Herrlichkeit sein

„Und es wird an jenem Tag sein: Eine Wurzel Isais, die als Zeichen für Völker steht, nach ihr wollen Heidenvölker fragen, und seine Ruhestätte wird Herrlichkeit sein.“ (Jesaja 11,10, Eigenübersetzung, internes Los)

והיה ביום ההוא שרש ישי אשר עומד לנס עמימ אליו גוים ידרשו והיתה מנחתו כבוד

wehayah bayom hahu schoresch yischai ascher omed leness amim elaw goyim yidroschu wehayta menuchato cawod

Auf dem heutigen Spaziergang ist mir erst das interessante Bild von vorgestern, (Jesaja 11,1), aufgegangen: Ein Baumstamm (gesa) mit seinen Wurzeln (schoraschaw); ein Zweig (choter) aus dem Stamm; ein Spross (netzer) direkt aus den Wurzeln, der Frucht bringen soll.

Dazu meine Deutung:
Beim Baumstamm geht es um den Stammbaum des Königs David. Der Zweig aus dem Stamm ist der Jude Jesus Christus und der Spross, direkt aus der Wurzel, ist Jehoschua. Der Zweig ist edel, aus dem auserwählten Volk, und der Spross ist wild gewachsen. Immerhin wird er Frucht bringen.

Die Wurzeln sind ein Zeichen, das für die Völkerwelt steht. Die Heidenvölker suchen nach ihrem Ursprung und das Ganze endet in Herrlichkeit.

Das Bild ist insofern stimmig, als ich mit Bileam, dem heidnischen Propheten, und meinem "Esel" einen wichtigen Bezugspunkt habe. Bedeutungsvoll ist auch mein Traum vom 3. Mai 2008. Der Messias kommt am Anfang der Geschichte, bei den Urvätern mit ihrem Denken, zurück. Das heutige Volk (JAHWEH zidkenu) muss wieder lernen hebräisch zu leben!


28. Oktober 2014
jom schlischi - 4. Cheschwan 5775 - Spross Isais - Wunderbares von JAHWEH - Zielpublikum

JAHWEH verwirklicht Seinen Heilsplan - die definitive Erlösung der Menschheit - in Stufen. JAHWEH, als Schöpfer von Zeit und Ewigkeiten steht darüber. ER nimmt sich, aus menschlicher Sicht betrachtet, dazu jede erdenkliche Zeit. Sowohl das heutige interne Los wie die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine, und ihre Zusammenhänge, geben von dem eben Gesagten Zeugnis.

"Und es wird ein Zweig aus dem Stamm Isais hervorgehen, und ein Spross aus seinen Wurzeln soll Frucht bringen." (Jesaja 11,1, Eigenübersetzung, internes Los)

ויצא חטר מגזע ישי ונצר משרשיו יפרה

weyatza choter migesa yischai wenetzer mischoraschaw yifreh

Die Prophetie von Jesaja hat sich mit Jesus Christus ein erstes Mal erfüllt. Das daraus entstandene Christentum steht nun in ihrer Endzeit und wird von einer neuen Weltepoche, von einer neuen "Ewigkeit", abgelöst werden. Jehoschua, als Stellvertreter des Stellvertreters von JAHWEH kommt nun zum Zug.

In meinem Glauben bin ich überzeugt, der Spross aus den Wurzeln des Stammes Isais zu sein, so wie ich auch glaube der zweite Morgenstern zu sein. Und in diesem Sinn müsste auch das Schema vom 10. Nissan 5774 geändert bzw. ergänzt werden.

Dieser Glaube wird unter anderem aus dem ganzen Vers Jesaja 25,1 (Tageslosung) genährt:

"JAHWEH! Mein Gott bist Du. Ich will Dich erheben. Ich will Deinen Namen preisen, denn Du hast Wunderbares gemacht, Ratschläge von alters her, wirkliche Treue." (Eigenübersetzung)

יהוה אלהי אתה ארוממך אודה שמך כי עשית פלא עצות מרחוק אמונה אמן

YAHWEH elohai atah aromimcha odeh schimcha ki assita pele etzot merachok emunah omen

In der vergangenen Nacht habe ich bei jedem Erwachen die gestrige Tageslosung auswendig repetiert:
weschamarta et-mitzwot YAHWEH eloheicha lalechet bidrachaw uleyir'ah oto
Das hat mich zum Gotteslob animiert. Es fiel mir leicht, Seinen Namen zu preisen. JAHWEH ist einfach wunderbar! Mir ist unverständlich, wie man diesen unfassbaren Gott auf 613 Gebote und Verbote reduzieren will. Das Judentum braucht eine ganz neue Sicht. Dazu möchte ich ihm verhelfen, weil es sonst seiner Berufung als auserwähltes Volk Jahwehs nicht gerecht werden kann.

Wie soll das aber geschehen? Gott macht keine Kompromisse. Nur ein gradliniger Weg führt zum Ziel. Die menschlichen Wege sind alles andere als gradlinig, davon gebe ich persönlich mit meiner Internetseite Zeugnis. Aber Gott schreibt auch auf krummen Wegen gerade. "Meine" Verheißung ist die Lösung. Ich habe sie mir auf eine allgemeine Aufforderung hin in einem Gottesdienst "genommen". Nach meiner Erkenntnis steht sie allen Menschen offen. Entscheidend ist aber der aufrichtige Wunsch, Gottes Willen zu tun und auch die Konsequenzen zu tragen. Ich habe die verheißenen Wunder nicht für mich "gepachtet". YAHWEH möchte sie allen ehrlichen Menschen schenken. Beachte aber den Schlusssatz der Verheißung: "Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weitergehen will!“


27. Oktober 2014
jom scheni - 3. Cheschwan 5775 - die Gebote Jahwehs

"So beachte die Gebote Jahwehs deines Gottes, zu gehen in Seinen Wegen und Ihn zu fürchten!" (5. Mose 8,6, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

ושמרת את-מצות יהוה אלהיך ללכת בדרכיו וליראה אתו

weschamarta et-mitzwot YAHWEH eloheicha lalechet bidrachaw uleyir'ah oto

'Bei den Weisungen Jahwehs geht es nicht nur um die 613 jüdischen Gebote, sondern ganz grundsätzlich um den Willen von Gott, den wir erbitten und tun sollen. Das sind im Laufe eines Menschenlebens unzählig viel mehr Gebote.' Das habe ich am 5. Aw 5774 im Zusammenhang mit Psalm 119,172 geschrieben.

Auch heute, bei den Wegen Jahwehs, sind die Gebote nicht zählbar, wenn wir die sieben bis acht Milliarden Menschen Erdbevölkerung in den Blick nehmen. Für jeden dieser Menschen hat JAHWEH einen bestimmten Plan, den es gilt individuell herauszufinden.

Das Ziel ist für jeden Menschen das Gleiche: 'In das Reich der Himmel einzugehen'. Die Wege Jahwehs aber sind verschieden. Manche Menschen müssen Umwege machen. Gott sei Dank, glaube ich seit einiger Zeit an die Reinkarnation und die Allversöhnung. Das treibt mich an, dem natürlichen Kreislauf auf übernatürliche Art und Weise zu entrinnen. Meine vier Klinikaufenthalte in der Psychiatrie sitzen mir noch in den Knochen. Ich möchte nicht nochmals Ähnliches erleben müssen.


25. Oktober 2014
Schabat - 1. Cheschwan 5775 - die Armen und Bedürftigen in Israel

"Denn nicht fehlen wird ein Bedürftiger innerhalb des Landes, deshalb gebiete Ich dir wie folgt, die Hand wirklich zu öffnen hin zu deinem Bruder, deinem armen und zu deinem Dürtigen in deinem Land." (5. Mose 15,11, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

כי לא-יחדל אביון מקרב הארץ על-כן אנכי מצוך לאמר פתח תפתח את-ידך לאחיך לעניך ולאבינך בארצך

ki lo-yechdal ewyon mikerew haaretz al-ken anochi metzawcha le'mor patoach tiftach et-yadcha leachicha laaniyecha ul'ew'yoncha beartzecha

Es ist seit je her eine Tatsache, dass es an Bedürftigen nicht fehlt und auch nicht fehlen wird. Die Frage ist, wie dieser Tatsache zu begegnen ist. Politischen Programmen fehlt die Empathie, das Mitgefühl, und sie haben die Tendenz der Gleichmacherei. Stichwort ist die Gerechtigkeit, die jeder Mensch lernen und ausüben soll.

Der Bibelvers betont zweimal das Land (Israel). Dieses hat eine besondere Berufung an der Welt. Gerechtigkeit soll zu seinem neuen Namen und damit zum Vorbild für die Welt werden.


24. Oktober 2014
jom schischi - 30. Tischri 5775 - Gott möge über Seinem verödeten Heiligtum leuchten

"Und nun, höre unser Gott auf das Gebet Deines Knechts und auf sein Flehen, und lass Dein Angesicht leuchten über Deinem Heiligtum, dem verödeten, um meines Herrn willen!" (Daniel 9,17, Eigenübersetzung, internes Los)

ועתה שמע אלהינו אל-תפלת עבדך ואל-תחנוניו והאר פניך על-מקדשך השמם למען אדני

weatah schma eloheinu el-t'filat awdcha weel-tachanunaw weha'er paneicha al-mikdaschcha haschamem lemaan adonai

Als Jehoschua versetze ich mich im Geist in die Situation von Daniel, weil sich die Geschichte wiederholt. Es geht zwar nicht mehr um den ersten Tempel wie bei Daniel, sondern vom zweiten Tempel ist lediglich noch die West Grundmauer übrig geblieben. Der zweite Tempel ist verödet, aber der dritte ist bereits in Jahwehs Geist vorhanden.

Besonders angesprochen hat mich, dass Daniel sein Gebet an JAHWEH, um des Messias willen richtet, so wie auch der König David sich auf "seinen Herrn" bezogen hat. Nach meinem Glauben bin ich, Jehoschua, der Nachfolger von Jesus Christus, der Stellvertreter meines Herrn.


22. Oktober 2014
jom rewii - 28. Tischri 5775 - Jahwehs Absichtserklärung

"Er soll Mich anrufen, so will Ich ihm antworten. Mit ihm bin Ich in der Not. Ich will ihn retten und Ich will ihn ehren!"
(Psalm 91,15, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

יקראני ואענהו עמו-אנוכי בצרה אחלצהו ואכבדהו

yikra'eni we'eenehu imo-anochi wetzarah achaltzehu waachabdehu

Dieser Bibelvers ist eine Absichtserklärung Jahwehs gegenüber jedem einzelnen Menschen, aber speziell gegenüber jedem einzelnen Juden. Bewusst segne ich jeden Tag jedes Mitglied der weltweiten Judenheit im Namen Jahwehs. Es ist mein großes Anliegen, dass die jüdische Gesamtheit zum Licht aller Völker der Erde werden möge.


20. Oktober 2014
jom scheni - 26. Tischri 5775 - Umkehr und Ruhe

"Denn so hat mein Herr, JAHWEH gesagt, der Heilige Israels:
'Durch Umkehr und Ruhe könnte euch geholfen werden!
In der Ruhe und im Vertrauen wäre eure Macht!
Aber ihr habt nicht gewollt'".
 (Jesaja 30,15, Eigenübersetzung, internes Los)

כי כה-אמר אדני יהוה קדוש ישראל בשובה ונחת תושעון בהשקט ובבטחה תהיה גבורתכם ולא אביתם

ki coh amar adonai YAHWEH kedosch yissrael beschuwah wanachat tiwasche'un behaschket uw'witchah tih'yeh gwurat'chem welo awitem

Umkehr, Teschuwah, ist ein starkes Thema im Judentum. JAHWEH hat nicht nur das Exil geplant, sondern auch die Rückkehr ins verheißene Land. Umkehr und Rückkehr sind verwandte Worte. Ohne Umkehr gibt es keine haltbare Rückkehr. Jom Kippur, der Versöhnungstag liegt noch nicht lange zurück, weniger als drei Wochen. Er ist immer noch und das ganze Jahr hoch aktuell. Umkehr und Ruhe gehören eng zusammen. Ohne Umkehr, keine Ruhe. Wer suchte sie nicht als ständiges inneres Gut? In der inneren Ruhe sind wir auch im echten Vertrauen auf JAHWEH. Damit bekommen wir Macht - Vollmacht! Volle Macht, den Willen Jahwehs ohne Unterbruch zu tun. Nach Jahrtausenden gilt das Angebot auch heute noch. Ergreift es!

Der Jom Kippur, als singuläres Ereignis, hat für mich keine große Bedeutung. Wichtig ist mir die ununterbrochene Verbindung zu unserem Vater im Himmel. Das ist, ausnahmslos für alle Menschen, nur durch Jesus Christus möglich, der das letztgültige Opfer am Kreuz erbrach hat.


19. Oktober 2014
jom rischon - 25. Tischri 5775 - eure Missetaten sind zu eurem Gott trennend gewesen!

„Siehe, die Hand Jahwehs ist nicht zu kurz zum Helfen, und Sein Ohr ist nicht zu schwerfällig zum Hören, sondern eure Missetaten sind trennend gewesen zwischen euch und zwischen eurem Gott, und eure Sünden haben Sein Antlitz vor euch verborgen; vor dem Hören."  (Jesaja 59,1+2, Eigenübersetzung, internes Los)

הן לא-קצרה יד-יהוה מהושיע ולא-כבדה אזנו משמוע כי אם-עונתיךם מבדלים ביניכם לבין אלהיכם וחטאותיכם הסתירו פנים מכם משמוע

hen lo-kotzrah yad-YAHWEH mehoschia welo-chawdah osno mischmoa ki im-awonoteichem hayu mawdilim beineichem lewein eloheichem wechato'oteichem hisstiru fanim mikem mischmoa

Bei Gott gibt es keine Zufälle! Ich kann das nicht genug betonen. Auch die jüdische Geschichte ist nicht von Zufälligkeiten geprägt, sondern sie entspricht Gottes Heilsplan. Mit in diesen Heilsplan hinein gehört die Schoah! Ich sage das bewusst, auf die Gefahr hin als Lästerer betrachtet zu werden. Die Missetaten, alles was nicht Jahwehs Willen entsprochen hat in der Geschichte, hatten Konsequenzen. Dazu gehört auch das Leiden im "Dritten Reich". Ohne dieses Leiden wäre der jüdische Staat Israel undenkbar. Leid und Heil haben einen untrennbaren Zusammenhang. Ich weiß das aus meinem eigenen Leben mit den vier Psychiatrieklinik-Aufenthalten.

Was sind denn die Missetaten des jüdischen Volkes? Die Hauptmissetat besteht nach meiner Erkenntnis darin, dass sich das jüdische Volk vom hebräischen Denken und Glauben gelöst hat. Es wollte seine Zukunft selbst bestimmen und sich selber als die "Krone der Schöpfung" bestätigen. Das Porträt der jüdisch-deutschen Epoche 1743 - 1933 im Buch von Amos Elon: "Zu einer anderen Zeit" macht das deutlich. Ich zitiere daraus aus den Eingangsbemerkungen: "Die Juden in Deutschland Waren Baumeister und Akteure einer großen europäischen Epoche, deren katastrophales Ende niemand voraussah. Amos Elon beleuchtet eine lange fruchtbare Zeit der Annäherung und des gegenseitigen Respekts zwischen Juden und Deutschen, jene Blütezeit der Kulturgeschichte, die 1743 mit der Übersiedelung Moses Mendelssohns nach Berlin beginnt und von Hannah Arendts Flucht im Jahr 1933 abgeschlossen wird."

Nun geht es darum, dass das jüdische Volk wieder zum hebräischen Denken und Glauben zurückfindet. Das Wichtigste scheint mir, ist

 

zu erkennen und zu glauben, dass JAHWEH der einzig wahre Handelnde ist in Universum und Geschichte. Obwohl wir Menschen im Ebenbild Gottes geschaffen sind wir letztendlich nicht mit Gott zu vergleichen. Vielmehr haben wir die Stellung von Schafen gegenüber JAHWEH.

 
icon Übersetzer gesucht
icon Seite drucken   icon Tagebuch RSS