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Alle Tagebucheinträge

Tagebuch


22. März 2015
jom rischon - 2. Nissan 5775 - denn von Zion soll Weisung ausgehen und Wort Jahwehs von Jerusalem

"Und es werden viele Völker gehen und sagen: 'Auf! So lasst uns aufsteigen zum Berg Jahwehs, zum Hause des Gottes Jakobs. Und ER wird uns lehren von Seinen Wegen.
Und lasst uns gehen auf Seinen Pfaden! Denn von Zion soll Weisung ausgehen und Wort Jahwehs von Jerusalem."

(Jesaja 2,3, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

והלכו עמים רבים ואמרו לכו ונעלה אל-הר-יהוה אל-בית אלהי יעקב וירנו מדרכיו ונלכה בארחתיו כי מצין תצא תורה ודבר יהוה מיושלם

weholchu amim rabim weomru lechu wenaaleh el-har-YAHWEH el-beit elohei yaakow weyorenu midrachaw wenelchah be'orchotaw ki mitziyon tetze torah udwar YAHWEH miruschalam

Vor Jahrtausenden ist diese Prophetie ergangen. In naher Zeit wird sie sich erfüllen. Die Zeit ist reif geworden. Wir sind definitiv in der Endzeit angekommen. Meine Internetseite gibt Zeugnis davon. Das Ziel Jahwehs ist, alle Völker zu besitzen. Ich bin völlig überrascht, wie sich JAHWEH um die Heidenvölker bemüht. Ich habe, Irrtum vorbehalten, 45 Tagebucheinträge gefunden, die das auf die eine oder andere Art bestätigen. Es würde zu weit führen, wollte ich sie alle auflisten. Es ist aber ein Einfaches, sie unter "alle Tagebucheinträge" zu finden. Mit CTRL-F und dem Stichwort "Völker" können sie leicht ausfindig gemacht werden.

Das Endziel unseres Himmlischen Vaters ist ja die Wiederherstellung aller Dinge, wie am Anfang der Weltgeschichte bei Adam. An diesem Punkt kommt der Messias zurück.


22. März 2015
jom rischon - 2. Nissan 5775 - Traum 2h15 - schizophrene Situation

Meine Frau steht unmittelbar vor der Möglichkeit, den Code meines „Esels“ zu knacken, um das  Sterben zu verhindern. Das muss unter allen Umständen verhindert werden. Es ist eine vierstellige Zahl, die am Bildschirm sichtbar ist. Fieberhaft bin ich damit beschäftigt, den Computer so zu präparieren, dass das Drücken der Eingabetaste das Gegenteil des gewünschten Effekts auslöst. Eine ganze Reihe von Maßnahmen ist dazu nötig. Nach einiger Zeit bemerke ich, dass meine Bemühungen fruchten. Das löst bei mir einen furchtbaren Zwiespalt aus.

Realitätsbezug:
Traumbezug

Sinnbild:
Ich bin fieberhaft damit beschäftigt zu verhindern, dass meine Frau den Computercode knacken kann. Im Moment, wo mir das gelingt, löst es einen furchtbaren Zwiespalt aus. Ich möchte meiner Frau eigentlich helfen, darf das aber nicht. Ich darf sie nicht vor dem Sterben bewahren, sonst verhindere ich ihre Wiedergeburt.

Anruf:
Du musst deine Frau auf den Kopf stellen, damit das Wasser ablaufen kann!

Hallelu JAH!

 


21. März 2015
Schabat - 1. Nissan 5775 - Frühlingsanfang

Auf meinem längeren Spaziergang - auch am Schabat - habe ich gleich zwei eindrückliche Begegnungen.
 

  1. Ich gehe meinen Lieblingsweg, der an einem Weinberg in der Nachbargemeinde vorbeiführt. Vorerst muss ich aber durch einen Wald laufen. Hier überhole ich eine Bekanntschaft vom letzten Oktober. Es ist ein Mann in den "Endsiebzigern", wie ich. Ich hatte bei ihm Nüsse gekauft, die die Erwartungen in sie in keiner Weise erfüllten. Außen fix und innen mehr als zweifelhaft, muss man von einer Mehrzahl von ihnen sagen.
  2. Auf einem Feldweg, nicht weit vom stattlichen Anwesen des Erstgenannten entfernt, braust mir ein Traktor mit Gülle-Anhänger entgegen, eine riesige Staubwolke hinter sich aufwirbelnd. Ich gehe in der Mitte des Weges, mit der Absicht das Gefährt aufzuhalten. Reichlich spät reduziert der Lenker die Geschwindigkeit, sodass er vor mir auf die rechte Seite ausweichen muss und eine Kompostmiete tangiert. Ich frage ihn, ob er wisse, warum ich ihn aufgehalten habe. Keine Ahnung, das würde ihn interessieren! - wegen des Staubs - das könne nicht sein, es habe ja zu regnen begonnen - er solle mal nach hinten schauen; dort könne er die Wolke immer noch sehen. Etwas weniger selbstsicher entschuldigt er sich. Ich gehe weiter, als ich nach etwa 20 m ein unbändiges, extrem lautes zweigeteiltes Fluchen höre. Ich wende mich sofort um, und wie sich das Gefährt in Bewegung setzt, rufe ich so laut ich kann: Hallo! Hallo! Ich renne zurück - was denn sei, frage ich, er nehme es mit der Wahrheit offenbar nicht so genau - er habe nur etwas geflucht, sagt er mit unschuldiger Mine - warum denn? - er habe sich das linke Rad beschmutzt und den Weg müsse er selbst reinigen. Ich schaue hinter das Gefährt. Tatsächlich hat er eine beachtliche "Furche" gezogen. Mit meiner rechten Hand gebe ich ihm das Einverständnis zur Weiterfahrt.

Mindestens vom ersten Ereignis werde ich in nächster Zeit noch einen Tagebucheintrag verfassen.


21. März 2015
Schabat - 1. Nissan 5775 - Traum 6h - meine Frau ertrinkt

Eine Frau badet in einem Feuerwehrweiher oder ähnlich.

später: Ich merke, dass die Frau ertrinkt; man sieht ihr aber gar nichts an.
später: Die Frau schluckt Wasser, aber erholt sich schnell. Warum kommt sie nicht heraus?
später: Jetzt wird es ernst. Das Gesicht verändert sich.
später: Die Frau versinkt plötzlich und bis auf den Grund. Es gilt schnell zu handeln. Ich zögere nicht, hole tief Luft, tauche ihr nach und hole sie an die Oberfläche. Ich gebe denen, die sie in Empfang nehmen Weisung, sie auf den Kopf zu „stellen“, damit das Wasser ablaufen kann.

Realitätsbezug:
Traumbezug

Sinnbild:
Meine Frau kann meine Realität nicht anerkennen, weil sie meine Träume nicht als möglicherweise von Gott gegeben anerkennt. Das bringt sie in große Gefahr.

Anruf:
Beweise dich als der hingebungsvolle Christus!


20. März 2015
Erew Schabat - 29. Adar 5775 - Traum 23h30 - eine Höllenfahrt

An die Vorgeschichte erinnere ich mich nicht mehr. Am Schluss sitze ich einem sich selbst demontierenden Gefährt auf. Zuerst ist dieses kubusförmig und steuerbar, eine Art rudimentäres Auto ohne Steuerrad. Dann bleibt nur noch eine hohe Tür auf einem Rädergestell, das sich einem sich neigenden Gelände nähert. Mir wird es unheimlich. Ich stehe wie ein „Trittbrettfahrer“ seitwärts. Zuerst ist der Boden geteert; das Gleichgewicht der Tür ist prekär. Die Geschwindigkeit nimmt  zu. Mir wird bang und ich rufe: „Vater, Vater!“ Noch kann ich einer Gefahrenzone nach rechts ausweichen. Jetzt geht das Gelände in eine holprige Geröllhalde über; die Tür auf dem Rädergestellt erhöht die Geschwindigkeit. In einem großen Linksbogen münde ich in ein breites Tal ein, das an ein Bachbett erinnert. Der Blick weitet sich; tief unten sehe ich eine abwechslungsreiche Gegend.

Wesen:
Am Schluss sitze ich einem sich selbst demontierenden Gefährt auf. Die Wandlung ist rasant. Sie endet als Tür auf einem Rädergestell,
(Unterbruch der Auslegung wegen Schlafs vor 1h und Fortsetzung vor 4h) das sich einem sich neigenden Gelände nähert. Ich komme mir wie ein „Trittbrettfahrer“ vor. Die Bodenbeschaffenheit ändert von geteert auf holprige Geröllhalde. Vor diesem Übergang wird mir bang und ich rufe: „Vater, Vater!“ Glücklicherweise kann ich einer Gefahrenzone nach rechts ausweichen. Mit sich erhöhender Geschwindigkeit fährt die Tür auf dem Rädergestell einen weiten Linksbogen, der in ein breites Tal einmündet, das einem Bachbett gleicht. Der Blick weitet sich; tief unten sehe ich eine abwechslungsreiche Gegend.

Gefühle:
Unsicherheit; Schrecken; Hoffnung

Realitätsbezug:
Traumbezüge

Sinnbild:
Der Traum erinnert mich in seiner Art an den Traum vom 3. Mai 2008(19.5.11). Der heutige ist eine Art Schema über mein ganzes Leben, angefangen beim Kinderwagen. Die Tür ist der Durchgang in die „neue Welt“. „Trittbrettfahrer“ will sagen, dass ich nicht zum jüdischen Volk gehöre. Der Schreckensruf: „Vater, Vater!“ erinnert  an meine Offenbarung als Messias vor meinen Geschwistern mit Ehepartnern und meiner Frau. Die Geröllhalde und das Bachbett erinnern an den Seelsorgetraum(25.6.12), erfreulicherweise aber in umgekehrter Richtung. Der Linksbogen führt zurück in die Ausgeglichenheit und korrigiert meine gegenwärtig möglicherweise übertriebene Rechtsgerichtetheit. Der Blick in die neue Welt tut sich auf.

Anruf:
Bleibe an der Hand von JAHWEH!


20. März 2015
jom schischi - 29. Adar 5775 - totale Sonnenfinsternis

Die heutige totale Sonnenfinsternis entspricht dem Zustand der Christenheit.

Die Christenheit hat vergessen, dass heute der erste Tag des Passahfestes ist. Die Ersatztheologie ist daran Schuld. Es gibt zwar einen "Überrest", der an die Heilsbedeutung von Israel glaubt. Sie werden in der Regel geringschätzig als "Fundis" bezeichnet.

Was ist denn die Bedeutung des Passahfestes? Hebräisch: Pessach. Dieser Begriff stammt vom althebräischen Verb passoach=überspringen,überhüpfen. Der Todesengel hatte den Auftrag von YAHWEH, sämtliche Erstgeburt der Ägypter an Mensch und Tier zu töten, weil Pharao, auch nach 9 Plagen sich immer wieder gereute, die Israeliten aus der Sklaverei zu entlassen. Der Engel erkannte die Wohnungen der Israeliten an den Türrahmen, die mit Blut eines Opferlammes gekennzeichnet waren und ging an diesen vorüber. 

Hier kann die Bedeutung des Pessach-Festes für Juden nachlesen werden. (Leider nicht, weil Chabad.org das Copyright verwehrt hat)

Nach Erfüllung der 10. Plage vertrieb Pharao die Israeliten förmlich aus dem Land. Damit begann die Erziehung zum Volk, während der 40 jährigen Wüstenwanderung.

Die 'Christen' haben die Bedeutung des Passahlammes weitgehend vergessen. Anstelle des Lammes sind Ostereier und Osterhasen in den Vordergrund gerückt. Es gibt aber auch Ausnahmen.


18. März 2015
jom rewii - 27. Adar 5775 - Deine Rechte hat mich gestützt

"Dir hängt meine Seele an. Mich hat Deine Rechte gestützt." (Psalm 63,9, Eigenübersetzung, Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine)

דבקה נפשי אחריך בי תמכה ימינך

dawkah nafschi achareicha bi tomchah yeminecha

Gestern habe ich getitelt: ich bin an der linken Hand Gottes. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass sich das gestrige und das heutige Los widersprechen. Dem ist aber nicht so. Nach der Himmelfahrt hat sich Jesus Christus zur Rechten seines Vaters gesetzt, wo er bis zur festgesetzten Zeit bleibt. Bis dann ist ihm alle Gewalt, im Himmel und auf Erden, gegeben. Die Rechte von JAHWEH ist also Jesus Christus, der Stellvertreter Jahwehs. Dieser stützt meine Seele.


18. März 2015
jom rewii - 27. Adar 5775 - Traum nach 5 Uhr - eine verworrene Geschichte

Die Geschichte ist mehrstufig. Ich erinnere mich nur an die letzte Stufe, und auch das nur teilweise. Es handelt sich um eine Art Trainingscamp. Nicht alle Trainingsteilnehmer haben ein Auto. Mir hat sich eine Frau „angehängt“, die ich nur flüchtig kenne. Bei der ersten Fahrt zum Trainingscamp – sie ist mir nur schemenhaft in Erinnerung – habe ich sie vergessen mitzunehmen. Sie ist aber gleichwie – mirakulös – anwesend. Bei der zweiten Fahrt – jetzt hat sie ein Auto, das aber abgeschleppt werden muss – nehme ich mir vor, sie nicht zu vergessen.

Im Trainingscamp angekommen, merke ich plötzlich, dass ich die mir Anbefohlene - trotz meines guten Vorsatzes - erneut vergessen habe. Mir läuft es heiß und kalt den Rücken hinunter. Wie soll ich das gut machen? Auch jetzt ist sie wieder anwesend. Ich sehe sie von weitem; halb lachend halb weinend. Wie ich mich ihr nähere, wird mir klar, dass es ihr todernst ist. Sie ist total verärgert und hat sich mit „Folterwerkzeugen“ bewehrt und bedrängt mich. Sie bewirft mich vor allem mit zwei Dingern. Ein etwas komisches Messer, mit absolut scharfer Klinge, steckt irgendwo in meinem Fleisch, ohne dass es mir weh tut.

Wesen:
Mehrstufige Geschichte, wovon mir nur die letzte Stufe bewusst ist. Die Handlung findet in zwei Trainingscamps statt, in die man nur mit einem Auto gelangt. Mir hat sich eine Frau angehängt, die ich nur flüchtig kenne. Obwohl ich sie vergessen habe mitzunehmen, ist sie gleichwohl, wundersam, anwesend. In Zukunft will ich sie nicht mehr vergessen, aber es passiert mir erneut. Das ist mir äußerst peinlich, wie ich sehe, dass sie trotz allem wieder da ist. Die Situation erscheint mir tragisch-komisch. Die Frau aber ist total verärgert und bewirft mich mit „Folterwerkzeugen“. Eines davon steckt mir im Fleisch, tut mir aber nicht weh.

Realitätsbezug:
Auseinandersetzung zwischen meiner Frau und mir, um meine Berufung als Erlöser Israels und König Messias der Welt. Nach dem ersten Vergessen wollte ich es besser machen und habe mir den Bart abgeschnitten und meiner Frau als Beweis meines guten Willens übergeben..

Sinnbild:
Bei der mehrstufigen Geschichte handelt es sich um die Menschheitsgeschichte, seit Adam. An die Stufen kann sich der Mensch nicht erinnern. Das Unbewusste ist aber „lebendig“. Mann und Frau sind nicht identisch geschaffen, haben sich aber beide entwickelt. Sie haben die Erschaffung und Entwicklung nicht gleich erfahren und haben unterschiedliche Zweckbestimmungen. Die spät entwickelte Frau fühlt sich seit einiger Zeit dem Mann unterlegen und unternimmt alles, ihm gleich zu werden, was aber nicht Gottes Willen entspricht.

Anruf:
Gott ist euch beiden gnädig!


17. März 2015
jom schlischi - 26. Adar 5775 - ich bin an der linken Hand Gottes

"Aber ich bin stets bei Dir. Du hast mich an der rechten Hand gefasst." (Psalm 73,23, Eigenübersetzung, internes Los)

ואני תמיד עמך אחזת ביד ימיני

waani tamid imach achasta weyad yemini

Als Arm Gottes, muss ich haargenau das machen, was mir JAHWEH befiehlt. ER hat mich mit Seiner linken Hand an meiner rechten gefasst, wie es im obigen Psalmvers heißt und überträgt 1:1 Seinen Willen auf mich. Wehe, wenn ich mich losreißen würde! Die verheißenen Wunder könnte ich vergessen. Ich ginge elendiglich zugrunde. Deshalb habe ich auch meine Patentochter schlagen müssen.

Hier die Verse des 73. Psalms im Zusammenhang:
21 Als mein Herz verbittert war
und ich in meinen Nieren das Stechen fühlte,
22 da war ich töricht und verstand nichts;
ich verhielt mich wie ein Vieh gegen dich.
23 Und dennoch bleibe ich stets bei dir;
du hältst mich bei meiner rechten Hand.
24 Du leitest mich nach deinem Rat
und nimmst mich danach in Herrlichkeit auf!
(Schlachter Bibel 2000)


17. März 2015
jom schlischi - 26. Adar 5775 - Oralsex

Nach einer bewegten Nacht, erhebe ich mich um 5 Uhr, um diesen Tagebucheintrag zu formulieren:

Der Reihe nach: Schon nach 23 Uhr bin ich ein erstes Mal wach. Ich beabsichtige, mich in der "Geisterstunde" zu erheben, um Marco, dem Partner meiner Tochter, die vorbereitete Mail, mit dem Wikipedia-Auszug über den Volksglauben, loszuschicken. Um 23h45 erwache ich und drehe mich auf den Rücken, um Mitternacht nicht zu verpassen. Nach Beendigung des Stundenschlags stehe ich auf und setze mich zu meinem "Esel".

Ich ergänze die Bcc-Zeile mit der Mailadresse unseres Pfarrers, weil dieser in der letzten "Bibel in unserer Zeit - Stunde" einen, wie er es ausdrückte, Steilpass von mir aufgenommen hatte. Es ging um die Geistesgaben nach 1. Korinther 12,7-11. Ich war der Einzige, der sich ernsthaft mit der gestellten Aufgabe auseinandergesetzt hatte. Vor der Zusammenkunft zählte der "Google"-Browser meiner Internetseite über 300 Mal das Wort "Traum". Das Wort "Träume" kam 100 Mal vor. Ich wollte damit nicht prahlen, sondern zeigen, dass die Geistesgaben auch in der heutigen Zeit noch aktuell sind, und dass Gott mir die Gabe der Traumauslegung für die eigenen Träume gegeben hat. Mein hochgeschätzter erster Seelsorger hatte mich dazu angeleitet. Im Steilpass ging es um den "Tag des Schlafes", den ein eigens mit diesem Namen gegründeter Verein im Jahre 2000 ins Leben gerufen hatte, um auf die Konsequenzen eines gestörten Schlafes für die moderne Leistungsgesellschaft aufmerksam zu machen. In Klammern, meinte der Pfarrer, könne man sich auch die Auswirkungen auf das kirchliche Leben ausmalen. Tatsächlich fehle ich seit geraumer Zeit im Sonntag-Morgengottesdienst. Der gestrige Traum hat mich jedoch ermahnt, wieder daran teilzunehmen, weil ich eine Aufgabe im Zusammenhang mit Kleidern habe.

Irgendwann träume ich: Ich stehe nackt vor meiner Frau, die vor mir kniet und möglicherweise Oralsex möchte. Der Realitätsbezug besteht darin, dass es eine Zeit gab, wo ich nichts mehr wünschte, als dass meine Frau einen Orgasmus erleben könnte. Das hätte unsere sexuelle Beziehung beflügelt. Liegend gab ich ihren Schamlippen Zungenküsse. Nichts nützte. Das machte mich halb wahnsinnig, bis ich meine Frau eines Nachts vergewaltigte, nachdem ich sie vergeblich um Sex angefleht hatte. Geraume Zeit vorher hatte mir die Oberin vom St. Johannis-Konvent in Reichenschwand, die um unsere sexuellen Probleme wusste, so leichthin den Rat gegeben: "Nimm dir, was dir gehört!" Diese Aufforderung ging mir nie aus dem Sinn.

Beim Niederschreiben dieser Erinnerungen fühle ich mich innerlich erregt. Schon der Gedanke, Oralsex nur zu erwähnen, im Tagebuch, löste einen stechenden Bauchschmerz aus. Dabei musste ich an meinen ersten Seelsorger denken, der an Darmkrebs gestorben war.

 
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