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Tagebuch


4. August 2012
Samstag – Zweifel

Seit der Absage durch das Beit Tovei Ha’Ir am 17. Juli 2012 stehe ich in der Gefahr, Zweifeln die Tür zu meinem Inneren zu öffnen. Ich wehre mich dagegen, indem ich mir immer wieder neu die für mich wesentlichen Werte in Erinnerung rufe. Vor dem Morgengebet stehe ich, wie üblich, mit dem internen Los und der Fahne Israels in den erhobenen Händen vor Gott. Neben den für Paulus wichtigsten drei Dingen in 1. Korinther 13,13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe …“ ergänze ich für mich mit Gehorsam und Demut. Nun also bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, Gehorsam und Demut! Das sind für mich die wesentlichsten Werte in meinem Leben.

Eine wunderschöne Erfahrung daraufhin ist das interne Los aus Sprüche 15,33:

יראת יהוה מוסר חכמה ולפני כבוד ענוה

„Furcht vor JAHWEH ist Unterweisung zur Weisheit; aber vor Ehre kommt Demut.“ (Eigenübersetzung)


26. Juli 2012
Donnerstag – Enttäuschung

Einige Minuten nach Mitternacht weckt mich Blasendruck. Schon bin ich wieder auf dem Weg ins Bett, da kommt mir die Frage: „neue Welt?“ Ich kehre um, um das interne Los zu meditieren. Es steht in Jesaja 56,7b):

כי ביתי בית-תפילה יקרא לכל העמים

„Denn Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden für all die Völker!“ (Eigenübersetzung)

Erwartungsvoll auf einen passenden Traum kehre ich ins Bett zurück.

Vor zwei Uhr erwache ich nach einem Traum. Enttäuschung! Im Traum ging es um ein Familienfest, das ich mitorganisierte. Die Organisation von sechs Ruderbooten klappte nicht. Einerseits verstand ich mich mit dem Vermieter der Boote nicht recht und andererseits passten die Ruderboote gar nicht in den Festablauf.

Was soll das nun bedeuten? Hat meine Frau vielleicht doch Recht, dass meine Erwartungen viel zu hoch „geschraubt“ sind? Wie auch immer; ich werde jedenfalls korrigiert.

Im Internet suche ich nach Messias und dritter Tempel und werde beim Kabbalisten Michael Laitman fündig.
(Laitman PDF)
http://www.laitman.de/der-bau-des-dritten-tempels/

Am Schluss des Artikels nimmt Laitman auf Jesaja 56,7 Bezug, ohne die Bibelstelle als solche zu bezeichnen.

Mir wird klar, dass im Zusammenhang mit dem dritten Tempel nichts Eigenes Platz hat. Gott selber ist der Baumeister, wir Menschen allenfalls Handlanger.

Im Nachhinein fällt mir auf, dass ich das Los auf den Tag genau vor vier Jahren aufgeschrieben und aufbewahrt habe (26. Juli 2008). Ich muss Gottes Pläne nicht im Voraus kennen.


21. Juli 2012
Samstag – Neuer Bund

Mein internes Los aus Jeremia 31,31 tröstet mich über meinen Traum von letzter Nacht hinweg:

הנה ימים באים נאם-יהוה וכרתי את-בית ישראל ואת-בית יהודה ברית חדשה

„Siehe, Tage kommen – Spruch Jahwehs – da werde Ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen.“ (Eigenübersetzung)

 

Auch die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine hat den Bund zum Thema; Psalm 111,9:

פדות שלח לעמו צוה-לעולם בריתו קדוש ונורא שמו

„Erlösung hat Er Seinem Volk geschickt. Er hat für ewig Seinen Bund angeordnet. Heilig und ehrfurchtbar ist Sein Name!“ (Eigenübersetzung)

 

Ja, Jahwehs am Horeb mit dem Volk Israel geschlossener Bund ist ewig. Der Bund wurde wohl mehrmals erneuert, so z.B. im Land Moab (5. Mose 28,69, 13. August 2010) Auch der neue Bund mit Jesus Christus basiert auf dem Bund vom Horeb. (Matthäus 5,18)

 

Dass ich selber Teil dieses Bundes werden soll, erfüllt mich mit Ehrfurcht. (17. Juli 2012)


20. Juli 2012
Freitag – „Alte Welt“

Ich erwache sieben Minuten vor Mitternacht an einem Traum. Im Traum schlafe ich in einer Wohnung zu der auch andere Menschen Zutritt für das WC haben. Jemand bewegt sich an meinem Rücken und zupft mich am Haar. Er hat sexuelle Absichten. Ich erschrecke gewaltig und bin angewidert. Erwachend bin ich dankbar, dass es sich „nur“ um einen Traum gehandelt hat.

Homosexualität ist für mich abscheulich, wie in der Bibel beschrieben.

Vorderhand bin ich noch in der alten Welt, erst punktuell in der Neuen. Auf diese warte ich sehnsüchtig.


17. Juli 2012
Dienstag – Schock und Trost

Nachdem ich gestern vom Innenministerium in Israel grünes Licht für einen zweimonatigen Aufenthalt, beginnend vor Sukkot (Laubhüttenfest), erhalten hatte, bemühte ich mich sofort um ein Zimmer im Beit Tovei Ha’Ir in Jerusalem, wo ich seit 2007 bei meinen Aufenthalten residiert habe. Erwartungsvoll öffne ich heute die Mail. Ein kleiner Schock! „Kein Platz in der Herberge!“ Dass Gott für Überraschungen gut ist, ist nicht neu für mich.

 

Die Tröstung steht bereits da, in Form von Jesaja 42, Verse 1-9. Auf den Text bin ich durch das interne Los gestoßen. Besonders Vers 6 stellt mich auf:

אני יהוה קראתיך בצדק ואחזק בידך ואצרך ואתנך לברית עם לאור גוים

„Ich, JAHWEH, habe dich(Messias) in Gerechtigkeit gerufen, und Ich will an deiner Hand festhalten! Und Ich will dich bewahren! Und Ich will dich zum Bund des Volks (als Geschenk) geben; zum Licht der Heidenvölker.“  (Eigenübersetzung)

 

„Gerechtigkeit“ und „Gerechter“ sind sprachlich nah verwandt. (19. Juni 2012 im Zusammenhang mit meinem Taufspruch) Ich weiß mich als Gerechter in Gerechtigkeit gerufen. „Und Ich will an deiner Hand festhalten…“ entspricht ganz der Verheißung vom 12. August 1980 in Reichenschwand:
„Wenn du dich Mir anvertraust und deine Hand in Meine Hand legst und dich von Mir führen lässt, so sollst du mit Mir die Grenze überschreiten in ein neues Land, das du nicht kanntest, und dessen Wunder so groß sind, dass das Schönste was du dir vorstellen kannst nur ein Schatten dagegen ist. Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“

Mir kommt der Chassid vom Herbst 2006 in Jerusalem in den Sinn, der mich aus einem kleinen Haus-Vorgarten anrief und mich in befehlendem Ton aufforderte jüdisch zu werden. Begründung: Jesus war Jude! JAHWEH will mich Seinem Volk als Geschenk geben.

 

Die Absage der Altersresidenz bringt mich zur Einsicht, dass die Zeit meiner eigenen Initiativen vorbei ist. Die Zeit des Online-Gangs meiner Internetseite steht kurz bevor, so glaube ich. Nachher wird sich eine ganz eigene Dynamik entwickeln, bin ich überzeugt.

 

Der Satzteil: „und Ich(JAHWEH) will an deiner(Messias) Hand festhalten …) tönt fast so, wie wenn ich (in der neuen Dynamik) Initiator wäre. Ich will das im Auge behalten um mich nicht von der Hand Jahwehs loszureißen. Kostbar ist mir, dass es weiter heißt: „Und Ich will dich bewahren!“ Ich muss nicht alles ängstlich abwägen. Gott wird mir nötige Korrekturen zeigen.


13. Juli 2012
Freitag der 13te

„Damit die Schrift erfüllt würde“ (6. Mai 2012), lasse ich mir die Zähne durch den Zahnarzt bleichen, da ich mich als „Schilo“ (1. Mose 49,12) verstehe.

Beim Nachtessen erzähle ich meiner Frau von der Prozedur, die nicht ganz ohne Zwischenfall abgelaufen war. Der Zahnarztstuhl hatte sich nämlich zweimal, ohne menschliches Zutun, aus der Horizontale aufgerichtet und den Ablauf etwas durcheinander gebracht. Meine Frau fragt mich, was denn das bedeuten könnte. Es stimmt, ich glaube nicht an Zufälle. Theoretisch ist es möglich, dass ich mich mit dem „Schilo“ täusche und dass meine Berufung sehr fragwürdig ist. Die Geschichte wird es zeigen.

Im Gebet im stillen "Kämmerlein" lege ich die Sache Gott hin. Mir wird wichtig, dass, was immer die Sache tatsächlich ist, Gott Recht behält. Hauptsache ist, dass ich Gehorsam übe und demütig werde. Das macht mich ruhig.


30. Juni 2012
Samstag/Schabat, 3 h 30 – Sieben mögliche letzte Worte des Erlösers Jesus

Beim Erwachen geht mir durch den Kopf, dass Jesus am Kreuz aus dem Psalm 22 zitiert hat. Ich lese den Psalm und lese sieben Verse aus. Damit stelle ich mich gegen die Tradition der „Kirche“.

1. Du hast mich aus dem Leib meiner Mutter gezogen, du warst meine Zuversicht schon an meiner Mutter Brust. (Vers 10)
    (Dieses Wort hatte mir einst mein erster Seelsorger zugesprochen)

2. Alle, die mich sehen, spotten über mich. (Vers 8)

3. Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe und meine Zunge klebt mir am Gaumen. (Vers 16)

4. Errette mich aus dem Rachen des Löwen! (Vers 22)

5. So will ich meinen Brüdern deinen Namen verkündigen. Inmitten der Gemeinde will ich dich loben. (Vers 23)

6. Daran werden gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde. (Vers 28)

7. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? (Vers 2)

(Schlachter Bibel 2000)


30. Juni 2012
Samstag/Schabat 0 h 03 – sieben – volle Zahl

Beim Erwachen habe ich eine große 7 um mich; eine Sieben als Symbol der vollen Zahl. Dazu passt auch der letzte Tag des Monats und der letzte Tag der Woche (Schabat). Dazu ist es mein letzter Tag im Leben auf der Alp.

Das interne Los von Psalm 55,23 empfinde ich wunderbar:

השלך על-יהוה יהבך והוא יכלכלך
לא-יתן לעולם מוט לצדיק

„Wirf auf JAHWEH dein Anliegen, so will ER dich versorgen.
ER will in Ewigkeit nicht Wanken zulassen dem Gerechten!“

(Eigenübersetzung)

Das Wort ist ein Wort der Hoffnung auf die neue Welt.


29. Juni 2012
Freitag – Der heilige Name Gottes

Nach der gestrigen Erkenntnis nehme ich sehr dankbar wahr, dass mein Auftrag intakt ist. Gott hat mir das Ohr (zu hören wie Jünger hören (Jesaja 50,4)) vor 0 h 30 geweckt. Das interne Los bestätigt mir das eindrücklich mit Hesekiel 39,7:

ואת-שם קדשי אודיע בתוך עמי ישראל
ולא אחל את-שם-קדשי עוד
וידעו הגוים כי-אני יהוה קדוש בישראל

„Und Meinen heiligen Namen will Ich bekannt machen unter Meinem Volk Israel.
Und Ich will Meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen lassen.
Und die Heidenvölker werden erkennen, dass Ich, JAHWEH, heilig bin in Israel.“

(Eigenübersetzung)

Nun bin ich auf die Botschaften meines Vaters im Himmel gespannt.

Beim wieder ins Bett gehen umschwirrt mich ein Insekt und belästigt mich. Ich erwische es im Dunkel und zerdrücke es zwischen dem linken Daumen und Zeigefinger.

Nach 2 h und um 4 h 30 habe ich je einen Traum und schreibe sie in mein Traumbuch, das ich für die Tage auf der Alp reaktiviert habe, weil hier ein Stromanschluss fehlt für meinen „Esel“.

Trotz großer Anstrengung gelingt es mir nicht, auch während des Tages, für die beiden Träume ein Sinnbild zu finden. Erst am 30. Juni 2012 wird mir klar warum: Die Träume gehören zur alten Welt. Von dieser soll ich Abstand nehmen!


28. Juni 2012
Donnerstag vor 2 h – Regression

Nachdem ich geträumt hatte, ob mir mein älterer Bruder in einer besonderen Art helfen würde, mich als Messias bekannt zu machen, erhalte ich folgendes interne Los:

 כי יש-כוח באלהים לאזור ולהכשיל

“… denn es gibt Kraft bei Gott, zu helfen und straucheln zu lassen.“
(2. Chronik 25,8b, Eigenübersetzung)

Erkenntnis beim Erwachen vor 6 h
Die Bitte an meinen Bruder, mir zu helfen, ist Regression; Rückschritt in die Jugendjahre, als mein Bruder meine höchste Autorität war.

Unter diesen Umständen lässt Gott straucheln.

 
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