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Tagebuch


15. März 2013
Freitag – Gott ist der EINE

Vor drei Uhr bin ich wach und finde den Schlaf nicht mehr. Der neu gewählte Papst Franziskus bewegt meine Gedanken. In einem Online-Beitrag hatte ich gelesen, dass eine seiner ersten Handlungen als Papst ein Gebet zur Jesusmutter Maria, um Bewahrung Roms, gewesen sei. Den besagten Beitrag finde ich zwar nicht mehr, hingegen einen andern Artikel von „domradio.de“, der auf ein stilles Gebet vor der Marienikone in der Kirche Santa Maria Maggiore hinweist. Nach dem gleichen Bericht hatte der Vatikansprecher bereits am Mittwochabend einen möglichen Besuch in Santa Maria Maggiore angekündigt. Dort befinde sich die Ikone "Salus Populi Romani" (Beschützerin des Römischen Volkes), ein vermutlich spätantikes Marienbild. Es gelte als die bedeutendste Marienikone Roms und werde von Gläubigen hoch verehrt. Der Artikel von „domradio.de“ ist überschrieben mit "Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel" und handelt von der ersten Papstmesse mit Franziskus. Dieser Titel lässt bei mir eine rote Warnlampe aufleuchten: Purer Dualismus! Gott und der Teufel auf gleicher Stufe?!

Das interne Los in 5. Mose 11,16 passt nach meinem Empfinden wieder genau in die heutige Situation:

השמרו לכם פן יפתה לבבכם וסרתם ועבדתם אלהים אחרים והשתחויתם להם

„Hütet euch, dass sich euer Herz nicht verführen lassen möge und ihr abweichen und anderen Göttern dienen werdet und ihnen huldigen werdet.“ (Eigenübersetzung)

Ursprünglich ist das Wort zum Volk Israel vor der Landeinnahme gesagt worden. Es gilt grundsätzlich aber für alle Menschen, die an den EINEN Gott glauben wollen, ob Jude, Christ oder Muslim. Wenn der Papst von der Mutter Jesu Hilfe für Rom erwartet, ist das in meinen Augen Abgötterei. Der Papst spricht sich damit selbst das Urteil.


13. März 2013
Mittwoch – Glaube – Zufall – Aberglaube

Das interne Los in Psalm 16,8 fordert meinen Glauben heraus:

שויתי יהוה לנגדי תמיד כי מימיני בל-אמוט

„Ich habe den Ewigen immer mir gegenüber vorgestellt. Wenn Er zu meiner Rechten ist, muss ich nicht wanken.“
(Eigenübersetzung)

Dieses Bild hatte ich in letzter Zeit offen gestanden nicht immer vor mir. Mein Skiunfall vom 6. Februar 2013 hat mir aufgegeben und gibt mir immer noch Rätsel auf. Heute fühle ich mich allerdings beschwingt, nicht zuletzt wegen der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 92,14+15:

שתולים בבית יהוה בחצרות אלהינו יפריחו עוד ינובון בשיבה דשנים ורעננים יהיו

„Gepflanzt im Hause Jahwehs, in den Vorhöfen unseres Gottes sollen sie blühen. Noch sollen sie im Greisenalter sprossen. Saftig und üppig sollen sie sein!“ (Eigenübersetzung)

Bei dieser Tageslosung, die übrigens aus „Zufall“ erstmals seit meinen Aufschreibungen im Jahre 1999 erscheint, handelt es sich um einen Teil meines Taufspruchs vom 16. Oktober 2005 (Psalm 92,13-15). Es geht um die Gerechten, die in diesen Versen eine herrliche Verheißung haben, und an welche Zusage auch ich mich im Glauben halte. Nur eben wird dieser Glaube manchmal unter Prüfung gestellt, wie mit meinem Skiunfall vom 6. Februar 2013; Prüfung auch durch das medizinische Untersuchungsergebnis. Die Ganzkörper-Tomographie hatte als „Nebenprodukt“ einen ganz kleinen Hirntumor ans Licht gebracht. Zudem beschäftigen mich periodische Schwindelanfälle seit dem Unfall. Für heute habe ich einen Arzttermin vereinbart, um dieser Sache auf die Spur zu kommen; und das am 13.3.13! Abergläubige würden sich vermutlich hüten?


9. März 2013
Samstag – Auftrag des Messias

Mit einer gewissen Zurückhaltung publiziere ich das interne Los in Micha 7,14. Es ist an den Messias gerichtet:

רעה עמך בשבטך צאן נחלתך שכני לבדד יער בתוך כרמל ירעו בשן וגלעד כימי עולם

„Weide(Messias) dein Volk mit deinem Stab, Herde deines Eigentums, wohnend allein im Wald inmitten des Karmels! Sie sollen in Baschan und Gilead weiden wie in den Tagen der Vorzeit.“ (Eigenübersetzung)

Nach der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 11,7 sind Gerechte und Aufrichtige gefragt. Als einen solchen verstehe ich mich. Ich will nicht nur das ganz Offensichtliche darlegen, sondern auch Geheimnisvolles. Der Karmel liegt nahe beim Kfar Yehoshua, der nach meiner am 24. Januar 2013 geäußerten Meinung noch eine Rolle in meinem Leben spielen wird. Warten wir es ab!


25. Februar 2013
Montag – Gott ist treu, trotz unserer Untreue

Nach krummen sexuellen Wegen im Traum tröstet mich das interne Los in Psalm 66,20:

ברוך אלהים אשר לא-הסיר תפילתי וחסדו מאתי

„Gepriesen ist Gott, der nicht weggetan hat mein Gebet und Seine Gnade von mir.“ (Eigenübersetzung)


22. Februar 2013
Freitag – vergängliches natürliches Leben

Das interne Los in Psalm 39,5 spricht mich als lebendiges Wort an:

הודיעני יהוה קצי ומדת ימי מה-היא אדעה מה-חדל אני

„Lass mich wissen, JAHWEH, mein Ende und das Maß meiner Tage, was es ist! Ich will erkennen, wie vergänglich ich bin!“ (Eigenübersetzung)

 

Mein Unfall am 6. Februar 2012 hat mir die scharfe Grenze zwischen Leben und Tod ganz nahe gebracht und bewusst gemacht. Danke, Vater im Himmel, für jede Sekunde des mir geschenkten Lebens auf Erden.


18. Februar 2013
Montag – ich bin der Gesandte

Nach meinem Skiunfall am 6. Februar 2013 ist Sacharja 2,15 das erste interne Los, das ich aufnehmen kann:

ונלוו גוים רבים אל-יהוה ביום ההוא והיו לי לעם ושכנתי בתוכך וידעת כי-יהוה צבאות שלחני אליך

„Und es werden sich viele Heidenvölker JAHWEH anschließen an jenem Tag, und sie werden mir zum Volk sein, und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, dass JAHWEH der Heerscharen mich zu dir gesandt hat.“ (Eigenübersetzung)

Die angesprochene Person ist die Tochter Zion = Jerusalem. Aber da ist noch jemand anders, den JAHWEH zur Tochter Zion gesandt hat. Ich fühle mich persönlich angesprochen.

Lieber Vater im Himmel: Danke, dass ich an Deiner Hand bin und bleiben darf. Du hast mich mit meinem Unfall nicht verworfen, nur zur Besinnung gebracht. Du persönlich sendest mich! Ich stehe Dir ganz zur Verfügung.


6. Februar 2013
Mittwoch – Zusammenstösse

Kurz nach Mitternacht notiere ich folgende Traumerinnerung:

In einer symbolischen Schau entwickelt sich mein Geisteszustand. Ich sehe mich als eine Art sich zuspitzende Pyramide. Ich befinde mich praktisch auf dem Kulminationspunkt. Für einen Sekundenbruchteil fühle ich mich allwissend. Ich blicke durch.

Wesen:
Allwissenheit.

Sinnbild:
Am Vorabend waren wir bei Schwager und Ehefrau zum Essen eingeladen. Während des Aperitifs entwickelte sich ein engagiertes Gespräch über den amerikanischen Präsidenten Obama sowie den Unterschied zwischen Demokraten und Republikanern. Ich konnte mit relativ klaren und einfachen Worten meine Sicht über angestrebte Gleichheit bei den Demokraten und angestrebter Freiheit bei den Republikanern darlegen. Ich plädierte auch dafür, die Lehren von Jesus ernst zu nehmen. Als Beispiel führte ich die bei mehr als einem Evangelisten überlieferte Rede Jesus an, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer würden. Dabei geht es um ein göttliches Gesetz. Was die Reichen mit ihrem Geld machen steht auf einem andern Blatt, da es diese, ebenfalls nach Jesus, äußerst schwer haben ins Reich Gottes zu gelangen. Das Kamel und das Nadelöhr verdeutlichen es.

Anruf:
Glaube, dass in dir die Allwissenheit schlummert!

Kurz vor sieben Uhr habe ich eine andere Art von Traum:

Ich bin mit meiner Frau im Auto rassig unterwegs. Mir ist bewusst, dass wir vor einer Abzweigung stehen und ich die richtige erwischen muss. Dann geschieht es. Ich nehme die falsche Abzweigung und gelange in eine Sackgasse. Trotz Vollbremsung ist der Zusammenstoss mit einem Gartenzaun nicht zu vermeiden! Eigenartigerweise besteht keine Aufregung, weder bei meiner Frau noch bei mir.

Wesen:
Autofahrt mit meiner Frau. Wir erwischen die falsche Abzweigung, gelangen in eine Sackgasse und prallen trotz Vollbremsung in einen Gartenzaun.                  

Sinnbild:
Die einzige getroffene Entscheidung von Bedeutung ist die Vorreservation der Ferienwohnung im Oberengadin für Februar 2014. Ob das wohl die falsche Abzweigung ist?

Anruf:
Vater, mache uns hellhörig!

 

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enige Stunden später werde ich in einen Skiunfall verwickelt. Über dessen Hergang habe ich keine Ahnung. Nach Aussage des beteiligten deutschen Skifahrers befanden wir uns in einem Gegenschwung. Die Skier lagen praktisch parallel zueinander, als sie sich berührten und ich das Gleichgewicht verlor. Den Hämatomen entsprechend muss ich hart „gelandet“ sein. Meine erste Erinnerung betrifft die Rettung aus dem Tiefschnee und den Abtransport mit Rettungsschlitten und Sanitätsauto. Die Computertomographie ergibt mehrere Lenden-Wirbelquerfortsatz-Brüche sowie eine Verletzung eines Brustwirbels. Entsprechend dem Traum am Morgen ist der Unfall glimpflich verlaufen. Einzig die Schmerzen erinnern mich an die Ernsthaftigkeit des Geschehens.

Mir ist klar, dass Gott auf eindrückliche Art gesprochen hat. Nach dem ersten Traum stand ich in Gefahr meine Berufung als Erlöser Israels auf die leichte Schulter zu nehmen. Ein Zusammenstoss mit der Wirklichkeit brachte mich zur Besinnung. Konsequenzen: Ich beende meine „Skikarriere“ und verzichte auf langfristige Ferienpläne.


1. Februar 2013
Freitag – Dualismus

Das interne Los in Amos 3,6b spricht eindeutig gegen den Dualismus (Gott – Teufel) der im Christentum weit verbreitet ist. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Phänomen auf die Trinitätslehre zurückzuführen ist. Jesus, der in der Wüste vom Teufel versucht wurde, wird im Dreieinigkeitsdogma als Teil Gottes betrachtet.

אם-תהיה רעה בעיר ויהוה לא עשה

„ ... Wenn Böses in der Stadt sein sollte, und JAHWEH hat es nicht gemacht?“ (Eigenübersetzung)

Weitere Belegstellen die gegen den Dualismus sprechen sind im Alten Testament: Jesaja 45,6b+7 und Klagelieder 3,38. Auch in 2. Könige 6,33 wird das Unglück als von JAHWEH verursacht angesehen.

Wenn Jesus Christus seine Macht an den Vater abgibt, wird JAHWEH alles in allen sein. (1. Korinther 15,28; Epheser 4,6) Dann werden Juden und Christen den gleichen Gott anbeten. Dann wird die Trinitätslehre überflüssig sein.


31. Januar 2013
Donnerstag – Durst nach Gott

Das interne Los in Psalm 42,3 berührt mein Herz:

צמאה נפשי לאלהים לאל חי מתי אבוא ואראה פני אלהים

„Gedürstet hat meine Seele nach Gott; nach dem lebendigen Gott. Wann kann ich kommen und vor dem Angesicht Gottes erscheinen?“ (Eigenübersetzung)

Weiß der Psalmdichter nicht, dass wir Menschen Gottes Angesicht nicht sehen können, weil wir den Anblick nicht ertragen könnten? Und doch; auch meine Sehnsucht geht in die gleiche Richtung. Ich erwarte mindestens vor den Engel Jahwehs gestellt zu werden, weil ich darauf warte, von meinen schmutzigen Kleidern - meinem sündhaften Wesen - befreit zu werden. (Sacharja 3)

Die Tageslosung in Jeremia 10,10 der Herrnhuter Brüdergemeine bestätigt die Heiligkeit Gottes in folgender Weise:

ויהוה אלהים אמת הוא-אלהים חיים ומלך עולם מקצפו תרעש הארץ ולא-יכלו גוים זעמו

„Aber JAHWEH ist Gott in Wahrheit. Er ist lebendiger Gott und ewiger König. Vor Seinem Zorn wird die Erde erschüttert, und Völker können Seinen Grimm nicht ertragen.“ (Eigenübersetzung)


30. Januar 2013
Mittwoch – Geistausgießung auf das Haus David

Wie schon am 14. November 2010 ist heute als internes Los die immer noch nicht erfüllte Verheißung in Sacharja 12,10 an der Reihe.

ושפכתי על-בית דויד ועל יושב ירושלם רוח חן ותחנונים והביטו אלי את אשר-דקרו וספדו עליו כמספד על-היחיד והמר עליו כהמר על-הבכור

„Und ICH (JAHWEH) werde auf das Haus David und auf den Bewohner Jerusalems einen Geist der Gnade und des Flehens ausgießen. Und sie werden zu mir (Jesus) blicken, den sie durchbohrt haben. Und sie werden wehklagen über ihm, wie man über dem Einzigen wehklagt, und sie werden bitterlich weinen über ihm, wie man über dem Erstgeborenen bitterlich weint.“ (Eigenübersetzung)

Es geht um die ausstehende Erkenntnis der Bewohner Jerusalems, dass Jesus Christus, der in dieser Prophetie spricht, der verheißene und verkannte Messias war. Die erste Geistausgießung geschah an Pfingsten, entsprechend Apostelgeschichte 2,1-13. Das Geschehen von Sacharja 12,10 wird noch viel gewaltiger und weltbewegender sein. Das Volk Gottes wird zu seiner wahren Bestimmung als Licht der Welt zurückkehren.

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine kann als Lehre betrachtet werden. Sie steht in Hiob 9,4:

חכם לבב ואמיץ כח מי-הקשה אליו וישלם

„Weise ist (Gottes) Herz und stark an Kraft! Wer ist hartnäckig gewesen zu Ihm und blieb unversehrt?“ (Eigenübersetzung)

Gott hat Sein Volk auf vielerlei Arten versehrt. Man denke an die vielen Pogrome und die Schoah! Gottes Bund von Moab (5. Mose 28) wurde nie aufgehoben. Seine Segensverheißungen und Fluchandrohungen gelten immer noch. (14. und 15. August 2010)

 
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