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Alle Tagebucheinträge

Tagebuch


11. Juni 2013
Dienstag – das ewige Reich des Messias

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Daniel 7,14 schüchtert mich ein, wenn ich dessen Inhalt auf mich beziehe. Ich merke, wie der von mir gebrauchte Reinkarnationsgedanke (7. November 2012) noch keineswegs in mir Fuß gefasst hat. Ich spiele mit dem Gedanken, diesen Tagebucheintrag zu unterlassen. Dann kommt in mir die Erinnerung an meinen Skiunfall vom 6. Februar 2013 hoch. Wenn Gott meine Berufung als Erlöser Israels so ernst nimmt und mir einen solch starken Denkzettel verabreicht, wie kann ich dann nicht freudig mitmachen? Danke, lieber Vater im Himmel, dass Du mich vollkommen gehorsam und demütig machst!

ולה יהיב שלטן ויקר ומלכו וכל עממיא אמיא ולשניא לה יפלחון שלטנה שלטן עלם די-לא יעדה ומלכותה די-לא תתחבל

„Und ihm (Messias) ist Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben. Und alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihn verehren. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen kann, und sein Königtum, das nicht zugrunde gehen kann!“ (Eigenübersetzung)

Die Juden warten noch auf den Messias. Ich glaube mich als reinkarnierter Jesus von Nazareth zum Erlöser Israels berufen.


7. Juni 2013
Freitag – Präexistenz - Reinkarnation

In einer weiteren Mail an Stephan Gerber (28. Mai 2013) gebe ich ihm meine Erkenntnisse wie folgt weiter:

„Zur Frage der Präexistenz bin ich auf einen differenzierten Artikel von Anthony Buzzard gestoßen. Ich empfehle Ihnen diesen zur Lektüre:

http://21stcr.org/global/german/Das%20Wesen%20der%20Praexistenz%20im%20Neuen%20Testament.pdf

Anthony Buzzard betont  die Vorherbestimmung anstatt wörtlicher Präexistenz. (Seite 3/4) Er anerkennt eine Präexistenz  im Plan Gottes. (Seite 3) Wenn ich richtig verstehe ist das eine Art Prädestinationslehre. (Seite 6) Dabei würde sich dann die Frage nach dem eigenen Willen stellen. Am Ende meines Lebenslaufs hatte ich die Verheißung von Reichenschwand zitiert: Doch hüte dich, dass du nicht stehen bleibst, wenn Ich mit dir weiter gehen will!“. Offenbar gibt es die Möglichkeit sich gegen Gottes Willen zu entscheiden. Als geschaffenes Ebenbild Gottes ist der Mensch geradezu zur Freiheit prädestiniert, im Gegensatz zu der heute hochgejubelten Gleichheit politisch linker Kreise. Ich bin mit Anthony Buzzard  eines Glaubens, wenn er glaubt, dass die Präexistenz kein Erinnerungsvermögen an eine frühere Existenz beinhalten müsse. (Seite 5) Hier sind wir bei meinem Glauben an die Reinkarnation! In diesem Sinn empfinde ich es als Widerspruch Anthony Buzzards, wenn er im Übergang der Seiten 5/6 fragt: “Wenn Jesus wirklich der Schöpfer des Himmels und Erde in 1. Mose 1 gewesen ist, warum hat er sich dann nicht daran erinnert?” Auch ich war bei der Schöpfung dabei. (Siehe mein Urknall Erlebnis in meinem Lebenslauf) Da müssen wir das Unbewusste bzw. das Unterbewusste mit einbeziehen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Unbewusste) Ich weise auf die unterschiedlichen Konzepte von Freud und Jung hin. Die Wissenschaft weiß offenbar sehr wenig. Das heutige Los aus meiner internen Lossammlung passt gut dazu: “Nur ein Hauch sind Menschenkinder; eine Täuschung sind Herrensöhne. In einer Waagschale sind sie emporzuheben, leichter als ein Hauch gemeinsam.” (Psalm 62,10, Eigenübersetzung)

Für mich spielt es keine Rolle, in welcher Form die Präexistenz besteht. Gott ist Schöpfer von Geist und Materie. Als Schöpfer ist Er auch Herr über Zeit, Raum und Ewigkeiten. Menschliches Erkennen ist Stückwerk. Vertrauen in den EINEN Gott ist entscheidend.

Mich freut am Artikel besonders, dass der Autor die Notwendigkeit jüdischen Denkens, anstatt des griechischen, betont.“


31. Mai 2013
Freitag - Jesus hat Sünder gerufen, nicht Gerechte

Ich nehme alle vierzehn Tage regelmäßig am Bibelstunde-Kreis der örtlichen Landeskirche teil. Kürzlich haben wir mit der Besprechung des Markus Evangeliums begonnen. Bei Markus 2,17 hatte ich heute ein Aha-Erlebnis. Ich zitiere aus der revidierten Elberfelder Bibel zusammen mit Vers 16:
16  Und als die Schriftgelehrten der Pharisäer ihn mit den Sündern und Zöllnern essen sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern isst er?
17  Und Jesus hörte es und spricht zu ihnen: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Aha! habe ich mir gesagt. Weil ich ein Gerechter bin, hatte ich nie ein tief greifendes Jesus-Erlebnis.
Dafür hatte ich im Juni 1980 ein Urknall Erlebnis (Lebenslauf) und im Traum vom 15. April 2004 eine direkte Verheißung durch JAHWEH: „mi misrachi YAH yischlach“; „von einem Orientalen wird dir JAHWEH etwas schicken“. Nachdem ich im Herbst 2004 den Chinesen Bruder Yun als den Orientalen erkannt hatte, übertrug mir dieser im Mai 2005 meine lebenslängliche Berufung an den Juden.

Am 16. Oktober 2005 hatte ich die Taufe im See Genezareth empfangen und folgenden Taufspruch erhalten:

Psalm 92, Verse 13-15:

13 Der Gerechte(tzadik) wird sprossen wie ein Palmbaum,
er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.

14 Die gepflanzt sind im Haus des HERRN,
sie werden gedeihen in den Vorhöfen unsres Gottes;

15 noch im Alter tragen sie Frucht,
sind saftvoll und frisch,


(Schlachter Bibel 2000)

Im Hinblick auf die Zukunft erwarte ich vor den Engel Jahwehs gestellt zu werden, weil ich darauf warte, von meinen schmutzigen Kleidern - meinem sündhaften Wesen - befreit zu werden. (Sacharja 3) (31. Januar 2013)


28. Mai 2013
Dienstag – Trinität – Präexistenz – Reinkarnation

Vor einiger Zeit hatte ich die Internetseite von Stephan Gerber http://www.trinitaet.com/index.php entdeckt. Vor allem die fünfzig Beiträge von Kermit Zarley http://www.trinitaet.com/index.php/literatur/zarley haben mich interessiert. Bezüglich Trinität bin ich mit Kermit Zarley einer Meinung. Es handelt sich um die größte Irrlehre des Christentums. Nicht einverstanden bin ich mit seinen Ausführungen zu Präexistenz und Inkarnation.

In einer Beilage zu einer Mail an Stephan Gerber teile ich folgendes mit:

Zu Präexistenz und Inkarnation habe ich Einwendungen zu machen. Ich finde, dass man diese beiden Begriffe nicht fix mit der Gottesfrage (war Jesus GOTT?) verknüpfen sollte. Folgende Bibelstellen weisen nach meinem Glauben auf die Präexistenz von Jesus als Gottes Sohn hin:

(Quelle: Revidierte Elberfelder Bibel)

1.Kor 8,6
6 so ist doch für uns ein Gott a, der Vater b, von dem alle Dinge sind c und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus d, durch den alle Dinge sind e und wir durch ihn. a) Kap. 12,6; Jes 45,14; Joh 17,3 b) Eph 4,6 c) Kap. 11,12; Apg 17,25; Röm 11,36 d) Kap. 12,5; Lk 2,11; Eph 4,5 e) Joh 1,3
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Kol. 15, 15-20
15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes a, der Erstgeborene b aller Schöpfung c. a) Joh 12,45; 2Kor 4,4 b) V. 18 c) Hebr 1,6
16 Denn in ihm A ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden a, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen b; A) d.h. in der Kraft seiner Person a) Joh 1,3.10 b) Röm 11,36
17 und er ist vor allem a, und alles besteht durch ihn b. a) Spr 8,25-27; Mi 5,1; Offb 3,14; Joh 8,58; 17,5 b) Hebr 1,3
18 Und er ist das Haupt des Leibes a, der Gemeinde Ab. Er ist der Anfang, der Erstgeborene c aus den Toten d, damit er in allem den Vorrang habe; A) o. Versammlung a) Kap. 2,19 b) Eph 1,22.23 c) Röm 8,29 d) Apg 26,23; 1Kor 15,20; Offb 1,5
19 denn es gefiel der ganzen Fülle A, in ihm zu wohnen a A) d.i. nach Kap. 2,9: der Gottheit a) Kap. 2,9
20 und durch ihn alles mit sich A zu versöhnen – indem B er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes a - durch ihn, sei es, was auf der Erde oder was in den Himmeln ist b. A) w. auf ihn hin B) o. nachdem a) Röm 5,1; Eph 2,16 b) Eph 1,10; 1Jo 2,2
21 Und euch, die ihr einst entfremdet a und Feinde wart nach der Gesinnung in den bösen Werken b, a) Eph 2,13 b) Röm 8,7; Eph 2,1-3
22 hat er A aber nun versöhnt in dem Leib seines Fleisches a durch den Tod b, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen c, A) o. sie, d.h. die Fülle <der Gottheit>; vgl. V. 19 a) Eph 2,15 b) Röm 5,10; 1Petr 3,18 c) Eph 1,4
23 sofern ihr im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums a, das ihr gehört habt, das in der ganzen Schöpfung b unter dem Himmel c gepredigt worden ist, dessen Diener ich, Paulus, geworden bin. a) 1Kor 15,2; 1Thes 1,3 b) Mk 16,15 c) V. 6
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Hebr 1,2
2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn Aa, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat b, durch den er auch die Welten B gemacht hat c; A) d.h. in der Person des Sohnes, für dessen Einzigartigkeit der fehlende Artikel im Griech. bezeichnend ist B) o. die Zeitalter, o. die Ewigkeiten; griech. Äonen a) Mt 14,33 b) Ps 2,8; Mt 21,37.38 c) V. 10; Joh 1,3


Die Inkarnation sollte man nach meinem Glauben weiter fassen. Aus persönlichen Erfahrungen glaube ich an die Reinkarnation. Diese hat nichts mit der Frage zu tun, ob Jesus GOTT war oder nicht. Sie kann auch mit der Bibel begründet werden:

In meinem Tagebuch vom 26. November 2011 hatte ich mir notiert:
„Wie ist das jetzt schon wieder mit der Reinkarnation? Von zu Hause aus bin ich völlig dagegen gelehrt worden. Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, ein berühmter Verfechter der Reinkarnation, wurde von meinen Eltern abgelehnt. Ich kann das nachvollziehen, bezeichnete dieser Mann doch das Judentum als einen Geschichtsfehler und lehnte er doch den Glauben an die Wiedergeburt ab. Chassidische Juden ihrerseits sind fest von der Reinkarnationswirklichkeit überzeugt. Offenbar glaubte auch Jesus daran, sonst hätte er Johannes den Täufer nicht als den wiedererschienenen Elia bezeichnen können (Matthäus 11,14 und Matthäus 17, 10-13 sowie Markus 9, 11-13). Mit diesem Tagebucheintrag ist mir auch die deutliche Unterscheidung von Reinkarnation und Wiedergeburt bewusst geworden. Ich habe zu beiden meine persönlichen Erfahrungen. Meine Wiedergeburt habe ich im Rechenschaftsbericht nach der "Lehre" 1.2. beschrieben und auch mit meinem ehemaligen Lehrer besprochen. (23. April 2008; Nikodemus bei Jesus. (Johannes 3,1 ff.)) Das damalige Geschehen im Jahre 1980 ist sehr tief in mich eingedrungen. Erfahrungen zur Reinkarnation hatte ich vor allem in einem meiner psychotischen Schübe gemacht. Damals, als Patient in der Klinik, sah ich mich im Geist neben Menschen meiner Bekanntschaft, jeder in seinem Kreislauf. Es waren eigentlich Ellipsen mit Höhe- und Tiefpunkt. Der Höhepunkt in meiner Ellipse war wie ein aufgesogen Werden durch die Sonne, bzw. der Kulminationspunkt einer menschlichen Kopulation. Der Tiefpunkt war Depression im wahrsten Sinne des Wortes, bzw. weggespült Werden durch eine Klosett-Anlage.
Glauben ist gefragt und ich merke wie sich immer wieder Aberglaube einmischen will. Am Himmel ist noch eine kleine Restwolke vorhanden. Vater ich glaube, hilf meinem Unglauben! Ich kauere mich auf dem Boden zusammen und mache mir die Heilstatsache bewusst: Jesus ist für mich am Kreuz gestorben und hat den Weg zum Vater geöffnet. Das Blut von Jesus ist auch für mich geflossen! Jesus hat das letztgültige Opfer erbracht.
Wie ich mich aufrichte, ist auch das letzte Wölklein am Himmel verschwunden! Halleluja! Zeichen und Wunder!”

Neben den im Tagebucheintrag angegebenen Schriftstellen weise ich noch auf folgende hin, die das Reinkarnationsverständnis fördern können:

(Quelle: Revidierte Elberfelder Bibel)

Erstens: Matthäus 16, 13-17:
13 Als aber Jesus in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Was sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen ist a? a) Joh 12,34
14 Sie aber sagten: Einige: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; und andere wieder: Jeremia oder einer der Propheten a. a) Kap. 14,2; 17,10; Mk 6,14.15
15 Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?
16 Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes a. a) Kap. 14,33; Joh 6,69; 1Jo 4,15
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona Aa; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist b. A) d.h. Sohn Jonas a) Joh 1,42 b) Gal 1,15.16
Zu der Zeit von Jesus scheint der Reinkarnationsgedanke Allgemeingut gewesen zu sein. Darum die Frage von Jesus, für wen ihn die Menschen halten. Als Antwort bekam er: alles verstorbene Personen. Es ist bekannt, dass die Pharisäer an die Auferstehung glaubten, nicht aber die Sadduzäer, welche letztere nicht mehr existieren.
Zweitens: Markus 6, 14-16:
14 Und der König Herodes Aa hörte <von ihm> - denn sein Name war bekannt geworden - und sie sagten B: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferweckt worden, und deswegen wirken die Wunderkräfte in ihm. A) Herodes Antipas, Sohn Herodes' d.Gr., unter röm. Oberherrschaft Fürst von Galiläa und Peräa (4 v.Chr. - 39 n.Chr.) B) nach anderen Handschr.: und sagte a) Lk 3,1
15 Andere aber sagten: Es ist Elia; andere aber sagten: <Es ist> ein Prophet wie einer der Propheten a. a) Kap. 8,28; Mal 3,23
16 Als aber Herodes es hörte, sagte er: Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferweckt worden.
Drittens: Markus 8, 27-29:
27 Und Jesus und seine Jünger gingen hinaus in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Was sagen die Menschen, wer ich bin?
28 Sie aber antworteten ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elia; andere aber: einer der Propheten a. a) Kap. 6,14.15
29 Und er fragte sie: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus antwortet und spricht zu ihm: Du bist der Christus a. a) Joh 1,41; 1Jo 5,1
Viertens: Markus 9, 11-13:
11 Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen müsse a? a) Lk 1,17
12 Er aber sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuerst a und stellt alle Dinge wieder her. Und wie steht über den Sohn des Menschen geschrieben? Dass er vieles leiden und verachtet werden soll b. a) Mal 3,23 b) Jes 53,3
13 Aber ich sage euch: Auch Elia ist gekommen a, und sie haben ihm getan, was sie wollten b, so wie über ihn geschrieben steht c. a) Mt 11,14 b) Kap. 6,28 c) 1Kö 19,2.10
Fünftens: Lukas 1, 17:
17 Und er wird vor ihm hergehen a in dem Geist und der Kraft des Elia b, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern c und Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten. a) V. 76; Kap. 7,27; Mal 3,1 b) Mt 11,14 c) Mal 3,24 d) V. 77
Hier besteht die “Reinkarnation” aus Geist und aus Kraft.
Sechstens: Lukas 9, 18 - 20:
18 Und es geschah, als er für sich allein betete a, waren die Jünger bei ihm; und er fragte sie und sprach: Was sagen die Volksmengen, wer ich bin? a) Kap. 5,16
19 Sie aber antworteten und sprachen: Johannes der Täufer; andere aber: Elia; andere aber, dass einer der alten Propheten auferstanden sei a. a) V. 7.8
20 Er sprach aber zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus aber antwortete und sprach: Der Christus Gottes a. a) Joh 6,69
Mehrfach überliefert.
Siebtens: Johannes 1, 21:
21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia a? Und er sagt: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet b? Und er antwortete: Nein. a) Mt 11,14 b) Kap. 6,14; 7,40; 5Mo 18,15.18
Der Ehrlichkeit halber muss gesagt werden, dass sich Johannes selber nicht als Elia sah. Das macht aber die andern Schriftstellen nicht ungültig.


21. Mai 2013
Dienstag – Weite - Gebetserhörung

Das heutige interne Los in Psalm 4,2 entspricht der gestrigen Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine. Das ist frappant und hat mich aufhorchen lassen:

בצר הרחבת לי חנני ושמע תפלתי

„… In Bedrängnis hast Du mir Weite geschafft. Sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!“

Da beim Weglassen des ersten Versteils kein Antisemitismus im Spiel ist, beschränke ich mich auf den Losungstext gemäß Losungsbüchlein.

Gott hat mir in meinem Leben schon oft Weite geschafft. Ich denke an meine vier Psychiatrieklinik-Aufenthalte, die jeweils nach drei Wochen zu Ende gingen und mich wertvolle Erfahrungen machen ließen. Ich denke auch an den geweiteten Horizont im Glauben. Da war z.B. das Urknall Erlebnis 1980 das ich später als Wiedergeburt erkannte. In letzter Zeit hat sich mein Erkennen geweitet. Stichworte: Reinkarnation, Trinität, Allversöhnung.

Das Los ermutigt mich um Gebetserhörung zu bitten. Ich will das vermehrt tun. Und wenn die Erhörung ausbleibt? Dann bin ich vielleicht nicht im Willen Gottes, oder die Zeit ist noch nicht reif, oder ich muss den ersten Versteil dazunehmen und noch intensiver zu Gott rufen!


12. Mai 2013
Sonntag – Jesus Christus im Alten Testament

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine befindet sich in Jesaja 53,12. Nach meinem Glauben geht es eindeutig um eine Prophetie im Hinblick auf Jesus Christus. Ich zitiere den ganzen Vers:

לכן אחלק-לו ברבים ואת-עצומים יחלק שלל תחת אשר הערה למות נפשו ואת פשעים נמנה והוא חטא-רבים נשא ולפשעים יפגיע

„Darum will Ich ihn unter Mächtige zuteilen, und mit Starken soll er Beute teilen, dafür dass er seine Seele hingegeben hat in den Tod, und er zu Missetätern gezählt worden ist; da er die Sünde vieler getragen hat, und es ihn für Missetäter treffen soll!“ (Eigenübersetzung)

Mein internes Los in Psalm 22,28 hat einen engen Bezug zu Jesaja 53 und zu Jesus Christus:

יזכרו וישבו אל-יהוה כל-אפסי-ארץ וישתחוו לפניך כל-משפחות גוים

„Es sollen gedenken und zu JAHWEH umkehren alle Enden der Erde, und es sollen sich vor Dir niederwerfen alle Geschlechter der Heidenvölker.“ (Eigenübersetzung)

Jesus Christus betete am Kreuz den 22. Psalm. In meiner Tagebuchnotiz vom 30. Juni 2012 hatte ich den Vers 28 als eines der sieben möglichen letzten Worte des Erlösers Jesus identifiziert.


3. Mai 2013
Freitag – erfreulicher Bericht des Neurologen

Zurückkommen auf den 23. März 2013: Meine Frau und ich konnten den Bescheid des Hausarztes, wegen einer möglichen Demenz in fünf Jahren, nicht einfach so auf sich beruhen lassen und sprachen gemeinsam beim Hausarzt vor. Gibt es Behandlungsmöglichkeiten, oder könnte ein Neurologe mindestens eine differenziertere Prognose abgeben? Wir stimmen darin überein, dass die Herzproblematik hinter eine neurologische Untersuchung gestellt werden soll.

Letztere hat heute während mehr als zwei Stunden stattgefunden und nichts Außergewöhnliches ergeben. Alles sei altersgemäß „normal“. Den durch den Radiologen festgestellten Hirnschwund auf der Computertomographie erachtet der Neurologe als für mein Alter nicht außergewöhnlich. Wichtig sei, das Hirn in Aktion zu behalten. Meine Computeraktivität und das regelmäßige gemeinsame Spielen mit meiner Frau wertet der Hirnspezialist sehr positiv.

Da sich die Herzproblematik inzwischen beruhigt hat, sehe ich von einer Untersuchung durch den Spezialarzt ab. Ich bleibe bei meiner Haltung vom 23. März 2013.


26. April 2013
Freitag – Reinkarnation - Allversöhnung

Seitdem ich am 18. März 2013 realisiert hatte, dass E. F. Ströter die Allversöhnung lehrt, hat mich die Frage nach dieser nicht mehr losgelassen. Das heutige interne Los in Psalm 30,4a) hat mich daran erinnert, dass ich ein reinkarnierter Mensch (7. November 2012) bin:

יהוה העלית מן-שאול נפשי חייתני מיורדי

„JAHWEH, Du hat meine Seele aus dem Totenreich heraufgebracht. Du hast mich belebt anstatt meines Hinabsteigens.“

So wie die Reinkarnation von den meisten Christen abgelehnt wird, ist auch die Allversöhnung für die meisten Christen nicht denkbar. E. F. Ströter hat in Briefen an die Prediger Modersohn und Nagel deren subjektiven Glauben in Frage gestellt und den alles umfassenden Heilsplan Gottes mit dem Wort Gottes glaubhaft gemacht. Mich hat vor allem Hesekiel 16,53-55 und 61 von der herrlichen Tatsache überzeugt, dass Gott zu Seiner Zeit alles zurückbringen wird; dass Er zu Seiner Zeit den Teufel bekehren wird und das Paradies wieder herstellen wird. Ich zitiere aus einem Brief des Jahres 1921 an Prediger Gustav F. Nagel:

„Nun steht aber schon seit mehr als 2500 Jahren auf den Blättern des festen prophetischen Wortes, im Buch des Propheten Hesekiel, folgendes geschrieben: "Ich will die Gefangenschaft Sodoms und ihrer Töchter (Städte), die Gefangenschaft Samarias und ihrer Töchter wenden, auch die Gefangenschaft deiner Gefangenen unter ihnen will ich wenden, damit du deine Schande tragest und dich alles dessen schämst, was du getan hast, wodurch du ihnen zum Trost dientest. Also werden deine Schwestern Sodom und ihre Töchter wieder in ihren vorigen Stand zurückkehren, und du und deine Töchter, ihr sollt auch in euren vorigen Stand zurückkehren" (Hes.16,53-55). Das Wort des Herrn geht noch weiter und höher, V. 61: "Alsdann wirst du an deine Wege gedenken und dich schämen, wenn du deine größeren und kleineren Schwestern (Samaria und Sodom) zu dir nehmen wirst, welche ich dir zu Töchtern geben will, aber nicht auf Grund deines Verhaltens im Bunde. Und ich will meinen Bund mit dir aufrichten, und du sollst erfahren, dass ich Jehova bin, auf dass du daran gedenkst und dich schämst und vor Scham deinen Mund nicht auftun darfst, wenn ich dir alles, was du getan hast, vergeben werde."
Dass nun Sodom und Gomorrha allen späteren Gottlosen darin nicht ein Exempel von des ewigen Feuers Pein oder Gericht sein können, dass sie dieselbe materielle, reale Feuer- und Schwefelhölle wie jene durchzumachen hätten, ist ganz unwiderleglich klar aus den beiden Parallelen, Jerusalem und Samaria, deren Gefangenschaft eine ganz andere, nämlich ein politisches Exil war. Das kann der Vergleichspunkt unmöglich sein. Das Beispielhafte kann nur darin liegen, dass einmal allen Gottlosen ihre Hölle, einerlei in welcher Form und Gestalt, mit unfehlbarer Sicherheit gewiss ist, dass aber zum anderen dieses Gericht oder Hölle oder Gefängnis ebenso unfehlbar sicher gewendet werden wird und sie aus demselben wiederhergestellt werden, wie sie zuvor gewesen sind, denn das ist im vorliegenden Kapitel offenkundig die Hauptsache der ganzen prophetischen Darstellung.
Wer nun leugnen will, dass Sodom und Gomorrha aus ihrem "ewigen“ Feuergericht wiederhergestellt werden in ihren vorigen Zustand, der kann ebenso wohl leugnen, dass Jerusalem und Samaria, d. h. das ganze Israel jemals eine Wiederherstellung nach allen Seiten, politisch und religiös, erfahren werden. Das heißt, er kann sich dann auf die Seite der Leugner der alttestamentlichen Weissagung stellen, die das ganze Alte Testament, die einzige Bibel unseres Herrn Jesu und seiner Apostel vor unsern Augen zerfetzen und wie König Jojakim ins Feuer werfen.
Wir wollen bei der Frage nicht lange verweilen, was nachher aus den gerichteten Sodomitern wird, nachdem der Herr ihr Gefängnis gewendet haben wird. Da genügt ja vollständig die Aussage Jehovas: "Ich will sie dir zu Töchtern geben in meinem Bunde." Hier handelt es sich lediglich um die vermeintlich so feste Burg der Vertreter der endlosen Strafe oder Pein, die sich auf das äußerste weigern zuzugeben, dass es aus derselben jemals ein Entrinnen oder Entlassenwerden geben könne. Diese feste Burg ist, in moderner Kriegssprache zu reden, Camouflage, d. h. gemalter Schrecken!
Wer sich diesem klaren, ganz unzweideutigen Zeugnis der Schrift nicht unbedingt beugen oder das in Abrede stellen will, der mag das ja tun. Er soll aber aufhören, sich für einen Bibelgläubigen zu halten oder auszugeben – er ist ungläubig!“


17. April 2013
Mittwoch – Selbstbewusstsein - Demut

Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine in Psalm 138,3 ermuntert mich nach Selbstbewusstsein zu suchen:

ביום קראתי ותענני תרהבני בנפשי עז

„Am Tag habe ich gerufen und Du antwortetest mir. Du mögest mir Selbstbewusstsein verleihen; in meiner Seele Kraft!“ (Eigenübersetzung)

 

Es ist zwar nicht das erste Mal, dass ich Jesaja 11 auf mich beziehe.  (26. Oktober 2012 und 5. November 2012) Trotzdem muss ich viel Selbstbewusstsein aufbringen, um das interne Los in Jesaja 11,10 für mich als reinkarnierter Jesus von Nazareth  zu beanspruchen:

והיה ביום ההוא שרש ישי אשר עומד לנס עמימ אליו גוים ידרשו והיתה מנחתו כבוד

„Und es wird an jenem Tag sein: Eine Wurzel Isais, die als Zeichen für Völker steht, nach ihr wollen Heidenvölker fragen, und seine Ruhestätte wird Herrlichkeit sein.“ (Eigenübersetzung)

Das Selbstbewusstsein, reinkarnierter Jesus von Nazareth zu sein, ist durch das ausgebliebene grüne Licht für den Online-Gang meiner Internetseite ins Wanken geraten. (27. Dezember 2012) Damals vermutete ich mangelnde Demut. Ja es ist schwierig, Selbstbewusstsein und Demut unter einen Hut zu bringen, und doch ist es zwingend.

Der folgende Vers (Jesaja 11,11) bestärkt mich in meinem Selbstbewusstsein:

והיה ביום ההוא יוסיף אדני ידו לקנות את-שאר עמו אשר ישאר מאשור וממצרים ומפתרוס ומכוש ומעילם ומשנער ומחמת ומאיי הים

„Und es wird an jenem Tag sein: Mein Herr will zum zweiten Mal mit Seiner Macht fortfahren den Rest Seines Volks zurückzukaufen, den Er übrig lassen will, aus Assur und aus Ägypten und aus Patross und aus Kusch und aus Eilam und aus Schin'ar und aus Chamat und aus den Inseln des Meeres.“ (Eigenübersetzung)

 

Ein zweites großes Wirken Gottes steht bevor, wie im Leben von Jesus von Nazareth. Mein Selbstbewusstsein wird gestärkt, indem ich an den zweiten Morgenstern vom 2. Juni 2009 denke (Rechenschaftsbericht nach der Lehre" 3.11). Ich werde auch an die zwei Gesalbten in Sacharja 4,11-14 erinnert: "

11 Und ich antwortete und sagte zu ihm: Was sind diese zwei Ölbäume zur Rechten des Leuchters und zu seiner Linken?
12 Und ich antwortete zum zweiten Mal und sagte zu ihm: Was sind die beiden Zweigbüschel der Ölbäume, die neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Gold<öl> von sich ausfließen lassen?
13 Und er sprach zu mir: Hast du nicht erkannt, was diese sind? Und ich sagte: Nein, mein Herr.
14 Da sprach er: Dies sind die beiden Gesalbten, die bei dem Herrn der ganzen Erde stehen. (Revidierte Elberfelder Bibel)

Die Doppel-Erscheinungen beziehe ich als Nachfolger demütig auf Jesus von Nazareth und selbstbewusst auf mich als seine Reinkarnation.


12. April 2013
Freitag – Ausgangspunkt und Auftrag der Juden

Nach der Umkehr des jüdischen Volks in der „neuen Welt“ wird Gott sein Volk trösten. Mein internes Los in Jesaja 66,13 macht dies deutlich:

כאיש אשר אמו תנחמנו כן אנכי אנחמכם וברושלם תנחמו

„Wie jemanden, den seine Mutter trösten will, so will Ich euch trösten! Und an Jerusalem sollt ihr getröstet werden.“
(Eigenübersetzung)

Ausgangspunkt wird Jerusalem sein, wohin mich Gott als Erlöser Israels zu Seiner Zeit schicken wird, und wo Gottes Volk, ganz im Sinn der Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine, als Licht für alle Völker (Jesaja 42,6), seinen Auftrag an der Völkerwelt bekommen wird. Die Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine stammt aus dem gleichen Kapitel wie das interne Los, sechs Verse weiter, aus Jesaja 66,19:

ושמתי בהם אות ושלחתי מהם פליטים אל-הגוים תרשיש פול ולוד משכי קשת תבל ויון האיים הרחקים אשר לא שמעו את-שמעי ולא-ראו את-כבודי והגידו את-כבודי בגוים

„Und ICH (JAHWEH) werde unter ihnen ein Zeichen setzen und werde von ihnen Entronnene zu den Heidenvölkern senden – Tarsis, Pul und Lud – den Bogen Spannende nach Tubal und Jawan – zu den fernen Inseln, die Meine Kunde nicht gehört haben und Meine Herrlichkeit nicht gesehen haben. Und sie werden Meine Herrlichkeit verkünden unter Heidenvölkern.“
(Eigenübersetzung)

 
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