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3.7. Sinnestäuschungen

Aus dem Tagebuch:

25. April 2009 (Schabat)
In meiner Tagebuchnotiz vom 18. April hatte ich auf erlebte Sinnesstörungen hingewiesen und mich gespannt gezeigt, ob Gott mir etwas Neues bewusst machen möchte. In der zum heutigen Toraabschnitt (metzora=aussätzig) passenden Prophetenlesung (2.Kön.7, 3-20) habe ich eine Antwort bekommen.
Zuerst zum Inhalt der Lesung: Vier Aussätzige, waren vor das Tor der Stadt Samaria verbannt. Das Heer von Aram belagerte die Stadt und die Bewohner litten Hunger. Da beschlossen die Aussätzigen in ihrer hoffnungslosen Lage zu Aram überzulaufen, auf die Gefahr hin umgebracht zu werden. Nun zitiere ich die Bibel: „So machten sie sich in der Abenddämmerung auf, um ins Heerlager Arams zu kommen. Und sie kamen an den Rand des Heerlagers von Aram, und siehe, da war kein Mensch. Denn der Herr hatte das Heerlager Arams ein Getöse von Wagen und ein Getöse von Pferden hören lassen, das Getöse einer großen Heeresmacht. Da hatten sie einer zum andern gesagt: Siehe, der König von Israel hat die Könige der Hetiter und die Könige von Ägypten gegen uns angeworben, dass sie über uns kommen sollen. So hatten sie sich aufgemacht und waren in der Abenddämmerung geflohen. Sie hatten ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel zurückgelassen, das <ganze> Heerlager, so wie es war, und waren um ihr Leben geflohen.“ (revidierte Elberfelder Bibel). Das war die Rettung für die Hauptstadt des Königreichs Israel. Ich empfehle die ganze Geschichte nachzulesen.

Offensichtlich war das Heer Arams einer Sinnesstörung zum Opfer gefallen. Meine Konsequenz: Gott, der hinter dieser Sinnesstörung steht ist der Gleiche, wie derjenige der hinter meinen Sinnesstörungen gestanden ist. Ich will für Sein Volk auch die gleichen Wirkungen heutzutage erwarten!

Und dazu noch folgende Tagebucheinträge:

27. April 2009 (Montag - Unerklärliches)
Es gibt (vorläufig) Unerklärliches, ist meine neueste Erfahrung. Von Hand wasche ich meine Unterwäsche; alles weiße Sachen. Wie ich ein Unterleibchen in die Hand nehme entdecke ich zwei große, bräunliche Flecken auf der Vorderseite (Weinflecken nicht unähnlich), die vorher nicht dran waren. Alles Einseifen und Reiben nützt nichts. Kommt mir der gestrige Abend in den Sinn. Auf meinem Esstischlein hatte ich winzige, herumspazierende Ameisen entdeckt, wie ich sie letztes Jahr an Datteln gesehen habe. Ursprung: ein Rätsel. Ich wohne jetzt nämlich in einem andern Zimmer und auf einem andern Stockwerk. Ich glaube, dass mir Gott den Hintergrund zeigen wird, sofern für mich wichtig. Könnte es eine gewisse Parallele zu den Sinnestäuschungen sein?

28. April 2009 (Dienstag - bewegte Nächte)
Ich erlebe eine relativ bewegte Nacht. Um 1 Uhr schreibe ich einen Traum auf, der einen Aspekt meiner Vergangenheit enthält. Ich finde aber keinen direkten Anruf. Um 3 Uhr bin ich wieder wach und meine Gedanken werden durch verschiedene Erfahrungen bewegt. Ich muss vor allem an das gestern beschriebene „Unerklärliche“ denken; an die Flecken auf meinem Unterleibchen. Ich besitze tatsächlich ein Unterleibchen mit Weinflecken, die ich ihm vor längerer Zeit durch Unachtsamkeit beim Transport im Rucksack, wegen einer schlecht gespülten, leeren Weinflasche, zugefügt hatte. Dass ich aber die Flecken beim mehrmaligen An- und Ausziehen des Leibchens nicht gesehen habe empfinde ich als sehr erstaunlich. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass die Flecken so groß waren. Meine Augen müssen „gehalten“ worden sein; eigentlich auch eine Sinnestäuschung. Und die Ameisen. Ich kann mir ihre Herkunft in keiner Weise erklären. Vielleicht ein etwas gewagter Gedanke: die Zeichen vor Pharao und die Plagen Ägyptens. Woher kamen damals die Phänomene?
 

 
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