DE | EN

3.6. Meine Sexualität

Aus dem Tagebuch zwei Träume:

12. April 2009 (Ostersonntag)
Ich erwache früh (nach 2 h) an einem Traum. Da Träume seit meiner Wiedergeburt vor mehr als 28 Jahren eine große Rolle spielen in meinem Leben, nehme ich sie entsprechend ernst:
„Ich bin mit jemandem im Auto unterwegs. Nach einem Waldstück tritt ein Polizist auf die Strasse und hält uns an. Ich bin nicht zu schnell gefahren, geht es mir durch den Kopf. Der Polizist möchte den Führerausweis sehen. „Sie sind zu schnell gefahren.“ Im Portemonnaie greife ich zuerst nach dem Schiffsführerausweis; merke es und gebe dem Ordnungshüter den andern. Das sei auch nicht der Richtige, werde ich aufmerksam gemacht. Stimmt, ich habe ja seit kurzem ein Plastikkärtchen. Ich suche und suche, finde es aber nicht. Wie schnell ich eigentlich gefahren sei, will ich wissen. „50,7 h/km“. Ich lache laut heraus. Den Ausweis finde ich nicht, aber eine leere Plastikhülle. Jetzt kommt es mir in den Sinn. Ich habe mich für eine neue Stelle beworben und dazu Passfotos gebraucht.
Aufgrund eines weiteren Traums ist mir folgendes Sinnbild klar geworden:
Sinnbild:
Du hast deine Augen nicht völlig unter Kontrolle bezüglich der Sexualität. Es stimmt. Ich gebe mir zwar Mühe meine Blicke von attraktiven Frauen abzuwenden, aber es gelingt mir noch nicht 100%ig.
Anruf:
Da gibt es nichts zu lachen! „Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird (Math. 5,29; Revidierte Elberfelder Bibel)“.

18. April 2009 (Schabat)
Ca. um 1 h träume ich intensiv. Dann erwache ich. Ich denke darüber nach. Die Träume sind so umfangreich, dass ich zuerst gar nicht ans Aufschreiben denke. Dann überwinde ich mich dazu. Die Bedeutung des wichtigsten Traums wird mir erst nach und nach klar:
„Ich gehe im Elternhaus ins WC pinkeln. Ich kann die Tür mit dem besten Willen, auch unter Kraftanstrengung, nicht schließen. Das Schloss klemmt. Während ich am Pinkeln bin trampelt der Mann, der seine gehbehinderte Frau regelmäßig über Schabat und Festtage in der Residenz besucht, herein. Seine Brille ist auf der rechten Seite „blind“. Er hat mich nicht gesehen und es ist uns beiden etwas peinlich im WC. Es habe im Badezimmer noch ein WC, mache ich ihn aufmerksam, während ich fertig pinkle. Er findet das WC nicht. Ich gehe hinauf um es ihm zu zeigen, bin zwar auch unsicher und öffne die Kastentüre. Hier ist es. Hinter einer andern Kastentüre ist die Dusche. Sowohl WC wie Dusche sind verstellt mit verschiedenen Dingen. Mutter hat den Gast offensichtlich nicht erwartet. Sie ist momentan nicht im Haus und macht mir den Eindruck überfordert zu sein. „Nicht verwunderlich bei ihrem Alter“, denke ich. Der Mann will wissen, was denn früher im Badezimmer war. „Eine Küche“, sage ich ihm.
Wesen:
Zusammentreffen im WC des Elternhauses mit dem Mann mit der „einäugigen“ Brille, der seine gehbehinderte Frau regelmäßig am Schabat und an den Feiertagen in der Residenz besucht. Es ist insofern wesentlich, als mir der Mann (er ist Cohen) in der Synagoge durch seine Inbrunst auffällt.
Sinnbild:
Die Einäugigkeit des Mannes erinnert mich an meinen Traum vom 12. April, dessen Anruf mit der Aufforderung Jesu geendet hat, das rechte Auge auszureißen, wenn es Anlass zur Sünde ist.
Anruf:
Ja, der Anruf vom 12. April stimmt.“


PS
Meine Uhr zeigt, nachdem ich den Traum aufgeschrieben habe, 3 h 40. Ich verspüre überhaupt keinen Drang zum Wasserlösen, was äußerst außergewöhnlich ist. In aller Regel muss ich in der Nacht zwischen 1 h und 3  h auf das WC gehen.
Bevor ich ins Bett schlüpfe gehe ich auf die Knie, um Gott für Sein Wirken anzubeten. Mir kommt der 3. Mai 2008 in den Sinn und ich vergewissere mich, ob mein Computer im Ruhezustand ist. Er ist nicht!
PS zum PS
Diese Nacht wiederholte sich das Gleiche. Das zeigt mir die Bedeutungsschwere meines Traums an.
Längere Zeit konnte ich anschließend keinen Schlaf finden. Als ich auf die Uhr schaute, zeigte sie 3 h 15. Ich verstand die Welt nicht. Offensichtlich war ich einer Sinnesstörung beim Ablesen der Zeit an meiner Uhr unterlegen. Kurz darauf wurde mir eine andere Sinnesstörung bezüglich meines Geschmacksinns bewusst. Auf die Wiedergabe von Details dazu verzichte ich hier. Gott will mir offenbar etwas Neues bewusst machen. Ich bin gespannt.

 

 
icon Übersetzer gesucht
icon Seite drucken   icon Tagebuch RSS