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3.16. Ich gehe BetrĂ¼gern auf den Leim

Mitte Januar 2010 wurde ich per Skype von einem „Bankdirektor“ aus Dubai kontaktiert. „Ich könne ein nachrichtenloses Vermögen erben“, machte er mir plausibel. Nach Rückfragen und Gebeten und zwei fast schlaflosen Nächten überwies ich einen „Kostenvorschuss“. Ich war zur Überzeugung gelangt, dass der von Jesus verheißene „Schatz im Acker“ in meinem Fall nicht nur geistig zu verstehen sei. Am 28. Januar 2010 erhielt ich vom Finanzinstitut, bei dem ich eine Rückfrage wegen dem Geldwäschereigesetz gemacht hatte, eine ernüchternde Antwort. Mit großer Wahrscheinlichkeit sei ich einem Betrüger aufgesessen, teilte mir der Kriminaldienst des Finanzinstituts mit. In einem Traum am 9. Februar 2010 wurde mir klar, wie anspruchsvoll es ist, mit viel Geld umzugehen. Das Grundproblem der Enneagramm Fünf ist die Habsucht. Ich war einmal mehr in ihre Falle getappt.

Und hier mein Tagebucheintrag:


2. März 2010 (Dienstag):
Nun sind die letzten Zweifel ausgeräumt. Ich bin tatsächlich Betrügern aufgesessen, die sich jetzt auf die elegante Art zurückziehen. Durch den "Anwalt" erhalte ich ein Schreiben des Finanzministeriums, es bestehe der dringende Verdacht auf Geldwäscherei und ich müsse mit diesen und jenen Unterlagen persönlich vorsprechen.
Ich beschließe nicht mehr zu reagieren, weder gegenüber dem "Anwalt" noch gegenüber dem "Banker".

Fazit:
Ich habe eine Zwischenprüfung meiner "Lehre" nicht bestanden!
und
Ich will jetzt nicht stehen bleiben, wenn Gott mit mir weiter gehen will!
 

 
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