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1.1. Am Anfang war meine persönliche Krise

Aus meinem Lebenslauf:

Mein Leben nahm im Sommer 1980 eine entscheidende Wendung, angefangen mit einer ernsthaften, langen „Midlifekrise“. Ich war damals Verwaltungsdirektor in einem Diakonissenhaus. Infolge großer Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Leitungsgremiums, über die zukünftige Ausrichtung des Krankenhauses, geriet ich in innere Nöte aus denen ich einen Ausweg suchte. Auf Empfehlung meiner leiblichen Schwester nahm ich an einer einwöchigen Retraite einer deutschen Schwesternschaft (St. Johanniskonvent) teil. In Selbsterfahrungsübungen wurden die Teilnehmer mit ihrer inneren Situation konfrontiert. Ich erlebte mich persönlich von einer ganz neuen Seite und merkte, dass ungeahnte Möglichkeiten in mir stecken. Viele positive Rückmeldungen anderer Kursteilnehmer machten mich wie zur zentralen Person der Gruppe. In mir entwickelten sich zunehmend nicht verarbeitbare Tagträume, die mich nicht mehr schlafen ließen. Am Ende der Woche wurde ich durch die Gruppe in einem Gruppenbild als der biblische Jona identifiziert, der auf der Flucht ist.

 
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